Doctor Strange in the Multiverse of Madness 4K UHD

Blu-ray Review

Walt Disney/Marvel Studios, 28.07.2022
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OT: Doctor Strange in the Multiverse of Madness

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Multiversum in Gefahr

Darf’s ein bisschen Horror im MCU sein?

Inhalt

Strange lässt Magie sprechen

Doctor Stephen Strange kann sich besseres vorstellen, als bei der Hochzeit seiner Ex-Verlobten Christine Palmer anwesend zu sein. Bevor es aber zu unangenehm wird, muss er eh weg, denn Gargantos, das einäugige Tentakelwesen, beginnt damit die Stadt zu zerstören. Es stellt sich heraus, dass das Wesen hinter der jungen America Chavez her ist. Diese wiederum eröffnet Strange, dass ihre Superkraft ist, durch Zuhilfenahme von Portalen durch das Multiversum zu reisen. Um der Sache mit dem Auftauchen Gargantos nachzugehen, sucht Strange Wanda Maximoff auf. Wanda jedoch ist nicht mehr dieselbe und erhofft sich von Chavez‘ Portalreisekräften, dass sie ihre Kinder in einem anderen Universum wiedersehen kann. Strange allerdings verrät ihr nicht den Aufenthaltsort von America, was Wanda zu Scarlet Witch werden und den Hauptsitz der Magier angreifen lässt. Daraufhin entspinnt sich eine Verfolgungsjagd durch die Universen, an deren Ende Strange nicht mehr derselbe sein wird …

America Chavez weiß nicht, welche große Rolle sie spielen wird

Als man 2016 mit Doctor Strange als zweitem Film der dritten MCU-Phase ins Kino ging, konnten vor allem hierzulande zunächst nicht sonderliche viele Kinogänger (ohne Marvel-Background) etwas mit der Figur anfangen. Iron Man, Hulk, Captain America haben eine weitaus höhere Bekanntheit als jener ehemalige Neurochirurg, der (zunächst) aus selbstsüchtigen Motiven Hilfe bei Magiern suchte, um dann selbst einer zu werden. Doch so irritierend wie es zunächst erschien, einen Magier ins MCU zu integrieren, so überraschend gelungen und erfolgreich war der Erstling. Immerhin hält sich er sich mit einem Gesamteinspiel von 670 Mio. US Dollar noch vor den ersten beiden Iron Man oder Auch den ersten beiden Thor-Filmen. Die imdb hält ihn im Ranking sogar auf Platz elf – eingerahmt von Guardians of the Galaxy Vol. 2 und Spider-Man: Homecoming. Und das liegt nicht nur daran, dass der Magier frischen Wind ins etwas ausgelutschte Haudrauf-Superhelden-MCU brachte, sondern mit ungewohnter Besetzung an den Start ging. So rümpften im Vorfeld vermutlich viele Filmfans die Nase, als es hieß, Sherlock-Holmes-Darsteller Benedict Cumberbatch solle die Rolle übernehmen. Der Brite erschien vielen zu intellektuell, zu sehr Arthaus (auch wenn er als neuer Khan bereits in einem Star-Trek-Film bewies, dass er Action kann). Und er strafte die Kritiker allesamt Lügen. Gerade die distinguierte, britische Art, die Cumberbatch wie kaum ein anderer Schauspieler seiner Generation ausstrahlt, funktioniert in der Rolle perfekt. Für den anfangs vornehmlich arroganten Strange brauchte man einen etwas spröderen Schauspieler. Dass sich Strange in der Folge durch die Mitwirkung in den weiteren Avengers-Filmen zum heimlichen Favoriten mauserte, liegt ebenfalls an Cumberbatch. Den nach und nach zur Figur hinzuaddierten trockenen Humor kann keiner so gut wie er.

