Angel Has Fallen 4K UHD

Blu-ray Review

Universum Film, 03.01.2019
Universum Film, 03.01.2019

OT: Angel Has Fallen

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Tunnelratten

Schon wieder ist etwas geFallen – Mike Banning mimt mal wieder den Präsidentenschützer par Excellence.

Inhalt

Mike ist nach wie vor Vertrauensmann #1 bei Präsident Trumbull

Mike Banning hat dem letzten Präsidenten der USA, Benjamin Asher, schon zweimal das Leben gerettet. Kein Wunder, dass man ihm den Posten des Direktors vom Secret Service anbietet. Doch bevor es soweit ist, begleitet Mike den vom Vize- zum neuen Präsidenten aufgestiegenen Allan Trumbull zu einem Angelausflug. Aus dem munteren Fische fangen wird allerdings nichts, denn ein Drohnenangriff schaltet das komplette Sicherheitspersonal aus und verletzt Trumbull ebenso wie Banning schwer. Als Banning im Krankenhaus aufwacht, muss er schockiert feststellen, dass das FBI ihn als Hauptverdächtigen im Visier hat. Immerhin überlebte er als Einziger und in einem Van, von dem aus die Operation gesteuert wurde, findet man seine DNA.
Tja, Pech gehabt. Doch Banning wäre nicht Banning, wenn er seine Loyalität und seinen Ruf nicht unbedingt wieder herstellen wollte. Bei seiner Überführung in die Haftanstalt wird der Transport angegriffen. Banning kann die Angreifer ausschalten und fliehen – natürlich nicht, ohne von nun an einen Wettlauf gegen die Zeit und das FBI anzuzetteln, um seine Unschuld zu beweisen …

Das FBI hat Banning im Verdacht

Aller guten Dinge sind drei – und das alle drei Jahre wieder. Eine gewisse sprichwörtliche Regelmäßigkeit kann man den Fallen-Filmen nicht absprechen. Weil aber die ersten beiden bei überschaubarem Budget durchweg in die Gewinnzone gefahren sind, hat man sich seitens Lionsgate entschlossen, die Reihe fortzusetzen.
Keine schlechte Idee, wenn man beständig unterhaltsames, wenn auch inhaltlich eher schwaches Kino produziert.
Immerhin hat man sich für Angel Has Fallen mal einen gewissen Plottwist einfallen lassen. Denn wo bei den Vorgängern Olympus Has Fallen und London Has Fallen zwischen Gut und Böse klare Grenzen gesteckt waren, darf man im jüngsten Teil der Serie immerhin mal ein bisschen Zweifel an der Loyalität des Herrn Banning bekommen – naja, eigentlich nicht so richtig. Aber die Mannen um den Präsidenten herum schon.
Passenderweise hat man sich mit dem Filmtitel auch auf den „Guardian Angel“, also den beschützenden Engel (des Präsidenten) bezogen. Während im ersten Teil das „Olympus“ schlicht für das offizielle Codewort fürs Weiße Haus stand und in der Fortsetzung der Schauplatz „London“ seinen Weg in den Titel fand, geht’s also hier tatsächlich um die Figur des Präsidenten-Beschützers Mike Banning.
Dessen Charakterisierung nimmt sich nun auch mehr Zeit für einen Blick hinter die Kulissen des Armee-Veteranen, der mittlerweile mit seinen körperlichen und auch seelischen Gebrechen zu kämpfen hat. Nicht nur denkt Banning zu Beginn des Films über einen Rückzug als aktiver Personenschützer nach, braucht er gegen seine Schmerzen und Probleme mit Schlaflosigkeit und Migräne Medizin und ärztlichen Beistand.

