Flying Clipper – Traumreise unter weißen Segeln 4K UHD

Blu-ray Review

Flying Clipper - Traumreise unter weiße Segeln 4K UHD Review Cover
Busch Media/AL!VE AG, 25.08.2017
Flying Clipper - Traumreise unter weiße Segeln BD Review Cover
Busch Media/AL!VE AG, 28.07.2017

OT: –


Hart am Wind

Ein Stück Filmgeschichte erscheint auf Blu-ray und 4K Ultra HD.

Inhalt

Flying Clipper - Traumreise unter weiße Segeln 4K UHD Review Szene 3
Ein wirklich prachtvoller Segler unter schwedischer Flagge

Gebaut 1929, 600 Tonnen Wasserverdrängung und 1400qm Segelfläche – was klingt wie ein Quartett, sind die Daten der „Flying Clipper“. Das schwedische Segelschiff wurde 1962 zum Hauptdarsteller eines deutschen Dokumentarfilms, der durchaus geschichtsträchtig ist. Denn immerhin ist es der erste in Deutschland produzierte 70mm-Film. Um das zu ermöglichen, wurde mit eigens entwickelten 70mm-Kameras gedreht, da es nur zwei Firmen aus den USA gab, die entsprechende Geräte hatten. Diese verliehen sie allerdings nur – und das auch noch inklusive Team, was nicht zu bezahlen gewesen wäre. So lag es am dänischen Kamera-Konstrukteur Jan Jacobsen, der extrem kompakte Geräte bauen sollte, sodass man mit ihnen auch an ein Flugzeug geschnallt arbeiten könnte. Die US-Kameras wären dafür viel zu groß gewesen. Gleich mehrere verdiente Kameramänner bedienten diese dann und sorgten für Bilder, die auch heute noch beeindruckend sind. Ob das jene vom Formel-1-Rennen in Monaco sind oder die, die an Bord des US-Flugzeugträgers Shangri-Lan entstanden. Die Geschichte drumherum ist allerdings nach heutigen Maßstäben eine auf zweieinhalb Stunden ausgewalzte Folge des Traumschiffs. Dazu passt dann auch die entsprechende Fahrstuhl-Musik, die ebenso bei der ZDF-Fernsehserie im Hintergrund dudeln könnte. Der Kommentar von Flying Clipper, der von Hans „Pumuckl“ Clarin eingesprochen wurde, trägt dem Produktionsjahr Rechnung: 1962, die Jahre des Wirtschaftsaufschwungs in Deutschland und des Wiedererwachens einer eigenen Identität, nachdem der Krieg auf Jahre hinaus so etwas wie (National)Stolz unter seinen Trümmern begraben hatte. Dies spiegelt sich auch in den Texten wider, die man Clarin zum matrosenartigen Vorlesen gab, was sich hier und da allerdings auch ein wenig wie der Tonfall einer alten Wochenschau anhört. Mal ist das aus heutiger Sicht charmant-anachronistisch, oft aber ganz schön banal.

Flying Clipper - Traumreise unter weiße Segeln 4K UHD Review Szene 2
1400 Quadratmeter Segelfläche

Dass man heute merkt, wie gestellt sämtliche Aufnahmen und angeblichen zufälligen Begebenheiten in Flying Clipper sind, merkt man nicht nur an Szenen wie dem Matrosengruß für ein anderes Schiff bei 19’40, sondern auch bei der „reizenden Überraschung“ des Dalmatinischen Veloclubs, der die Matrosen auf Vespa-Rollern durch die Berge fährt. Klar, dass hier ausschließlich junge Mädels am Lenker sitzen und der Veloclub offenbar ein früher Verein der Frauenbewegung war. Man muss das Ganze schon mit einem Augenzwinkern sehen, um es wirklich genießen zu können. Wenn man aber die Albernheiten an Bord und den trockenen Kommentar ausblendet, bekommt man bisweilen fantastische Aufnahmen der Landschaft und Länder zu Gesicht, die schon lange nicht mehr so aussehen, wie es 1962 der Fall gewesen ist. Die Reise führt das Schiff von Schweden aus innerhalb des Mittelmeer-Raums über Portugal und den Suez-Kanal bis zu den Pyramiden Ägyptens. Wenn die Seemänner dort an einer der Bauwerke emporklettern, sieht das schon beeindruckend aus. Selbst wenn sie von einem Einheimischen im Wettklettern geschlagen werden, dessen Name wohl nur Hans Clarin in dieser Geschwindigkeit aufsagen kann.

