Ambush – Kein Entkommen 4K UHD

Blu-ray Review

© Plaion Pictures, 23.03.2023
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OT: Al Kameen

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Hinterhalt

Heroisches Kriegskino aus arabischer Produktion.

Inhalt

Das Lager der VAE © Plaion Pictures

Februar 2018: Ein Sechser-Trupp aus zwei gepanzerten Fahrzeugen der Vereinigten Arabischen Emirate ist auf einer Patrouillenfahrt im Jemen im Einsatz. Einige der Soldaten sind kurz davor, die Heimreise anzutreten. Doch Ali, Bilal, und Hindasi geraten auf dem Weg durch eine Schlucht in den Hinterhalt von Huthi-Rebellen. Plötzlich sehen sie ihr Fahrzeug von allen Seiten beschossen. MG-Salven, Panzerfausteinschläge und Minen bringen das Vehikel bald zum Kollaps und für das Trio im Inneren wird es immer gefährlicher. Die Basis weiß um die Situation und schickt einen Rettungstrupp. Doch auch der wird angegriffen. Es vergehen Ewigkeiten, bis man zu den drei Kameraden durchdringen kann …

Bald geht’s nach Hause © Plaion Pictures

Amerikanische Soldaten geraten in einen Hinterhalt (Outpost), amerikanische Soldaten und Spezialkräfte verteidigen ein Interims-Konsulat in Bengasi (13 Hours), amerikanische Soldaten werden nach Afghanistan geschickt, um  Masar-e Scharif einzunehmen (12 Strong) – man muss kein sonderlicher Filmanalyst sein, um zu wissen, dass das weltweite Kino von (Kriegs)Filmen dominiert wird, in denen das US-Militär die Hauptrolle spielt und Filme zur Militärwerbung werden, während sich das Land gerne als heroisch operierendes Opfer präsentiert. Da ist es doch eigentlich zu begrüßen, wenn man ähnliche Szenarien mal aus einer anderen Sichtweise präsentiert bekommt, oder?
Das Wort „eigentlich“ offenbart aber bereits, dass man es sich derart leicht nicht machen sollte. Es wäre für sich genommen interessant(er) gewesen, man hätte mal einen Konflikt zwischen einer arabischstämmigen Gruppe mit US-Soldaten aus Sicht der Bewohner des Nahen oder Mittleren Ostens gezeigt. Doch Ambush dreht die Vorzeichen nicht um, sondern ersetzt US-Truppen einfach durch Soldaten der VAE, die in der betroffenen Region ebenfalls als militärisch überlegen ausgestattete und sich keineswegs in einer humanitären Operation befindlichen Partei auftreten. Ja, die Story basiert auf wahren Begebenheiten. Und ja, es sei niemandem (egal, welcher Kriegspartei) gewünscht, in einen solchen Hinterhalt zu geraten. Doch was der Film genauso (schlecht) macht wie entsprechend gefärbte US-Kriegsfilme ist die einseitige Darstellung der Geschehnisse, in denen die jemenitischen Aufständischen als unmenschliche Aggressoren scheinbar ohne jede Motivation und Begründung handeln. Da der Film einem keinerlei Hintergrund zur Situation liefert, darf man sich durchaus zuvor etwas schlau machen, bevor man das unkritisch stehen und sich von dem emotionalen Spiel mitnehmen lässt.