Wanda Maximoff ist Scarlet Witch

Zuletzt hatte man Strange allerdings in Spider-Man: No Way Home etwas als Sprücheklopfer verheizt und zum Ende des Films nur mühsam die Kurve wieder bekommen. Außerdem zeigte sich das MCU in der vierten Phase bisher etwas inkonsistent und angeschlagen. Nicht nur aufgrund der Pandemie machte sich eine gewisse Superhelden-Müdigkeit breit. Der Endkampf der Avengers war gefochten und es fiel den Machern erstaunlich schwer, mit neuen Figuren einen neuen Start in die nächsten Phasen zu starten. Dass mit Black Widow zudem ein Film dabei war, der viel zu spät ins MCU eingeflochten wurde, tat dem Franchise auch nicht gut. Ganz nebenbei kümmert man sich verstärkt um zahlreiche Serien-Spin-offs aus den Filmen, was wiederum dazu führte, dass man so richtig restlos alles, was von nun an in den Filmen passiert, nur verstehen konnte, wenn man die Serien auch gesehen hatte. Wie würde sich unter all diesen Umständen der zweite Solo-Auftritt von Strange in Doctor Strange in the Multiverse of Madness schlagen? Zumal im Verlaufe der Produktion der eigentlich vorgesehene Scott Derrickson, der schon den ersten Teil inszeniert hatte, vom Regieposten abgezogen wurde. Mit der Verpflichtung von Sam Raimi schien noch deutlicher, dass man zuvor bereits erwähnte Horror-Elemente noch intensivieren würde – immerhin ist Raimi der Schöpfer von Tanz der Teufel.

Ab ins Darkhold

Jetzt darf und sollte man von einem FSK-12-Film kein Splatterfest erwarten, aber immerhin tötet Scarlet Witch gnadenlos und die eine oder andere gruselige Maske gibt’s ebenso zu sehen wie (tatsächlich) mal fließendes Blut. Auch die Untoten-Szenerie nach 98 Minuten ist typisch Raimi. Überraschend aber ist vor allem die Tatsache, wie gnadenlos man Wanda hier vorgehen lässt. Ihre Motivation mag nachvollziehbar sein, aber ihre Eiseskälte in Form von unbarmherzigen Exekutionen überrascht dann durchaus. Raimi kontert das mit dem typischen Humor, den Strange an den Tag legt. Witzige Wortwechsel, die Cumberbatch einfach drauf hat, sorgen für Unterhaltung – beispielsweise, wenn er nach 15 Minuten drei Fragestellern nacheinander antwortet. oder sich über die Illuminati lustig macht. In puncto Action legt Doctor Strange in the Multiverse of Madness zwar keine neue Messlatte, liegt aber auf solidem Niveau. Was dem Film nicht ganz so gut tut, ist die haushohe Überlegenheit Wandas. Zum einen wirkt es nie so, als könne man sie gefährden, zum anderen braucht sie dafür nur etwas mit den Armen zu wedeln und rote Feuerbälle versenden – spektakulär-dynamisch ist das nicht. Schön hingegen sind die Ausflüge in die Räume zwischen den Universen. Zwar ist hier alles computeranimiert, aber visuell macht das schon was her. Hier funktionieren die Tricks auch ganz gut, während das im Kampfe gegen Gargantos längst nicht immer der Fall ist. Dass der Film nach gut einer Stunde mal etwas durchhängt, ist nicht das Problem mangelhafter CGI-Szenen, sondern der einfach nicht so wirklich spannenden Story. Und die leidet noch zusätzlich darunter, dass man das Verhältnis zwischen Strange und Chavez zu schwach herausgearbeitet hat. Raimi kontert das immerhin mit großartigem Fanservice und Querverweisen auf dessen frühere Filme. Wenn sein guter Freund und Tanz-der-Teufel-Scherzkeks Bruce Campbell als Pizzabällchen-Verkäufer auftritt, ist das nicht nur ein erwartbares Cameo, sondern auch ein augenzwinkerndes Zitat auf die Evil-Dead-Filme.

