Flash Gordon 4K UHD

Blu-ray Review

Studiocanal, 13.08.2020
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OT: Flash Gordon

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Blonder Weltenretter

Die Blaupause für Star Wars erscheint in neuer 4K-Abtastung auf UHD-BD und BD.

Inhalt

Ein Bild von einem Football-Spieler: Flash Gordon

Football-Spieler Flash Gordon und Reiseleiterin Dale Arden sind an Bord eines kleinen Passagierflugzeugs, als dieses von willkürlichen Turbulenzen aus der Bahn geworfen wird. Flash kann den Flieger gerade noch notlanden. Allerdings landen sie im Versuchslabor von Dr. Zarkov. Zarkov hält die unerklärlichen Phänomene, die sich gerade auf der Erde abspielen, für einen Beweis, dass Außerirdische die Erde aus der Bahn werfen wollen. Wie Recht der Wissenschaftler mit seiner Annahme hat, erfahren er, Flash und Dale, nachdem sie sich in Zarkovs Rakete begeben haben und diese sie direkt zum Planeten Mongo führt. Dort regiert der böse Imperator Ming, der sich einen Spaß damit macht, fremde Welten mit Naturkatastrophen zu drangsalieren, um sie dann dem Untergang zu weihen. Doch Ming hat die Rechnung ohne Flash Gordon gemacht. Denn der blonde Hüne sieht gar nicht ein, sich gefangen nehmen und gefügig machen zu lassen. Und dass Ming die Erde zerstört, lässt er gleich gar nicht zu …

Imperator Ming vom Planeten Mongo

Flash! Ah-ah. Savior of the Universe!
Was Queen da 1980 mit ihrem ersten Soundtrack-Album ablieferten, war eine sehr ungewöhnliche Mischung aus Kompositionen, in denen vor allem der Synthesizer eine große Rolle spielte. Der Titelsong ist eines von zwei Stücken, in dem überhaupt gesungen wird. Aber WAS ist das für Titelsong. Eine Hymne.
Und sie ist eigentlich hochwertiger und professioneller produziert als der Film an sich. Denn wenn man EINS über Mike Hodges‘ Flash Gordon sagen kann, dann, dass er schon zu seiner Uraufführung als Trashfilm durchging. Und nur als das. In einer Zeit, in der das Imperium zurückschlug oder Superman zum zweiten Mal die Welt rettete, standen Max von Sydow, Sam J. Jones und Ornela Muti in Pappkulissen rum, die vermutlich sogar eine Folge Star Trek verschmäht hätte. Aber wie das so ist mit Trashfilmen. Oft werden gerade die Dinger, die von Beginn an von jedem verrissen werden, später mal zum Kult. Die Betonung liegt auf „oft“, nicht immer. Jedenfalls ist das bei Cats eher unvorstellbar. Aber zurück zu Flash Gordon.
Seit 1934 kannte man den muskulösen Helden, der in einigen Tageszeitungen als Comicstrip erschien. Alex Raymond hatte die Figur erfunden und dabei so eine Art Gegenentwurf zum 1929 etablierten Buck Rogers abgeliefert.
Mike Hodges, der auf seiner Vita damals immerhin zwei britische Krimiklassiker mit Michael Caine stehen hatte (Malta sehen und sterbenJack rechnet ab), war allerdings nur die fünfte! Wahl bei der Besetzung des Regisseurs. Und selbst Hodges hielt sich lange nicht für den richtigen Mann (Quelle).

