Evil Dead Rise 4K UHD

Blu-ray Review

Warner Home Video, 13.07.2023
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OT: Evil Dead Rise

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Familienprobleme

Das Tanz-der-Teufel-Franchise bekommt ein neues Familienmitglied.

Inhalt

Die Erholung bleibt nur kurz

Als Guitar-Roadie Beth davon erfährt, dass sie schwanger ist, beschließt sie kurzerhand, ihrer Schwester Ellie einen Besuch abzustatten. Ellie ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern und lebt in einem ziemlich heruntergekommenen Wohnkomplex. Als ihre beiden Teenagerkinder Danny und Bridget in der Tiefgarage des Gebäudes unterwegs sind, erzittert es plötzlich unter der Einwirkung eines Bebens. Der Vorgang reißt ein Loch in den Boden und gibt den Blick auf eine verborgene Kammer preis. Dort findet Danny religiöse Artefakte, alte Schallplatten und ein mysteriöses Buch. In der Hoffnung, es verkaufen zu können, um seiner Mutter finanziell unter die Arme zu greifen, hört er sich auch die Schallplatten an. Und das, was diese offenbaren, klingt gruselig und bedrohlich. Als Ellie nach einem Stromausfall Ellie von einer unbekannten Entität besessen wird, ist klar, dass das Erdbeben etwas Furchtbares freigelegt hat …

Kein gutes Zeichen in Horrorfilmen: Menschen, die mit dem Rücken zur Kamera sitzen

Oft bemüht, selten zutreffend, noch seltener wirklich in allen Belangen richtig: Das kleine Wörtchen „Kult“. Was heutzutage als „Kultifilm“ bezeichnet wird, ist nicht selten ein Schlag ins Gesicht eines jeden echten Kultfilms. Und so mag bspw. ein Greatest Showman ein guter Film sein – vom Kult einer Rocky Horror Picture Show ist er aber soweit entfernt ein Fast-Food-Restaurant vom Gourmet-Tempel. Ein Insidious mag ein spannender Horrorstreifen sein, hat mit dem Kult eines Tanz der Teufel aber so viel gemein wie ein Steak mit veganer Ernährung. Was die Tanz-der-Teufel-Reihe vor allem ausmacht, ist nicht mal nur der phänomenale Start 1981, dem zig Millionen Videonächte mit nägelkauenden Teenagern vor raubkopierten VHS-Kassetten folgten, sondern die Tatsache, dass es dem Franchise gelang, über (bisher) vier Filme ein herausragendes Niveau zu halten. Inszenierte Sam Raimi die ersten drei Teile noch selbst und integrierte vom zweiten Teil an mehr Humor; schaffte es überdies, mit Ash eine absolute Horrorfilm-Ikone zu etablieren, gab er die Regie für die 2013er Neuverfilmung an Fede Alvarez. Alvarez hatte sich zuvor mit herausragenden Kurzfilmen einen Namen gemacht und schaffte es, die unerbittliche Fangemeinde des Originals hinter sein Werk zu bringen. Dass das gelang, lag sicherlich auch an der Tatsache, dass Bruce Campbell und Sam Raimi als Produzenten am Werk waren und somit ein Auge darauf haben konnten, dass Evil Dead 2013 den Geist des Originals einfing. Mit einem deutlich erhöhten Gewaltlevel passte sich Alvarez den moderneren Sehgewohnheiten an, die nicht zuletzt durch die Filme der neuen französischen Härte oder Vertreter wie SAW und Hostel verändert wurde. Gleichzeitig gelang es ihm aber, den Geist des Originals zu atmen, Querverweise und Zitate zu liefern und ernsthaft Atmosphäre und Spannung zu erzeugen.

Guck mal geschockt …

Zehn Jahre später nimmt das Tanz-der-Teufel-Franchise erneut Fahrt auf. Mit Evil Dead Rise inszeniert nun ein weiterer Regisseur eine Art Sequel zum Remake von 2013. Der Mann heißt Lee Cronin und war (neben einigen Kurzfilmen) auch Regisseur der kleinen Genreperle The Hole in the Ground. Dass es so lange dauerte, bevor ein weiterer Film aus dem Universum das Licht der Welt erblickte, lag vor allem daran, dass Alvarez und Raimi zunächst beabsichtigten, Evil Dead 2013 und auch Armee der Finsternis fortzusetzen und die beiden Sequels in einem gemeinsamen siebten Film zusammenführen wollten. Doch wie wir wissen, passierte das nicht. Alvarez kümmerte sich um Don’t Breathe und die Pläne für Sequels wurden auch damit über den Haufen geworfen, als klar wurde, dass Bruce Campbell nach der Ash-Serie diese Rolle nicht noch einmal verkörpern wollte. Cronin wurde indes von Raimi selbst als Regisseur ausgesucht, da die beiden gemeinsam an der Serie 50 States of Fright gearbeitet hatten. Und die Wahl ist durch und durch berechtigt.