Die Einheimischen bekommen Lebensmittel und einen Fußball © Plaion Pictures

Der zwischen 2004 und 2014 andauernde innerjemenitische Konflikt zwischen den Huthi und der jemenitischen Regierung hat sich zu einer der größten humanitären Katastrophen unserer Zeit entwickelt. Man kann in diesem Konflikt kaum von „Gut“ und „Böse“ sprechen, da die Wurzeln bis weit zurück reichen und vielschichtig sind. Die Grundlage für den Konflikt wurde Anfang der 60er gelegt, als eine Revolution (unterstützt vom damaligen ägyptischen Präsidenten) die über tausendjährige Herrschaft der schiitisch-zaiditischen Imame beendete. Diese, vor allem im Norden des Landes lebende Gruppe wurde hernach sich selbst überlassen und von wirtschaftlichen Entwicklungen ausgeschlossen. Ursache für den offenen Bürgerkrieg war dann eine Aktion im Sommer 2004, als die jemenitische Regierung den zaiditisch-schiitischen Glaubensführer Hussein Badreddin al-Huthi verhaften wollte. Dies führte zu anti-amerikanischen und anti-israelischen Protesten gegen die Regierung – vor allem durch die Gefolgsleute al-Huthis. Gute drei Monate dauerte die Rebellion an, die damit endete, dass al-Huthi getötet wurde. Doch es blieb nicht ruhig in der Region. 2009 führte eine Offensive des jemenitischen Heers gegen die schiitischen Rebellen auch zu Zusammenstößen zwischen diesen und saudischen Kräften an der Grenze des Jemen. Daraufhin starteten die Saudis eine Anti-Huthi-Offensive, die mitunter auch die USA involvierten. Nachdem die Huthi-Rebellen 2015 faktisch die Macht im Land übernahmen und das Parlament auflösten, formierte sich eine Allianz aus Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain, Kuwait, Jordanien, Sudan und Senegal sowie eben vor allem auch den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das gemeinsame Ziel, den jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi wieder zurück zur Macht zu führen, ist bis heute nicht realisiert worden. Hadi (im saudiarabischen Exil lebend) trat mittlerweile zurück und das Land ist nach wie vor nicht zur Ruhe gekommen. Mittlerweile leidet der Jemen und damit sind alle Bewohner des Landes gemeint darunter, dass sich der Konflikt zu einem Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran entwickelt hat. Und mit Ruhm bekleckert sich keine der Parteien. Die beständig andauernden Sanktionen, die auch von den VAE unterstütz werden, lassen vor allem die Zivilbevölkerung des Landes leiden. Den VAE wird zudem vorgeworfen, Milizen zu unterstützen, die vor Ort Menschenrechtsverletzungen begehen, was man als Hintergrund für den Film durchaus wissen darf. Kein Wunder, dass sich während der Kinoauswertung von Ambush der Widerstand regte und man die VAE-Haltung, sich als humanitäre Helfer und Opfer darzustellen, während man gleichzeitig mitverantwortlich für eine humanitäre Katastrophe im Land ist, als zynisch empfand.

Panne oder Falle?    © Plaion Pictures

Die hier erzählte Geschichte von den drei Soldaten der Vereinigten Arabischen Emirate, die im Gebiet um die Hafenstadt Mokka auf Routinepatrouille fuhren und dann in einen Hinterhalt jemenitischer Rebellen gerieten (nicht auf Al-Qaida-Mitglieder, wie einige missinterpretierten), ist so passiert und aus den Augen der VAE-Soldaten ein ebenso dramatisches wie furchtbares Ereignis. Gar keine Frage. Allerdings wird der Gegner genauso gesichtslos und diabolisch porträtiert wie es in den allermeisten US-Soldatenfilmen der Fall ist. Rein inszenatorisch schafft Ambush es zweifelsohne, den Zuschauer sehr auf die Seite der Angegriffenen zu ziehen. Was kein Kunststück ist, wenn man bedenkt, dass eine Überzahl an Aufständischen mit MGs und einigem anderen auf ein Fahrzeug mit drei Insassen feuert, von dessen Panzerung nach einigen Beschüssen durch Panzerfäuste oder Explosionen von Minen nur mehr der schöne Schein übrig bleibt. Der französische Regisseur Pierre Morel hat sein Handwerk seit Taken – 96 Hours nicht verlernt und erzeugt eine explosive Spannung, die sich durch die Konzentration auf einen sehr begrenzten Schauplatz bis zum Finale hin immer mehr intensiviert. Um das zu erreichen, hatte man nicht weniger als 400 Crewmitglieder engagiert und die größte arabischsprachige Spielfilmproduktion, die im Golf-Bereich gedreht wurde, realisiert. In Zeitlupenbildern darf da das Blut aus den Mundwinkeln des getroffenen Militär-Mitglieds rinnen, nachdem er (kaum fair) von einem Scharfschützen erwischt wurde. Während der rund 100 effektiven Minuten Spielzeit ist es von der 15. Minute an fast nie ruhig. Ständig wird irgendwo irgendwas abgeschossen und es fliegen die Fetzen. Lediglich die (kurzen) Umschnitte in die Einsatzzentrale des VAE-Kommandos (inkl. furchtbar klischeehafter Szenen einer betenden Angehörigen des Militärs vor ihrem Bildschirm) sorgen für ein wenig Ruhe. Man könnte das als Filmunterhaltung genießen – vor allem, weil die Tricks vorwiegend handgemacht sind und schlechte CGI ebenso ausbleibt wie das kostengünstigere Arbeiten mit Modellen. Dazu muss man die Hintergründe allerdings wohlwollend ausblenden; muss ausblenden, dass das Skript keinerlei Hintergrund zu den Huthi-Rebellen liefert und sie auf rumschreiende Typen mit scheinbar nicht enden wollender Munition reduziert. Und muss ebenso eine Vielzahl der Dialoge ausblenden, die entweder furchtbar übersetzt wurden oder auch im Original unglaublich stereotype und testosterongeschwängerte Sprüche über Frauen, Fußball und Familie liefern. Auch in diesem Punkt ist Ambush nicht weit von ähnlich platt-heroischen Dialogen in US-Filmen entfernt. Wer des Arabischen mächtig ist, darf gerne mal in die Kommentare schreiben, ob das der O-Ton ähnlich plumpe Dialoge hat.

