Downsizing 4K UHD

Blu-ray Review

OT: Downsizing

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Downsizing 4K UHD Blu-ray Review Cover
Paramount, 31.05.2018

1:14

Alexander Payne lässt seine Protagonisten in Downsizing im wahrsten Sinne des Wortes gesundschrumpfen.

Inhalt

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Da sind sie, die downgesizeten Menschen

Paul Safranek hat die Nase voll von seinem eher schmucklosen Dasein als Werks-Physiotherapeut. Zu wenig Geld für die angenehmen Dinge des Lebens, zu wenig Zeit für sich und seine Frau Audrey – und überhaupt: Von vorne anfangen wäre ein Traum.
Ein Traum, der plötzlich wahr zu werden scheint. Denn als Wissenschaftler eine Möglichkeit entwickeln, wie man der generellen Überbevölkerung und Ressourcen-Knappheit begegnen könnte, hört auch Paul davon. Einzig: Er und seine Frau müssten sich dafür auf 12,9cm Größe schrumpfen lassen – ein unwiderruflicher Prozess, an dessen Ende „Leisureland“, eine Welt der Freizeit und des Spaßes, winkt. Paul und Audrey überlegen kurz und beschließen, an dem Programm teilzunehmen. Doch als Paul, nun so groß wie Dose Limonade, erwacht, muss er feststellen, dass seine Frau einen Rückzieher gemacht hat und die „Chance“ nutzt, ihren Mann zu verlassen. Paul lebt also von nun allein in seiner gewünschten Welt, die zahlreiche Überraschungen bereithält …

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Dave erklärt Paul die Vorzüge des Kleinseins

Alexander Payne, Schöpfer ebenso genial witziger wie schrulliger Dramödie wie Sideways oder About Schmidt hatte 2009 eine Idee – eine ziemlich gute Idee: Er wollte einen Film machen, in dem man der Überbevölkerung begegnet, in dem man die Menschen auf 12cm Größe schrumpfen lässt. Eine Idee, die geradezu ideal ist, um den Payne’schen Humor und seine subtile Art der Gesellschaftskritik zu transferieren. Doch dann legte er das Projekt zunächst auf Eis, um The Descendants zu drehen – ebenfalls ein grandioser Film. Acht Jahre später war es dann soweit, die Prämisse ist nach wie vor großartig und das produzierende Studio machte so viel Geld locker wie noch nie für einen Payne-Film (Angaben schwanken zwischen 65 und 90 Mio. US-Dollar). Eingespielt hat Downsizing 38 Mio. $ – weltweit, wohlgemerkt. Ein ziemlicher Flop also. Aber warum?
So viel vorab: Den Fehler der Auto-Industrie macht Payne nicht. Die wird ja gerne dafür kritisiert, dass ihre hubraumgeschrumpften Turbomotoren ganz und gar keine Umweltschoner sind. Die geschrumpften Menschen in Downsizing könnten indes sehr wohl dazu beitragen, die Erde weniger zu belasten. Es ist aber auch nicht wirklich der soziokulturelle und ökologische Anspruch, den man dem Film ankreiden muss, sondern seine Unentschlossenheit.

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Audrey und Paul sind einigermaßen begeistert von der Idee des Downsizing

Aber eins nach dem anderen. Denn Paynes Film beginnt schwungvoll. Die Art, wie er die Schrumpfungs-Technologie vorstellt und dabei kurz, aber knackig die Vorzüge – gerade im Hinblick auf Müllvermeidung – darstellt, macht Lust auf Mehr. Auch die Gegenüberstellung von Pauls und Audreys langweiligem Leben mit langweiliger Maklerin, die ein langweiliges Haus vorstellt, nutzt die feine satirische Note des Regisseurs. Er reißt sogar kurz an, dass die Auswirkungen der zunehmenden Schrumpferei auf die Großen durchaus negativ sind (Preisverfall der Häuser etc.) und latenter Neid, ja sogar Rassismus aufkeimt. Man gibt sich sogar Mühe, logische Probleme für den Zuschauer befriedigend zu erklären und konterkariert das Prinzip der Weltenrettung mit der Selbstsucht der Menschen. Die lassen sich natürlich vor allem deshalb schrumpfen, weil ihr Leben in der großen Welt nicht so ganz erfolgreich war und sie in Leisureland nahezu paradiesische Verhältnisse vorfinden.
Doch was als feine Satire mit dem typischen payne’schen Humor beginnt, entwickelt sich nach dem Einzug ins Leisureland zum erstaunlich herkömmlich erzählten Drama, das sein Schrumpfungs-Prinzip kaum noch in die Waagschale legt. Außerdem verliert es sich aufgrund der ausgedehnten Laufzeit von 135 Minuten mehr und mehr in Nebensächlichkeiten und eher unwichtigen Nebenfiguren.