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(Stand von: 2022/08/18 5:07 am - Details
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7 neu von 32,99 €3 gebraucht von 28,99 €
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Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 28 Jul 2022
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Bild- und Tonqualität BD

Zwischen den Universen

Doctor Strange in the Multiverse of Madness wartet in den gut ausgeleuchteten Szenen mit einem sehr hellen Bild auf. Die Momente auf der Feier nach etwas über fünf Minuten sind aber teilweise auf den strahlenden Oberflächen etwas überrissen. Haut tendiert dazu etwas zu überstrahlen und das weiße Hemd von Strange verliert rechts von der Krawatte etwas die Struktur (6’56). Auch die Totale der animierten Stadt bei 37’58 ist nicht ganz überzeugend. Der Wolkenkratzer auf der rechten Bildhälfte bildet sich vor dem Hintergrund kaum ab und die Gebäude darunter differenzieren sich praktisch nicht. Wie schon zuletzt bei den Marvel-Titeln sieht man nahezu kein digitales Rauschen mehr. Das wirkt hin und wieder durchaus mal eine Spur zu glatt, was eine Filterung nicht ausschließt. Fans von digitaler Bilddarstellung wird es aber freuen.
Akustisch gibt es das bekannte Programm: Dolby Digital Plus fürs Deutsche und DTS HD-Master fürs Englische. Jetzt war es bei den bisherigen Disney-Titeln so, dass die englische Tonspur nicht im Mindesten besser klang als die Deutsche. Oft sogar schwächer. Denn Dolby Digital Plus ist hier nicht das Problem, sondern schlicht die Disney-Abmischungen. Für Doctor Strange in the Multiverse of Madness gilt seit längerem Zeit aber mal wieder, dass die Synchro mit der englischen Fassung im Tiefbass nicht ganz mithalten kann. Während der Introszene rumpelt es über die Originalspur bei Minute 3’37 doch ein bisschen kräftiger. Und auch beim Herabfallen des Gargantos kann der O-Ton hier mehr Wucht erzeugen.
Das ist zwar immer noch kein Bass, wie man ihn von den Referenzfilmen gewohnt ist, doch für Disney-Verhältnisse geht’s recht ordentlich zu. Ab und an kommt da sogar der deutsche Ton ganz kräftig rüber (85’28). Während die generelle Räumlichkeit bei Disney-Titeln nicht mustergültig ist, gefallen vor allem die Zaubertricks von Strange – beispielsweise, wenn die Kamera einmal um diese herum fährt. Schade, dass die Dynamik einfach nicht das bringt, was man von einem solchen Film erhoffen würde. Dialoge bleiben immerhin jederzeit gut verständlich und sind klar. Apropos Stimmen: Wie in allen Sprachen kommt der erste Dialog zwischen America und Stephen in Spanisch mit deutschen Untertiteln.

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Bild- und Tonqualität UHD

Ist Mordo in diesem Universum Freund oder Feind?