Preis: 27,99 €
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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 23 Mar 2023
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Bild- und Tonqualität BD

Freund oder Feind?  © Plaion Pictures

Die Blu-ray von Ambush kommt mit einem sehr sauberen, sehr clean wirkenden Bild, das selbst in dunklen Szenen kaum digitales Rauschen verursacht. Hautoberflächen wirken hier und da etwas arg glatt und flach. Dafür gefallen die Hauttöne mit realistischer Bräunung und auch die Sandfarben um das Geschehen herum wirken authentisch. Da der Film komplett zur taghellen Zeit spielt, geraten die sonnendurchfluteten Oberflächen schon mal etwas überrissen, sodass hier und da Zeichnung auf den Schotterwegen oder im Himmel verlorengeht. Apropos Himmel: Bei 1’35 sieht man ein paar unschöne Banding-Effekte am Firmament. Die Schärfe ist bei den gut fokussierten Shots wirklich gut. Dass im hektischen Getümmel schon mal der Fokus verloren geht, ist nachvollziehbar und kein Problem der Disk. Die Kontrastierung ist grundsätzlich gut. Schwarz ist satt und die Überstrahlungen bleiben deutlich zurückhaltender als zuletzt bei Babylon.

Im Visier des Snipers  © Plaion Pictures

Der DTS-HD-Master-Sound von Ambush setzt ebenso unvermittelt dynamisch ein wie die Geschehnisse über die Soldaten der Vereinten Arabischen Emirate hereinbrechen. Nach gut 16 Minuten realistischem Gerappel und Gerumpel über die Schotterstraßen, das mit atmosphärisch-bedrohlichem Score unterlegt wurde, wiegt man sich nach der Sichtung einer Ziegenherde zunächst noch in Sicherheit, bis dann die Panzerfaust die Stille durchbricht. Während das Geschoss allerdings noch ein bisschen mehr Dampf hätte bekommen dürfen, gerät die Explosion durch die Mine kurz darauf ordentlich Pfund. Die Schüsse der MGs liefern ihre Salven räumlich und mit zahlreichen Querschlägern im Heimkino ab. Vor allem das stationäre MG auf dem gepanzerten Fahrzeug liefert beachtlich ab. Auch wenn später Granaten abgefeuert werden, erfreut sich das Heimkino über ordentlich Krawall und bei 73’44 gibt’s sogar mal einen hübschen Bass-Sweep. Selbst wenn man sich hier und da noch etwas mehr Bums wünschen würde, darf man dem deutschen Ton gratulieren, denn gegenüber dem lauen Lüftchen, das der (ebenfalls DTS-HD-Master kodierte) arabische O-Ton liefert, ist das ein Wunderwerk an Dynamik. Dialoge sind sehr klar und sehr deutlich, stehen dabei zentral vor dem Zuschauer, wenn die Figuren im Fokus sind. Wenn die Stimme des Einsatzleiters über Funktelefon zu hören ist, erfüllt sie hingegen den ganzen Raum (24’20), was mehr Dynamik verleiht.

