Das Gesetz der Rache 4K – Director’s Cut UHD

Blu-ray Review

Birnenblatt, 27.04.2023
Highlight Communications, 20.07.2023

OT: Law Abiding Citizen

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Die Kunst des Machbaren

Der Rache-Actioner mit Gerard Butler erscheint in drei Mediabooks und einem Digipak vorab bei Birnenblatt.

Inhalt

Liebender Familienvater

Clyde Shelton lebt ein ruhiges, bürgerliches Leben mit Frau und Kind. Er handwerkt gerne und schaut seiner Tochter beim Großwerden zu. Eines Tages jedoch öffnet er die Haustüre und wird augenblicklich mit dem Knüppel zu Boden geschlagen. Dort fixiert muss er mit ansehen, wie Clarence Darby, einer der beiden Eindringlinge, seine Frau und Tochter tötet. Tatsächlich kann man die beiden Täter kurz darauf ausfindig machen und vor Gericht stellen. Allerdings schließt Darby einen Deal mit Staatsanwalt Nick Rice ab. Das Resultat: Der zweite Beteiligte, Rupert Ames, wird zum Tode verurteilt, Darby bekommt nur drei Jahre Knast. Zehn Jahre nach der Tat wird an Ames die Todesstrafe per Giftspritze verhängt. Allerdings läuft etwas schief. Der Delinquent schläft nicht friedlich ein, sondern erleidet Höllenqualen nach Verabreichung der Dosis. Offenbar wurde das Serum ausgetauscht. Nachdem die Polizei Darby verdächtigt, sucht sie diesen auf. Ein anonymer Tipp sorgt jedoch dafür, dass Clarence fliehen kann – nur um vom Regen in die Traufe zu kommen. Denn der Tipp kam von Shelton, der auch das Serum der Giftspritze ausgetauscht hatte. Clyde tötet Darby auf bestialische Weise und wird kurz darauf für diese Tat verhaftet. Doch damit ist sein Plan noch lange nicht zu Ende gespielt …

Ein verhängnisvoller Deal …

Ein Mann sieht rot, Spiel mir das Lied vom Tod, Kill Bill, John Wick, The Revenant, Oldboy – der Rachefilm hat eine lange Historie in Hollywood. Vom Western über das Drama bis hin zum Actioner und dem Subgenre des Rape&Revenge zieht sich das in der Gesellschaft zu Recht unter Strafe gestellte Motiv durch Filme jeglicher Coleur. Gut ist, wenn man die Abstraktion zwischen Film und Realität hinbekommt. Dann kann der Rachefilm als Katharsis funktionieren. Man kann also seine eigenen Emotionen dieses Thema betreffend über den Film kanalisieren und abreagieren. Denn: Wer von uns hat nicht schon mal einen kurzen Moment daran verschwendet, einen anderen Menschen für wasauchimmer in die Hölle zu wünschen. In fiktiven Werken darf man das. In fiktiven Werken passieren aber auch oft Dinge, die glücklicherweise im realen Leben sehr selten sind – immerhin muss/soll der Zuschauer direkt zu Beginn ausreichend emotionalisiert werden, um den folgenden Rachefeldzug des Protagonisten oder der Protagonistin nachempfinden zu können. Das Problem ist, dass zahlreiche Filme, die in die Rachekategorie fallen, die zur Schau gestellte Selbstjustiz verherrlichen und/oder rechtfertigen. Nicht selten gehen sie zynisch mit der Gesellschaft um und sind/waren mindestens ebenso oft Propagandafilme für das Recht auf Waffenbesitz. In Ein Mann sieht rot wird der von Charles Bronson dargestellten Figur vor Augen geführt, dass dessen ursprüngliche liberale Einstellung am Ende realitätsfremd war und man mit der Waffe in der Hand die Straßen effektiver vom Abschaum befreien kann als Recht und Ordnung es vermögen. Mitunter durchaus bewusst kontrovers angelegte Filme dürfen zur Diskussion anregen – dann haben sogar die schwächeren und allzu selbstzweckhaften Vertreter unter ihnen noch einen Sinn.