Doctor Strange in the Multiverse of Madness wurde mit der Panavision Millennium DXL 2 IMAX sowie mit der Red Ranger Monstro IMAx aufgenommen. Beide Kameras zeichnen in 8K auf, was für die UHD Blu-ray über ein 4K DI transportiert wurde. Hinzu kam – disneytypisch – noch ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie HDR10 als dynamisches Kontrastformat. Die 4K-Scheibe bietet gegenüber der Blu-ray das in allen Belangen noch plastischere, dreidimensionalere Bild. Schaut man sich die erhabenen Stickereien auf Stranges rotem Umhang an, werden diese so griffig wiedergegeben, dass man sie förmlich anfassen möchte. Außerdem tappt die Disk zu keiner Zeit in die gleiche Falle, die Eternals so unglaublich dunkel erscheinen ließ. Das HDR hat die UHD Blu-ray gut im Griff und dunkle Bereiche bleiben stets sehr gut durchzeichnet. Herausragend ist auch hier die Bildruhe, die keinerlei Rauschen offenbart. Im Prinzip wirkt es hier fast noch ein wenig digital-glatter als über die Blu-ray, auch wenn feine Auflösungsdetails noch etwas schärfer sind. Dennoch: Gesichter und Oberflächen sind hier und da doch etwas glatt und flach. Hervorragend gelungen ist aber wirklich die Kontrastabstimmung. Eben überall dort, wo die Blu-ray mit zu heller Abstimmung und überstrahlenden Flächen oder schwach abgegrenzten Details zu tun hat, zeichnet die UHD Blu-ray perfekt durch. Beispielsweise auch bei den digital kreierten Hochhäusern nach knapp 38 Minuten. Kein Überstrahlen mehr, schöne Differenzierung und die Regenbogenfarben am Himmel sind sichtbar kräftiger. Das gilt auch für die gleichen Farben ein paar Sekunden später. Denn wo die UHD-BD sie deutlich am oberen Bildrand zeigt, verschweigt die Blu-ray sie fast komplett (38’19). Spitzlichter reißen zwar keine Bäume aus, sind aber durchweg definierter als über die Blu-ray. Abgesehen von der digitalen Glätte (nicht auszuschließen, dass hier doch noch etwas nachgeholfen wurde) ein sehr gutes Bild.

Blu-ray (8’27): (Slider ganz nach rechts): Hautfarben sind in Ordnung auf der Blu-ray.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD stellt sie etwas wärmer dar.

Blu-ray (22’14): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber dem eher orangefarbigen Rot der Blu-ray …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … erhält die UHD-BD mehr kräftige Rotanteile.

Blu-ray (37’58): (Slider ganz nach rechts): Zwei Bilder, die gut veranschaulichen, wie groß die Unterschiede in der Durchzeichnung und Farbkraft in hellen Szenen ist.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Erst die UHD Blu-ray stellt die Regenbogenfarben im Himmel satt dar. Außerdem überstrahlt der Wolkenkratzer nicht zum Hintergrund hin.

Blu-ray (38’14): (Slider ganz nach rechts): Das gleiche Bild hier, wo die Blu-ray noch etwas schwächer abschneidet.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Hier kommen Farben und Differenzierung (siehe auch der Weißblüten-Baum) viel besser zur Geltung.

Blu-ray (83’29): (Slider ganz nach rechts): Auch wenn das je nach Helligkeit des Wiedergabemonitors täuschen kann:
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray behält die Durchzeichnung auf dunklen Oberflächen bei.

Zweimal Strange

Wie bei den Disney-Titeln üblich, kommt auch Doctor Strange in the Multiverse of Madness über die UHD Blu-ray mit einer englischen Atmos-Fassung, während die deutsche Synchro bei Dolby Digital Plus verbleibt. Die Atmos-Fassung unterscheidet sich im Tiefbass kaum gegenüber der DTS-HD-MA-Spur auf der Blu-ray, verteilt die Surroundeffekte aber ein wenig platzierter. Hören wir uns die Höhenebene an, beginnt es direkt mit einigen Wuschgeräuschen, während die Protagonisten durch die verschobenen Dimensionsebenen sprinten. Bei 9’17 knarzt der Bus bedrohlich und bei 10’10 bekommen wir die Akustisch aus der Sicht des Gargantos vermittelt. Cool, wenn bei 11’30 das Motorrad fällt und bei Minute 30 gibt’s dann einen sehr effektvollen Moment, wenn Scarlet Witch das erste Mal angreift und das Dach des Hauses bedrohliche Geräusche von sich gibt. Und auch ihre Stimme hört man kurz darauf sehr atmosphärisch von oben (32’35). Beginnen daraufhin erneut die Verschiebungen in den Dimensionen, setzt es gleich mehrfach 3D-Sounds. Bis zu diesem Punkt hätte man allerdings durchaus mehr erhoffen und auch erwarten dürfen.  Bei Minute 42 wird dann die Off-Stimme der Memory Lane auf die Heights gelegt und knapp neun Minuten später krümmt sich der Raum erneut unter massivem akustischen Getöse. Etwas unangenehm sind die verzerrten Stimmgeräusche, die nach 69 Minuten ertönen, weil Black Bolt sie in einer Schallwelle von sich gibt. Kurz darauf bröckeln dann mal wieder Teile von Steinsäulen während des Fights mit Wanda – hübsch auch kurz darauf das knackige Zersplittern von Glas und Wandas Stimme in Charles Kopf nach 79 Minuten. Während der Actionszenen nach 104 Minuten setzt es dann erneut zahlreiche 3D-Sounds. Das geht in Summe so in Ordnung, auch wenn nichts wirklich Innovatives oder äußerst dynamisches präsentiert wird.

