Eliminators

Blu-ray Review

Universum Film, 06.01.2017

OT: Eliminators

 


Duell der Killer

Scott Adkins darf erstmalig ein wenig schauspielerisches Format in einen Actionthriller bringen.

Inhalt

Bishop wird von Cooper auf Thomas angesetzt

Weil sich drei baseballschwingende Kleinganoven in der Adresse geirrt haben und anstatt bei einem Kokaindealer beim Ex-FBI-Agenten Thomas McKenzie eingedrungen sind, muss dieser nun um seine Existenz im Zeugenschutzprogramm fürchten. Ganz abgesehen davon, dass man ihn für einen Mörder hält und ihm abspricht, die drei Eindringlinge aus Notwehr getötet zu haben. Da er eine kleine Tochter hat, ist sein oberstes Ziel allerdings, diese zu beschützen. Und das muss er nun auch tun, denn weil seine Existenz durch die TV-Nachrichten aufgeflogen ist, werden die alten Widersacher auf ihn aufmerksam. Einer von ihnen engagiert daraufhin den besten aller Profikiller, um Thomas zu erledigen. Doch auch Thomas hat noch ein paar Tricks auf Lager …

Doch Thomas weiß, wie er sich zur Wehr setzen kann

Ein Scott-Adkins-Film, der nichet das FSK-18-Siegel trägt und mit einem fröhlichen Schlager beginnt – da wird doch nicht einer weich geworden sein? Bevor wir auf diese Frage zurückkommen, sei erst einmal gesagt, dass es dem Taekwondo- und Kickboxing-Schwarzgürtel-Schauspieler durchaus steht, mal seine menschliche Seite als Vater einer süßen Tochter zeigen zu können, der um das Leben seiner Familie kämpfen muss. Es war aber auch mittlerweile arg langweilig geworden, ihn ausschließlich als rächende Kampfmaschine zu sehen, die sich völlig skrupellos durch Horden von Gegnern pflügt. Zwar tut er das auch in Eliminators, aber eben mit etwas mehr Umsicht und vor einem anderen Hintergrund. Dabei sind die Fightszenen aller Ehren wert und durchaus überraschend innovativ. Der Kampf im beengten Raum der Gondel nach vierzig Minuten macht wirklich Spaß – auch wenn er ganz furchtbar konstruiert ist. Für Action und spannende Momente ist also durchaus gesorgt und die emotionalen Szenen wirken nicht deplatziert. Adkins jedenfalls hat noch nie so viel Talent gezeigt wie hier und die Geschichte ist auch lange nicht so stumpf wie die Genrewerke, in denen er sonst mitspielt. Da kann man dann auch mal über witzige Filmfehler in Eliminators hinwegschauen, wenn Killer Bishop seinen 6er BMW zu Drehzahlorgien treibt und der Tacho dabei bei knapp unter 1.000 Touren und 0 km/h verweilt, weil der Wagen vermutlich auf einem Hänger durch London gezogen wurde. Tatsächlich läuft der Film von Cockney vs. Zombies-Regisseur James Nunn vor allem dann zur Höchstform auf, wenn sich der Zweikampf zwischen Bishop und Thomas immer mehr ankündigt und letztlich ausgefochten wird. Zwar wirkt Profi-Wrestler und Ex-Bare-Knuckles-Boxchampion Stu Bennet ein wenig ungelenk in der Rolle des Bishop, aber das könnte auch an seiner Größe von 1,98m und den fliegenden Segelohren liegen. Allein seine Physis reicht aber schon aus, um zu wissen, dass es für Adkings kein einfacher Kampf wäre. Und dass Oberbösewicht Cooper nicht vollständig schwarz/weiß gezeichnet ist, lässt Eliminators ebenfalls aus dem Einerlei herausragen.

Außerdem kann Thomas auf alte Kollegen zurückgreifen, die ihm zur Seite stehen

Bild- und Tonqualität

Showdown der Kampfkolosse

Während die bestechend scharfen Außenaufnahmen von London sichtbar mit digitalen Kameras gedreht wurden, wechselt Eliminators während des Rests des Films auf die reguläre Filmoptik. Innenraumszenen hätten ein wenig mehr Kontrastumfang verdient gehabt, dafür ist die Bildruhe hervorragend und Aufnahmen bleiben rauschfrei. Die Schärfe ist allerdings maximal auf gutem Niveau während Farben verhältnismäßig natürlich wirken.
Der Sound von Eliminators nutzt während der actionreichen Szenen zwar oft die Rearspeaker, bleibt im Bassbereich allerdings völlig unterentwickelt. Immer dort, wo es Anlass gäbe, bleibt er schlicht nahezu stumm. Die Dialoge kommen hingegen sehr gut verständlich aus dem Center und wenn der Killer im Treppenhaus auf Thomas schießt, klingt das schon sehr authentisch verhallt (32’40).

Bonusmaterial

Cooper hat seine Gründe für die Verfolgung von Thomas

Im Bonusmaterial von Eliminators wurden neben Programmtipps und dem Originaltrailer noch zwei je Featurettes abgelegt. In „Bishop for Hire“ geht’s ausschließlich um Stu Bennet. Der britische Wrestling-Kämpfer musste erstmals genau getimten Choreografien folgen, was für ihn erst einmal ungewöhnlich war. Im sechsminütigen „Hand to Hand“ geht man dann nochmals näher auf die Fightszenen und deren Koordination ein.

Fazit

Eliminators ist rasant und spannend genug, um Adkins-Fans zu überzeugen. Da die Story sogar ein paar Winkelzüge vollzieht und der Hauptdarsteller einige Emotionen zeigen darf, macht das den Film aber auch für Genrefreunde an sich interessant und man verzeiht ihm das teils wenig nachvollziehbare Handeln der Widersacher.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 70%
Tonqualität (dt. Fassung): 65%
Tonqualität (Originalversion): 65%
Bonusmaterial: 30%
Film: 60%

Anbieter: Universum Film
Land/Jahr: Großbritannien/USA 2016
Regie: James Nunn
Darsteller: Scott Adkins, Ty Glaser, Stuart G. Bennett, Daniel Caltagirone, James Cosmo, Mem Ferda
Tonformate: dts HD-Master 5.1: de, en
Bildformat: 1,78:1
Laufzeit: 95
Codec: AVC
FSK: 16

Trailer zu Eliminators

Eliminators Official Trailer #1 (2016) Scott Adkins Action Movie HD

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