Die unendliche Geschichte 4K UHD

Blu-ray Review

Highlight Communications, 01.07.2021

OT: –

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Reise nach Phantásien

Die Verfilmung eines der erfolgreichsten deutschen Bücher bekommt ihr 4K-Update.

Inhalt

Bastian liest das Buch zunehmend gespannter

Bastian Balthasar Bux ist zehn Jahre alt und leidet ebenso unter dem zu frühen Tod seiner Mutter wie sein Vater. Da der es versäumt, mit seinem Sohn zu reden, flüchtet sich Bastian in die Welt der Bücher. Dort fühlt er sich Zuhause, während er in der Schule ständig von seinen Klassenkameraden schikaniert wird. Als er mal wieder vor diesen davon rennt, findet er Zuflucht in einem Antiquariat. Dessen Betreiber, Karl Konrad Koreander, ist zwar zuerst schroff, wird aber handzahm, als er von Bastians Bücherleidenschaft erfährt. Fasziniert von einem geheimnisvollen Buch, das Koreander liest und vor dem er den Jungen warnt, stielt Bastian den Wälzer. Auf dem Dachboden seiner Schule beginnt er in „Die Unendliche Geschichte“ zu lesen und wird sofort in die fantastische Geschichte hineingezogen. Das Buch handelt von der geheimnisvollen Welt Phantásien, die von einer unheimlichen Macht, dem sogenannten „Nichts“, bedroht wird. Atréju, der Held der Geschichte, ist mit seinem Pferd auf dem Weg, der kindlichen Kaiserin Phantásiens zu helfen, da diese erkrankt ist. Die Kaiserin beauftragt Atréju deshalb, herauszufinden, warum sie erkrankte und eventuell ein Heilmittel zu finden. Beschützt durch ein Amulett macht sich der Junge auf den Weg, muss allerdings gegen unzählige widrige Umstände und das verzehrende Nichts kämpfen …

Atréju und sein treues Pferd Artax

Michael Ende hatte mit Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer 1960 und Momo 1973 zwei Kinder-/Jugendromane geschrieben, die schnell zu absoluten Klassikern wurden und bis heute zum bekanntesten gehören, was der Markt der deutschen Jugendbuchliteratur hergibt. Als der aus Filderstadt stammende Autor dann 1979 zu einem neuen Werk ansetzte, konnte er dessen Erfolg vermutlich noch gar nicht ganz abschätzen. Dass sich Die unendliche Geschichte weltweit in 40 Sprachen über 10 Mio. mal verkaufte, damit konnte nun wirklich keiner rechnen. Zumal die Entwicklung der Geschichte satte drei Jahre brauchte und Ende zu Beginn seiner Arbeit davon ausging, nicht mehr als 100 Seiten füllen zu können. Bei einem Buch, das später fast fünfmal so viel Inhalt aufwies, eine ziemlich verhaltene Einschätzung des Autors.
Es ist nicht verwunderlich, dass mit Bernd Eichinger einer der bekanntesten deutschen Filmproduzenten den Stoff verfilmen wollte. Und so schnappte er sich den damals durch Das Boot zu internationalem Ruhm gelangten Wolfgang Petersen (nachdem der eigentlich vorgesehene Helmut Dietl keine Lust mehr auf das Projekt hatte), organisierte ein Budget von gigantischen 50-60 Mio. D-Mark (die Angaben schwanken etwas) und verfilmte den ersten Teil von Endes Roman. Das allerdings dergestalt, dass der Autor sein Werk praktisch nicht mehr wiedererkannte und schon während der Arbeit am Drehbuch durch Petersen und Herman Weigel versuchte, sich aus dem Vertrag zu kündigen. Lediglich eine Schadensersatzklage in Millionenhöhe sorgte dafür, dass Ende dann doch einlenken musste und nur noch in der Lage war, seinen Namen aus der Titelsequenz entfernen zu lassen.

