Greenland 4K UHD

Blu-ray Review

Leonine/Tobis, 05.03.2021
Leonine/Tobis, 05.03.2021

OT: Greenland

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Irgendwas ist immer

Die Welt geht mal wieder unter. Und fürs Heimkino heißt das: Erdbebenalarm.

Inhalt

Wenn der US-Präsident auf dem Handy anruft

Clarke wurde erst vor Kurzem von den Wissenschaftlern entdeckt. Den Kometen hatte man vorher überhaupt nicht auf dem Schirm. Nun ist er da und fliegt offenbar ziemlich nahe an der Erde vorbei. Ein paar Brocken könnten sich eventuell von ihm lösen und auf dem blauen Planeten landen. Nichts Besonders. Kein Grund also für John und Allison Garrity aus ihrem Alltag auszubrechen. Was ohnehin schwierig ist derzeit. Denn John hat Alli vor Kurzem betrogen und nun muss erst einmal geklebt werden, was an Scherben produziert wurde. Außerdem möchte man nicht, dass der gemeinsame Sohnemann Nathan unter dem Zwist zu leiden hat. Schlimm genug, dass der mit seiner chronischen Diabetes zu tun hat, soll er nicht auch noch Opfer eines Ehestreits werden. Für die Geburtstagsfeier des Filius raufen Allison und John sich deshalb zusammen. Doch während der Papa noch Besorgungen für das Fest macht, erhält er einen Anruf vom Heimatschutzministerium, dass er und seine Familie “auserwählt” seien. Auserwählt, evakuiert zu werden. Denn, so scheint es: Die Bedrohung durch Clarke scheint größer als zunächst gedacht. Und tatsächlich: Während der Geburtstagsparty wird Tampa in Florida von einem Bruchstück ausgelöscht, das eigentlich ins Wasser hätte fallen sollen. John bekommt eine neuerliche Einladung vom Heimatschutzministerium, sich auf den Weg zu einem definierten Ort zu machen, um dort sicher mit seiner Familie aufgenommen zu werden. Der Weg dahin ist allerdings gepflastert mit Chaos, Plünderungen und der laufenden Gefahr vor neuerlichen Einschlägen des Himmelskörpers …

Nicht alle bekommen Einladungen aufs Handy

Es ist ja eigentlich nie gut, wenn eine Karriere als Regisseur anfängt und der erste Film dann unter dem Pseudonym “Alan Smithee” veröffentlicht wird. Meist wird der gute Alan Smithee bemüht, wenn ein Regisseur sich selbst von dem Film, von der Kooperation mit der Produktion / den Produzenten distanzieren möchte oder aber auch andersrum, die Produzenten so viel Unstimmigkeiten mit dem Filmemacher hatten, dass man im Einvernehmen dessen Realnamen aus den Credits tilgt. Ric Roman Waugh ist eigentlich Stuntman – und das war er seeeehr lange. 1984 taucht er erstmals mit Stunts auf und hat seither in vollkommen unterschiedlichen Produktionen mitgewirkt – von Teen Wolf 2 über Total Recall bis zum 2001er Daybreak – Katastrophe in LA – reicht seine Vita. 1996 versuchte er sich dann erstmalig als Regisseur, was im besagten Alan Smithee für seinen Heist-Film Exit endete. Doch nicht immer bedeutet der Herr “Schmitziee”, dass man danach kein Bein mehr auf den Filmemacher-Boden bekommt. Und Waugh wäre kein Stuntman und Fighter, wenn er nicht zäh die Zähne zusammengebissen und weitergemacht hätte. Und es ging bergauf: Bereits mit dem dritten Film, Felon, erntete er Kritikerlob und inszenierte 2013 mit Snitch – Ein riskanter Deal einen bis heute auch in Dwayne Johnsons Karriere sträflich unbeachteten, ziemlich kernigen Actionthriller. Mit Shot Caller bewies er fulminant Stehvermögen im Genre und sein nächstes Werk war dann schon eine A-Produktion: Angel Has Fallen.

