Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs 4K UHD

Blu-ray Review

Warner Home Germany, 17.12.2020

OT: The Lord of the Rings: The Return of the King

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Die Reise endet

Peter Jacksons fulminantes Finale der größten Fantasy-Saga aller Zeiten.

Inhalt

Weiterhin eine fragile Gemeinschaft: Frodo, Sam und Gollum

Während Frodo und Sam unter der Führung von Gollum weiterhin auf dem Weg zum Schicksalsberg sind, müssen Gandalf und Aragorn feststellen, dass Sauron sein nächstes Ziel im Blick hat: Minas Tirith, die Hauptstadt von Gondor. Um die vor einem Felsmassiv stehende Festung zu warnen, reiten Gandalf und Pippin zu Denethor, dem Truchsess von Minas Tirith. Der jedoch schließt aus, die Reiter von Rohan um Hilfe zu bitten und fürchtet nur um seine Macht. Macht hätte auch Gollum gerne wieder – und zwar über seinen „Schatz“. Dafür wartet er nur auf den passenden Moment. Sam weiß, dass Gollum irgendwann die Chance nutzen wird und gerät darüber mit Frodo in Streit. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie es zum Schicksalsberg schaffen, wird immer geringer – zumal sie bald in den Händen der Orks landen. Doch alles hängt davon ab, dass der Eine Ring vernichtet wird, um zu verhindern, dass Saurons Angriffe erfolgreich sind …

Können Gandalf & Co. weitere Mitstreiter im Kampf gegen Sauron finden?

Alles hat ein Ende … Okay, okay, bevor wir in die Gefilde seichter Popmusik aus deutscher Produktion verfallen, hört der Satz an dieser Stelle auf. Es schwingt ja auch eher Wehmut in der Formulierung mit und keine Komik, wie sie Stephan Remmler 1986 so lyrisch mit einer Wurst in Verbindung brachte. Wehmut über die Tatsache, dass das Kapitel Herr der Ringe nun abgeschlossen ist. Dass es wirklich mit dem finalen Schlussbild zu Ende und auserzählt sein sollte. Waren wirklich schon knapp neuneinhalb Stunden (Kino) vorbei? Sollte das tatsächlich alles gewesen sein?
Es ist diese Spanne von drei Stunden und zwanzig Minuten gewesen, die aus der größten Vorfreude Ende 2002 ein Jahr lang aufrecht erhalten blieb und sich dann im Dezember 2003 endlich entlud. Man muss Peter Jackson auch im Nachhinein noch Respekt dafür zollen, dass er mit seinen drei Filmen etwas schaffte, das zuletzt vielleicht George Lucas mit Star Wars IV bis VI gelang. Weder Matrix noch die Episoden I bis III konnten über ihren Bogen von zwei Jahren dauerhafte für Vorfreude sorgen. Zu enttäuscht war man nach den jeweiligen Mittelteilen, als dass man noch zwingend und unbedingt wissen musste, wie es denn am Ende ausgeht. Die Rückkehr des Königs indes wurde im Kino geradezu sehnsüchtig erwartet, dann frenetisch bejubelt und am Ende (endlich) auch mit Goldjungen ausgezeichnet.

Der dritte Teil hält mit diesem hübschen Gefährten einen ganz besonders widerstandsfähigen Handlanger Saurons parat

Ob der dritte Teil dabei wirklich der Beste ist? Oder ob die Academy hier auch ein bisschen nachgeholt hat, was sie gerade bei Die Gefährten schon hätte tun können und müssen? Die Antwort weiß der Wind – jedenfalls, wenn man Bob Dylan Glauben schenkt.
Natürlich ist das Finale der Herr-der-Ringe-Trilogie noch einmal ein opulentes Fest. Ein Auffahren von dem, was damals trick- und modelltechnisch möglich war und obendrauf eine lupenreine, vierstündige Werbung für das Zwei-Insel-Land im Pazifik. Peter Jackson und seine Postproduktionskünstler von Weta Digital sowie Make-up und Spezialeffektekünstler Richard Taylor (mittlerweile in den Ritterstand geadelt) hatten etwas erschaffen, das in Verbindung mit den beiden Vorgängern wohl Film-Unterhaltungskunst für die Ewigkeit ist.
Sie schaffen es, die einzelnen Handlungsstränge zu einem geschlossenen Ganzen werden zu lassen. Sämtliche Figuren bekommen genug Aufmerksamkeit geschenkt, um ihnen noch mehr Tiefe zu geben. Die Konflikte zwischen den Parteien werden aufgelöst, die Schurken bekommen in erinnerungswürdigen Szenen ihren verdienten Abgang und was Jackson seinerzeit in der Schlacht um Minas Tirith abfackelte, toppte noch einmal, was man schon beim Kampf um Helms Klamm nicht mehr steigerungsfähig hielt.

Arwen hat böse Vorahnungen

Selbst wenn man sich über den Lauf der drei Filme etwas am eigenwilligen Humor stoßen kann und Gimli immer wieder als Witzemacher und Sprücheklopfer herhalten muss – auch diese Eigenart hatte man irgendwann akzeptiert und ins Herz geschlossen. Genauso wie diesen kleinen, auf allen Vieren laufenden Gollum, dessen Selbstgespräche mit Sméagol zu den erinnerungswürdigsten Szenen der Trilogie gehören. Noch nie hatte man gleichzeitig so viel Mitleid und Groll auf eine digital erschaffene Kreatur. Nie zuvor war ein Film in diesem Bezug soweit gegangen und gekommen. Kein Wunder, dass Gollums‘ „Mein Schatz“ sowohl im Deutschen als auch im Englischen („My Precious“) Sprachgebrauch zu geflügelten Wörtern wurden. Ein kleiner Skandal übrigens, dass man Andy Serkis nie als Nominierungskandidat für den Nebenrollen-Oscar in Erwägung gezogen hat. Verdient hätte er es gehabt. Verdient hat die Trilogie aber auch ihre insgesamt 17 Goldjungen-Statuen, die 2007 hinter Vitrinen im Konferenzraum des Weta Workshop standen und deren Anblick ich wohl nie vergessen werde.
Dass die letzte halbe Stunde von Die Rückkehr des Königs arg gezogen wirkt – geschenkt. Man will ja auch ein bisschen Abschied nehmen von Frodo, Sam, Merry, Pippin und all den anderen. Zumindest bis zum nächsten Jahr, wenn man sich mit den Gefährten wieder für seine jährliche Reise ins Auenland trifft.

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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 17 Dec 2020
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Bild- und Tonqualität BD

Die Schattenarmee schließt sich Aragorn an

Wie auch der zweite Teil, Die zwei Türme, wurde Die Rückkehr des Königs seinerzeit keiner Neugradierung unterzogen, sodass dieser von Beginn an natürlicher wirkt. Die Eröffnung mit dem Close-up von Sméagol bietet außerdem eine knackscharfe Naheinstellung von Andy Serkis‘ Gesicht.
Während der kurzen Zusammenfassung, in der Sméagol nach und nach zu Gollum wird, hat Jackson die Kontrastierung bewusst harsch gesetzt und Farben etwas entsättigt, um die Gruselwirkung zu verstärken. Eine leichte Grüntendenz haben die neutralen Oberflächen nach sechs Minuten – auch das allerdings ganz bewusst. Die Farbgebung auf Sams und Frodos Gesicht kurz darauf ist wieder neutraler und wärmer. Grundsätzlich ist der Look sehr gelungen und filmisch geworden, wenngleich es am letzten Quäntchen Schwarz im Kontrast fehlt und helle Bereiche immer mal wieder überstrahlen. Die Körnung allerdings wirkt meist sehr angenehm authentisch, ohne allzu sehr auffällig zu werden. Gelungen ist das jeweilige Color Grading des dritten Films, das je nach Szenerie mal monochromer ist (Sam, Frodo und Gollum) und mal mit goldgelben/goldbraunen Tönen während der Szenen bei König Théoden lockt oder in grünes Licht getaucht wird, wenn Gollum seine beiden Hobbit-Gefährten vor die Tore von Minas Morgul lockt. In Summe liegt die Bildqualität des dritten Teils noch oberhalb des zweiten Teils und damit auch ebenso deutlich über dem der Blu-ray von Die Gefährten.

