A Quiet Place 4K UHD

Blu-ray Review

OT: A Quiet Place

A Quiet Place 4K UHD Blu-ray Review Cover
Paramount Home Entertainment, 23.08.2018
A Quiet Place Blu-ray Review Cover
Paramount Home Entertainment, 23.08.2018
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Hier kommt das Horror-Highlight des vergangenen Jahres.

Inhalt

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Machst du nur einen Mucks, bist du tot

Das Jahr 2020: Die Erde wurde vor drei Monaten von Aliens überrannt, die alles menschliche Leben vernichtet haben, was ihnen zwischen ihre Klauen gekommen ist. Mit einem überirdischen Gehör ausgestattet, reagieren die Außerirdischen auf jedes Geräusch, sodass die einzige Möglichkeit, ihnen zu entkommen, darin besteht, keinen Mucks von sich zu geben. Als ein unglücklicher Moment dazu führt, dass Evelyn und Lee Abbott, die beiden Eltern von drei Kindern, ihren Sohn Beau verlieren, ziehen sie sich noch mehr auf ihre Farm zurück. Ein Jahr später erwartet Evelyn erneut ein Baby und man bereitet sich mit allen möglichen Vorsichtsmaßnahmen auf die Niederkunft und die zu vermeidenden Geräusche des Neugeborenen vor. Doch nur eine Veränderung in der akribischen Kette sorgt für die Katastrophe …

Sieht man oft in „A Quiet Place“: Das Zeichen, unbedingt still zu sein

Die letzten Jahre waren gute Jahre für den Horrorfilm – nicht nur auf finanzieller, sondern auch aus künstlerischer Sicht. Immer wieder gab es innovative Geschichten, die gängige Genrekonventionen entweder brachen, oder sich in bekannten Mustern dermaßen spannend bewegten, dass endlich mal wieder Nägelkauen angesagt war – und das oft ohne übermäßiges Blutvergießen. Lights Out war so ein Fall oder auch Don’t Breathe und der Genre-Mix Get Out. 2018 hatte hingegen zunächst keiner die zweite Regie-Arbeit von Schauspieler John Krasinski auf dem Schirm. Sein A Quiet Place spielte alleine in den USA über das zehnfache seines 17-Mio.-Dollar-Budgets wieder ein und landete weltweit bei 332 Mio. Dollar. Ein unglaublich erfolgreicher und vor allem rentabler Film – und eben eine originäre Story ohne Vorgänger.
Eine Story, die den beiden Autoren Bryan Woods und Scott Beck vor allem deshalb in den Sinn kam, weil sie die Stummfilme der 20er Jahre lieben. Sie gingen also schon lange mit der Idee schwanger, einen Film zu drehen, bei dem praktisch nicht gesprochen wird. Und wo kann man das heutzutage besser umsetzen als im Horrorgenre?
Garniert mit einem zugespitzten Plot, der vor allem Raum für zwischenmenschliche Dramatiken lässt, kann man in ihrer Geschichte und im fertigen Film auch dem eigentlich abgedroschenen Thema der Alien-Invasionen noch etwas abgewinnen.

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Regan ist wütend auf ihren Vater

Und weil A Quiet Place eben mit John Krasinski auch einen guten Hauptdarsteller und mit dessen Ehefrau Emily Blunt eine famose Hauptdarstellerin hat, konnte hier eigentlich nichts schief gehen.
In der Tat saß man vermutlich lange, sehr lange bei einem Horrorstreifen nicht mehr dermaßen gespannt vor dem Fernseher/der Leinwand wie hier. Jedes Geräusch der Akteure, jede falsche Bewegung könnte den Tod bedeuten. Wie soll man da noch ein „normales“ Leben führen? Wie soll man kochen? Jagen? Für Wärme und Energie sorgen? Wie wäscht man sich so leise wie möglich? Wie kommuniziert man? Wie bewegt man sich auf trockenem Waldboden, wenn man auf jedes kleine Ästchen achten muss?
Fragen, die sich der Zuschauer die ganze Zeit über stellt, weil er sich von Beginn an perfekt in die Situation versetzen kann. Die eingeflochtene Dramatik des Todesfalles innerhalb der zunächst fünfköpfigen Familie sorgt zudem für die (zwar nicht innovative), aber eben doch packende Komponente der Schuld und des Vergebens. Dass sich gerade das gehörlose und damit eigentlich gehandicapte Mädchen mit diesen Schuldgefühlen plagen muss, gibt dem Ganzen noch eine unbequeme Note. Denn nur zu gerne würde man ihr als Zuschauer immer wieder sagen, dass sie sich keine Schuld zu geben braucht. In ihrem Vater hat sie den Gegenpart, der am schwersten damit zu kämpfen hat, seinen Sohn nicht retten zu können und der seitdem eine Aufgabe braucht, um sich vom Schmerz abzulenken.
In seinem Gesicht ist die Traurigkeit ebenso abzulesen, wie die Wut in Regans (großartig: Die von Geburt an gehörlose Millicent Simmonds) Antlitz. Die Wut darüber, dass sie ihren Gefühlen keinen Lauf lassen kann. Dass sie das Gefühl hat, ihr Vater würde sie nicht akzeptieren, ihr nicht verzeihen. Man spürt, dass es in ihr brodelt und die Emotionen an die Oberfläche drängen.