Flash im Gewahrsam der Falkenmänner

Erste Wahl vom damaligen Kult-Produzenten Dino de Laurentiis war tatsächlich Federico Fellini. Es kam jedoch nie dazu. Danach trug Laurentiis die Idee noch bei Nicolas Roeg und Sergio Leone vor. Während Roeg bereits ein gutes Jahr Arbeit in den Film gesteckt hatte, dann beim Produzenten aber nicht auf Gegenliebe mit seinen Vorschlägen stieß, verneinte Western-Ikone Leone die Regie, da er das Drehbuch für zu weit weg von der Originalstory hielt. Am Ende ging der Auftrag dann an Mike Hodges.
Wenn ihr euch jetzt fragt, wer die Nummer Fünf im Spiel der möglichen Regisseure war …
Nun, ein gewisser George Lucas hatte seinerseits mal Interesse an dem Stoff bekundet. Da er aber selbst produzieren wollte und die Rechte von Laurentiis nicht bekam, drehte er (quasi aus Trotz) seinen Star Wars – in dem sich ein ganzer Haufen an Motiven aus Flash Gordon finden lässt.
Hodges realisierte dann das Drehbuch, was zu einem Film führte, der sich nur selten ernst nimmt und über das Genre ein wenig lustig macht. Das war zwar so gar nicht das, was die Vorlage auszeichnete, aber letztlich der Auslöser für den folgenden Kultfaktor. Und der ist erstaunlich. Trotz, bzw. gerade wegen seiner etwas billig wirkenden Optik und dem bisweilen hölzernen Spiel rangiert Flash Gordon bei zahlreichen Regisseuren und Filmemachern ganz weit oben in der Alltime-Favoriten-Liste. Unter SciFi-Fans gilt der Film als „guilty pleasure“ und selbst Hauptdarsteller Sam J. Jones hat sich mittlerweile wieder mit ihm versöhnt. Immerhin hatte er sich mit Laurentiis zerstritten und die Produktion ziemlich abrupt nach Ende der Dreharbeiten verlassen – ein Grund, warum er selbst nicht mehr für die Nachsynchronisation eines Teils des Films zur Verfügung stand. Außerdem war die Nominierung der Goldenen Himbeere sicher auch nicht gerade das, was er sich erhofft hatte. Spätestens seit seinen Gastauftritten in Ted und Ted 2 weiß man aber, dass er zu seinem nicht sonderlich talentierten Auftritt im Film steht und ihn selbstironisch betrachten kann.

Mings Tochter Aura hat ein Auge auf Flash geworfen

Und das durchaus zu Recht. Denn selbst wenn man die Trickeffekte heute wirklich nicht mehr ernsthaft ansehen kann (im Gegensatz zu jenen aus Star Wars), kann man mit dem Film selbst seinen Spaß haben. Natürlich erfordert das eine gewisse Leidenschaft für platte Dialoge, billige Kulissen und krasses Overacting. Aber spätestens, wenn Max von Sydow als Ming der Grausame in einem schier unglaublichen Kostüm auf der Bildfläche erscheint, ist es um kritische Distanz eh geschehen. Man muss das lieben oder hassen. Dazwischen gibt’s nichts. Hier geht’s auch zu keiner Zeit um bedeutungsschwangere Bilder, versteckte Botschaften im Subtext oder philosophisch-existenzielle Fragen. Diese Felder überließ Flash Gordon seinen prominenteren Genre-Kollegen. Nein, Hodges‘ Film ist Unterhaltung pur. Nichts, worüber man nachdenken muss. Einfach etwas, dessen kunterbunte, teils scheinbar einer Lava-Lampe entsprungene Optik man genießt und sie für das, was sie ist, feiert. Angefangen bei den unglaublich fantasievollen Kostümen, den absurd-kruden Kreaturen (Affenmenschen, Falkenmenschen oder Amphibienmenschen) und einer erklecklichen Anzahl an bekannten Schauspielern (unter anderem Ornella Muti und Ex-James Bond Timothy Dalton), die einfach mal aus reiner Spaß an der Freude agieren.

