Ambulance 4K UHD

Blu-ray Review

Universal Pictures, 09.06.2022
Universal Pictures, 09.06.2022

OT: Ambulance

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Kostspielige Verfolgungsjagd

Michael Bay macht ’nen Quickie.

Inhalt

Zwei ungleiche Brüder – in jeder Hinsicht

Will ist ein verdienter Kriegsveteran, finanziell aber ziemlich am Ende. Für die Behandlung seiner kranken Frau braucht er dringend eine Viertelmillion Dollar, doch der Spießroutenlauf durch die Telefonzentralen seiner Krankenversicherung lässt ihn langsam den Glauben an alles verlieren. Als er Kontakt zu seinem Stiefbruder Danny aufnimmt, der Zeit seines Lebens immer in kriminelle Machenschaften verwickelt war, bietet der ihm deutlich mehr an. 32 Mio. Dollar schlummern in einer Bank und warten darauf abgeholt zu werden. Danny braucht Wills Hilfe, doch der muss sich schnell entscheiden, denn der Job ist bereits im Gange. Hat Will eine Wahl? Nein hat er nicht. Doch es kommt natürlich wie es kommen muss: Das Ding geht kolossal schief und die Cops der ganzen Stadt sind bald hinter den ungleichen Brüdern her. Als die zwei in die Ecke gedrängt werden, kidnappen sie einen Rettungswagen – inklusive Sanitäterin und schwer verletztem Cop …

Das Ding geht schon in der Bank schief

Es gab Zeiten, da waren neue Michael-Bay-Filme Ereignisse. Maximale Promotion im Vorfeld, Vorfreude auf der Seite der Actionfans und prognostizierte Rekorde im Kinoeinspiel. Und das sind keine Märchen, sondern Fakten. Doch jetzt muss man dem Regisseur (bzw. seinen Filmen) leider langsam märchenhafte Eigenschaften unterstellen. Denn Märchen fangen mit dem Satz: „Es war einmal …“ an. Schon bei Transformers V konnte man Abnutzungserscheinungen im Einspielergebnis erkennen – und das war weit vor einer weltweiten Pandemie. Für seinen Folgefilm 6 Underground ging der Regisseur dann zu Netflix – böse Stimmen behaupten, weil er von der Zusammenarbeit mit großen Filmstudios zuletzt eher frustriert war und beim roten N das Geld ohne Wiederworte locker gemacht wird. Auch dieser Ausflug war allerdings nicht erfolgreich. Denn aus dem angedachten Franchise rund um Ryan Reynolds Killer-Gang wurde nichts. Während der Pandemie war Bay dann offensichtlich ziemlich langweilig und bevor er seinen nächsten großen Film abdrehen konnte, hatte er Lust auf etwas Kurzes, Schnelles. Mit dieser Sehnsucht trat er an Universal heran, die sich wiederum daran erinnerten, dass man ihm bereits einige Jahre zuvor einmal das Remake des dänischen Ambulance angeboten hatte. Bay hatte das damals abgelehnt. Jetzt wiederum schien es für sein Vorhaben, sich mal kurz die Langeweile aus der Pandemie-Isolation zu vertreiben, genau richtig. Mit einem verhältnismäßig schmalen Budget von 40 Mio. Dollar realisierte er Ambulance innerhalb von 38 Tagen und filmte ausschließlich in Los Angeles. Das weltweite Einspiel von knapp über 50 Mio. Dollar (bei entsprechenden Marketingkosten) kann jedoch für keinen der Beteiligten zufriedenstellend gewesen sein. Vielleicht entschloss man sich auch deshalb, den Film so früh ins VoD sowie in den Heimkino-Markt zu schieben.

