Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere – Extended Edition 4K UHD

Blu-ray Review

Warner Home Germany, 03.12.2020

OT: The Hobbit: The Battle of the Five Armies

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Die letzte Schlacht

Auch das Finale der Hobbit-Trilogie ist natürlich im Set der Hobbit-Trilogie auf 4K UHD-BD enthalten.

Inhalt

Smaug tut, was er am besten kann: Zerstören

Die Zwerge haben unbeabsichtigt dafür gesorgt, dass der Drache Smaug befreit wurde und nun geradewegs Kurs auf Lake Town setzt. Während der fliegende Gigant die Stadt in einer Wand aus Feuer vernichtet, kann Bard ihm mit einem Kunstschuss den letalen Stoß versetzen. Doch der Tod des Drachen sorgt nur dafür, dass dessen Goldschatz unter dem Einsamen Berg nun unbewacht liegt. Ein Schatz, der so unermesslich viel Reichtum verspricht, dass praktisch alle, Menschen, Elben und Zwerge Anspruch auf ihn erheben. So jedenfalls sieht es Thorin, der in allem, was auf den Berg zuströmt, eine Bedrohung zu erkennen glaubt – und das vor allem, weil er immer noch nicht seinen Arkenstein gefunden hat. Ein Krieg zwischen den drei Parteien scheint unausweichlich. Doch der Kampf um das Gold ist nicht das größte Problem, das Menschen, Zwerge und Elben haben, denn ein riesiges Heer unter Azog ist auf dem Weg – ein Heer, das nicht mehr will, als das Zeitalter der Orcs einläuten. Und so scheint in diesen diffizilen Zeiten die einzige Möglichkeit, einen Krieg gegeneinander zu vermeiden, die Allianz gegen einen noch größeren Feind …

Bard und Legolas ist klar: der Krieg wird kommen

Da ist er, der sechste und letzte Teil aus dem Tolkien-Universum, der unter der Regie von Peter Jackson das Licht der Welt erblickte. Und während Eine unerwartete Reise ähnlich der Gefährten eine Einführung, der Beginn einer Reise war und Smaugs Einöde die Dramatik zuspitzte, ist Die Schlacht der fünf Heere nach einer knappen Stunde der Hinführung eine kolossale Kriegsschlacht. Ein Finale, das so bombastisch in den Büchern sicher nicht gedacht war, gleichsam aber Jacksons Abschied aus Mittelerde bedeutet und diesen wollte der sympathische Regisseur eben möglichst spektakulär begehen. So bleibt, auch aufgrund der „kürzeren“ Laufzeit des letzten Teils (144 Minuten abzüglich eines knapp 13-minütigen! Abspanns) nur wenig Möglichkeit, um die Handlungsfäden zum Abschluss zu bringen und den (zahlreichen) Figuren Raum zu geben. Bilbo verkommt auf diese Weise ein wenig zur Randfigur, darf hin und wieder einen Witz reißen – was im Übrigen der einzige Humor im finalen Teil der Hobbit-Trilogie ist. Der teilweise kritisierte Slapstick in Smaugs Einöde weicht in Die Schlacht der fünf Heere einer dramatischen Ernsthaftigkeit, die ein Krieg naturgemäß mit sich bringt. Was Jackson im letzten Teil gut gelingt, ist die Darstellung der tiefen Gräben zwischen Zwergen, Elben und Menschen. Mit den Erinnerungen aus Der Herr der Ringe ist das hin und wieder gewöhnungsbedürftig, war der Konflikt zwischen Zwergen und Elben dort doch „nur“ für ein bisschen Sarkasmus gut. In der Hobbit-Geschichte sind diese Differenzen offenbar. Gerade die überhebliche Arroganz Thranduils und das misstrauische Element Thorins, das durch seine „Drachenkrankheit“ noch gesteigert wird, kommen herausragend zur Geltung – man muss sich nur vor Augen halten, dass die Geschichte eben 60 Jahre vor den Erlebnissen von Frodo & Co. spielt.

