Ballon 4K UHD

Blu-ray Review

ballon 4k uhd blu-ray review cover
Studiocanal, 14.03.2019
Ballon_BluRay_2D_oFSK-1
Studiocanal, 14.03.2019

OT: –

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Rübermachen

Michael Herbigs erstes Drama ist ein packender Film mit historischem Hintergrund geworden.

Inhalt

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Die erste Fahrt wird scheitern

Pößneck, Thüringen im Juli 1979: Etwas über ein Jahr haben die Familien Strelzyk und Wetzel ihre Flucht aus der DDR geplant. Gemeinsam mit ihren insgesamt vier Kindern wollen sie in einem riesigen Heißluftballon in große Höhe aufsteigen, um in den Wolken unerkannt über die Grenze zu fahren. Als die Nacht der Nächte gekommen ist, steigen die Wetzels jedoch aus, da sie fürchten, dass der Ballon zu klein ist und nicht alle trägt. Die Strelzyks unternehmen den Fluchtversuch auf eigene Faust. Doch der Ballon saugt sich auf seiner Fahrt mit Wasser voll und verliert daraufhin an Höhe. Kurz vor der Grenze geht er zu Boden. Mit Mühe und Not können die Strelzyks die meisten Beweise vernichten und unerkannt nach Hause zurück kehren. Da man jedoch fürchtet, dass die Stasi Wind von ihnen bekommt, bleibt nur eine Wahl. Sie müssen einen weiteren Ballon nähen, die Gondel größer machen und dann endlich mit allen acht Passagieren einen erneuten Versuch starten. Und das so schnell wie möglich, denn Oberstleutnant Seidel von der Staatssicherheit ist ihnen auf den Fersen. Wohl wissend, dass eine Flucht im Ballon kein gutes Licht auf ihn und die DDR wirft …

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Oberstleutnant Seidel findet die Aktion der Ballonflucht nicht witzig

Viele Menschen versuchten in der Zeit der Mauer von der DDR in die BRD zu fliehen. Vielen gelang es. Manchen leider nicht. Der Fantasie und dem Mut, den die Fluchtwilligen dabei an den Tag legten, schien keine Grenze gesetzt zu sein. Eine der, wenn nicht DIE spektakulärste Aktion legten die beiden Familien Wetzel und Strelzyk hin. Ihre Flucht im Heißluftballon ist rückwirkend betrachtet ebenso wahnsinnig wie mutig und nervenaufreibend. Und das hat Michael Bully Herbig seit sechs Jahren in minutiöser Detailarbeit zu einem Mix aus Drama und Thriller verarbeitet, das ganz großes Kino aus Deutschland darstellt. Der bislang ausschließlich durch seine komödiantischen Rollen und Filme bekannte Münchner interessierte sich bereits nach ersten Gesprächen mit Günter Wetzel dafür, die Story als Remake aufzufrischen. Denn bereits 1980 hatte Disney einen amerikanischen Film unter dem Namen Mit dem Wind nach Westen produziert, der 1982 Premiere feierte und mit John Hurt und Beau Bridges in den Hauptrollen besetzt war. Nur mit Mühe (und dem Kontakt über Roland Emmerich) konnte Herbig die Rechte von Disney kaufen und seine eigene Version zu Wege bringen.
Michael Bully Herbig legt mit „Ballon“ seinen ersten Thriller vor, der gleichzeitig die Nerven zum Zerreißen spannt, als hoch emotionale Familiengeschichte zu Herzen geht und obendrein deutsch-deutsche Wirklichkeit der späten 70er Jahre mit beispielloser Authentizität und Glaubwürdigkeit in Bilder fasst. Mit Friedrich Mücke, Karoline Schuch, David Kross und Alicia von Rittberg hat er herausragende Darsteller gefunden, die in ihrem Spiel so nuancenreich sind wie Thomas Kretschmann, der seinen Stasioffizier fernab von Klischees gibt.