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Paul unterschreibt seine eigenen Scheidungspapiere

Die sind mal glücklicher besetzt, wie im Fall von Rolf Lassgård als Entdecker des Downsizing, mal weniger gelungen. Was beispielsweise macht bitte Udo Kier als Partylöwe in diesem Film, wenn er doch rein gar nichts zur Story beitragen kann?
Christoph Waltz, das muss man sagen, macht auch hier wirklich Spaß, wenn er sich als serbischer Schmuggler praktisch schimpfwortend unterhält. Das verlangt ihm natürlich keinerlei Veränderung seiner bisherigen Rollen ab, aber das kann er halt auch einfach gut. Und als Nutznießer sämtlicher Schlupflöcher, die das kleine Dasein mit sich bringt, ist es schon ein Spaß, ihm zu zu sehen, wie er Paul vor einer Dollarnote der großen Welt (also quasi einer Tapete) sitzend erklärt, was er so alles zu Geld macht. Dennoch ist schon die Party, die nach etwa 50 Minuten bei ihm stattfindet, ein zähflüssiges, erzählerisch langatmiges Etwas, das (sieht man mal von der Tatsache ab, dass diese Menschen nur 12cm groß sind) völlig belanglos dahin plätschert. Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass die Figur des Paul von Matt Damon verlangt, möglichst trist aus der Wäsche zu schauen. Das unterfordert den vielseitigen Mimen und lässt ihn selbst lustlos seltsam bemüht erscheinen.
Absolut nicht lustlos agiert Chau Hong in der Rolle der Vietnamesin Ngoc Lan Tran. Sie bringt Frische in Downsizing, wenn sie mit gepfefferten Worten im Maschinengewehr-Tempo gegen alles und jeden stichelt.

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So eine echte Rose kann ziemlich Ausmaße erreichen – zumindest für den geschrumpften Paul

Allerdings gibt’s auch hier eine Einschränkung. Während ihr Dialekt im Original super funktioniert und gerade dazu beiträgt, den Spagat zwischen niedlich und bissig zu verdeutlichen, ist die deutsche Variante davon ein Graus. In der Synchro kommt Ngoc genauso rüber wie das Abziehbild einer Klischee-Asiatin – außerdem ist ihr Organ viel zu hart und auf Dauer furchtbar anstrengend. Eine Menge Dialogwitz geht also hier durch die Synchronisation verloren.
Manchmal aber blitzt er dann doch auf, der geniale Humor eines Alexander Payne. Beispielsweise, wenn Dusan Mirkovic Pauls Vorhaben, in das „dumme Loch“ zu gehen mit einem sarkastischen Aussterbe-Vergleich kommentiert.

Kleine Anekdote am Rande: Während Downsizing hierzulande ohne Altersbeschränkung freigegeben ist, zeigt sich beim Starten der Disk das gefürchtete „R-Rating“(Kinobesuch für Kinder und Jugendliche unter 17 nur in Begleitung Erwachsener) für die US-Kinogänger. Die Gründe: Sexuelle Andeutungen, ein „bisschen“ Nackheit und Drogenkonsum. So sind sie, die USA. Wenn’s um Haut und ein paar Pillen geht, sollte das möglichst niemand sehen. Schusswaffengebrauch stellt bei den Altersbeschränkungen dafür in der Regel kein Problem dar.

