Bloodshot 4K UHD

Blu-ray Review

Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH, 04.06.2020
Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH, 04.06.2020

OT: Bloodshot

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Marionette

Vin Diesel gibt den nanotechnologisch verbesserten Supersoldaten.

Inhalt

NOCH am Leben

Ray Garrison ist Soldat der U.S. Marine. Als solcher hat er vor Kurzem erfolgreich eine Rettungsoperation in Mombasa geleitet. Nun macht er zur Entspannung Ferien mit seiner Frau Gina. Doch die Ruhe währt nicht lange. Vor Ort wird das Ehepaar von Martin Axe, dem Anführer einer Söldner-Truppe, entführt. Weil Axe bestimmte Informationen aber nicht aus Garrison raus bekommt, tötet er ihn und Gina. Das jedenfalls war Rays letzter Gedanke, letzte Erinnerung. Denn plötzlich wacht er wieder auf. Ins Leben geholt von Dr. Emil Harting, dem Chef der RST Corporation. Garrison ist aber nicht nur wieder am Leben, sondern auch noch verbessert. Die Nanotechnologie, die RST normalerweise nutzt, um versehrten Kriegsverletzten zu helfen, werkelt nun in Ray und macht in zu einem Supersoldaten, dessen Verletzungen im Nu heilen. Als Ray sich an Gina erinnert, setzt er nun alles daran, Axe ausfindig zu machen und sich zu rächen. Das Problem dabei: Harting hat durch die Nanobots Rays Körper und Geist vollkommen unter Kontrolle …

Auferstanden von den Toten

Das erste Quartal 2020 wird Vielen nicht in guter Erinnerung bleiben. Einige werden aufgrund der Krise, die ein kleines Virus ausgelöst hat, Angehörige oder Freunde verloren haben. Andere möglicherweise ihre Arbeitsstelle. Für viele Gewerbe ist diese Krise noch immer lebensbedrohlich. So auch für das Kino und die Filmverleihe. Aufgrund der fast weltweiten Schließung von Lichtspielhäusern wurden weit über 100 Filmstarts verschoben und ähnliche viele laufende Produktionen wurden auf Eis gelegt, bevor sie irgendwann nach dem Ende der weltweiten Beschränkungen wieder fortgesetzt werden können.
Jetzt kann man Filme, die noch nicht angelaufen sind, relativ einfach verschieben. Was aber mit den Titeln, die erst kurz vor der weitreichenden Schließung überhaupt ins Kino gelangten und dort ihre übliche Kraft nun nicht entfalten können?
Die Filmverleihe suchten Alternativen und fanden sie.
Sony Pictures Entertainment wertete Bloodshot bereits drei Wochen nach dem offiziellen Deutschlandstart (05.03.2020) und etwa 14 Tage nach dem US-Start (13.03.2020) per Video on Demand aus. Kein Wunder, dass dieser Weg gesucht wird, denn mit einem weltweiten Einspiel von 24 Mio. Dollar bei 45 Mio. Dollar Produktionskosten stand ein großer Flop zu befürchten.
Ob das mit den VoD-Einnahmen nun bereits abgewendet werden konnte, ist fraglich. Gut zweieinhalb Monate sind wiederum vergangen und Bloodshot erscheint nun fürs Heimkino auf Disk(s).

