Das fünfte Element 4K UHD

Blu-ray Review

OT: The Fifth Element

Das fünfte Element 4K UHD Blu-ray Review Cover
Universum Film, 30.11.2017


Liebe entscheidet

Luc Bessons Sci-Fi-Klassiker erscheint remastered auf UHD.

Inhalt

Das fünfte Element 4K UHD Blu-ray Review Szene 7
Korben liebt aktuell nur eine Pussy

Man schreibt das Jahr 2263: Der einem gewissen Diktator aus dem 20. Jahrhundert nicht unähnliche  Jean-Baptiste Emanuel Zorg hat sich mit einer bösen Macht aus dem All verbunden. Letztere kommt alle 5000 Jahre, um alles Leben zu zerstören. Dies zu verhindern ist das Ziel einer friedliebenden außerirdischen Rasse, den Mondoshawan. Sie wissen um die Macht der vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft und ergänzen sie um ein fünftes, das in einem Sarkophag in der Mitte von vier die Elemente repräsentierenden Steinen platziert das Böse abwenden kann. Um dies zu verhindern, soll Zorg die vier Steine beschaffen und gleichzeitig das fünfte Element beseitigen. Die wird von der Außerirdischen Leelo Minai Lekarariba-Laminai-Tchai Ekbat De Sebat verkörpert, die allerdings auf dem Weg zur Erde angegriffen wird. Wissenschaftler erwecken sie allerdings wieder zum Leben, woraufhin Leelo sich erst einmal aus dem Staub macht und im Taxi von Korben Dallas landet. Der Helfer wider Willen entpuppt sich daraufhin nach und nach zum Beschützer und schafft es gemeinsam mit dem Priester Vito Cornelius, das Geheimnis Leelos zu lüften und so die Welt vor dem Untergang zu bewahren …

Das fünfte Element 4K UHD Blu-ray Review Szene 1
Leelo weiß nicht, wo sie ist und was passiert ist

Pünktlich zum Start von Valerian – Die Stadt der tausend Planeten veröffentlicht Anbieter Universum auch die Ultra-HD zu Luc Bessons Sci-Fi-Erstling Das fünfte Element. Zum 20. Jubiläum basieren die enthaltene Blu-ray und UHD auf einem remasterten 4K-Scan, der in den USA bereits 2015 vom Film angefertigt wurde.
Während sich also die Bildqualität ändert, ist der Film an sich natürlich gleich geblieben.
Und auch heute funktioniert der Streifen noch, was man beileibe nicht von allen 80er oder 90er Jahre-Sci-Fi-Filmen sagen kann. Besson hatte sich mit der Story seinerzeit einen lang gehegten Wunsch erfüllt und vor allem langfristig eine extrem große Fangemeinde begeistert. In den Kinos lief Das fünfte Element nicht mal sonderlich spektakulär an, erwies sich aber als Langläufer und nutzte vor allem die Markteinführung der DVD für seinen Siegeszug. So befruchtete der Film den Erfolg der DVD genauso wie anders herum. Seinerzeit war es der modernste Spektakelfilm, der in zahlreichen Heimkinos (damals noch mit virtuellem Dolby Surround) zu Demonstrationszwecken herhalten musste. Immerhin lieferte er ebenso spektakuläre Bilder wie einen effektvollen Sound.
Rein optisch orientierte sich Besson an bekannten Vorbildern, weshalb sein Werk oft anmutet, wie ein Mix aus Blade Runner und den bunten Bildern eines Total Recall. Freilich verbunden mit dem typisch überzogenen, oft albernen Humor, der französischen Filmemachern scheinbar in die Wiege gelegt scheint. So ist die Figur von Oldmans Zorg selbstverständlich eine satirisch überhöhte Persiflage auf Hitler und die Kampfszenen mit dem tumben Mangalores-Kriegern haben schon was von slapstickartigem Humor. Kombiniert mit den visuellen Ideen der Comic-Schöpfer Jean Giraud (Moebius) und Jean-Claude Mézières, der als Schöpfer der Valerian-Zeichnungen Legendenstatus hat, kreierte Besson ein optische überbordendes Spektakel.

