Eternals 4K UHD

Blu-ray Review

Walt Disney Studios, 24.02.2022
Walt Disney Studios, 24.02.2022

OT: Eternals

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Das Ende ist der Anfang

Mit den Eternals kommt ein ganz spezieller MCU-Film ins Heimkino.

Inhalt

Da fallen sie vom Himmel, die Eternals   ©Marvel Studios 2021. All Rights Reserved.

Am Anfang waren die Celestials. Sie brachten Licht ins Universum. Alles war im Gleichgewicht. Dann kamen die Deviants. Eine widernatürliche Spezies, die den Kosmos ins Chaos stürzte. Um diesen Einhalt zu gebieten, schickte der Celestial Arishem die Eternals. Unsterbliche Helden, die im Zehnerpack auftreten und gemeinsam unbezwingbar sind. Seit 7000 Jahren verweilen sie nun auf der Erde, um die Menschen vor den Deviants zu beschützen. Sersi, eine der Eternals, geht davon aus, dass die Gruppe vor 500 Jahren das letzte Exemplar der bösartigen Kreaturen beseitigt hätte, weshalb ein normales Leben auch mal ganz schön wäre. Kein Wunder, dass sie sich gerade in den weltlichen und damit sterblichen Dane verliebt. Doch während man sich über die Frage eines baldigen Zusammenziehens noch uneins ist, taucht plötzlich ein wahres Deviants-Prachtexemplar auf. Eins, das sich überdies auch noch selbst heilen kann. Und eins, das in der Lage ist, Eternals zu töten. So wie es mit Ajak, der Anführerin der Eternals, just passierte. Da die Truppe aber eine neue Führung braucht, geht die Kraft, mit Arishem zu kommunizieren, auf Sersi über. Was die von dem Celestial allerdings erfährt, gefällt ihr gar nicht …

Die zehn Damen und Herren stellen sich vor   ©Marvel Studios 2021. All Rights Reserved.

Der 26. abendfüllende Film aus dem MCU ist der am schlechtesten bewertete auf unterschiedlichen Kritikerplattformen und finanziell stehen nur drei andere schwächer da als er (Incredible Hulk, The First Avenger und Black Widow). Viele mögen die Regisseurin fürs Scheitern verantwortlich machen, weil sie aus dem Arthaus-Kino kommt und die Fußstapfen vielleicht etwas groß waren. Doch das ist nicht nur unfair, sondern eigentlich sogar falsch. Denn Chloé Zhao (Nomadland) schafft es durchaus, eine ganz eigene Note in ihre Arbeit zu bringen. So inszeniert sie beispielsweise die erste Actionszene wie einen Balletttanz und schafft es dadurch mühelos, die große Runde an Charakteren und ihre Fähigkeiten einzuführen. Fließend sind die Kameraübergänge und fließend auch die Interaktionen der Eternals – als würden sie schon ewig gemeinsam kämpfen (hüstel). Was Zhao außerdem gut gelingt, sind die Momente, in denen die Gruppe interne Konflikte austrägt. Das sorgt gleichzeitig für durchaus unbequeme Fragen, die zuerst auf kleiner und später auf sehr großer Ebene angesprochen werden. So ist es Druig, dem das Augenverschließen vor Völkermord & Co. schon seit Jahrhunderten auf den Magen schlägt und der sich irgendwann gegen seine Vorgaben wendet, nicht in Kriege einzugreifen. Wenn dann das Thema der Celestials selbst zur Sprache kommt und sich hierin eine sehr ambivalente Komponente aus absoluter Zerstörung und absolutem Leben ergibt, wirkt der bisherige Marvel-Kosmos gar ziemlich winzig und unbedeutend. Auch Thanos‘ Idee, dass es dem Universum wieder besser geht, wenn mal die Hälfte ausgelöscht würde, verblasst etwas gegen das, was Eternals hier präsentiert.

Kann wieder heile machen und ist die Chefin: Ajak   ©Marvel Studios 2021. All Rights Reserved.