Verschanzen sich in der Festung am Einsamen Berg: Thorin und sein Gefolge

Leider gerät die Figurenzeichnung dennoch nach knapp 70 Minuten unter die Räder der riesigen Schlacht. War es schon von Beginn an ein Problem der Hobbit-Trilogie, dass die Zwerge um Thorin nicht die gleiche Eigenständigkeit erreichten, wie es Aragorn, Legolas, Gimli & Co. im Herrn der Ringe taten, so schafft es auch Die Schlacht der fünf Heere nicht, dieses Manko zu beheben. Sicher, Thorin ist ein charismatischer Typ und wird von Richard Armitage gut verkörpert, doch sympathisch ist er zu keiner Zeit so richtig. Sein Gefolge aus zwölf Artgenossen ist für einen Film, selbst für einen Dreiteiler, einfach zu groß, um (ohne Vorkenntnisse der Bücher) jeden einzelnen zu jedem Zeitpunkt auseinanderhalten zu können. Schlimmer noch: Es wird den Zwergen so wenig Vorgeschichte mitgegeben, dass es einen am Ende verhältnismäßig kalt lässt, wer nun starb, wer am Leben blieb und wer nie mehr mit seiner Elbenfreundin zusammen sein wird. Vielleicht liegt’s aber auch ein wenig an den Bärten, die viel von der Mimik der Schauspieler verschlucken. So sind es in der Hobbit-Serie vor allem die bekannten Gesichter von Legolas oder Gandalf sowie die bösen Orcs Azog und Bolg, die herausragen und für den Wiedererkennungsfaktor sorgen. Ein echtes Ärgernis ist, dass Martin Freeman, der ein toller Bilbo ist, mehr und mehr an den Rand gedrängt wird, am Ende der Schlacht gar niedergeschlagen wird und erst wieder aufwacht, als alles schon vorbei ist. Vielleicht hätte man in Sachen Charakterentwicklung doch besser daran getan, die Hobbit-Vorlage auf maximal zwei Filme und nicht auf einen weiteren Dreiteiler zu dehnen.

Azog dirigiert sein gigantische Heer aus Orcs, Trollen und Ogern

Abseits der Geschichte und Darsteller ist Die Schlacht der fünf Heere natürlich auch ein technisches und optisches Schmankerl erster Güte. Und bevor der großartigen Szenen Huldigung geleistet wird, gibt’s ausnahmsweise mal die Kritik an Details vorangestellt: So wirken die Bewegungen des rentierähnlichen Vierbeiners Thranduils nicht gerade fließend und dessen Heer bei der Ankunft vor dem Einsamen Berg besteht sichtbar aus ein- und demselben Darsteller, dessen Gesicht tausendfach geklont in die Helme der Elben-Armee einkopiert wurde. (62’13). Beinahe ärgerlich schwach sind die Animationen der Pferde während Thorins Angriff auf Azog (90’33) – das können die Visual-Effects-Leute heute deutlich besser. Doch prinzipiell war’s das schon mit der Kritik. Gerade die Trolle, die Azog in den Krieg schickt, sind sensationell animiert und schlagen den Höhlentroll aus Die Gefährten in Sachen Mimik und Auflösung um Längen. Auch die epischen Schlachtszenen selbst geraten äußerst beeindruckend und die knapp viertelstündige Sequenz, in der Thorin, Legolas, Tauriel und Bilbo gegen Azog und Bolg kämpfen, ist vermutlich das packendste Eventkino der 2010er Jahre. Für einen schaurigen Gänsehautmoment sorgt Jackson, als er den weißen Ork unter dem Eis an Thorins Füßen entlangschwimmen lässt. Überraschend ist dann, dass die befürchtete Orc-Armee, die von Norden dazustoßen soll, nicht wirklich im Bild auftaucht und Jackson die Adler mit Beorn auf ihrem Rücken wie ein kleiner Gandalf aus dem Hut zaubert, ohne dass je von ihnen die Rede war. Leider schließt diese Lücke auch der Extended Cut nicht. Wer darüber mehr erfahren möchte, fand jedoch im Bonusmaterial der alten Blu-ray ein paar Hinweise.
Allerdings auch dort nicht darüber, warum Bard, der im finalen Film eigentlich eine recht große Rolle bekleidet, nach dem Sieg nicht mehr mitfeiern darf. Dass Die Schlacht der fünf Heere zum Schluss den Weg zurück nach Beutelsend findet und dort Bilbo sechzig Jahre später, bei seinem 111. Geburtstag erneut Gandalf die Türe öffnet, ist ein netter Schlussmoment für die Fans sämtlicher sechs Filme.