… der nicht gut ankommt

2009 lieferte F. Gary Gray mit Das Gesetz der Rache seinen Beitrag zum beschriebenen Genre – nicht den ersten, wohlgemerkt. Denn er hatte sechs Jahre zuvor bereits Vin Diesel eine Schneise durch mexikanische Drogenbarone schlagen lassen. Was man seinem mit Gerard Butler und Jamie Foxx besetzten Film zugute halten muss, ist die Tatsache, dass er geschickt mit den Emotionen des Publikums spielt und diesem dadurch auch den Spiegel vorhält. Die Tatsache, dass man sich ganz klar bewusst über Sheltons außergesetzliche Aktionen ist, ihn dennoch insgeheim unterstützt, während sich der Film durchaus gegen Selbstjustiz wendet, darf ein unangenehmes Gefühl verursachen. Man darf sich hier ruhig mal die Frage stellen, welche Instinkte da angesprochen werden und wie man diese bewusst reflektieren kann. Gray macht es sich allerdings etwas zu einfach, wenn er das juristische System der USA (sowie die Deals unter Anwälten und Tätern) plakativ und arg oberflächlich kritisiert. Dass es Shelton außerdem nicht reicht, einen der Täter per Giftspritze exekutiert zu sehen und er ihn stattdessen auch noch Höllenqualen leiden lässt (Auge um Auge, wie die Bibel schon sagt), ist durchaus zynisch. Je länger der Film dauert, desto größere Ausmaße nimmt er allerdings an, verlässt sein „simples“ Rachemotiv weitgehend und wechselt in ein globaleres Geschehen, das eher Anarchie und Chaos auslöst, als die Rache an ein paar Verantwortlichen. Spätestens dort verlässt Das Gesetz der Rache auch jeden noch so kleinen Pfad der Logik und wirft selbige komplett über den Haufen. Was folgt ist ein Actionthriller nach Katz- und Maus-Prinzip, der sich ganz auf seine beiden Hauptdarsteller konzentriert. Butler, der zunächst als Staatsanwalt Rice agieren sollte, gibt hier den einsamen Rächer mit Terrorfantasien und variiert eigentlich nur ein wenig seine Leonidas-Rolle aus 300. An Jamie Foxx ist es, den kritischeren Spagat aus Sympathie für Sheltons Taten und Verfolgung des Rechts-Weges zu meistern. Das gelingt ihm relativ glaubwürdig, wobei er in der Folge deutlich bessere Leistungen abliefern konnte. Der Director’s Cut, der hier auf beiden Disks vorliegt, läuft knapp zehn Minuten länger und zeigt noch ein paar der brutalen Szenen des ohnehin schon nicht zimperlichen Films ausgedehnter.

Preis: 19,99 €
(Stand von: 2024/04/13 9:22 pm - Details
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5 neu von 19,99 €0 gebraucht
Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 20 Jul 2023
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Bild- und Tonqualität BD

Täter #1 stirbt einen qualvollen Tod

Da Gesetz der Rache seinerzeit analog gefilmt wurde, ist die Blu-ray sehr deutlich geprägt von der körnigen Struktur des Filmmaterials. Das hat man damals glücklicherweise nicht radikal aus dem Material gefiltert, was hier lobend erwähnt sein soll. Und wo keine Rauschfilterung zum Einsatz kam, gibt’s in der Regel auch keine Nachschärfung. Das Bild repräsentiert also recht authentisch das, was ursprünglich an der Quelle vorhanden gewesen ist. In puncto Kontrast gibt’s hier und da Szenen, die etwas satteres Schwarz haben dürften. Farben sind fast durch die Bank etwas entsättigt und der Film hangelt sich generell sehr an einer eher kühlen, gräulichen Farbpalette entlang. Lediglich einige Innenraumszenen haben eine etwas wärmere Stimmung. Die Schärfe ist in Close-ups ordentlich, lässt in Halbtotalen aber nach. Vogelperspektiven von Städten liefern nur bedingt zufriedenstellende Detailtiefe. Ein Problem der BD ist allem das Encoding, das nie wirklich homogen und sauber arbeitet. Uniforme Oberflächen weisen meist keine saubere Körnung auf und leiden immer wieder unter matschigen Anteilen (16’40). Der Pelzkragen von Clarence‘ Jacke weist unschöne Spitzen auf, die das Encoding nicht gut abbilden kann.

