Everything Everywhere All at Once 4K UHD [US-Import]

Blu-ray Review

Lionsgate, 05.07.2022

OT: Everything, Everywhere All at Once


Heller, aber auch besser?

Vergleich der deutschen 4K UHD Blu-ray von Leonine mit der US-Fassung von Lionsgate.

Inhalt

Evelyns Waschsalon läuft eher mäßig

Evelyn Wang betreibt einen Waschsalon irgendwo in Amerika. Einen ziemlich runtergekommenen Waschsalon. Ihr Verdienst ist eher schlecht als recht und nun steht auch noch die Finanzprüfung vor der Tür. Warum ausgerechnet jetzt auch noch Evelyns Vater Gong Gong aus Hongkong auftauchen muss, weiß wohl nur der Himmel. Und dass ihre Tochter Joy außerdem beständig versucht, ihre Mutter dazu zu bringen, ihre Freundin Becky zu akzeptieren, führt zu weiteren Konflikten in Evelyns Leben. Um zu erklären, warum Evelyn in ihrer Steuererklärung ein Fehler unterlief, besucht sie mit ihrem Mann Waymond das Finanzamt. Kaum sitzen sie vor der Inspektorin, benimmt sich Waymond seltsam. Offenbar hat jemand, von seinem Körper Besitz ergriffen. Dieser stellt sich als Alpha Waymond vor. Eine andere Version von Waymond aus einem Universum, das sich „Alphaverse“ nennt. Alpha erklärt Evelyn, dass es viele Universen gibt und sie selbst als Alpha Evelyn die Chefin des Alphaverse war. Als solche ist sie zwar verstorben, trieb zuvor aber eine Technologie voran, mittels derer man auf die Fähigkeiten, Erinnerungen und den Körper der eigenen Gegenstücke aus dem Paralleluniversum zugreifen kann. Das Multiversum wird allerdings von Jobu Tupaki, der Alphaverse-Version von Joy, bedroht. Alpha Evelyn hatte ihre Tochter zu oft zu Universumssprüngen gedrängt, was dazu führte, dass Jobu nun alle Universen gleichzeitig erlebt und nach Belieben Versensprünge ausführen oder Materie manipulieren kann …

Eine Karaokeanlage kann man halt für einen Waschsalon nicht von der Steuer absetzen

„Der beste Film aller Zeiten“: 96 % positive Kritiken bei Rotten Tomatoes und eine 8,9er Bewertung auf der imdb – als der neue Film der „Daniels“ (Dan Kwan und Daniel Scheinert) am 28. April hierzulande in die Kinos kam, konnte der Vorab-Hype (und ich nutze dieses Wort WIRKLICH sehr ungerne) kaum größer sein. Auf einem anderen Bewertungsportal schlug er sogar den dort bis dato besten Film: Der Pate. Mittlerweile hat sich das Ganze etwas eingependelt, aber was haben diese beiden Regisseure, die bisher stets zusammen arbeiteten, hier nur erschaffen, dass es die Filmwelt so beeindruckte?
Zunächst einmal haben die Daniels seit 2016 an dem Projekt gearbeitet, nachdem sie bereits 2010 schon die Idee des filmisch interpretierten Multiverse entwickelt hatten. Dann mussten sie mit ansehen, wie Marvel und Sony eine ganze Menge ihrer Ideen in jeweils eigene Filme einbrachten. Es wuchs die Angst, dass man ihnen ihrerseits Ideenklau vorwerfen würde. Was natürlich Nonsense ist, da es hier um eine ganz andere Story-Grundidee geht. Unabhängig davon, aus welcher Richtung man Everything Everywhere All at Once interpretieren und analysieren mag, wird jede Richtung vermutlich irgendwann mal an den Punkt kommen, dass das Chaos und die Überflutung, die uns der Film zumutet, eine Metapher dafür ist, was die Gesellschaft heutzutage erlebt. Von der Informationsüberflutung bis hin zu einer gewissen Empathielosigkeit, die spätestens seit der Covid-19-Pandemie über die Welt gekommen ist. Die Daniels scheinen das Gefühls- und Informationschaos der Welt in ihrem Film zu reflektieren und halten uns gleichzeitig den Strohhalm der Empathie entgegen, den Evelyn in all der Unordnung darstellt. Die Tatsache, dass die Antagonistin im Film Evelyns Tochter ist, kann man zudem in eine Richtung deuten, in der es heutzutage schwierig ist, die Generationen untereinander zu vereinen. Die Internet-Generation hat jene der Eltern abgelöst, die schon Schwierigkeiten haben, eine Email zu öffnen. Diese filmische Wundertüte zeigt, dass es noch Filme gibt, die Aufsehen erregen können, die mit viel Fantasie, Mut und Leidenschaft gegen das formelhafte Kino des 21. Jahrhunderts antreten.