Mike tritt die Flucht nach vorne an

Zwar sind das eher standardisierte Problematiken, die man gerne US-Armee-Veteranen in Filmen andichtet, aber immerhin zeigen sie, dass Banning eben auch nur ein Mensch aus Fleisch und Blut – mithin also verletzbar ist.
Und dessen Verletzbarkeit ist dann auch Thema, wenn er sich erstmals auf der „falschen“ Seite wiederfindet – nämlich als Hauptverdächtiger des Anschlags auf den Präsidenten.
Es mogelt sich also auch ein bisschen Jason Bourne unter die Oberfläche, wenn man mal wieder das Motto „Einer gegen Alle“ bemüht.
Grundsätzlich gelingt das aber vor allem in den Szenen gut, in denen klargestellt wird, dass Banning eben kein junger Hüpfer mehr ist. Dieses Knabbern an seinem übermenschlichen Superhelden-Status tut der Stimmung und anfänglichen Spannung gut.
Natürlich muss man kein Prophet sein (und wer hier spoilern unterstellt, hat offenbar noch nie einen Actionfilm gesehen), um zu ahnen, dass der alternde Personenschützer am Ende doch wieder über sich hinaus wächst und Angel Has Fallen im Quasi-Alleingang von mehreren Dutzend Bösewichten und Verschwörern befreit.
Irgendwie muss das ja auch so. Wer will hier schon ein Verliererdrama sehen?
Womit wir bei der handgemachten Action sind, also jener, die nicht durch CGI dominiert ist. Solange das, was vor der Kamera passierte, wirklich vor echten Hintergründen (und nicht vor Greenscreen) aufgenommen wurde, kann die finanzielle nochmals abgespeckte dritte Folge des Franchise überzeugen.
Aber wehe, es kommt die Greenscreen zum Einsatz. Schon nach etwas über zwanzig Minuten kann man recht deutlich erkennen, dass Freemans Präsident vor digitalem Hintergrund gerettet wird (20’20). Was sich die Herren der Qualitätskontrolle des VFX-Studios aber gedacht haben, als der Tross um Trumbull und Banning vor der Staubwolke flieht und Butlers vor CGI-Hintergrund ausgeschnittenes Gesicht die Hälfte vermissen lässt, wäre mal interessant zu erfahren. Derart dilettantische Tricks hat man zuletzt selten gesehen (90’12).

Die Bösewichte fahren schweres Geschütz auf

Neben einem erneut launigen Auftritt Butlers ist es aber vor allem ein gewisser Herr Nolte, der Angel Has Fallen die nötige Würze verpasst. Als Vietnam-Veteran und eremitisch lebender Vater Clay Banning bringt er eine knorrige und lustvoll dargebotene Performance, in der er sich diebisch freut, wenn seine selbstgebastelten Sprengstoff-Fallen die Verfolger ausschalten. Die Dialog-Scharmützel zwischen Vater und Sohn Banning sind das Salz in der Suppe eines Films, dessen Story-Grundgerüst man nun wirklich nicht hinterfragen sollte.
Täte man es, würde es schwer fallen, die kilometertiefen Logiklöcher zu umgehen, die uns die Drehbuchautoren hier (mal wieder) auftischen – allen voran das unfassbar dumme Verhalten der Secret-Service-Mitarbeiter.
Aber auch (später) eben jenes der vermeintlich super trainierten Bösewichte. Dies und die Tatsache, dass die Drahtzieher hinter der ganzen Sache alles andere als überraschend kommen und (in allen drei Filmen leider Usus) viel zu früh bekannt gegeben werden, verhindert letztlich einen adäquaten Spannungsbogen. Was bleibt ist handfeste Action mit viel Tam Tam und ein gut aufgelegter Nick Nolte, der seinem Sohnemann auch mal an den Kopf wirft, dass er „einen Haufen Scheiße in der Birne“ habe.