KT wirkt unschuldiger als sie ist

Natürlich darf man die Frage stellen, ob der Flop nicht auch dann unvermeidbar gewesen wäre, wenn der Film im Kino seine volle Auswertung erhalten hätte. Denn, formulieren wir es mal höflich: Bloodshot ist ziemlicher Trash. Unterhaltsamer Trash, bisweilen. Gut getrickster Trash, mitunter. Aber eben Trash.
Wäre es nicht an Vin Diesel, hätte man sich die Kinoauswertung vermutlich ohnehin gespart.
Neben den Action-Vielsehern und den Trashfans ist der Film aber dennoch für eine ganz bestimmte Zielgruppe interessant: Die Comic-Fans.
Denn Bloodshot basiert auf dem gleichnamigen Comic(Helden) aus dem Valiant Verlag. Tatsächlich plante man sogar einige Filme mit Charakteren von Valiant, die man später sogar in einem gemeinsamen Film auftreten lassen wollte. Nun steht aber zumindest in den Sternen, ob es das geplante Sequel geben wird und ob Paramount die übertragenen Rechte für die Verfilmung von Harbinger (dem zweiten geplanten Film aus dem Valiant-Universum) überhaupt nutzen wird.
Bloodshot ist in erster Linie ein Vin-Diesel-Vehikel geworden. Der fleischmützige Hauptdarsteller darf seinen wuchtigen Körper angereichert mit CGIs in zahlreiche Kämpfe werfen und dabei lockere Sprüche von sich geben. Das ist soweit nichts Neues. Und das gilt auch für die Story. Von vorne bis hinten ohne jede Überraschung (schon gar nicht, was die Bösewichte angeht) erzählt das Regiedebüt von Dave Wilson die altbekannteste unter den altbekannten Geschichten über Superhelden und ihre „Erschaffer“.

Dr. Hartin herrscht über die Nanots

Vielleicht wäre das Ganze anders geworden, wenn die zunächst geplanten Regisseure Stahelski und Leitch das Dirigieren übernommen hätten. Immerhin hatten die Zwei in John Wick gemeinsam Rachefilm-Erfahrung gemacht und Leitch ist mit Deadpool 2 sowie Atomic Blonde auch ziemlich erfahren im Bereich von Comics und Graphic Novels. Doch hätte, wenn und aber zählen nicht, weil’s doch anders gekommen ist.
Wilson hat aber etwas auf der Habenseite: Der Visual Effects Experte (unter anderem für Avengers: Age of Ultron) kann Action inszenieren. Wenngleich die entsprechenden Szenen über die Gesamtlaufzeit von 110 Minuten etwas rar gesät sind, machen diese durchaus Spaß – visuell und handwerklich.
Denn gerade die gezielt und nicht überstrapaziert eingestreuten Super-Slow-Motions passen hervorragend zum Thema des Supersoldaten. Choreografie und Inszenierung haben Drive und funktionieren prächtig. Für Abwechslung sorgt dann die Verfolgungsjagd nach rund 75 Minuten, die um die Fähigkeiten zweier weiterer Nano-Soldaten ergänzt wird.

Auch so ein geupdateter Soldat

Begleitet wird die Action auch von erstaunlich gelungenen VFX. Denn für ein 45-Mio.-Dollar-Budget ist durchaus beachtlich, wie man die Nanotechnik in Garrisons Körper visualisiert hat. Gerade wenn sich sein Körper regeneriert, ist das hübsch animiert. Auch die angesprochenen Zeitlupen-Aufnahmen, in denen seine Körperteile verletzt und weg gefetzt werden, hat man schick visualisiert.
Was wiederum sehr schade ist: Bloodshot macht seinem Namen auf einer zweiten Ebene keine Ehre: Er ist blutarm.
Im Dienste einer PG-13-Einstufung in den USA hat man deutlich weniger Blut integriert als die zackigen Actionszenen ermöglicht hätten.
Das größte Manko aber sind die durchweg blassen Figuren. Zu keiner Zeit fiebert man mit einer von ihnen mit – auch nicht mit Ray. Und wenn Potenzial dazu gewesen wäre, einen Fiesling effektiv zu nutzen (Toby Kebbel als Killer) lässt man ihn in einem Moment als extrovertiert-psychopathischen Typen durch abgehängtes Fleisch tänzeln, um ihn in der nächsten Szene als weinerlichen Winsler zu porträtieren. Auch die weiteren Nebenfiguren werden hastig und oberflächlich charakterisiert. Keiner bleibt wirklich hängen. Einzig Guy Pearce überzeugt, ist allerdings durchweg unterfordert – vor allem auch von einem Drehbuch, das bemüht eine Wendung verkündet, die am Ende aber auch nicht wirklich mit Fundament gefüllt wird.