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Bild- und Tonqualität BD

Kostüme, die für zehn Filme gereicht hätten

Die bisherige Blu-ray von Flash Gordon datiert vom Mai 2010 und bekam von der damaligen Kinowelt Home Entertainment zumindest noch einen neuen Codec spendiert. Denn wo die US-Fassung von Universal in VC-1 abgelegt wurde, nutzte man hierzulande den damals jüngeren und modernen AVC-Codec (der bis heute bei Blu-rays state of the art ist). Und, ganz ehrlich: Für einen bereits 40 Jahre alten Film (damals respektive 30 Jahre) macht sich das Bild noch halbwegs gut. HALBWEGS.
Denn von Beginn an schlägt ein deutlicher bis drastischer Rauschfilter zu, der schon Sam J. Jones‘ Gesicht im Auto wachsig wirken lässt. Ganz zu schweigen vom Typen hinter dem Fenster des kleinen Gebäudes (4’23). Es war halt die Zeit der Anfänge der Blu-ray-Technik und Filmkorn war nicht gerne gesehen. Also filterte man, bis man die analogen Spuren beseitigt und dabei gleich sämtliche Details mit verloren hatte. Immerhin war die BD aber so gut, dass sie offensichtliche Tricks (wie bspw. die bei 16’53 einkopierte Rakete, die sich auf einem hellgraueren Stück schwarz auf dunklerem Schwarz fortbewegt) deutlich offenbarte. Farben hätten damals auch schon etwas kräftiger sein dürfen und der Kontrastumfang ist ebenfalls eher durchschnittlich. Dafür gefällt die relative Freiheit von Schmutzpartikeln.
Legen wir die neue Blu-ray rein, wird vom ersten Moment an deutlich, dass hier gearbeitet wurde. Und das nicht zu knapp. Mal abgesehen vom 4K-Remaster und der damit verbundenen, größeren Detailtiefe und -vielfalt sieht man von Beginn an einen alten Freund wieder: Die Filmkörnung. Was bei der alten BD weitgehend weggefiltert wurde (sieht man von Aufnahmen des Himmels ab), liegt nun in seiner natürlichen Form wieder vor. Und damit sind auch die wachsartigen Gesichter Geschichte. Das zweite auffallende Detail ist der Kontrastumfang. Verbunden mit wesentlich kräftigeren Farben ist der Schwarzwert viel satter. Was wiederum zum Resultat hat, dass man den viereckigen Hintergrund der einkopierten Kapsel bei 16’53 nicht mehr ganz so deutlich sieht. Farben, Kontraste und Schwarzwert spielen viel besser zusammen als bei der 2010er BD. Hier und da übertreibt man es etwas mit der Buntheit und Kontraststärke, aber hey, das ist Flash Gordon und nicht Der Elefantenmensch. Geblieben sind die teils vorhandenen Randunschärfen im unteren Bereich, was objektivbedingt erscheint und nicht am Mastering liegt.

Blu-ray 2010 (4’57): (Slider ganz nach rechts): Schon in der Anfangsszene am Flughafen lässt sich erkennen, wie rauschgemindert die alte BD war und wie weich deshalb die Gesichter erscheinen.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray bringt nicht nur natürliche Hautfarben zurück, sondern vermeidet den Rauschfilter, was zu einem wunderbar detaillierten Bild führt.

Blu-ray 2010 (105’05): (Slider ganz nach rechts): Ein ähnliches Bild von DNR (Rauschfilterung) auch bei Max von Sydow.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Schon im kompletten Bild wird deutlich, wie viel besser die neue Blu-ray das macht.

Blu-ray 2010: (Slider ganz nach rechts): Gehen wir näher ran, wird’s noch klarer (bzw. unklarer bei der alten BD). Man sieht deutlich den wachsigen Look rund um die Augen, die Stirnpartie etc. Der Kayal-Stift wirkt regelrecht aquarellartig.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Ganz anders die neue Blu-ray, die kaum Anlass zur Kritik bietet.