Bild- und Tonqualität BD

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Dušan Mirković bringt Paul mit den Partys der geschrumpften Menschen in Verbindung

Wer Alexander Payne kennt, der kennt auch den Look seiner Film – und das trifft auch für Downsizing zu. Payne mag es, die Welt real abzubilden – ohne das ganze Hollywood-Make-up-Ding. Und um die Realität noch ein bisschen zu dramatisieren, macht er’s schmuddelig. Gerade auf uniformen Hintergründen ist die Körnung extrem hefig. Es wuselt bisweilen derart stark, dass eine weiße Wand grau wirkt. Während der Close-ups lässt das Ganze etwas nach, doch auch auf Gesichtern ist massiv Bewegung zu sehen. Dass es nachträglich hinzugefügt wurde, erkennt man an den dunkleren Szenen, die nicht NOCH stärker körnig sind, sondern auf gleichem Level bleiben. Ebenfalls unterstützend für den typischen Look seiner Filme ist die warme Farbgebung, die Hauttöne vornehmlich braun filtert und auch die meisten Außenaufnahmen entsprechend einfärbt. Als letztes Stilmittel kommt eine dezente Entsättigung der Farben zum Einsatz, sodass man immer ein wenig 70er-Jahre-Flair wahrnimmt. Ab und an lassen sich Randunschärfen am unteren Bereich erkennen und in Halbtotalen ist (bedingt durch die Körnung) die Schärfe nur mäßig. Close-ups sind hingegen ziemlich knackig und der Kontrastumfang gibt sich ausgewogen.
Akustisch wartet für den deutschen Zuschauer von Downsizing (typisch für Paramount) erneut mal wieder nur eine Dolby-Digital-Spur. Da sich der Film aber vornehmlich auf die Dialoge konzentriert und diese recht sauber wiedergegeben werden, ist’s hier nicht ganz so sehr ein Beinbruch. Im direkten Vergleich fällt es nur während der Musik-/Score-Sequenzen auf, während die DD-Fassung ansonsten durchaus brauchbar ist. Sie muss aber auch nichts Großes leisten, denn selbst die abschließende „Explosion“ ist nur ein Explosiönchen.

Bild- und Tonqualität UHD

Launige Auftritte von Neil Patrick Harris …

Downsizing wurde vollständig digital aufgenommen. Zum Einsatz kamen Arri-Alexa-Mini-, -XT-Plus und -Amira-Kameras. Am Ausgang lagen dabei bis zu 3.4K an. Allerdings skalierte man für das Digital Intermediate runter auf 2K, weshalb die UHD „nur“ ein Upscale dieser 2K-Auflösung ist.
Ebenfalls integriert wurde ein erweiterter Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie ein größerer Kontrastumfang nach HDR10 und Dolby Vision. Letzteres wird allerdings nur derjenige merken, der eine DV-Kette hat, denn es steht (mal wieder) nicht auf dem Cover. Sehr wohl auf dem Cover steht etwas von Dolby Atmos für die deutsche Tonspur und True HD für die Originalfassung. Das wiederum enthält die Disk nicht. Und um es komplett zu machen, liegt das Bild auch nicht im 1,78:1-Bildformat vor, wie es auf der Hülle steht, sondern in 2,35:1 – hier wusste jemand offenbar gar nicht, was er zu tun hatte.
Aber konzentrieren wir uns auf die Praxis:
Spielt man die UHD von Downsizing im HDR10-Modus ab, fällt auf, wie teils drastisch sich der Look von der Blu-ray unterscheidet. Ist der Film schon per Blu-ray recht warm gefiltert, nimmt das im HDR10-Modus noch einmal deutlich zu. Selbst während der kühler gestimmten Szenen (ab 94’30) sind die Gesichter etwas brauner.