König Théoden führt die Reiter an

Auch bei Die Rückkehr des Königs mussten die Blu-rays ausgetauscht werden, nachdem die Tonhöhe nicht korrekt war. Auch beim dritten Teil bewirkte das ständige Hin und Her eine Minderung der reinen Tonqualität. Gegenüber den ersten beiden Teilen ist der Tiefbass zwar besser und mehr auf einer Ebene mit dem englischen dts-HD-Master-Pendant, doch die Dynamik auf Main- und Effektspeakern ist hörbar geringer. Wenn der große Troll bei 83’54 brüllt, kreischt das über die Rears wesentlich lauter und mit mehr Nachhall, während die deutsche Fassung auch im Choralgesang des Scores etwas zurückhaltender bleibt. Was man allerdings ebenfalls immer mal wieder hören kann, sind leichte Probleme beim Score. Gerade, wenn Geigen relativ für sich musizieren und wenig Umgebungsgeräusche zu hören sind, hört man, dass die Töne nicht ausgewogen gleichmäßig kommen, sondern von vielen ganz kurzen Aussetzern durchzogen sind. Nicht im Sinne von fehlender Musik, aber ganz kurzen Brüchen im Frequenzgang. Geblieben ist trotz der Korrektur der Disks zudem auch noch ein kurzer Moment der Asynchronität. War vor der Korrektor und dem Austausch der Disks eine Stelle von gut über einer Minute asynchron, sind es jetzt bei genauerer Betrachtung „nur“ noch zwei Sätze. So spricht Gandalf bei 57’32 auf Disk II den Satz „Ich habe ihn in den Tod geschickt“ und Aragorn antwortet darauf mit „Nein“. Diese zwei Sätze sind sichtbar asynchron. Ansonsten bewegt sich der Sound vom dritten Teil in etwa auf dem Niveau von Die zwei Türme und ist im Tiefbass oft sehr vergleichbar. Nimmt man exemplarisch die Szene, in der der Ringgeist Éowyn mit seinem großen Morgenstern attackiert und hört sich isoliert den LFE an, sitzen die beiden Einschläge in den Boden bei beiden Sprachfassung sehr identisch. Auch das Rumoren abseits der Kampfhandlung ist als gleich einzuschätzen. Trifft die schwere Schlagschleuderwaffe dann auf ihr Schild, so fehlt beiden Tonspuren etwas die Tiefbassunterstützung. Und bei beiden sitzt übrigens der erste Einschlag in den Boden zu spät. Der Morgenstern ist schon fest im Boden eingedrungen, als erst das Geräusch folgt (Disk 2: 39’00).

Bild- und Tonqualität UHD

Wird Denethor seine Blockade aufgeben?

Wie Die Gefährten und Die zwei Türme auch, so wurde Die Rückkehr des Königs natürlich ebenfalls analog gefilmt. Auch hier gilt, dass erste Infos von einer neuerlichen 4K-Abtastung des Filmmaterials ausgingen, während die VFX entsprechend etwas bearbeitet wurden und man sie hochskalierte. Auch hier noch mal das Video, in dem Peter Jackson ein paar Takte zur Arbeit in den neuseeländischen Postproduktions-Studios Park Road erzählt. Obendrauf gab’s auch hier noch HDR10, Dolby Vision und einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum.
Wie bei Die zwei Türme wurde das Color Grading und die Finalisierung für den dritten Teil bereits digital vorgenommen. Und wie bei den Vorgängern ändert sich auch hier das Framing (also der sichtbare Bildinhalt) gegenüber der BD praktisch nicht, bzw. nur minimalst. So muss auch das schon als Indiz dafür gewertet werden, dass hier ebenfalls „nur“ ein Upscale des alten 2K-DIs vorgenommen wurde. HDR10 und Dolby Vision gab’s hier nebst erweitertem Farbraum natürlich ebenso.
Eins vorweg: Die Rückkehr des Königs ist in Summe der durchgängig gefiltertste der drei Teile. Aber gleich das Zweite hinterher: Er ist in Summe auch der optisch Beste.
Widerspruch in sich? Nicht zwingend.

Kankra ist ein gar giftiges Biest

Auch hier gilt, dass Zuschauer, die empfindlich auf JEDE ART von Rauschminderung reagieren, mit dem Bild nichts werden anfangen können und sich ärgern werden. Denn tatsächlich findet man Körnung hier nur mehr in wenigen Szenen oder Bildbereichen, während der Rauschfilter fast alles an ursprünglichem Filmkorn getilgt hat.
Aber: Gegenüber Die Gefährten und vor allem Die zwei Türme gibt es nicht mehr so extrem ultrakrasse Filterungsmomente, in denen man das Bild vor lauter Aquarell-Optik so gar nicht ertragen kann. Es gibt Momente, die sind kurz davor – beispielsweise der Ritt durch den Wald (9’40) oder die Szene bei 18’28 und auch Sams Hochzeit am Schluss. Auch die Übersicht auf das Dorf bei 34’45 wirkt sehr soft und aus dem Pferdepopo wird einer, der offenbar aus Samt ist. Außerdem ist beispielsweise Pippins Close-up bei 44’09 noch schön scharf, während es kurz zuvor bei 43’43 soft und wachsig aussah. Apropos „scharf“: VFX und Close-ups sind bisweilen nachgeschärft, was zwar zu subjektiver Schärfe führt, aber auch etwas Edge Enhancement mitbringt. Auch Minas Tirith ist nach 42’44 sichtbar überschärft.
Dazu gibt’s im dritten Teil noch mal eine Stelle, in der sichtbar ein Detail von der Rauschfilter-Automatik ausradiert wird: Gandalfs Stabspitze verschwindet bei 43’46 aus dem Bild. Allerdings wird das im laufenden Bild kaum jemandem auffallen, der es nicht weiß. Denn das Ganze findet vor dem Hintergrund von hellem Bodenpflaster statt, sodass es beinahe überstrahlt wird. Vermutlich aber auch der Grund, warum die Filter-Automatik hier nicht zwischen Stabspitze und Körnung auf dem Boden differenzieren konnte. So richtig miserabel sieht dann der Beifall des „gemeinen Volkes“ bei 96’08 und 96’29 (Disk 2) aus, aber das war exakt schon so bei der Blu-ray – sicherlich die mieseste VFX-Stelle der ganzen Trilogie.

Gimli führt immer noch eine Bodycount-Strichliste

Warum aber dann ist das Bild von den drei Filmen das Beste, wenn’s doch so zahlreiche Dinge anzumerken gibt?
Weil es am konsistentesten passiert. Weil das Bild sich nicht zwischen zeitweisem Aquarell, (noch) filmischer Körnung und mittelschwerem Rauschfilter entzweit, sondern innerhalb des offenbar gewollt softeren Look geschlossener wirkt – trotz oder gerade WEGEN eines durchgängig etwas deutlicheren Rauschfilters, der Die Rückkehr des Königs zwar mitunter erstaunlich digital wirken lässt, aber nicht das ganz extrem glattpolierte Ding der Hobbit-Filme verursacht.
Besser aber auch, weil das Ursprungsmaterial des dritten Teils von sichtbar besserer Qualität war (die Postproduktion war schon zwei Jahre weiter und bei Close-ups hat man möglicherweise auch kameraseitig mehr Sorgfalt betrieben). Denn schon die BD hatte sehr knackige Einstellungen, die hier trotz Filterung immer noch sehr beeindruckend wirken. Es gibt im dritten Teil noch mehr Szenen als in den beiden ersten Teilen, die wunderbar ausgewogen kontrastiert sind, satten Schwarzwert und eine sehr gute Schärfe aufweisen. Wie beispielsweise der kurze Dialog zwischen Éowyn und Aragorn bei Minute 28. Auch hier ist das Bild rauschgemindert. Aber in einem erträglichen, nicht ablenkenden Maße. Das neue Grading in Verbindung mit der höheren Kontrastdynamik sorgt hier für plastischere Bilder. Das Gleiche gilt für die Szenen zwischen Gandalf und Denethor in der Halle hoch oben in Minas Tirith – Kontraste, Schärfe und Farbgebung sind hier auf sehr hohem Niveau. Klasse auch das Close-up von Théoden bei 67’48, das trotz Rauschminderung schön detailliert und knackig ist und aufgrund der stärkeren Farbdynamik mehr Lebhaftigkeit aus dem Bild holt.

Gollum erhofft sich den richtigen Moment

Dazu entledigt man sich des deutlichen Gelbfilters, der bspw. die Szenen vor Sarumans Turm in Isengart bei der Blu-ray dominierte. Schon Baumbart begegnet der Gemeinschaft mit knackigerem (okay, nachgeschärftem) Antlitz, das eindrucksvoller aussieht und sich farblich dynamischer vom Hintergrund abhebt. Reden Gandalf und Saruman dann miteinander, sind beide schön neutral und ohne Gelbstich.
Außerdem zeichnet die UHD-BD erneut wesentlich besser durch – mithin eines der stärksten Argumente für die Ultra-HD-Blu-rays. Gerade die Szenen vor dem Turm in Isengart leiden bei der Blu-ray in hellen Bereichen unter deutlichem Clipping. Die UHD-Scheibe zeichnet viel besser durch und lässt Details erkennen. Das Gleiche gilt bspw. auch für den Marsch der Elben durch den Wald. Während die BD das von hinten einstrahlende Licht viel zu überrissen darstellt und die Details darin clippen lässt, sieht man bei der UHD-BD hier noch deutlich mehr Information im Licht. Reitet Gandalf dann mit Pippin nach Minas Tirith, überstrahlt auch die Oberfläche des hellen Gebäudes über die Blu-ray immer wieder. Die UHD-BD zeigt hier viel mehr Schattierungen und wirkt deutlich dreidimensionaler (42’49). Etwas übertrieben allerdings die arg bonbonbunten grünen Rasenflächen rund um den weißen Baum. Richtig knackig und äußerst farbkräftig dafür das Auge Saurons, das bei 77’53 dermaßen satt erscheint, dass es eine echte Freude ist.
Ausgehend davon, dass es unbedingt schade ist, dass hier einfach eine Menge Potenzial in puncto Auflösung und Filmlook verschenkt wurde, ist Die Rückkehr des Königs optisch dennoch der stimmigste aller drei Filme. Von Referenzscheiben sind alle drei Teile aber leider ein gutes Stück entfernt.