Blu-ray 2010 (16’11): (Slider ganz nach rechts): Manche Einstellungen der alten Blu-ray sind wirklich furchtbar blass und kontrastarm.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Ja, es gesellt sich farbiges Pixelkorn hinzu. Dennoch sind die Szenen auf diese Weise wesentlich beeindruckender.

Blu-ray 2010 (16’53): (Slider ganz nach rechts): Was über die neue Blu-ray kaum noch merkbar ist, offenbart die 2010er noch ganz unverholen: Die viereckige Untergrundfläche der einkopierten Kapsel.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Schon durch die deutlich bessere Kontrastdynamik verschwindet dieses Überbleibsel billiger Tricktechnik fast spurlos.

In loser Folge nun ein paar Bilder ohne Bildunterschriften, die verdeutlichen, wie viel kontrastreicher, dynamischer und farbiger die neue Blu-ray ist.

Absturz ins Labor von Dr. Zarkow

Der Ton der 2010er Blu-ray lag in 2.0 dts-HD-Master vor und lief trotz variabler Bitrate meist mit etwas unter 1 Mbps. Unabhängig von der Bitrate klang er wirklich schlecht. Wohl auch aus dem Grund, dass es sich bei den 2.0-Spuren um gedoppelte Mono-Spuren handelt, nicht mal um echtes Stereo. Dazu wirken Dialoge gerade in den Actionszenen spitz und etwas überhöht, während der geniale Queen-Soundtrack sowie der Synthie-Score über die Maßen muffig und dumpf tönt. Dynamik sucht man vergebens und Feinzeichnung ist ihm ein Fremdwort. Ganz anders der O-Ton, der in 5.1 dts-HD-Master vorlag und erstaunlich räumlich wirkte. Stimmen sind klar auf dem Center abgelegt und Soundeffekte werden sehr direktional platziert. Allerdings tönt das Ganze fast ein bisschen zu offen und ist noch dazu etwas höhenbetont. Vor allem Queens Titelsong klingt ein wenig überspitzt.
Die neue Blu-ray wurde akustisch überarbeitet. Zwar liegt auch sie in dts-HD-Master 2.0 vor, doch dieses Mal sind’s echte Stereospuren, keine gedoppelten Monos. So fallen dann auch die glühenden Gesteinsbrocken bei 5’42 hörbar wechselnd links und rechts zu Boden. Obendrauf läuft die Scheibe durchschnittlich mit ~1,4-1,5 Mbps, was einer Zunahme um die Hälfte (ausgehend von der 2010er Disk entspricht). Wirklich echte Dynamik gibt’s zwar auch hier nicht. Aber die Synchro klingt wesentlich homogener, Stimmen sind weniger aufgeregt und der Soundtrack gelingt ebenfalls etwas räumlicher.
Der O-Ton kommt erneut in dts-HD-Master mit 5.1 Spuren. Dennoch hat man auch an ihm Hand angelegt. Queens Titelsong wirkt zunächst dünner und ist bei Weitem nicht mehr so offensiv auf die Rearspeaker gelegt. Soundeffekte, die ihm unterlegt sind (bspw. das Blitzgeräusch während der Einblendung von Brian Blesseds Namen) wurden stärker in den Hintergrund gedrängt. Was während des Titelsongs noch etwas verwundert, ist bald Gewöhnungssache. Was die neue Abmischung derweil deutlich besser/intensiver macht, ist die Einbindung des LFE-Kanals. Die herabfallenden Meteoritenbrocken fallen nun nicht mehr nur mit einem undynamischen Platschen, sondern bekommen richtig Tiefbass-Unterstützung. Die Differenz zur alten Fassung der bisherigen Blu-ray ist frappant. Gleiches gilt für praktisch sämtliche Actionszenen wie den Flugzeugabsturz nach 12 Minuten oder die finale Schlacht, die allesamt viel wuchtiger erscheinen. Was also anfänglich noch etwas verwirrend wirkt, ist in Summe am Ende stimmiger und dynamischer.