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Lee würde seine Kids nie den Aliens überlassen

Es sind aber auch die scheinbar ganz beiläufigen Details, die A Quiet Place so gelungen werden lassen. So hat sich Krasinski in der Vorbereitung auf den Film extrem darauf diszipliniert, Geräusche im Alltag wahrzunehmen, die in seinem Film nicht passieren dürfen. So entstanden dann Ideen wie die essbaren Teller, die klapperndes Porzellan vermeiden oder das Barfußlaufen auf ausgestreuter Asche und das Auskleiden der Wände mit zig Lagen Zeitungspapier.
Ebenfalls hervorragend: Das Set- und Creature-Design. Während zu Beginn die Straßen eine apokalyptische Leere widerspiegeln und die geplünderten Läden perfekt ausstaffiert sind, hat man in den Räumen der Farm alles darauf abgestimmt, keine Geräusche zu verursachen.
Bei den Aliens selbst arbeitete Krasinski mit Scott Farrar zusammen, der 1986 für seine Arbeit an Cocoon mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Er gab den Außerirdischen einen praktisch unzerstörbaren Körperpanzer und lange, speerartige Arme, die zu tödlichen Waffen eingesetzt werden – durchaus originell vor allem dann, wenn sich Kopf und Ohren öffnen.
Zu guter Letzt vielleicht noch das Wichtigste: Das Sounddesign. Klingt absurd, bei einem dermaßen stillen Film, macht dann aber doch wieder Sinn. Denn nichts ist schwerer, als Stille authentisch umzusetzen. Doch die Genialität fängt schon damit an, dass die gehörlose Regan ihre Umwelt mit einem viel dumpferen Rauschen wahrnimmt als die anderen das rosa Rauschen der Stille hören. Als Zuschauer beginnt man aufgrund der nahezu geräuschlosen ersten Minuten die Ohren stets gespitzt zu halten. Jedes noch so kleine Mucksen, jedes knacksende Ästchen könnte den Tod bedeuten. Und A Quiet Place macht das schlicht perfekt und mit absoluter Präzision, dem nötigen Druck und der entsprechenden Dynamik in den entsprechenden Sequenzen.

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Immer ein guter Ort für Spannung: Das Innere eines Kornspeichers

