Here Comes the Devil

Blu-ray Review

Alamode Film/AL!VE, 30.05.2014

OT: Ahí va el diablo

 


Höhlenkinder

Was geschah mit Sara und Adolfo auf dem Hügel?

Inhalt

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Adolfo und Sara werden von der Höhle magisch angezogen

Eben noch lagen die beiden Frauen engumschlungen im Bett, als ein Fremder eindringt und eine der beiden übel zurichtet. Mit Mühe und Not kann der Eindringling vertrieben werden und verschwindet in eine Höhle draußen in der Wüste. Genau diese Höhle entdecken Adolfo und Sara kurz darauf, als sie mit ihren Eltern Felix und Sol eine Pause machen. Während Papa und Mama die Gelegenheit für ein wenig Zweisamkeit nutzen, haben Adolfo und Sara anderthalb Stunden Freizeit. Doch zurück kommen sie erst einen Tag später. Zunächst glücklich bemerken Felix und Sol bald Veränderungen. Die Kids wirken apathisch, desinteressiert. Schlimmer noch: Sol stellt fest, dass Sara möglicherweise vergewaltigt wurde. Ein Fakt, der die Eltern zu unglaublichen Taten treibt. Doch aus diese vermögen nicht zu klären, was den Kindern in dieser Nacht widerfahren ist …

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Adolfo hört, was nicht für seine Ohren bestimmt ist

Heiß und wild fängt Here Comes the Devil an und stimmt ein für einen Genrebeitrag, der von seiner ungewöhnlichen Optik und den teils surrealen Gewalteruptionen lebt. Dazu mischt sich eine verhältnismäßig hohe Anzahl an nackter Haut und ein bisschen Hokus Pokus. Die schwitzige Atmosphäre wird im letzten Drittel spürbarer, die Spannung steigert sich dann ebenfalls etwas. Insgesamt nimmt sich der Film aber zuviel Zeit, bleibt bisweilen arg langatmig und zäh. Da dem Vater storybedingt früh nur noch wenig Beachtung geschenkt wird, liegt der Film schauspielerisch auf den Schultern Laura Caros in der Rolle der Sol. Das macht sie zwar ganz ordentlich, rasanter und kurzweiliger wird das Geschehen dadurch allerdings auch nicht. Bis zum dezent überraschenden Ende muss man also ein wenig Sitzfleisch mitbringen.

Bild- und Tonqualität

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Das Kindermädchen macht eine seltsame Nacht durch

Das Bild von Here Comes the Devil zeigt sich in warmen Farben und liefert in Nahaufnahmen eine ansprechende Schärfe, die Details in Gesichtern recht klar offeriert. In Bewegungen verwischen Details allerdings ein wenig. Der Kontrastumfang ist sehr gut, Farben werden ebenso kraftvoll wie natürlich wiedergegeben. Tageslichtaufnahmen wirken allerdings helligkeitsreduziert.
Immer wieder setzt Regisseur Bogliano auf heftige Störsignale, krasses Rauschen und übersteuerte Musik, wenn er entsprechende Schlüsselszenen akustisch untermalen will. Das kommt zwar halbwegs effektvoll, allerdings auch wenig differenziert rüber. Wen er dann das Ende des Films mit fettem Grindcore überzieht, rumpelt es im Heimkino – passt zum Film, ist aber nicht zwingend jedermanns Sache.

Bonusmaterial

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Ist Adolfo von einem Dämon besessen?

Überraschend hautnah und ausgedehnt ist das 53-minütige Making-of von Here Comes the Devil, das den Charme der familiär wirkenden Produktion einfängt, aber meist eher wie ein Behind the Scenes wirkt.

Fazit

Etwas langsam in Fahrt kommender Psycho-Horror mit viel nackter Haut und ein paar Überraschungen – für Horror-Vielseher noch eine Empfehlung.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 70%
Tonqualität (dt. Fassung): 60%
Tonqualität (Originalversion): 60%
Bonusmaterial: 40%
Film: 50%

Anbieter: Alamode Film/AL!VE AG
Land/Jahr: Mexiko/USA 2012
Regie: Adrián García Bogliano
Darsteller: Francisco Barreiro, Laura Caro, Michèle Garcia, Alan Martinez
Tonformate: dts HD-Master 5.1: de, sp
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 97
Codec: AVC
FSK: 18 (ungeschnitten)

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