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Bild- und Tonqualität UHD

Zweifelsohne: Bunt konnte der Film

Flash Gordon wurde 1980 natürlich analog und dazu noch im Technicolor-Verfahren aufgenommen.
Zum 40. Jubiläum ließ Studiocanal vom Original Negativ in 4K scannen. Im Anschluss wurden Mängel wie Kratzer, Schmutz und Flackern beseitigt und anhand von vorherigen digitalen Referenzen sowie 35-mm-Prints das Color Grading vorgenommen. Ein wenig Trickserei (VFX-Arbeit) wurde dann noch vorgenommen, um die Seile/Fäden zu beseitigen, an denen Raumschiffe und Darsteller durch den Film flogen. Das Ergebnis wurde von Mike Hodges abgesegnet.
Man mag kritisieren, dass man sich zu diesem Schritt entschloss, da für viele Fans gerade die sichtbaren Seile/Fäden einen gewissen Charme versprühten. Fakt ist: Flash Gordon ist lange nicht der erste Film, bei dem man sich zu diesen nachträglichen Bearbeitungen entschloss.
In puncto Schärfe, Kontrast und Farbintensität konnte ja schon die ebenfalls auf dem neuen Remaster basierende Blu-ray überzeugen. Die UHD-BD kann’s aber in allen Belangen noch etwas besser. Schwarz ist hier noch mal sichtbar knackiger und die goldenen Applikationen auf den Kostümen strahlen um die Wette. Dazu ist das im Film vorherrschende Rot durchweg satter und die Körnung noch einmal feiner/filmischer.
War’s über die neue Blu-ray schon schön bunt, wird’s jetzt noch bunter und noch neonhafter. Dazu ist das All in einigen Szenen derart knackig schwarz, dass man auch über die leichten Bildschwankungen in dunklen Bereichen hinweg sehen kann. Sterne funkeln dennoch hell und kräftig und Feuerfackeln bieten bei gleichzeitig toller Durchzeichnung und ohne jedes Überstrahlen mehr Varianz im Feuerschein. Dolby Vision ist in diesem Fall nicht spektakulär anders, sondern in Summe vielleicht etwas ausgewogener und bilddynamisch noch ein wenig stimmiger. Beide HDR-Varianten überzeugen und liefern gegenüber der bereits guten Blu-ray noch mal eine sichtbare Steigerung. Beim Sound ändert sich nichts. Die UHD behält die gleichen (überarbeiteten) Tonspuren wie die Blu-ray.

Blu-ray (4’57): (Slider ganz nach rechts): Die neu gemasterte Blu-ray macht das für sich schon gut.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K UHD-BD holt aber noch etwas mehr Kontrast raus, wirkt ein wenig strahlender und hat noch kräftigere Hautfarben.

UHD HDR10 (4’57): (Slider ganz nach rechts): Die Unterschiede zwischen HDR10 …

UHD Dolby Vision (Slider ganz nach links): … und Dolby Vision sind hier marginal.

Blu-ray (21’04): (Slider ganz nach rechts): Die Hallen von Mings Tempel und die bunten Kostümen sind über die Blu-ray zwar schon beeindruckend.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Erst die UHD holt aber das letzte bisschen an Kontrastdynamik, Schwarzwert und Farbintensität raus.

Blu-ray (70’39): (Slider ganz nach rechts): Ein ganz ähnliches Bild bei diesem Szenenfoto.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die Farben sind einfach noch dynamischer und satter, bei gleichzeitig knackigerem Schwarz.

UHD HDR10 (70’39): (Slider ganz nach rechts): Die gleiche Szene zwischen HDR10 und Dolby Vision.

UHD Dolby Vision (Slider ganz nach links): Dolby Vision ist im Rot etwas weniger magentabetont, dafür eine Spur orangefarbener. Ansonsten sind die Differenzen gering.