Wenn der Vater mit dem Sohne … gibt’s zünftige Explosionen

Bild- und Tonqualität BD

Agent Thompson schwant Unglaubliches

Angel Has Fallen ist zwar digital gefilmt, offenbart aber immer wieder eine deutliche Körnung. Schon zu Beginn wird das teils auch wenig harmonisch deutlich, wenn sich das Rauschen sichtbar blau-rot-grün einfärbt und auf der Wand des Tunnels oder rund um das Autolicht wuselt (2’42, 37’57) sowie die komplette Verfolgung zwischen Polizei-Fahrzeugen und Sattelschlepper bevölkert (ab 46’00). Noch weniger schön und sehr auffällig sind die deutlichen Unruhen auf den Baumwipfeln während des Schwenks aus der Vogelperspektive bei 16’32 – das sieht schon wirklich übel aus.
Farblich und in Sachen Detailtiefe ebenfalls eher mau präsentiert sich die Totale von den Häusern und der Brücke zu Beginn von Kapitel zwei. Das sieht insgesamt matschiger aus als sein könnte. Recht ansprechend sind die Close-ups der Gesichter. Oftmals kommt hier eine gute Schärfe zum Tragen, die nur während der hektisch geschnittenen Kamerawechsel mal aus dem Tritt kommt. Hier allerdings wird auch deutlich, dass helle Bereiche oft überstrahlen und Gesichtshälften, die vom Licht berührt werden, Zeichnung vermissen lassen. Farben gelangen weitgehend mit warmen Farben zum Betrachter, fallen bisweilen aber etwas ins Gelbliche. Am besten gestalten sich vornehmlich die Szenen zwischen Vater und Sohn Banning in den Wäldern vor seiner Hütte. Hier sind die Bilder wirklich scharf und die Kontraste gut.

Wenn die Action tobt, fackelt der Ton ein Feuerwerk ab

Was das Bild in Sachen Inkonsistenz, Körnigkeit und zu heller Flächen etwas an Souveränität vermissen lässt, gilt in keinster Weise für den Ton!
Die beiden dts-HD-Master-Spuren in 7.1-Kodierung überzeugen von Beginn an mit einem fiebrigen und druckvollen Score, der pumpend hinter den anfänglichen Actionsequenzen steckt. Fallen Schüsse, kommen diese extrem satt und die abgeschossene Granate fetzt wunderbar über den Subwoofer. Schläge und Tritte gelangen wuchtig zum Betrachter und die Stimmen gehen in dem Ganzen nicht unter.
Zwar wünscht man sich spätestens nach einer guten Viertelstunde einen Atmos-Sound mit 3D-Geräuschen, doch schon die reguläre Ebene macht ein Fest aus den von hinten über die Köpfe einfliegen Bell Boeings V-22 Osprey (16’10) – selten lieferten Rearspeaker eines 5.1-Setups bereits so immersive „Höhen“-Effekte. Wer ein 7.1-Setup sein Eigen nennt, kann das noch mal intensivieren.
Ähnliches gilt für das hellfrequente Zischen der Drohnen kurz darauf, die im Anschluss eine Explosions-Batterie auslösen, die sich gewaschen hat – Hardcore-Futter für eure Subs!
Praktisch alles, was hier an Action aufgefahren wird – ob Helis, Jets, Maschinengewehre oder Faustkämpfe – gelangt höchst dynamisch, satt und ohne jede Kompressionsproblematik zum Ohr. In Ermangelung an gigantischer Action im Stile eines Godzilla II – King of Monsters wird es zwar zwischendurch auch mal ruhiger, aber WENN es zuschlägt, dann so zupackend wie nur eben möglich – zum Beispiel bei den Explosionen von Banning Senior, die das Heimkino wirklich zum Beben bringen, gleichzeitig aber sehr präzise klingen (61’06).
Wie gesagt: Nur schade, dass die Atmos-Fassung, die der US-Veröffentlichung der BD/UHD noch zuteil wurde, hier nicht zum Einsatz kam.