Sympathieträger des Films: Der Felsenbeißer

Einen zwischenzeitlich mit Petersen gemeinsam verfassten Drehbuchentwurf lehnte Eichinger übrigens ab, da er diesen als zu wenig amerikanisch ansah, den Film aber (schon alleine aufgrund seines Budgets) gerne international vermarkten wollte. Deshalb ließ er auch in englischer Sprache drehen und besetzte internationale Stars und solche, die es werden wollten.
Der Verfasser dieser Zeilen weiß noch ziemlich genau, dass er 1984 einer der knapp fünf Mio. Kinozuschauer in Deutschland gewesen ist. Und zwar gemeinsam mit der Oma. Das konnte jedoch nicht verhindern, dass mir seinerzeit die Szene mit Atréjus Pferd Artax ein nachhaltiges Traum bescherte, das mich so schnell nicht mehr losließ. Nur gut, dass es Fuchur und den Felsenbeißer gab, an denen man die Traurigkeit über jene dramatische Sequenz etwas abarbeiten konnte. Petersen gelang es mit seinem Team mitunter hervorragend, die fantastischen Wesen und Kreaturen zum Leben zu erwecken – meist als Puppen, die über aufwendige Konstruktionen von mehreren Puppenspielern bedient werden konnten. Der Felsenbeißer ist eine von ihnen. Die alte Morla eine weitere. Wer es bisher noch nicht getan hat, dem sei irgendwann auch mal eine Reise zur Bavaria Filmstadt empfohlen, wo man nicht nur auf Fuchur reiten, sondern sich auch die Mechanik der Puppen anschauen kann.
Apropos Anschauen: Die unendliche Geschichte lässt sich heute durchaus noch anschauen. Allerdings mit etwas Augenzwinkern bezüglich der eher charmanten, denn aus heutiger Sicht perfekten Tricks. Und auch die Darstellung der beiden Jungschauspieler ist – objektiv gesprochen – nicht gerade überzeugend. Aber Petersens Adaption entfaltet trotz ihrer Begrenzung auf den ersten Teil der Buchvorlage und trotz der Distanzierung des Autors von der Verfilmung einen gewissen Reiz und ein Gefühl von epischer Weite. Was der Regisseur mit Produzent Eichinger hier (größtenteils) in den Bavaria Filmstudios realisieren konnte, ist aller Ehren wert. Und weil die Szenen in Phantásien so charmant oldschool sind, macht das auch heute noch Spaß.

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Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 01 Jul 2021
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Bild- und Tonqualität BD

Welches 6 bis 12-jährige Kind hat von dieser Szene kein Kindheitstrauma?

Die im Set enthaltene Blu-ray dürfte jene sein, die 2019 als 4K-remastered erschien, nachdem man lange Jahre mit einer qualitativ unterirdischen Disk leben musste, die dermaßen glattpoliert und gefiltert war, dass man von einem deutschen Predator sprechen konnte. Die alte BD hatte wirklich keinerlei Details mehr und war komplett totgefiltert. Dazu war die Kontrastierung zu harsch und vor allem die Kontrastflanken litten unter absaufenden Details im Schwarz. Die 2019er Scheibe wurde dann vom gleichen Postproduktionsstudio gemacht und erneut gefiltert. ABER: Man ging mit einer anderen Prämisse an die Sache ran und war sich der schwachen BD von 2013 bewusst. Man bügelte die Körnung nicht einfach glatt, sondern reduzierte gezielt für jede Kategorie die jeweilige Kornstruktur und glich die unterschiedlichen Materialien mit ihrem individuellen Rauschverhalten einander an (Quelle). Das Resultat war ein deutliches besseres als jenes der alten BD. Aber auch noch keine Perfektion. Durch die erneute Filterung, die im Nachgang von einem Fake-Grain überzogen wurde, um den eigentlichen filmischen Look wieder herzustellen, fehlt’s der Scheibe an Schärfe. Für ein 4K-Remaster hätte hier einfach mehr an Detailtiefe möglich sein müssen. Was ebenfalls auffällt: Hauttöne (gerade zu Beginn) kommen etwas gelblich rüber und die hellen Bereiche auf Bastians Gesicht überstrahlten immer wieder. Das Gleiche gilt für Spitzlichter, die zu hell abgestimmt wurden, was Dynamik oftmals verhindert. Der Kontrastumfang ist dementsprechend eher mittelmäßig. Recht gut gelingen einige Szenen in der Fantasywelt. Beispielsweise die formatfüllenden Ansichten des Felsenbeißers, die satt, detailliert und kontrastreich erscheinen.

Die uralte Morla. Weiß sie mehr über das Nichts?