Wehe er lässt die Nanots los
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Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 04 Jun 2020
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Bild- und Tonqualität BD

Noch so einer

Bloodshot wurde in der Postproduktion heftig nachbearbeitet. Helle Bereiche überziehen teils drastisch und überstrahlen mit einem metallischen Look. Von Beginn an muss man zudem mit einem teils ins Gelbgrüne gehenden Color Grading leben. Das sieht bisweilen schon sehr gewollt nach Michael-Bay-Film aus. Auch die häufigen Lens-Flare-Effekte hat sich Wilson bei den berühmten Regie-Kollegen abgeguckt.
Fast überzeugend hingegen ist die Bildruhe, die zunächst keinerlei Körnung offenbart – zumindest bis zur Schlafzimmerszene, die nach 6’05 plötzlich massives Rauschen auf den Hintergründen offenbart. Ganz schlimm (also wirklich schlimm!) ist die nächtliche Ansicht auf Budapest nach 32’13. Was hier im Himmel an Farb- und Rauschartefakten unterwegs ist, ist aufgrund der eingesetzten (hochwertigen) Kameras mehr als ärgerlich.
In der Unterwasser-Szene gibt’s außerdem ab 25’16 leichtes Banding. Allerdings ist das weniger stark ausgeprägt als man von ähnlichen Sequenzen sonst schon mal gewohnt ist. Besser als im apple-4K-Stream schlägt sich die Blu-ray allerdings durchweg – gerade in puncto entsprechender Kompressionsprobleme.
Wenn mal nicht der Gelbgrün-Filter zuschlägt, werden Farben schön lebhaft und authentisch reproduziert, allerdings saufen im Dunklen auch ein paar Details ab (7’00). Kontrastreich und richtig knackig sind die Bilder in Hartings Labor. Vor allem Gesicht, Haare und roter Lippenstift von Eiza González kommen richtig knackig rüber (20’05). Close-ups sind zudem oft ansprechend scharf.

Bei KT ist unklar, auf wessen Seite sie steht

Beim Sound für die Blu-ray liefert Bloodshot für beide Sprachen dts-HD-Master. Und beide Spuren sind wirklich wunderbar räumlich geworden:
Nicht nur der getriebene Score, sondern vor allem die Shoot-outs zu Beginn werden sehr effektvoll darstellt und während der Super-Slowmotion-Aufnahmen geht es auch mal dynamisch in den Keller (2’14). Auch die Faustschläge beim nächtlichen Angriff auf Ray sitzen. Im Gegensatz zum Dolby-Digital-Sound, der bei der VoD-Veröffentlichung über apples iTunes verfügbar war, klingen auch hier die Obertöne exakter und es wirkt nicht so dumpf.
Im Gegenteil kommen die Geräuscht, die bei den Aktionen der Nanots entstehen sehr fein zum Gehör (37’19, 86’40).
Geht es in die Superzeitlupen, kommt noch mal mehr Tiefton hinzu und das MP-Feuer nach 38’17 ist wirklich klasse vertont.
Hier und da hätte man vielleicht noch mal einen Bass-Sweep einbauen können, wenn Ray in Zeitlupe Gegner über den Kopf schleudert, aber auch so ist das ein sehr guter und viel Spaß produzierender Soundtrack, der im Showdown beim Fight am Aufzug noch mal richtig aufdreht.

Bild- und Tonqualität UHD

Kann Wilfred helfen?