Bild- und Tonqualität UHD

angel has fallen 4k uhd blu-ray review szene 10
Nick Nolte tut dem Film sichtlich gut

Angel Has Fallen basiert auf Aufnahmen von der ARRI Alexa Mini und der ARRI Alexa SXT. An deren Ausgang lagen 3.4K an, die allerdings löblicherweise mal nicht runtergerechnet wurden, sondern direkt von den 3.4K auf ein 4K Digital Intermediate gezogen und dann auf die UHD gemastert wurden. Wir haben es also mit einer (fast) nativen 4K-Scheibe zu tun, die uns Universum hier präsentiert. Wie bei der US UHD von Lionsgate kamen auch hier HDR10 und Dolby Vision als erweiterte Kontrastdynamiken mit auf die Disk – ebenfalls natürlich ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum.
Trotz aller integrierten Kontrastdynamiken und erweiterten Farbräume stellt die UHD den Tester allerdings vor ein geregeltes Problem. Und das aus folgendem Grund:
Während des vergleichenden Schauens der BD und UHD zeigte sich dem Auge über die UHD ein durch die Bank stimmigeres und besseres Bild. Alles wirkte plastischer, dreidimensionaler und kräftiger.
Dann ging es an die Screenshots, die das auch bestätigen soll(t)en. Einzig: Der Unterschied war kaum im Bild festzuhalten.
Also noch einmal auf intensive Suche nach den Differenzen gehen, die sich dann nach etlichem Hin- und Herschalten in unterschiedlichsten Sequenzen offenbarten. Zum einen ist die UHD in den hellen Szenen deutlich heller, ABER gleichzeitig etwas definierter. Die BD hat hier größere Probleme mit Überstrahlen, die UHD hingegen ist hell, ohne groß ins Clipping zu fallen. Dass sie so strahlt, ist kein Wunder: Ihre Maximal-Helligkeit liegt bei 5138 Nit und die maximale Durchschnittshelligkeit immerhin noch bei 844 Nit. Das sind sehr hohe Werte, die auch nicht jedes (unkalibrierte) Display mal „so eben“ einwandfrei adaptieren kann.
In der Praxis bedeutet das aber: Sehr prägnante Spitzlichter, leuchtkräftiger Tageshimmel und sehr intensives Feuer.
Das ist aber nur die eine, im laufenden Film auffällige Geschichte. Die Zweite betrifft die Auflösung. Denn obschon die BD zumindest in der Theorie auch auf dem 4K-Master basieren müsste, ist der Abstand zur UHD, die mit 3.4K nativer Auflösung (skaliert auf die UHD-Auflösung) wirklich um Längen und sichtbar besser aufgelöst ist.
Was man zunächst „nur“ an den feineren Poren der Gesichter und einiger Bartstoppeln festmachen kann, führt im großen Ganzen eben zu diesem sichtbar plastischeren und dreidimensionaleren Look. Spätestens bei großen Bilddiagonalen auf Leinwänden oder ab 65“-TVs wird dies dann auch für ungeübtere Augen auffällig – und man braucht hier ausnahmsweise nicht mit der Nase auf der Leinwand hocken, um es zu sehen.
In puncto HDR10 vs. Dolby Vision sind die Unterschiede relativ gering. DV bietet in Feuer und Explosionen etwas mehr Durchzeichnung, wirkt hier und da noch etwas kontrastreicher. In Sachen Farbgebung bleiben beide sehr ähnlich. Was auch bedeutet, dass beide im Schwarz und auf neutralgrauen Flächen gegenüber der Blu-ray eine ganz leichte Grüntendenz haben.
Geblieben sind natürlich auch die ab und an etwas körnigeren Einstellungen und einige Szenen, in denen die Kamera einfach nicht perfekt fokussiert ist.

Blu-ray (11’38): (Slider ganz nach rechts): Ein insgesamt nicht gerade scharfer Kameraschwenk, der über die Blu-ray wirklich schwach ist.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD ist auch nicht knackscharf, wirkt im laufenden Bild aber klarer und kontrastreicher mit mehr Detailtiefe.

Blu-ray (84’16): (Slider ganz nach rechts): Die Blu-ray bleibt etwas neutraler im Look.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD gibt ein wenig Grün ins Grau – allerdings ist das im laufenden Film (und vor allem ohne den Vergleich zur BD) nicht auffällig. Etwas dynamischer ist sie auch in dieser Szene.