Preis: 9,99 €
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Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 23 Mar 2023
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Bild- und Tonqualität UHD

Auch die schweren Geräte werden angegriffen © Plaion Pictures

Ambush wurde (hauptsächlich) mit Sony Venice 2 Kameras vollständig digital gefilmt. Ob ein 4K-DI gezogen wurde, ist nicht bekannt, sodass das Auge herhalten muss, um evtl. große Auflösungsvorsprünge der UHD Blu-ray auszumachen. Plaion Pictures liefert den Film allerdings mit HDR Gradings in HDR10 und Dolby Vision – inklusive erweitertem Farbraum. Allerdings sieht man davon praktisch nichts. Weder von der HDR-Dynamik, noch vom erweiterten Farbraum. Selten sah eine UHD Blu-ray vom Grading und der Helligkeits-Dynamik her einer Blu-ray derart ähnlich wie diese. Selbst innerhalb der ansonsten relativ stark unterschiedlichen Explosionen lässt nur ein minimaler Unterschied Richtung mehr Durchzeichnung und Lebhaftigkeit feststellen. Was subjektiv für mehr Kontrasteindruck sorgt, ist die tatsächlich sichtbar höhere Auflösung. Die eingangs gestellte Frage, ob der Film ein natives 4K-Master haben könnte, wird an dieser Stelle (unter Vorbehalt) mit „Ja“ beantwortet. Denn gerade in Totalen der steinigen Schotterwege und der die Schlucht säumenden Felsen sieht man mehr Detailtiefe. Auch Einzelheiten auf Kleidung oder feine Muster im Basiscamp lassen sich besser erkennen. Teilweise verschluckt die Blu-ray hier feinste Details wie Gitterstrukturen auf Oberflächen. Was die HDR-Scheibe trotz höherer Farbtiefe nicht besser hinbekommt, ist das kurze Banding zu Beginn im Himmel (1’35). Ansonsten spielt die Scheibe ihre Vorteile vornehmlich in der Auflösung aus.

Blu-ray (11’07): (Slider ganz nach rechts): Man muss schon sehr genau hinsehen …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … um einen Unterschied in der Kontrastdynamik zu sehen. Die HDR-Scheibe ist ein kleines bisschen dunkler.

Blu-ray (13’51): (Slider ganz nach rechts): Ebenso hier.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Kaum Differenzen im Grading. Allerdings wird die bessere Auflösung in der Netzstruktur auf dem Helm sichtbar.

Blu-ray (53’00): (Slider ganz nach rechts): Explosionen sind oft deutlich unterschiedlich von SDR zu HDR.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier kann sich die UHD Blu-ray kaum nennenswert absetzen.

Blu-ray (57’36): (Slider ganz nach rechts): Die Blu-ray geht kontrasttechnisch in Ordnung.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray auch. Mit ganz leichten Vorteilen in der Dynamik.

Blu-ray (7’23): (Slider ganz nach rechts): Deutliche Unterschiede gibt’s in der Auflösung.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Gerne die Bilder mal in einem Tab nebeneinander öffnen. Dann erkennt man wesentlich mehr Struktur im Gitter hinten und die klarere Schrift.

Hinzugefügt: Blu-ray (22’59): (Slider ganz nach rechts): Auch in den Rippen und der Verschraubung wird’s deutlich.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD ist mit hoher Wahrscheinlichkeit basierend auf einem nativen 4K-Master.