Die Wissenschaftler lagen mit ihren Berechnungen falsch

Letztere führte ihn dann erstmalig mit Gerard Butler zusammen. Und weil man gerne beieinander bleibt, wenn man sich (offensichtlich) wertschätzt, macht man einfach gemeinsam weiter Filme. Wie diesen hier: Greenland. Hier kann Waugh zeigen, dass er nicht nur dreckig-zynische Gangsterfilme kann, sondern auch Effektspektakel. Als einer der wenigen etwas größeren Filme lief der Katastrophenthriller letztes Jahr im Kino – und das ziemlich erfolgreich. Erstaunlicherweise sogar von Kritikerseite gemocht. Und das geschieht mit Katastrophenfilmen ja nicht gar so oft.
Nun kommt also die zweite Auswertungswelle im Heimkino. Und es kommen neue Kritikerrezensionen dazu. Unter anderem diese hier. Und sie fällt mir gar nicht so leicht. Eigentlich sogar ziemlich schwer. Denn wie kann ich einen Film kritisch beschreiben, in dem Morena Baccarin mitspielt. Ich gebe zu, ich bin befangen. Und begeistert (wie man unschwer herauslesen kann). Denn seit Firefly mag ich sie, seit Homeland verehre ich sie und seit Deadpool bete ich sie an. Man möge mir also verzeihen, wenn dieses Review nicht ganz objektiv sein sollte.
Zur Ablenkung fangen wir einfach mal bei Gerard Butler an: Und der ist natürlich erst einmal ein Arsch (sorry). Also sowohl für die Story, als auch für den Rezipienten, hier an den Tasten. Immerhin hat er (bzw. sein Filmcharakter) seine Frau (also Morena Baccarin) just betrogen. Und welcher Mann macht sowas schon. Okay, ich bin immer noch befangen, man merkt’s. Ansonsten ist Butler souverän wie stets und immer. Und natürlich darf er im Verlaufe des Films auch wieder ein besserer Kerl werden.

Wie gibt man sich als “Auserwählte” zu erkennen?

Ein weiterer Part des Films, der erst einmal nichts mit Morena Baccarin zu tun hat, ist der (gerade zu Beginn) sehr deutliche Konflikt zwischen Privilegierten (Ausgewählten) und Unterprivilegierten (nicht Ausgewählten). Wer auserwählt ist, scheint zunächst willkürlich zu sein (auch wenn man eine Ahnung hat, warum es so ist). Es steht zunächst dennoch nur fest: Einige sind’s, andere nicht. Und wenn dieser Disput mitten unter Freunden der Nachbarschaft ausbricht, führt das natürlich zu ziemlichen Verwerfungen und nachvollziehbaren Konflikten. Und es sorgt nicht gerade für einen kalkulierbaren und unaufgeregten Ablauf an den entsprechenden Stellen. Hier schafft Greenland tatsächlich etwas, das viele Katastrophenfilme nicht hinbekommen: Nachvollziehbare Panik, nachvollziehbare Emotionsausbrüche und echte, weil nicht übermenschlich wirkende Figuren. Im Angesicht einer globalen Katastrophe wird außerdem erfahrbar, dass man sich als Familie zusammenraufen kann – selbst dann, wenn zuvor nicht alles rosarot gewesen ist. Gegenüber dem Spektakelkino eines Roland Emmerich hat Ric Roman Waugh die echteren Charaktere zu bieten. Und das geringere Pathos. Selbst wenn der Weg der Familie Garrity vorgezeichnet und erwartbar ist, passieren auf diesem durchaus bittere Dinge, die für Magenschmerzen sorgen und die ein Emmerich in dieser Form niemals anpacken würde.
Okay, die Nummer mit Grandpa Dale und dessen Abschiedsgeschenk an John hätte man sich auch sparen können. So eine Kerl-vom-alten-Schlag-Nummer ist dann doch etwas abgeschmackt. Neben der durchaus bewegenden Geschichte, dem Drama innerhalb des Actionfilms, gibt es aber auch noch eine Katastrophe zu sehen. Und zwar glücklicherweise wohldosiert und nicht übertrieben. Der Katastrophenfilm-Aspekt dient hier der Story, nicht andersrum. Und das macht Greenland zu einem geerdeteren, hemdsärmeligerem Film, mit dem man sich besser identifizieren kann als mit dem Gigantismus eines Emmerich.
Und Morena Baccarin? Tja, was soll ich als Fan schon sagen, wenn man sie in ihrer ersten Szene auf dem Laufband mit schweißnasser Haut sieht? Worum ging es in dem Film noch gleich …?