Blu-ray (xx’xx): (Slider ganz nach rechts): Während die alte BD hier ganz fahl war, ist die Blu-ray deutlich farbbetonter. Aber im direkten Vergleich auch etwas gelblich/orangebetont.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD kommt hier mit natürlicheren, wärmeren und weniger gelblichen Hauttönen.

Blu-ray (xx’xx): (Slider ganz nach rechts): Die Belichtung liegt hier auf Mings Gesicht, NICHT dem Hintergrund..

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD präsentiert Max von Sydows Antlitz noch plastischer und kontrastreicher.

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Bonusmaterial

Hockeyschläger? Intergalaktisches Breitschwert? Säbel des Todes? Man weiß es nicht so genau

Das Bonusmaterial der 4K UHD-BD liegt zum Teil auf der Filmdisk selbst vor sowie auf einer zusätzlichen Blu-ray. Auf den jeweiligen Filmdisks (BD und UHD-BD) befinden sich zwei Audiokommentare. Jenen von Regisseur Mike Hodges kennt man bereits. Neu hinzugekommen ist jener von Brian Blessed, der den Prinz Vultan spielt und der sich als unglaublicher Wasserfall an Erzählungen und Dramatisierungen entpuppt.
„Lost in Space: Nic Roeg’s Flash Gordon“ ist ein komplett neues Feature, das in knapp 30 Minuten noch einmal aufrollt, wie das damals mit George Lucas war, der den Film drehen wollte und warum es auch mit Nicolas Roeg dann nicht klappte.
Hinter den Kulissen ist ein älteres 4:3-Feature, das ein paar Interviews mit den Darstellern und Produzent De Laurentiis bereithält. Unglaublich, wie viel Arbeit man in die Setbauten sowie die Kostüme investierte.
Auf der zusätzlichen Bonus-Blu-ray findet sich dann das Interview mit Mike Hodges, das schon auf der 2010er BD vorhanden war. Auch die Episode 24 der Zeichentrickserie, die zwischen 1979 und 1982 produziert wurde, ist integriert (deutscher und englischer Ton wählbar). „Sam Jones – Der Schauspieler“ ist ein Interview, das man auf einer Convention mit dem Flash-Darsteller geführt hat. „Flash Gordon Merchandise“ lässt zwei Betreiber von Fan-Toy-Shops zu Wort kommen, die ein paar der lizensierten Puppen und Modelle präsentieren. „Bob Lindemayer spricht über geschnittene Szenen“ lässt den Sammler von Filmrequisiten ein wenig darüber referieren, wie das alternative Ende ausgesehen hätte. Zum 35. Jubiläum treffen sich dann einige Darsteller mit Regisseur Hodges und feiern ihr Wiedersehen. „Das Wiedersehen“ ist etwas ähnliches, allerdings vor Publikum nach einer Kinovorführung des Films.
Interview mit Renato Casaro lässt wiederum den Poster-Künstler zu Wort kommen, der für die ikonischen Filmplakate zuständig war. „Brian Blessed“ zeigt noch einmal den Darsteller von Prinz Voltan, der über fünf unterschiedliche Aspekte des Films spricht. „Melody Anderson“ macht das Gleiche in drei Kapiteln mit der Darstellerin der Dale Arden.
Der Soundtrack kümmert sich in drei Kapiteln um Queens Soundtrack. Brian May hat man für die Aufnahmen extra in ein frisch ausgepacktes (man sieht’s an den Falt-Kniffen am Ärmel) Flash-Gordon-Shirt gesteckt.Auch Howard Blake, der den ergänzenden Score komponierte, kommt zu Wort.
Exklusiv und ausschließlich für die Limited Coll. Ed. Blu-ray vorbehalten ist Lisa Downs Dokumentation „Life After Flash“ von 2017. In Spielfilmlänge von 93 Minuten gibt’s hier den vollen Einblick – inklusive Stimmen von Fans. Es geht (wie der Titel suggeriert) natürlich hauptsächlich um Sam J. Jones und wie er in Interviews, auf Conventions oder zu ähnlichen Anlässen seine Rolle aus heutiger Sicht sieht und präsentiert. Ebenfalls exklusiv in der Limited Coll. Ed. Blu-ray enthalten ist der Soundtrack von Queen auf CD.