Blu-ray (11’46): (Slider ganz nach rechts): Zunächst drei Vergleichsbilder rund um das Treffen zwischen der Gemeinschaft und Saruman an der Festung Isengart. Die Blu-ray hat hier eine durchgängig gelbliche Filterung

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD ist in sämtlichen Einstellungen sichtbar neutraler, zeichnet besser durch und wirkt plastischer.

Blu-ray (12’08): (Slider ganz nach rechts)

UHD HDR10 (Slider ganz nach links)

Blu-ray (12’11): (Slider ganz nach rechts)

UHD HDR10 (Slider ganz nach links)

Blu-ray (42’49): (Slider ganz nach rechts): Szenen wie diese von Minas Tirith zeigen, wie unterschiedlich SDR und HDR in Sachen Durchzeichnung ausfallen können.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD arbeitet die Oberflächen wesentlich dreidimensionaler heraus und differenziert die farbig angelaufenen Steine viel besser.

Blu-ray (79’33): (Slider ganz nach rechts): Einige Szenen sind bei der alten Blu-ray neutraler angelegt.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Das geflügelte Wesen bekommt über die UHD-BD etwas mehr Cyan-Anteile. Die gelblichen Zähne und der Schmodder rund ums Maul sind eindrucksvoller .

Blu-ray (0’56 Disk 2): (Slider ganz nach rechts): Das Schattenheer ist über die BD deutlich blasser.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD dreht die Farbregler hier (und in den Folgeszenen mit der Toten-Armee) sichtbar auf.

Blu-ray (40’16 Disk 2): (Slider ganz nach rechts): In der Schlacht vor Minas Tirith wirken viele Einstellungen erneut etwas gelblich und farbdynamisch eher flach.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Implementierung sorgt bei der UHD-BD für deutlich mehr Farbanteile und -differenzierung. Im laufenden Bild sieht das noch beeindruckender und plastischer aus.

Blu-ray (56’49 Disk 2): (Slider ganz nach rechts): Der Moment der Besprechung zwischen Gandalf, Aragorn, Gimli und Legolas ist über die BD ebenfalls etwas gelblicher.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier ist die UHD-BD neutraler.

Blu-ray (71’59 Disk 2): (Slider ganz nach rechts): BEI DIESEM SCREENSHOT BITTE BEACHTEN: Die Belichtung ist ausschließlich auf das Auge Saurons ausgerichtet, um dort akkurat die Farbdynamik zu treffen. Die versumpfenden dunklen Bereiche entstehen durch die Belichtung und stellen sich im laufenden Bild anders dar. Hier geht es rein um die Veranschaulichung der Farbunterschiede.
In Bezug auf diese kann die BD der UHD nicht das Wasser reichen.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-Blu-ray ist wesentlich kräftiger orange und neigt weniger zum Überstrahlen.

Blu-ray (18’23): (Slider ganz nach rechts): Auch der dritte Teil kommt nicht ohne strittige Szenen aus. So gibt es Momente, in denen Objekte weggefiltert wurden (Gandalfs Stabspitze in Minas Tirith) und erneut einige Szenen, in denen die Rauschfilterung zu stark zuschlägt. Die BD zeigt hier das harmonischere Bild.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD zeigt hier arg übertriebene Farben und texturlose Oberflächen. Besonders die Grasebene lässt hier Federn und verliert an Textur und Farbdifferenzierung.

Blu-ray (18’23): (Slider ganz nach rechts): Bei näherer Betrachtung wird das Wachsige noch auffälliger. Während die Blu-ray die Original-Körnung zeigt und die Pferde noch auf dem Boden laufen…

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … sind über die UHD-BD alle Oberflächen extrem gefiltert. Die Pferde scheinen eher zu schweben als zu laufen.

Die Schlacht kann beginnen

Und auch beim dritten Teil bleibt es wie gehabt: Die deutsche Fassung ist unverändert von der Blu-ray übernommen worden und die englische Fassung erhält ein Upgrade auf Dolby Atmos. Über die reguläre Ebene langt die Atmos-Fassung hier aber im Gegensatz zu den beiden Vorgängern nicht ganz so vehement zu und das Schlachtengetümmel ist etwas breiiger. Der LFE-Kanal wird beispielsweise mit mehr tiefreichenden Signalen gefüttert aber nicht in jeder Szene so differenziert. Nehmen wir auch hier wieder exemplarisch die Sequenz, in der Éowyn vom Ringgeist angegriffen wird, nimmt man zwar beständig mehr Gegrummel von der Schlacht im Hintergrund wahr, doch gerade der erste Einschlag des Morgensterns in den Boden ist im Vergleich zur alten DTS-HD-Master-Fassung (und damit auch zur deutschen Version) fühlbar schwächer. Immerhin bekommt auch das Eintreffen des Schlaggeräts in Éowyns Schild nun etwas Bassunterstützung. Ähnliches gilt auch für das Auftreten der Mûmakil kurz zuvor. Die englische Atmos-Fassung reicht nicht so weit hinab wie die DTS-HD-Version. In dieser Szene hat der deutsche Ton dann sogar mal einen leichten Vorteil – trotz dessen zahlreicher Versäumnisse in der generellen Dynamik, die auch die Atmos-Fassung besser hinbekommt. Und wenn im Anschluss an die Morgenstern-Szene der Olifant auftaucht, den Legolas dann ausschalten muss, ist auch die Atmos-Fassung des O-Tons wieder der DTS-HD-Master-Variante in Englisch (deutlich) überlegen. Hier kommt mehr Wucht, mehr Dynamik in den Geräuschen des Ungetüms und die präzisere Ortbarkeit ins Spiel (Disk 2 ab 42’10). Es gibt also durchaus Abweichungen ins Positive und manchmal ins Negative – ausgehend von der bekannten DTS-HD-Fassung der alten Blu-rays.

Die Oliphanten walzen alles nieder

Hören wir uns die Höhen-Ebene etwas genauer an, so zwitschern zu Beginn die Vögel ein wenig herab und wenn Gollums Stimme dann zu hören ist, kommt sie dermaßen direkt von oben, das einem der Schauer über den Rücken fährt. Sarumans Feuerball bei Minute 15 kommt außerdem ziemlich zackig von oben herab und die Feierstimmung bei Minute 22 wird mit Geigenspiel auch noch rundherum unterstützt. Insgesamt wird auch die Filmmusik noch bedeutend öfter und intensiver mit auf die Heights gelegt, was insgesamt. Vor den Toren von Minas Morgul setzt es dann sehr dynamische Soundsignale aus allen verfügbaren Speakern, wenn der grüne Energiestrahl sich den Weg Richtung Himmel frei macht. Was etwas auffällig ist, ist die Tatsache, dass der dritte Teil die Atmos-Beschallung mehr für grundsätzliche Zugabe von Actiongeschehen nutzt und oftmals etwas weniger differenziert oder dediziert arbeitet wie das Atmos der ersten beiden Teile.
Tauchen aber die Drachen mit den Ringgeistern auf, gibt’s auch hier wieder zahlreiche Kreischgeräusche der Viecher (ab 71’00) und bei 93’20 fliegen dann wieder Pfeile über die Heights. Dass hier in Summe nicht so viel passiert, liegt auch an der deutlich inhaltslastigeren ersten Hälfte des Films. Aber wenn Signale auch optisch erkennbar geboten werden, nimmt der Sound sie dankbar auf (Wuschen bei 98’38). Wechseln wir auf Disk 2, hört man nach fünf Minuten die sanfte Stimme Galadriels und nimmt auch ein paar kreischende und fauchende Geräusche von Kankra/Shelob wahr. Bei 14’20 wird der Amboss dann hörbar per Ketten gespannt und es hagelt Pfeile von oben. Während der darauf folgenden Schlachten an den unterschiedlichen Fronten gibt es immer wieder sinnvoll eingesetzte 3D-Sounds. Nie übermäßig viel, aber stets korrekt eingesetzt. Von Flügelschlägen der Ringgeister-Drachen über die Stimmen der Nazgûl bis hin zu Signalhörnern und Kampfgerät, das sich oberhalb der Kamera befindet. Nach der Schlacht sorgen dann die allermeisten Szenen mit Saurons Auge für effektvolle 3D-Sounds. Im Schicksalsberg gerät man dann so richtig in die Mühlen von wuchtigem Bass, knarzendem Geröll, Choralgesängen und allerlei anderen Signalen – klasse!