Durchaus hilfreich, wenn man mal an die letzten Reste im Nutella-Glas kommen möchte

Dan und Daniel gelang zudem ein echter Besetzungscoup. Michelle Yeoh ist grandios als Evelyn und Jamie Lee Curtis hat man lange nicht so entfesselt auftreten sehen. Als Beamtin der Steuerbehörde mit Fatsuit unter dem senffarbenen Pullover beweist sie Mut zur Hässlichkeit und zum zickigen Verhalten. Wirklich charmant ist die Besetzung von Ke Huy Quan als Waymond – erinnert sich noch jemand an Short Round aus Indiana Jones und der Tempel des Todes? Genau DER!
Man sollte bei Schauen allerdings aufmerksam bleiben. Zum einen, weil hier gerne mal (untertitelt) chinesisch gesprochen wird, zum anderen, weil gerade beim Wechsel zwischen den Universen derart viel passiert, dass man andauernd wichtige Dinge verpassen kann. Lässt man sich auf das Tempo, die Erzählstruktur und die völlig chaotischen Wechsel ein, bekommt man ein Feuerwerk an Dialogen, absurdeste Ideen und unfassbar witzige Kampfszenen. Wenn nach einer halben Stunde die modische Sünde der 80er/90er zur Waffe wird, bleibt sicherlich kaum ein Auge trocken – schon interessant, wozu man eine Gürteltasche einsetzen kann. Und wenn die Daniels dann ein großartiges Zitat aus Kubricks 2001 einflechten, kann man ihnen absolut nicht böse für die vorherigen Albernheiten sein. Böse sein könnten den Machern allerdings all jene, die ein Problem damit haben, wenn Tiere comichaft in Action eingebunden werden. So richtig zimperlich geht Everything Everywhere All at Once mit einem vierbeinigen Fellknäuel nach 75 Minuten nicht um. Hat man aber hier einen Sinn für den entsprechenden Humor kann man nur den Hut ziehen vor dermaßen vielen Absurditäten, Irrwitz und entfesselter Spielfreude sämtlicher Beteiligten.