Zur besseren Veranschaulichung der Ausschnittsgröße hier die Bilder in voller Darstellung
Zur besseren Veranschaulichung der Ausschnittsgröße hier die Bilder in voller Darstellung
Keine Änderung beim Ton. Auch die UHD Blu-ray kommt mit den beiden DTS-HD-Master-Tonspuren.
Preis: 27,99 €
(Stand von: 2024/07/16 9:06 am - Details
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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 23 Mar 2023
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Bonusmaterial

Das Bonusmaterial von Ambush enthält insgesamt zehn Interviews, ein rund 16-minütiges Making-of sowie ein Behind the Scenes – deutsche Untertitel sind vorhanden.

Fazit

Ambush hat zweifelsohne packende Actionszenen, die vor allem deshalb wirken, weil das Setting spannend ist und die Tricks handgemacht sind. Dass er als Produktion aus den Vereinigten Arabischen Emiraten aber nicht nur unterschwellige, sondern schlicht unverhohlene Propaganda abliefert, liegt schwer im Magen und bleibt als fader Nachgeschmack zurück. Schade, dass sich ein französischer Actionregisseur vor diesen Karren hat spannen lassen. Visuell machen Blu-ray und 4K-Disk Spaß, wobei Letztere keine HDR-Vorteile ausspielt, sondern vornehmlich aufgrund der höheren Auflösung punktet. Der deutsche Ton ist kräftig und schlägt den schwachbrüstigen arabischen O-Ton deutlich.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 80%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 80%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 60%

Bonusmaterial: 50%
Film: 55%

Anbieter: Plaion Pictures
Land/Jahr: VAE/Frankreich, 2021
Regie: Pierre Morel
Darsteller: Marwan AbdullahMohammed AhmedOmar Bin Haider, Abdullah AlmaqbaliAbdullah Bin HaiderAhmed Bin Huwaiden Al Ketbi
Tonformate BD: dts-HD-Master 5.1: de, arabisch
Untertitel: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 111
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (vermutlich) (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 636
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: © Plaion Pictures)
*Affiliate-Links sind mit * gekennzeichnet. Für Einkäufe über diese Affiliate-Links erhalten wir eine Provision. Für den Käufer entstehen keine Mehrkosten. Infos zum Datenschutz findet ihr hier.

Trailer zu Ambush

Ambush - Kein Entkommen! (Deutscher Trailer) - Omar Bin Haider, Marwan Abdullah, Mohammed Ahmed


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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7 Kommentare
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Dennis

„sondern schlicht unverhohlene Propaganda abliefert“

Ehrlich gesagt kann man das auch bei fast jedem US Kriegsfilm bemängeln auch auch andere Genres.
US Filme/Serien triefen ja teilweise geradezu vor Propaganda.

UHD Fan

Achtung!

Der Film lässt sich laut eigener Erfahrung und laut Aussagen in diversen Foren auf dem LG UP970 nicht abspielen (auf beiden meiner UP970 Player). Beim starten ders Films stürzt der Player ab. Angeblich ist das Problem bei Plaion Pictures bereits bekannt und es wird wohl ein Austauschprogramm vorbereitet. Auf meine Mail haben die Kollegen jedoch leider noch nicht geantwortet.

Ob das Problem auch bei anderen Playern besteht, kann ich nicht sagen – merkwürdigerweise läuft der Film aber auf meinem Ersatzplayer LG UBK80 ohne Probleme. Auch auf der Xbox Series X gab’s keine Probleme.

UHD Fan

Inzwischen habe ich eine Nachricht von Plaion Pictures:

…wir entschuldigen uns für die Umstände. Der Fehler ist uns bekannt und es wird dazu noch einen Austausch geben. Bis wann sie allerdings kommt, können wir noch nicht sagen.

Also abwarten…

UHD Fan

Update: Meine Austauschdisc ist am Freitag angekommen. Der Fehler wurde behoben, die Disc läuft nun fehlerfrei auf allen meinen LG UP970 Playern.

olli

Auf meinem Oppo 203 lässt er sich leider auch nicht starten (betrifft nur die UHD).