Ghostbusters: Legacy [Afterlife] 4K UHD

Blu-ray Review

Sony Pictures Home Entertainment, 10.02.2022
Sony Pictures Home Entertainment, 10.02.2022

OT: Ghostbusters: Afterlife

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Nachwuchsgespensterjäger

Gut Ding will Weile haben.

Inhalt

Das neue Heim liegt Jottwede

Der legendäre Ghostbuster Egon Spengler hatte sich vor Jahren bereits von seiner Familie zurückgezogen und ein Anwesen auf dem Land bewohnt. Weil aber ein Geisterjäger stets seiner Profession nachgeht, wollte er eine Erscheinung aus einer alten Mine in eine Falle locken. Das Vorhaben scheiterte und der Dämon schlug zu – tödlich. Seinen Besitz vererbt er Tochter Callie, die ihre Wohnung in der Großstadt ohnehin räumen muss und nun mit ihren Kids Trevor und Phoebe auf das großzügige Stück Land in Oklahoma zieht. Dort allerdings muss die Alleinerziehende erst einmal klar Schiff machen, denn das Anwesen ist alles andere als vorzeigbar. Trevor nutzt derweil seinen neuen Job in einem Schnellrestaurant, um schnell Freundschaften zu schließen. Phoebe hingegen merkt bald, dass im Haus von Egon nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Als sie beim Herumwühlen in der Nachlassenschaft eine Geisterfalle entdeckt und diese ihrem Lehrer zeigt, wird das Ding versehentlich geöffnet und der darin gefangene Geist entfleucht. Bei ihren Recherchen stoßen die Kids darauf, dass die Mine einst dem Architekten gehörte, der eben jenes Gebäude in New York entworfen hatte, auf dessen Dach die Geisterjäger Spengler, Wenkman, Stantz und Zeddemore Gozer besiegten. Es stellt sich heraus, dass Gozer noch aktiv ist und erneut nach dem Untergang der Welt greift. Gut, dass Trevor den ECTO-1 wieder reaktivieren konnte und Egon ihnen als Geist zur Seite steht …

Trevor findet das neue Zuhause nur so semigut

Bill Murray war es, der irgendwie immer schon dafür gewesen war, es bei dem ersten Ghostbusters von 1984 bewenden zu lassen. Schon für den zweiten Teil von 1989 hatte er nur zugesagt, weil man ihm angeblich mit zu vielen Scheinen vor der Nase wedelte. Dass er diesen dann aber als definitiv letzten Film des Franchise verstanden wissen wollte, machte er fest, als er vorschlug den Titel in The Last of the Ghostbusters umzubenennen, damit ja kein dritter Teil mehr käme. Und da hatte er genauso die Hand drauf wie Aykroyd, Ramis, Reitman und Sony Pictures. Eine jede dieser Parteien konnte mit einem Veto einen weiteren Film verhindern. Und selbst die abgedrehte Idee Aykroyds, die Geisterjäger in Hellbent zur Hölle zu schicken, um dort gegen den Teufel zu kämpfen, wurde nicht realisiert. 2014 verkauften die Darsteller und der Regisseur ihre Rechte dann an Sony Pictures, was den Weg für einen neuen Anlauf frei machte. Und entgegen dem klaren Wunsch von Bill Murray, nie mehr eine Fortsetzung folgen zu lassen, kam es anders. Es gab (so etwas wie) einen dritten Teil … über den wir an dieser Stelle eigentlich den Mantel des Schweigens hüllen sollten, weil er als Mahnmal dafür stehen könnte, wie man ein Franchise vor die Wand fährt, nur weil man es zwingend feminisieren wollte. Und ausgerechnet Paul Feig als Regisseur zu verpflichten, der zuvor einzig seine Talentlosigkeit (und eine hysterisch-alberne) Melissa McCarthy zur Schau gestellt hatte … naja, lassen wir das, sonst schwillt der Puls. Es war ja auch kein Sequel, sondern schlicht ein unlustiges Remake des Orginals, das mit Stereotypen und latent rassistischer Besetzung vollkommen zu Recht in die Kritik geriet.