Bild- und Tonqualität UHD US-Import

Die Tochter im Multiversum-Vernichtungsstyle

Everything Everywhere All at Once wurde mit der ARRI Alexa Mini gedreht. Deren Chip zeichnet open gate mit 3.4K auf. Da der Film wild im Format wechselt (Hauptsächlich hat man es mit einem 1,85:1-Format zu tun. Nebenbei gibt’s aber auch 4:3, 2,39:1 oder 2,00:1) – und das in teils fließendem, aufzoomenden oder sich schließendem Wechsel., haben wir es mit unterschiedlichen nativen Auflösungen des jeweiligen Bildinhalts zu tun. Von 4:3, das mit 2.8K aufgenommen wird, bis zu 3.2K im Falle des hauptsächlich zu sehenden 1,85:1-Formats. Von den Mischformaten erzeugte man für den weiteren Prozess ein 4K-DI, musste also jeweils leicht hochskalieren. Natürlich sind 2.8K oder 3.4K mit anschließendem 4K-DI immer noch besser als ein 2K-DI, das für die UHD Blu-ray wieder komplett hochgerechnet werden muss. Im Verlauf des Prozesses kamen dann noch die Kontrastdynamik-Formate HDR10 und Dolby Vision sowie ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum hinzu.
Jetzt war es so, dass die deutsche 4K-Fassung des Films hierzulande von Leonine kam und im Mastering-Prozess versaut wurde. Sämtliche dunklen Bildanteile soffen fast vollständig ab und Durchzeichnung auf Gesichtern gab es schon in halbschattigen Momenten kaum noch. Dazu überkochten die Farben – das Ganze wirkte wie ein Direct-Mapping von SDR auf HDR. Schnell wurde von Besitzern der US-Disk verkündet, dass diese deutlich besser aussehen und vor allem sehr gut durchzeichnen würde. Mein Dank geht an Leser Alexander, der mir die US-Scheibe auf dem kurzen Dienstweg zur Verfügung gestellt hat, damit dieser 1:1-Vergleich stattfinden kann. Und da es sicherlich die meisten interessiert, direkt die (im wahrsten Sinne) erleuchtende Antwort: Die US-Disk ist in allen dunklen Szenen wesentlich besser durchzeichnet und hat hier keinerlei Probleme. Wenn Alpha Waymond Evelyn nach 22’27 von der Wichtigkeit seiner Mission erzählt, sieht man bei der deutschen Disk praktisch nichts mehr – mal abgesehen von einem leichten grünen Schimmer im Hintergrund. Die US-Disk lässt beide Darsteller klar erkennbar – und zwar ohne zu stark aufgehellt zu wirken (auf der US-Disk bei 22’02). Und das gilt für alle dunkleren Szenen des Films. In den halbwegs gut ausgeleuchteten Szenen (bspw. in den Büros der Finanzbehörde) kann man der US-Scheibe einen leichten Hang zu einer etwas zu hellen Darstellung unterstellen. Allerdings sieht auch hier die deutsche Fassung schlecht aus, weil dunkle Anteile ebenso versumpfen und die Kontrastflanken zu steil sind. Die wirklich farbigen Sequenzen (wie bei 73’12 der US-Disk) haben nach wie vor genug Strahlkraft und sind immer noch satter als die deutsche Blu-ray es abzubilden vermag. Es ist also nicht so, dass die US-Scheibe insgesamt blasser oder trüber erscheint. Natürlich ist der Film immer noch maximal stilisiert und als solcher rein qualitativ schon bewusst nicht sehr homogen. Aber die US-Disk gibt das eben so wieder wie man es sich als gewollt vorstellen kann.

UHD HDR10 Leonine (12’13): (Slider ganz nach rechts): Die deutsche Scheibe hat schon große Schwierigkeiten, wenn dunkle Bereiche im Hintergrund sind.
UHD HDR10 Lionsgate (11’49) (Slider ganz nach links): Eklatant, wie deutlich der Unterschied zur besser durchzeichneten US-Disk ist.

UHD HDR10 Leonine (22’26): (Slider ganz nach rechts): Richtig krass wird’s, wenn es wirklich dunkle Szenen sind. Über die deutsche Scheibe lässt sich da kaum mehr etwas erkennen.
UHD HDR10 Lionsgate (22’03) (Slider ganz nach links): Klar abgezeichnet dagegen beide Darsteller über die US-Disk.

UHD HDR10 Leonine (65’02): (Slider ganz nach rechts): Ein Vergleich, der schon beim Review der deutschen Scheibe zum Einsatz kam. Auch hier sumpft das Gesicht auf der Schattenseite ab.
UHD HDR10 Lionsgate (64’38) (Slider ganz nach links): Nicht so über die US-Disk.

UHD HDR10 Leonine (97’59): (Slider ganz nach rechts): Kommen Farben zu den dunklen Elementen hinzu, wird es für die deutsche 4K-Scheibe noch schwieriger, weil diese überkocht erscheinen.
UHD HDR10 Lionsgate (97’35) (Slider ganz nach links): Viel besser auch hier die US-Variante.

