Babylon – Rausch der Ekstase 4K UHD

Blu-ray Review

Paramount Pictures, 06.04.2023
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OT: Babylon

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Ende einer Ära

Damien Chazelle nimmt sich das Hollywood der großen 20er und 30er Jahre vor.

Inhalt

Jack Conrad ist der große Star © Paramount Pictures.

Hollywood im Jahr 1926. Los Angeles ist der Ort für den amerikanischen Traum und die Filmindustrie suhlt sich in ihrem eigenen Erfolg. Die Partys sind ausschweifend bis exzessiv und die Helden übergroß. Mitten in diesem Pulk extrovertierter Menschen wirkt der mexikanische Einwanderer Manuel Torres wie ein Fremdkörper. Der eher schüchterne junge Mann sollte „nur“ einen Elefanten für eine Party besorgen, als er während der Feier auf die junge Nellie LaRoy trifft. Hals über Kopf verliebt er sich in deren atemberaubende Erscheinung. Nellie wird indes durch Zufall für den Film entdeckt und springt für die jüngst an einer Überdosis gestorbene Jane Thornton ein. Manuel freundet sich derweil mit Jack Conrad, einem der größten Stummfilmstars, an und kann durch diese Bekanntschaft ebenfalls im Filmgeschäft Fuß fassen. Zunächst nur mit Assistentenjobs betraut, steigt er bald zum Studioleiter auf. Nellie erlebt in dieser Zeit ihren Höhepunkt und wird zum Star. Doch ebenso wie Jack hat sie Probleme damit, die Veränderung vom Stumm- zum Tonfilm mitzugehen, konsumiert vermehrt Drogen und wird für die Filmbosse zum unberechenbaren Problem …

Bei ihm ist es Liebe auf den ersten Blick   © Paramount Pictures.

Damien Chazelle ist mit seinen jungen Jahren von gerade einmal 38 einer der am meisten beachteten Filmemacher. Und das, obwohl er mit Babylon nun erst seinen fünften abendfüllenden Spielfilm gedreht hat. Bereits sein zweites Werk, Whiplash, begeisterte Publikum und Kritik gleichermaßen. Ihm folgte mit La La Land ein vielfauch ausgezeichnetes Musical und in Aufbruch zum Mond schickte er 2018 Ryan Gosling als Neil Armstrong dorthin, wo dieser einen großen Schritt für die Menschheit tat. Nun huldigt Chazelle Hollywood selbst – und zwar jener Zeit der Goldenen Ära, in der sich das Showbusiness vor allem selbst feierte. Dem Filmemacher fielen die Grundzüge zu seiner Story schon vor über 15 Jahren ein, doch alleine der Aufwand dieser Produktion nahm sich einiges an Zeit. Chazelle hatte die Idee, das Hollywood der damaligen Zeit unverschleiert und ungeschönt darzustellen – mit all seinen Ausschweifungen, Exzessen und seiner Kompromisslosigkeit. Und genauso beginnt er seinen Film: Mit Ausschweifungen, die jenen auf SM-Partys in nichts nachstehen, wenn schon der erste Anblick auf einen fülligen nackten Menschen damit endet, dass hier literweise Natursekt sein Ziel findet. Babylon scheut sich nicht, wie sonst im US-Film selbst bei Erotikwerken üblich, vor frontaler Nacktheit von Mann und Frau, kratzt nach 24 Minuten auch mal hart an der Grenze zur Pornografie, wird dabei aber nicht explizit. Virtuos gelingt es Regisseur und Stammkameramann Linus Sandgren, die frivol-extrovertierte Partyszenerie in schillernden Farben und ausuferndem Setdesign zu präsentieren.

Manny profitiert von der Popularität des Hollywoodstars   © Paramount Pictures.