Lehrer und Mutter kommen sich näher

Einzelne Teile, die nun für Ghostbusters: Legacy verwendet wurden, waren auch schon in Aykroyds früheren Skriptentwürfen enthalten und als 2019 Jason Reitman offenbarte, dass er Drehbuch und Regie übernehmen würde, er außerdem die Ereignisse des 2016er Remakes ignorieren wollte, hörte man ein kollektives Aufatmen durch die Fangemeinde raunen. Dass es nicht wirklich sinnvoll war, die alten Geisterjäger einfach 40 Jahre später noch einmal in den Dienst zu stellen, war frühzeitig klar – zumal Harold Ramis 2014 verstorben war. Die Idee, nun die junge (Nachwuchs)Generation auf Geisterjagd zu schicken, gleichzeitig aber den Geist (Haha) des Originals zu beschwören, erschien ebenso genial wie erfolgversprechend. Dass man die Darsteller des ersten Teils noch einmal zum Vorbeischauen animieren konnte (ja, inkl. Bill Murray), war für Fans das Tüpfelchen auf dem „i“. Und dass Harold Ramis als CGI-Geist an der Seite von Enkelin und Enkel auftaucht, sorgt beim Schauen für einen dicken Kloß im Hals.
Abseits all der Nostalgie und dem teils grandiosen Fanservice mit unzähligen Querverweisen auf den Originalfilm, ist Ghostbusters: Legacy aber auch ein ebenso liebenswerter wie rasanter Film geworden. Und das, obwohl man das Budget (vor allem im Vergleich zum ultrateuren Reboot von 2016) sehr schmal halten musste. Einerseits gab es hier natürlich keine extrem teuren Schauspieler zu finanzieren und zum anderen hat man glücklicherweise auf den CGI-Overkill verzichtet. Die Geistereffekte sind trotz computeranimierter Herkunft erfrischend oldschool und der Tonfall versprüht so viel 80er, dass man meinen könnte, es wären keine 38 Jahre vergangen.

Der gute alte ECTO-1

Dass Ghostbusters: Legacy so gut funktioniert, liegt aber vor allem an den jungen Darstellern und Darstellerinnen. Vor allem Mckenna Grace (Annabelle 3) als Phoebe ist sensationell. Von ihrem ersten „Spannungs“moment an beherrscht sie die Leinwand. Phoebes Mix aus schüchterner Unbeholfenheit und überheblichem Nerdtum wird von der Schauspielerin so entwaffnend natürlich verkörpert, dass man kaum glauben mag, hier einer 14-jährigen zuzuschauen. Ihre anfänglichen Scharmützel mit Paul Rudd als Lehrer Grooberson sind wirklich brüllkomisch. Ohnehin ist Paul Rudd einer, dem man nie was krumm nehmen kann. Schon als Ant-Man bewies er Starqualität ohne Starallüren. Wenn er im Supermarkt (ziemlich daneben übrigens dessen sekundenlanges Product-Placement) auf kleine Marshmallow-Männchen trifft, die Gasgrills, Smoothie-Mixer und Staubsauger-Roboter für ihr anarchistisches Treiben missbrauchen, um dann von einem Höllenhund in die Flucht getrieben zu werden, kann das vermutlich heute keiner so charmant wie er.
Jetzt darf man durchaus zu Recht bemängeln, dass der innewohnende Story-Anteil von Coming-of-Age und Familienversöhnung reichlich dünn ausfällt. Und auch die Story um den wiedererstarkten Dämon Gozer ist nicht sonderlich originell. Aber wen kümmert das, wenn das so augenzwinkernd, charmant, rasant und unterhaltsam umgesetzt ist wie in Ghostbusters: Legacy. Darf man dem Schild bei der Einfahrt zu Spenglers Anwesen Glauben schenken, so wird Bill Murrays Wunsch nun übrigens endlich erfüllt: „This is how it ends“.