Den Flüchtenden hängt eine Hundertschaft am Hals

Ironischerweise liegt’s nicht an der Qualität von Ambulance. Man muss kein Arthaus-Fan sein, um zu wissen, dass einem Michael-Bay-Filme nur bedingt Tiefgründiges liefern. Figurentiefe war noch nie die Stärke des Regisseurs und zu spektakulären Meta-Ebenen-Diskussionen reichten seine Regiearbeiten bisher auch nicht. Ein Bay-Fan kann Ambulance aber nur deshalb kritisieren, weil’s halt eben kein CGI-Overkill ist, sondern ein erfrischend geerdeter Actionfilm, der mal nicht eine ganze Stadt (oder noch mehr) in Schutt und Asche legt. Klar, man hätte in einem Ensemblefilm, der letztlich eine sehr dynamische Entwicklung nimmt, mehr Charakterzeichnung integrieren können. Aber hey, wir sind hier halt nicht bei Nolan, sondern bei Bay. Man muss also die Kirche auch mal im Dorf lassen. Und glücklicherweise wird’s auch nicht so absurd wie in Emmerichs Mondfall. Dafür zitiert der Regisseur gerne und ausgiebig bei Speed und Heat und nutzt schnelle Schnitte in Kombination mit der Handkamera, um ein irres Tempo vorzulegen, sobald die Action übernimmt. Das wird nicht jedem gefallen und manch anderem wird auch mal etwas flau im Magen, wenn er versucht, dieser Wackelei und Hektik zu folgen.

Für Cam ist’s mal kein Tag wie jeder andere

Aber, und das ist ein wichtiges „Aber“: Ambulance ist Bays bester Film seit Langem. Wohlgemerkt: BAYs bester Film seit Langem. Das heißt nicht, dass Ambulance die Klasse eines Heat oder Speed erreicht. Aber er bietet zwei Stunden kurzweilige Action – und das ohne große Spielereien oder aufgeblähte Computereffekte. Man fühlt sich fast ein wenig an die aktuellen Live-Termine der selbsternannten „besten Band der Welt“ erinnert, die vor ihrer großen Stadiontournee noch mal in ein paar kleinen Clubs aufgetreten sind. So ein bisschen Back to the Roots, zurück zum oldschool handgemachten Actionfilm, in dem vornehmlich Blech kaltverformt wird und sich leere Patronenhülsen auf dem Asphalt sammeln, bevor Bay dann ja vielleicht doch noch Robocalypse inszenieren und die CGI-Rechenkünstler wieder auf Trab bringen darf. Hier kann er sich aber auf das konzentrieren, was ihn mal ausgemacht hat: Fiebrige Action innerhalb eines Settings, das (im Verhältnis zum Transformers-Gigantismus) begrenzt und von dem Moment des Verschanzens im Krankenwagen sogar klaustrophobisch wird. Das ist zweifelsohne spannend und packend inszeniert, da gibt’s nichts zu mäkeln. Während die Action in Ambulance also durchaus stimmt, freut man sich auch, Jake Gyllenhaal mal wieder zu sehen. Nach Spider-Man: Far From Home war es etwas ruhig um ihn geworden, bis er zuletzt in Guilty (ebenfalls einem Remake eines dänischen Films) zu sehen war. Allerdings übertreibt gerade er es mit seinem Schauspiel hin und wieder ein wenig. Seine kurzen emotionalen Ausbrüche als Danny sind hart an der Grenze zum Overacting und sein nahezu permanentes Geschrei nervt ziemlich. Apropos nerven: Bay wäre nicht Bay, wenn er sich nicht immer mal wieder ganz toll dabei vorkommen würde, absurde Kamerafahrten zu integrieren, die nun wirklich unnötig sind und rein der technischen Demonstration dienen. Ja, diese Drohnen können heute gaaaaanz tolle Dinge. Super (hier fehlt der Augenroll-Smiley). Unnötig vielleicht auch der Gag mit Bays Mastiff „Nitro“, der in mehreren Szenen auftaucht und stets in engen Autos zu sitzen hat. Nach etwas über 66 Minuten kann man außerdem (sicher unfreiwillig) erkennen, wie Bay auf der Rücksitzbank des Polizeifahrzeugs sitzt, um seinen 100 Kilo schweren Koloss im Fahrzeug zu bändigen. Ein paar ärgerliche Verhaltensweisen der Figuren; absolut absurde Fahrmanöver im Krankenwagen, die jeden Schwerverletzten auf der Stelle umgebracht hätten; die völlige Ignoranz sämtlicher Verhaltensprotokolle (nicht nur) in den letzten fünf Minuten des Films; Logikfehler satt und das arg kitschige Ende muss man außerdem hinnehmen. Wer das aber ausblenden kann, darf sich gut unterhalten fühlen.