Bereits die anfängliche Kamerafahrt durch die tanzenden, saufenden, sich gegenseitig ableckenden Gäste der Party ist atemberaubend. Subjektiv wie in einem One-Shot-Take, beginnt sie mit einer Totalen, fliegt dann schwerelos Richtung Kapelle, nimmt wieder Abstand, dreht sich, bahnt sich ihren Weg durch die lüsternen Gäste und endet erst nach zwei Minuten mit dem Gang durch die Tür – geschickte Schnitte vermitteln den Eindruck, dass Sandgren wirklich am Stück drehte. Doch selbst wenn nicht: Die Choreografie der Gäste und der agierenden Darsteller ist sensationell. Und weil das Treiben so ungeschönt, hautnah und offensiv geschildert wird, nimmt Chazelle sich 32! Minuten Zeit, um diesem Spiel zuzusehen, bevor er den Filmtitel einblendet. Was folgt, ist erneut eine unglaubliche Kamerafahrt, die den Zuschauer hinter die (Papp)Kulissen der zahlreichen Produktionen vor Ort mitnimmt. Die liebevoll Reminiszenz an die goldene Ära der Hollywoodzeit wird hier ganz besonders deutlich – trotz oder vielleicht gerade wegen der etwas entlarvenden Art und Weise, die „Tricks“ der damaligen Zeit offenzulegen. Beinahe mühelos bewegt sich der Regisseur zwischen schonungsloser Offenlegung und ebenso offener Verbeugung vor den Wurzeln und der Hohezeit des US-Kinos. Babylon würzt das Ganze mit schwarzem Humor, der aber auch gerne mal im Hals stecken bleibt. So ist es beispielsweise großartig, wenn sich Babylon der Probleme, die der Tonfilm mit sich brachte, auf äußerst humorvolle Weise annimmt. Man kann sich leibhaftig vorstellen, dass Diven vor und hinter der Kamera aufgrund der neuen Herausforderungen ständig in die Haare gekriegt haben. Gleichzeitig wird es bitterer, je länger die Szene andauert und man kann das Drama erkennen, das sich in den Köpfen der bis dato so erfolgreichen Stummfilmdarsteller abspielt.

Lady Fay Zhu wird den Wandel zum konservativen Hollywood nicht überleben    © Paramount Pictures.

Außerdem macht aber auch vor den wirklich unangenehmen Themen des Hollywood der damaligen Zeit nicht halt und integriert bspw. das Blackfacing in einer eindrucksvollen und bedrückenden Szene. Ohnehin ist bei Weitem nicht alles Gold, was hier glänzt. Und damit ist nicht das ausufernde Partyleben der Hollywood-Gemeinschaft gemeint. Denn Babylon erzählt gleichsam auch eine Geschichte vom Ende der Unschuld. Auf der einen Seite wird der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm gezeigt, den viele einstige Stars nicht überlebten und daran zerbrachen. Auf der anderen Seite ist Manuel, der so unbefleckt und unschuldig ins das Showbiz kommt und nach und nach immer mehr zwischen die Räder all der Exzesse und letztlich auch der Brutalität gerät. Wenn er am Ende des Films als fast gebrochener Mensch eine Kinovorstellung besucht, wird noch einmal deutlich, was er eigentlich in Hollywood gesucht hat: Den Traum, etwas Großes zu sein. Ein Traum, an dem er fast zerbricht. Diego Calva spielt diesen Manuel auf eine Art, dass sich der Zuschauer mit ihm verbündet. Und an seiner Seite liefern Brad Pitt und Margot Robbie (mal wieder) eine Glanzvorstellung ab. Ohnehin wird Pitt scheinbar mit jedem Film, den er in den letzten Jahren gedreht hat, besser. Und wer Robbie für ihre überaus mutige und extrovertierte Darstellung der Nellie nicht Beifall klatscht, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Doch bei all dem schönen Schein, der grandiosen Kamerafahrten, dem exzellenten Setdesign, dem fiebrigen Score und den tollen Darstellern – die Figuren lassen überraschend kalt. Je länger Babylon dauert, desto egal wird einem das Schicksal der Charaktere. Chazelle ist am Ende etwas zu sehr in die offensichtliche Falle getappt, Stil über Substanz siegen zu lassen.

Preis: 19,71 €
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Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 06 Apr 2023
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Bild- und Tonqualität BD

Nellie liebt das Partyleben   © Paramount Pictures.