Blu-ray (84’06): (Slider ganz nach rechts): Auf Gesichtern ist die Blu-ray etwas gelblicher.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Was sich bei der UHD neben der etwas wärmeren Farbgebung zeigt, ist aber auch hier schon eine feinere Auflösung. Selbst wenn das in der Größes des Bilds per Schieberegler nicht so zeigt, nimmt man das im laufenden Bild wesentlich deutlicher wahr.

Blu-ray (104’25): (Slider ganz nach rechts): Man muss allerdings nicht sonderlich weit ins Bild zoomen, um gravierende Unterschiede zu sehen.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Egal, wohin man auf der schusssicheren Weste schaut, man sieht Muster und Feinheiten, die von der Blu-ray schlicht verschluckt werden. Beeindruckend auch, wie viel dreidimensionaler die Kugel in der Weste steckt.

Gut zu sehen: Bei „Angel Has Fallen“ muss man nicht allzu weit ins Bild zoomen, um den deutlichen Auflösungsvorsprung zu erkennen. Das Bild oben stellt etwa 1/10 des Komplettbildes dar

 

Kein Vergleichsbild, sondern nur eine Darstellung des unterirdischen Freistellers vor CGI, der oben schon im Text angesprochen wurde. Ohne demjenigen zu nahe treten zu wollen, der das Ganze bearbeitet hat. Aber eine derartig rüde Freistellung eines Objekts (hier Gerard Butler) vor einem digitalen Hintergrund darf man vielleicht von einem Grafik-Praktikanten erwarten. Sollte es aus unerfindlichen Gründen nicht besser gegangen sein (zumal alle Figuren gleich schlecht ausgeschnitten sind), hätte man die Szene doch besser ganz weg gelassen.
Der Ton bleibt identisch: DTS-HD-Master in 7.1 für beide Tonfassungen

Bonusmaterial

Wer steckt hinter dem Komplott

Das Bonusmaterial bietet insgesamt neun Featurettes mit unterschiedlichen Laufzeiten. In Allen hört man einen sehr leidenschaftlichen Gerard Butler, der als Koproduzent des Films eben auch insgesamt mit Herzblut hinter dem Franchise steckt. Wir erfahren mehr über die Entwicklung der Story, über den Regisseur Ric Roman Waugh, über das versammelte Cast oder über die Recherche für die möglichst authentische Darstellung der Figuren. Auch über den Second Unit Director erfahren wir mehr und natürlich auch über einzelne Actionszenen. Insgesamt ein erstaunlich reichhaltiges Material, das allerdings nicht untertitelt wurde.

Fazit

Angel Has Fallen ist trotz etwas Varianz in der Story der schwächste Teil der Reihe. Das liegt nicht an den unterhaltsamen Actionszenen, sondern daran, dass das Skript aus der Situation des Verdachtsmoments gegen Banning einfach keine Spannung rausholt. Seine Figur ist zu keiner Zeit in Gefahr und für den Zuschauer bleibt dauerhaft klar, dass seine Integrität nicht angezweifelt werden muss. Hier hätte man deutlich mehr Dynamik rausholen können.
Davon ab sind die Darsteller gut aufgelegt und vor allem der Sound überzeugt auf ganzer Linie.
Die UHD ist zudem die deutlich bessere Wahl, weil sie sich in puncto Auflösung wirklich sichtbar von der Blu-ray absetzen kann und durchweg plastischer aussieht.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 75%
Bildqualität UHD: 90%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 95%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 95%

Bonusmaterial: 60%
Film: 65%

Anbieter: Universum Film
Land/Jahr: USA 2019
Regie: Ric Roman Waugh
Darsteller: Gerard Butler, Morgan Freeman, Jada Pinkett Smith, Nick Nolte, Danny Huston, Lance Reddick, Tim Blake Nelson, Piper Perabo
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 7.1: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 122
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66/BD-100
Real 4K: Jein (4K DI von 3.4K-Master)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 5138
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Universum Film)