Bloodshot wurde mit der High-End-Digital-Filmkamera Panavision Millenium DXL2 gedreht . Diese nimmt mit einer Auflösung von 8K auf, was für das Kino-DI auf ein natives 4K gebracht wurde. Auf die UHD kam das Ganze also ebenfalls auf einem 4K-DI basierend und wurde ergänzt um statisches HDR10 und einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum.
In der Praxis bleibt der Film natürlich auch über die UHD stark bearbeitet und stilisiert. Das extrem farbige Color Grading zu Beginn wirkt dadurch noch beeindruckender und plastischer.
Gleiches gilt für die postkartenartigen und in Goldgelb-Braun getauchten Landschaftsaufnahmen nach dem Intro. Die italienische Bucht lockt mit nochmals schönerem Sonnenuntergang und kräftigeren Farben im Meer.
Die in Rot getauchten Szenen während des Fights im Tunnel profitieren vom erweiterten Farbraum und erscheinen noch etwas kräftiger.
Wenn die Schärfe gut ist, ist die native 4K-Auflösung zudem deutlich sichtbar. Ob das Details auf Gesichtern sind oder Feinheiten in Farbrikhallen – man sieht einfach wesentlich feinere Abstufungen und profitiert von ruhigeren, besser abgegrenzten Konturen.
Das Rauschverhalten in den oben bei „Bildqualität Blu-ray“ angesprochenen Szenen ist etwas besser, was aber auch daran liegt, dass der Film dunkler abgemischt ist und es deshalb nicht ganz so auffällig erscheint. Die Banding-Probleme in der Poolszene nach etwas über 25 Minuten sind nach wie vor sichtbar, wenn auch schwächer.
Immer noch schlecht ist der Himmel über Budapest bei 32’13. Allerdings könnte hier der Grund liegen, warum es über die Blu-ray so besonders furchtbar erscheint. Denn die UHD ist hier dunkler und wirkt, als wäre sie „natürlich“ dunkel. Also so, wie die Kamera es sah. Im direkten Vergleich erscheint es, als hätte man die BD durch ein Aufhellen in deren massives Farbrauschen geschickt. Wie es auch ist: Es sieht nicht schön aus (siehe Screenshots).

Blu-ray (32’11): (Slider ganz nach rechts): Fangen wir mit dem Negativen an. Hier liegt die Belichtung korrekt auf dem Himmel im Hintergrund, der vor lauter (Farb)Rauschen im laufenden Bild noch schlimmer aussieht als auf dem „eingefrorenen“ Screenshot.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD sieht zwar etwas besser aus, dies aber vornehmlich durch die dunklere Abstimmung.

Blu-ray (32’11): (Slider ganz nach rechts): Nimmt man sich den Himmel im Ausschnitt, sieht es noch schlimmer aus.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier hat die UHD die Nase vorn. Doch auch hier sieht das alles andere als hübsch aus.

Blu-ray (5’22): (Slider ganz nach rechts): Schon die Blu-ray ist stark gefiltert.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Über die UHD wirkt’s noch mehr nach Urlaub und erscheint noch dramatischer.

Blu-ray (5’09): (Slider ganz nach rechts): Ein ähnliches Bild hier.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier liefert die UHD noch mehr Kontrast und Farb-Nuancen im Felsmassiv.

Blu-ray (19’22): (Slider ganz nach rechts): Eine der Szenen, die schon über die BD sehr dynamisch wirkt.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD hat bereits mehr Details auf den Lippen, wirkt insgesamt noch knackiger und zeichnet im hellen Hintergrund noch besser/dreidimensionaler durch.

Blu-ray (32’44): (Slider ganz nach rechts): Ein Blick in die Fabrikhalle zeigt leichte Unterschiede schon aus der Totalen in der Auflösung und ebenso in der Kontrastdynamik.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Über die UHD kommt das insgesamt dreidimensionaler und plastischer rüber.

Blu-ray (32’44): (Slider ganz nach rechts): Nehmen wir uns einen Bildausschnitt, wird der Auflösungsunterschied noch deutlicher.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Während die BD die Lamellen zumatscht, zeigt die Ultra-HD sie klar definiert.