Jetzt gab und gibt es genau diese „Thanos-Debatte“, die für Unmut bei den Fans sorgte. Und in der Tat macht das MCU hier ein großes Logikloch auf. Und damit ist nicht mal die etwas platte Erlkärung gemeint, die Sersi Dane über das Nichteingreifen in den Konflikt mit Thanos gibt. Diese fällt in der Tat hauchdünn aus, ist wenig glaubwürdig und im Kern auch noch von der Obersten Direktive der Sternenflotte geklaut.
VORSICHT: LEICHTE SPOILER!! Eternals versucht das im Verlaufe aber noch einmal wettzumachen, wobei sich dann erst Recht eine Logiklücke auftut, die man diskutieren kann. Denn das Thema wird mit dem Motiv der Emergenz nochmals aufgegriffen und auf deutlichere Art erklärt (allerdings ohne dass die Eternals das zuvor gewusst hätten). Hier kommt dann notwendiges (weil energielieferndes) Bevölkerungswachstum ins Spiel, das stets durch Krieg und den im Nachgang damit verbundenen technischen Fortschritt einsetzt. Auch die Deviants werden in diesem Moment noch einmal neu erklärt. Doch WENN es die Energie einer großen Bevölkerung braucht, dann ist es umso unverständlicher, dass Arishem die Eternals den Fingerschnipp nicht hat verhindern lassen. Es sei denn (und hier wird’s dann arg spekulativ), Arishem wusste ebenso, wie es im Endgame gegen Thanos ausgehen würde und dass es „nur“ eine Verschiebung von fünf Jahren geben würde. Fünf Jahre sind natürlich wiederum ein Wimpernschlag, wenn man bedenkt, dass der Celestial Jahrtausende und länger für seine Entwicklung braucht. Muss man aber davon ausgehen, dass Arishem nichts vom Blip wusste, wäre sein Ziel, den neuen Celestial zum Leben zu verhelfen um Jahrhunderte oder gar länger nach hinten gerückt worden.

Kann zuschlagen wie ein Preisboxer: Gilgamesh  ©Marvel Studios 2021. All Rights Reserved.

Ein weiteres Problem sind die Deviants selbst. Sie sind zwar ganz hübsch animiert, sehen aber a) aus wie aus dem Kreaturenschrank diverser Filme und Videospiele zusammengesetzt und wirken b) zu keiner Zeit dermaßen bedrohlich, dass es dafür eine Zehnergruppe unbesiegbarer Helden geben muss, die die Erde vor ihnen beschützt. Wenn die Eternals mühelos mit Thanos fertig geworden wären (was anzunehmen ist), dann wäre es andersrum so gewesen, dass nicht mal die Hälfte der Avengers nötig gewesen wäre, um die Deviants zu pulverisieren. Das 7000 Jahre währende Bedrohungsszenario fällt schlicht etwas gering aus.
Und dann gibt’s noch den Humor, der irgendwie nicht so ganz passend ist und sich auch von der Komik der bisherigen MCU-Filme unterscheidet. Manchmal wird es gar albern und um es noch schlimmer zu machen, verheizt das Drehbuch die erste südasiatische Figur (den pakistanisch-amerikanischen Darsteller Kumail Nanjiani) als Bollywood-Schauspieler. Im Ernst? Geht’s noch stereotyper? Ich meine, da hat man einen maximal vielfältigen Cast (sicher auch, um ein Zeichen zu setzen) und macht eine derart peinliche Schublade auf? Diskussionswürdig ist zudem die Art und Weise, wie man das Hiroshimal-Trauma integriert. Es ist stets problematisch, wenn fiktive Filme (und vor allem derart fiktive Filme wie es die MCU-Werke sind) real-historische Fakten in ihre Geschichten integrieren. Wenn Phastos tief bedauert, dass seine Technologie zum Tod von 70.000 Menschen führte, führt das zum einen Sersis Erklärung, warum man gegen Thanos nicht eingriff, ad absurdum und betreibt auch noch historischen Revisionismus, nahelegend, dass eben nicht die Menschen Schuld an ihren größten Verbrechen sich selbst gegenüber sind, sondern diese „ewigen Quasi-Götter“. Dabei wäre ein ganz kleiner Kniff an dieser Stelle ausreichend gewesen, indem Phastos sich nicht selbst die Schuld gibt, sondern sich hätte schlicht fragen können, warum die Menschen mit seiner Erfindung so viel Schlechtes anrichten konnten.

Kann Materie verändern: Sersi   ©Marvel Studios 2021. All Rights Reserved.