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Bild- und Tonqualität

Bei Michael Bay fliegen die Fetzen

Was wäre ein Michael-Bay-Film ohne dessen typisches Bildmerkmal? Die Antwort ist einfach: Kein Michael-Bay-Film. Und so gibt’s auch hier den bekannten, deutlich ins Gelbe gehenden Look mit überstrahlenden hellen Bereichen – eben ganz so, wie man es vom Regisseur gewohnt ist. Dazu, natürlich: Lens-Flares bis der Arzt kommt. Die Verwendung hoch- und höchstauflösender Digitalkameras beschert der Blu-ray einen sehr uniformen, digitalen Look, der selbst auf den dunkelsten Bereichen ohne Rauschen bleibt. Manche Close-ups wirken allerdings schon ein wenig arg clean und glatt. Später sind Naheinstellungen von Gesichtern, aber auch von den Kevlarwesten hingegen sehr scharf und detailliert. Da gibt’s nichts zu meckern. Die vorhandenen Farben werden außerdem sehr satt und kräftig wiedergegeben – abseits der Gelblastigkeit. Hier und da fallen allerdings Kompressionsartefakte auf uniformen Oberflächen auf. Dort wird das dezente Rauschen der Digitalkameras nicht homogen reproduziert (Hintergrund oben links 109’45).

Fahrende Festung

Universal bleibt einer der besten Anbieter, wenn es darum geht, Dolby Atmos für beide Sprachen zu integrieren. Die Top-Titel des Anbieters erhalten in aller Regel die 3D-Sound-Tonspuren für Deutsch und Englisch. Und das ist auch bei Ambulance der Fall.
Und schon auf der regulären Ebene geht’s mächtig ab, wie bspw. ebeim Basseinsatz bei Minute 18, wenn der Truck durch den Tunnel fährt. Sobald nach knapp 30 Minuten die schweren Schusswaffen das Zepter übernehmen, setzt der Sub überdies immer wieder vereinzelte Kicks (28’25). Wenn in den rasanteren Autoverfolgungen immer wieder Fahrzeuge ineinander crashen oder der Krankenwagen sich als Driftkönig gebärt, donnert es durchaus ebenfalls ganz ordentlich. Hier und da hätte es aber noch etwas mehr Druck haben können (Explosion bei 104’30). Richtig klasse ist der für einen Bay-Film ungewöhnliche Score, der seine elektronischen Sounds in einigen Szenen ebenso bohrend wie räumlich zum Zuschauer schickt (27’48). Die Schusswechsel mit den Gewehren und MPs kommen dynamisch rüber und die Stimmen sind trotz der Daueraction jederzeit gut verständlich.
Wenn wir uns mal die Höhenebene für sich vornehmen, so gesellt sich der Score direkt zu Beginn hinzu und sobald der titelgebende Krankenwagen unterwegs ist, hört man dessen Sirene sehr prägnant von oben. Gleiches gilt für fliegende Helikopter und die ächzenden Geräusche innerhalb des verunfallten Wagens bei Minute 6’00. Das Tor zur Garage nach etwas über acht Minuten bietet den nächsten 3D-Sound, während ein paar Kamera-Spielereien rund um Minute 18-20 für weitere Effekte von oben sorgen. Klasse ist dann der bohrende Score bei Minute 20, wenn sich das Team ins Gebäude und den Aufzug begibt. Ab 28’24 wird dann ausgiebig gefeuert und die Heights werden immer wieder mit Querschlägern und vereinzelten Schüssen angereichert. In der darauf folgenden halben Stunden wird’s ein bisschen ruhiger von oben, weil schlicht nicht mehr viele Möglichkeiten geliefert werden. Allerdings wird stets der Score auch auf die Heights gelegt, was Ambulance eine sehr atmosphärische Tonwiedergabe beschert. Nach etwas über 60 Minuten hört man dann erneut einige Helikopter in der Luft und richtig fetzig wird’s dann bei 85’20, wenn die Scharfschützen ihre Projektile abfeuern.