UHD HDR10 Leonine (24’49): (Slider ganz nach rechts): Die deutsche Scheibe ist selbst bei hellerer Ausleuchtung noch zu dunkel.
UHD HDR10 Lionsgate (24’25) (Slider ganz nach links): Die US-Disk ist zwar etwas hell, aber insgesamt viel harmonischer.

 

Eine Szene, die jeden schmerzen wird, der sich was unter „Kartonschnitt“ vorstellen kann

Beim Ton spendierte Leonine der deutschen Blu-ray und der UHD Blu-ray von Everything Everywhere All at Once Atmos-Spuren fürs Deutsche und Englische. Da das für den deutschen Verleih eher ungewöhnlich war (normalerweise wird Atmos von Leonine von US-Titeln/-Anbietern nicht lizensiert), stand zu vermuten, dass dieser 1:1 von der US-Disk stammen und nur mit deutschen Dialogen für die deutsche Fassung versehen wurde. Umso überraschter durfte man sein, dass er (egal, in welcher Sprachvariante) wenig dynamisch, ziemlich unspektakulär und nahezu ohne 3D-Sounds blieb. Lediglich Teile des Scores wurden dort immer mal wieder abgelegt und bei Minute 118’00 flogen einige Blätter durch die Luft. Ansonsten herrschte auf den Heights Ebbe.
Da sich US-Reviews überschwänglich zur Tonspur äußerten, war die spannende Frage, ob Leonine beide Sprachversionen nachträglich verändert hatte oder die US-Rezensionen übertrieben. Um dies zu überprüfen, legte ich noch mal beide Scheiben im direkten Vergleich in den Player. Und man braucht nur eine Szene mit etwas Dynamik, um zu wissen, dass die deutsche UND englische Tonspur der Leonine-Fassung (die beide identisch klingen) mit dem US-Pendant nicht mithalten können. Schon alleine der Pegel der US-Disk ist um satte 5 dB höher und auch in der Dynamik nimmt man die Unterschiede wahr. Und das über alle Speaker, die samt und sonders kräftiger beschickt werden. Betrachten wir die Höhenspuren, kommt die US-Disk allerdings auch ohne dedizierte 3D-Sounds aus. Abseits vom Score, der analog zur regulären Ebene auch über die Heights dynamischer hinzugemischt wurde, bleiben die Deckenlautsprecher in den Actionszenen ebenfalls still (Musik ausgenommen). Die überschwänglichen Rezensionen aus den USA sind hier zwar nicht ganz nachzuvollziehen, weil Referenzcharakter nicht wirklich erreicht wird, aber die Atmos-Fassung der US-Veröffentlichung ist tatsächlich deutlich dynamischer und lebendiger als die beiden Tonspuren der deutschen UHD Blu-ray.

Bonusmaterial

Die Sache mit dem Kung-Fu

Das Bonusmaterial der US-Disk ist weitgehend identisch. So gibt es auch hier 13 Minuten an entfernten Szenen, Outtakes und ein Music Visual. In „Putting Everything on the Bagel“ kommen die beiden Regisseure ausgiebiger zu Wort. Noch ausführlicher geht’s im 40-minütigen „Almost Everything …“ zur Sache – Von der Idee über die Besetzung bis hin zu den Kostümen und der visuellen Gestaltung.