Bild- und Tonqualität BD

Regan will wissen, was ihr Vater im Keller treibt

A Quiet Place wurde analog und nicht digital aufgenommen. Entsprechend sieht man durchaus vorhandenes Filmkorn, was allerdings sehr gut zum Film passt. Gerade die Szenen zu Beginn profitieren von diesem schmutzigen Look. Dass es aber im späteren Verlauf nicht Überhand nimmt, ist ein Qualitäts-Merkmal. Denn selbst wenn’s dunkel wird, bleibt das Korn im Rahmen – sieht man mal von den Momenten ab, in denen Lee auf dem Kornspeicher sitzt und im Hintergrund die Sonne untergegangen ist (siehe dazu mehr im nächsten Abschnitt: Bildqualität UHD).
Die Schärfe ist durchweg eher mittelprächtig und auch in Close-ups nur selten richtig herausragend. Die Farben sind natürlich und recht kräftig. Sie entspringen weitgehend einer warmen Palette, weisen auf neutralen Grautönen aber einen leichten Grünstich auf. Der Schwarzwert und Kontrast passen. Ganz vereinzelt sind Randbereiche an der unteren Kante etwas softer.
Ja, Paramount hat es auch bei A Quiet Place mal wieder nicht geschafft, mehr als eine Dolby-Digital-Spur für die deutschen Zuschauer abzulegen. Aber bevor an dieser Stelle mal wieder eine (berechtigte) Schimpftirade losgelassen wird, richtet sich folgender Rat an den Leser:
Vergesst den deutschen Ton. Ihr braucht ihn nicht!
Die paar Sätze, die überhaupt gesprochen werden, kann man auch als gebrochen Englisch-Verstehender übersetzen. Oder aber man lässt sich die ohnehin eingeblendeten Untertitel für die Gebärdensprache einfach komplett auch für die gesprochen Szenen durchlaufen.
Warum man den deutschen Ton vergessen sollte?
Der Englische ist einfach perfekt. Die Dolby-Atmos-Fassung mit True-HD-Kern setzt neue Maßstäbe in Sachen Räumlichkeit, Ortbarkeit, Dynamik und Zusammenspiel von 2D- und 3D-Ebene.
Schon im regulären Surround-Umfeld ist das großartig umgesetzt: Soundeffekte wie das Nutzen des Funkgeräts, die noch direkter und näher am Zuhörer sind als in anderen Filmen. Das Rauschen des Windes, das man stärker wahrnimmt, die leise in den Feldern zirpenden Grillen oder dynamische Momente wie die herabfallende Eisentüre oder die Attacken der Aliens. Auch die Schreie hinter dem Wasserfall, die Filmmusik, die viel Spannung vermittelt und die gleichsam lauten und intensiven Geräusche wie das Umstoßen einer Laterne – das alles wird ohne jeden Makel ins Heimkino gebracht. So spannend ist das bisweilen, dass man selbst kaum mehr Luft holen mag.

Marcus soll lernen, wie er die Familie mal versorgt, falls Lee nicht mehr sein sollte

Nach 14’29 hört man dann erstmals Sounds von oben, wenn Evelyn das Mobilée aufhängt und dabei über der Kamera hantiert. Richtig fesselnd wird es dann, wenn erstmals Geräusche über der Wohnstube zu hören sind, die für ein absolutes Gänsehaut-Gefühl sorgen (20’39). Der Wasserfall ergießt sich dann absolut spektakulär ins Heimkino (37’42) und wenn zehn Minuten später die Aliens durchs Haus streunen, hört man deren Fauchen, Klackern und Klickern so direktional von oben, dass man eine echte Gänsehaut bekommt. Perfekt aber vor allem deshalb, weil die „Übergabe“ von oben auf die reguläre Ebene so fließend ist, dass man den Viechern praktisch mit dem Ohr durch das Haus folgen kann, selbst wenn sie dann langsam auf die untere Ebene runterkommen (ab 46’01).
Wer vor den Aliens in Signs und deren Geräuschen schon Schiss hatte, wird sich hier definitiv in die Hosen machen.
Die Atmos-Spur setzt die Effekte absolut perfekt und ohne jede Möglichkeit, hier Kritik anzubringen. Schon die Sounds über die reguläre Ebenen sind dermaßen gut ortbar, dass man sich fühlt, als säße man inmitten des Geschehens. Die hinzukommende 3D-Ebene sorgt dazu für ein Rundum-Gefühl, das in dieser Präzision und diesem durchdachten Design bisher absolut einzigartig ist. Wenn’s hier keinen Oscar für den besten Ton oder Tonschnitt gibt, dann hat die Academy Tomaten auf den Ohren.