Täter #2 geht’s kaum besser

Die bisherige Blu-ray von Gesetz der Rache kam mit einer DTS-HD-High-Resolution-Tonspur für beide Sprachen. Diese sind auf 2.0 Mbps festgedengelt, was man allerdings nicht als hörbar verlustbehaftete Kompression wahrnimmt. Der Unterschied zu einer verlustfreien Tonspur ist vernachlässigbar. Zumal der Film noch aus einer Zeit stammt, als Blu-rays noch nicht auf weiter Strecke in ihrer Dynamik beschränkt wurden. Und so beginnt es beeindruckend, wenn die Hiebe des Baseballschlägers wuchtig und druckvoll in Sheltons Körper versenkt werden. Auch Butlers Synchronstimme hat viel Volumen und legt sich harmonisch-warm auf den Center. Wenn nach etwas über 22 Minuten die ersten Schüsse fallen, werden auch die satt ins Heimkino transportiert. Nach 53’20 donnert ein Helikopter ziemlich geräuschvoll und dynamisch durch den Raum. Referenz-Moment ist aber die krasse Ballerei auf dem Friedhof mit der anschließenden Explosion ab Minute 87. Hier gerät der Ton zum echten Feuerwerk.

Preis: 10,95 €
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7 neu von 10,95 €0 gebraucht
Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 07 May 2020
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Bild- und Tonqualität UHD

Shelton stellt das Rechtssystem der USA bloß

Gesetz der Rache wurde 2009 nicht digital gedreht, wie man annehmen könnte, sondern analog. Zum Einsatz kamen Die Arricam LT und ST sowie die Arriflex 435 – entsprechend handelt es sich natürlich um 35-mm-Filmmaterial, das hier genutzt wurde. Damals natürlich mit einem 2K-DI finalisiert, hätte man hier eine komplette Neubearbeitung vornehmen müssen (analog bspw. zu Pakt der Wölfe). Dies ist nicht geschehen, sodass wir es mit einem 2K-DI-Upscale zu tun haben. Das muss aber nicht zwingend schlecht sein, wenn’s gut/sorgfältig gemacht wurde. Das HDR-Grading/-Mastering (HDR10, HDR10+ und Dolby Vision) wurde von FF Pictures vorgenommen. Dort musste man natürlich mit dem zugrundeliegenden 2K-Master zurechtkommen und konnte kaum aus dem Vollen schöpfen. Aus diesem vorhandenen Material ein gutes HDR-Grading zu produzieren, ist eine Herausforderung, die an dieser Stelle aber sichtbar nicht als Direct-Mapping realisiert wurde. Die Bilddynamik ist deutlich erhöht worden. Spitzlichter und helle Bildanteile leuchten erkennbar stärker (33’36), dunkle Anteile sind satter. Man beachte mal die Lichtreflexion in der Iris der Richterin bei 45’48. Hier wird deutlich, dass viele andere Gradings solche Spitzlichter nicht nutzen. Insgesamt ist der Kontrast wesentlich dynamischer und steiler. Das mag vom Look her nicht jedem gefallen, allerdings wurde hier mal etwas Progressivität in ansonsten oft „langweilige“ HDR-Gradings von Filmen mit ähnlichen Voraussetzungen gebracht. Versumpfungen im Schwarz gibt’s nicht, was dafür spricht, dass man trotz der Progressivität des Gradings darauf geachtet hat, nicht grundlos über die Stränge zu schlagen. Dem Film steht der Look erstaunlich gut, weil er das eh schon bewusst stark körnige Geschehen noch etwas schmuddeliger wirken lässt. Wer es lieber ein wenig harmonischer haben möchte, der wechselt oder nutzt (so vorhanden) Dolby Vision. Bedingt auch durch die unterschiedlichen Presets eines jeden TVs ist die Kontrastierung in dunklen Bereichen etwas weniger steil, während Highlights nach wie vor zackig rüberkommen. Farben sind grundsätzlich etwas kräftiger – das gilt bspw. für die Messingbeschläge im Gerichtssaal. Hauttöne erhalten derweil einen etwas satteren braunen Teint, holen den leichten Gelbanteil heraus, was besonders Jamie Foxx gut steht (79’33). Überdies ist das Encoding wesentlich besser. Besonders auf helleren uniformen Oberflächen ist die Filmkörnung deutlich gleichmäßiger und homogener (weiße Wand bei 16’40). Dadurch ist auch die stuckartige Verzierung neben der Bühne dreidimensionaler und trotz nicht vorhandener 4K-Auflösung etwas schärfer. Im Menü gibt’s übrigens nicht viel zu entdecken. Außer dem Audio-Untermenü findet sich nur die Taste für „Filmstart“. Eine Kapitelanwahl wurde auch hier eingespart. Und die Extras sind nur auf der alten Blu-ray.

