Der City Hai 4K UHD

Blu-ray Review

Studiocanal, 27.10.2022
Studiocanal, 27.10.2022

OT: Raw Deal

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Das rohe Geschäft

Arnold Schwarzenegger undercover unterwegs.

Inhalt

Privat läuft es gerade nicht gerade rund, bei Mark

Mark Kaminsky ist seit einigen Jahren als Sheriff in einem Kaff tätig, wo er – wenn’s hoch kommt – Hochstapler festnimmt, die sich als Polizist ausgeben, um 50 Dollar Protokolle zu verteilen. Seine Frau findet das triste Dasein am Ende der Welt weniger witzig und ertränkt ihre Sorgen im Alkohol. Kaminsky hatte bessere Zeiten. Einst war er ein knallharter FBI-Agent, dem seine harten Methoden allerdings zum Verhängnis wurden. Eines Tages bekommt er jedoch einen Anruf von seinem Ex-Chef Harry Shannon. Während der Überwachung eines Kronzeugen, der gegen die Chicagoer Mafia aussagen sollte, wurde ein gutes Dutzend von Shannons Kollegen erschossen. Unter anderem auch sein Sohn Blair. Shannon möchte, dass Kaminsky in die Organisation des verantwortlichen Mafioso eindringt und sie aus dem Inneren heraus sprengt – egal, welche Methoden er dafür anwenden muss. Zum Dank winkt Harry damit, Mark wieder beim FBI unterzubringen. Fortan heißt Kaminsky nun Joseph P. Brenner und nimmt es mit dem Mafiapaten Luigi Patrovita auf …

Jetzt erkennt ihn keiner mehr

Ach ja, die 80er. Die Zeit von Schulterpolstern, fürchterlicher Synthie-Musik, quarzenden Frauen und Männern in Filmen und … die Zeit der Testosteron-Helden. Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger lieferten sich ein Fernduell um die meisten Kinozuschauer und sorgten auch hinter den Kulissen schon mal für ein bisschen Konkurrenzgebaren. Tatsächlich gibt’s sogar eine echte Schwarzenegger-Stallone-Rivalität, die während der Golden Globes 1977 begann und ihren Höhepunkt darin fand, dass Schwarzenegger durch eine List, Stallone dazu brachte, im Rohrkrepierer Stop! Oder meine Mami schießt! mitzuspielen. Der Bodybuilder aus Österreich selbst agierte zwischen 1982 und 1991 in 13 Filmen und avancierte zum Megastar. Gleiches gilt für Stallone, der im selben Zeitraum praktisch die gleiche Anzahl an Filmen ablieferte und 1986 parallel zu Schwarzeneggers City Hai mit City Cobra zu sehen war. Die Nähe der Titel resultiert allerdings aus den deutschen Verleihnamen, die damit bewusst auf Zuschauerfang gingen und eine Konkurrenzsituation etablierten. Die Originaltitel Raw Deal und Cobra liegen jedenfalls ziemlich weit auseinander. City Hai gehört allerdings auch zu den etwas schwächeren Werken des fünfmaligen Mister Universum aus Österreich. Selbst durch die Nostalgiebrille betrachtet muss man bei dem wenig originellen Actioner immer wieder beide Augen zudrücken, um ihn noch als packend zu bezeichnen. Zu offensichtlich sind die Schwachstellen in John Irvings (Ozeanische Gefühle) Film.