Fazit

Everything Everywhere All at Once ist auch über die US-Disk inhaltlich nicht jedermanns cup of tea. Hier kann’s nur heißen: Liebe es oder hasse es! Dazwischen wird’s nicht viel geben. Wer aber auch nur im Ansatz denken könnte, dass sich eine Mischung aus Doctor StrangeMatrixRitter der Kokosnuss und Kung Fu Hustle nicht verhält wie Feuer und Wasser oder Nordpol und Nordpol; wer außerdem Zeuge sein möchte, dass ein minutenlanger stummer Dialog zwischen Steinen! brüllkomisch sein kann, der sollte unbedingt ein Auge (oder zwei oder drei) riskieren. Über die US-Disk kann man das nun auch, ohne Gefahr zu laufen, in dunklen Szenen alles zu verpassen. Die Scheibe ist um Längen besser durchzeichnet als die vermurkste deutsche Disk. Auch der Atmos-Sound ist dynamischer, ohne jedoch neue 3D-Sounds zu liefern.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität UHD (Leonine DE): 60% (Abwertung aufgrund mangelhafter Durchzeichnung)
Bildqualität UHD (Lionsgate USA): 80%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Leonine de,en): 65%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Leonine de,en): 20%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Leonine de,en): 60%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Lionsgate US): 85%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Lionsgate US): 20%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Lionsgate US): 75%

Bonusmaterial: 70%
Film: 80%

Anbieter: Leonine Distribution
Land/Jahr: USA 2021
Regie: Dan Kwan, Daniel Scheinert
Darsteller: Michelle Yeoh, Jamie Lee Curtis, Stephanie Hsu, James Hong, Ke Huy Quan, Tallie Medel, Jenny Slate
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en
Bildformat: 1,33:1, 1,85:1, 2,00:1, 2,39:1
Laufzeit: 139
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Jein (4K DI vom 2.8- und 3.4K-Master)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1041 Nit
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Leonine Distribution)
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Trailer zu Everything Everywhere All at Once

Everything Everywhere All At Once - Trailer (deutsch/german; FSK 12)


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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Nach „auf der US-Disk bei 22’02“ fehlt noch eine Klammer.

Johannes Persian

Habe mir die US-Scheibe schon vor dieser Review gekauft. Aber es ist beeindruckend, den direkten Vergleich zu sehen. Hätte echt nicht gedacht, dass die deutsche Scheibe so dunkle Gemastert worden ist.

Über den Film kann ich nur sagen: Ein absoluter Geheimtipp ! Ein anspruchsvoller und absurder Streifen, den ich nur dank dieser Plattform entdeckt habe.

Danke dafür.

André

WOW Timo !
Du lieferst mal wieder richtig ab. Deine Rezensionen stellen qualitativ alle anderen in den Schatten. Deine Bewertungen sind für mich immens wichtig.
Bleib am Ball.
Deine Community dankt es dir.

G W

Das wäre nun schon (mindestens) der zweite Kultfilm in diesem Jahr, der im Ausland auf UHD besser funktioniert, als die Version von Leonine.
Gut für den deutschen Kunden und schlecht für den deutschen Vertrieb.

Ich bin auch der Meinung, dass bei „X“ bezüglich der Bildqualität noch mehr drin gewesen wäre, und hoffe deshalb immer noch auf ein alternatives Grading von einem internationalen Anbieter. Die Scheibe war zwar von Capelight und nicht so schlecht wie der Leoninen-Murks bei „Drive“ und „Everything…“, aber trotzdem.

Luft nach oben!

Christian

Vielen Dank für die tollen Reviews im Generellen und auch für diesen speziellen Vergleich!
Im vorliegenden Fall ist es natürlich ärgerlich für diejenigen, die sich die deutsche UHD schon zugelegt haben.
Ich selber habe den Film noch nicht gesehen, habe aber das Gefühl, dass er mir gefallen könnte. Erstmal ausleihen wäre vielleicht aber angebracht, bevor eine Disc importiert wird.
Wie verhält es sich eigentlich, wenn man den Film über die bekannten Anbieter (Apple, Prime, Videoload etc.) als Stream kauft oder leiht. Stellt Leonine das Bildmaterial zur Verfügung und damit das versaute Master? Oder wird für das Streaming vielleicht ein anderes Master genommen?
Besten Dank!

k-ulf

Apple bietet bei Leonine Titeln grundsätzlich nur HD an.
Amazon Prime & Co hingegen dürften das Leonine Master nutzen.

blooob

es gibt ganz klar und offensichtlich einen mangel bei der deutschen UHD. hat sich Leonine diesbezüglich geäußert bzw. stellung bezogen? wie hoch ist die wahrscheinlichkeit, dass es von Leonine eine austausch-disk geben wird?