Preis: 51,99 €
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Bonusmaterial

Keins vorhanden. Eine 4K Ultimate Collector’s Edition aller sechs Filme des Universums inkl. Bonusmaterial ist für Mitte 2021 (in den USA) angekündigt.

Fazit

Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs ist ein mehr als würdiger Abschluss einer Filmtrilogie für die Ewigkeit. Vielleicht am Ende ungefähr 15 Minuten zu lang, stört hier ansonsten rein gar nichts. Alles, was die Saga ausmacht, wird hier in vollem und höchst dramatischen Maße ausgekostet und vollendet.
Erneut ist auch hier der bekannte deutsche Ton an Bord, was angesichts des famosen englischen Atmos-Sounds wirklich schade ist.

Ein paar finale Worte zur Bildqualität der Trilogie:
Die Ultra-HD-Blu-rays zeigen die drei Filme in bestimmten Punkten in bisher noch nicht gesehener Qualität. Dazu zählen die deutlich bessere Durchzeichnung im Schwarz, das Vermeiden von Überstrahlungen im Weiß sowie das über weite Strecken akkuratere Color-Timing, das auch in puncto Erweiterung des Farbraums für spektakuläre Momente sorgt (Feuer des Balrogs, Auge Saurons). Die Hell-Dunkel-Dynamik ist dazu durch die Bank gelungener und sorgt für ein gleichzeitig ausgewogeneres als auch knackigeres Kontrastverhalten. Wem all diese Punkte wichtig sind, während er über Rauschfilterung und Kantenschärfung einigermaßen hinwegsehen kann, für den lohnt sich die Anschaffung.
Auf der negativen Seite stehen unverständliche Fakten wie die Tatsache, dass es doch nur 2K-Upscales sind, die nicht mehr Details bieten als die Blu-rays. Noch unverständlicher ist die teils drastische Rauschminderung durch einen Filter-Algorithmus. Was hier teilweise an Details weggeputzt wird, ist ärgerlich. Gegner von DNR werden sich deshalb von den positiven Vorzügen nicht überzeugen lassen. In der Tat hat man versucht, die beiden Trilogien einander optisch anzugleichen – und zwar in Richtung des digitalen Hobbit, nicht in Richtung des analogen Herrn der Ringe. Das sollte man wissen, bevor man seine Kaufentscheidung trifft.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD (2012): 80%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität UHD (dt. Fassung): 80%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 95% (leichte Abwertung aufgrund teils etwas gekapptem Tiefbass)
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 70%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 80%

Bonusmaterial: 0%
Film: 95%

Anbieter: Warner Home Video
Land/Jahr: USA/NZ 2003
Regie: Peter Jackson
Darsteller: Elijah Wood, Sir Ian McKellen, Liv Tyler, Viggo Mortensen, Sean Astin, Cate Blanchett, John Rhys-Davies, Billy Boyd, Dominic Monaghan, Orlando Bloom, Christopher Lee, Hugo Weaving, Bernhard Hill, Andy Serkis, Miranda Otto, Karl Urban, David Wenham
Tonformate BD (2011): dts-HD-Master 6.1: de, en
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // dts-HD-Master 6.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 263 Minuten
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Vermutlich nein (2K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 636
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: © 2001-2003 New Line Productions, Inc. © New Line Home Entertainment, Inc. The Lord of the Rings, the names of the characters, events, items and places therein, are trademarks of The Saul Zaentz Company d/b/a Tolkien Enterprises under license to New Line Productions, Inc. All rights reserved.)
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Thomas

Hallo Timo, hallo Kilian,

ich bin hier schon sehr lange stiller Mitleser, großer Fan der Reviews und mache von diesen auch Kaufentscheidungen abhängig.
Die HdR Trilogie sind auch meine liebsten Filme. Leider sind diese (,neben „Der mit dem Wolf tanzt“ Bluray, welche gar nicht mehr funktioniert, ) auch die einzigen Filme, welche bei mir nur Probleme machen.
Ich hatte mir vor ein par Jahren die 15 Disc extended Spielfilm Trilogie auf Bluray zugelegt aber bis vor kurzem nie angeschaut. Als es so weit war, habe ich entsetzt feststellen müssen, dass hier der Ton stellenweise ziemlich für die Tonne war. Ich konnte gar nicht richtig beschreiben, was es war, weil es nicht in jeder Szene vorkam und ich zunächst dachte, dass ich es mir nur einbilde. Aber dann war ich mir sicher: auf der deutschen Tonspur hat die Hintergrundmusik andauernd kleine Aussetzer, speedups oder slowdowns. Das hat mich fast wahnsinnig gemacht. Habe den Support kontaktiert und scheinbar gab es bei dieser Edition wirklich anfangs Probleme, wie von dir, Timo, auch in deinem Gefährten Review beschrieben. Nun habe ich tatsächlich noch ein Austauschexemplar bekommen – und zwar die neu gemasterte Bluray, die diesen Monat frisch erscheint.

Was soll ich sagen: ich bin entsetzt! Erstens das Bild ist unter aller Sau im Vergleich zur alten Bluray. Vielleicht könnte ich mich noch an das neue Colorgrading gewöhnen, aber in fast allen Szenen, in denen Nahaufnahmen von Gesichtern zu sehen sind, erscheinen diese wie mit einem billigen Verjüngungsfilter von Handykameras gefilmt. Jegliche Details gehen hier flöten. Auch Details an Rüstungen oder Gebäuden im Hintergrund wirken wie abstrakte Gemälde und nicht wie aus Metall oder Stein/Holz. Die fliegenden Pferde auf den Grasebenen sind auch schlimm anzusehen. Und das alles fällt mir schon bei 4m Abstand auf 55 Zoll negativ auf.
Das schlimmste ist aber, dass die deutsche Tonspur den selben Fehler aufweist!

„Der Ton von Herr der Ringe: Die Gefährten hat eine bewegte Geschichte hinter sich. […] Als die erweiterte Fassung dann auf DVD erschien, […] das jedoch in mitunter etwas ungleichmäßig klingender Musik resultierte.“ (Timo, Der Herr der Ringe: Die Gefährten 4K UHD Review)

Diese ungleichmäßige Musik beschreibt es für mich ganz gut. Und jetzt das Interessante für Kilian: Ich habe eienen LG CX. Mein Setup ist PS5 -> Teufel Cinebar Lux -> LG CX.
Die englische Spur hat das Problem nicht. Das sind die einzigen Discs in meiner ganzen Sammlung, die diese Probleme mit meinem Setup verursachen und das nur bei der deutschen Spur.
Man muss dazu sagen, dass ich mit der PS direkt an die Soundbar gehe, da LG ab der CX Reihe DTS Support gestrichen hat um ein paar Kröten zu sparen (deshalb auch mein letzter LG) und ich sonst nur Stereo über eARC an die Soundbar bekäme.

Meine Probestelle ist:
Disc 2 von „Die Rückkehr des Königs“ bei 01:45:55 bis 01:46:05, wenn die Musik spielt und der gealterte Bilbo zum Schiff geführt wird, das Mittelerde verlässt. Die Musik hat hier zwei deutliche Stotterer drinne, die bei jedem Abspielen auftreten.

Hatte im Internet auch sonst nichts genau zu diesem Problem gefunden. Bin aber „froh“ dass ich hier wenigstens noch jemanden angetroffen habe, der das selbe Problem hat.
Für mich gibt es also leider aktuell keine möglichkeit meine Lieblingsfilme fehlerfrei zu schauen. Hätte besser die alten DVDs behalten 🙁

Johannes Persian

Bei der Beurteilung, welche Fassung den nun die beste ist, muss man auch berücksichtigen, welchen Cut man gerne schauen möchte:

Theatrical-Cut ? Ganz klar die 4k-Fassung. Das Bild der alten Bluray litt nämlich ebenfalls unter massivem DNR-Einsatz und Unschärfe. Insofern hat die 4k-Version am Ende das homogenere Bild.
Beim Extended-Cut hängt es davon ab, ob man sich massiv am Green-Tint im ersten Teil und dem generellen Black-Crush stört. Wenn ja, dann wird die 4k-Fassung hier auch die bessere Wahl sein.

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, den Film zu genießen (nur Extended-Cut), aber dieser Weg ist nicht ganz legal 🙂 Tekno3D (eine amerikanische Community, die hochwertige HDR-Regrades von SDR-Videos macht) hat sich auch in den Herr der Ringen-Filmen versucht. Es gibt auf deren Youtube-Kanal auch ein kleinen Ausschnitt aus dem dritten Teil (früher gab es noch eine Szene aus dem zweiten Teil). Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.
Mit ein bisschen Mühe und Suche kann man die kompletten Extended-Cuts im Internet als HDR-Regrade finden. Die MKV-Dateien sind ungefähr 27-30 GB groß. Hier wurde vermutlich komprimiert, was aber nicht sonderlich auffällt. Das Ursprungssignal scheint von der Extended-Bluray zu stammen (konnte bis jetzt kein DNR erkennen). Der Green-Tint ist weitestgehend Geschichte, in dunklen Szenen kann man deutlich mehr Details erkennen. Das Bild ist insgesamt zwar etwas weicher als die 4k-Bluray, der Schärfegrad schwankt aber nicht so extrem. Die digitalen Effekte fügen sich somit besser ein.