Blu-ray (6’46): (Slider ganz nach rechts): Es gibt zahlreiche recht dunkle Szenen im Film.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Gut zu sehen, auch wenn HDR in den Screenshots nicht wiedergegeben werden kann: Die Spitzlichter haben mehr Punch.

Blu-ray (16’40): (Slider ganz nach rechts): Auch im zweiten Vergleichsbild gut zu sehen:
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray hebt die hellen Bildanteile sichtbar an und wirkt dadurch wesentlich dynamischer.

Blu-ray (16’40): (Slider ganz nach rechts): Schauen wir uns die Wand näher an, sieht man, wie deutlich die Blu-ray mit dem Encoding kämpft. Weiche Teilbereiche vermatschen das Korn. Auch die angedeutete Säule leidet darunter.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray ist trotz fehlender 4K-Auflösung hier souveräner und wirkt durch das wesentlich bessere Encoding detailreicher.

Blu-ray (19’04): (Slider ganz nach rechts): Die deutlich in den Farben gefilterte Sequenz während der Exekution hat über die Blu-ray schon ein sehr einprägsames Bild.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray hebt die Kontraste aber sichtbar an. Highlights strahlen, der Hell-Dunkel-Kontrast wird intensiviert. Schwarzwerte sind satter.

Blu-ray (79’33): (Slider ganz nach rechts): Während der dunkleren Szenen ist Jamie Foxx‘ Gesicht etwas flach im Kontrast.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier hebt die UHD Blu-ray mit ihrem HDR-Grading sichtbar an. Die Haut ist satter braun, die Highlights stechen hervor.

Blu-ray (88’00): (Slider ganz nach rechts): Im Falle von Feuer bei Explosionen wird der Unterschied noch mal sehr deutlich.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray lässt die Flammen dynamischer lodern, ohne zu übersteuern. Da ist schlicht mehr Dynamik im Bild.

Keine Änderung beim Ton. Die UHD Blu-ray enthält die identischen DTS-HD-High-Resolution-Fassungen, die auch über die Blu-ray anwählbar sind.
Preis: 19,99 €
(Stand von: 2024/04/13 9:22 pm - Details
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Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 20 Jul 2023
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Bonusmaterial

Welchen Deal will er heute mit Rice abschließen?