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Die Stasi grenzt das Startgebiet des Ballons ein

Bully fokussiert sich dabei auf die Thriller- und Spannungsmomente, nicht zwingend auf das politische System der DDR. Deren Struktur und Überwachungssystem hängt natürlich wie ein Damokles-Schwert über den beiden Familien, doch vielmehr kümmert sich Ballon um die Dramatik zwischen den beiden Familien und ihre ständige Furcht davor, von der Staatssicherheit entdeckt zu werden. Gegenüber dem 80er-Jahre-TV-Film, in dem übrigens Klaus Löwitsch den Stasi-Ermittler spielte, gelingt Herbig auch die differenziertere Darstellung des Oberstleutnants. Mit Thomas Kretschmann hat man Seidel idealtypisch besetzt. Nicht nur ist der charismatische Kretschmann ein Schauspieler von internationalem Format, der auch Antagonisten fernab von Klischees spielen kann. Vielmehr ist der gebürtige Dessauer 1983 selbst aus der DDR in die BRD geflohen. Er kann also gut nachvollziehen, welche Stimmung damals im Land herrschte. Seinen Seidel legt er nuanciert an. Als Zuschauer bekommt man eben keinen dämonisierten Flüchtlingsverfolger, sondern einen, der schon mal Emotionen zeigt. Schon sein erster Auftritt erzeugt Gänsehaut, wenn er einem untergebenen Leutnant eine (im wahrsten Sinne des Wortes) grenzwertige Frage stellt.

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Die Strelzyks versuchen’s über die US-Botschaft

Gleichzeitig ist die Besetzung der vier Eltern Wetzel und Strelzyk vorzüglich gelungen. David Kross als Günter und Friedrich Mücke als Peter ergänzen sich prima, wobei Kross eher zurückhaltend agiert und Mücke weitgehend das Feld überlässt. Dennoch demonstriert der Wetzel-Darsteller, dass er mit Recht zu den besten deutschen Schauspielern gehört. Herausragend sind auch Alicia von Rittberg als Petra Wetzel und Karoline Schuch als Doris Strelzyk. Schuch, die bis zur Maueröffnung ebenfalls DDR-Bürgerin war, vermittelt eindringlich, welche Furcht und Bedenken die Familie hatte; wie sehr sie sich im Anschluss an den ersten Versuch verfolgt fühlten.
Alle Darsteller bewegen sich in Ballon in einem Szenario, das so authentisch wirkt, dass auch jemand ohne DDR-Hintergrund nachempfinden kann, wie es ausgesehen, sich angefühlt, ja sogar gerochen haben mag. Von der unglaublich detaillierten Gestaltung der Wohnungen, die bis auf die Zigaretten, spezielle Trinkgläser oder die Tapeten extra angeschafft oder hergestellt wurden, bis hin zu den Kostümen. Zugegeben war der Verfasser dieser Zeilen nie in der Deutschen Demokratischen Republik. Aber wenn die Familie Wetzel bei einem speziellen Screening des Films sichtlich bewegt war und applaudierte (siehe Herbigs Aussage im Bonusmaterial), kann es so schlecht nicht umgesetzt worden sein. Und so wirkt Ballon bis in die kleinen Straßen und Gassen absolut authentisch. Ebenso in der Reproduktion des Heißluftballons selbst. Zwar wurden die Luft-Aufnahmen mit den Darstellern vor Green Screen gedreht, doch das Fluggerät ließ Herbig dennoch anfertigen, um die Außenaufnahmen mit ihm zu machen. Nicht nur das. Damit die Schauspieler eine Ahnung von der Aktion bekamen, durften sie in der Gondel Platz nehmen und mal ein paar Meter in die Luft abheben. Sicherlich auch ein Detail, das dafür sorgte, dass die Emotionen realistisch wirken.

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Ballon #2 (eigentlich #3) wird gebastelt