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Vergleich Kinofassung vs. Extended Cut

Bekommt im Extended Cut wenigstens etwas mehr Screentime: Bilbo

Die knapp 20 Minuten längere Laufzeit des Extended Cut von Die Schlacht der fünf Heere verteilen sich hauptsächlich auf den Gewaltanteil des Films in den Schlachten. Deutlich mehr direkte Brutalität gibt’s zu begutachten – inkl. abgeschlagener Köpfe oder im Kopf herumgedrehter Messer. Selbst Saruman darf ein bisschen mehr austeilen und gegen Mitte des Films sehen wir eine Schlacht zwischen Dains Heer und Thranduil, die in der Kinofassung nicht enthalten ist. Ziemlich beeindruckend sind die erweiterten Szenen, in denen Azog noch einige seiner riesigen Kampfkolosse in die Schlacht vor den Toren von Erebor schickt. Aber auch in der Folge sind es immer wieder Schlacht-, Kampf- und Splatterszenen, die der Ext. Cut liefert.
Echte Handlung beschränkt sich auf eine verlängerte Folterszene Gandalfs, auf ein nächtliches Treffen von Bilbo und Bofur sowie eine deutlich längere Diskussion zwischen Gandalf und Radagast. Was der Extended Cut nach wie vor nicht beantwortet, ist die Frage, woher Beorn mit den Adlern kommt und warum Bard nach der Schlacht einfach verschwindet.

Bild- und Tonqualität BD

Thorin wird Opfer der Drachenkrankheit

Da das neue 4K-UHD-BD-Set zunächst keine Blu-rays enthalten wird, gibt’s an dieser Stelle noch einmal die Bewertung der Bildqualität der bisherigen Blu-ray. Diese wird auch als Vergleich zur UHD-BD im nächsten Kapitel herangezogen.

Da der Film ohne großartiges Bonusmaterial auf der Disk unterkam und nicht die epische Laufzeit der Vorgänger erreicht, kann die volle Datenrate und Bandbreite genutzt werden, um die BD von Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere bildtechnisch auf Top-Niveau zu hieven. Man kann sich darüber beschweren, dass man hin und wieder das hyperreale der 48-Bilder-HFR-Aufnahmen auch auf der 24p-Blu-ray zu erkennen glaubt und Legolas‘ Augen, seine Gesichtsumrisse sich beinahe digital vom Hintergrund absetzen. Man kann dies extreme Schärfe und Plastizität aber auch genießen. Auch die Auflösung gelingt jederzeit fast perfekt. Grandios ist das Symbol über dem Thron – selten wurde so etwas derart scharf umrandet und dreidimensional abgebildet – wohlgemerkt im 2D-Modus (34’36).
Allerdings muss man leider auch sagen, dass hier immer mal wieder Szenen etwas gefiltert aussehen und VFX arg gemalt wirken. Der dritte Teil wirkt vor allem aufgrund der reichhalten CGIs in der finalen Schlacht insgesamt noch digitaler, noch etwas artifizieller als die beiden Vorgänger. Demgegenüber setzt es Close-ups von bestechender Schärfe – wie jenes von Bilbo, der oberhalb von Seestadt in den Bergen steht.
Analog zu Smaugs Einöde sind die Szenen mit den Elben grundsätzlich etwas softer gehalten, was allerdings kein technisches Manko ist, sondern bewusst zur Intensivierung der Atmosphäre eingesetzt wurde. Selbst die Vogelperspektiven auf die riesigen Armeen, die im Finale aufeinandertreffen, bleiben beständig gut aufgelöst und man meint, noch jede Bewegung eines einzelnen Soldaten ausmachen zu können. Auch hier gibt’s aber hin und wieder etwas Detailverlust in dunklen Szenen und ab und an leichte Überstrahlungen.