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Priester Vito sieht das Ende gekommen

Kritiker sahen das bisweilen anders und vermissten Inhalt und Logik – aber was wissen Kritiker schon? Sie konnten ja nicht ahnen, welchen Einfluss der Film bis heute haben würde und was bspw. Milla Jovovich für eine Karriere starten würde. Jene schlanke Dame mit serbisch-russischen Wurzeln, die bis dato nur kleinere Rollen, verkörperte, legte all ihre Leidenschaft in die Rolle der Leelo und erschuf mit dem von Jean-Paul Gaultier entworfenen Bandagen-Outfit einen absoluten Klassiker, der noch heute für Nachahmer auf Conventions sorgt. Gut, man nominierte sie gleichzeitig für den (erstrebenswerten) Saturn-Award und die (weniger erstrebenswerte) Goldene Himbeere, aber das wird der populären Schauspielerin heute vermutlich herzlich egal sein. Ebenso egal, wie es Bruce Willis sein dürfte, dass er mit den blonden Haaren seinerzeit zum Spott einiger Rezensenten wurde. Manchmal ist Film und alles, was damit zu tun hat, seinem Publikum aber auch einfach weit voraus und Filmkritiker sind ja nun weiß Gott nicht die progressivsten Vertreter des Feuilletons.
Aus heutiger Sicht machen die Actionszenen immer noch Spaß, das extrovertierte Schauspiel Gary Oldmans ist nach wie vor ein Fest und die ganzen praktischen Masken der Außerirdischen sehen heute sogar besser aus als so manch billig herunter gepixeltes CGI-Pendant. Es ist gerade dieser Charme, der den mechanischen/praktischen Effekten beiwohnt und der die Bindung zu Das fünfte Element herstellt. Seien es die unfassbar staksigen Bewegungen der Mondoshawan (wie sind diese praktisch unbeweglichen Wesen eigentlich je zu so großer Macht gekommen?) oder auch das Gummi-Rüsseltier, das Zorg in seinen Händen hält. Das alles hat einfach etwas, das den übertechnischen Werken heute etwas abgeht: Liebe zum Detail und charmantes Flair.

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Ziemlich viel Verkehr im New York des 23. Jahrhunderts

Bild- und Tonqualität BD

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Leelo ist ungestüm und leidenschaftlich – das merkt auch Vito

Universum Film packt der 4K UHD Disk von Das fünfte Element nicht einfach die altbekannte Blu-ray bei, sondern jene, die auf dem gleichen 4K-Master basiert, die in den USA schon 2015 veröffentlicht wurde (siehe Bildbeschreibung im UHD-Kapitel unten). Und die ist wirklich hervorragend gelungen. Zunächst mal fällt auf, wie frei von Schmutz und Drop-outs das Bild ist. Hier wurde wirklich saubere (im wahrsten Sinne des Wortes) Arbeit geleistet. Aber auch ansonsten passen die Parameter – wenn man mal von ein paar Szenen absieht, die etwas aus dem Rahmen fallen. Leider beispielsweise die Eingangsszene mit dem Jungen, der auf dem Esel zum Fels reitet. Hier ist die Körnung dann doch arg heftig (2’40). Ganz anders die Close-ups der Kids direkt darauf. Hier zeigt sich, wie plastisch das remasterte Bild ist. Das Korn wird immer dann sichtbar, wenn Einstellungen in die Halbtotale oder Totale wechseln. Hintergründe und der Himmel wuseln dann sichtbar. Erstaunlich kräftig kommen hier bereits die Farben rüber. Ohne groß zu übertreiben, hat man sie zwar zunächst recht warm gehalten, sodass gerade die Eröffnungsszene eine deutliche Tendenz ins Braune hat, aber es bleibt stets angenehm und atmosphärisch. Selbst bei schwierigen Beleuchtungen, wie dem orange ausgefüllten Taxi nach vierzig Minuten gibt’s kein Banding zu beklagen und Gesichter matschen dann auch nur ganz dezent (39’54). Die real gefilmten Sequenzen und Figuren haben eine extrem gute Auflösung und Detailtiefe in den Naheinstellungen. Sie offenbaren jeden Schweißtropfen und jede Hautunreinheit (13’49). Schaut man sich dagegen die damalige DVD des Films (oder Filmsequenzen aus dem Bonusmaterial) im Vergleich an, weiß man, welcher technische Fortschritt in den letzten zwanzig Jahren gemacht wurde. Mankos gibt es nicht viele – gerade in Anbetracht des Alters. Ab und an scheint entweder die originale Filmkamera aus dem Tritt gekommen zu sein oder man hat an diesen Stellen zu deutlich mit Filterung gearbeitet. Hier wirken Gesichter dann etwas zu weich (21’52, 23’48). Außerdem sind die visuellen Effekte aufgrund ihrer 2K-Herkunft weniger scharf und gut aufgelöst (36’24). Die Flugtaxis bspw. wirken dann doch sehr isoliert in ihrer Umgebung, wenn es nicht physische Modelle sind.