Zunächst einmal gibt’s Die 4K UHD Blu-ray vorab nur von Birnenblatt, bevor dann im Juli auch Highlight Communications das reguläre Amaray nachschieben wird. Birnenblatt bietet die Auswahl aus drei Mediabooks und einem Digipak. Letzteres ist auf 2000 Stück limitiert, die jeweiligen Cover A, B und C der Mediabooks auf 555 Stück. Das Bonusmaterial liegt auf der Blu-ray, nicht auf der UHD Blu-ray vor. Enthalten sind die altbekannten Featurettes „Das Rechtssystem“, „Die Entwicklung der visuellen Effekte“ und ein Blick hinter die Kulissen. Dazu gibt’s das kurze Making-of und Interviews mit Butler, Foxx, Bibb, Davies sowie Regisseur Gray.

Fazit

Das Gesetz der Rache ist inhaltlich kontrovers und darf gerne diskutiert werden. Filmisch wird Regisseur Gray zum Verhängnis, dass er den persönlichen Pfad und damit die nachvollziehbare Motivation der Hauptfigur zu stark verlässt und das Geschehen zu ausufernd anwachsen lässt. Davon ab gibt’s ein paar spektakuläre Actionszenen und ein recht spannendes Katz- und Mausspiel. Die UHD Blu-ray wird nicht jedem gefallen. Das will sie aber vielleicht auch gar nicht. Da „nur“ das altbekannte 2K-DI zur Verfügung stand, hat man sich hier nicht auf das Maximum an (ohnehin nicht vorhandener) Auflösung konzentriert, sondern darauf, eine progressive HDR-Abmischung zu liefern. Diese steht dem Film sehr gut, auch wenn sie die Gemüter spalten wird. Davon abgesehen ist das Encoding gegenüber jenem der Blu-ray bedeutend besser. Der altbekannte Ton wurde nicht verändert, gefällt aber auch heute noch.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 70%
Bildqualität UHD: 75%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 85%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 85%

Bonusmaterial: 40%
Film: 60%

Anbieter: Constantin
Land/Jahr: USA 2009
Regie: F. Gary Gray
Darsteller: Gerard Butler, Jamie Foxx, Annie Corley, Bruce McGill, Colm Meaney, Emerald-Angel Young, Leslie Bibb, Regina Hall
Tonformate BD: dts-HD-High-Resolution 5.1: de, en // DD 2.0: de
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 119
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Nein (2K DI)
High Dynamic Range: HDR10, HDR10+, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1773 Nit
FSK: 18 (ungeschnitten)

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Constantin Film)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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4 Kommentare
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Stefan

Gestern auf UHD Disk gesehen und an manchen Stellen dachte ich, das basiert doch nicht auf einem echten 4K Scan. Und was lese ich hier – so ist es. Dennoch ist die UHD der Blu ray im Detailgrad überlegen. In manchen Einstellungen glaube ich aber bei der UHD eine gewisse Nachschärfung erkannt zu haben. Gerade bei stehenden Wachen gegen Himmel-Hintergrund kamen mir die Umrisse etwas zu hervorgehoben vor und das Filmkorn um die Silhouetten wirkt auch verändert.
Mein Fazit: klar ist die UHD die bessere Wahl, wirklich lohnenswert ist sie in meinen Augen allerdings nicht. Man bekommt sie aber oft schon recht günstig und als Schnäppchen macht man nichts falsch.

tom

Hallo Timo,
Du schreibst: „Clyde tötet Shelton…“ Es müsste eigentlich heißen: „Clyde tötet Darby…“ Oder ? Ansonsten herzlichen Dank für Deine tollen Reviews.

Sandra

Nun diese UHD lohnt ja nicht wirklich. Wenn überhaupt die normale Amaray. Aber hier sehe ich keinen Mehrwert. Auf die Spitzenlichter kann ich dann verzichten. Schade, solch ein grandioser Film.