Der Ton von Die unendliche Geschichte war stets ein Trauerspiel und ist es leider noch heute. Denn bei der 5.1-Tonspur der deutschen Synchro handelt es sich um eine künstlich hochgemixte Monofassung. Das Gleiche gilt für den ebenfalls enthaltenen 2.0-Sound, der ebenso auf einer Monofassung beruht. Wirklich schlimm klingt das aber im 5.1-Mix, der nicht nur dünn und auf den Effektkanälen maximal geringfügig aktiv ist, sondern auch noch wie ein phasenverschobener Murks tönt. Gerade die tolle Filmmusik von Klaus Doldinger leidet oftmals darunter, dass man sein linkes Ohr übers rechte und wieder zurück ziehen möchte. Wechselt man hier auf das englische Original (der Film wurde ja in Englisch gedreht), fehlt es zwar immer noch an Druck, aber immerhin wirkt der Sound hier homogen und gleichmäßig verteilt. Man gerät nicht in Versuchung, seine Ohren mit Druckluft durchpusten lassen zu wollen, wie es beim deutschen 5.1-Fake-Mix der Fall ist.

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Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität UHD

Wer würde nicht gerne mal auf Fuchur reiten?

Wolfgang Petersen und sein Kameramann Jost Vacano drehten Die unendliche Geschichte 1984 mit Arriflex-35-Kameras auf 35-mm-Film. Für die UHD-BD kam nun das gleiche Master zum Einsatz, das auch 2019 schon für die 4K-Remastered-Blu-ray eingesetzt wurde. Die Techniker von CinePostproduction scannten größtenteils in 4.5K vom Original-Filmnegativ. Allerdings lag dieses nur für die gekürzte internationale Fassung, nicht für die in Deutschland veröffentlichte Langfassung zur Verfügung. Um deren zusätzliche Szenen für die Restaurierung einzufügen, verwendete man ein Duplicate-Positiv (Interpositiv), also die Zwischenstufe vor dem Ziehen von weiteren Negativen, von denen dann zahlreiche Kino-Vorführkopien gezogen werden. Ein echtes Originalnegativ der Langfassung lag nicht mehr vor. Nach dem Scan folgte das Zusammenfügen der beiden Teile sowie die Integration der separaten VFX-Shots. Um ein durchgängig harmonisches Filmkorn herzustellen, filterte man zunächst Sequenzen manuell und fügte dann eine nachträgliche Körnung hinzu. Der puristische Filmfan wird sich fragen, warum man nicht einfach das originale Filmkorn unbearbeitet gelassen hat, anstelle es zu filtern und dann durch ein künstliches Korn zu ersetzen. Zumal man auch der 4K-Scheibe hier und da dezent ansehen kann, dass man sie gefiltert hat. Dennoch ist sie (noch) besser als die 4K-remastered Blu-ray. Die Implementierung von HDR10 lässt den Kontrast wesentlich besser abgestimmt wirken. Es gibt keine überstrahlenden Flächen mehr und auch noch Wolken im Himmel, wo die Blu-ray lediglich hellweiße Hintergründe lieferte. Auch Details in hellen Lichtquellen in der „Fantasywelt“ kommen nun zum Vorschein und der Felsenbeißer sieht noch knackiger und kontrastreicher aus. Die Wüste ist etwas satter braun und leuchtet nun mehr. Allerdings fällt das Color-Grading selbst nur bedingt anders aus. Vielmehr gleichen sich BD und UHD-BD hier einander an – allerdings durchweg mit dem Kontrastvorteil bei der UHD-BD, die Hauttöne gleichmäßiger und kräftiger sowie ohne Überstrahlungen präsentiert. Die Auflösung selbst ist in der Tiefe durchaus sichtbar besser. Zwar auch hier durch eine Kombination von mehr nativer Auflösung und HDR, das Details besser hervorhebt, aber gegenüber der BD dann doch sichtbar. Sterne am schwarzen Himmel funkeln aufgrund der helleren Spitzlichter etwas mehr und Fuchurs mit Schuppen glänzen in vielschichtigeren Farben. Insgesamt ein gutes, aber nicht weltbewegendes Upgrade zur BD.

Blu-ray (6’13): (Slider ganz nach rechts): Dieses Vergleichsbild konzentriert sich ausschließlich auf den Himmel und das rote Gebäude rechts davor. Auf diesen beiden Details sitzt die Belichtung. Der Himmel über die BD überstrahlt und zeigt keinerlei Wolkenzeichnung. Das Gebäude gleicht einem pastellartigen Gemälde.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD holt per HDR10 Zeichnung in den Himmel zurück und das rote Hochhaus hat nun deutlich mehr Kontrast.

Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Wie deutlich das im Detail aussieht, kann man hier gut sehen.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Während die Blu-ray aufgrund der geringeren Auflösung und dem hell überzeichneten Bild kaum Feinzeichnung in den Details zulässt, holt die UHD-BD diese deutlich besser raus.