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… und Laura Dern

Drastisch wird’s bei der Naheinstellung von Damons Gesicht, nachdem er den Shrinking-Prozess hinter sich hat und mit Glatze in den weißen Bettlaken liegt. Hier könnte der Unterschied zur Blu-ray kaum heftiger ausfallen (siehe Bildvergleich unten), was aber dauerhaft für scheinbar sonnenverbrannte Gesichter sorgt – und das ist nicht schön.
Die Kombination aus höherem Kontrastumfang und erweitertem Farbraum sorgt hier also für deutliche Unterschiede, wohingegen einzelne Farben gar nicht so viel kräftiger ausfallen – beispielsweise bei roten Flächen.
Lässt man den Film dann per Dolby Vision abspielen, könnte man fürchten, es wird noch schlimmer. Vor alle, da einige DV-UHDs zuletzt nicht ganz glücklich gemastert waren. Doch hier darf Entwarnung gegeben werden. Denn Dolby Vision sorgt hier für den angenehmsten Look. Nicht so drastisch wie HDR10, dafür durchaus intensiver als über die reguläre Blu-ray siedelt sich DV in der Mitte an und präsentiert das ausgewogenste Bild. Zudem sind weiße/graue Flächen am neutralsten abgestimmt. Damit gehört Downsizing zu den besseren Dolby-Vision-Titeln der letzten Monate – wenngleich der generelle Look, also das schmuddelige und körnige dadurch nicht verändert wird. Im Gegenteil: Auf hellen Hintergründen fällt das Korn leider noch etwas stärker auf.
In puncto Auflösung zeigt sich die UHD trotz „nur“ 2K-DI teils sichtbar besser. Und das fällt sogar aus der Entfernung auf – beispielsweise dann, wenn Paul seine Scheidungspapiere unterschreiben muss. Die Schrift wirkt wesentlich klarer und definierter (siehe Bildausschnitt unten). Aber auch Naheinstellungen von Gesichtern profitieren davon – zumindest solange, wie das Korn nicht überhand nimmt und die gefühlte Schärfe beeinträchtigt.

(96’11): Bei den kühleren Szenen wie hier ist der Unterschied zwischen BD und UHD nicht riesig. Die Blu-ray ist ein wenig (zu) hell …
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… dafür hat die UHD im Schwarz ein bisschen weniger Durchzeichnung. Die Hautfarben wirken allerdings etwas angenehmer und wärmer
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(93’26): Das Grün der nordischen Landschaft kommt über die Blu-ray erstaunlich satt rüber, differenziert aber nicht sonderlich
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Die UHD ist deutlich dunkler und das Grün der Wiese erhält eine etwas braunere Stimmung, dafür liefert sie mehr unterschiedliche Farben und eine deutlichere Differenzierung zwischen ihnen
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(0’38) Blu-ray: Über die Blu-ray wirkt das Geschehen eine Spur grünlich, was aber typisch ist für die Filme von Alexander Payne
Downsizing BD vs UHD Bildvergleich 2
HDR10: Die Wiedergabe per HDR10 liefert eine deutlich dunklere Abstimmung und addiert wesentlich mehr Rotbraun-Anteile – der Unterschied zur Blu-ray ist deutlich
Downsizing BD vs UHD Bildvergleich 3
Dolby Vision: DV reduziert die deutliche Kontrast- und Farbintensivierung von HDR10 wieder ein wenig und glieder sich optisch zwischen BD und HDR10 ein
Downsizing BD vs UHD Bildvergleich 4
(38’44) Blu-ray: Die BD ist in dieser (zugegebenermaßen sehr hellen Szene) schlicht zu hell. Die Zeichnung in den Bettlaken im Hintergrund geht teilweise verloren, weil hier überrissen wird. Damons Gesicht wirkt aufgrund der genutzten Farben arg krank
Downsizing BD vs UHD Bildvergleich 5
HDR10: Der Unterschied zur Blu-ray fällt heftig aus. Im direkten Vergleich ist man fast schockiert, WIE heftig. HDR10 intensiviert die Kontraste und Farbintensität auf Damons Gesicht extrem und nutzt eine deutlichere Braunfärbung. Die Zeichnung auf den Laken bleibt besser erhalten
Downsizing BD vs UHD Bildvergleich 6
Dolby Vision: Auch bei diesem Beispielbild siedelt sich Dolby Vision in der Mitte an. Nicht ganz so aschfahl wie über die Blu-ray, aber wesentlich weniger dramatisch wie per HDR10 sieht das Bild vielleicht am natürlichsten aus – auch das Weiß der Bettlaken wirkt am neutralsten
Downsizing BD vs UHD Bildvergleich 15
(50’07): Da sage noch mal jemand, es lohne sich nicht, von 2K Digital Intermediates eine 4K UHD zu produzieren. Während die Blu-ray (hier im Bild) die Schrift wesentlich weicher und weniger detailreich reproduziert, man das Gefühl hat, man bräuchte eine Lesebrille …
Downsizing BD vs UHD Bildvergleich 16
zeigt die UHD die wesentlich leserlichere Schrift. Die Buchstaben haben mehr Kraft, sind besser abgegrenzt und wirken „fetter“. Auch der rotumrandete Pfeil franst lange nicht mehr so aus wie über die BD
Beim Ton, das wurde oben schon erwähnt, tut sich gegenüber der Blu-ray nichts. Der auf dem Cover vollmundig angekündigte Dolby-Atmos-Sound fürs Deutsche fehlt ebenso wie die angegebene True-HD-Fassung fürs Englische.
Enthalten sind schlicht dieselben Tonspuren wie auf der Blu-ray – also dts-HD-Master 7.1 fürs Original und Dolby Digital 5.1 fürs Deutsche.

