The Borderlands – Eine neue Dimension des Bösen

Blu-ray Review

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Pandastorm, seit 15.04.2014

OT: The Borderlands

 


Heilige Mutter Gottes

Gar merkwürdige Dinge geschehen in einer alten Kirche eines englischen Dorfes.

Inhalt

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Will Priester Crellick seine leeren Predigten mit Hokuspokus aufpeppen?

In einer abgehalfterten Kapelle in der englischen Provinz soll ein Wunder geschehen sein. Während einer Taufe bewegten sich Gegenstände und so nimmt der örtliche Priester an, der Heilige Geist persönlich hätte vorbeigeschaut. In solchen Fällen entsendet Rom ein Untersuchungsteam, das in diesem Fall aus dem realistischen Pfarrer Deacon, dem Abgesandten Marc aus dem Vatikan und einem weltlichen Techniker namens Gray besteht. Gemeinsam statten sie die alten Gemäuer mit Kameras und Richtmikros aus und versuchen sich in nachvollziehbaren Erklärungen für das Phänomen. Ihr erster Verdacht: Der örtliche Priester Crellick versucht mit billigen Tricks Aufmerksamkeit für seine Kirchengemeinde zu erhaschen. Doch als sich ebenjener vom Glockenturm stürzt und stirbt, die Phänomene aber nicht enden wollen, scheinen die Erklärungen auszugehen …

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Das geistliche Ermittlungsteam will es wissen

Found-Footage hat immer noch Hochkonjunktur und erwischt nun auch die katholische Kirche. The Borderlands nutzt den äußerst atmosphärischen engen Raum einer kleinen Kapelle, um seinen Spuk zu inszenieren. Da knarzen die Kirchbänke und auf dem Alter rutschen die Kelche umher. Das nimmt sich zwar gut eine Stunde Zeit, bevor es richtig spannend wird, doch bis dahin ist man mit gut aufgelegten Darstellern und recht glaubwürdigen Figuren beschäftigt, die noch dazu erfrischend unprätentiös ans Werk gehen. Gegen Ende wird es gar richtig klaustrophobisch und scheint optisch ein bisschen von The Descent inspiriert zu sein. Ob man den Schluss von The Borderlands mag oder nicht, sei jedem selbst überlassen – für eine Überraschung sorgt er dennoch. Die englische Originalspur liefert das wesentlich authentischere Erlebnis, weil die Gegensätzlichkeit von Deacon und Gray durch deren krass unterschiedliche Dialekte stärker verdeutlicht wird und der triefende Sarkasmus des Kameratechnikers viel witziger rüberkommt.

Bild- und Tonqualität

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Deacon traut seinen Augen kaum …

Wie bei Filmen des Subgenres üblich, schwankt auch bei The Borderlands die Bildqualität in Abhängigkeit von den verwendeten Kameras und der Beleuchtungsintensität. Natürlich wackelt es auch hier, weil die beiden Protagonisten mit Kopfkameras unterwegs sind. In Schwenks neigt das Bild zu verwischen und wenn es dunkel wird, nimmt der Rauschfaktor massiv zu.
Besser macht es die Akustik, die den Klangkörper der Kirche in The Borderlands mit schönen Halleffekten nutzt und zahlreiche direktionale Sounds aus den Rearspeakern vermittelt. Fast dreidimensional wird’s, wenn Gray die Richtmikrofone installiert und die gruseligen Geräusche langsam über alle Lautsprecher wandern. Für einen kleinen britischen Film ein beachtlich effektvoller Tonsektor.

Bonusmaterial

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Auswirkungen des Bösen?

Hier gibt’s nur den deutschen und englischen Trailer zum Film.

Fazit

The Borderlands ist eine durchaus stimmige Ergänzung im Subgenre des Found-Footage, die mit dem begrenzten Szenario, atmosphärischer Stimmung und guten Darstellern punkten kann, allerdings zu Beginn durchaus spannender hätte sein dürfen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 60%
Tonqualität (dt. Fassung): 70%
Tonqualität (Originalversion): 75%
Bonusmaterial: 5%
Film: 60%

Anbieter: Pandastorm
Land/Jahr: GB 2013
Regie: Elliot Goldner
Darsteller: Gordon Kennedy, Aidan McArdle, Robin Hill, Patrick Godfrey, Lee Arnold
Tonformate: dts HD-Master 5.1: de, en
Bildformat: 1,78:1
Laufzeit: 93
Codec: AVC
FSK: 16

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