Wenn die Nanots aktiv sind, bleibt pure Verwüstung übrig

Wie bei Sony oft üblich, bleibt es zwar bei dts-HD-Master fürs Deutsche auf der UHD, doch der O-Ton erhält eine Dolby-Atmos-Spur. Während dieser auf der regulären Ebene bereits etwas offener klingt und bei den starken Tiefbassattacken.
So gibt’s die dramatischeren Elemente der Filmmusik von Beginn an auch aus der Höhe und in der engen Atmosphäre des ersten Schauplatzes hallen auch Stimmen mal von oben wider.
Der Hubschrauber nach etwas mehr als vier Minuten lässt seine Rotoren von den Heights erklingen und das Ausschalten des Lichts direkt vor der Titelsequenz hinterlässt ebenfalls akustischen Eindruck. Die Kamerafahrt durch die Arbeit der Nanots hätte man nach etwas über 19 Minuten allerdings noch deutlicher mit 3D-Sounds belegen können. Immerhin bewegt sich das Auge mitten durch deren Tätigkeit hindurch. Der bis dato längste und coolste Effekt aus den Höhen-Speakern kommt dann nach 28’32, wenn Ray die Stimmen in seinem Kopf hört. Hier wandern Musik und Sounds quer über alle vier Deckensprecher und wieder zurück. Auch im Nachgang hört er immer wieder Stimmen in seinem Kopf, die über die Höhen-Ebene hinzu addiert werden. Wenn’s dann im Tunnel kracht, hört man es Quietschen und krachen. Es splittert Glas und man wähnt sich mitten im Geschehen. Während der Kämpfe fetzt dann schon mal ein Schuss über die Köpfe hinweg. Allerdings wär’s dann schon cool gewesen, wenn man während der Super-Slowmo-Sequenz mehr dreidimensionale Sounds auf die Heights gelegt hätte. Schon alleine aufgrund der Zeitlupe und den sehr innovativen Geräuschen. Hier hört man dann leider „nur“ den Score.
Später klingt dann Diesels Stimme von den Heights, wenn er über die Entfernung mit Harting kommuniziert. Nach 61’50 gibt’s dann erstmals ein offensiveres Geräusch der Nanots im Körper und bei 75’10 poltern die Laufprothesen auf ein Autodach. Während der virtuellen Holodeck-Demonstration von Harting gibt’s dann noch mal schön aktive Heights und im finalen Fight innerhalb des Aufzugsystems hört man es zusätzlich zu intensiv splitterndem Glas schon mal quietschen und knarzen. In Summe ist es aber dann doch etwas dürftig, was der Film hier an 3D-Akustik bereit hält.

Bloodshot  (4K Ultra HD) (+ Blu-ray 2D)
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Format: Blu-ray
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Bonusmaterial

Wenn Supersoldaten aufeinander treffen

Das Bonusmaterial von Bloodshot ist überschaubar ausgefallen. Auf der Blu-ray warten entfallene und erweiterte Szenen inklusivem einem alternativen Ende. Dazu gibt’s noch Outtakes und Pannen.
In „Die Regie von Bloodshot“ geht man unter anderem auch auf die Comicbook-Herkunft der Titelfigur ein und darauf, wie Regisseur Dave Wilson das für sich umsetzen wollte. Auch auf die Effektarbeit wird Bezug genommen. „Der Cast von Bloodshot“ kümmert sich dann für rund elf Minuten um die Darsteller und deren Verkörperung der Filmfiguren. Alles in allem nicht gerade sonderlich viel Material.