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Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität BD

Auch die jüngere Generation bekommt’s mit Schleimern zu tun

Möglicherweise, eventuell und vielleicht hat man dem Bild von Ghostbusters: Legacy einen ganz leichten Rauschminimierer verpasst. Wie gesagt: Eventuell. Denn es gibt ansonsten einfach nichts, was man an diesem Bild kritisieren kann – eben außer, dass es ein bisschen arg digital-glattpoliert wirkt. Davon ab gibt’s eine hervorragende Auflösung in praktisch jeder Einstellung. Gesichter sind knackig, Details am ECTO-1 in jeder Einzelheit erkennbar und auch in Totalen lässt die Schärfe nicht nach. Die Schwarzwerte sind exemplarisch gut und erinnern bisweilen an jene aus Men in Black: International. Gut zu erkennen bspw. an den schwarzen/dunklen Haaren der vier jungen Hauptdarsteller. Hauttöne bleiben jederzeit neutral und dennoch gesund und die Farben des Protonenstrahls sind wunderbar kräftig. Selbst die CGI-Geister fallen kaum ab und auch der Höllenhund im Baumarkt kann in seiner Auflösung mithalten. Fragt sich jetzt nur noch, was die UHD Blu-ray da noch besser machen sollte.

Ghostbusters: The Next Generation

Wunderbar: Sony Pictures liefert für die Blu-ray eine deutsche DTS-HD-Master-Spur. Das ist bei diesem Anbieter wahrlich nicht die Regel und sorgte selbst bei großen Blockbustern schon des Öfteren für Kritik. Ghostbusters: Legacy allerdings kann man kaum für etwas kritisieren. Vor allem die Räumlichkeit des 5.1-Tracks ist von Beginn an so gut, dass die Vielzahl an direktionalen Surroundeffekten so präsent und griffig ins Heimkino transportiert wird wie lange nicht mehr. Da zischt es, blitzt es, donnert es und rumort es als ob man dem Sounddesigner sämtliche Fesseln abgenommen hätte und ihn einfach mal hat machen lassen. Die Stimmen fügen sich harmonisch ein und sind weder zu leise noch zu laut. Dazu kommt immer wieder wuchtiger Basseinsatz – beispielsweise, wenn bei Minute 78 die Geister im Untergrund die halbe Stadt in ein Beben versetzen. Viel mehr muss man eigentlich gar nicht schreiben, weil man es erleben sollte. Akustisch hat ein Film jedenfalls lange schon nicht mehr so viel Spaß gemacht.

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Bild- und Tonqualität UHD

Ja, sie ist echt

Ghostbusters: Legacy wurde mit einer ARRI Alexa LF volldigital gefilmt und die 4.5K-Auflösung des Sensors gelangten per 4K-DI auf die UHD-Blu-ray. Sony Pictures masterte mit HDR10 und Dolby Vision sowie einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Das native 4K-Bild bietet also die besten Voraussetzungen für eine tolle Disk. Nur, das steht oben schon: Was soll sie überhaupt noch besser mach als die Blu-ray? In Summe ist da genau ein Faktor, der noch besser gelingt, für den man aber entweder sehr nahe an den Screen gehen muss oder entsprechend groß projizieren darf. Denn die native 4K-Auflösung sorgt bei feinsten Details für eine noch bessere Darstellung. Was man unten im Screenshot sehen kann, ist eine feinere Struktur der Buchstaben sowie des Barcodes auf der Hundefutter-Verpackung. Das ist aber auch schon ein sehr weit hinein gezoomter Bereich, um das überhaupt zu verdeutlichen. Im Prinzip ist die UHD-BD also ebenfalls hervorragend, kann dem Bild der BD aber bis auf eine etwas bessere Detaildarstellung nicht wirklich viel hinzufügen. Weder HDR10 noch Dolby Vision können deutliche Akzente bei den Farben setzen, da die Scheibe zwar einen Hauch dunkler gemastert ist, Farben aber nicht als solches intensiver darstellt und auch bei der Kontrastierung kaum mehr Dynamik liefert. Vielleicht sind Brauntöne eine Spur wärmer. Aber auch dafür muss man schon sehr zügig zwischen beiden Quellen hin- und herschalten. Ansonsten ist die 4K-Disk absolut toll und auch in Summe besser als die BD, aber eben nicht so herausragend gut innerhalb ihres Rahmens wie die Blu-ray innerhalb ihres Bezugssystems.