Das Bild der Blu-ray von Babylon beginnt hell – sehr hell. Eher sogar extrem hell. Der Sandboden überstrahlt ebenso massiv wie der Himmel und der Look wirkt bewusst so drastisch gewählt. Während der Szenen in der zweiten großen Sequenz nach der Titeleinblendung wird das ebenfalls noch einmal gut sichtbar. Gut möglich, dass hier die UHD Blu-ray mehr Durchzeichnung liefert und dynamischer wirkt. Wenn die Protagonisten mit dem Elefant auf dem Berg angekommen sind, steht die Sonne schon sehr schräg und die Kontrastierung auf den Gesichtern wirkt bewusst harsch und im Schwarz etwas sumpfig. Da Babylon analog gedreht wurde, ist die Körnung des Filmmaterials durchaus dauerhaft sichtbar. Das ist mal mehr (Anfangsszenen bei hellem Sonnenlicht) und mal weniger auffällig (Interieur-Szenen der einleitenden Party). Hier und da ist es aber so deutlich, dass sich Kornhasser verachtend abwenden werden (Ankunft von Margot Robbie). Die Farbgebung ist ganz bewusst sehr warm gehalten. Während der Party in den ersten 25 Minuten sind die Farben sehr warm gehalten. Goldgelbe bis rötliche Hauttöne dominieren das Geschehen und lassen das mondän-ausschweifende Bild noch stärker wirken. Die Close-ups sind oft, aber nicht immer scharf, während Halbtotale etwas nachlassen und die Kamera ab und an nicht perfekt auf die Objekte fokussiert ist (102’34). Das Encoding dürfte durchweg besser sein. Hier stößt die Disk aber auch an ihre Kapazitätsgrenzen, bzw. wird von der Komprimierung zu sehr in die Knie gezwungen.

Filmbusiness treibt seltsame Stilblüten  © Paramount Pictures.

Paramount geht bei Babylon leider wieder den Weg, die deutsche Tonspur lediglich mit einer Dolby Digtal Tonspur zu liefern. Das ist schade und in der Praxis auch ein wenig dürftig. Sie klingt okay, aber nicht herausragend. Dialoge sind prägnant und kommen klar aus dem Center. Umgebungsgeräusche sind relativ atmosphärisch und wenn es mal ein paar dynamische Moment gibt wie das Champagner-Korken-Knallen, dann wird’s auch mal etwas knackiger.  (54’45). Bei den „Actionszenen“ geht’s auch mal druckvoller zu (41’20). Der englische O-Ton liegt in Dolby Atmos vor und gibt die Musikszenen ebenso dynamischer wieder wie die kurzen dynamischen Momente (Speer bei 41’40). Allerdings bleibt auch das englische Original noch unter den Möglichkeiten: Wenn nach etwas über 38 Minuten die große Schlachtszene gefilmt wird, Pferde über die Erde trampeln und hunderte von Statisten aufeinander losgehen, rumpelt es zwar ein bisschen, aber da wäre schon ein wenig mehr Bums drin gewesen. Später fühlt man ein bisschen mehr, wenn vereinzelte Schüsse fallen. Hören wir uns auf der Höhen-Ebene um, ist das Erste, was von dort oben kommt, Scheiße. Und zwar wortwörtlich und bewusst als Hauptwort, nicht als Adjektiv geschrieben. Die mächtige Ladung des Elefanten ergießt sich nicht nur über den Protagonisten, sondern akustisch auch auf den Zuschauer – na das ist mal ein Beginn. Allerdings stellt sich schon bei der Partyszene nach etwas über fünf Minuten heraus: Babylon nutzt die Heights nicht, um atmosphärische Geräusche zu integrieren. Das laute Treiben und die Musik hätte man aufgrund der Größe des Raumes durchaus mit leichtem Hall nach oben legen dürfen. Dies bleibt allerdings aus. Denn auch der zweite dedizierte 3D-Soundeffekt gebührt dem Dickhäuter, wenn er nach 24 Minuten sein Benjamin Blümchen trötet. Sehr beeindruckend sind allerdings die raketenhaften Geräusche bei 41’05, die auch das Interieur des Zelts akustisch zum Wackeln bringen. Auch die Kamerablitze bei 58’09 sind sehr prägnant und fast schon ein Jumpscare. Danach dauert es allerdings bis zum Tropfen in der Höhle nach sage und schreibe 149 Minuten, bevor man mal wieder etwas aus den Deckenlautsprechern hört. Und das war’s dann auch. Viel gibt’s nicht, Atmosphäre bleibt aus, dafür integrierte man ein paar knackige 3D-Sounds.