Preis: 32,99 €
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Bonusmaterial

Im Bonusmaterial (exklusiv auf Blu-ray) wartet zunächst einmal der Audiokommentar, den Sam Raimi mit Koproduzent Richie Palmer und Skript-WriterMichael Waldron bestreitet. Dazu gibt’s Pannen vom Dreh, drei zusätzliche Szenen und drei Featurettes. In „Wie das Multiversum entstand“ geht’s um die Möglichkeiten, die mit dem Multiversum in Phase IV eröffent werden. „Gestatten: America Chavez“ stellt kurz die neue Figur des Films vor und „Der Wahnsinn hat Methode“ kümmert sich dann mehr um Sam Raimi. Alle Extras sind untertitelt.

Fazit

Man kann es drehen und wenden wie man möchte: Die Filme der vierten MCU-Phase erreichen nicht mehr die Qualität der vorherigen drei Abschnitte. Auch Doctor Strange in the Multiverse of Madness macht da keine Ausnahme. Die eigentlich persönliche Geschichte mit Wanda und ihren Multiversums-Kids berührt nicht und die Chemie zwischen Strange und America Chavez hätte man bedeutend besser herausarbeiten können. Cumberbatch ist gut und dominiert den Film. Er und seine Gags lohnen den Film – ebenso wie die netten Zitate an Raimis frühere Filme.
Visuell lockt die UHD Blu-ray mit dem deutlich besser kontrastierten Bild. Der deutsche DD+-Ton liegt im Mittelfeld der bisherigen Disney-Produktionen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 80%
Bildqualität UHD: 85%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 75%

Tonqualität BD (Originalversion): 80%
Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 60%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 75%

Bonusmaterial: 50%
Film: 75%

Anbieter: Walt Disney Studios/Marvel Studios
Land/Jahr: USA 2022
Regie: Sam Raimi
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Rachel McAdams, Xochitl Gomez, Elizabeth Olsen, Benedict Wong,  Chiwetel Ejiofor, Patrick Stewart, Haley Atwell, John Krasinski, Anson Mount, Bruce Campbell, Charlize Theron
Tonformate BD: dts-HD-Master 7.1: en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 127
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10
Maximale Lichtstärke: keine Angabe
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: ©Marvel Studios 2022. All Rights Reserved. The Walt Disney Company (Germany))
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Trailer zu Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Doctor Strange in the Multiverse of Madness – Offizieller Trailer (deutsch/german) | Marvel HD


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Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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17 Kommentare
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Klaus-Peter

Für mich die absolute Enttäuschung des Jahres. Die Visuelle Qualität empfinde ich als extrem zwispältig. Zum einen sind die Szenen ohne Special Effects für mein Auge grandios, auf der anderen Seite erscheinen für mich die Zaubereffekte und Computergenerierten Schauplätze selbst wie aus einem mittelbilligen Fantasy-B-Movie oder einem nicht mehr ganz taufrischen Computerspiel. Die Aneinanderreihung von Actionszenen, die seelenlos an einem vorbeiziehen ohne irgendeinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, America Chavez , die offenbar aus High-school-musical 12 entsprungen ist und die unsäglich diffuse Tonalität des Films tun Ihr Übriges. Und wieso stehen in jedem Wohnzimmer Windmaschinen? Hat Raimi zu viel Song Contest gesehen? Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, man hat hier versucht einen effektüberladenen Adrenalintripp mit einem Budget zu drehen, welches bei den Computergenerierten Inhalten dieser Quantität keine hohe Qualität mehr erlaubt hat. Noch dazu ist der Film auch handwerklich überraschend hanebüchen. Im Bereich „Abgedrehter Scheiß“ mit hohem Spaßfaktor und guten Schauspielleistungen hat für mich die Serie „Loki“ eine wesentlich bessere Figur gemacht.
Kurze Anmerkung: Ich habe den ersten „Dr.Strange“-Film äußerst amüsant gefunden.