Oder man hätte (noch idealer) drauf verzichtet, historisch so bedeutungsvolle Fakten/Ereignisse in einen fiktiven Film einzubinden. Hätte das Ding auch gestrafft. Denn ein weiteres großes Problem von Eternals: Er will schlicht zu viel. Zweieinhalb Stunden sind beileibe keine kurze Laufzeit. Aber zehn so unterschiedliche Charaktere in dieser Zeit unterzubringen, ohne zwischenzeitlich welche zu ignorieren, ist schwierig genug. Dass man demnach gewisse Probleme hat, echte Bindung aufzubauen, ist der Tatsache geschuldet, dass man keine vorbereitenden Geschichten hatte. Man stelle sich vor, Avengers wäre ins Kino gekommen, ohne vorher Iron Man I bis III oder die Thor- und Captain-America-Filme gehabt zu haben. Es hätte für ähnliche Probleme gesorgt. Am Ende sind es viele Kleinigkeiten, viele Ungereimtheiten, viele Brüche und ein nicht immer glücklicher Tonfall, die den Film zum wenig geliebten Marvel-Output werden lassen. Rein für sich gesehen gefiel er mir dennoch besser als der weit unter seinen Möglichkeiten verbliebene Black Widow. Weil Eternals viele gute Ansätze, interessante Figuren, tolle Schauplätze sowie eine ebenso grandiose Optik wie künstlerische Regie hat – ganz unabhängig von den nicht zu verleugnenden Problemen. Und weil Eternals sehr selbstverständlich mit dem Thema Diversität umgeht, da die zehn Beschützer ebenso vielfältig sind wie die Völker, die sie auf der Erde vor dem Zugriff der Deviants bewahren, ist alleine das schon ein herausragender Faktor. Und in keinem anderen Film des MCU hätte es besser gepasst und wäre ungezwungener gewesen als hier.

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Bild- und Tonqualität BD

Kann Energiebälle schleudern: Kingo   © 2021 Marvel Studios. All Rights Reserved.

Visuell kann man Eternals über die Blu-ray zunächst mal keine Vorwürfe machen. Das Bild ist sauber und selbst in den (nicht wenigen) dunklen Szenen äußerst ruhig. Körnung oder Rauschen lässt sich nur selten ausmachen, was dann mitunter auch dem Encoding geschuldet ist (Himmel bei 20’23). Dazu gibt es satte Farben, die den Sonnenplaneten zu Beginn sehr kräftig wiedergeben. Die zahlreichen farbigen Rüstungen dürften aber noch etwas kräftiger sein. Famos gut sehen die Luftaufnahmen von London aus, die fast fotorealistisch erscheinen. Auch die Auflösung im Museum ist klasse. Hautfarben sind durchgängig natürlich – vor allem während der gut ausgeleuchteten Momente. Und wenn die Szenerie in wüstenähnliche Gegenden wechselt, passt die wärmere Farbgebung hervorragend.

Kann wahnsinnig schnell rennen: Makkari  ©Marvel Studios 2021. All Rights Reserved.

Disney-typisch gibt’s Dolby Digital Plus fürs Deutsche und DTS-HD-Master fürs Englische. Und wie mittlerweile altbekannt ist, überzeugen die Tonspuren des Mausstudios nur selten. Grundsätzlich beginnt der Sound von Eternals aber gar nicht schlecht. Schon während der Schrifteinblendungen grummelt es im Hintergrund und man hört ein Rauschen aus den Rears. Auch die Stimme Ajaks steht recht griffig im Raum. Und wenn man es mal etwas neutraler betrachtet als man es bei Disney-Titeln für gewöhnlich tut, kann man auch mit den Actionszenen etwas anfangen. Immerhin sind diese absolut effektvoll und bekommen hier und da sogar ein bisschen Bums. Ja, das geht noch fetter. Ja, man hätte die massiven Schläge eines Gilgamesh noch brutaler ins Heimkino verfrachten können. Und auch die Energiegeschosse von Kingo hätten mehr Dynamik verdient. Dafür löst aber bspw. Pink Floyds „Time“ während des Marvel-Vorspanns recht fein auf und verteilt die Rototoms sehr schön platziert auf den Speakern. Das Beben nach etwas über neun Minuten kann für Disney-Verhältnisse sogar echten Bass erzeugen. Doch schon beim ersten Angriff des Deviant in der Jetztzeit fehlt’s wieder an Dynamik. Das wirkt alles zu flach und tonal auch nicht ausgewogen. Auch die Stimme Arishems hätte noch mehr Dampf vertragen können und klingt auch etwas zu dumpf, ohne die echten Obertöne. Dafür ist sie wunderbar räumlich und tritt einem von hinten angenehm in den Nacken. Doch was im Finale an Gewalt fehlt, wenn ein Titan aus der Erde erwacht, ist dann doch schlicht ärgerlich. Klar grummelt es hier im Tiefbass. Aber in eher undifferenzierter und viel zu wenig kräftiger Art und Weise. Übrigens: Der englische DTS-HD-Master-Sound kann es auch hier nicht besser. Er ist sogar noch eine Spur weniger aggressiv. Ergo: Kein Problem des Codecs, sondern der disneytypischen Abmischung.

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Bild- und Tonqualität UHD

Arishem gibt den Ton an   © 2021 Marvel Studios. All Rights Reserved.