Preis: 9,99 €
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Bild- und Tonqualität UHD

Tobey Maguire in einer großartigen Nebenrolle  © Paramount Pictures.

Babylon wurde, seinem Anspruch und Thema gerecht werdend, natürlich analog und nicht digital gefilmt. Alles andere wäre an dieser Stelle verwunderlich gewesen. Zum Einsatz kamen die Arricam LT und die Arriflex 435, die beide auf 35 mm Filmmaterial aufzeichnen. Um maximale Authentizität für die Einschübe der „Original“-Aufnahmen zu bekommen, wurde außerdem eine alte Bell & Howell 2709 eingesetzt – eine Kamera, die aus den 1910er Jahren stammt. Von dem Material vor ein 4K-DI gezogen, sodass die Scheibe als native 4K-Disk durchgeht. Paramount implementierte dazu HDR10 und Dolby Vision als HDR-Gradings und einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. In der Praxis bedeutet das zunächst die sichtbar bessere Durchzeichnung der hellen Szenen in der staubig-wüstenhaften Szene zu Beginn. Man sieht die Oberfläche auf dem Schotter noch und auch der Himmel bekommt mehr Schattierungen. die Palmen sind etwas grüner und die Körnung wird sichtbar feiner dargestellt. Gut möglich, dass die BD hier aufgrund der geringeren Diskgröße von 50 GB auch insgesamt an ihre Grenzen stößt – immerhin ist der Film über drei Stunden lang. Schaut man sich die Kabel an, die vom Masten abgehen, sind diese einzeln erkennbar und deutlich! besser aufgelöst als über die Blu-ray, bei der man definitiv nicht alle vier Kabel erkennen kann (0’18). Während dieser Anfangsszenen schlägt die UHD Blu-ray die Blu-ray sehr deutlich. Glücklicherweise wird die UHD-BD in den dunklen Szenen nicht allzu düster. Hier liegt sie sichtbar über den etwas zu dunkel eingepegelten Scheiben der letzten Wochen (siehe Wakanda Forever o.ä.). Die Party-Szenerie droht deshalb nicht zu versumpfen und bleibt mit teils noch etwas wärmeren Farben sehr kräftig und dynamisch. Sobald die Szenerie nach 35 Minuten an die unterschiedlichen Filmsets in der erneut hellen Umgebung wechselt, ist die 4K-Disk ohnehin wieder im Vorteil, da sie hier nicht überstrahlt, aber dennoch sehr hell bleibt, um dem gewünschten Look zu entsprechen. Schlecht fokussierte Shots sind immer noch schlecht fokussiert, da ändert auch die 4K-Auflösung nichts dran, aber schon die feinere Darstellung der Körnung ist ein Genuss. Das Encoding ist einfach deutlich besser als bei der Blu-ray. Ein schönes Beispiel für die Qualität der Durchzeichnung ist das Eingangstor bei 170’09 sowie dessen feine Verzierung unter den Halbmonden. Über die Blu-ray verschwinden die Rundungen und Schwünge fast, während die UHD-BD sie plastisch hervorholt.

Blu-ray (0’18): (Slider ganz nach rechts): Gut zu sehen, wie sehr die BD im Vergleich …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … zur UHD Blu-ray überstrahlt. Dadurch geht Durchzeichnung und Detailvielfalt verloren.

Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Noch heftiger sieht es im Bildausschnitt aus. Die BD zeigt die Leitungen im Hintergrund ebenso verschwommen wie die Palmwedel und die Bäume im Hintergrund.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Ein großer Auflösungsvorsprung, den die 4K-Disk hier bietet.

Blu-ray (9’26): (Slider ganz nach rechts): Während der dunkleren Szenen ist die BD zwar heller …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … die HDR-Disk versumpft aber nicht im Schwarz.

Blu-ray (36’06): (Slider ganz nach rechts): Auch hier ist das Bild an den hellen Flächen überstrahlt.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Angenehmer kontrastiert und dynamischer ist das Bild der UHD-BD.