Galadriel hat Gandalf befreit. Nun zieht er in die Schlacht mit Bard

Ebenso gut schlägt sich mal wieder der Sound in Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere. Schon das ferne Flügelschlagen Smaugs erfüllt den Raum mit wuchtigem Druck und wenn er eine Brandschneise in die Seestadt schlägt, scheinen die Speaker selbst Feuer zu fangen. Gerade haarscharf am Rande des leichten Verzerrens entlang pustet er seine Feuerstöße in die Holzhäuser und sorgt so für ein Donnerwetter gleich zu Beginn. Ebenso wie erneut seine Stimme (und zwar im deutschen und englischen) extrem voluminös aus den Lautsprechern erklingt. Oft sind es aber die feinen Geräusche, die noch mehr Spaß machen: ein leichtes Säuseln rund um Gandalfs Holzgefängnis, ein Windhauch oder das Echo, das ertönt, wenn die Zwerge aus Seestadt zurück zu Smaugs Refugium kommen und in die Hallen hineinrufen. Geradezu gänsehauterregend ist der Moment, in dem hunderte Elbenschützen ihre Bogen rasselnd zurück in die Rüstung stecken. Wenn dann die Werwürmer aus dem Berg herausbrechen, läuft man im Heimkino Gefahr, von den gelösten Felsen erschlagen zu werden. Allerdings könnte noch ein wenig mehr Tiefbass diese vehementen Biester unterstützen. Während die Surroundkulisse praktisch allgegenwärtig ist, fehlt’s dem LFE-Kanal doch ein bisschen an letzter Konsequenz. So ist der Ton von Die Schlacht der fünf Heere zwar sehr gut, aber kein absolut herausragendes Sonderereignis.

Bild- und Tonqualität UHD

Mindestens genauso böse wie sein Vater: Bolg

Wie schon bei Teil I und II, wurde auch Die Schlacht der fünf Heere mit den Red Epics in 5K aufgezeichnet. Auch hier wählte Jackson stereoskopisches 3D-Verfahren mit 48 fps. Und auch hier gilt das Gleiche: UHD-BD ist nicht für 48 fps spezifiziert und der Film gelangte mit 24 Bildern pro Sekunde auf die Disk.
Und auch muss man auf die verfügbaren Infos etwas vertrauen, dass man noch mal an die RAW-Files ging, um ein neues 4K-DI zu erstellen, dem dann die VFX hochskaliert hinzugefügt wurden. Immerhin lassen sich durchaus Vorteile in der Feinauflösung der Realszenen erkennen.
Warner masterte die UHD-BDs dann zusätzlich mit einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum und spendierte HDR10 und Dolby Vision als Kontrastdynamiken.
Auch bei Die Schlacht der fünf Heere kommen einige der frühen Szenen schon sehr digital rüber. Manchmal hat man das Gefühl, dass Figuren im Vordergrund vor einer Bluescreen stehen. Obwohl sie das nicht tun, treten sie krass aus dem Bildschirm hervor. Möglicherweise auch ein Überbleibsel des nativ in 3D-48fps gedrehten Films (Legolas 23’59). Allerdings war das bei der BD schon sehr ähnlich und wird durch HDR noch etwas verstärkt. Der sehr digitale Look nimmt vor allem in der letzten Stunde noch mal stärkere Formen an, wenn die VFX-dominierte Schlacht zelebriert wird. Hier wirken nicht nur die CGI-Charaktere, sondern auch die Gesichter der Darsteller etwas flach und wachsig (die am Boden liegende Tauriel während ihres Kampfes mit Bolg). Demgegenüber stehen Close-ups von Bilbo, die dermaßen plastisch sind, dass es schon überreal wirkt (22’56).

Thranduil will etwas Bestimmtes aus dem „Nachlass“ von Smaug

Kann man über die Detailauflösung und den sehr rundgelutschten Digitallook noch geteilter Meinung sein, so sind die Farben hier wieder durchweg besser getroffen. Von den etwas neutraleren Graueinstellungen über die sichtbar satteren Kontraste in sämtlichen Szenen bis hin zu den erneut viel leuchtenderen Orangetönen während des Feuerangriffs von Smaug zu Beginn des Films. Was hier an Strahlkraft erzeugt wird, ist erneut grandios. HDR knallt auch im dritten Teil der Hobbits massiv und sorgt für einen beständig eindrucksvollen Look. Während der kompletten Schlacht, die am Nachmittag zu beginnen scheint, ist die Stimmung mit goldgelben Farben im Himmel, innerhalb der Feuer und auch auf den Wiesenflächen angereichert. Was über die Blu-ray fast ausnahmslos farbarm war, bekommt nun wunderschöne Nuancen und Differenzierungen. Hautfarben sind wärmer und authentischer, nicht mehr so gräulich. Das sorgt durchweg für mehr Atmosphäre im Getümmel.
Während also die Farbgebung durchweg stimmiger ist und einige Realszenen knackscharf erscheinen, zudem HDR und Dolby Vision gleichermaßen abliefern, bleibt ein höherer Anteil an sehr digital-geglätteten Szenen und Shots, die in Summe (auf hohem Niveau) das „schlechteste“ Bild der Trilogie liefern. „Schlecht“ aber ausdrücklich in Anführungszeichen.