Johannes Persian

PS: Habe jetzt auch mal in den zweiten und dritten Teil reingeschaut.
Gollum und die Ollifanten stechen nicht mehr als „künstliche Wesen“ so krass hervor. Gerade in Szenen mit Rauch ist das Filmkorn wieder deutlich zu erkennen, was bedeutet, dass definitiv kein DNR angewandt wurde.
Das HDR-Color-Grading in der Szene, wo die Reiter von Rohan am Horizont während der Schlacht von Minas Tirith auftauchen, ähnelt dem der 4k-Bluray, heißt: Es ist ein Augenschmaus !!!

Irgendwie schade, dass ein HDR-Regrade von Dritten ein homogeneres und besseres Bild schafft als Peter Jackson selbst 😛

Johannes Persian

Kann ich absolut verstehen. Habe mir schon verkniffen, irgendwas zu verlinken oder konkretes dazu zuposten. Wenn du die Kommentare löschen möchtest, werde ich dir nicht böse sein 🙂

Helmut

Später Nachtrag: auf bluray.com lese ich heute zum ersten Mal auf einer US-Seite (im Review über die “ Ultimate“ collection), dass die initiale Angabe im ersten Review über einen echten neuen 4k Scan eine Fehlinformation war und es sich um einen Upscale handelt.

David

Ich wollte mich auch nochmal kurz melden habe zu Weihnachten überall wo ich war mal die neu erworbenen Herr der Ringe Scheiben ausprobiert. Bei manchen Setups war das Piepen da bei anderen nicht. Da ich mir zum Glück zu Weihnachten auch ein neues Sound Setup gegönnt habe was oh Glück dieses Piepen nicht wieder gibt ist jetzt das Problem erstmal für mich gelöst und ich bin glücklich 😉 . Bis auf ein paar etwas zu weich gezeichnete Szenen bin ich beeindruckt wie gut der Film in HDR auf einem OLED aussieht bin echt froh mir die 4k Version geholt zu haben. Danke aber für deine Mühen!

Helmut

So, ich hab jetzt einfach mal gewagt Bill Hunt eine E-mail zu schreiben bzgl. des Eindrucks, dass das mit dem 4k-DI bei Herr der Ringe und der Neuabtastung von den Originalnegativen etwas zweifelhaft erscheint und nach seiner Quelle fragt. Er hat mir netterweise direkt geantwortet und schrieb, er habe die Informationen von Personen aus Neuseeland, die direkt im Restaurationsprozess involviert seien, die er persönlich kenne und denen er vertraue. Also Glaubensfrage… ich glaube weiter an Timo! (weniger im religiösen Sinne, sondern weil die Sachargumente für ein Upscale mir einfach überzeugend erscheinen). Frohes Neues.

Kilian Krämer

Hi Timo,

Danke für den Tipp. Wäre tatsächlich ne Überlegung wert.

Werde das mal bei weiteren Bluerays beobachten in Zukunft. Solange es aber wirklich nur bei Herr der Ringe bleibt mit dem Problem, werde ich dann wohl eher in den sauren Apfel beißen und einfach PCM aktivieren. Es sind zwar so ziemlich meine Lieblingsfilme, aber extra dafür dann noch ein Gerät anschaffen….

Naja, ich danke dir nochmal für deine Ausführungen. Und sorry, dass ich deine Kommentarsektion unter der Review hier etwas mit meinen spezifischen Technikproblemen zugespamt habe 😀

Kilian Krämer

Hallo Marv,

Ok also optisches Kabel ist damit schon mal keine Option.

PS5 in Soundbar und dann in TV sollte wohl funktionieren (hatte ja den Ton ohne Fehler, als ich die PS5 einfach direkt in der Soundbar hatte), aber diese Lösung widerstrebt mir. Ich will eigentlich schon die PS5 direkt im TV haben, um alle HDMI 2.1 Features nutzen zu können. Die PS5 soll ja zb noch VRR support bekommen in Zukunft.
Die Soundbar kann leider nur eARC was das angeht.
Also das würde zwar gehen, aber wirklich optimal ist diese Lösung nicht.

Der C9 hat leider nur einen ARC HDMI Anschluß (HDMI Eingang 2). Ich habe allerdings mal die PS5 vom Anschluß 1 in 3 gesteckt, hat aber nichts gebracht.

Wenn ich Simplink ausschalte, geht der TV auf die eigenen Lautsprecher. Also ARC bzw eARC ohne Simplink funktioniert nicht.

Ich habe mir jetzt auf gut Glück einfach mal neue HDMI Kabel bestellt. Vielleicht bringt es ja irgendwas. Wobei es an denen ja nicht liegen dürfte. Sonst käme sie englische Dolby Atmos Spur ja nicht durch. Und ich verstehe auch nach wie vor nicht, warum das Problem nur bei der deutschen DTS Spur kommt, nicht aber bei französisch, italienisch und spanisch.
Mal logisch betrachtet, muss da doch eigentlich irgendwas mit der Tonspur an sich nicht richtig sein. Wenn an meinem Setup was im Eimer wäre, würde ja bei den anderen auch was schief gehen. Aber dem ist nicht so.

Habe mir auch gerade nochmal Rammstein in Paris angeschaut, das ebenfalls eine DTS HD Spur hat. Keinerlei Probleme. Ich raffe das wirklich nicht. Also ist jetzt auch nicht so, dass der TV generell ein Problem mit DTS HD hätte.

Folgende Kabel verwende ich momentan:

https://www.amazon.de/Club-3D-CAC-1372-Ultra-Schwarz/dp/B07H5Y5N55/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=Club+3D+CAC-1372+Ultra+High&qid=1608579602&sr=8-1

Kilian Krämer

Ok, jetzt habe ich mal eARC deaktiviert, sodass nur normales ARC aktiv ist.

Jetzt tritt der Fehler auf deutsch nur noch ca jedes dritte Mal auf, wenn ich an die Stelle gehe.

Oh Mann….

Ich habe jetzt auch schon überlegt, ob es vielleicht an den Kabeln liegt. Aber das sind ziemlich teure der Marke Club 3D mit denen ich auch problemlos CoD in 120 FPS spielen konnte auf der PS5. Also die sollten eigentlich locker reichen für ARC bzw eARC.

Marv

Moin Killian,
da haste aber wirklich nen interessantes Problem aufgetan, mal gucken…

1. Optisches Kabel is keine Lösung, kann max. DD oder DTS-Only. also nich wirklich geeignet.

2. Check mal deine HDMI-Kabel, da steht iwo was mit „High Speed“ drauf. Davor steht dann noch „Premium“ oder noch besser „ultra“. Wenn nicht is das zumindest mal nicht als Fehlerquelle auszuschließen und Vorsicht is ja bekanntlich besser als Nachsicht…

3. Nach allem was du geschrieben hast (war ja recht umfangreich…) siehts ja wirklich so aus, als ob der C9 das Problem „verursacht“, was er eigentlich nicht sollte. Soweit ich auf die schnelle gesehen habe, hat deine Soundbar sowohl HDMI-In als auch HDMI-Out. Versuch mal diese auch zu nutzen und guck was passiert. Denn die Reihenfolge PS5-SB-C9 würde den Fehler ja nich geben, wenn der TV Fehlerquelle is. (einziges Manko hierbei könnte eine fehlende Unterstützung von 4K 120fps sein?!)

4. Beim Setup PS5-C9-SB(via eARC) gäbe es am C9 selbst noch ein paar spielereien. Am einfachsten mal nen anderen HDMI-port verwenden (wenns mehrere mit eARC oder testweise wenigstens ARC gibt). Ansonsten mal solche sachen wie „SIMPLINK (HDMI CEC)“ und/oder „Sound Sync“ an oder ausmachen und gucken ob du iwo nen unterschied erzeugen kannst.

Normalerweise darf das alles kein Problem und somit auch keine Verbessrung bringen, aber „normalerweise“ funktionierts ja auch einfach…

Dann mal gutes gelingen,
Gruß, Marv

Kilian Krämer

Wobei mir fällt ja gerade ein, direkt an den TV ohne Soundbar ist das Problem ja auch aufgetreten.

Aber nur von der PS5 direkt an die TV Lautsprecher kommt ja eARC gar nicht zum Einsatz oder? Das betrifft ja nur die Verbindung von TV zu Soundbar. Also kann das an sich ja eigentlich auch nicht der Grund sein.

Kilian Krämer

OK, hab ich jetzt mal so gemacht. Siehe da, der Fehler tritt nicht auf.

Also liegt es doch irgendwie am eARC vom C9. Bloß, warum zum Geier passiert das nur auf der deutschen Spur? Rein technisch ist doch ne deutsche 6.1 DTS nichts anderes als ne italienische 6.1 DTS oder doch?