Bild- und Tonqualität BD

Flying Clipper Bild remastered
Starke Bildfehler des Original Filmmaterials (wie hier zu sehen) sind absolute Einzelfälle und dürfen gerne mit einem Augenzwinkern anhand des 55 Jahre alten Quellmaterials betrachtet werden …

Um Flying Clipper für die Blu-ray- und Ultra-HD-Veröffentlichung fit zu machen, war klar, dass man einen komplett neuen Scan des Originals anlegen musste. Von den 70mm-Originalfilm-Varianten gab es nur noch wenige gut erhaltene, von denen nun eine neuere eingesetzt wurde, die nur wenig Vorführungen erlebte. Das Abtasten selbst übernahm ein Studio in London, das einen 4K-Millennium2-Scanner einsetzte. Der liefert in der Theorie 2 Bilder pro Sekunde. Allerdings muss er immer wieder zwischendurch justiert und die großen Datenmengen müssen zwischengespeichert und gesichert werden. Selbst wenn er aber Tag und Nacht durchlaufen könnte, würde es bei einem 153’27-Minuten-24p-Film bedeuten, dass man es mit 220.968 Einzelbildern zu tun hat, deren Scan dann 1841 Minuten oder ~31 Stunden dauern würde. Inklusive aller Nebenarbeiten nahm es am Ende 2,5 Wochen Zeit in Anspruch, bis der Film nativ in 4K (für die BD wurde dann auf 2K heruntergerechnet) komplett digitalisiert war. Dabei fielen Datenmengen von 30 TB an (jedes Bild hatte zwischen 6 MB und 8 MB Dateigröße). Im Anschluss daran wurde das Material Bild für Bild in einem Studio eingelesen und vor allem in Sachen Kolorierung und Fading bearbeitet. Bei den Schmutzpartikeln entschloss man sich, nicht jeden einzelnen zu entfernen. Auf diese Weise bleibt ein analoger Look erhalten. Freunde von glattgebügeltem Digital-Look werden hier eher enttäuscht sein. Denn auch das Filmkorn blieb erhalten und nicht jede Einstellung ist von der Schärfe her homogen über das gesamte Bild gleich gut (Personen rechts bei 6’56). Dazu gesellen sich durchaus mal ganz dezent sichtbare Streifen oder auch ein Einzelbild, das massive und unterschiedliche Beschädigungen aufweist (9’34). Wie gesagt: Heimkino-Dogmatiker sollten sich zuvor darüber bewusst sein, dass sie es hier mit einem 55 Jahre alten Film und damit nicht mit einem lupenreinen Bild zu tun haben. Der Rest nimmt solche „Fehler“ als charmant hin und freut sich über das wirklich kontraststarke und ansonsten sehr kräftige Bild. Gerade farblich hat man Flying Clipper doch sehr auf die Sprünge geholfen. Das Meer ist bisweilen tiefblau (9’46), der Himmel hat eine kräftige Farbe und die Vespa-Tour wird von Mädels geleitet, deren Pullover und Röcke Demonstrationsmaterial für ein farberhaltendes Waschmittel sein könnten (20’40).
Wer aufgrund der offensichtlichen kleinen Fehler im Detail meckert, dem sei das Feature „Filmrestauration“ im Bonusmaterial empfohlen. Wenn man das aufgrund des hohen Alters unter massivem Fading leidende unbearbeitete Bild im Vergleich zum nachträglich restaurierten sieht, dann kann man die Arbeit desjenigen, der am Rechner gesessen hat und jedes einzelne der 221.000 Bilder angefasst hat, kaum genug würdigen.