Ikone des 80er-Jahre-Actionkinos

Auffällig beispielsweise, wie unfassbar dämlich sich versammelten Personenschützer direkt zu Beginn verhalten. In Ermangelung an gutem Drehbuch oder talentierter Inszenierung der Shoot-outs dienen die Kollegen in der Hütte allesamt nur als dumm-dümmliches Kanonenfutter, wenn sie sich einfach offen in die Schusslinie begeben. Jede KI eines 3D-Shooter-Videogames ist seit ungefähr 20 Jahren schlauer als diese Schießbudenfiguren in Der City Hai. Es soll schon was heißen, wenn der Schwarzenegger der Mitt-80er-Jahre der beste (oder sagen wir besser: motivierteste) Darsteller der versammelten Riege an Schauspielern ist. Und das zieht sich durch sämtliche Actionszenen, von denen es immerhin einige gibt. Ja, das sind die 80er. Ja, da wurde noch gestorben, in dem man beide Arme ruckartig hochriss und die Pistole aus der Hand dabei noch 20 Meter weit wegschleuderte. Aber es erfordert schon eine ordentliche Portion ironischer Betrachtung, sich das heute anzuschauen. Da es seinerzeit auch (noch) nicht die Sache Schwarzeneggers war, seine Figuren ironisch zu brechen, nimmt sich das Ganze auch noch viel zu ernst. Die Charaktere sind durchweg klischeehaft und die Unentschlossenheit des Films, der mal Actionfilm, mal Drama, mal Gangster-Thriller sein will, hilft auch nicht. Wenn man das mit der nötigen kritische Distanz betrachtet, kann man sich natürlich darüber amüsieren, wenn Schwarzenegger nach dem Machosatz „was gibt’s heute zu essen“ gleich noch den Oberlehrer raushängen lässt: „Du sollst nicht trinken und backen!“.

Undercover im Einsatz

Allerdings hilft das auch nur bedingt über die Längen hinweg, die der Film zwischendurch ebenso aufweist. Immerhin und wie gesagt: Schwarzenegger wirkt nicht nur motiviert, sondern gefällt sich ziemlich gut in seiner Doppelrolle als Ex-FBI-und-nun-Undercover-Mann. An seinem Rollenwechsel vom hemdsärmeligen Holzfäller-Sheriff Mark Kaminski zum geschniegelten Joseph P. Brenner hat er sichtlich Spaß. Und wo hat man schon mal das Vergnügen, dem Muskelprotz mit zwei Kilo Pomade in den Haaren zu bewundern. Dass er seine Gegner dabei in aller Unverwundbarkeit ausschaltet, während er umständehalber nicht mal die Knarren gerade halten kann – so waren sie halt, die unkaputtbaren Helden des 80er-Jahre-Kinos. Und immerhin sorgt die Szene, in der er aus einem Cabrio in einem Steinbruch sämtliche Gegner aus dem fahrenden Auto heraus ausschaltet, für Kurzweil – egal, dass sich auch dort die Bösewichter hinstellen als hätten sie ein Zielkreuz auf der Brust.  Übrigens: Das Fernduell zwischen Stallone und Schwarzenegger ging bei City Hai und City Cobra sehr eindeutig aus: Während Schwarzenegger als Aufräumer innerhalb der Mafia weltweit nur 16 Mio. Dollar einspielen konnte, schaffte es Stallone mit seiner Cobra immerhin auf knapp 50 Mio. Dollar.

Preis: 32,99 €
(Stand von: 2022/11/29 5:21 pm - Details
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Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 27 Oct 2022
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Bild- und Tonqualität BD

Wer bespitzelt wen?