Also dieser Fehler erschließt sich mir logisch irgendwie nicht. Zumal ich auch sonst bisher derartige Probleme bei keinem Film hatte.

Und ich kann da wirklich 10 Mal hinspulen und es setzt 10 Mal aus. Also das passiert da wirklich auf deutsch jedes Mal bei mir. Ich check das echt nicht.

OK, jetzt wäre meine Frage als Sound Noob wenn eARC anscheinend nicht fehlerfrei funktioniert, welche alternative Optionen habe ich?

Die Soundbar und der TV haben auch optische Ausgänge. Wenn ich quasi die PS5 mit HDMI in den TV stecke mit Bitstream eingestellt und dann vom TV zur Soundbar optisch gehe, würde das dann auch funktionieren mit der Übertragung von Dolby Atmos usw? Dann würde ich mir ein optisches Kabel kaufen und das Problem wäre hoffentlich gelöst.

Sorry wenn das vielleicht ne extrem dumme Frage ist, aber ich bin beim Thema Sound echt noch ziemlich neu. Für mich war das mit der eARC Lösung schön einfach und logisch und bisher hatte es ja auch fehlerfrei funktioniert.

Kilian Krämer

So habe jetzt auch noch Italienisch und Spanisch getestet. Ebenfalls keine Tonaussetzer an der Stelle.

Zusätzlich noch den deutschen Kinocut mit der DD Tonspur. Wie zu erwarten auch kein Problem.

Also unterm Strich laufen sämtliche Tonspuren in beiden Versionen bei mir ohne Probleme bis auf die deutsche im Extended. Einfach nur genial *facepalm*

Als Notlösung auf PCM zu stellen und somit Stereo (oder was dann da auch immer durch kommt) zu forcieren funktioniert zwar, aber das kann doch eigentlich nicht sein sowas.

Vor allem findet man auch absolut nichts dazu im Netz. Als wäre ich der einzige, wo das passiert. Einfach nur sinnlos.

Kilian Krämer

OK, ich habe jetzt noch ein bisschen rum probiert.

Der C9 selbst hat so ein Fake Dolby Atmos. Das ist zwar an sich relativ nutzlos, aber wenn man über die TV Lautsprecher ein Dolby Atmos Signal ausgibt und man dieses Fake Atmos aktiviert hat, kommt oben rechts in der Ecke eine Einblendung, dass jetzt Dolby Atmos aktiviert ist. Quasi so wie die Einblendung für aktives HDR.

Wenn ich den HDMI audio Input auf PCM stelle, kommt diese Einblendung allerdings nicht mehr.

Das heißt für mich, HDMI Input auf Bitstream, wie ich es ursprünglich eingestellt hatte, und dementsprechend Multichannel statt 7.1 (englisch) im PS5 Player Menü ist besser als PCM.

Auf PCM gestellt kommt dann wohl nur Stereo rüber? Obwohl ja 7.1 bzw 6.1 da steht.

Aber dass bei PCM die komplette 6.1 Tonspur durchgeht, kann ja eigentlich nicht sein, wenn der Tonaussetzer dann weg ist.

Oder anders gesagt: Die Tonspur hat ja nur 6.1. Also dürfte ja theoretisch kein Unterschied zwischen Multichannel und 6.1 bestehen in dem Fall. Praktisch muss aber irgendwas anders sein, sonst würde ja der Fehler nicht verschwinden. Hmmm…

Ich hoffe, du kannst mir da irgendwie ne Erleuchtung geben. Ich werde hier echt wahnsinnig.

Das Sinnloseste ist für mich wie gesagt, dass der Fehler beim selben Tonformat nur auf Deutsch auftritt. Das kann ich mir logisch nicht erklären.

Kilian Krämer

Sollte natürlich heißen: DTS HD ist DTS HD, egal ob französisch oder deutsch. Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen

Kilian Krämer

Hallo Timo,

Ich bin es nochmal zwecks der deutschen Tonspur.

Ich hatte mich eigentlich schon mit den Problemen abgefunden, aber dann ist etwas passiert, was ich nicht unkommentiert lassen kann:

Bei der ersten Disc die Rückkehr des Königs setzt bei mir bei 1:19:25 der Ton komplett aus. (Quasi wenn der Nazgul des Hexenkönigs dieses Fauchen von sich gibt).

Und zwar sowohl auf der 4K Blueray auf der PS5 als auch auf der normalen Blueray auf der PS5 und der PS4.

Wenn ich das mit Headset anhöre passiert es nicht. Wenn ich die Soundbar rausnehme und direkt die TV Lautsprecher nehme, passiert es auch. Also muss es irgendein Problem mit der eARC Verbindung zwischen PS5 und C9 sein.

Der Witz ist aber, wenn ich auf Englisch schalte passiert es nicht. Und Dolby Atmos sollte doch eigentlich sage ich mal die anspruchsvollere Tonspur mit mehr Daten und Bandbreitenbedarf sein.

Und das aller geilste ist, wenn ich auf französisch stelle, was ja auch DTS-HD MA 6.1 ist, passiert es auch NICHT!

Also keine Ahnung, was ich davon jetzt halten soll. Wenn sowohl die englischen Dolby Atmos als auch die französische DTS HD 6.1 Spur fehlerfrei wiedergeben werden, kann es doch an meinem Setup nicht liegen??? DTS HD ist doch DTS HD, egal ob Französisch oder Englisch

Als ob ernsthaft die deutsche Tonspur wirklich komplett defekt ist und das niemandem jemals aufgefallen ist??? Wohlgemerkt passiert es auch bei der bisher erhältlichen normalen extended Blueray….

Noch kurz meine genauen Einstellungen:

PS5 Audio HDMI ist auf TV gestellt und steckt im HDMI 1 des C9.

Audio im PS5 Menü allgemein ist auf PCM fürs zocken.

Audio im PS5 Blueray Menü ist auf Bitstream.

HDMI Audio Input beim C9 ist auf Bitstream gestellt für den PS5 HDMI 1.

Audioausgabe steht auf ARC beim C9 und eARC ist aktiviert mit passthrough als Auswahl.

Die dsn9yg Soundbar steckt im HDMI 2 Slot des C9, der für eARC gedacht ist.

Die Soundbar zeigt mir unter diesen Einstellungen als Signal auf Englisch Dolby Atmos bzw deutsch und französisch DTS HD an.

Die PS5 zeigt, wenn ich Optionen drücke Multi Channel und je nach Sprache eben DTS HD MA oder Dolby True Audio HD an.

Den einzigen „Fix“ für die deutsche Tonspur war, den HDMI input der PS5 am C9 auf PCM zu stellen.

Dann zeigt mir die Soundbar aber auch nur noch PCM an und die PS5 zeigt statt Multichannel entweder 6.1 (deutsch) oder 7.1 (englisch) an.

Jetzt ist meine Frage als Noob in dem Thema:

Wenn ich das so einstelle, habe ich dann zb trotzem noch Dolby Atmos? Oder ist das dann schlechter?

Wenn das im Endeffekt sag ich mal egal ist, würde ich es so einstellen…

Ich weiß halt nur nicht, was das jetzt heißt, wenn beim PS5 Player statt multichannel 6.1 oder 7.1 steht? Vielleicht kannst du mir da ja helfen.

Sorry für den Mega langen Text, aber ich Blicke hier langsam nicht mehr durch….

Steppke

Wahrscheinlich Ignoranz. So nach dem Motto: Alle Welt schaut sich die Filme ohnehin in Originalsprache an.

Bei “Blade Runner 2049“ war es genauso. Für mich haben solche eingebrannten UT immer was von fehlendem Bild, da sie schließlich fest in der Stelle verankert sind. Was mich in der Hinsicht weniger stören würde, wären Erklärungen bei irgendwelchen Schildern oder gelesenen Briefen ohne Synchro.

Klar, es ist letztlich nur ein kleiner Wermutstropfen einer, aus meiner Sicht gelungenen Neuauflage von HdR. Wäre dennoch schön wenn die Studios solche Kleinigkeiten nicht länger ignorieren würden…

Steppke

Sag mal Timo – kannst du dir erklären weshalb die englischen Untertitel bei allen Teilen fest eingebrannt sind?

Ich verstehe so etwas nicht. Schließlich hat man doch nun mal verschiedene Tonspuren und Untertitel zur Auswahl. Als forced subs wäre dieser Käse ohne Probleme machbar. Wir hören ja z.B. auch keinen Mix aus englischer und deutscher Sprache…

Wenn es etwas gibt, das mich wirklich an der 4K-Version stört (und nervt), dann sind es diese zweifach angezeigten UT, sobald elbisch gesprochen wird. Die geringste Arbeit bei einer solchen Veröffentlichung wurde mal wieder ignoriert…

Eric

Wie zufrieden bist denn mit dem CX9? Wie sehr würdest du die Bildverbesserung zum B7 beschreiben? Meiner läuft noch einwandfrei und kann keine Beeinträchtigung bisher feststellen, die C9 Serie soll aber echt gut sein

Eric

Sehr gute Rezension zu meinen absoluten Lieblingsfilmen! Kurze Frage: ist der LG TV wie in den Infos angegeben noch immer im Betrieb? Dann würden mich deine Einstellungen für HDR sehr interessieren wenn das machbar wäre, habe nämlichen den selben 😉

Silas

Vielen Dank für die schnelle Antwort Timo! Das macht natürlich Sinn 🙂

Silas

Wenn die Filme – laut mancher Quellen – am Stück gedreht wurden (1999-2000), weshalb steigert sich dann die Bildqualität von Film zu Film?