Denn Herbigs Film lebt von Emotionen. Er lebt davon, dass man trotz des bekannten Ausgangs zwei Stunden lang mitfiebert und fürchtet, die Sache könnte noch schief gehen. Die Spannung, die durch die Verfolgung der Stasi erzeugt wird; durch die Tatsache, dass die beiden Familien noch mehr jedem misstrauen mussten als vorher schon, ist zum Greifen. Jeder Nachbar könnte ein Spion sein. Jeder Blick eines Passanten wirkt wie eine Bedrohung. Nichts wünscht man den Familien so sehr wie das Gelingen ihres Unterfangens, während die jüngeren Kinder sich im Kindergarten zu verplappern drohen. Plötzlich wird jede Betreuerin, jede Angestellte einer Kaufhalle oder eines Textilwarenladens zum potenziellen Spitzel. Ein bisschen schade ist die Tatsache, dass sich die Geschichte zunächst über eine Stunde auf die Familie Strelzyk konzentriert. Das nimmt dem Film ein wenig Fahrt. Doch sobald die Familien wieder zusammen kommen und der zweite Ballon zusammen gebaut wird, nimmt das Tempo wieder zu – und es zeigt, dass Herbig zu den besten Regisseuren gehört, die das Land zu bieten hat.
Einen weiteren Aspekt beleuchtet Ballon überdies. Denn so sehr wie man sich wünscht, in die Freiheit der BRD zu gelangen, so sehr lässt man auch lieb gewonnene Menschen, Freunde zurück – stellvertretend dargestellt durch den Abschied, den Sohn Frank von seiner frischen Liebe nehmen muss.
Ausgeblendet bleibt lediglich, welches Drama sich nach der Flucht anschloss. Denn während sich die beiden Familien im Anschluss zerstritten, sorgte die Stasi mit dem „Vorgang Birne“ dafür, dass den Flüchtlingen auch in der BRD übel mitgespielt wird. Vielleicht Stoff für einen weiteren Film, Herr Herbig?

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1300qm² Stoff

Bild- und Tonqualität BD

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Günter näht bis die Hände bluten

Ballon kann seine vollkommen digitale Herkunft kaum verleugnen. Selbst in dunkleren Einstellungen ist die Bildruhe bestechend. Hier trübt bis auf ganz vereinzelte uniforme Hintergründe nicht einmal das geringste Korn den Eindruck. Die Durchzeichnung ist jederzeit absolut hervorragend und nur selten gibt es mal etwas kontrastschwächere Szenen, wenn seitliches Licht durchs Fenster fällt. Glücklicherweise hat man auf den typisch deutschen Sepia-Look verzichtet. Herbig ließ eher etwas grün und gelb filtern, was gut zur End-70er-Jahre Stimmung passt. Gerade die von den unfassbaren Tapetenmustern dominierten Innenraumszenen profitieren von diesem sehr authentischen Look. Die Auflösung gerät nicht nur in Close-ups vorzüglich. Auch Halbtotale sind scharf und fallen auch zum Rand hin nicht ab. Einziges Manko sind ein paar wenige Banding-Artefakte bei den nebligen Szenen im Wald.
Ebenso herausragend wie das Bild ist auch der Ton von Ballon. Die Ansprache des Schuldirektors liefert derart klare und unmittelbare Dialoge aus dem Center, dass man den Darsteller direkt vor sich wähnt. Auch Kretschmanns voluminöses Organ gelangt sehr präsent und voluminös ans Ohr. Der True-HD-kodierte Dolby-Atmos-Sound (identisch auf der UHD) bringt zudem das Geknatter der 2-Takter (ob mit zwei oder vier Rädern) sehr authentisch rüber und der von Beginn an auf Dramatik getrimmte Score nimmt des Öfteren sämtliche Speaker ein. Wenn dann der Ballon beim ersten Versuch bruchlandet, kracht es ordentlich und die Abmischung kann zeigen, was sie in Sachen Dynamik drauf hat. Gleich darauf gibt es ganz leisen Wind, der durch die Bäume säuselt, was für feinere Töne sorgt, die von der Tonspur aber ebenfalls sehr gut umgesetzt werden.

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Seidel ist sich sicher: Die Flüchtenden werden Fehler machen