Eternals wurde trotz einiger Gerüchte, es käme auch 16-mm-Film zum Einsatz, digital gedreht. Verwendet wurden die ARRI Alexa LF sowie die Mini LF, die beide IMAX-zertifiziert sind. Fürs Kino und Disney+ gab es einige Szenen im IMAX-Format, wobei es auf D+ sogar zwischen 1,90:1, 1,78:1 und eben 2,39:1 switcht. Formatwechsel-Feinde werden das hassen, wenn gleich drei unterschiedliche Bildformate eingesetzt werden. Eingesetzt wurde auch HDR10 sowie ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum für die UHD-Blu-ray. Gemastert wurde im Übrigen per 4K-DI, was die Scheibe zu einer nativen 4K-Disk werden lässt. Das Gute vorweg: Die Nachtaufnahme nach zehn Minuten sowie die Totalen von London kurz zuvor sind noch knackiger und detaillierter. Das ist schon eine wirklich tolle Auflösung, die man hier begutachten darf. Auch die wirklich hellen Szenen – also Himmelsaufnahmen und vor allem die Sonne direkt zu Beginn profitieren. Himmel bietet mehr Kontrast und Durchzeichnung und die Sonne profitiert deutlich vom höheren Farbumfang. Sie ist kräftiger Orange und überstrahlt auf den hellen Flächen auch weniger. Hautfarben sind meist etwas kräftiger. Das war’s dann aber mit den Vorteilen, da ein entscheidender Nachteil überwiegt: Das Ding ist Dunkel. Manchmal dunkel wie im Hühnerpopo (um mal Folge 024 einer deutschen Hörspielreihe zu zitieren). Während des Angriffs des Deviants im nächtlichen London bei Minute 14 muss man sich wirklich anstrengen, um etwas zu erkennen. Szenen, die über die BD schon nicht gerade hell sind, werden über die 4K-Scheibe teils ungenießbar. Der Moment, wenn Ikaris nach 106’27 durch die Höhle zu Phastos schreitet, zeigt ihn kurz vor einer Höhlenwand, die ihn quasi zu absorbieren scheint. Während die Blu-ray hier immerhin noch Glanzlichter auf den Haaren setzt und die Umrisse erahnen lässt, verschwindet er  über die UHD Blu-ray. Und so ähnlich geht es zahlreichen Szenen. Eternalsi ist der erste Film, bei dem praktisch zwingend nötig ist, irgendwelche HDR Tone Mappings oder ähnliches am TV zu aktivieren. Wer hier kalibriert (beispielsweise) im Filmmaker Modus eines aktuellen LG-OLEDs schaut, wird selbst bei kompletter Verdunklung des Raumes gewissen Ärger verspüren. Da kann das Bild in den gut ausgeleuchteten Szenen schön bunt und kräftig und noch dazu sehr detailreich sein, wenn man aber im Dunklen nichts sieht, frustriert es.

Blu-ray (7’12): (Slider ganz nach rechts): Zunächst ein paar Szenen, die von der UHD-BD etwas kräftiger wiedergegeben werden.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die Totale der Londoner Innenstadt bspw. ist kontrastreicher und hat intensivere Farben.

Blu-ray (20’22): (Slider ganz nach rechts): Im Himmel ist etwas weniger Zeichnung.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch das kann die UHD-BD etwas besser.

Blu-ray (1’24): (Slider ganz nach rechts): Der letzte Vorteil der UHD-BD. Gegenüber der weniger farbintensiven Blu-ray …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … zeigt die UHD-BD die Sonne beeindruckender und die Zeichnung in den hellen Bereichen ist besser.

Blu-ray (79’01): (Slider ganz nach rechts): Über weite Strecken spielt der Film jedoch in Innenräumen, dunkleren Waldszenarien oder zu Beginn auch im nächtlichen London. Und da schmiert die viel zu dunkle 4K-Scheibe ab. Hier exemplarisch und auf die Mitte fokussiert die Szene, in der Ikaris auf Phastos‘ Hologrammentwürfe losgeht. Über die Blu-ray sieht man in der dunklen Höhle noch besser erkennbare Umrisse.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Über den LG G19LA im Filmmaker Modus zeigt sich folgendes Bild. Und das soll nur exemplarisch dafür dienen, um wie viel die UHD-BD auch in anderen (relevanteren) Szenen dunkler ist. Hier noch ohne aktiviertes HDR Tone Mapping. Das mag in Einzelfällen – je nach Einstellung und gewähltem Modus am TV – noch besser sein. Bitte auch beachten: Jeder PC-Monitor, jedes Handy wird das beim Anschauen der Vergleichsbilder etwas anders darstellen. Fakt ist aber: Die UHD-BD ist wesentlich dunkler abgestimmt.