Arnold

Die SEE-Filme habe ich nach und nach vor Jahren auf iTunes erworben und sie sind vor einigen Tagen durch neue HD-Version ersetzt worden plus ein 4K-Upgrade (zumindest Teil 2&3) erhalten.

Und ich muss Ihnen zustimmen: Als ich den dritten Filmauf dem Apple TV4K angeworfen habe, ist mir zB in der Szene mit Gandalf auf der Mauer mit den Wachen aufgefallen, dass da was nicht stimmt. Irgendwie wirkte alles flach.

David

Danke für deine schnelle Antwort. Kannst du dieses Piepen nicht wahrnehmen? Ich weiß nicht vielleicht bin mit unter 30 noch empfindlicher für diese hohen Töne diese sollen im Alter meines Wissen nach immer schlechter zu hören werden. Aber es gibt Szenen die sind so weit weg von akzeptabel und in der nächsten Szene klingt es wieder nochmal. Deswegen würde mich wirklich interessieren ob du sowas überhaupt wahrgenommen hast.

David

Ich habe mal geschaut ich beziehe mich auf die Blu-ray der Extended Version das dürfte die DTS HD Spur sein. In „Die Gefährten“ Ist im 11 Kapitel der zweiten Scheibe fast jeder Dialog betroffen. Ein ständiges ein und aussetzten eines Piepens im Dialog als hätte man bei der Aufnahme oder Abmischung vollkommen versagt. Besonders auffällig, wenn Galadriel das erstmal spricht. Ich habe auch schon geschaut, ob es ein Problem an meinem Setup ist, aber habe es schon an mehreren getestet, es ist immer das gleiche auch interessant manche meiner Freunde hören es kaum andere auch sehr deutlich. Man findet dazu ein paar Sachen im Internet z.b. hier : http://www.hifi-forum.de/viewthread-36-11036.html . Aber verstehe nicht, warum dieses Thema nicht größer ist, weil es einfach nicht sein kann das dies nie beseitigt wurde.
Schon mal Danke für deine Mühen und deine Zeit ich war lang ein stiller Mitleser aber hier musst ich jetzt einfach Schreiben weil, der Herr der Ringe zu meinen Lieblingsfilmen gehört und diese Soundprobleme mich in den Wahnsinn treiben.

David

Tausend Dank für deine ganze Arbeit und jetzt wird sogar schon die Frau noch mit in die Arbeit eingespannt 😀 ! Ich habe es mir jetzt mal auf YouTube angeschaut. Dort höre ich es da genau so mit meinen Kopfhörern dann ist es aber deutlich schlechter zu hören als an meinem Tv Setup es scheint so als würden manche Setups das Ganze weiter herausheben als andere hätte ich es ohne Vorwissen so auf YouTube geschaut wäre es mir wahrscheinlich nicht aufgefallen. Auch fand ich interessant, dass es scheinbar schon Menschen bei der DVD aufgefallen ist http://www.hifi-forum.de/viewthread-36-2161.html die meinen sogar den Grund zu kennen, woher dieses Problem stammt keine Ahnung, ob es stimmt bei Sound geht mein Wissen gegen 0 . Wahrscheinlich ist es bei mir wirklich eine Kombination aus ungünstigem Setup und leider zu genauem hinhören. https://youtu.be/_Vtc-NlyVlg?t=153 hier mit Zeitsprung „ich weiß, was du gesehen hast“ . Mach weiter so dein Blog ist mit das beste, was es an hochwertigen Reviews im Internet gibt.

David

Ich konnte auf deiner letzte Nachricht nicht auf Antwort drücken vermute da ist das Maximum des Blogs erreicht. Ich habe das auf YouTube direkt am PC gehört mit angeschlossenen Hypercloud2 Kopfhörern, wenn ich aber das ganze nicht auf eine deutliche Lautstärke bringen würde ich es wahrscheinlich überhören da mich dieses Problem aber nun schon seit Jahren stört habe ich aber kein Problem es raus zu hören. Ich habe auch die extended Version aller drei Filme nochmal im Kino geschaut dort ist es mir auch aufgefallen aber an viel weniger stellen als bei mir zu Hause. Im Kino höre ich es wirklich nur an diesen „Prominenten“ Stellen. Ich englische Spur ist tadellos und da höre ich rein gar nichts genau so wie es sein soll auf egal welchem Setup. Herr der Ringe sind auch die einzigen 3 Filme von verdammt vielen Filmen, die ich schon gesehen habe die ein solches Problem haben was mich dran glauben lässt, dass ich nicht verrückt bin.

David

Vielen Dank für deine Rezensionen. Hat die deutsche Tonspur immer noch mit diesem unerträglichen „Piepen“ in Dialogen zu kämpfen? Ich kann einfach nicht verstehen das bei so einem Meisterwerk versagt wird. Ein fehlen von Dolby Atoms ist das eine und kann ich verkraften aber ein Störgeräusch was für mich deutlich zu hören ist sehe ich einfach nicht ein.

Vincent Meis

Habe kein Piepen, kein Sabbern und keine Asynchronität festgestellt. Meine deutschen Tonspuren sind absolut klasse.

Mark

Gerade alle Hobbits durch geschaut, nativ in 24 p sieht das bei den vielen Kamerafahrten wirklich furchtbar aus. Dezent eingesetzte Zwischenbildberechnung ist wirklich ein Segen und wirklich weit entfernt vom Soap–Effect. Man stelle sich vor, 48 Bilder pro Sekunde wären seit 100 Jahren Standard und man würde jetzt auf 24 Bilder umschwenken und das als neue technische Errungenschaft abfeiern, ähnlich wie jetzt beim Filmmakermode…….?Von 20 Puristen würden dann wieviele Konfetti schmeißen? 24p sollte endlich abgelöst werden, kann nicht Sinn und Zweck der Sache sein das nur Standbilder scharf sind…

Ronny

Wer Filmkorn nicht zu schätzen weiß, ist kein Filmliebhaber. Das hier ist wirklich enttäuschend. Schon die Stars Wars Filme wurde nicht vernünftig gewürdigt, weil sein geistiger Vater ein Fan von digitalem verschlimmbessern ist. Auch Peter Jackson ist offenbar kein wirklicher Fan von klassischem Kinomaterial – sein digitaler Hobbit ist Beweis genug. Im Kino lief das Teil ja sogar mit schrecklichen 50 Bildern pro Sekunde in 3D. Da wundert es mich nicht wirklich, dass er diesen Bildbrei für gut befindet.

Vincent Meis

Was ist an 48 fps schrecklich?

Dennis

Es sah zwar komisch aus, jedoch reagiere ich extrem auf Ruckeln bei 3D oder auch 24p (Kamerafahrten) und die Hobbitfilme waren bis jetzt die angenehmsten 3D Filme für mich im Kino. Noramles 24p 3D hat mein Auge immer stärker als ruckeln empfunden als HFR. Meiner Frau fiel das nicht auf.

Auf meinem TV habe ich auch immer ein leichtes Judderreduction drin, ansonsten würde mich diese typischen Kamerafahrten nerven. Hat in dem Moment nichts mit Liebhaben zu tun, sondern vielleicht um das schönere Bild.

Beim Filmkorn sind wir uns aber einig. 🙂

Andreas

Danke für deine tollen Rezensionen. Ich verfolge deine Seite schon länger und nach sehr vielen gelesenen Rezensionen und anschliessenden Sichtungen muss ich sagen, dass ich sehr viel Wert auf deine Meinung lege und du die Rezensionen mit sehr grossem Aufwand machst.

Als ich meinen UHD Fernseher gekauft hatte, musste ich mich leider von den DVDs von HdR trennen, da ich diese auf dem neuen TV einfach nicht mehr schauen konnte. Seitdem warte ich auf diesen UHD Release und habe sofort vorbestellt.

Umso schlimmer war mein Entsetzen als ich deine HdR Rezensionen gelesen habe. Vor allem nach den Lobeshymnen aus den USA konnte ich das kaum glauben aber ich weiss ja inzwischen dass du immer Recht hast… 😉

Trotzdem wollte ich noch andere Meinungen hören und wurde bei Elliot aus England fündig, dem ich auch schon länger auf YT folge.

https://youtu.be/I3Z58uiwcME

Dennis

Und er sagt dasgleiche wie Timo. Irgendwer hat das DNR automatisiert (Stab Weg, Schattenfells Kopf doppelt) gemacht, um das Ding für die Weihnachtszeit fertig zu machen. CGI-Effekte, die vorher „ok“ aussahen wie die Oliphaten, sehen nur aus, wie manches CGI beim Hobbit, zu übertrieben (bspw. die badenden Zwerge in Bruchtal, da schüttel ich immer mit dem Kopf).