… erst Recht, wenn man betrachtet, wie krass der Unterschied zwischen remastertem Bild (rechts) und dem unter massivem color fading leidenden Ausgangsmaterial ist (links)

Flying Clipper lag akustisch in einer ungewöhnlichen Abmischung mit fünf Frontkanälen und einem Surround-Kanal vor. Sehr früh im Prozess der BD-/UHD-Veröffentlichung entschloss man sich, dem 4K-Bild ein topmodernes Tonformat zur Seite zu stellen: Dolby Atmos.
Um ihn ins dreidimensionale Audioformat zu transferieren, wurde vom Dolby-Atmos-Studio (zuständig war hier Rotor Film) nicht nur das vorhandene Material neu bearbeitet, sondern es wurden auch noch zusätzliche Audio-Elemente angelegt. Dabei nutzte man auch komplett neue Signale und Informationen, die man aus zeitgenössischem Material entnahm und in den Dolby-Atmos-Mix einfügte. Ein gutes Beispiel dafür ist das Autorennen in Monaco, das extrem intensiv und mit großartigen direktionalen Sounds ins Heimkino kommt – gerade, wenn die Rennwagen durch den Tunnel fahren (ab 126’40).
Insgesamt wurden die neu addierten Tonsignale durchaus homogen eingefügt und sorgen bisweilen für ein erstaunliches Rundum-Sound-Vergnügen und ein Mehr an Atmosphäre. So hört man schon im Vorspann die Menschenmengen auch aus den Höhen-Lautsprechern und während der Arbeiten auf dem Schiff gibt’s immer wieder nette Sounds von oben (10’50, 19’26). Klasse klingt auch das Propeller-Flugzeug nach etwa einer halben Stunde, das sich hörbar in die Höhe schraubt (26’30). Gleiches gilt für den Hubschrauber, der über dem Flugzeugträger kreist (86’10) sowie die startenden und landenden Jets. Was hier an Geräuschen um den Zuschauer herum zu hören ist, macht schon richtig Spaß.
Aber auch die reguläre 5.1-Abmischung in dts-HD-High-Resolution klingt sehr räumlich und für ihr Alter wirklich fein. Hier merkt man, dass sie bereits 2009 schon einmal restauriert worden war. Nur selten mal schwankt der klassische Filmscore etwas, was aber insgesamt nur wenig ins Gewicht fällt. Ein wenig schade ist dafür die Tatsache, dass die Dialoge der Seemänner und auch jene vor Ort in den Ländern nicht lippensynchron sind. Die englische Fassung fällt gegenüber der Deutschen deutlich ab, klingt wesentlich spitzer und vordergründiger, was entsprechend auch für die englische Atmos-Version zutrifft, die ebenfalls nicht so homogen gestaltet ist wie die hiesige Version.

Bild- und Tonqualität UHD

Flying Clipper BD vs UHD Vergleich Bild 8
Wenn man sich die beiden Bilder links und rechts anschaut, mag man kaum glauben, dass die Ausgangsbasis die gleiche war. Die BD wirkt fast komplett entsättigt und in den hinteren Bäumen ist keinerlei Detailtiefe zu erkennen
Flying Clipper BD vs UHD Vergleich Bild 9
Die UHD strahlt extrem und lässt auch ganz hinten noch Zeichnung im Dunkel zu. Allerdings erkauft sie sich das mit drastisch angehobenem Kontrast, der helle Bereiche bisweilen clippen lässt. Die Farben sind natürlich schon spektakulär

 

 

 

 

 

 

 

Die UHD von Flying Clipper, die es einzeln zu kaufen gibt (Blu-ray ist hier nicht enthalten), kam mit einem guten Monat Verspätung in den Handel. Dass man hier deutlich Hand angelegt hat, sieht man vom ersten Augenblick an. Die Integration von HDR und einem erweiterten Farbraum im Rahmen von Rec.2020 führt zu extrem satten Farben. Das macht im Falle des Sonnenuntergangs zu Beginn von Kapitel zwei richtig Spaß. Hier lässt sich auch plötzlich wieder Zeichnung im Schwarz ausmachen, wo die Blu-ray insgesamt versumpfte. Auch das Orange der Sonne gefällt und insgesamt ist der Kontrastumfang wirklich gut geworden. So sind es vornehmlich die dunkle(re)n Szenen, die profitieren. Auch gut sehen die blauen Uniformen der Matrosen aus, die nun deutlich mehr Strahlkraft haben. Weniger gut gelungen sind allerdings die Detailbereiche vor hellem Hintergrund. Der erweiterte Kontrast überstrahlt hier bisweilen deutlich, sodass feine Details schon mal verschwinden. Die arg orangefarbenen Regenmäntel der Seemänner wirken zudem etwas künstlich. Behelfen kann man sich hier, indem man die Farbeinstellung am TV ein bisschen herabsetzt. Die Dynamik bleibt zwar erhalten, die sehr überbetonten Gesichtsfarben wirken dann aber natürlicher. Wirklich deutlich wird der Unterschied zwischen BD und UHD aber auch während der grünen Naturaufnahmen. So wirkt die Vogelperspektive des Gebirgs-Sees via Ultra-HD wie eine Postkarte aus den 60ern, während das über die Blu-ray doch deutlich farbloser ist (22’12). Natürlich muss einem dieser knallige, oft überzeichnete Look gefallen. Aber irgendwie passt es auch wieder zu dem ja nun doch nicht mehr ganz jungen Film. Alles in allem kann man sagen, dass viele Szenen wirklich gut und auch besser gelungen sind als auf der Blu-ray, einige Sequenzen aber nur durch Feinjustierungen am TV etwas entschärft und verbessert werden können.