Blu-ray (7’06): (Slider ganz nach rechts): Die Blu-ray ist an und für sich herausragend gut.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Etwas dunkler, dadurch etwas mehr Kontrast und eine Spur wärmer – ansonsten kein wirklich Unterschied zur Blu-ray.

Blu-ray (25’07): (Slider ganz nach rechts): Das gleiche Bild wie beim ersten Screenshotvergleich.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier ist die UHD-BD maximal etwas dunkler, ansonsten visuell kaum anders.

Blu-ray (76’20): (Slider ganz nach rechts): Genauso bei der Szene im Supermarkt.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Grading/Farbgebung sind praktisch identisch. Die UHD-BD kommt nur etwas dunkler rüber.

Blu-ray (94’57): (Slider ganz nach rechts): Die Farben werden schon über die Blu-ray sehr lebhaft präsentiert.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHd-BD kann hier kaum stärkere Akzente setzen. Das etwas dunklere Mastering sorgt für augenscheinlich etwas mehr Punch. Wirklich kräftiger sind die Farben aber nicht.

Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Um die Auflösungsunterschiede ausmachen zu können, muss man relativ nahe rangehen.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Dann fällt allerdings durchaus auf, dass Strichcode, Zahlen und die Schrift oben noch deutlicher sind.

Zur Verdeutlichung des Bildausschnitts hier noch mal die Szene in voller Größe
Gut, dass die Protonpacks noch funktionieren

Während die UHD Blu-ray (glücklicherweise) bei DTS-HD-Master fürs Deutsche verharrt (das hat man bei Sony auch schon anders erlebt), bekommt die englische Fassung ein Upgrade auf Dolby Atmos. Und die Tonspur präsentiert 3D-Gewittersounds schon während des Vorspanns, der zudem vom noch etwas kräftigeren Bass begleitet wird – und das, wo die DTS-HD-Master-Fassung bereits ordentlich zulangte. Auch die Klappergeräusche im Auto werden hörbar auf die Heights gelegt und wenn das erste Ungeheuer röhrend erscheint, könnte man meinen, man befände sich in einem aktuellen Jurassic-Park-Film. So wunderbar verlaufen die Sounds über alle Höhenspeaker wandernd, dass man die Bewegungen akustisch komplett verfolgen kann. Auch das Knarzen der Holzbohlen ist auf diese Weise zu hören und lässt hier schon erkennen, dass jemand am Werk war, der sich mit dem Abmischen einer Dolby-Atmos-Spur hervorragend auskennt. Erneut rumpelig wird’s nach knapp zehn Minuten, wenn das Haus bebt und die Gläser im Schrank wackeln. Nach 34’48 braust dann der entflohene Geist mächtig über die Köpfe hinweg und fünf Minuten später quietscht und klappert sich Schaukel ganz nett, bevor ein weiterer Geist mit einem pfeifenden Sound emporsteigt. Das sind schon fetzige 3D-Sounds, die man hier genutzt hat. Das gilt auch für das Röhren (man könnte es auch Rülpsen nennen) und Quieken des Munchers nach 59 Minuten, das genauso ortbar über die Heights wandert, wie die Kamera um ihn herum fliegt. Da die Szene auch zahlreiche Blitzsounds aus dem Protonenstrahler enthält und in summe knapp fünf Minuten dauert, gehört die Sequenz zu den aktivsten 3D-Sound-Momenten des Films – wirklich cool. Und im Prinzip werden immer wieder kurze und effektive Geräusche von oben ergänzt, die zum allergrößten Teil korrekt gesetzt sind. Beispielsweise ein Lastenaufzug bei 78’30 oder auch das äußerst dynamische Grunzen und Röhren bei 86’45. Die Stimme nach 97 Minuten löst gar echte Gänsehaut aus und natürlich gibt’s im Showdown noch mal reichlich Blitze, Energiekugeln, Geistergeräusche und was das Soundarsenal so alles hergibt – ein wirklich herausragende Atmos-Tonspur, die man hören und erleben muss.