Blu-ray (3’08): (Slider ganz nach rechts): Erneut ist Feuer ein großes Thema bei den Differenzen zwischen BD und UHD.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD zeigt hier mehr Dramatik, mehr Details im Feuer und kräftigere Farben.

Blu-ray (8’05): (Slider ganz nach rechts): Das Gleiche gilt für den Feuerstrahl aus Smaugs Rachen. Auch hier ist die Blu-ray sichtbar überstrahlt und ohne große Nuancen.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD bietet auch hier viel mehr Informationen innerhalb des Feuers.

Blu-ray (18’57): (Slider ganz nach rechts): Zwei Beispiele für die viel deutlicheren Farb-Nuancen der UHD. Die BD ist farbloser und matter.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD bietet schon im Vordergrund auf dem Kies mehr Schattierungen und Farbdifferenzen. Ebenso im Hintergrund auf der dampfenden Ebene.

Blu-ray (24’57): (Slider ganz nach rechts): Das Gleiche Bild noch einmal hier. Die BD im Vergleich blasser.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD zeigt die deutlicheren Farbdifferenzen und den wesentlich dramatischeren Himmel.

Blu-ray (126’58): (Slider ganz nach rechts): Bolg ist über die Blu-ray blasser.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD gibt ihm das fleischigere Äußere.

Blu-ray (119’22): (Slider ganz nach rechts): Bilbo liegt unter einem deutlicheren Nebelschleier. Die Blutspritzer auf seiner Wange sind wenig zu sehen.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Ganz anders bei der UHD-BD, welche die Details deutlicher herauszuarbeiten vermag.

Blu-ray (84’27): (Slider ganz nach rechts): Die knapp einstündige Schlacht ist über die Blu-ray durchweg etwas gräulich und trüber

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD punktet mit wärmeren und kräftigeren Farben – und das nicht nur bei diesem netten Gesellen.

Tauriel steht Legolas zur Seite

Auch hier zeigt sich das gleiche Bild wie bei den anderen beiden Hobbit-UHD-Blu-rays: Der deutsche Ton verharrt bei 7.1-dts-HD-Master, während fürs Englische eine Dolby-Atmos-Fassung integriert wurde.
Und auch hier: Die Atmos-Fassung geht spürbar dynamischer und druckvoller zu Werke als die alte und bisherige DTS-HD-Master-Kodierung. Schon der Angriff von Smaug direkt nach drei Minuten geht wesentlich weiter in den Tiefbasskeller und sorgt für ein stärkeres Fundament. Wenn er im Anflug auf die Stadt seine riesigen Flügel schlägt, wackeln die Hosenbeine. Aber auch die generelle Räumlichkeit über ALLE Speaker ist mit der Atmos-Version schöner und bedeutend anders als mit der herkömmlichen 7.1-Spur. Wenn bspw. Bolgs Stimme mit mehr Nachhall über das weite Feld erklingt anstatt „nur“ über den Center wie bei der DTS-HD-Master-Fassung, sorgt das für erheblich mehr Raum und Weite.
Die Höhen-Ebene spielt von Beginn an munter mit, wenn die glockenartige Filmmusik ertönt und gibt die Kirchturmglocken direkt danach sehr deutlich von oben hinzu. Was dann beim Angriff von Smaug auf Seestadt folgt, ist Dynamik auf allen Spuren pur. Überfliegt er die Kamera, sucht man unweigerlich Deckung. Immer wieder hört man Feuer und knarzendes Holz von oben, nimmt die Kirchturmglocken mal mehr mal weniger wahr und findet sich in einer Atmos-Szene wieder, die auf allen Ebenen Referenzwerte erreicht. Großartig, wenn es mit dem leblos rasselnden Schwanz Smaugs nach gut 12 Minuten endet. Diese Sequenz gehört in jede ambitionierte Heimkino-Vorführung.