Trailer zu Angel Has Fallen

Angel Has Fallen - Trailer (deutsch/ german; FSK 12)

 

16 thoughts on “Angel Has Fallen 4K UHD

  1. Avatar Tim

    Da bin ich mal gespannt.
    Vielleicht kann ich heute schon meine Media Markt gutscheine einlösen 🙂

  2. Avatar Fritz K.

    Habe mir gerade diese Rezension durchgelesen, da ich den Film auf meinem üblichen Portal nicht finden konnte. Und welch erfreuliches Leseerlebnis… 🙂
    Gratulation und ein grosses Kompliment für die detaillierte und sachlich-fachkundige Art des Textes. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wieviel Aufwand es braucht, um eine Rezension in einer solchen Detailfülle zu erstellen. Die Art, wie Kritik geübt und Lob verteilt wird, finde ich sehr fair und sachlich begründet.
    Stilistisch vermag der Text ebenfalls zu überzeugen, was die Sorgfalt unterstreicht, mit der die Arbeit gemacht wurde. Und vielen Dank, dass orthografisch und interpunktionsmässig auch keine Dropouts festzustellen sind. Texte ohne, Punckt und Komma oder mit, falschen wircken, auf mich immer, so dillettanntisch. 😉
    Weiter so und besten Dank für die tolle Arbeit!

    • Hallo.
      Allerbesten Dank für die lobenden Worte. Freut mich sehr, dass das Lesen der Rezension Spaß gemacht hat.
      Ich gebe mir Mühe, dass die gebotene Qualität halbwegs erhalten bleibt – wenn sich auch gerne mal Flüchtigkeitsfehler einschleichen.
      Viel Freude weiterhin auf meinem Blog.

  3. Avatar Roman

    Toller Film. Klar, typischer Ami Film mit krach bum Action und etwas wenig Logik aber hey für einen regnerischen Freitagsheimkinoabend genau das wollte ich. Die Action ist super cool, gute Schauspieler, der Film hat mir gefallen.
    Einzig was ich ein wenig kritisiere ist der Ton. Ich musste den gesamt Pegel ordentlich erhöhen und den Pegel für meinen Center erhöhen. Gerade die Dialoge waren extrem leise. Sonst alles super. 4K Bild ist überragend.

  4. Avatar Rüdiger Petersen

    Im Kino verpasst freue ich mich auf die bestellte Blu-ray. Gott sei dank mal wieder ein Sound-Feuerfest mit einer guten Tonspur.So soll es sein. Hirn aus und Film ab.

  5. Avatar Sascha

    Ist es „notwendig“, die Teile zuvor anzuschauen, oder ist er in Sachen Handlung/Story auch alleinstehend schlüssig?

    • Solange du weißt, dass in den ersten beiden Filmen der US-Präsident von Butler vor einem Terroranschlag bewahrt wurde und im dritten nun der vormalige Vize zum Präsidenten wurde (Aaron Eckhart hatte den Vorgänger in den ersten beiden Filmen gespielt), ist das eigentlich alles, was du an Vorabinfo brauchst.
      Den zweiten hatte ich auch hier schon besprochen: https://blu-ray-rezensionen.net/london-has-fallen/

      • Avatar Sascha

        Review zum 2ten gerade gelesen. Habe mir jetzt mal aus purer Neugier die ersten 2 auf die Leihliste meines iTunes Account gepackt. Da der aktuelle – Stand heute – eine Lieferzeit von 1-2 Wochen über Amazon hat, kann ich mir mit dem Ausleihen der ersten beiden auch etwas Zeit lassen.
        By the way kann ich mich Fritz K. nur anschließen… und es zugleich immer wieder stets persönlich betonen – tolle Reviews, schlüssig, verständlich, objektiv, kritisch und fachlich sehr sauber artikuliert. 🙂

        • Besten Dank fürs Lob, Sascha.
          Und viel Spaß beim Hirn-aus-Film-an-Dreiteiler mit Gerard Butler 🙂