Dani Selk

Ohne 3D Bild ist der Film leider nur halb so eindrucksvoll.
Ich spreche da aus Erfahrung – zuerst gesehen im IMAX Leonberg.
Jetzt am Wochenende die 4K Blu-Ray auf nem mit Calman Home kalibrierten LG 83C1.
Was ein Unterschied!
Zum Glück erscheint bald noch die 3D Blu-Ray.

Beste Grüße

Manfred Fechner

Schön wärs!

derYodamyster

Servus Timo, wie kommt es dass Bild und Ton anderswo mit perfekten 5/5 Sternen bewertet werden?
Stimmt etwas mit deinem Equipment nicht?

dc_coder_84

Nur die Schrift der Kommentare ist etwas klein…

dc_coder_84

Ihr neues visuelles Design gefällt mir gut! 🙂

der pixelnube

ich kaufe medien maximal, aber ich miete keine pixel. so wird das nichts mit disney, wie hier auch bemerkt wurde, wenn immer mehr von dem zeug in serien ausgelagert oder nur dort betrieben wird.

die ganzen streaming abzocker kommen mir nicht an mein konto. nein danke.

Der Eld

Hai allerseits,

ich möchte einen Hinweis geben zu den Atmos-Abmischungen WENN sechs Höhen-LS genutzt werden. In diesem Fall werden nur die mittleren LS (Top Middle) genutzt.
Dies ist fast bei allen UHD-Atmos-Tracks von Disney so, auch bei Star Wars.
Eine mir bekannte Ausnahme ist Jungle Cruise, wobei auch hier die mittleren LS die Hauptarbeit leisten und nur einzelne Effekte auf den Front und Rears der Hohen-Ebene platziert sind.
Eine weitere Ausnahme im MCU ist Spider-Man – No way home, dieser ist von Sony.

mit freundlichem Gruss
Der Eld

k-ulf

Das liegt daran, dass die Objekte des Atmos Tracks überwiegend oben in der Mitte plaziert werden, da sich im regulären Kino direkt darunter die Referenzplätze befinden, von denen aus eingemessen wird, und die auch allerbeste Voraussetzungen garantieren.
Disney und Konsorten differenzieren nicht besonders zwischen vorne und hinten, im Kino ist es aufgrund der schwierigeren Akustik in so großen Räumen ohnehin oft schwer auszumachen wo genau der Ton jetzt herkommt. Immerhin hängen ja bereits die Surrounds recht weit über Kopfhöhe.
Bei 4 Lautsprechern oben wird das natürlich schön von allen 4 Lautsprechern als Phantomquelle in der Mitte wiedergegeben, bei 6 Speakern gibt es jedoch keinen Grund mehr alle Lautsprecher zu bedienen.
Ein ähnliches Phänomen beobachte ich seit Jahren bei Menschen die zum ersten mal einen Center haben.
„Ja des kommt ja jetzt fast alles nur noch aus dem einen Lautsprecher. Wo ist der Surroundklang?“

Kisi

Wieder eine klasse Review , die war entscheident ob ich den Film kaufe oder nicht. Mir hat der Film im Kino sehr gut gefallen vor allem Sound Mäßig in Dolby Atmos Deutsch. Und an meine vor Redner ja es stimmt die Qualität der filme nimmt ab habe bis jetzt nochnicht mal den neuen Thor gesehen.
An Timo ob Disney aus seinen Tonfehlern nochmal lernt ?