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Dolby-Atmos-Spur übrigens schon einige Male Anlass, 3D-Sounds zu liefern. Schon in der ersten Szene schubbern die Spielzeug-Ballons korrekt verortet sanft aneinander, was von den Heights wunderbar wiedergegeben wird. Während der ersten Ballonfahrt kommt dann der erwartete und erhoffte Effekt des ausströmenden Feuers, das man über den Köpfen hört und das den Ballon antreibt (ab 19’56). Das bleibt dann für die Dauer des Flugs praktisch dauerhaft als leicht malendes Geräusch präsent. Richtig klasse ist auch der Helikopter, der nach einer halben Stunde für einen deutschen Film sensationell wuchtig aus den Höhen-Speakern kommt. Man hat sogar auf die Rotoren geachtet, die weiterhin von oben zu hören sind, wenn er schon am Boden steht (32’54). Im Anschluss daran bleibt es zwar eine Weile lang ruhig, doch das liegt vornehmlich am nicht mehr vorhandenen Geschehen. Denn wenn optisch nichts in der Höhe zu sehen ist, dann muss man von dort auch nichts hören. Erst der Drache, den Frank mit der Nachbarin steigen lässt, flattert dann wieder oberhalb der Köpfe (73’30) und auch das Grollen des Gewitters kommt aus allen Speakern. Korrekt verortet ist sogar der anschließende Regen, da er auf die Dachrinne über der Kamera fällt (87’19). Im Finale gibt es dann wieder zahlreiche Sounds von oben, wenn der Ballon das zweite Mal angefeuert wird und auch der Helikopter wieder zum Einsatz kommt. Großartig, wenn die Gasleitung langsam vereisen und es aus den Heights ein Geräusch gibt, das klingt, als puste man über eine Flaschen-Öffnung. Und obwohl es nicht wirklich ultralaute Actionszenen gibt, lebt der Ton eben von seinen ausgewogenen, nuancierten und vollkommen korrekt verorteten Geräuschen.

Bild- und Tonqualität UHD

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Hoffen und Bangen

Ballon wurde komplett digital gefilmt – und zwar mit Kameras vom Typ Arri-Alexa-Mini und Arri-Alexa-Plus. Leider ist nicht bekannt, ob von den resultierenden Aufnahmen ein 2K- oder 4K-Digital-Intermediate erstellt wurde. Integriert wurde allerdings ein erweiterter Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie die höhere Bilddynamik – und zwar im statischen Verfahren HDR10.
Das laufende Bild punktet gegenüber der Blu-ray noch mal mit der feinere Detailauflösung. HDR10 liefert dazu die stimmigeren Kontraste. Selbst wenn der Unterschied im direkten Vergleich nicht weltbewegend ist, das Color Grading nicht bedeutend anders, wirkt das Bild der UHD runder und homogener. Während man über die Blu-ray hier und da das Gefühl hat, Wiesen seien etwas zu gelblich und Gesichter hätten ein wenig mehr Farbe verdient, bietet die Ultra HD einfach die realistischeren Gesichter und die natürlicheren Kontraste. Auch in Innenräumen passen Farben besser. Graue Oberflächen wie die Straßen oder Hauswände kommen neutraler rüber und die Farbdarstellung in bunteren Momenten liefert mehr Differenzierung.

Blu-ray (10’22): (Slider ganz nach rechts): Eine ganz leichte Grüneinfärbung zeigt sich auf den grauen Oberflächen.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD ist sichtbar neutraler und liefert auch mehr Zeichnung auf der Hauswand vorne links.

Blu-ray (55’09): (Slider ganz nach rechts): Auch Gesichter wirken über die Blu-ray etwas kraftlos.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier überzeugt die UHD mit mehr Zeichnung, besseren Schattierungen und etwas gesünderer Gesichtsfarbe.

Blu-ray (28’06): (Slider ganz nach rechts): Wiesen wirken etwas quietschiger mit einem leichten Gelbüberschuss.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD liefert das stimmigere und natürlichere Bild und mehr Differenzierung in den Farben der Wiese.

Blu-ray (67’36): (Slider ganz nach rechts): Die Karte ist ein schönes Beispiel für die weniger ausgeprägten und unterschiedlichen Farben der BD.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Hier zeigt die UHD eindeutig mehr. Mehr an Farben, mehr an Farbschattierung, mehr an Dreidimensionalität und mehr an Farbdifferenzierung.

Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Nimmt man einen Bildausschnitt vom obigen Bild, bleibt die Blu-ray etwas zweidimensionaler und flacher.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die Mischung aus höherer Auflösung und intensiveren Farben und Kontrasten lässt die rot geschraffelte Grenzmarkierung tatsächlich fast greifbar werden. Im Gegensatz zur Blu-ray sind Schriften fetter und die grünen und gelben Farben kommen viel präsenter rüber.