… ist aber auch kein schöner Anblick

Cronin schafft es scheinbar mühelos, den Geist und die Atmosphäre des Originals in ein anderes Setting zu transferieren – von der einsamen Waldhütte in einen abrissreifen Gebäudekomplex. Dabei gelingen ihm gemeinsam mit Kameramann Dave Garbett, der bereits die Ash-Serie mit der Linse festhielt, eindrucksvolle Einstellungen und tolle Verneigungen vor dem Original. Denn, sorry an alle Kritiker: Das ist keine Anmaßung, sondern klasse Fanservice und eine Huldigung ans Original, wenn direkt zu Beginn die Kamera auf ähnliche Art und Weise durch den Wald fliegt wie es seinerzeit Raimi und Tim Philo bei Tanz der Teufel per Fahrrad und Floß bewerkstelligt hatten. Auch die Querverweise auf den Originalfilm während der Fahrstuhl-Sequenz nach etwas über 30 Minuten zeugen davon, dass hier Fans des Raimi-Films unterwegs waren. Das Gleiche gilt für die Tatsache, dass die erste von Dämonen besessene Person zu einem bestimmten Moment ausgesperrt wird – ebenso wie es mit Cheryl im Original geschehen war. In Evil Dead Rise garniert Cronin die Szene noch mit einer Sequenz, die uns alle zu Voyeuren macht: Die Schlüsselloch-Szenen beweist, dass auch heute, 42 Jahre nach dem Original, noch Kultmomente möglich sind. Und es ist möglich, den ohnehin schon nicht zimperlichen Vorgängerfilm in puncto Gewaltdarstellung zu toppen. Nicht, weil’s zwingend härter wurde (darüber kann man debattieren), sondern weil Cronin ein/zwei Dinge eingefallen sind, die wirklich! unangenehm sind und auch den „verwöhnten“ Splatterfilmgucker für einen Moment schmerzhaft die Luft durch die Zähne ziehen lässt. Dazu gesellt sich ein durchweg geniales Sounddesign, das einen guten Teil des Horrors und der Atmosphäre ausmacht. Die Sounds, die man integriert hat, sind so innovativ und so gruselig, dass man schon aus akustischer Sicht immer mal wieder eine Gänsehaut bekommt.

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(Stand von: 2024/02/25 9:00 pm - Details
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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 13 Jul 2023
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Bild- und Tonqualität BD

Noch ganz die liebende Mutter …

Evil Dead Rise wurde digital gedreht und kommt über die Blu-ray auch nicht über diesen Look hinweg. Seine digitale Herkunft sieht man ihm vom Start weg an. Es ist weitgehend rauscharm bis rauschfrei und ziemlich glatt. Gesichter könnten selbst in Close-ups noch ein bisschen krisper und detaillierter sein. Die Schrift im Buch rund um die Minuten drei oder vier ist da schon von anderer Güte. Hier ist der Fokus aber auch satt auf der Mitte – mit reichlich Bokeh drumherum. Sobald das Bild aber in die Halbtotale geht, übernimmt ein eher softer und weicher Look das Geschehen. Man wird den Eindruck nicht ganz los, das hier vielleicht doch etwas rauschgefiltert wurde. Denn hier und da wirken Gesichter sogar etwas wachsig (12’52). Hinzu kommt, dass die Disk mit knapp 25 GB Datenvolumen (bei insgesamt sieben Tonspuren, inkl. einer Dolby-Atmos-Fassung) ihren Platz nicht sonderlich üppig ausfüllt. Hätte man sich noch ein bisschen mehr „Mühe“ gegeben, hätte das Ding auch auf einen 25er Rohling gepasst – zumal nicht mal ein Trailer als Bonus mit an Bord ist. Da darf man schon mal die Frage stellen, warum man dann die Datenrate nicht hochgefahren und den 50er Rohling wenigstens adäquat mit Daten gefüllt hat. Dem Encoding und der Oberflächen-Plastizität hätte es definitiv geholfen. Den beides lässt hier doch zu wünschen übrig. Ab und an gibt’s aufnahmebedingte Unschärfen an den Rändern, wofür die Blu-ray aber nichts kann. Gut gelingen Kontrastdynamik und Farben. Während Letztere vor allem auf erstaunlich natürliche Hauttöne setzen, das rote Blut aber satt darstellen, sind die Schwarzwarte kräftig und helle Reflexionen kommen einprägsam rüber.