Marco B.

…und wieder nur als Steelbook in 4k?

Danke für die Rezension. Habe den Film gesehen und bin nicht vollauf begeistert, wie so mancher. Dass man aber wieder mal x Euro mehr für ein Steelbook ausgeben soll… Da ich O-Ton schaue, werd ich mich da mal im Ausland umtun. Oder kommt hier auch noch ne normale Verpackung?

Case39

Dr.Strange ist einer der besseren Filme der aktuellen Phase. Empfand ihn als durchaus unterhaltsam. Schafe das die IMAX Variante, es nicht auf die UHD geschafft hat.

k-ulf

Dachte ich mir doch, dass die überschwänglichen US-Reviews zur 4K Scheibe wieder einmal nichts als heiße Luft sind.
Der Film selbst leidet für meinen Geschmack zu sehr unter den Fesseln des MCUs.
Was hätte Sam Raimi für einen phantastischen Film machen können mit vollständiger kreativer Freiheit?!
Wie so oft bei Marvelfilmen seh ich so leider nur das große Potenzial, aus dem nichts gemacht wurde.
Edgar Wrights Herzensprojekt „Ant Man“ wurde ja leider auch nie so wie er es jahrelang erarbeitete, realisiert.
Da jetzt wirklich bald wieder alle Figuren unter einem Dach vereint sind, wird es solch kreative Einzelfilme wie Sam Raimis Spider-Man, Logan oder Deadpool nie wieder geben, dabei sind das für mich die stärksten Marvelfilme.
Das MCU ist zu einer TV Serie geworden, bei der mit Cliffhangern gearbeitet wird, und nichts mehr für sich selbst stehen kann.
Wär eine einzige Serie nicht gesehen hat, versteht Wandas Figur in Doctor Strange 2 auf einmal nicht mehr.
Dass Bild und Ton mittlerweile auch eher TV-Niveau haben, bekräftigt meine Ansicht nur noch.
Nach Endgame war nichts mehr dabei, das ich mehr als einmal hätte sehen müssen, die Luft ist für mich raus.
Bei Thor, Iron Man oder Captain America bin ich damals noch teilweise 7-8 mal ins Kino gerannt, bei den letzten 5 Filmen hab ich eher bereut überhaupt ins Kino gegangen zu sein.
Danke für die Review, hält mich nun endgültig von einem Kauf ab, wenn selbst das Audiovisuelle wieder einmal nur oberer Durchschnitt ist.

Grüße Karsten

Patrick Przybylski

„Das MCU ist zu einer TV Serie geworden, bei der mit Cliffhangern gearbeitet wird, und nichts mehr für sich selbst stehen kann.
Wär eine einzige Serie nicht gesehen hat, versteht Wandas Figur in Doctor Strange 2 auf einmal nicht mehr.“

Für mich einer der Gründe warum ich seit Endgame kaum einen (oder gar keinen?) MCU Film mehr gesehen habe. Eigentlich schade aber mir wird’s zu viel. Vor allem mit den Serien weil ich mich beim Serien schauen irgendwie schwer tue. Bin mehr so der Film Mensch.

So Querverweise sind ja ganz nett aber mittlerweile hab ich das Gefühl(!) dass man die Filme kaum noch versteht bzw. nachvollziehen kann wenn man eben nicht Film oder Serie XY kennt. Bis Infinite War/Endgame fand ich die Filme noch ziemlich gut und man hat jeden Film für sich verstanden. Mittlerweile denke ich hat man einen verpasst dann ist man raus.

Und alleine dieses Gefühl dass man den Film nicht ganz genießen kann macht für mich vieles kaputt.

Und ich nehme mir immer mal wieder vor endlich mal einige Filme nachzuholen aber die Motivation schwindet. Werde mich zum Ende meines Urlaubes hin wohl dazu durchringen alle drei MCU Spider Man Filme zu schauen.