Die bisherige Blu-ray stammt aus dem Jahr 2010, was bedeutet, dass Der City Hai seinerzeit auch schon 24 Jahre auf dem Buckel hatte. Die AVC kodierte Scheibe machte es seinerzeit aber nicht mal besonders schlecht. Da hat man schon wesentlich schlimmere Kandidaten aus dieser Zeit gesehen, nicht wahr, Predator Hunter Edition? Gerade weil hier auf eine Filterung der Körnung augenscheinlich verzichtet wurde und man es nicht mit einem Wachsfigurenkabinett zu tun hat. Gerade bei den Totalen kann man das analoge Filmkorn auf dem Himmel gut ausmachen. Und es wirkt sogar recht authentisch. Das Encoding hätte allerdings noch deutlich besser sein können, denn die Körnung ist durchaus mal grob und formiert sich zu leichten Clustern. Details auf dem roten Backstein-Gebäude bei 13’17 werden dadurch ziemlich weggefiltert. Während der gut ausgeleuchteten Innenraumszenen sind Oberflächen etwas softer, ohne aber auch hier wachsweich zu werden – es sei denn, der Fokus selbst stimmt nicht (14’30). Ab und an gibt’s kurze Stolperer beim Bildstand (Du solltest nicht trinken und backen 11’34) oder es wackelt wirklich deutlich (linker Bildbereich bei 20’26). Außerdem dürfte die Defektfreiheit noch etwas besser sein. Blitzer und Schmutzpartikel zeigen sich durchaus von Zeit zu Zeit. Ebenfalls nicht ganz so schön sind die deutlichen Überstrahlungen auf hellen Flächen im Hintergrund (13’40, 17’00). Außerdem wackelt das Bild ganz dezent, was man vor allem erkennt, wenn man sich auf den Hintergrund fokussiert. Während der Kontrastumfang grundsätzlich ganz gut ist, säuft’s im Schwarz bei den späteren Szenen schon mal ab (30’10). Die Lens-Flare-Effekte sind übrigens ziemlich anstrengend, weil sie eher nichts Halbes und nichts Ganzes sind. Außerdem tendieren neutrale Farbtöne und auch Hautfarben etwas ins Grün.
Die neue Blu-ray basiert auf dem neuen 4K-Remaster und auf dem Grading, das für die UHD Blu-ray vorgenommen wurde. Dieses präsentiert sich farblich oft (nicht immer) deutlich fleischiger und kräftiger. Arnolds Gesicht bei 11’33 hat wesentlich mehr Rotanteile, das Grün ist gewichen und seine Haare sind nun auch kräftig braun und ohne grünlichen Ansatz. Sein Holzfällerhemd ist außerdem viel satter rot und die Kontrastierung ist sichtbar kräftiger. In anderen Szenen ist die neue Blu-ray etwas kühler, die alte BD wärmer gestaltet (Joggerin bei 36’54). Hier und da wirken die rötlichen Hautfarben außerdem ein bisschen übertrieben (97’21) und der Himmel bekommt ab und an einen leichten Cyan-Einschlag. Dafür ist die Explosion bei 20’21 nun realistisch in Orange getaucht, nicht mehr kalt-bläulich wie bei der alten Blu-ray. Deutlich besser geht die Disk außerdem mit den überstrahlenden Flächen um. Die Jalousien am Fenster bei 13’55 sind nun klarer erkennbar und nicht vom hellen Hintergrund überstrahlt. Außerdem hat man nun nahezu alle Schmutzpartikel und Blitzer beseitigt und der Bildstand ist wesentlich ruhiger (Fenster bei 20’38). Leider ist auch bei der neuen Blu-ray das Encoding nicht hundertprozentig gelungen. Auch hier zeigen sich in Pausen-Momenten Verschmierungen in der Körnung und das Backsteingebäude bei 13’28 ist ebenfalls noch nicht komplett fein aufgelöst. Wer genau hinschaut, der sieht, dass das Bildseitenverhältnis etwas weniger schmal ist (ca. 2,33:1 gegenüber 2,35:1 bei der alten Blu-ray).

Blu-ray (2010) (2’02) (Slider ganz nach rechts): Die alte BD war eher grünlich und es lag ein Grauschleier über dem Bild.
Blu-ray (2022) (2’32) (Slider ganz nach links): Die neue BD zeigt sich weniger grün und deutlich neutraler mit mehr Rotanteil im Gesicht.

Blu-ray (2010) (11’34) (Slider ganz nach rechts): Ein ähnliches Bild hier: Auch hier liegt eine Art Grauschleier über dem Bild und Arnie sieht grünbetont aus.
Blu-ray (2022) (11’46) (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist wärmer, rötlicher und kontrastreich.

Blu-ray (2010) (13’42) (Slider ganz nach rechts): Die Belichtung liegt hier auf dem Fenster im Hintergrund. Die alte BD überstrahlt dort massiv.
Blu-ray (2022) (13’54) (Slider ganz nach links): Die neue BD ist besser durchzeichnet auf hellen Oberflächen.