… nun auf dem Weg …

Evil Dead Rise erscheint hierzulande mit Dolby Digital fürs Deutsche und Dolby Atmos fürs Englische. Und, Achtung: Selten war eine Tonspur in den letzten Jahren derart aktiv auf den Surrounds und im Bereich der dynamischen Einbindung aller Speaker. Schon das Warner Logo wird dabei derart mit Rundum-Geräuschen präsentiert, dass es eine wahre Freude für Soundfans ist. Die anschließende Kamerafahrt durch den Wald enthält zahlreiche, an die Ur-Filme erinnernde Geräusche und ist dermaßen vereinnahmend, dass man dem Sounddesign erstmals ein riesiges Lob aussprechen muss. Und das bleibt so und ändert sich über den Verlauf des Films nicht mehr. Es ist lange her, dass einem die Kreativität des Ton-Tüftlers so sehr auf eine Reise mitgenommen hat wie hier. Und, das Beste daran: Die Dolby-Digital-Spur klingt im Rahmen ihres Codecs fantastisch. Sie ist dynamisch, akzentuiert und erstaunlich feinfühlig in den zarteren Geräuschen oder beim Insektensurren. Dazu gibt’s Bass satt während der dämonischen Attacken. Wer schon länger mal wieder eine wirklich aktive, packende und überzeugende Tonspur hören wollte, wird hier fündig. Kein Vergleich mit den schwachbrüstigen DD+-Spuren, die man von Disney in der Regel bekommt. Auf der anderen Seite sehr vergleichbar mit der Dolby-Atmos-Fassung des O-Tons auf der regulären Ebene.

… zum Monster

Wenden wir uns der Höhen-Ebene des O-Tons zu, so wird diese ausgiebig dazu genutzt, die Gruselatmosphäre zu steigern. Schon beim Filmanbieter-Logo zu Beginn rumort es von oben und das Drohnensurren während der Eröffnungssequenz kommt wunderbar röhrend von oben. Auch die Gruselsounds, die man hier schon beigemischt hat, kommen wirkungsvoll von oben. Tiergeräusche im Wald natürlich ebenfalls. Und sobald die Dämonen sprechen, gibt’s präsente Stimmen von oben. Nicht ganz so schön ist die tonal arg schwankende Beimischung des Musikstücks bei 9’24, während so eine Türglocke kurz darauf wiederum eindrucksvoll mit auf die Heights gemischt wurde. Bricht nach gut 17 Minuten die halbe Tiefgarage zusammen, gibt’s erneut ganz nette Sounds von oben. Nach knapp 20 Minuten hört man die Stimme ein paar Mal von oben, weil Bridget korrekterweise auch aus der oberen Etage nach Danny ruft. Klasse dann das wuselige Käfergeräusch, das sich mit Dämonenstimmen vermischt, während Danny die Insekten um die Ohren schwirren. Richtig gruselig geht’s dann zu, wenn die Platte abgespielt wird und die Dämonenbeschwörung ihren Lauf nimmt (29’30). Wie griffig die tiefe Stimme hier zum Gehör gelangt, sorgt von sich aus bereits für Gänsehaut. Das Spratzeln der Elektrik nach etwas über 30 Minuten hätte man sicherlich noch etwas lauter und knackiger nach oben legen dürfen. Während der Attacken hätten die Sounds auch noch etwas dynamischer integriert sein dürfen. Schön atmosphärisch dafür erneut die Stimme bei Minute 64.