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Bonusmaterial

Das Bonusmaterial von Ghostbusters: Legacy beginnt mit dem knapp 20-minütigen Making-of, das ganz viel vom alten Geist (muahaha) beschwört, gleichzeitig aber auch interessante Einblicke in das gibt, was Jason mit dem Erbe seines Vaters Ivan veranstaltet hat. Es schließen sich Featurettes über die Gadgets sowie über die Realisierung der Geister(effekte) an. Natürlich klärt man auch auf, wie man die Szenen mit Harold Ramis realisiert hat – der im Übrigen zu den bisher am überzeugendsten per CGI errechneten Live-Action-Darstellern gehört. „In ECTO-1 wieder zum Leben erwecken“ geht’s dann um den Kauf und Umbau von drei extra und eigens gekauften Miller-Meteor Futura Duplex, die als neue Ghostbusters-ECTOs eingesetzt wurden. Das Fan-Easter-Egg-Breakdown versammelt dann im Schnelldurchlauf die ganzen Querverweise auf die Originalfilme – und mehr als das. „Ein Blick zurück“ lässt noch mal das alte Team zu Wort kommen und „Ein Blick voraus“ lässt Aykroyd, Murray und Co. ein paar Worte zum neuen Film verlieren. Eine entfernte Szene komplettiert das unterhaltsame Angebot. Alles Extras sind deutsch untertitelt.

Fazit

Ghostbusters: Legacy ist das, was das 2016er Remake gerne gewesen wäre: Die Wiederbelebung des Franchise, das von Dan Aykroyd, Bill Murray, Harold Ramis und Ernie Hudson definiert wurde. Der Film atmet in jeder Einstellung den Originalfilm und ist mit den Jungdarstellern top besetzt. Wer als Fan im Finale dann kein Pipi in den Augen hat, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Technisch liefert die Blu-ray ein nahezu perfektes Bild, das die UHD-BD zwar in Nuancen noch toppen kann, ohne aber innerhalb ihres Bewertungsrahmens Maßstäbe setzen zu können. Wunderbar ist bereits der deutsche DTS-HD-Master-Sound, der aber vom englischen Atmos der 4K-Scheibe noch mal übertroffen wird. Und unbedingt bis zum Abspann (und darüber hinaus) weiterschauen, wenn wir unter anderem auch noch Sigourney Weaver in einer superwitzigen Szene sehen dürfen.
Wie heute leider bekannt wurde, ist Ivan Reitman, Regisseur der ersten beiden Teile und Interviewpartner im Bonusmaterial, am 12. Februar leider verstorben. Umso melancholischer und gefühlvoller könnte die Begegnung mit Ghostbusters: Legacy werden. Sein Geist lebe in Frieden neben dem von Harold Ramis.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 100%
Bildqualität UHD: 95%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 95%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 100%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 90%

Bonusmaterial: 70%
Film: 75%

Anbieter: Sony Pictures Home Entertainment
Land/Jahr: USA 2021
Regie: Jason Reitman
Darsteller: Mckenna Grace, Paul Rudd, Carrie Coon, Finn Wolfhard, Annie Potts, Dan Aykroyd, Bill Murray, Ernie Hudson, JK Simmons
Tonformate BD: dts-HD-Master 5.1: de, en
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // dts-HD-Master 5.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 124
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1059
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: © 2021 Columbia Pictures Industries, Inc. and BRON Creative USA, Corp. All Rights Reserved.)
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Trailer zu Ghostbusters: Legacy

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Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

28 thoughts on “Ghostbusters: Legacy [Afterlife] 4K UHD

  1. Helmut

    Hab den Film auch gerade durch , insgesamt schon Spaß gemacht, wobei mir die Nostalgiekeule (und ich haber sehr nostalgische Erinnerungen an den ersten Film) dann manchmal etwas zu heftig zuschlug (die Marshmellows machten inhaltlich ja im Bezug auf den Ursprung im Original nicht wirklich Sinn und waren nur da… um da zu sein). Der abgedrehte Humor des ersten Films lässt sich natürlich kaum reproduzieren. Aber im Vergleich zum letzten Reboot ein Quantensprung, keine Frage.