          • Avatar Sascha

            Also nachdem ich mittlerweile die ersten beiden Teile gesichtet habe, kann ich auch zu 100% Deine Aussage „Hirn-aus-Film-an“ unterschreiben – im positiven Sinne wohlgemerkt. Eine umfangreiche, gar „tiefgründige“ Story wäre hier meines Erachtens nach ziemlich redundant. Was man über die Protagonisten „wissen/erfahren muss“, wird auch ausreichend Preis gegeben respektive erzählt. Und die Action sowie Spannung ist konstant auf einem Level wie ich es mir bei einem vollwertigen Actioner vorstelle/erwarte. Alles richtig gemacht und ich freue mich schon auf den 3. Teil. 🙂
            Ist das Bild denn trotz Körnung und Rauschen hinsichtlich Auflösung/Qualität sowie DV, dem einer UHD „würdig“? Und vorweg jaaa, natürlich habe ich Dein Review aufmerksam gelesen. 😀

          • Hi Sascha.
            Die UHD ist beim dritten Teil wirklich die deutlich bessere Wahl. Ja, es ist in einigen Einstellungen wirklich körnig. Aber sie ist durch die Bank dynamischer, kontrastreicher und vor allem viel schärfer. Die BD gehört eher zu den schwächeren Scheiben der letzten Monate.

          • Avatar Sascha

            Super! Ich danke Dir für dein schnelles Feedback. 🙂

  6. Avatar Jens

    Servus Timo,

    …und mal allgemein vielen vielen Dank für deine Arbeit in diesem tollen Blog.
    Für mich die ultimative Quelle und Entscheidungshilfe, ob es nun die Blu-Ray oder UHD Blu-Ray wird.
    Habe deinen Blog schon diversen Freunden und Bekannten empfohlen.
    Noch mal Danke und alles Gute für 2020.

  7. Avatar Michael

    Hi Timo,
    wie immer sehr sehr gute Review, die weniger auf Blabla setzt, sondern für den Filmfan genau das beschreibt, was wirklich relevant ist. Wirklich lustig ist dein Verweis auf die grottigen Spezialeffekte insbesondere bei den Nebel-/ Staubwolkenszenen. Ich bin ja bissel vom Fach und habe mir mehrfach verwundert die Augen gerieben. Mir ist nicht so ganz klar, wieso genug Geld da war, ein ganzes Waldstück mit handgemachter Pyrotechnik abzufackeln, aber nicht, um einfach ein paar Nebelkanonen aufzustellen. Das sieht so schlimm aus, dass man das Gefühl hat, eine Neunzigerjahre-TV-Produktion zu bestaunen. Hat den Film insgesamt dann auch irgendwie für mich ruiniert, weil das arg nach Lieblosigkeit riecht …

  8. Avatar Pretsch

    Ab und an etwas körnige Einstellungen…..ist ja wohl stark untertrieben. In den dunklen Szenen rauscht und grieselt es als würde es schneien. Das ist eine Frechheit was Universum hier abliefert.
    Ton ist natürlich wirklich erste Sahne.

    • Das „ab und an“ beschreibt die Tatsache, dass auch die UHD diese Probleme hat und bezieht sich direkt auf den Text oben aus der Bildbewertung von der BD. Dort steht dann Folgendes:
      „Angel Has Fallen ist zwar digital gefilmt, offenbart aber immer wieder eine deutliche Körnung. Schon zu Beginn wird das teils auch wenig harmonisch deutlich, wenn sich das Rauschen sichtbar blau-rot-grün einfärbt und auf der Wand des Tunnels oder rund um das Autolicht wuselt (2’42, 37’57) sowie die komplette Verfolgung zwischen Polizei-Fahrzeugen und Sattelschlepper bevölkert (ab 46’00). Noch weniger schön und sehr auffällig sind die deutlichen Unruhen auf den Baumwipfeln während des Schwenks aus der Vogelperspektive bei 16’32 – das sieht schon wirklich übel aus.“

      Ich denke, das ist dann näher an deinem Empfinden und übt durchaus Kritik an der Körnung.

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