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Bild- und Tonqualität UHD

Danny hatte sich den Tag ganz anders vorgestellt

Bay ist Technikfreak und arbeitete auch hier wieder mit hochwertigen Digitalkameras. Anders als viele andere vertraut er meist auf RED-Kameras, nicht auf jene von ARRI. Zum Einsatz kam eine RED Komodo, die in 6K auflöst sowie RED Weapon Heliums, die in 8K aufzeichnen. Das Ganze wurde über ein 4K-Digital-Intermediate gemastert und bekam HDR-Gradings in HDR10 und Dolby Vision. Natürlich im Verbund mit einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Die UHD Blu-ray präsentiert das Bild durchweg etwas dunkler, hat dadurch aber die besseren und knackigeren Kontraste und überstrahlt auf hellen Flächen nicht. Hauttöne sind kräftiger und wirken gesünder. Kommen knallige Farben ins Spiel, sind auch diese etwas prägnanter. Wo die 4K-Scheibe ihre Vorzüge sichtbar ausspielt, ist in der Detailauflösung. Nimmt man sich ein Übersichtsbild mit vielen Kontrastübergängen und einer Vielzahl unterschiedlicher Formen, Tiefen und Oberflächen wie bei 29’59, so wirkt die Mauer über die Blu-ray im oberen Bereich regelrecht verwaschen, wenn man es mit der UHD BD vergleicht. Die Reliefs und Ausgestaltungen der Mauer des Gebäudes zeigen viel mehr Tiefe und Dreidimensionalität. Und je größer hier das Bild projiziert wird; je größer die TV-Diagonale wird, desto auffälliger wird’s. Die feine Struktur des Turms im Hintergrund rechts von der Union Bank kann man über die Blu-ray gar nicht mehr erkennen, während man über die UHD BD sieht, dass hier Querverstrebungen im Stile eines Eifelturms verbaut sind (56’07). Die Kompressionsartefakte auf uniformen Oberflächen kennt die UHD-BD zudem nicht, da sie hier das ganz dezente Digitalrauschen authentisch wiedergibt und nicht zu Artefakten neigt (109’45 links oben).

Blu-ray (15’41): (Slider ganz nach rechts): Die Blu-ray ist etwas heller.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD ist dunkler abgestimmt, bietet etwas kräftigere Farben.

Blu-ray (56’07): (Slider ganz nach rechts): Die Blu-ray ist etwas weniger in Sonnenuntergangsstimmung.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD ist bereits 10 Minuten weiter Richtung Sonnenuntergang unterwegs. Wer sich dieses Bild im direkten Vergleich auf 55“ oder mehr anschaut, wird deutliche Unterschiede in der Auflösung feststellen.

Blu-ray (81’00): (Slider ganz nach rechts): Über die Blu-ray ist der Asphalt deutlich heller, neigt aber fast zum Überstrahlen
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD kontrastiert hier harmonischer.

Blu-ray (120’00): (Slider ganz nach rechts): Eins der Beispiele, bei dem deutlich wird, dass die BD weniger Farbkraft hat.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD kann hier Neongrün und das Lila des Baumes viel satter wiedergeben.

Blu-ray (29’59): (Slider ganz nach rechts): Weniger Kontrast bei der Blu-ray.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Mehr Kontrast, mehr Tiefe, mehr Farbkraft: Die UHD-BD.

Blu-ray (29’59): (Slider ganz nach rechts): Auch wenn man hier vornehmlich die Pixel des TVs sehen kann, da hier ein starkes Zoom-in gezeigt wird, ist doch klar, dass die Schrift …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … nur von der UHD-BD halbwegs lesbar wiedergegeben wird.

Keine Differenz beim Ton. Auch hier gibt’s Dolby Atmos für beide Tonspuren.
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Bonusmaterial

Sechs Featurettes mit einer Gesamtlaufzeit von 37 Minuten liefert das Bonusmaterial von Ambulance. Im ersten geht’s um die Arbeit mit Michael Bay und um seine Dynamik am Set. Das Zweite kümmert sich um den Hauptdarsteller des Films, den Krankenwagen von Falck und das Dritte wirft einen Blick hinter die Kulissen der dynamischen Drohnen-Shots. In „Krankenwagen-Ambiente“ geht es dann um die Story und um die drei Haupt-Protagonisten. „Welthauptstadt der Verfolgungsjagden“ kümmert sich um den Schauplatz Los Angeles und im letzten wird den Sanitätern und Einsatzkräften der Stadt die Ehre erwiesen.

Fazit

Warum nicht mal einen (großen) Schritt zurück machen und für relativ schmales Budget einen etwas „kleineren“ Film drehen? Michael Bay hat’s gemacht und das Experiment darf als geglückt gelten. Sein Ambulance mag nicht an die Figurentiefe des Originals aus Dänemark herankommen, aber wer hätte das schon erwartet? Dafür gibt’s aber endlich mal wieder einen lupenreinen Actionfilm in der Tradition von Speed & Co. Und der ist so rasant und atemlos geworden, dass man auch über das Overacting von Gyllenhaal und überraschend schnell wechselnde Tageszeiten hinwegsehen kann. Die Blu-ray liefert dazu bereits ein kontraststarkes und dynamisches Bild, was vom ebenso dynamischen Sound mit toller 3D-Ton-Unterstützung und sehr räumlicher Darstellung begleitet wird. Die UHD-BD ist die bessere Wahl, da sie nicht nur kontraststärker und farbkräftiger ist, sondern in der Tiefe mehr Details zeigt und sichtbar besser encodiert ist.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 85%
Bildqualität UHD: 95%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 90%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 70%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 85%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 90%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 70%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 85%