Blu-ray (2010) (20’09) (Slider ganz nach rechts): Tausche kühl-blaue Explosion …
Blu-ray (2022) (20’21) (Slider ganz nach links): … gegen in Orange getauchtes Feuer.

Blu-ray (2010) (44’50) (Slider ganz nach rechts): Nicht jede Szene war über die alte BD grünlicher. Hier ist mehr Rotanteil drin, außerdem erneut eine Art Grauschleier.
Blu-ray (2022) (45’02) (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist hier etwas kühler/neutraler und strahlt mehr.

Blu-ray (2010) (46’10) (Slider ganz nach rechts): Deutlicher Unterschied auch Nachts.
Blu-ray (2022) (46’22) (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray liefert wesentlich kräftigere Farben.

Blu-ray (2010) (46’10) (Slider ganz nach rechts): … was noch deutlicher wird, …
Blu-ray (2022) (46’22) (Slider ganz nach links): … wenn man mal näher ran geht.

Blu-ray (2010) (49’32) (Slider ganz nach rechts): man sieht schon sehr deutlich, …
Blu-ray (2022) (49’43) (Slider ganz nach links): … wie anders das Grading mitunter ist.

Blu-ray (2010) (89’10) (Slider ganz nach rechts): Auch im Finale: Mehr Grünanteile bei der alten BD.
Blu-ray (2022) (89’22) (Slider ganz nach links): wesentlich mehr Rot bei der neuen Blu-ray.

Kommt ihm nicht zu nahe

Die damalige Blu-ray von City Hai hatte einen 2.0-DTS-HD-Master-Sound, der immerhin verlustfrei kodiert war und Dialoge jederzeit gut verständlich zum Ohr gelangen ließ. Ansonsten kann man so viel Positives nicht sagen. Die Actionszenen sind dynamikfrei, klingen komprimiert und furchtbar krachledern. Gleiches gilt für den Soundtrack, der vor sich hin poltert und manchmal etwas schrill klingt. Die deutschen Dialoge klingen außerdem ab und an, als hätte man ein Mikro inmitten eines 10-Liter-Plastikeimer gehängt (sorgt dafür, dass ihr hier aufräumt 23’42) – dieser Satz klingt über die nun neue Blu-ray zwar nicht besser, allerdings ist die nun integrierte PCM-2.0-Mono-Tonspur deutlich präsenter. Ein gewisse Grundrauschen kann sie nicht verleugnen, sie klingt aber insgesamt stimmiger als die alte 2.0-DTS-HD-Master-Fassung. Man darf der PCM-Mono-Version außerdem etwas mehr Dynamik bescheinigen, was sich während der Explosion nach etwas über 20 Minuten ebenso zeigt wie bei einzelnen Schüssen. Dass die Action immer noch krachledern und wenig differenziert klingt, muss man für die Synchro leider hinnehmen (25’25). Die englische 2.0 PCM-Stereo-Spur klingt räumlicher und auch etwas ausgewogener. Allerdings kracht auch sie immer wieder unangenehm in den Actionszenen. Und der 5.1-Fassung geht es da kaum anders. Allerdings fügt sie mit dem LFE-Signal ein bisschen Fundament hinzu, was die Sache etwas druckvoller erscheinen lässt.

Preis: 14,99 €
(Stand von: 2022/11/29 5:21 pm - Details
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9 neu von 14,99 €0 gebraucht
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Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 27 Oct 2022
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Bild- und Tonqualität UHD