Blu-ray (79’01): (Slider ganz nach rechts): Im direkten Vergleich mit deaktiviertem HDR Tone Mapping.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Und mit aktivierter Schaltung. In dieser brutal dunklen Szene sieht man ein paar Umrisse mehr. Das HDR Tone Mapping ist ratsam, da die etwas weniger dunklen Szenen immerhin noch etwas besser erkennen lassen, was passiert.

Die Celestials kann man getrost als Götter bezeichnen   © 2021 Marvel Studios. All Rights Reserved.

Die UHD Blu-ray bleibt im Deutschen bei Dolby Digital Plus, bekommt aber fürs Englische Dolby Atmos. Und, auch das hat man schon des Öfteren gehört: Der True-HD-Kern liefert nicht mehr Dynamik als das DTS-HD-Master-Pendant der Blu-ray. Auch hier ist die deutschen Tonspur im Tiefbass sogar noch etwas zupackender als die englische Atmos-Fassung. Noch schlimmer aber: Die Belegung der Heights – oder besser deren NICHT-Belegung. Denn erneut muss man konstatieren, dass hier niemand an den Reglern saß, dem seine Arbeit Spaß macht. Entweder weil sie ihm selbst keinen Spaß macht oder weil man dem- oder derjenigen den Spaß nicht erlaubt. Die ersten Overhead-Signale bekommt man während des Eröffnungskampfes, was aber nur leise Sounds vom Score sind und ein paar Schreie der Menschen. Erst das Geräusch, das bei Druigs Gedankenkontrolle zu hören ist, wird für den Moment etwas präsenter abgelegt. Dass die Deviants teils deutlich über der Kamera agieren und fauchen, wird vom Atmos-Sound schlicht ignoriert. Erst das Quietschen der Lampen während des Bebens im Museum wird mal nach oben gelegt. Aber auch die anschließende Alarmsirene bleibt dort sehr verhalten. Ebenso wenig dynamisch wie die reguläre Ebene ist, bleibt’s auch auf den Höhenspeakern. Der Angriff des Deviants in London bietet nur ein paar verhallte Schreie von oben und ein kurzes Raunen des Monsters. Wenn er dann bei 16’15 von oben auf die Kamera einen Schrei lässt: Nichts. Während der Kämpfe mit den Kreaturen werden zwar hier und da dezente Signale hörbar. Aber im Effektreichtum der 5.1-Speaker geht das völlig unter. Immerhin: Die Stimme von Arishem kommt dann sehr deutlich von oben und erweitert dessen gottähnlichen Status auch akustisch. Und dann, nachdem praktisch ewig nichts passiert, fetzt der Beam von Ikaris durch die Heights – allerdings nicht ganz korrekt gesetzt, was die Position der Kamera angeht. Nach knapp zwei Stunden zeigt das Sounddesign dann mal ein paar nette Ideen während der Hochgeschwindigkeitsmomente von Makkari. Doch auch hier ist es einfach nicht konsequent genug.

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Bonusmaterial

Das Bonusmaterial von Eternals liegt ausschließlich auf der Blu-ray, was auch für den Audiokommentar gilt, den Zhao mit zwei Kollegen vom VFX-Team abhält. Dazu kommen noch vier entfernte Szenen sowie eine Gag Reel. Das Featurette „Unsterblich“ teilt uns etwas über die Dreharbeiten auf und über die Figuren und ihre Verbindungen. „Gesellschaftsschichten“ hingegen geht auf die sehr vielfältig besetzten Rollen ein.

Fazit

Eternals hat es schwer, sein Universum in zweieinhalb Stunden wirklich zu entfalten. Dafür will der Film inhaltlich zu viel und hat einfach zu wenig Zeit. Da ist es nicht verwunderlich, dass man die emotionale Bindung an die Figuren nicht so ad hoc hinbekommt wie bei einem Iron Man, den man in drei Solofilmen aufbaute, bevor er mit seinen Kollegen den Teamplayer gab. Über die logischen Brüche lässt sich zudem vortrefflich streiten. Vielleicht haben Kevin Feige und Co. aber noch ein paar Asse im Ärmel, die sie in den zahlreichen Serien und kommenden Filmen ausspielen, um nachträglich noch Lücken zu schließen. Visuell gesehen hat die Blu-ray die Nase vor der UHD Blu-ray vorne. Die 4K-Scheibe ist einfach zu dunkel. Beim Ton muss man (wie leider so oft) Abstriche machen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 90%
Bildqualität UHD: 75%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 70%
Tonqualität BD (Originalversion): 65%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 65%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 20%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 60%