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Jean-Baptiste Emanuel Zorg könnte ein später Nachfolger eines Herrn H. aus Braunau am Inn sein

Akustisch hat man sich für die UHD von Das fünfte Element nicht lumpen lassen und sowohl der Blu-ray als auch der UHD eine Dolby-Atmos-Kodierung spendiert. Beiden liegt ein True-HD-Kern zugrunde, dennoch unterscheiden sie sich akustisch. Zunächst aber die Gemeinsamkeiten: Gegenüber aktuellen Atmos-Abmischungen könnte man schnell den Eindruck bekommen, dass heutige Filme schwächer abschneiden. Denn in der Tat ist hier fast pausenlos etwas von oben zu hören, während die reguläre Surroundebene ebenfalls beständig mit Informationen und Dynamik angefüllt ist. ABER: Hört man genauer hin, sind es nicht nur dedizierte Geräusche, die man auch visuell aus der oberen Etage vermuten würde, sondern eigentlich mehr ein beständiges „Mitlaufen“ der Höhenspeaker. Eric Serras Score, Umgebungsgeräusche, Weltall-Akustik – alles kommt irgendwie ständig auch von oben und lässt das Heimkino subjektiv fülliger erscheinen. Wirklich Sinn macht das allerdings nicht. Nicht jedes vorbeifliegende Raumschiff fliegt auch über die Köpfe hinweg, ist aber dennoch von dort zu hören. Vordergründig ist das, wie erwähnt, sicher beeindruckend (gerade bei so einem alten Film), doch qualitativ betrachtet, wäre hier weniger mehr gewesen.
„Weniger“ und „mehr“ sind gute Stichworts. Denn was beim Original manchmal MEHR ist, ist in der Synchronfassung WENIGER und leider auch anders herum. Die beiden Atmos-Abmischungen unterscheiden sich fast grundlegend voneinander. Manchmal liefert die englische Atmos-Spur noch einmal intensivere Effekte. Exemplarisch gut zu hören bei der Ankunft der dunklen Materie. Verwandelt sich diese von einem Meteoriten in einen runden planetenartigen Körper, liefert die Originalfassung noch spratzelnde Elektro-Effekte von den rückwärtigen Höhenspeakern, die über die deutsche Tonspur nahezu vollständig auf den Frontlautsprechern verweilen (13’01). Da das Ereignis hier grundsätzlich komplett um den Zuschauer herum passiert, macht der deutliche Effekt auf der Originalspur durchaus Sinn. Kurz darauf allerdings fliegt die Sonde auf der deutschen Spur deutlicher von hinten und oben ins Bild, wo die englische Version weniger räumlich vertont ist. Auch die Stimmen von Vito und dem Präsidenten sind während dieser Sequenz im Deutschen mit stärkerem Nachhall von oben belegt. Es wirkt bei der hiesigen Fassung, als stünden sie in einer großen Kathedrale. Dagegen kommen die Stimmen auf der englischen Tonspur dezidiert nur aus dem Center und liefern keine Höhen-Information (ab 14’30).