Fazit

Nein, besser sah Flash Gordon noch nie aus. Das 4K-Remaster wurde sauber erstellt, bearbeitet und um ein hervorragendes Color Grading ergänzt. Mit Ausnahme einiger weniger Szenen, in denen Farbrauschen etwas Überhand nimmt, kann man sich über den 4K-Transfer überhaupt nicht beschweren. Sonstige „Mängel“ wie softe Hintergrund-Matte-Paintings oder Randunschärfen sind material-/kamerabedingt und kein Problem der BD/UHD-BD. Wer Flash Gordon also immer mal in seiner ursprünglichen Farbgewalt sehen wollte, bekommt jetzt die Gelegenheit dazu und einen hörbar besseren Sound noch obendrauf.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD (2010): 60%
Bildqualität BD: 80%
Bildqualität UHD: 85%

Tonqualität BD (2010) (dt. Fassung): 50%
Tonqualität BD (2010) (Originalversion): 65%

Tonqualität BD/UHD (2020) (dt. Fassung): 70%
Tonqualität BD/UHD (2020) (Originalversion): 75%

Bonusmaterial (Lim. Coll. Ed. BD): 100%
Bonusmaterial (UHD): 80%

Film: 70%

Anbieter: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales
Land/Jahr: USA 1980
Regie: Mike Hodges
Darsteller: Sam J. Jones, Max von Sydow, Ornella Muti, Melody Anderson, Chaim Topol, Timothy Dalton, Brian Blessed, Peter Wyngarde, Mariangela Melato
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 2.0: de, en // dts-HD-Master 5.1: en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 111
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: keine Angabe
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales)

Trailer zu Flash Gordon

FLASH GORDON 4K REMASTERED Trailer Deutsch | Ab 13. August als DVD, Blu-ray, UHD & Digital!
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6 thoughts on “Flash Gordon 4K UHD

  1. Avatar ondy

    Ich muss gestehen. Hab ihn noch nie gesehen aber werde es nachholen. Versprochen:)

  2. Avatar blooob

    … schön wärs gewesen, wenn Flash Gordon von Turbine gekommen wären. Dann wäre evtl. ein schöner deutscher 5.1 Ton drin gewesen oder sogar Atmos bzw. Auro … ^^

  3. Avatar Fin

    Hallo Timo,
    danke mal wieder für das detaillierte und aussagekräftige Review!
    Da es die 4k UHD Limited Collectors Edition mit 5 Disks bei uns nicht gibt wollte ich sie in UK bestellen, kann aber keine Info zu den Tonformaten finden (außer Englisch).
    Hast du dazu Infos?
    Vielen Dank!

    • Soweit ich das mitbekommen habe, müsste der Film mit einer deutschen Tonspur kommen. Jedoch wohl nicht die Doku „Life after Flash“, die wohl nur hierzulande eine Synchro hat.
      Angaben aber OHNE GEWÄHR.

  4. Avatar Fin

    Hallo Timo,
    vielen Dank für die schnelle Antwort (und das bei der Hitze!), ich habe sowas vermutet…
    Die Doku wird wohl auch in der deutschen Ausgabe nicht synchronisiert sein, denke ich?!?
    Super Service, vielen Dank!

    • Nicht synchronisiert, nein. Da habe ich mich in meiner ersten Antwort falsch ausgedrückt.
      Sie hat aber ein deutsches Voice-Over. Also einen Sprecher, der alles übersetzt. Wie man es von Dokus in englischer Sprache meist kennt.

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