Haunt – Das Böse erwacht

Blu-ray Review

Universum Film, 27.06.2014

OT: Haunt

 


Der Morello-Fluch

Nicht NOCH ein Beitrag zum Haunted-House-Thema – oder lohnt sich Haunt – Das Böse erwacht sogar für den Skeptiker?

Inhalt

Was geschah wirklich mit der Familie Morello?

Evan gehört eher zur stillen und in sich gekehrten Sorte der Teenager und gibt seinen Eltern immer wieder Rätsel auf. Der gemeinsame Umzug in ein neues Heim fordert von ihm und seinen beiden Schwestern eine Menge Umgewöhnung. Zumal das Haus Zeuge des Todes fast einer ganzen Familie wurde und seitdem angeblich verflucht ist. Als Evan des Nachts auf die gleichaltrige Sam trifft, die von ihrem Vater misshandelt wird, findet er eine Gleichgesinnte. Gemeinsam forschen die beiden in dem alten Gemäuer und finden immer mehr Spuren der gruseligen Vergangenheit. Unter anderem auch ein altes Röhrenradio, das scheinbar Kontakt zu den Geistern der Verstorbenen aufnimmt, im gleichen Zuge aber auch das Böse freisetzt …

Evan und Sam kommen der Vergangenheit auf die Spur

Haunt … klingt nach Haunted House, nach Spukfilm und genau das erwartet den Konsumenten hier. Das Horrorgenre ist nicht eben arm an entsprechenden verfluchte-Häuser-Filmen, doch hier und da gibt’s immer mal wieder einen, der seine Sache erstaunlich gut macht. Haunt – Das Böse erwacht gehört dazu. Vor allem seine Einleitung mit stimmungsvollen und effektiv geschnittenen sowie stilisierten schwarz-weiß-Bildern macht Lust auf mehr. Atmosphäre ist dann auch der Punkt, auf den sich Regienovize Mac Carter konzentriert. Er spielt mit Zoom-Einstellungen, Unschärfen im Hintergrund, vorbeihuschenden Figuren und wohlplatzierten Schockmomenten. Das vollführt er gekonnter und routinierter als so mancher Veteran im Genre und damit ist es durchaus verschmerzlich, dass die Geschichte an sich nicht neu sowie das Ende nicht sonderlich überraschend (aber dafür konsequent) ist.
Ebenfalls erstaunlich gut sind die Darsteller: Harrison Gilbertson aus Need for Speed agiert verträumt und in sich gekehrt, bleibt dabei aber jederzeit glaubhaft und darf tatsächlich recht ingelligente Dialoge vortragen. Liane Liberato (Trespass) wirkt ebenso natürlich wie zerbrechlich und provoziert damit beim Zuschauer den gleichen Beschützerinstinkt wie bei Evan – großes Plus beider Protagonisten: Sie sind frei von Möchtegern-Schönheit und Arroganz der ach so coolen Akteure sonstiger US-Produktionen.

Bild- und Tonqualität

Ihre Nachforschungen bringen die beiden in Gefahr

Ähnlich düster wie Haunt – Das Böse erwacht selbst, kommt auch das Bild der Blu-ray rüber, das selbst in Tageslichtszenen grau und verhangen wirkt. In dunkleren Momenten dürften Schwarztöne noch etwas knackiger sein, denn es fehlt an Durchzeichnung. Farben sind reduziert, die Schärfe ist in den meisten Einstellungen gut.
Zu Beginn schon zeigt sich der Sound von Haunt sehr effektvoll, lässt das Sprach-Wirrwarr räumlich rund um den Zuschauer los. Während die Synchronstimmen teils etwas dumpf klingen und noch etwas besser verständlich sein könnten, verkündet der Subwoofer des Öfteren vom kommenden Unheil. Sobald das Röhrenradio aktiv wird und damit die Welt der Geister, entfachen die Rearspeaker ein kleines Feuerwerk an Gruselsounds, Echos und Stimmen.

Bonusmaterial

Wer hat gesagt, dass Geister hübsch sind?

Original-Filmtrailer und Trailershow stehen im Bonusmaterial von Haunt zur Verfügung.

Fazit

Bemerkenswert spannender Beitrag zum Haunted-House-Subgenre. Haunt – Das Böse erwacht überzeugt durch Atmosphäre, gute Darsteller und schön-schaurige Kameraeinstellungen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 70%
Tonqualität (dt. Fassung): 70%
Tonqualität (Originalversion): 75%
Bonusmaterial: 10%
Film:
75%

Anbieter: Universum Film
Land/Jahr: USA 2013
Regie: Mac Carter
Darsteller: Harrison Gilbertson, Liana Liberato, Jacki Weaver, Danielle Choucran
Tonformate: dts HD-Master 5.1: de, en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 86
Codec: AVC
FSK: 16

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