Azog will endlich sein Werk vollenden

Später gibt’s dann ein paar coole 3D-Sounds während Gandalfs Folter und die gruselig dominante und verzerrte Stimme Galadriels, was zu einigen der bemerkenswertesten 3D-Klängen führt, seit es Dolby Atmos gibt (ab 34’00). In der Folge ist zwar eine Weile lang Ruhe, doch das ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Denn wenn ab Minute 81 die Schlacht so richtig losgeht, gibt’s nicht nur vehementen Bass und nachhallende Schwerter von den Heights, sondern auch immer wieder sich spannende Gerätschaften, quietschend vertonte lange Speere oder über die Kamera fliegende Kreaturen. Dass hier nicht permanent Dauerfeuer gegeben wird, liegt in der Natur des Filmens. Denn die meisten Kampfszenen sind frontal zur Kamera gefilmt. Die Position des Zuschauers ist nur selten so weit unten, dass dedizierte Geräusche von oben kommen müssten. Dennoch hört man immer mal wieder Schwerter und Hellebarden über den Köpfen zusammenkrachen. Innerhalb der Festung hallen zudem die Kampfgeräusche authentisch von den Wänden und Decken wider und der nach gut 87 Minuten hinzu kommende Score verkündet von der Dramatik der Schlacht.

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Bonusmaterial

Keins vorhanden. Eine 4K Ultimate Collector’s Edition aller sechs Filme des Universums inkl. Bonusmaterial ist für Mitte 2021 (in den USA) angekündigt.

Fazit

Wenngleich Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere ein würdiger Abschluss der neuen (und eigentlich auch der alten) Trilogie ist, hätte man sich etwas mehr Figurenzeichnung und Tiefe gewünscht. So ist Der Hobbit am Ende nicht ganz so episch, nicht ganz so bewegend sowie nicht ganz so herausragend geworden wie die Trilogie vom Herrn der Ringe und (auf hohem Niveau) ist Die Schlacht der fünf Heere der schwächste aller sechs Filme. Kein großes Wunder, dass Peter Jackson nach sechs Filmen und gut 20 Jahren Beschäftigung mit den Hobbitsen, Elben und Zwergen in der Folge eine große kreative Schaffenspause einlegte.
Die UHD-BD des dritten Teils ist sehr gut. Wirklich sehr gut. Aber sie hat noch stärker mit glatt erscheinenden Sequenzen und Oberflächen zu kämpfen als die beiden Vorgänger, weshalb es eine kleine Abwertung gibt. Dennoch: Die Hobbit-Trilogie lohnt sich auf der UHD-BD durchweg und ist vor allem farb- und kontrasttechnisch ein echtes Upgrade.
Der deutsche Ton ist bekannt gut, der englische Atmos-Sound mitunter eine Sensation in allen Belangen, der immer wieder absoluten Referenzcharakter aufweist.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD (2015): 85%
Bildqualität UHD: 85%

Tonqualität UHD (dt. Fassung): 90%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 100%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 85%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 100%

Bonusmaterial: 0%
Film: 80%

Anbieter: Warner Home Video
Land/Jahr: USA/GB/NZ 2014
Regie: Peter Jackson
Darsteller: Darsteller: Sir Ian McKellen, Martin Freeman, Richard Armitage, Orlando Bloom, Evangeline Lilly, James Nesbitt, Christopher Lee, Elijah Wood, Benedict Cumberbatch
Tonformate BD (2015): dts-HD-Master 7.1: de, en
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en // dts-HD-Master 7.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 144/164
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1163
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: © 2001-2003 New Line Productions, Inc. © New Line Home Entertainment, Inc. The Lord of the Rings, the names of the characters, events, items and places therein, are trademarks of The Saul Zaentz Company d/b/a Tolkien Enterprises under license to New Line Productions, Inc. All rights reserved.)
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Trailer zu Die Schlacht der fünf Heere

