Bounty Killer

Blu-ray Review

Bounty Killer uncut Blu-ray Review Cover
Splendid Entertainment, seit 29.11.2013

OT: Bounty Killer

 


Mad Mary Death

Überdrehte Langversion von Saines 2011er Kurzfilm.

Inhalt

Bounty Killer uncut Blu-ray Review Szene 1
Mary Death ist nicht nur im Räkeln auf Muscle-Car-Dächern gut

In einer nicht allzu fernen Zukunft hat die Wirtschaft die Politik in die Knie gezwungen. Nachdem die Finanzbosse verbrannte Erde hinterließen, formierte sich der „Rat der Neun“, die den Wiederaufbau vorantreiben wollten. Die Wirtschaftskriminellen wurden mit Hinrichtungsbefehlen behaftet und die Exekutive übernahmen die „Bounty Killer“. Für Ruhm, Geld und Opferzahlen jagen sie die Vogelfreien und sind dabei nicht gerade zimperlich. Zwei der besten Kopfgeldjäger sind Drifter und Mary Death, die zwar eine andere Arbeitsauffassung haben, aber hervorragend zusammenarbeiten. Plötzlich jedoch steht Drifter selbst auf den Fahndungsplakaten und Mary muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht …

Bounty Killer uncut Blu-ray Review Szene 2
Der Drifter und sein Gun-Caddy auf der Flucht vor den Schergen der Wirtschaftsbosse

In bester Grindhouse-Manier lässt Regisseur Henry Saine zu tarantinoesker Filmmusik Köpfe platzen und inszeniert den Comic, an dessen Entstehung er selbst beteiligt war, ohne sich jemals ernst zu nehmen. Nur unter dieser Prämisse sollte man Bounty Killer sehen, der (Ausnahmen bestätigen die Regel) mit günstigen Spezialeffekten und knallchargigen Darstellern auskommen muss. Christian Pitre jedoch ist perfekt besetzt in ihrer Rolle als Mary Death und versprüht Sex pur. Umso trauriger ist es, dass Kristanna Loken (Terminator III) als Antagonistin erst spät auftaucht, denn auch sie sieht immer noch blendend aus. Ebenfalls schade, dass Saine im zweiten Filmdrittel etwas die Puste und die abgedrehten Ideen ausgehen. So muss man auf das schön bleihaltige Finale warten, das die Tugenden des Films wieder aufnimmt. Denn neben den trashigen Ausstattungsdetails und den bewusst miesen CGI-Effekten trumpft Bounty Killer vor allem mit comichaft überzogenen Gewaltausbrüchen und entsprechend blutigen Körperzerlegungen auf.

Bild- und Tonqualität

Bounty Killer uncut Blu-ray Review Szene 3
Die Gypsies: ganz besonders freundliche Genossen der Kopfgeldjägerriege

Gelbfilter bestimmen den Look von Bounty Killer, dessen Blu-ray mit einem sehr ruhigen und scharfen Bild daherkommt. Hin und wieder werden als Stilelement Verschmutzungen und Störeffekte eingesetzt, was dem Grindhouse-Thema gerecht wird.
Akustisch werden die Shoot-outs in Bounty Killer durchaus mit Nachdruck und effektvoll vertont, dennoch ist die Musik auf den Rearspeakern hauptsächlich tonangebend. Die Dialoge sind harmonisch eingebettet, in der deutschen Synchro vielleicht etwas dünner als im englischen Original.

Bonusmaterial

Bounty Killer uncut Blu-ray Review Szene 4
Catherine hat zwar eine schlimme Frisur, aber dafür die Macht. Das zeigt schon das Rauchwerk

Im Bonusmaterial von Bounty Killer wartet nur der Trailer zum Film.

Fazit

Bounty Killer ist ein vollkommen sinnbefreiter, sich niemals ernst nehmender Grindhouse-Western-Trash-Endzeit-Action-Mix mit dem Herz am rechten Fleck.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 75%
Tonqualität (dt. Fassung): 70%
Tonqualität (Originalversion): 70%
Bonusmaterial: 5%
Film: 50%

Anbieter: Splendid Entertainment/WVG Medien
Land/Jahr: USA 2013
Regie: Henry Saine
Darsteller: Matthew Marsden, Christian Pitre, Kristanna Loken, Gary Busey
Tonformate: dts HD-Master 5.1: de, en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 93
Codec: AVC
FSK: 18 (ungeschnitten)

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