Flying Clipper BD vs UHD Vergleich Bild 1
Die Blu-ray hat Schwierigkeiten, in dunklen Bereichen durchzuzeichnen und die Farben wirken im direkten Vergleich mit der UHD (rechts) flauer
Flying Clipper BD vs UHD Vergleich Bild 2
Die UHD spielt ihre Vorzüge in Sachen erweiterter Farbraum und HDR voll aus. Kaum eine UHD sah bisher so drastisch anders aus als ihr BD-Pendant
Flying Clipper BD vs UHD Vergleich Bild 3
Auch diese Szene wirkt auf der Blu-ray flach und flau. Die Gesichter sind vor allem grau und von der Farbgebung her sehr kühl. Erneut geht in dunklen Bereichen Zeichnung verloren
Flying Clipper BD vs UHD Vergleich Bild 4
Die UHD zeigt auf den Gesichtern viel mehr Kontrast und die orangenen Windjacken stechen extrem heraus. Allerdings überzeichnet die höhere Bilddynamik auch etwas und Kontraste überstrahlen bisweilen

Bonusmaterial

Flying Clipper - Traumreise unter weiße Segeln 4K UHD Review Szene 4
Einmal entlang des Mittelmeeres und wieder zurück

Das Bonusmaterial von Flying Clipper setzt vornehmlich auf Interviews. So finden sich Gespräche mit Filmchronist Jürgen Brückner, mit Herbert Born, dem Inhaber des Schauburg-Kinos in Karlsruhe und mit Marcus Vetter, dem Filmvorführer in der Schauburg Dazu gibt’s ein Featurette über die Audio-Restauration und eins über die Filmrestauration.
Jürgen Brückner berichtet, wie der Einzug des Fernsehens in die Wohnzimmer während der 50er Jahre das Kino veränderte. Die Lichtspielhäuser rüsteten auf, die Leinwände wurden größer, das 70mm-Format hielt Einzug in die Produktionen. Die Informationen, die er bereithält, sind aus filmhistorischer Sicht Gold wert. Herbert Born hatte den Film 2009 in einer 70mm-Kopie vorgeführt, die 1997 vom Bundesfilmarchiv
für die BERLINALE und eine 70mm Retrospektive angefertigt worden war, da die ursprünglichen 70mm-Kopien seinerzeit bereits stark verblasst waren. Born war erster Ansprechpartner für Simon Busch, als es darum ging, die Rechte für Flying Clipper zu bekommen und mit einer sehr guten 70mm-Kopie die Restaurierung anzugehen. Born hält die für Technik-Freaks relevanten Infos bereit – und die sind ebenfalls extrem interessant. Marcus Vetter nimmt den Zuschauer mit hinter die Kulissen der Schauburg, die noch in der Lage ist, 70mm-Filmspulen abzuspielen. So zeigt er quasi „nebenbei“, dass gerade eine Spule von The Hateful 8 vor Ort ist, die Tarantino seinerzeit für ausgewählte Kinos in einer 10 Minuten längeren Fassung geschnitten hatte. Christoph Engelke, der technische Leiter bei Rotor Film, klärt dann wiederum auf über den Atmos-Upmix, der dem Film zugute kam. Das knapp vierminütige Feature „Bildrestaurierung“ zeigt dann sehr anschaulich einen Vorher-Nachher-Vergleich des unbearbeiteten 4K- und des bearbeiteten 4K-Scans. Obendrauf gibt’s dann noch eine Diashow mit Original-Aushangfotos von 1962.