DER HOBBIT: DIE SCHLACHT DER FÜNF HEERE - Trailer #2 Deutsch HD German (2014)

16 thoughts on “Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere – Extended Edition 4K UHD

  1. Dennis

    Zum Inhalt: Wenn man die Filme öfters schaut, wachsen einem Balin, Bofur und Kili sehr ans Herz. Auch Thorin auf seine Weise, natürlich aus Mitleid von der Sucht des Goldes oder Dwalin durch seine lustigen Sprüche („Das vergesse ich dir nicht!“ im ersten Teil), aber ja die anderen sind leider auswechselbar, das stimmt. Die Extended hat den FIlm aber immens aufgewertet, im Kino war ich so mega entäuscht (der halbe Trailer hat ja gefehlt), dann mit den vielen Actionszenen und dem erweiterten Bildmaterial von Dain Eisenfuß und Beorn (leider immer noch zu wenig) war er als Abschluss der Trilogie „ok“. Mit der Kinoversion wäre das nicht der Fall gewesen.

    p.s. wieder mal danke für das Review. Jetzt geduldig auf meine drei Lieblingsfilme warten, hoffentlich kommt dein Paket bald an. 🙂

  2. Wolfgang

    Sie haben keine Kosten gescheut um uns das beste Bild in 4K zu geben.
    Aber wieder einmal haben sie Vergessen oder nicht gewollt das auch ,,,,wir““ einen Deutschen Atmos oder DTS:X Ton wollen~ fordern!!!
    Darum verzichte ich auf die UHD und bleib bei meinen Blu-Rays.

    Super Review Danke

    • René

      1. Mit Universal als Label hätten wir bestimmt einen DTS:X/Atmos Ton bekommen, ist aber Warner Standard.
      2. Auch die Italiener/Spanier/Franzosen hätten bestimmt auch gerne mal ne 3D Abmischung, bekommen sie aber auch nicht, warum sollten „wir“ ausgerechnet einen bekommen? Weil wir die Meister im Meckern sind?
      3. Das Review der gesamten Box von Timo ist mal wieder Weltklasse und es wird auch kein Blatt vor den Mund genommen was ich sehr gut finde. In US/UK wird das Ding von einigen gefeiert als würde es nix besseres geben. Is klar…
      4. Zum Thema beste Version zitiere ich mal aus dem Fazit heraus : “ Aber sie hat noch stärker mit glatt erscheinenden Sequenzen und Oberflächen zu kämpfen als die beiden Vorgänger, weshalb es eine kleine Abwertung gibt.“

      DNR hat hier eigentlich nix zu suchen, vor allem da schon digital gefilmt. Egal ob Jackson Filmkorn mag oder nicht. Eine DNR frei 4k Version wäre die vermutlich perfekte Version gewesen.

      Und jetzt kann ich es kaum erwarten dein Review zur HdR Box zu lesen,aber erfordert ja leider etwas Geduld da Du ja nicht von Warner mit einem Pressemuster beliefert wurdest. Dank Deiner objektiven und neutralen Reviews erwarte ich keine Jubelstürme.

      Einen schönen 2.Advent und danke nochmals für die fantastischen und zeitaufwändigen Reviews

      • Danke fürs Lob und ebenfalls einen netten 2. Advent.
        Ich hoffe dennoch irgendwie, dass ich die HdR-Scheiben früher als VÖ bekomme. Drück‘ mal die Daumen. Im Hintergrund ist soweit schon alles vorbereitet 😉

  3. Christian Mantey

    Ich bin so heiß auf dein Herr der Ringe Review!

    • Ich bin heiß auf die Disks … Hoffe, dass sie mich in den nächsten Tagen erreichen.

      • Dennis

        Der deutsceh Sound bei HdR ist aber mit denen der extended BluRays (zumindest was man gelesen hat) auch identisch, oder?

        Hatte irgendwo was zu Begin mit 6.1 vs. 5.1 gelesen und war damals verwirrt.

        • Hallo Dennis.
          Derzeit ist davon auszugehen, dass beim HdR die Tonspuren mit denen der alten BDs identisch ist, ja.
          Hat aber akut noch keiner wirklich hören/testen können.
          Aber die 6.1 der alten Ext. BD ist laut Warner Presseinfo auch auf der UHD-BD-Box enthalten.

