Force of Execution

Blu-ray Review

Force of Execution Blu-ray Review Cover
Pecom AG/KSM, seit 14.04.2014

OT: Force of Execution

 


Trio Infernale

Munterer und prominent besetzter Actionstreifen aus der zweiten Reihe.

Inhalt

Force of Execution Blu-ray Review Szene 1
Mr. Alexander und sein bester Killer Hurst auf dem Kriegspfad

Mr. Alexander (Steven Seagal) ist einer der mächtigsten Bosse der Gegend. Doch als der ambitionierte Ice Man (Ving Rhames) aus dem Knast kommt, will der ein Stück des Kuchens abhaben. Alexander, der eigentlich vor hatte, seinen Rückzug aus dem Geschäft zu vollziehen, sieht sich gezwungen, einen letzten Kampf auszufechten. Da er das nicht alleine schaffen kann, heuert er Hurst, seinen ehemals besten Killer, wieder an. Der jedoch muss erst einmal wieder fit gemacht und motiviert werden, denn Alexander selbst hatte ihn nach einem vermeintlichen Fehler zusammenschlagen und die Hände zertrümmern lassen. Als Mediator und Trainer soll Jimmy Peanuts (Danny Trejo), der alte Freund des Gangsterbosses fungieren.

Force of Execution Blu-ray Review Szene 2
Danny Trejo weiß, wie man auf gute alte Medizinmann-Art Knochen heilt

Gleich drei B-Movie-Actionlegenden in einem Film: Steven (ich kann doch nur einen Gesichtsausdruck) Seagal, Danny (keiner starb in seinen bisherigen Filmen öfter) Trejo und Ving (selbst 140kg schwere Fleischpakete sehen in Converse noch gut aus) Rhames. Um die drei herum verpackt Regisseur Waxman in Force of Execution eine handelsübliche Zwei-Fronten-Gangstergeschichte und fügt noch ein wenig nackte Haut hinzu. Das ist so überraschend wie ein nachmittäglicher Bingo-Abend in der Stadthalle, liefert aber exakt das, was man erwartet: Machosprüche, verkniffene Gangstervisagen und zünftige Keilereien.
Diese sind immerhin gut choreografiert. Mehr noch, zeigt sich Steven Seagal doch wieder agiler als während seiner aufgeschwemmten Phase vor einigen Jahren, überlässt aber dennoch den jüngeren Kämpfern wie Bren Foster den Vortritt. Der seit Jahren in Martial Arts ausgebildete Darsteller halb zypriotischer, halb irisch/englischer Abstammung hat in Australien bereits einige Schauspielpreise einheimsen können und liefert ergo etwas mehr als nur Beine- und Handkantenschwingerei. Wäre das Drehbuch von Force of Execution etwas tiefgründiger, hätte er noch mehr Möglichkeit gehabt, sein durchaus vorhandenes Schauspieltalent zu demonstrieren. Am Ende bleibt ein Actionthriller von der Stange, der weder schlechter noch bedeutend besser ist, als es ähnlich gelagerte Filme der drei altgedienten Herren sind. Wer den Originalton aktiviert, bekommt die deutlich süffisantere Sprache und ein paar gute Gags von Danny Trejo serviert.

Bild- und Tonqualität

Force of Execution Blu-ray Review Szene 3
Ice Man ist multitaskingfähig und schießt locker mit beiden Händen

Deutlich gefiltert zeigt sich das Bild von Force of Execution. Vor allem während der Knastszenen wirken die Farben überzogen und extrem stark kontrastiert. Das Orange der Overalls knallt krass und die Glatzköpfe der Insassen wirken grünlich. Auch im späteren Verlauf sind Lichtflecke überstrahlt,  Gesichter ein bisschen zu braun und an Konturen werden Artefakte sichtbar. Die Bildruhe geht in Ordnung, die Schärfe lässt allerdings bis auf Close-ups zu wünschen übrig.
Während der Sound sich innerhalb der ersten 80 Minuten eher unspektulär verhält und neben guter Sprachverständlichkeit lediglich während des einen oder anderen Soundtrack-Moments etwas Räumlichkeit erreicht, geht’s dann im Showdown auch mal etwas lauter zur Sache: Schüsse werden direktional gesetzt, hallen hübsch nach und das Feuer aus der Pumpgun erzeugt durchaus Druck.

Bonusmaterial

Force of Execution Blu-ray Review Szene 4
Wenn Handkante mal nicht mehr ausreicht: Steven Seagal beherrscht auch größere Kaliber

Im knapp 20-minütigen Making-of von Force of Execution sieht man, dass Steven Seagal durchaus noch fit und beweglich ist. Während er in Filmen von vor knapp fünf Jahren steif wirkte, ist er hier sogar maßgeblich an den Choreografien beteiligt.

Fazit

Force of Execution ist ein typischer Vertreter der „man-bekommt-was-man-erwartet“-Filme mit handfesten Kämpfen und angemessen hohem Blutzoll – Fans der Darsteller machen nichts falsch, wenn sie zugreifen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 65%
Tonqualität (dt. Fassung): 70%
Tonqualität (Originalversion): 70%
Bonusmaterial: 30%
Film: 50%

Anbieter: Pecom AG/KSM
Land/Jahr: USA 2013
Regie: Keoni Waxman
Darsteller: Danny Trejo, Steven Seagal, Ving Rhames, Noel Gugliemi
Tonformate: dts HD-Master 5.1: de, en
Bildformat: 1,78:1
Laufzeit: 99
Codec: AVC
FSK: 18 (ungeschnitten)

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