Fazit

Inhaltlich mag Flying Clipper aus heutiger Sicht etwas banal und altmodisch sein – aus filmhistorischer Sicht ist es ein Schatz, dessen Rettung durch das Remastering und die Neuabtastung geglückt ist. Während das Bild der Blu-ray aller Ehren wert ist und man über kleinere Mängel charmant hinwegsehen kann, ist die Dolby-Atmos-Abmischung absolut auf der Höhe mit aktuellen Produktionen. Technikfreaks greifen zudem schon alleine aufgrund des extrem informativen Bonusmaterials zu.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 70%
Bildqualität UHD: 60%

Tonqualität BD/UHD Dolby Atmos (dt. Fassung): 80%
Tonqualität BD/UHD Dolby Atmos (engl. Fassung): 65%
Tonqualität BD/UHD dts HD-High-Resolution (dt. Fassung): 75%
Tonqualität BD/UHD dts HD-High-Resolution (engl. Fassung): 60%

Bonusmaterial: 100%
Film: 60%

Anbieter: Busch Media Group/AL!VE AG
Land/Jahr: BRD 1962
Regie: Hermann Leitner, Rudolf Nußgruber
Sprecher: Hans Clarin
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en // dts-HD-High-Resolution 5.1: de, en
Bildformat: 2,20:1
Laufzeit: 158
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Real 4K: Ja (4K DI vom 70mm Film)
FSK: 6

Trailer zu Flying Clipper

3 thoughts on “Flying Clipper – Traumreise unter weißen Segeln 4K UHD

  1. Herbert Born soll in der Schauburg eine 79mm Kopie vorgeführt haben – das Format gibt es nicht und es ist wohl ein Schreibfehler –
    sonst wird auch nur von 70mm gesprochen. Die 1997 bei FOTOKEM-L.A. neugezogene 70mm Kopie war eigens vom Bundesfilmarchiv
    für die BERLINALE und eine 70mm Retrospektive angefertigt worden. Da sie nur auf einigen Festivals lief, ist sie neuwertig und
    diente dem 4K Scann als Vorlage.Gefadet war nur der 70mm Trailer von 1973, der nur noch überwiegend rote Farben aufwies – diese wurdenvon Vincent Koch in der Schauburg mit einem eigenen Programm beseitigt, sodaß die Farben wieder leuchten wie am 1. Tag.
    Vielleicht kann man hier die Texte entsprechend berichtigen und ergänzen.
    Sonst gefällt mir die Rezension gut – natürlich spiegelt jeder Film die Zeit wieder, in der er gedreht wurde – das sollte man bei
    den Dialogen von Hans Clarin berücksichtigen, der ja wie ein Sailor sprechen sollte…
    Grüße vom Lizenzgeber des Films. In der 4K-Fassung läuft er auch in ausgesuchten Filmtheatern – Anfang August beim Open-Air
    auf dem Hafenfest in Bremerhaven.

    • Hallo Herr Brückner.
      Besten Dank für die wertvollen Informationen, anhand derer ich den Text nun ergänzt/korrigiert habe.

  2. Wolfgang Winne

    “ diese wurdenvon Vincent Koch in der Schauburg mit einem eigenen Programm beseitigt, sodaß die Farben wieder leuchten wie am 1. Tag.“
    Entweder schon dort oder bei dem Authoring der UHD ging etwas gewaltig in die Hose. Weder passen Farben noch der Kontrastumfang. Anfangs dachte ich, es liegt an meiner Übertragungstechnik (kein HDR) – inzwischen war die UHD bei einem Händler der Heimkinos hochwertig ausstattet – die Scheibe wurde nach Betrachtung auf HDR Sichtgeräten völlig verkorkst. Ich kann nicht verstehen wie so etwas durch die Endkontrolle gehen konnte.
    Teilweise bestehen Personen nur aus Schattenrisse oder die Hautfarben sind völlig orange, das Meer sieht aus wie aus dem Tuschkasten – wenn es gleichmäßig gewesen wäre, könnte man am Sichtgerät die Farben reduzieren, dann kommen aber Szenen, die wären dann mit dieser Einstellung fast SW.

    Oh, Flying Clipper was hat man nur mit dir gemacht, aufgrund der völlig Falschen Farben/Kontrast kann man sich nicht auf dem Film selber einlassen. Schade, das lange Warten wurde völlig enttäuscht.

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