Ich werde wohl stornieren und bei den BDs bleiben, bis diese irgendwann nicht mehr gehen (9 Jahre jetzt alt und eine Scheibe hängt gerne mal kurz) oder sid im Angebot für unter 40€ sind.. Atmos gibt nicht, somit bleibt nur die visuelle Ebene und ich bin jemand, der merkt sich „Filmfehler“, ich hatte bei meinen BD schon gemerkt, wie viel schlechter Gollum am Anfang von HDR2 als CGI aussieht, wenn er die Wand runterklettert und Sam dann würgt.

Vielleicht gibt es ja doch noch nen Fan-Aufschreib und Warner korrigiert es nochmal teilweise… Die Hoffnung stirbt zu letzt.

Tristan

Interessanterweise war der Stab bereits in der DVD Edition ziemlich aufgeweicht -:).

Edit vom Admin:[(Habe den Link zu Caps aus Urheberrechtsgründen entfernt). Man sieht aber deutlich, dass die dort abgelegten Screenshots der DVD ebenfalls auf die gleiche Weise gefiltert wurden wie die UHD-BD in dieser Szene und die Spitze vom Stab ebenso verschwindet.]

Steppke

Mmmh…ich finde das Hier eindeutig zu streng mit der 4K-Trilogie ins Gericht gegangen wird. Die vereinzelten Extrembeispiele von DNA machen laut Timo wenige Minuten pro Film aus. Bei ca. 11 Stunden ein verschmerzbarer Fakt wie ich finde.

Zumindest erschließt es sich mir nicht, das man einer Bluray-Version mit wesentlich schlechteren Kontrastwerten, Feinzeichnung und miserablem Colorgrading den Vorzug gewährt.

Ja, HdR wurde noch analog gefilmt und was diesen Punkt betrifft, kann ich durchaus verstehen, das einem die Modernisierung in Richtung Digitallook übel aufstößt. Ich finde es dennoch mehr als fraglich, ob einem dieser “Feinschliff“ wirklich so die Freude nimmt. Achtet Ihr beim Filmeschauen eigentlich auch auf die Handlung oder kontrolliert ihr mit der Lupe jeden Pixel auf glatte Stellen?

Vincent Meis

Blödsinn. Der Kontrast der blu-ray ist angenehm. Bei der UHD völlig hochgeknallt! Die blu-ray hat die bessere Feinzeichnung, die UHD lässt jede Feinheiten wegwachsen. Die blu-ray hat das stimmigere Color Grading, die UHD ist so langweilig neutral wie ne moderne TV Produktion.

Marcel

Kann dir nur zustimmen. Ich finde auch das diese paar Szenen jetzt kein wirklicher Grund sind die UHDs nicht zu kaufen. Die Szenen werden eh wahrscheinlich so schnell vorbei sein, dass man eh nicht die Chance hatte was zu sehen.

Aber kommt mir mittlerweile auch so vor, als wenn man mittlerweile nur noch die Fehler sucht und jeden Pixel genau unter die Lupe nimmt. Dafür haben wir ja den guten Timo.
Ansonsten werde ich einfach das tun was man mit so guten Filmen macht. In den Player legen zurück lehnen und den Film einfach gucken.

Jan

Die Reviews der drei Teile sind dir sehr gelungen. Danke dafür.
Ich schwanke persönlich immernoch hin und her. Als großer Fan der Filme waren die UHDs eigentlich ein Pflichtkauf. Jetz bin ich unschlüssig. Die Wachsstift anmutenden Bilder an einigen Stellen sind schon starker Tobak. Und eigentlich möchte ich so etwas finanziell nicht unterstützen.
Was mich interessieren würde wäre deine persönliche Einschätzung. Deine Fazit sind relativ objektiv, was gut ist, aber da ich die Filme noch nicht gesehen habe ist es schwer einzuschätzen was im bewegten Bild schwerer wirkt. Die pros oder die contras. Wirst du dir ab jetzt die Blu-rays zu gemüte führen oder bleibst du bei den UHDs?

Grüße aus Dortmund
Jan

Chris P.

gibt es über die 6 Filme (der Hobbit und Herr der Ringe) gesehen einen Gewinner was die HDR Formate sprich HDR10 vs. Dolbyvision betrifft oder nehmen die sich nicht viel bzw. Gar nichts?

Ich frage da bei deinen Rezensionen von der Hobbit zumindest mal DV erwähnt wurde bei den drei Herr der Ringe aber gar nicht

Telperion

Ich muss sagen, mir hat die sepia-artige Colorierung bei der Schlacht um Minat Tirith immer gut gefallen, sah irgendwie old-fashioned aus. Daraus hat man jetzt in den meisten Einstellungen die ich anderswo gesehen habe, eher einen gräulichen Farbton gemacht.

Viet Vu Duc

Ich bin nach den 3 Reviews hin und her gerissen… DNR hat schon bei Terminator 2 nicht gut ausgesehen (mein Lieblingsfilm).
zeit zum stonieren habe ich na zum glück noch

Dominik

Ich denke man sollte sich die Filme selber anschauen und darüber entscheiden und dann wenn die Filme trotzdem nicht gut sind kann man sie ja wider verkaufen.

Vincent Meis

Mit 10 € Verlust, weil nicht mehr neu und 5 € Versandkosten.

Hans Georg

Schade Warner, Korn mag zwar für manche unschön und schmuddelig aussehen, aber bei analogen Filmen ist es doch eben Teil des Bildes, und somit auch für die Schärfe und Detaildarstellung verantwortlich.
Alle Kornhasser können sich dieses genauso gut mit den Verschlimmbesserern des TVs/Beamers wegbügeln lassen.
Das ist genauso wie mit der Dynamik bei Tonspuren, verringern lässt sich diese durch DSPs leicht, aus wenig lässt sich hingegen nicht viel zaubern.
Wieder einmal gibt man dem Mainstream nach, der babyglatte Bilder möchte und stößt dem Cineasten vor den Kopf.
Das ist für mich mutwillige Zerstörung von Kunst.
Man nimmt sich ja auch nicht alte Schwarzweiß-Filmklassiker, und verpasst ihnen Farbe.
Zum Glück hab ich noch nicht gekauft, sonst würde das für mich ganz klar als „Beschädigte Ware“ gelten.
Dann doch lieber einen leichten Grünstich, und dafür eine akurate Kornstruktur.
Um den Look beider Trilogien anzugleichen, hätte man den Hobbit teilen einfach künstliches Korn verpassen müssen, dann würden die Bilder direkt rauer, und weniger hypersteril daherkommen.
Für so eine Schlamperei gibt’s von mir kein Geld!

Vincent Meis

So ist es. „Der Herr der Ringe“ ist zwar an sich schon eine Mainstream-Produktion, aber eben durchaus eine sehr gute. Der heutige Mainstream (Generation Marvel) ist allerdings noch mehr auf glattgebügelte Baby-Bilder aus als noch vor 20 Jahren. Heißt also Warner will sich dem heutigen Mainstream anpassen und zerstört dafür ihre Kunstwerke. Man verpasst der Mona Lisa ja sicher auch keinen neuen Anstrich!
Man hätte die Original-Negative mit hochwertigen Scannern neu in 4K abtasten müssen und das Color-Grading schön düster lassen müssen, das Korn schön crispy. Nicht so ein Ölgemälde. Das wäre Arrow Video, Criterion, Second Run, Eureka usw. nie im Traum eingefallen!

Thorben

Ich glaube das ist übertrieben. Ich habe alle 3 Filme zwischen den Jahren auf meiner 3m Leinwand und meinem Sony 590 gesehen. Die Vorteile zur Blu-Ray in Bezug auf Farben und Kontrast sind aus meiner Sicht eklatant, während die „Pastell-Szenen“ echt selten sind. Ja, sie nerven etwas, können aus meiner Sicht nichtmal ansatzweise das viel bessere Colorgrading zunichte machen. Ich würde die Blu-Ray nicht mehr schauen. Was aber leider auch wahr ist, mehr Details als auf der Blu-Ray sind nicht zu erkennen – das ist etwas enttäuschend.

Christian

Auch ich bin kein Fan von diesem DNR Einsatz hier und die Indizien, dass es sich um Upscaling handelt sind schon recht enttäuschend. Ob (bzw. wie schnell) ich mir die UHD Versionen zulegen werde, wird sich somit wohl erst nächsten Sommer entscheiden, wenn dann die Collector’s Edition kommt. Wenn die nicht so abgefahren teuer wird wie damals die Blu Ray Mittelerde Collection, werde ich da aber wohl kaum widerstehen können. Mit Herr der Ringe entfachte sich meine Leidenschaft für dieses Medium und bis heute sind sie meine absoluten Lieblingsfilme.
Danke Timo, für deine zahlreichen und ausführlichen Beiträge.
Review: 100%