  4. dirk

    Sehr schade, dass die europäische Version von Herr der Ringe Teil 2 + 3 so arg an den Seiten gecropped/beschnitten wurden. Hab erstmal storniert und warte auf die Bildvergleiche mit der US-Edition. Teil 1 ist vom Bildausschnitt gleichgeblieben. Mal wieder ein komplett unverständliches Release 🙁

    • Hallo Dirk.
      Wo hast du gesehen, dass die Teile 2 + 3 einen anderen Bildausschnitt haben?

  5. Hubert

    Er meint wohl die Vergleiche caps-a-holic, aber da sieht man auch gut dass Teil 2+3 bei den Blurays links und rechts einen einen kleinen schwarzen Rand haben, also das Bild ist in der Breite nicht ganz ausgefüllt, dies wurde bei den UHDs korrigiert und deswegen etwas aufgezoomt.

  6. Helmut

    Im Vergleich zu HDR finde ich die Hobbit- UHD`s als Upgrade schon stimmiger. Allerdings erscheint mir auch hier der Hauptgewinn an Detailschärfe durch bessere Farben, Kontrast u. auch eine gewisse Überschärfung mit z.T. sehr harten, ausgestanzten Konturen erreicht zu sein; bei wirklichem Rückgriff auf die Originalelemente mit 5k-Kameras würde ich bei den Realaufnahmen doch noch eine höhere Detailauflösung erwarten u. nicht nur die schärfere Darstellung der vorher weichgezeichneteren Inhalte; ich könnte mir vorstellen, dass ursprünglich die Blu-ray auch einfach bewusst mit einer leichten Weichzeichnung arbeitete, um das Bild filmischer aussehen zu lassen. Wenn man mal einen anderen, sogar komplett animierten Film mit 4k-Master wie Toy Story 4 im folgenden Screenshotvergleich anschaut, sieht man besonders beim 6. Screenshot mit dem Rummelplatz beim mouse-over eine massiven Detailgewinn und trotz rein digitaler Quelle sieht das Bild nicht „angeschärft“, sondern natürlicher und, obwohl widersinnig klingend, „filmischer“ aus: (Link wurde vom Administrator entfernt). Ich könnte mir daher vorstellen, dass man auch hier eher mit einem Upscale des bestehenden 2k DI gearbeitet hat.

    • Hallo Helmut.
      Es gibt durchaus sichtbare Stellen, die vermuten lassen, dass selbst HOBBIT „nur“ hochskaliert wurde und doch kein neues 4K DI erhalten hat. Es gibt aber auch realgefilmte Elemente, die sichtbar mehr Details haben. Hier fällt die Bewertung schwerer als bei HdR, wo man einfach deutlich sieht, dass nicht wirklich mehr Auflösung vorhanden ist.
      Der Vergleich mit Toy Story 4 hinkt natürlich etwas, da dieser in 4K gerendert wurde – durchgängig. Das ist beim Hobbit ja eh nicht der Fall.
      Den Link zum Bildvergleich musste ich entfernen, da hier aufgrund fehlenden Impressums nicht klar ist, wo diese Seite verortet ist und wie die Screenshots zustande kamen.
      Ich bitte auch die künftigen Poster mit den Capsaholic-Links aufzupassen. Dies kann im Zweifel Urheberrechts-Probleme nach sich ziehen, die letztlich an diesem Blog – also mir – hängen bleiben. Damit habe ich meine geregelten Bauchschmerzen.

  7. Helmut

    Ok, sorry,, kann ich verstehen und natürlich ist der Vergleich auch ein bisschen Äpfel mit Birnen, war nur als Beispiel dafür gedacht was im optimalen Fall noch möglich ist, einfach aus dem (ganz unprofessionellen ) Bauchgefühl, dass da auch beim Hobbit noch mehr Feindetail drin gewesen wäre.

    • Kein Ding. Alles gut 🙂
      Und was Toy Story 4 angeht: Es gibt wohl kaum einen Film, der so plastisch und quasi perfekt ist. Wer mal die US UHD in den Fingern hatte, will eigentlich nichts anderes mehr sehen.

  8. Helmut

    Gibt’s auch aus Uk. Kürzerer Seeweg und (noch) geringere Importkosten

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