Preis: 9,99 €
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Studio:
Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 13 Jul 2023
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Bild- und Tonqualität UHD

Kubrick lässt grüßen

Evil Dead Rise wurde mit einer Arri Alexa Mini LF aufgenommen und die aufgenommene Auflösung von 4.5K wurde über ein 4K-DI finalisiert, das die Basis für die UHD Blu-ray bildet. Das Bild wurde mit HDR10 gegradet und erhielt einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Von den erweiterten Farben sieht man allerdings nicht allzu viel. Zum einen ist es während der Innenraumszenen nach etwa fünf Minuten nicht sonderlich farbig, zum anderen unterscheidet sich das Grading an sich kaum von dem der Blu-ray – sieht man von den angenehmer gebräunten Hautfarben ab. Das Blut ist ein wenig tiefer rot, was aber vor allem durch die deutliche Abdunklung kommt. Denn die UHD Blu-ray zeigt den Film wesentlich dunkler. Was während der kurzen Außenszenen zu Beginn noch für eine nettere Abendstimmung sorgt, wird in den Innenräumen wirklich düster. Zwar clippt hier nichts im Schwarz weg, aber mit Restlicht im Raum kann man Evil Dead Rise nicht schauen. Der Vorteil der UHD Blu-ray ist die durchaus sichtbar höhere Auflösung, die noch mit dem besseren und feineren Encoding kombiniert wird. Einzelheiten in den Bäumen zu Beginn oder auf den Gesichtern der Darstellerinnen werden plastischer rausgearbeitet. Die vermeintliche Filterung der Blu-ray kann man der UHD Blu-ray nicht vorwerfen. Es gibt ein leichtes Digitalrauschen, wo die Blu-ray noch arg glatt war. Und es gibt keine wachswirkenden Gesichter mehr. Wer Wert auf die bessere Detailwiedergabe legt, wählt die HDR-Scheibe. Wer mehr Helligkeit braucht, nimmt die Blu-ray.

Blu-ray (1’02): (Slider ganz nach rechts): Schon bei den wenigen Aufnahmen in hellem Tageslicht …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … erkennt man, dass die UHD Blu-ray doch deutlich dunkler gemastert wurde.

Blu-ray (1’40): (Slider ganz nach rechts): Das sorgt an hellen Hintergründen …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … allerdings auch dafür, dass die UHD Blu-ray besser durchzeichnet und nicht, wie die Blu-ray, dezent überstrahlt.

Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Deutlicher wird das noch im Ausschnitt.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die Äste überstrahlen bei der Blu-ray mitunter deutlich. Auch die höhere Auflösung der 4K-Disk wird hier sichtbar – auch wenn es nicht zu einem übermäßigen „Aha-Effekt“ kommt. Dennoch sind feine Verästelungen deutlicher.

Blu-ray (10’22): (Slider ganz nach rechts): Geht’s in die dunkleren Innenbereich sieht man über die Blu-ray schon etwas mehr.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Scheibe ist sehr konservativ gegradet und dunkelt hier deutlich ab. Die Highlights sind im laufenden Film zwar prägnanter, aber nicht exorbitant netzhautverbrennend.

Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Wer sich den Zoom mal in zwei Tabs öffnet, sieht die Differenzen in der Auflösung.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Wischmob und Gesicht der jungen Darstellerin kommen über die UHD Blu-ray mit sichtbar mehr Auflösung und Dreidimensionalität.

Blu-ray (43’19): (Slider ganz nach rechts): Ein Horrorfilm darf düster sein.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Über die UHD Blu-ray rutscht es zwar nie ins Versumpfen ab, man sollte aber durchaus über ein leuchtkräftiges Display oder entsprechend abgedunkelte Räume verfügen.

Blu-ray (43’22): (Slider ganz nach rechts): Auch hier wird’s sichtbar dunkler.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die HDR-Disk hat aber nie Probleme mit der Durchzeichnung. Sie ist schlicht dunkler.

Blu-ray (77’54): (Slider ganz nach rechts): Das rote Blut gerät über die Blu-ray schon eindrucksvoll.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray legt hier nicht sonderlich viel mehr Kraft in die Farbe. Highlights stechen allerdings etwas prägnanter hervor.

Blu-ray (78’26): (Slider ganz nach rechts): Schaut man ganz genau hin …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … liefert die Blu-ray etwas braunere Hautfarben (unter dem ganzen Blut), während die Blu-ray etwas rosigere Haut abbildet.

Keine Änderung beim Ton: Dolby Digital fürs Deutsche, Dolby Atmos fürs Englische – ganz so wie bei der Blu-ray.
Preis: 19,99 €
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Format: Blu-ray
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Bonusmaterial

Der Tag endet blutig

Nichts zu entdecken. Gar nichts. Nicht einmal ein Trailer. Ebbe ohne jedes Rinnsal an Wasser. Ärgerlich und ziemlich unverständlich.