Bonusmaterial

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Zwei Monate Näharbeit

Das Bonusmaterial von Ballon liegt komplett auf der Blu-ray vor. Es beginnt mit dem Featurette „Was für ein Aufwand“, das knapp unter 20 Minuten läuft und relativ ausführlich beschreibt, wie aufwändig die Dreharbeiten waren.
Weitere Featurettes kümmern sich um die Requisiten des Films, die Nachbildung des Ballons und um die Geschichte sowie die Einbindung der Zeitzeugen. Dies vier Hintergrundberichte sind zwar kürzer, vermitteln aber dennoch einen guten Eindruck vom Aufwand der Produktion. Michael Herbig betont immer wieder, wie wichtig es war, dass alle Details stimmten. Unter keinen Umständen wollte er, dass Zeitzeugen ihm vorwarfen, dass da irgendein bayerischer Komiker ein Bild zeigt, wie er sich die DDR so vorstellte. Außerdem war es ihm immens wichtig, die echten Familien einzubeziehen.
Eine B’Roll sowie ein vierminütiges „Making-of“ runden die Extras ab. Letzteres ist allerdings eher ein kommentierter Langtrailer.

Fazit

Michael Bully Herbig ist ein spannender Mix aus Drama und Thriller gelungen, der oftmals Anleihen bei den ganz großen Spannungs-Regisseuren der Filmhistorie nimmt. Hervorragend besetzt und sensationell authentisch ausgestattet staunt man nicht schlecht, wenn der tatsächlich gebastelte/gebaute Ballon in die Luft steigt. Wenn Herbig gute Drehbücher bekommt, darf er von seinen Komödien gerne noch länger etwas Abstand nehmen und weiter im Spannungsfach bleiben.
Die UHD liefert den identisch guten Atmos-Ton, den auch die Blu-ray bietet, punktet darüber hinaus mit mehr Neutraliltät, satteren Kontraste und dem insgesamt besser aufgelösten Bild.
Wer übrigens eine UHD zu Ballon gewinne möchte, der nimmt einfach am Gewinnspiel teil.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 85%
Bildqualität UHD: 90%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene: 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität: 50%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität: 75%


Bonusmaterial: 60%
Film: 90%

Anbieter: Studiocanal
Land/Jahr: Deutschland 2018
Regie: Michael Bully Herbig
Darsteller: Friedrich Mücke, Karoline Schuch, David Kross, Alicia von Rittberg, Thomas Kretschmann, Jonas Holdenrieder
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 125
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: ?? (?? DI)
High Dynamic Range: HDR10
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Studiocanal)

Trailer zu Ballon

BALLON Trailer Deutsch | Jetzt im Kino!

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4 thoughts on “Ballon 4K UHD

  1. Avatar Rüdiger Petersen

    Die Blu-ray sieht fantastisch aus . Bild und Tonwerte sind wie beschrieben auf Top – Niveau. Alles richtig gemacht. So muss bzw. sollte jede Blu-ray aussehen.

  2. Avatar Ronny Nax

    Hallo Timo. Wieder mal eine schöne Rezension. Aber wenn du in deiner Rezension der detailgetreuen Ausstattung des Films folgen willst, dann bitte auch bei deinen Bezeichnungen. Es gab in der DDR keine Betreuerinnen in der Vorschulgruppe. Das waren Kindergärtnerinnen im Kindergarten. Ebenfalls die Bezeichnungen der Läden schmerzt als „Ossi“ ein wenig in meinen Ohren. Supermärkte gab es nicht. Das waren die Kaufhalle oder der Konsum. Der Stoffladen war dann wohl eher der Textilwarenladen. Das ganze aber bitte als Kommentar mit einem Schmunzeln verstehen!

    • Hi Ronny.
      Ich nehme deine Kritik gerne an und auf und auch gerne mit einem Schmunzeln.
      Als 14-jähriger Westdeutscher zur Zeit der Maueröffnung hatte ich in der Tat nie selbst Berührung mit der DDR und bin daher mit den korrekten Bezeichnungen nicht so vertraut. Eine „Betreuerin“ halte ich aber einfach für eine allgemeine Bezeichnung. Als Beruf kann man den „Betreuer“ ja ohnehin nicht bezeichnen. Ich werde aber gerne entsprechende Änderungen vornehmen. 😉

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