Das fünfte Element 4K UHD Blu-ray Review Szene 3
Es wird brenzlig

Insgesamt ist die englische Version deshalb die qualitativ akkuratere und logischere, während die deutsche Version mehr auf Dauerfeuer und ständige Präsenz setzt – selbst wenn es oft keinen Sinn macht. Ab und an hat man den Eindruck, dass hier schlicht die 2D-Soundebene zusätzlich nach oben gemischt wurde. Allerdings gibt es auch exakte Signale, die beide Tonspuren liefern, wie beispielsweise das Hupen des Hovercraft-Fahrzeugs nachdem Leelo in Korbens Taxi gelandet ist. Hier gelingt das Signalhorn über beide Sprachfassungen präzise (32’30). Dennoch: Die Originalfassung ist feiner, differenzierter und letztlich schlüssiger, wenngleich sie insgesamt mehr auf der Ohrhöhe arbeitet.
Abgesehen von den Informationen für die 3D-Sound-Atmosphäre, liefert der Atmos-Sound von Das fünfte Element auf dieser regulären Hörebene aber schon dermaßen viele direktionale und raumfüllende Effekte, dass der Film heute noch jedes potente Heimkino unter Druck setzen kann. Das gilt schon für die Eröffnung im alten Ägypten. Dort fordert das tieffrequente Brummeln des Subwoofers jede Membran heraus und wird von den ebenso druckvollen Stimmen der Mondoshawan begleitet. Die Szenen in den Häuserschluchten sind von dauerhaften Effekten umgeben, die Arie der Diva umhüllt den Zuschauer und der Basseinsatz im Übergang in den elektronischen Teil der Sanges-Darbietung wird von beachtlichem Druck wiedergegeben. Der ist über die deutsche Fassung übrigens wuchtiger. Der Subwoofer bekommt hier spürbar mehr zu tun als beim Originalsound.
Was man nun lieber mag, muss jeder subjektiv für sich entscheiden. Noch einmal zusammengefasst:
Der Originalton ist präziser, stimmiger, logischer bei den 3D-Elementen und hat homogener eingebettete Stimmen.
Die deutsche Fassung liefert dauerhaftere (aber nicht immer logische) Geräusche von oben, mehr Bass und etwas gedrücktere Stimmen.

Bild- und Tonqualität UHD

Für die 2015er Version von Das fünte Element die 2015 in Sony Pictures‘ 4K-Remastered-Serie veröffentlicht wurde (Sony Pictures ist US-Rechteinhaber des Films) wurde vom Original-35mm-Filmmaterial ein nativer 4K-Scan vorgenommen. Auf diesem Digital Intermediate basiert nun auch diese UHD, die somit also „echtes“ 4K liefert. Da die VFX natürlich seinerzeit nur in 2K gerendert wurden, kann allerdings schon vor der Sichtung davon ausgegangen werden, dass diese einen etwas softeren Look haben werden. Und das ist in der Tat ebenfalls so wie bei der Blu-ray auch schon. Allerdings ist das nichts, was man der UHD an sich ankreiden könnte – setzt sich ja niemand hin und rendert die Special Effects neu. Was im direkten Vergleich sofort auffällt, ist der farblich anderer Look der Ultra-HD. Und der ist tatsächlich objektiv besser und neutraler. Die erweiterte Dynamik (HDR10) nimmt dem Film ein gutes Stück von der allzu kräftigen und im direkten Vergleich fast matschigen Farbigkeit der BD. Das wirkt vor allem in den Szenen mit dem großen Orange-Anteil. Millas Haare kommen natürlicher, gleichzeitig aber kräftiger rüber. Die erweiterte Dynamik sorgt auch für bessere Detailabgrenzungen – beispielsweise auf Gesichtern. Falten wirken so dreidimensionaler und besser definiert. Während die durch HDR etwas abgedunkelte Optik für sattere schwarze Haarpracht von Zorg sorgt, bewirkt sie auf der anderen Seite in den düsteren Szenen schon mal verschluckte Details – beispielsweise während des Auftritts der Diva im Opernsaal (88’12). Dafür ist allerdings die Auflösung noch mal sichtbar besser, wofür man nicht mal allzu nahe ran gehen muss. Auch während der regulären und ruhigen Einstellungen sind Gesichter noch plastischer. Allerdings ist auch das Korn in den Szenen, die es auffällig liefern, noch etwas intensiver. Dennoch: Alles in allem liefert die UHD das (noch) etwas bessere Bild – ausgehend von einer bereits recht eindrucksvollen Blu-ray.
Das fünfte Element BD vs UHD Bildvergleich 3
Die Blu-ray (ungewohnt genug) ist etwas farbiger als die UHD, was bei Hauttönen aber schon mal etwas zu gelb wirkt. Auch Lippen sind ein bisschen arg orange.
Das fünfte Element BD vs UHD Bildvergleich 4
Während der gut ausgeleuchteten Szenen hat die UHD die etwas dunkleren, aber weniger leuchtend orangen Farben. Das bewirkt gerade auf Hauttönen mehr Natürlichkeit
Das fünfte Element BD vs UHD Bildvergleich 1
Geht’s dunkler zu, bleibt die Blu-ray etwas besser durchgezeichnet. Allerdings auch hier sichtbar: Die etwas gelb-braunen Gesichtsfarben
Das fünfte Element BD vs UHD Bildvergleich 2
Die UHD hat auch hier die natürlicheren Farben, lässt allerdings in den dunklen Bereichen die Zeichnung etwas vermissen.
Das fünfte Element BD vs UHD Bildvergleich 5
Ist die Blu-ray bei dunklen Bereichen noch im Vorteil, hat sie bei harten Kontrasten mit Spitzlichtern das Nachsehen und überstrahlt etwas
Das fünfte Element BD vs UHD Bildvergleich 6
Hier hat die UHD den homogeneren Kontrastumfang mit besserer Zeichnung in den hellen Bereichen
Das fünfte Element BD vs UHD Bildvergleich 7
Der Bildausschnitt zeigt: Die Blu-ray ist zwar gut, aber …
Das fünfte Element BD vs UHD Bildvergleich 8
… die UHD kann’s noch besser: Die höhere Auflösung liefert klarer definierte Hautpartien, und mehr Details in den Poren. Allerdings kann man auch die Digitalisierung des analogen Materials erkennen und das Korn (bspw. auf der Nasenspitze) ist deutlicher
Beim Sound der UHD von Das fünfte Element muss man nur ins Kapitel oben schauen. Die beiden Tonfassungen sind identisch mit jenen der Blu-ray.