Bild- und Tonqualität UHD

A QUIET PLACE
Marcus muss seinen Mut beweisen

Wie oben bereits kurz erwähnt, wurde A Quiet Place vollständig analog aufgenommen, um das filmische Element in den Vordergrund zu stellen. Genutzt wurden Arriflex-235-Kameras sowie der Klassiker Arriflex 35. Letztere wurde 1937 erstmalig entworfen und war die erste Spiegelreflex-Filmkamera überhaupt. Hinzu kam noch der Klassiker Panavision Panaflex.
Herausgekommen ist eben ein sehr analoger Look mit einer gewissen Körnung. Allerdings ohne dies zu übertreiben. Gerade in dunklen Szenen ist das Bild überraschend ruhig – im Gegensatz zu den stilisierteren Momenten zu Beginn des Films in der verlassenen Stadt.
Trotz der Tatsache, dass man A Quiet Place nicht in 4K vom Negativ scannte, sondern nur einen 2K-Scan anfertigte, der dann über ein 2K-Digital-Intermediate auf die UHD gebracht wurde, sind Close-ups gut geworden. Details und feine Unebenheiten auf den Gesichtern lassen sich besser herauslesen als über die Blu-ray und auch die Detailtiefe in einigen Aufnahmen des vollgestopften Kellers von Papa Lee ist gut. Wirklich richtig scharf sind Einstellungen aber nur selten. Gerade Halbtotale dürften mehr Auflösung haben.
Natürlich integrierte man auch einen höheren Dynamik- und einen erweiterten Farbumfang. Ersteres nach HDR10 und Dolby Vision, Letzteres im Rahmen von Rec.2020. Grundsätzlich ist die warme Farbgebung natürlich beibehalten worden. Dennoch sind gerade Rot- und Orangetöne noch mal kräftiger, was gerade den Pullis und Hemden zugute kommt und die etwas dunklere Abstimmung der UHD sorgt für ein intensiveres Kontrastgefühl.
Ebenso wie schon auf der Blu-ray lassen sich hier und da leichte Blitzer wahrnehmen. Ganz feine helle Punkte, die beim Mastern von älteren Filmen dem Alter des Materials angelastet werden können. Bei diesem jungen Film wird man den Eindruck nicht ganz los, dass man es als Stilmittel eingesetzt hat.
Weil die Auflösung der 4K-Scheibe insgesamt feiner ist, fällt das Korn in den vereinzelt vorhandenen Szenen noch deutlicher auf. Beispielsweise gibt es einen Moment, in dem Lee auf dem Kornspeicher sitzt und dort das Leuchtfeuer anzündet. Im Hintergrund ist die Körnung deutlicher und im laufenden Film wirkt es ein wenig so, als ob leichte Filmkorn-Wolken sich flackernd-wabernd bewegen wie ein entfernter Schwarm Tausender schwarzer Vögel. Dieser „Effekt“ ist auf der Blu-ray nicht zu sehen (16’10). Wer also kein Freund von analogem Korn ist, der sollte sich hier zuvor bewusst sein, dass er kein glattgebügeltes Digital-Erlebnis erhält.

A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 1
(10’45): Blu-ray: Die Blu-ray hat im direkten Vergleich das etwas ausgewaschenere T-Shirt und der Sand nimmt eine ganz dezente Grünfärbung an
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 2
HDR10: Die UHD liefert per HDR10 das neutralere Bild, nimmt die Grüntendenz etwas zurück. Das orange Shirt ist kräftiger, dennoch sumpfen Details nicht ab. Durch den höheren Dynamikumfang wirkt der Fußabdruck oben links wesentlich konturierter und knackiger
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 3
Dolby Vision: In hellen Szenen ist die UHD per Dolby Vision etwas heller abgestimmt und liegt damit zwischen BD-SDR und HDR10. Bei der Farbgebung schenken sich HDR10 und DV nichts
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 7
(16’07): Die Blu-ray weist zwar schon sichtbares Korn auf, bleibt aber in den Himmelshintergründen etwas ruhiger. Das liegt letztlich aber auch einfach daran, dass weniger Auflösung auch ein „vermatschteres“ Korn liefert. Der Pfeil zeigt einen typischen Blitzer, wie oben im Text angesprochen
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 8
Das Korn auf der UHD ist besser sichtbar, was Gegner von analogem Filmlook sicherlich nicht freuen wird. Tatsächlich ist es einfach besser aufgelöst und deshalb deutlicher sichtbar.
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 4
(16’05): Blu-ray: Auch hier kann man im direkten Vergleich gut sehen, dass die BD grüner erscheint.
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 5
HDR10: Via HDR 10 wirkt die Wand wärmer, bräunlicher und erdiger. Dazu überstrahlt das Bild etwas weniger auf den Spitzlichtern und erscheint dadurch harmonischer
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 6
Dolby Vision: Entgegen der helleren Szenen sorgt DV in dunkleren für ein nochmals etwas dunkleres Bild. Im linken Bereich gibt’s etwas weniger Information
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 13
(42’51): Eine der Szenen, in denen die BD schon schön scharf ist. Krasinskis Gesicht könnte aber mehr Zeichnung haben
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 14
Die UHD hat durch die höhere Bilddynamik zwar ein bisschen Schwierigkeiten in den dunkleren Bereichen, liefert aber das wesentlich dreidimensionalere Bild und eine wärmere, angenehmere Hauttönung
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 18
(36’53): Für dieses Review gibt’s mal einen Bildausschnitt, der nicht aus einem knackscharfen Close-up kommt, sondern aus einer Totalen. Dementsprechend ist der Kornspeicher insgesamt ziemlich unscharf und detailarm
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 19
Die UHD zeigt hier trotz der nur geringen Detailtiefe dieser Szene sichtbar deutlichere Sprossen rechts und auch das wahrnehmbarere Geländer oben auf dem Kornspeicher. 
A quiet Place BD vs UHD Bildvergleich 21
Zugegeben: Die oberen Auflösungsvergleichs-Bilder entstammen diesem Gesamtbild. Dementsprechend handelt sich um einen sehr extremen Zoom ins Bild. Vordergründig lässt sich zwischen BD und UHD nur bedingt ein echter Auflösungs-Unterschied feststellen. Wenn Einstellungen schärfer wirken, liegt’s doch zumeist am besseren Kontrastumfang
Beim Ton von A quiet Place ändert sich gegenüber der Blu-ray nichts. Auch hier gibt’s den famosen Atmos-Soundtrack fürs Englische und das etwas unspektakuläre DD 5.1 fürs Deutsche, das aber eh keiner braucht.