  2. k-ulf

    Seltsam, die Amerikanischen Kollegen haben die Standard Blu-ray sehr viel schlechter bewertet.
    Laut High Def Digest ist der Unterschied so gewaltig, dass die 1080p Disc im Vergleich sehr flach und farblos wirkt.
    Auch der DTS-HD 5.1 Track wird eher als Okay und funktional beschrieben.
    Bin sehr gespannt.

    • Also was die amerikanischen Kollegen von HIGH DEF DIGEST da gesehen haben wollen …
      Ich bin da sehr anderer Meinung. Zumal ich dort schon recht oft gelesen habe, dass die UHD-BD etwas „schematisch“ besser bewertet wird. Gerade in puncto Farben sind die Differenzen bei kalibrierten Geräten überraschend gering. Ich liege da in diesem Falle ein wenig mehr auf der Linie der (auch nicht immer ganz treffsicheren) Jungs von bluray.com, die folgend formulieren: „… but expect to find only small — yet nevertheless welcome — gains“. Genauso sehe ich das auch. Die UHD-BD ist ja durchaus besser, aber eben nicht deutlich und innerhalb ihres eigenen Rahmens nicht so herausragend gut wie die BD.
      Und mit dem DTS-HD-MA-Track haben sie ja insofern Recht, als dass die Atmos-Fassung wirklich noch mal dynamischer (aber auch in Teilen „nur“ lauter) ist als die DTS-HD-MA-Fassung. Dennoch ist auch der Sound der Blu-ray hervorragend.

      • Erhard M.

        High Def Digest haben Wonder Woman 1984, dem Snyder Cut und Cruella die vollen 5 Sterne für den jeweiligen Dolby Atmos Mix gegeben.
        Mehr muss man dazu denke ich nicht sagen.

  3. Hans-Ingo Trompeter

    In dem Zusammenhang die traurige Nachricht: Ivan Reitman, Regisseur der Originalfilme und Vater von Jason Reitman ist am Samstag im Alter von 75 Jahren verstorben.

    R.I.P.

  4. ondy

    Der film hat mir so viel spaß gemacht das ich ihn schon 3 mal gesehen habe. Ich liebe diesen humor. Schon die online version in eac3 5.1 hat eine tolle dynamik. Heute werde ich mir die dtsma 5.1 zum ersten mal anhören und bin sehr gespannt auf das erlebnis. Ich hoffe es kommt bald noch ein teil

  5. Helmut

    Was man ja zur Verkaufspolitik mal positiv bemerken muss – im Gegensatz zu vielen sonstigen populären Titeln zum Veröffentlichungsdatum muss man hier nicht gleich für moderaten visuellen Mehrwert & Atmos gleich den doppelten Preis zahlen; 4 Euro Aufpreis finde ich mehr als fair.

    • Und wir reden hier über Sony Pictures, wohlgemerkt.
      Das war DER Verleih, der noch bis vor ein paar Monaten Single-Disk-UHD-BDs für über 30 Euro angeboten hat. 😉

  6. Jürgen

    Meine Blu Ray zeigt am Anfang vom Abspann eine Texttafel an um in das Hauptmenü zu klicken.
    Ist das von Sony so gewollt?
    So etwas kenne ich normalerweise nur von Streamingdiensten.

    • k-ulf

      Ja Sony macht das so.
      Warum auch immer.

      • Immer noch besser als diese furchtbare Menüführung im Blog-Stil, die sie bis vor einiger Zeit noch hatten. Da fühlte ich mich in Sachen Geschwindigkeit des Wechsels zwischen den Menüpunkten an alte DVD-Zeiten erinnert. Das war echt eine Katastrophe.

        • Simon

          DEFINITIV!!!

          Und ich habe auch das Konzept nicht verstanden: Da wird ein Medium rausgebraucht, das auch auf GRÖSSEREN Displays gut aussehen soll und dann verpasst man dem ein Menü für Handys. :-O

          (dazu noch komplett statisch)

          Keine Ahnung, „.. was in dem sein kranken Hundehirn so vor sich geht…“ 😉

          (dazu zählt auch die bekloppte „Umwidmung“ von „Afterlife“ auf „Legacy“)

          • Jep. Die Umbenennung ist auch albern. Bin ich im Review gar nicht drauf eingegangen.
            Und das Menü war wirklich gruselig.