Bonusmaterial: 50%
Film: 75%

Anbieter: The Walt Disney Company (Germany)
Land/Jahr: USA 2021
Regie: Chloé Zhao
Darsteller: Angelina Jolie, Richard Madden, Kumail Nanjiani, Lauren Ridloff, Brian Tyree Henry, Salma Hayek, Lia McHugh, Ma Dong-seok, Kit Harrington
Tonformate BD: dts-HD-Master 7.1: en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 156
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10
Maximale Lichtstärke: keine Angabe
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: ©Marvel Studios 2021. All Rights Reserved. The Walt Disney Company (Germany))
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Trailer zu Eternals

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Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
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Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

22 thoughts on “Eternals 4K UHD

  1. k-ulf

    Ich fand den Film einfach nur furchtbar.
    Vor allem langatmig und langweilig.
    Nichtmal unterhalten hab ich mich gefühlt.
    Der einzige MCU Film bis dato den ich mir kein zweites Mal ansehen werde.
    Und nein, ich mag durchaus ruhige Filme, Chloé Zhaos „Nomadland“ ist für mich ein absolutes Meisterwerk, aber Eternals war im Kino einfach nur eine pure Qual.

  2. Stefan B.

    Danke für die tolle Review.
    Mich hat der Film so überhaupt nicht angesprochen und daher werde ich ihn mir auch nicht ansehen. Des Weiteren verzichte ich auf Disney Titel – so schwer es manchmal auch fällt, aber den Ton ertrage ich meistens nicht.
    Die Diskrepanz zwischen dem Bild der Blu Ray und der UHD ist echt der Wahnsinn. Wie schon bei Deiner Review zu Ghostbusters (fand ich prima, auch auf UHD), führt wieder die Blu Ray…hoffentlich wird das kein Trend :o)

    • Wobei: Vorsicht.
      Bei GHOSTBUSTERS: LEGACY ist die UHD-BD besser! Aber eben innerhalb ihres Bezugssystems nicht so gut wie die BD innerhalb ihres Bezugssystems. Du hast mit der UHD-BD von Ghostbusters aber immer noch das bessere Bild. Das ist hier bei ETERNALDS tatsächlich in Summe nicht der Fall, weil das Absaufen in Dunkelheit einfach die Vorteile egalisiert.

      • Stefan B.

        Danke Dir.
        Tja, erst die Veröffentlichungspolitik von Disney (Streaming vs. Kino), dann der schlechte und lieblose Ton für die Heimkino-Rasselbande, jetzt das Bild auf UHD und demnächst vielleicht noch schlechtere Filme? :o)

        • k-ulf

          An dem Punkt sind wir längst angekommen. 😉

          • Stefan B.

            Leider! Ich meide Disney Titel mittlerweile. Es ist zwar bei manchen Filmen eine echte Selbstgeisselung, da ich sie gerne sehen möchte, aber der Ärger über die Tonspuren etc. ist dann zu Nachhaltig.

        • Dennis

          Da machst du schon das Beispiel mit Ghostbusters und dann ist es auch noch falsch 🙂
          Die UHD war dort besser als die Blu Ray, noch mal genau gucken/lesen.

          Nichts für ungut.

          • Stefan B.

            … hatte es schon realisiert und auch Timo hatte mich bereits darauf hingewiesen. Doppelt hält aber besser, also Danke.

            Trotzdem erwarte ich bei den technischen Möglichkeiten eine deutlichere Verbesserung (den Aufpreis darf ich ja auch erwarten) durch die UHD – insbesondere im Bereich HDR. Ansonsten reicht mir eben auch die Blu Ray – das Hochskalieren klappt ja sehr gut über den Player/TV.

          • k-ulf

            Im Falle von Ghostbusters oder auch einem Blade Runner 2049 ist das nur dezente HDR allerdings wohl eher eine kreative Entscheidung der Macher, und sollte respektiert werden. Das Bild sieht ja nicht schlechter aus oder ist zu dunkel.

    • Rüdiger Petersen

      Das einzige an dem Disney Spaß zu haben scheint ist das Abkassieren der Kunden. Von denen kaufe ich schon lange nichts mehr.