Eine halbe Flasche Ketchup zum Abgang

Der City Hai wurde 1986 mit einer Arriflex 35 BL3 auf 35-mm-Filmmaterial aufgenommen. Studiocanal ließ 2022 unter Verwendung einer Kombination aus originalen 35mm-Elementen, die in 4K 16-bit gescannt wurden, ein neues Master erstellen. Kratzer, physische Schäden und Staub wurden Bild für Bild entfernt. Die Farbkorrektur wurde im VDM-Labor in Frankreich durchgeführt. Studiocanal masterte zudem mit HDR10 und Dolby Vision als HDR-Gradings und implementierte einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. In Summe ist das Bild zunächst einmal erkennbar dunkler gemastert, was den hellen Hintergründen noch mal mehr Durchzeichnung verleiht (13’50). Dunkle Bereiche bleiben dennoch durchzeichnet, auch wenn es sich empfiehlt, mit wenig Restlich zu schauen. Dann wiederum zeigt sich der Schwarzwert knackiger und satter, während Farben noch mal etwas kräftiger wirken. Was die UHD-BD vor allem auszeichnet, ist das nun noch mal sichtbar bessere Encoding. Hatte selbst die neue Blu-ray noch mit leichten Problemen zu kämpfen, ist die filmische Körnung über die 4K-Scheibe sichtbar feiner und viel homogener/regelmäßiger. Zwar ist der Film an sich keine Ausgeburt an Detailtiefe, aber auch die Einzelheiten an den Hochhäusern bei 28’57 sind klarer, besser erkennbar und feiner abgegrenzt. Man erkennt die Fensterbereiche der Wolkenkratzer besser und auch die Streben an dem Turm auf der rechten Bildhälfte sind deutlicher. Ein Zusammenspiel aus Auflösung und besserer Durchzeichnung von hellen Lichtern zeigt sich in der nächtlichen Straßenszene bei 46’22. Die Neonlichter sind einerseits kräftiger, andererseits kann man die Schriften auf den Leuchttafeln besser erkennen.

Blu-ray (11’46) (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der Blu-ray …
UHD Blu-ray (Slider ganz nach links): … ist die UHD-BD noch mal etwas farbkräftiger. Hier nicht irritieren lassen, da die Screenshots aus der Szene herausgenommen heftiger erscheinen als es im laufenden Film der Fall ist.

Blu-ray (13’54) (Slider ganz nach rechts): Hier noch einmal die Konzentration auf den hellen Hintergrund. Die Blu-ray zeichnet bereits besser durch als die alte BD. Allerdings sind die Lamellen noch unschön bläulich überkontrastiert.
UHD Blu-ray (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray kontrastiert noch besser und vermeidet die bläulichen Überkontrastierungen an den Lamellen.

Blu-ray (20’21) (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der Blu-ray …
UHD Blu-ray (Slider ganz nach links): … ist die UHD-BD noch satter in den Farben und knackiger im Schwarz.

Blu-ray (45’02) (Slider ganz nach rechts): In manchen Einstellungen ist die Blu-ray deutlich heller.
UHD Blu-ray (Slider ganz nach links): Die UHD-BD ist hier dunkler, wirkt aber noch kontrastreicher.

Blu-ray (46’22) (Slider ganz nach rechts): Konzentration und Belichtung hier auf den Leuchtschriften: Die neue BD überstrahlt dort teilweise noch etwas.
UHD Blu-ray (Slider ganz nach links): Die UHD-BD ist klarer und definierter.

Blu-ray (46’22) (Slider ganz nach rechts): Geht man näher ran …
UHD Blu-ray (Slider ganz nach links): … wird deutlich, dass die Schriften durch die die Kombination aus höherer Auflösung und HDR-Funktionalität nicht nur kräftiger sind, sondern auch klarer erkennbar.

Blu-ray (89’22) (Slider ganz nach rechts): In manchen Szenen ist bis auf die Helligkeitsunterschiede kaum eine Differenz auszumachen.
UHD Blu-ray (Slider ganz nach links): Die UHD-BD ist hier etwas dunkler, im laufenden Bild und ohne Vergleich ist das aber kein Manko, das auffällt.