Fazit

Bloodshot ist ein lupenreines Hirn-aus-Film-an-Werk. Das Drehbuch ist weder innovativ, noch überraschend oder durchweg schlüssig. Die Sprüche kommen irgendwo aus den 80ern und Vin Diesel hat lange schon nicht mehr so lustlos agiert. Sieht man über all das weg, gibt’s ein paar ziemlich rasante und cool inszenierte Kampfszenen und die Robo-Action erinnert schon mal an ein PC-Spiel. Weil das fürs vorhandene Budget visuell gelungen umgesetzt wurde, kann man das für zwischendurch mal machen, hat es aber genauso schnell wieder vergessen.
Die UHD lässt die Probleme der Blu-ray mit teils heftigen Rauschattacken und ein paar deutlichen Banding-Momenten etwas weniger auffällig erscheinen, weshalb sie in Summe die bessere Wahl ist. Frei von Problemen ist sie aber ebenfalls nicht. Klasse ist der deutsche dts-HD-Master-Sound, der wirklich Druck liefert und sehr räumlich agiert. Die englische Atmos-Fassung ist auf der regulären Ebene noch etwas offener, verschenkt „obenrum“ aber Potenzial.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 75%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 90%
Tonqualität BD (Originalversion): 90%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 90%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 50%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 60%

Bonusmaterial: 40%
Film: 60%

Anbieter: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH
Land/Jahr: USA 2020
Regie: Dave Wilson
Darsteller: Vin Diesel, Eiza González, Sam Heughan, Toby Kebbel, Guy Pearce
Tonformate BD: dts-HD-Master 5.1: de, en
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // dts-HD-Master 5.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 110
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: © 2020 COLUMBIA PICTURES INDUSTRIES, INC., BONA FILM INVESTMENT COMPANY (PACIFIC RIM, USA) AND CROSS CREEK BLOODSHOT HOLDINGS, LLC. ALL RIGHTS RESERVED. BLOODSHOT IS A REGISTERED TRADEMARK OF VALIANT ENTERTAINMENT LLC.)

Trailer zu Bloodshot

Bloodshot - HD Trailer
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6 thoughts on “Bloodshot 4K UHD

  1. Avatar Ess.

    Super Seite! Weiter so! Aber David Leitch hatte nicht wirklich was mit dem ersten Deadpool zu tun. MfG

    • Ahoi Ess.
      Absolut korrekt. Gut aufgepasst. Da gingen die Pferde mit dem Autor durch.
      Ich hab’s korrigiert 😉

  2. Avatar Andreas Pump

    Ja, das erste Drittel des Films war storytechnisch echt zum fremdschämen. Ich glaube Vin hat teilweise auch gar nicht geschauspielert, er hat einfach nur mal nett in die Kamera gelächelt, wo er schon mal am Set war 🙂

    Die letzten zwei Drittel haben mir doch recht gut gefallen. Auch das Bild war OverAll als gut zu bezeichnen. Mal abgesehen von den kurzen banding Passagen. Auf 120hz mit BFI bestimmt ein Augenschmaus…

    MfG

  3. Avatar Michael

    Hatte den gleichen Eindruck von dem Film. An dem Tag wollte ich einfach nur tumbe CGI-Schlacht, und das habe ich bekommen, aber über Sinnhaftigkeit darf man nicht nachdenken (das Video dazu aus der „Everything wrong with…“ – Reihe auf YouTube ist sehr witzig). Dass der Film aber floppte, ist nachvollziehbar, und ich würde sogar soweit gehen, dass das nicht trotz, sondern wegen Diesel der Fall war. Dass der Mann jetzt kein Weltklassemime ist, weiß man, aber in dem Film wird es einem sehr schmerzlich in die Netzhaut gehämmert.

  4. Avatar Peter

    Danke für die Rezension!
    Ich persönlich fand die Effekte aber alles andere als „erstaunlich gelungenen VFX“. Vor allem am Ende mit dem Lift-Kampf, sah das alles sehr billig aus. Auch ansonsten fand ich den Film wenig unterhaltsam.

    • Mit den „erstaunlich gelungenen VFX“ beziehe ich mich (in Anbetracht des eher geringen Budgets) vor allem auf die Tricks mit den Nanots. Auch die VFX während des Fights im Tunnel dürfen als gelungen gelten. Jene während des Kampfs auf dem Lift, da gebe ich dir Recht, sind eher mies.

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