  3. Kisi

    Und wieder ein Disney Titel für die Tonne. Das erinnert mich an den Film „Solo “ mit den dunklen Szenen. Und beim Ton wieder zu Versagen. Wie Rüdiger Petersen schon schrieb Money Money für die Maus aber ohne mich. Wenn er mal günstig wo liegt gerne nur kann ich dich dann dadurch nicht Unterstützen.
    Danke für den Test Timo

  4. Simon

    Oha …
    Schon inhaltlich war ich da eher skeptisch. Nun scheint die Technik auch nicht die Wucht zu sein ….
    Dann warte ich auch eher auf den Grabbeltisch. 😉

  5. uhd ultra high digital

    woher gibts eigentlich so eine getestete scheibe wenn die in schland erst uebermorgen oder die naechsten tage erscheinen soll? ist das dann wirklich die retail variante die hier dann verfrueht? oder kann man dann sagen semilegal oder bereits schwarz auf dem markt ist oder ergattert wurde oder geleaked wurde oder wie muss ich mir die bedeutung und relevanz und echtheit dieser reviews vorstellen? habe schon oefters hier mal tests gesehen deren erscheinungsdatum noch einige gute oder gar viele tage in der zukunft lag?

    verstehe die branche nicht ganz. oder sind das hier gut und gerne gefaelligkeits oder antigefaelligkeits aka verrisstests?

    wuerde das konstrukt und konzept gerne mal verstehen. oder sind manche gleicher als andere 😉

    • Pressemuster sagen dir aber was, oder? 😉
      Was meinst du, wie Printmagazine das sonst machen könnten, die teilweise wochenlangen Vorlauf brauchen, da noch Druckerei und Vertrieb zeitlich oben drauf kommen.
      Ich verbitte mir deshalb die von dir geäußerten Vermutungen.
      Jedes Review der einschlägigen Seiten basiert immer auf vorab von den Anbietern für die Berichterstattung freigegebenen und mit den finalen Eigenschaften versehen Disks. Das können Vorabexemplare sein oder fertige Ware, die der Verleih ja deutlich vor dem eigentlichen Start bekommt und dann an die entsprechenden Reviewer verteilt.
      Und das hat überhaupt nichts mit „Gefälligkeiten“ oder sonstwas zu tun, sondern ist seit Jahrzehnten Usus.
      Falls du tatsächlich öfter mal hier bist und Reviews liest, sollte dir auch aufgefallen sein, dass die Rezensionen sehr variabel sind, was Kritik oder Lob angeht – eben gerade so, wie sich Bild und Ton objektiv-technisch beurteilen lassen (subjektive Filmbewertung mal außen vor). Ich verstehe deshalb gerade dein Problem nicht.

  6. Oliver

    Sorry, aber wir sollten mal alle auf dem Teppich bleiben. Wisst ihr überhaupt WAS wir ALLES haben? Früher mit VHS zufrieden gegeben und jetzt reicht gar nichts mehr.
    Ich meine euch Film und Studio Boykottierer.
    Ich wäre froh, wenn so ein Film wie Carlito’s Way in Deutschland überhaupt auf BD veröffentlicht wird. Von mir aus sogar in Stereo 2.0
    Aber dieses Gejammer erinnert mich nur an üppige dekadente Leute. Natürlich geht es besser, aber lernt doch was zu schätzen.
    Wieso sollte ich einen Film nicht kaufen, weil der kein Dolby Atmosphäre hat, ich den aber unbedingt sehen will.
    Entschuldigt wirklich, aber so etwas wird mir zu bunt.

    Zum Review:
    Für die dunklen UHD Szenen hätte ich die UHD aber mit 5 % bewertet 😀
    Erinnert mich in der Tat eher an schlechte VHS Auswertungen 😉

    • Stefan B.

      Als einer der „üppig dekadenten Leute“ stimme ich Dir selbstverständlich zu, dass wir es im Grunde gut haben und es keine Perfektion gibt. Aber ist daher sachliche Kritik an einem Produkt verboten? Des Weiteren ist meine Verweigerung des Studios mit der Maus ausschließlich meine Entscheidung und ich würde Dich daher bitten, – wenn Dir denn unbedingt danach ist – dieses dann zumindest höflich und respektvoll zu kritisieren.

    • Simon

      Hä?
      Wo gibt’s denn hier „Boykottierer“?
      Und wie passt der „Jammerer“-Vorwurf zu deiner eigenen Einschätzung („UHD mit 5%… schlechte VHS-Auswertungen…“)?
      Kaufst du die UHD?
      Und nicht zuletzt: Wenn Qualität keine Rolle spielt und man froh sein soll, dass es überhaupt Filme zu kaufen gibt – was machst du dann auf dieser Seite, auf der es ausschließlich um Qualität geht?

      Merkwürdig.

  7. ondy

    Ich habe den film 3× angefangen und bin immer wieder eingeschlafen. Habe dann noch mal versucht und es geschafft bis zum ende wach zu bleiben. Effekte fand ich toll gemacht. Aber story, settings und vor allen die 4k bildquallität war immer wieder ein gedanke der mich aus den film gezogen hat. Wie ich hier lese ist die wirklich sehr dunken und ich dachte schon ich hab eine raubkopie gekauft. Mmh 3 tage jetzt her wo ich ihn gesehen habe und ich hab ihn schon vergessen.