Bonusmaterial: 50%
Film: 70%

Anbieter: Universal Pictures
Land/Jahr: USA 2022
Regie: Michael Bay
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Yahya Abdul-Mateen II, Eiza González, Garret Dillahunt, Keir O’Donnell, Jackson White
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 136
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1000 Nit
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Universal Pictures)
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Trailer zu Ambulance

AMBULANCE | Offizieller Trailer deutsch/german HD


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

6 thoughts on “Ambulance 4K UHD

  1. Didi

    Danke für die ausführliche und gute Besprechung – war grade drauf und dran mir die 4K zu ordern – heute ja sogar für 24 Euro zzgl. Versand bei Amazon im Angebot. Allerdings hätte ich beinahe übersehen dass mir Universal NUR die 4K verkauft, die Blu-ray ist nicht inkludiert. Bei allgemein fallenden 4K Preisen empfinde ich das als Frechheit, zumal die 4K inkl. Blu-ray bei Amazon in Frankreich ebenfalls 24 Euro kostet, auf beiden Dics ist auch deutscher Ton enthalten. Ich komme mir als deutscher Endverbraucher ziemlich…verschaukelt vor. Vielleicht ist da nicht jeder meiner Meinung, für mich sind 24 Euro für die 4K only schlichtweg unverschämt!

    • Hi Didi.
      Eigentlich reagiert Universal damit ja (übrigens schon seit einigen Monaten mit anderen Filmen zuvor) auf die lange argumentierte Kritik, dass man die Scheiben günstiger machen könnte, wenn NUR die 4K-Scheibe drin ist. Und in der Tat sind 24 Euro im Vergleich zu einer neuen Disney-4K-Scheibe für 32,99 € oder auch Warner für 30 € durchaus annehmbar und auch deutlich günstiger als UHD Blu-rays anderer Anbieter zum VÖ. 6 Euro Differenz für den Verlust einer Blu-ray, die in der Produktion aufgrund der höheren Stückzahl vermutlich gerade mal einen Euro ausmacht, finde ich okay. Ich vermute, dass die Anbieter an einer 24-Euro-UHD-only-Disk weniger verdienen als an einer UHD-mit-Blu-ray-Fassung für 30 Euro. Und der Vergleich mit dem Ausland hinkt halt leider oft, Thema Kaufkraft.

  2. Björn

    Auch Michael Bay kann es durchaus gemächlicher und besser – seine grandiosen Erstlingswerke „Bad Boys“ (Teil 1) und „The Rock“ beweisen das.
    Ambulance verursacht bei mir nur Kopfschmerzen. Ganz schlimm sind die ständigen Drohnenflüge, dazu die VIEL zu wilden Schnitte, die Speed vortäuschen, wo kein Speed drin ist.
    Die hanebüchene Story nehme ich noch in Kauf, aber nach 30 Minuten war mir schon kotzübel, nach 60 Minuten hab ich ausgeschaltet.

  3. Frank

    Auf der Rückseite vom Cover ist das Logo HDR10+ zu sehen obwohl der Film das gar nicht hat. Dürfte eigentlich auch nicht passieren. Das Bild in Dolby Vision ist top. Wieder eine sehr gute Rezension.

  4. derYodamyster

    Warum man sich wundervoll handgemachte Action durch Wackelkamera und mehr Schnitte pro Sekunde als in Taken 3 so derart selbst zerstört, weiß wohl nur Michael Bay.
    Hätte er genauso gut alles mit CGI lösen können – man erkennt ohnehin überhaupt nichts.
    Wer diesem Film auch nur irgendwas abgewinnen kann, muss das Action-Genre wirklich hassen.
    Der schlimmste Actionfilm seit 6Underground.

    • Am Ende ist es Michael Bay. You get what you pay for.
      Für Menschen, die mit hektischen Schnitten und Wackelkamera nichts anfangen können, ist Ambulance wirklich nicht zu empfehlen.

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