bei der us source stören mich die sehr vielen englischen forced subs, die fest im bild sind.

irgendwo hatte ich mal gelesen, dass von skandinavien auch noch eine UHD kommen soll. von denen bekommt man meistens sehr gute qualität. mal abwarten.

olli

Auf meine Anfrage hin hat Leonine – nach einiger Wartezeit – mitgeteilt, dass Mitte Oktober eine korrigierte Fassung der UHD erscheint und, dass es einen Austausch der UHD-Disc geben wird. Für diesen Zeitpunkt ist auch die Fassung in Amaray-Hülle angekündigt.

Sven

Da bin ich ja mal gespannt, ob das so kommen wird und ich mir den Kauf der US Version sparen kann.
Danke für die Info.

Danke Timo für den guten Vergleich.

harryhole

Das ist doch mal eine gute Nachricht; hoffe nur, dass sich die Korrektur dann auf Bild UND Ton bezieht.

David

Und dann wundern sich die Leute, dass das Format hierzulande ausstirbt… Würde mich mal interessieren, ob das in anderen Ländern auch so ist. Vielleicht auch im direkten Vergleich mit der Preisstruktur. Der Aufpreis für eine UHD-Disc ist ja hierzulande auch einfach Quatsch zum Release – obwohl es beim neuen Ghostbusters beispielsweise gezeigt wurde, dass es auch besser geht.

Simon

*thumb-up*

Dazu kommt noch, dass die BD-Preise viel schneller sinken und BDs öfter in Angebotsaktionen aufgenommen werden. Da sieht dann ein potentieller Käufer die Preise an und fragt sich „Lohnen sich wirklich 30 Euro für die UHD, wenn ich die BD für 12 bekomme?“
Wer sich bei sowas dreimal für die BD entschieden hat, wird die UHD nie mehr in Erwägung ziehen, weil sich das Bild „überteuerter Quatsch“ festgesetzt hat.

Micha

Finde ich nicht so gut das man für Deutschland eine andere Version bekommt.

Simon

Naja, wenn sie besser wäre als die US-Version, würde sich wohl niemand beschweren… 😉

Ich konnte es nicht abwarten und habe gestern die DE-UHD gesehen. Fand ich OK (im dunklen Wohnzimmer mit OLED-TV) … der Film selbst hat mich sowieso beim ersten Mal derart geflasht, dass ich gar keine Gelegenheit hatte, auf die technische Qualität zu achten.

Ob ich mal auf die US-Disc upgrade, weiß ich noch nicht (zumal ich eher auf „zu dunkles“ als auf „verwaschenes“ Grading stehe 😉 ) – es gab mal Gerüchte, dass Leonie an einer Austauschdisc arbeitet… mal sehen.

Wolfgang

Ah, sehr cool und vielen Dank, dass Du dich der US-Disk auch noch angenommen hast. Ich hatte ja die deutsche UHD aufgrund Deines Reviews storniert und ebenfalls zur US-Scheibe gegriffen – und hab es nicht bereut. Auch wegen den (originalen) Text/Untertitel-Einblendungen die in dem Film durch seine Dreisprachigkeit ja auch ein große Rolle spielen. Dass die Unterschiede bei Bild & Ton jedoch so krass ausfallen hätte ich nun aber auch nicht gedacht.

Kleiner Wermutstropfen: das Covermotiv der deutschen UHD finde ich schöner! Aber hey, mit dem Motiv erscheint Anfang nächsten Jahres in Frankreich auch ein Steelbook – bleibt abzuwarten, wie sich Bild & Ton dort schlagen.

Jan

Darf man bei dem frz. Release sicherlich auf den amerikanischen Bildtransfer hoffen?
(Ok ok, das ist eine Glaskugel-Frage…)

Wolfgang

Die Veröffentlichung kommt von „Originals Factory“ – wohl auch ein Independent-Anbieter. Von daher ist da sicher alles möglich!