  8. Christian P.

    Mich hat der Film unterhalten, auch wenn es nicht der beste Film von Marvel ist.
    Ebenso hat es mich gestört, dass man zu viele Figuren und Zeitspanne in einen Film versucht hat zu packen.
    Vom Ton war ich komischerweise mal positiv überrascht im Gegensatz zu den anderen Disney Veröffentlichungen. Hier dachte ich teilweise beim Bass „Oh ham sie doch mal wieder bisschen besser abgemicht“ Am Ende wars dann aber wie Timo geschrieben hat ok, mehr aber auch nicht.
    Bin gespannt wie die Reise weitergeht im MCU.

  9. Ronald

    Ist denn das 4k-Web-Bild bei Disney+ genauso dunkel? Ich kann mich daran erinnern, dass es Filme gab, bei denen der Stream anders abgemischt wurde als die spätere UHD disc. Die Disney+ Version ist ja auch im IMAX-Format, ein weiterer Vorteil gegenüber der UHD.

    • Wenn du einen Dolby-Vision-TV hast, liegt der Stream vor allem in Dolby Vision vor. Und je nach Preset im TV ist das schon grundsätzlich etwas heller. Allerdings ist der Stream auch nicht die Helligkeit in Person. Die HDR-Abmischung ist einfach sehr dunkel.

  10. UHD Fan

    Ich fand den Film ziemlich gut – er soll vermutlich hauptsächlich der Start und die Einführung für weitere Eternals-Teile sein. Aber auch für sich alleine gesehen funktioniert der Film sehr gut. Mich haben allerdings die etwas deplatziert gesetzten Verweise auf die anderen Marvel Filme etwas gestört. Die Deviants sehen einfach klasse aus, die etwas andere Machart des Films wurde von Chloé Zhao mutig umgesetzt. Wie gesagt – mir persönlich hat das ganze Treiben auf dem Bildschirm gefallen.

    Allerdings ist mir zunächst beim Einlegen der UHD-Bluray auch die Kinnlade herunter gefallen. Dunkelheit – alles sehr fade und noch mehr Dunkelheit. In dieser Form hätte ich den Film jedenfalls nicht anschauen können. Alles säuft im Schwarz ab.

    Ich bin grundsätzlich kein Freund davon bei meinem perfekt eingestellten TV (LG LED 82″) an den Bildwerten herumzuschrauben, nur um diesen Film anschauen zu können. Mir in letzter Sekunde vor dem Wechsel zur helleren Bluray eingefallen, dass man beim LG UPK90 die Bildwerte am Player verändern kann.

    Daher mein Tipp bei Verwendung eines LG UPK90:
    – Während der Wiedergabe auf INFO/MENÜ der Fernbedienung drücken.
    – auf „Option“ wechseln und mit „OK“ auswählen.
    – Den untersten Eintrag „Anzeigemodus“ der normalerweise auf „Standart“ eingestellt sein sollte mit den Pfeiltasten auf „Benutzerdefiniert“ umstellen.
    – mit „OK“ bestätigen.
    – Den Wert „Helligkeit“ auf „+2“ oder „+3“ stellen und mit „Ok“ bestätigen.

    (Bei DOLBY VISION dürfte die Einstellung aber laut Anleitung leider nicht funktionieren.)

    Voila! Bei mir hat diese Einstellung (ich habe +3 gewählt bei hellem Raum) derart gute Bildwerte gebracht, dass ich fast meinen Augen nicht getraut hätte. Alle Bildwerte wurden dadurch fast optimal.

    Keine überstrahlenden hellen Flächen, das Bild (auch in den vorher viel zu dunklen Bildteilen) knackscharf und auch der Schwarzwert ist fast optimal. Der Film spielt jetzt zum Teil wirklich am Tage und nicht immer um 23.00 Uhr.

    Was diese Einstellung bei OLED Bildschirmen bringt, weiß ich natürlich auch nicht.

    Trotzdem: Diese einfache Einstellung zeigt jedenfalls bei MEINER Wiedergabekette, was bei dieser UHD-Bluray bei hellerem Mastering möglich gewesen wäre. Mit dieser Einstellung hängt die UHD die normale Bluray deutlich ab.

    Toll ist das natürlich nicht, dass man die Fehler des Studios selbst korrigieren und nach eigenen Lösungen suchen muss, aber bei diesem Film hat es funktioniert – ich stelle trotzdem nicht gerne an den Werten der Wiedergabegeräte herum.

    Den Ton fand ich nicht schlecht – wenn man den Pegel etwas höher eingeregelt hat.

    Trotzdem sollte sich Disney schämen so etwas auf den Markt zu bringen.

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