Fazit

Evil Dead Rise ist ein mehr als würdiger Beitrag im Tanz-der-Teufel-Franchise. Er ist spannend, unglaublich gut gefilmt, hat einige innovative Ideen, ist angemessen grafisch und verneigt sich vor dem Original. Was will man als Fan mehr? Natürlich wird es kein Kultfilm wie Tanz der Teufel 1981. Aber wir wollen dieses Wort auch nicht überstrapazieren. Die UHD Blu-ray ist deutlich dunkler gemastert, dafür aber im Encoding sauberer und in der Detailauflösung besser. Der deutsche Dolby-Digital-Sound beweist: Disneys Tonspuren klingen nicht schlecht, weil Dolby Digital Plus als Codec genutzt wird, sondern weil sie bewusst totgemischt werden. Denn hier geht’s richtig zackig zu.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 70%
Bildqualität UHD: 70%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 90%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 90%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 60%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 75%

Bonusmaterial: 0%
Film: 80%

Anbieter: Warner Home Video
Land/Jahr: USA 2022
Regie: Lee Cronin
Darsteller: Lily Sullivan, Noah Paul, Alyssa Sutherland, Gabrielle Echols, Neil Fisher, Mirabai Pease, Richard Crouchley, Anna-Maree Thomas, Bruce Campbell
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby Digital 5.1: de
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 86
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10
Maximale Lichtstärke:
FSK: 18 (uncut)

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Warner Home Video)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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15 Kommentare
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Johannes

Es lebe die beste Horror-Franchise der Filmgeschichte <3
Für mich gibt es keinen schwachen Teil in der Evil-Dead-Serie.
Wenn du 10 Leute fragen würdest, wie Sie die Filmreihe ranken würden, würden vermutlich 10 unterschiedliche Ergebnisse herauskommen.

Für mich sieht das Ranking wie folgt aus:

Platz 1 – Evil Dead (2013)
Dieser Teil hat mich umgehauen. Ich hatte zuvor alle älteren Teile gesehen. Und trotzdem hat mich das Remake nochmal ganz anders geschockt. Die Entscheidung, komplett auf den Humor zu verzichten, ist für mich eine Stärke des Remakes. Dadurch bekommt der Film eine Hoffnungslosigkeit und gibt dem Zuschauer keine Luft zum Atmen. Das Bilddesign und der Sound sind Spitze. Und die Brutalität, mit der der Film mit den Charakteren umgeht, sucht seines gleichen.

Platz 2 – The Evil Dead
Das Original. Verdammt trashig, aber dadurch auch ziemlich creepy. Das niedrige Budget ist die große Stärke, weil der Film dadurch seinen eigenen Charme bekommt und weil die Schockmomente nochmal intensiver werden. Nur selten reißen mich die schlecht gealterten Effekte ein bisschen aus dem Geschehen heraus.

Platz 3 – Army of Darkness
Der lustigste Teil von allen. Mit einem Ash in Hochform. Deswegen kann ich dem Film auch verzeihen, dass der Horror fast komplett ausbleibt. Der coolste Film von allen, auch wenn er manchmal zu sehr überdreht.

Platz 4 – Evil Dead 2
Für viele der beste Teil, ich persönlich komme aber nicht ganz mit der Tonalität des Filmes klar. Will mich der Film jetzt schocken oder zum lachen bringen ? Für viele mag die Antwort "Beides" sein. Aber so ganz funktionieren will es bei mir nicht. Es sind aber ein paar einprägsame Momente dabei (Stinkefinger-Hand, die Lach-Sequenz), die dem Teil durchaus seine Qualität geben.

Platz 5 – Evil Dead Rise
Auf keinen Fall ein schlechter Film, aber hat doch zu wenig, um sich von den anderen Filmen abzusetzen. Er spricht klar die Sprache des Remakes, aber die Schock- und Gore-Momente kommen nicht ganz an den Vorgänger heran. Das neue Setting, dass der Horror in einer Familie mit Kindern passiert, macht den Film aber sehenswert.

Subwoof

„Dazu gibt’s Bass satt während der dämonischen Attacken.“

Ich fand dass der Bass äußerst schwach war. Z. B. immer wenn mit der Flinte geschossen wird, kommt bei mir kaum was an. Beim Erdbeben hätte ich zumindest etwas Tiefbass erwartet, Fehlanzeige. Die Surroundkulisse ist 1A gelungen, aber der Bass wurde vernachlässigt, wie mir scheint. Hat da vielleicht sonst jemand dieselbe Erfahrung gemacht?