Blu-ray (28’34): (Slider ganz nach rechts): Im Color-Grading unterscheiden sich BD und UHD-BD nur bedingt.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD holt aber mehr Kontrast raus, lässt die Gesichter wärmer und besser durchzeichnet erscheinen.

Blu-ray (88’37): (Slider ganz nach rechts): Auch bei der kindlichen Kaiserin ist das Bild der BD im Vergleich zu hell.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Scheibe holt hier mehr Dynamik und Dreidinensionalität raus.

Keine Änderung beim Ton. Auch die UHD-BD liefert nur die bekannten Mono-Fake-Upmixe fürs Deutsche.
Preis: 21,99 €
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Format: Blu-ray
Spieldauer:
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Bonusmaterial

Das Bonusmaterial von Die unendliche Geschichte liegt komplett auf der Blu-ray  vor. Die UHD-BD ist frei von Extras. Die BD enthält dann ein 16-minütiges Making-of, und einige Storyboard-Vergleiche. Die auf dem Cover aufgeführte Dokumentation über die Restauration (die ja für die 2019er BD im Mediabook bereits angefertigt wurde) fehlt allerdings. Oder sie ist so gut versteckt, dass man sie nicht findet.

Fazit

Die unendliche Geschichte hat mittlerweile 37 Jahre auf dem Buckel. Das sieht man vor allem den Tricks an, die aus heutiger Sicht dann doch etwas altbacken erscheinen. Und damit sind ausdrücklich nicht die Puppen gemeint, sondern vor allem Bluescreen- und andere Hintergrundprojektionsarbeiten.
Die UHD-BD legt diese nun noch etwas schonungsloser offen, was für die Qualität der 4K-Scheibe spricht. Sie ist insgesamt die bessere Wahl gegenüber der 2019er Blu-ray im Mediabook. Vor allem beim Überstrahlen von hellen Flächen verweist sie die Blu-ray in die Schranken. Leider hat man am gruseligen deutschen Ton nach wie vor nichts geändert.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 70%
Bildqualität UHD: 75%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung) 2.0: 45%
Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung) 5.1: 30
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 70%

Bonusmaterial: 40%
Film: 80%

Anbieter: Highlight / Constantin Film
Land/Jahr: Deutschland 1984
Regie: Wolfgang Petersen
Darsteller: Noah Hathaway, Barret Oliver, Tami Stronach, Tilo Prückner, Patricia Hayes, Sidney Bromley, Louis Gossett Jr.
Tonformate BD/UHD: dts-HD-HR 5.1: de, en // Dolby Digital 2.0: de,en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 101
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10
Maximale Lichtstärke:
FSK: 6

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei: Constantin Film)
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Trailer zu Die unendliche Geschichte

Die unendliche Geschichte - Trailer


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

12 thoughts on “Die unendliche Geschichte 4K UHD

  1. Helmut

    An die remastered Fassung hatte ich mich nach der grausigen Erstauflage gar nicht mehr rangetraut da die Mehrheit der Kundenrezensionen schon damals völlig begeistert über die tolle Bildqualität war. Da konnte ich sogar die arte-Ausstrahlung der US Version besser ertragen – trotz Limahl-Titelsong. Du meinst also man kann jetzt ein Upgrade wagen? Besseres wird wohl nicht mehr kommen, professionellere internationale Restorationsteams werden kein Interesse an der deutschen Fassung haben…

  2. ondy

    Schon100 mal gesehen und finde ihn immer noch toll gemacht. Teil 2 finde ich auch gut. Ich hoffe das er auch in 4k kommt.

  3. crusy

    „ Bastian […] leidet ebenso unter dem zu frühen Tod wie sein Vater“ – da fehlt irgendwie was 🙂

  4. Alexander

    Also, lieber Timo, deiner Einschätzung zu der Leistung der beiden „Jungschauspieler“ muss ich hier widersprechen: die beiden machen ihre Sache ganz gut (im Gegensatz zu den beiden Nasen in Teil 2!) Und dann wäre da noch Tami Stronach als Kindliche Kaiserin, in die ich mich als Stift bis über beide Ohren verknallt hab. Ihre Performance ist absolut oscarreif! 😉

  5. Nathaniel

    Einfach grandios.