Blu-ray (48’07): (Slider ganz nach rechts): Die Hauttöne sind über die Blu-ray im Vergleich leicht gelblich.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray bietet natürlicheren Teint.

Blu-ray (127’16): (Slider ganz nach rechts): Trotz der farblich bereits recht starken Blu-ray …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist die UHD Blu-ray satter und auch kräftiger in den Rottönen. Selbst der Lampenschirm wirkt plastischer.

Blu-ray (170’09): (Slider ganz nach rechts): Eine ganz besonders prägnante Szene für einen Vergleich. Das Tor sieht schon in der Totalen flacher aus. Man beachte die Mischung aus Überstrahlung und geringerer Detailtiefe bei den Verstrebungen unter dem Halbmond.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Schon im Komplettbild ist der Unterschied überdeutlich.

Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Geht man noch näher ran, wird es noch klarer. Die BD bietet von den Verstrebungen kaum etwas.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Keine Änderung beim Ton. Die 4K-Disk kommt mit den identischen Tonspuren, die auch die Blu-ray liefert.
Preis: 19,71 €
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Format: Blu-ray
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Bonusmaterial

Um dem drei Stunden langen Mammutwerk gebührend Platz auf den Filmdisks zu verschaffen, hat man die Extras von Babylon auf eine weitere Blu-ray ausquartiert. Dort finden sich sechs entfallene und erweiterte Szenen sowie drei Featurettes. In „Eine panoramische Leinwand namens Babylon“ bekommen wir das Hauptfeaturette mit einer Laufzeit von 30 Minuten. Hierin geht man auf die Geschichte selbst, das Kino der 20er, die Darsteller, das Setdesign und vieles mehr ein. Ein weiteres kümmert sich kurz um die Kostüme und das dritte (ebenso kurz) um die Filmmusik.

Fazit

Babylon ist ausschweifendes Kino monumentaler Breite und Länge. Es sieht fantastisch aus, ist unglaublich ausgestattet, und toll gespielt. Doch so sehr sich der Film auch bemüht, er lässt die Bindung an die Figuren vermissen. Als Schauspiel über die große goldene Zeit Hollywoods gibt’s aber kaum Besseres. Die UHD Blu-ray bietet das in allen Belangen bessere Bild. Es ist authentischer körnig, deutlich dynamischer und besser durchzeichnet und liefert die sichtbar höhere Auflösung. Hier sollte man die Blu-ray liegen lassen und zur 4K-Disk greifen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 75%
Bildqualität UHD: 90%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 70%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 30%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 80%

Bonusmaterial: 50%
Film: 70%

Anbieter: Paramount Pictures
Land/Jahr: USA 2022
Regie: Damien Chazelle
Darsteller: Margot Robbie, Brad Pitt,
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby Digital 5.1: de
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 189
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 2755 Nit
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Paramount Pictures)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

11 Kommentare
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Maxim

Über iTunes sehe ich Atmos bei de als Sprachausgabe. Ist das ein Fehler?

DerEld

Hallo allerseits,

ich habe bei ca. 2:14:50 Std. einen Aussetzer bei’m Ton, in dem kurzen Dialog von Margot Robbie die flehend nach oben guckt zu Brad Pitt.
Der Aussetzer ist in der deutschen Syncro wie im O-Ton vorhanden.

olli

Ich gehe davon aus, dass dieser Moment so gewollt ist – sie wird „stumm“ wahrgenommen.

Jacob

Ich freue mich auf die 4K! Steelbook sollte ja diese Woche kommen.

Kisi

Mir hat der Film gut gefallen. Ist halt Geschmackssache. Der Ton leider wieder ein Armmutszeugnis. Kaufen werde ich ihn auf jeden Fall.

Simon

Feines Review wieder. 😀

Ich werde mir den schon zulegen … aber nicht für 30 Euro.
Dafür ist er mir zu „unsicher“.

Robin

Hast du den jetzt schon so viel früher bekommen?

muhl.erhard@gmail.com

Was für ein selbstgefälliges Werk.
Typisch Chazelle.

Hans-Ingo Trompeter

War ja auch ein ziemlicher Flop, mit gerade einmal 63 Mio Dollar Einspiel weltweit…