Bonusmaterial

Das fünfte Element 4K UHD Blu-ray Review Szene 5
Korben wollte eigentlich seine Ruhe

Das Bonusmaterial liegt bis auf den Audiokommentar des damaligen Visual-Effects-Teams, den auch die UHD liefert, komplett auf der enthaltenen Blu-ray vor. Und die bietet reichhaltigen Stoff. Aufgeteilt in „Die Entstehung“, „Weltpremiere in Cannes“, „Die Entdeckung“ und „Stars & Crew“ besteht jeder Bereich aus mehreren Teilen. „Stars & Crew“ bietet Interviews mit Willis, Oldman, Jovovich und Tucker sowie mit Besson und Komponist Serra – allesamt älteren Datums. Unter „Die Entdeckung“ verstecken sich neun kürzere Featurettes über Die Story, den Look, das Design oder die Drehorte und Special Effects. „Weltpremiere in Cannes“ zeigt eine PK, den Aufbau des Premieren-Tamtams sowie Bilder vom Roten Teppich und der Anschlussparty. „Die Entstehung“ liefert dann neun Making-of-Featurettes, die zwar auch nicht neu produziert sind, aber nahezu allumfassend abbilden, was den Film ausmacht. Von der Arbeit des Regisseurs über das Design unterschiedlicher Teilbereiche bis hin zu den Kostümen von Jean-Paul Gaultier. Nach dem Genuss der insgesamt vier Stunden Bonusmaterial von Das fünfte Element gibt’s jedenfalls kaum offene Fragen mehr. Das neue Featurette „The Director’s Notes: Luc Besson blickt zurück“, das die US-Ultra-HD liefert, ist hier nicht mit an Bord.

Fazit

Das fünfte Element ist auch heute noch ein unterhaltsamer Sci-Fi-Streifen mit toller Optik und rasanter Action. Das Remastering der BD sieht schon beeindruckend aus, die UHD legt noch mal ein bisschen drauf, hat aber mit Durchzeichnung in dunklen Partien zu kämpfen.
Der Atmos-Sound zeigt sich zwischen deutscher und englischer Fassung stark unterschiedlich – und zwar mit Vorteilen in der Qualität beim Originalton, dafür aber häufigerer Unterstützung von oben bei der Synchronversion.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 85%
Bildqualität UHD: 85%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 85%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 60%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 85%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 75%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 70%

Bonusmaterial: 90%
Film: 80%

Anbieter: Universum Film
Land/Jahr: USA/Frankreich 1997
Regie: Luc Besson
Darsteller: Bruce Willis, Gary Oldman, Milla Jovovich, Sir Ian Holm, Chris Tucker, Luke Perry, Brion James, Tommy ‚Tiny‘ Lister Jr.
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 126
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10
FSK: 12

Trailer zu Das fünfte Element

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