    Als ich ihn 1984 im Kino gesehen habe, hatte ich bis dato noch nie so schöne Kinderdarsteller gesehen. Das Casting hatte genau die richtigen Kinder ausgesucht, allen voran Noah Hathaway als Atreju, Barret Oliver als Bastian Balthasar Bux und die schöne Kindliche Kaiserin Tami Stronach.

    Es ist also nicht allein die Story ausschlaggebend für den Erfolg des Filmes gewesen, berichteten mir etliche Kinder die ich damals gefragt habe.

    Die Story war eh nicht ganz Buch konform verwirklicht worden.

  6. David Hilbert

    Ich muss zugeben, dass ich die ach so grausige Remastered Bluray von 2013 (nicht von 2011 lieber Timo, 2011 kam nur die gekürzte US-Fassung bei uns auf BD) damals gar nicht so grausig empfand, was aber vl. auch am kleineren Ausgabegerät und weniger Erfahrung seinerzeit gelegen haben kann.

    Auf alle Fälle ist die UHD aber ein deutliches Upgrade, das wirklich Spaß macht und meinen Lieblings-Kinderfilm ordentlich präsentiert.

    Beim deutschen Ton hat man leider versäumt ein entsprechendes Upgrade zu liefern aber ganz so graußig empfind ich ihn dann auch nicht. Relativ bescheiden ja, aber nicht graußig. Da habe ich schon schlechtere Mixe dieser Art gehört.

  7. Mr. Barbecue

    Sehr oft stolpere ich hier über Kritik darüber, dass Filmkorn weggefiltert, oder wie hier beispielsweise als „authentische Körnung“ bezeichnet wurde und so frage ich mich allmählich, ob ich möglicherweise noch nicht lang genug in 4K schauen kann, noch nicht genügend 4K-Reife erfahren habe, um Gefallen an Körnung zu finden, denn für mich erscheint der glatt gebügelte Film generell hochwertiger, als die hier oft gelobte „authentische Körnung“. Beim der unendlichen Geschichte sehe ich in der gewaschenen, gebügelten, gefilterten, polierten, Bluray von 2013 geradezu ein Paradebeispiel für gelungene Restaurierung.
    Helmut, warum hast du dich an die von dir so bezeichnete grausige remastered Erstauflage Fassung gar nicht mehr rangetraut?

    Ist das ein Anfängerstandpunkt, bzw. was mache ich denn falsch?

    • Hallo Mr. Barbecue.
      Du machst nichts falsch. Du hast „nur“ einen eigenen Geschmack. Es spricht überhaupt nichts dagegen, glattgefilterte Bilder für sich subjektiv hochwertiger und besser zu empfinden.
      Rein technisch ist es aber eine Reduktion von Auflösung (wenn man einen ursprünglich analog gedrehten Film durch Rauschminderer glattbügelt) und eine Verfälschung des Original-Looks.
      Im Zeitalter von digitalen Produktionen, die (weitgehend) rauschfrei bleiben, ist das natürlich ungewohnt. Aber analoges Filmmaterial besteht praktisch aus Körnung. Das Korn liefert den Bildinhalt. Und wenn man das filtert und glattbügelt, werden Details weggefiltert. Das mag ruhiger aussehen, während Körnung für viele Zuseher eher als störend empfunden wird, aber durch eine Filterung von analogem Filmmaterial geht letztlich Bildinhalt verloren.
      Natürlich gibt es hier verschiedene Betrachtungsweise. Beispielsweise jene von Leuten, die JEGLICHE Filterung ablehnen, weil es zunächst einmal eine Veränderung des Originalmaterials ist. Dann gibt’s wiederum solche, die moderaten Einsatz von Filtern durchaus befürworten, solange in der digitalen Bearbeitung keine Artefakte entstehen und der Film nach wie vor filmisch-analog wirkt. Aber das sind eben subjektive Geschmacksempfindungen. Aus rein objektiv-technischer Sicht ist Kornglättung Vernichtung von Bildinhalt.

  8. Helmut

    Nur um auf die an mich gestellte Frage einzugehen: da die Macher der 2013 Auflage (die wirklich ALLE Feindetails wegbügelte) unglaublich stolz auf ihre „Restauration “ waren und die Mehrheit im Bereich der Kundenrezensionen das ähnlich sah, hatte ich kein Vertrauen mehr, dass diese Probleme bei der remastered Edition geändert wurden. Ich bin kein Standbild -Pixelzähler, bei den Indiana Jones 4k Versionen fand ich die technischen Eingriffe nicht störend, aber was soll ich mit einer 4k Auflösung, wenn keine Details zum Auflösen da sind?

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