Patrick

Vor einigen Tagen wurde Evil Dead Rising für den deutschen Markt eine UHD im Steelbook angekündigt mit Bonusmaterial und neu auf Amazon gerade mal 5€ teuer. Find ich ja ein Unding dass so zeitlich verstreut zu Release (und anzukündigen).

Ich bin tatsächlich noch einige Tage im Amazon Rückgabefenster und schicke die Standardhülle daher morgen zurück und erwarte im Oktober die Steelbook.

Gesehen habe ich den Film allerdings bereits und fand den super. Meinen Geschmack hat aber das Remake von 2013 besser getroffen. Hoffe die existierende 4K Fassung davon landet irgendwann mal auch uncut auf den deutschen Markt. Hab davon die uncut Blu Ray (Im directors cut aus dem Ausland mit deutscher Tonspur) und finde den nach wie vor hervorragend.

Krautis_Filmkanal

Wie genau findet man denn heraus ob eine Disc 25 oder 50gb hat. Hab bisher immer bei Blu-ray Disc de geschaut.

dc_coder_84

Typo?
„Der Tag endete alles andere als“

Hans-Ingo Trompeter

„Guitar Rowdie“? oder eher „Roadie“?

Oliver

Ich finde Evil Dead Rise ein ganzes Stück besser als den 2013er Film, weil es nicht nur ein ganz anderes Ambiente hat, sondern auch wegen den Charakteren. Bei einer Mutter mit Schwester und Kindern Fieber ich ein ganzes Stück mehr mit als bei den „üblichen“ Twens.

Sunny

Die 80 würde ich der Verfilmung von 2013 geben. „Rise“ konnte unsere Kinogruppe nicht so ganz überzeugen. Optisch klasse und das neue Setting sowie der neue Ansatz wirklich interessant, aber auch sehr ungenutztes Potential. Mutter, Schwester und kleinste Tochter waren klasse – der Rest eher nerviges Beiwerk mit Zwangseinbringung aktueller Themen der Gesellschaft. Kann hier und da mal in einen Film passen, der sich wirklich mit diesen Themen auseinandersetzt, aber in so einem Genre-Film eher unpassend. Dazu viel zu viele, sich immer wiederholende Standard-Dämonen-Klischees statt sich mehr auf den interessanten Teil der Hintergrundgeschichte mit dem Kult oder dem Necronomicron zu konzentrieren. Das Finale war aber nochmal schön „rot“ 😉 Nach dem Kinobesuch hätte ich/wir maximal eine 70 von 100 vergeben, aber er wird in Kürze noch ein zweites Mal im Heimkino gesichtet, da Bild und Ton im C***maxx leider nicht so der Knaller waren (Grauschleier im Bild sowie Center/Stimmen wie aus dem Blecheimer und deutlich von „über“ der Leinwand kommend). Bei unter 20€ werde ich dann mal zuschlagen, denke ich.

Dede

Vielen Dank für die tolle Review und die Hilfe bei der Kaufentscheidung.

Ich werde nach deiner Review zur Blu Ray greifen, da die Preisgestaltung hier mal wieder absolut schwierig ist. (Blu Ray 15€, UHD 30€)

Da sich der technische Mehrwert in Grenzen hält bin ich nicht bereit das doppelte zu zahlen 🙂

Hans-Ingo Trompeter

Sehe ich genauso und habe mich für 14€ bei iTunes in 4K DV/HDR bedient.

David

Klingt nach einer guten Idee.

Sieht der Film in DV besser aus? Welche Tonspuren liegen auf bei iTunes vor?

Hans-Ingo Trompeter

Lt. Surround Sound Info Atmos in E, in D DD5.1. Habe aber noch nicht selbst geschaut. Die Angaben bei iTunes selbst sind immer verwirrend.

Hans-Ingo Trompeter

Zur Ergänzung: Filme gucke ich grundsätzlich mit dem Beamer und nicht mit meinem OLED. Der JVC Beamer kann halt kein DV. Der deutsche Ton bei iTunes, klingt übrigens sehr gut. Das Bild ist ebenfalls ohne Beanstandung und dürfte weitestgehend dem der Disc entsprechen. Der Film selbst war nicht so toll; die ewige Szenerie im Dunkeln wird zwar technisch korrekt abgebildet, ich empfinde sie aber als distanzierend und auch ermüdend.