Keine Änderung beim Ton über die 4K-Blu-ray. Auch hier kommt die deutsche Mono-Fassung nebst der englischen Stereo- und 5.1-Version zum Einsatz.
Preis: 32,99 €
(Stand von: 2022/11/29 5:21 pm - Details
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10 neu von 32,99 €1 gebraucht von 25,99 €
Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
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Bonusmaterial

Im Bonusmaterial der Blu-ray und UHD Blu-ray halten sich zwei Featurettes auf. Zum einen „Der Mann, der Hollywood auf den Arm nahm“, das eine viertelstündige Hommage an Schwarzeneggers Bedeutung für die Filmindustrie der damaligen Zeit darstellt. Während man den deutschen Titel des Featurettes tonal missverstehen kann, lautet er im Englischen treffender „The Man Who Raised Hollywood“ – also eher der „Mann, der Hollywood auf ein neues Level gehoben hat“. „Raw Deal – ein echter Gangster-Film“ geht knapp neun Minuten und rollt die Geschichte des Films ein wenig auf. Zu Wort kommt hier ein Schwarzenegger-Biograf, der durchaus auch Klartext zur eher minderen Qualität von City Hai spricht.

Fazit

Der City Hai ist auch 36 Jahre nach seinem Erscheinen kein guter Film. Man muss ihn schon mit einem sehr bewussten Augenzwinkern schauen, um das flache Drehbuch sowie das unfassbar dumme Verhalten der Bösewichte während der Schießereien gedanklich überspielen zu können. Immerhin: Schwarzenegger agiert motiviert und routiniert. Außerdem ist die Actionszene im Steinbruch durchaus anschaubar. Anschaubar ist auch die neue Blu-ray sowie die UHD Blu-ray. Dass nicht immer das Original-35-mm-Negativ für den 4K-Scan zur Verfügung stand, ist schade. Allerdings war der Film schon immer nicht durchgängig sehr scharf und schwankt in seiner Detailauflösung mitunter deutlich. Die Farben gelangen nun in vielen Einstellungen kräftiger und oft auch passender – allerdings nicht in jeder Szene. Manche wirken farblich auch etwas schwierig. Der neue PCM-Mono-Ton ist wesentlich homogener, dürfte aber nach wie vor mehr Fundament haben und nicht so krachig klingen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD (2010): 65%
Bildqualität BD (2022): 75%
Bildqualität UHD: 75%

Tonqualität BD (2010) (dt. Fassung): 50%
Tonqualität BD/UHD (2022) (dt. Fassung): 65%

Tonqualität BD/UHD (Originalversion 2.0): 70%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion 5.1): 75%

Bonusmaterial: 40%
Film: 50%

Anbieter: Studiocanal
Land/Jahr: USA 1986
Regie: John Irvin
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Kathryn Harrold, Darren McGavin, Sam Wannamaker
Tonformate BD 2010: dts-HD-Master 5.1: en // dts-HD-Master 2.0: de
Tonformate BD/UHD 2022: dts-HD-Master 5.1: en, fr // PCM 2.0 Stereo: en, fr // PCM 2.0 Mono: de
Bildformat: 2,33:1
Laufzeit: 106
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke:
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Studiocanal)
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Trailer zu Der City Hai

DER CITY HAI 4K RESTAURIERUNG | Trailer Deutsch | Ab 27.10. auf 4K UHD, Blu-ray, DVD und Digital!


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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7 Kommentare
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dirk

Leider stark gecropped im Vergleich zu alten Bluray. Auch der deutliche Grünstich der neuen BluRay ist überhaupt nicht meins. Die UHD ist etwas besser von den Farben her, aber irgendwie gefällt mir der Look nicht so richtig. Gerade der Bildvergleich im Wald mit dem Typ am Auto in Großaufnahme wirkt irgendwie sehr unnatürlich in allen Bereichen 🙁

Oliver

Er muss wohl die Bilder vertauscht haben :-/ Sind man doch eindeutig, dass die alte BD „grüner“ ist. Halt nur auf einem Bild ist es leicht anders.

Louis

Moin, tolle Review wie immer! 🙂 Ist dir auch aufgefallen, dass das 4K-Bild in einigen Szenen unschärfer ist als die alte Blu-Ray? Zumindest, wenn man dem Vergleich hier glauben darf: https://caps-a-holic.com/c.php?go=1&a=0&d1=17700&d2=17703&s1=199157&s2=199262&i=2&l=0

Uwe

Hilfreich wäre ein Bild zu Bild Vergleich und kein geteiltes Szenebild wo man kaum nen Unterschied sieht