Bonusmaterial

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Evelyn bekommt Besuch von den Aliens

Das Bonusmaterial von A Quiet Place liefert insgesamt drei Featurettes.
In „Creating the Quiet“ bekommen wir insgesamt 15 Minuten Einblick in die Entstehung des Films. Die beiden Autoren erklären ihr Skript und Krasinski – eigentlich kein Freund des Horrorfilms, da viel zu ängstlich. Auch die Darsteller kommen zu Wort, bzw. – im Fall von Millicent Simmonds – erklären per Gebärdensprache, was sie von der Arbeit und der Story hielten.
Im zweiten Featurette geht’s um den innovativen Sound und um die Kreation des Klangdesigns. Krasinski stellt dabei heraus, dass man bereits am Set auf vollkommene Stille setzte und nicht einfach so laut war, wie man wollte, da man es ja später wieder alles stumm machen könne. Ihm war wichtig, dass schon während des Drehs die Schauspieler ein Gefühl für die Stille bekamen.
Das letzte Featurette kümmert sich dann um das Design und die Kreation der Aliens. Natürlich wollte man auch hier wieder etwas vollkommen Neues erschaffen und hat das am Ende auch wirklich geschafft.

Fazit

Selbst wenn einige Szenen durchaus an Alien erinnern und das Setting bisweilen Erinnerungen an Shyamalans Signs weckt – A Quiet Place ist originell genug, um sich von den beiden genannten Filmen abzusetzen. Dazu ist er dermaßen spannend, dass man selbst kaum zu Atmen wagt.
Aufgrund des schlicht sensationellen (Atmos)Sounddesigns wird man lange warten müssen, bis ein Film im Heimkino erneut eine solche akustische Spannung aufbauen können wird – selbst wenn ein gewisses Detail des Endes dann doch arg plakativ und konventionell ausfällt.
Die UHD hat das farblich harmonischer abgestimmte Bild mit der etwas besseren Auflösung und dem sichtbar besseren Kontrastumfang. Allerdings ist es vor allem für Fans von analogem Film lohnenswert. Freunde von glattem Digital-Look werden hier nicht glücklich.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 75%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 80%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 100%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 70%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 100%

Bonusmaterial: 60%
Film: 90%

Anbieter: Paramount Home Entertainment
Land/Jahr: USA 2018
Regie: John Krasinski
Darsteller: Emily Blunt, John Krasinski, Millicent Simmonds, Noah Jupe, Cade Woodward, Doris McCarthy
Tonformate BD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby Digital 5.1: de
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby Digital 5.1: de
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 90
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Real 4K: Nein (2K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
FSK: 16

Trailer zu A Quiet Place

A Quiet Place (2018) – Final Trailer – Paramount Pictures

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