Bonusmaterial

Deutsch-sprechende Schauspieler im US-Exil: Christoph Waltz und Udo Kier

Im Bonusmaterial von Downsizing gibt’s sechs Featurettes. Es beginnt mit „Arbeit mit Alexander“. Das zwölfminütige Feature lässt einige Darsteller, aber auch den Kameramann oder den Casting-Director zu Wort kommen, die allesamt (natürlich) voll des Lobes über ihren Regisseur sind. Aber auch Payne selbst kommt zu Wort und erzählt, dass es ihm stets besonders wichtig ist, dass seine Filme realistisch aussehen und nicht typisch gekünstelt Hollywood. „Die Besetzung“ kümmert sich dem Namen entsprechend um die Schauspieler. Die mögen sich natürlich auch alle ganz doll. Aber immerhin gibt’s ein paar nette Anekdoten und gerade wenn Chau Hong zu Wort kommt, gibt es durchaus ein paar Überraschungen. In „Eine visuelle Reise“ stellt man uns Stefanie Cella näher vor, die das Design/Setdesign für den Film gemacht hat – eine der wichtigsten Rollen hinter der Kamera für diesen Film. „Eine Frage des Blickwinkels“ erklärt ein paar der Tricks, die angewendet wurden, um die Größenunterschiede zu verdeutlichen. In „Dieses Lächeln“ geht’s komplett nur um Matt Damon und darum zu beweisen, dass der Spruch von Steven Soderbergh stimme. Der sagte offenbar mal, dass er jedem aus dem Showbiz in Hollywood 1 Mio. Dollar geben würde, der Matt Damon nicht mag. „Ein globales Anliegen“ reflektiert dann noch einmal die Story, was die Macher selbst zum Nachdenken anregte.

Fazit

Alexander Paynes jüngster Film beginnt stark und unterhaltsam, verliert sich dann aber in zähen Nebensträngen und kumuliert in einer Öko-Botschaft, die kaum stärker mit dem Zeigefinger wedeln könnte. Hätte sich Downsizing doch auf seine Schrumpfungs-Thematik und die Konflikte, die dadurch mit der „großen“ Welt entstehen, konzentriert; und hätte man das satirische Potenzial noch mehr genutzt – das hätte ein großer Wurf werden können. Geblieben ist eine originelle Idee, die von ein paar liebenswerten Figuren bevölkert wird – insgesamt zwar sehenswert, aber irgendwie nicht ganz befriedigend.
Die UHD bietet gerade per Dolby Vision das angenehmere, besser aufgelöste und kontraststärkere Bild – HDR10-Nutzer müssen sich fragen, ob sie einen gegenüber der BD so drastisch veränderten Look (siehe Vergleichsbilder oben) mögen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 70%
Bildqualität UHD (HDR10): 70%

Bildqualität UHD (Dolby Vision): 75%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 70%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 75%

Bonusmaterial: 70%
Film: 60%

Anbieter: Paramount Home Media Deutschland
Land/Jahr: USA 2017
Regie: Alexander Payne
Darsteller: Matt Damon, Christoph Waltz, Kristen Wiig, Jason Sudeikis, Neil Patrick Harris, Chau Hong, Rolf Lassgård, Ingjerd Egeberg, Udo Kier
Tonformate BD: dts-HD-Master 7.1: en // Dolby Digital 5.1: de
Tonformate UHD: dts-HD-Master 7.1: en // Dolby Digital 5.1: de
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 135
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Real 4K: Nein (2K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
FSK: 0

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Paramount Home Entertainment)

Trailer zu Downsizing

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