          • k-ulf

            Hat vermutlich wieder rechtliche Gründe wieso der in Deutschland anders heißt.

      • Oliver

        Verstehe ich nicht. Habe auch Sony BDs zuhause und schaue mir immer auch den Abspann an.
        Da wird nichts anderes außer halt Abspann angezeigt.
        Ist ja kein Streamingdienst, bei denen zum Abspann etwas aufploppen muss.
        Oder wie soll ich das verstehen?

  7. dc_coder_84

    Im 2. Slider von oben werden auf der 4K Disc die Wolken etwas besser herausgearbeitet im Vergleich zur Standard Blu-ray.

    • k-ulf

      Der Unterschied ist aber wirklich extrem marginal und dürfte den wenigsten im direkten Vergleich überhaupt auffallen.
      Das Bild ist einfach nur dunkler weshalb die Wolken ein wenig kontrastreicher rüberkommen.

      • dc_coder_84

        Nicht nur, ein teil der Wolken ist wirklich heller, z.B. die Wolken in der rechten oberen Ecke oder auch die Wolken links vom linken Jungen.

        • Wie beschrieben, ist das im laufenden Bild und im Direktvergleich zwischen Quelle A (Blu-ray) und Quelle B (UHD-Blu-ray) in der Dynamik und Zeichnung nicht besser bei der 4K-Disk. Hier hat man sehr konservativ gearbeitet und ein HDR-Effekt stellt sich kaum bis gar nicht ein. Screenshots sind stets nur die halbe Wahrheit.

      • So ist es in diesem Fall. Man kann es gut an den helleren Szenen im Film sehen, bei denen (oft) die Blu-rays leicht überstrahlen oder die UHD-BDs Zeichnung zurückholen, wo man es gar nicht vermutet hätte. Ist aber hier auch nicht wirklich der Fall. Die UHD-BD ist schlicht in Summe etwas dunkler, aber nicht an sich dynamischer.

        • dc_coder_84

          Dann trügt der Schein vermutlich weil die Kamera nicht den vollen Kontrast abbilden kann.

          • Man muss es in diesem Fall wirklich selbst gesehen haben, wie gering die Unterschiede sind.

  8. Patrick

    Tolles Review und top Film!

  9. Hubert

    Hallo Timo,
    für die Tatsache, dass die Blu-ray 100% einfährt, fand ich meinen gestrigen Sichteindruck ein wenig enttäuschend. Für mich fehlte da einfach der „Punch“ und Kontrast im Bild, die Farben wirkten etwas entsättigt und flau im Vergleich zu anderen neueren Titeln. Vielleicht ist es aber von den Machern so gewollt, da der Film einen Retro-Look haben soll. Für die volle Punktzahl fehlt es mir schlichtweg an referenzwürdigen Momenten. Da kann man natürlich immer die künstlerische Intention gegenrechnen und dass innerhalb dieser alles einwandfrei angezeigt wird…

  10. Stefan

    Gestern auf 100″ Leinwand gesehen und ich muss sagen die normale BD gehört technisch zum Besten was es auf diesem Format gibt.
    Es ist nicht so das die 4K technisch eher durchschnittlich ist und sich 4K und BD daher so sehr ähneln, sondern weil die 1080p Variante schon auf einem sehr, sehr hohen Niveau ist.

  11. crusy

    Typo, Venkman statt „ Wenkman“

  12. Christian P.

    Film war echt klasse, hab oft lachen müssen. Hat irgendwie alles gepasst für mich. Viele werden mich dafür steinigen, aber ich fand ihn irgendwie sogar besser als die Originale 😀

  13. Rafi

    Also ich empfand den Film eher als Arschkriecherei.
    Ähnlich wie bei Star Wars 7.

    Die holen den Film, machen was ganz anderes daraus, und setzen einfach die alten Sachen 1:1 rein um zu sagen – hier, wie früher.

    Und dann das Cameo am Schluss, so typisch – guck mal, wir sind’s – total alt aber immer noch voll cool.
    Das hat nichts mit Film zu tun, sonder ist nur eine Show für uns alte Kidis.

    Ich will nicht nörgeln,
    der Film im ganzen ist ok.

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