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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Fri, 05 Mar 2021
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Bild- und Tonqualität BD

Wenn man auserwählt ist, aber das Wichtigste im Auto vergessen hat

Greenland wurde zwar digital gedreht (mehr dazu im nächsten Kapitel), ist aber nicht frei von teils deutlicher nachträglicher Bearbeitung. So wurde der Totalen von Atlanta nach knapp einer Minute eine sichtbare Körnung unterlegt, die den Himmel etwas schmuddelig wuseln lässt. Während der zahlreichen Close-ups ist die Schärfe und Auflösung allerdings wirklich klasse und man sieht in Butlers Gesicht jede Einzelheit. Wenn es dunkler ist (und das ist es in Greenland nicht gerade selten), dürfte man mehr erkennen dürfen. Oft gehen Details in der Düsternis etwas unter und Gesichter nehmen eine sehr übergesunde Färbung an. Manchmal sieht man auch einfach fast gar nichts mehr (52’00). Available Light mag atmosphärisch und authentisch sein, aber bei Restlicht oder am Tag lässt sich Greenland nicht uneingeschränkt genießen und verfolgen. Ab und an sind Schwarzwerte zudem nicht so richtig knackig, sondern eher etwas gräulich. Authentisch und zum Film passend ist hingegen die orangebraune Farbgebung am zweiten Tag, die widerspiegelt, dass der Himmel von dem ganzen Kometenbeschuss und all dem Staub rot gefärbt ist. Außerdem ist das Encoding gut. Artefakte oder ähnliche Schwierigkeiten gibt es nicht. Schon die rote Röhre während der Titel-Credits nach knapp 30 Sekunden ist ziemlich sauber und zeigt nur ganz minimalste Banding-Probleme, obwohl es eine äußerst schwere Farbauflösungs-Sequenz ist.

Eine der akustisch genialsten Szenen des Films. Gefundenes Fressen für Neural X oder Auro 3D

Die Blu-ray (und auch die UHD-BD) kommt im deutschsprachigen Raum mit einem DTS HD-Master-Sound in 5.1 für beide Sprachen. Und weil Greenland ein Katastrophenfilm ist, sollte hier doch einiges geboten werden. Beginnen tut’s erst einmal mit Dialogen, die ein wenig lauter eingepegelt hätten sein dürfen. Im Vergleich zur englischen Fassung, die hier etwas prägnantere Stimmen hat, gehen die Dialoge ein wenig mehr unter (ganz besonders zum Beispiel bei 93’13). Wer jetzt sagt: Wozu braucht man schon tolle Dialoge bei einem Katastrophenthriller, der hat sicherlich ein bisschen Recht.
Und in puncto Action ist dann auch einiges geboten. Wenn Clarke nicht im Wasser, sondern in der Stadt einschlägt, spürt man die Druckwelle auch in Atlanta – und im Heimkino. Was da urplötzlich aus der Stille auf den Zuschauer einwirkt, ist absolut brutal, brachial und fett. Das nächste Highlight ist die offene und sehr räumliche Atmosphäre auf dem Flughafen nach 28 Minuten. Helikopter donnern druckvoll in den Nachthimmel und die Turbinen der Flugzeuge surren. Spätestens nach 34 Minuten wünscht man sich dann eine Atmos-Fassung, wenn die schweren Transportmaschinen über die Köpfe hinwegdonnern und Hubschrauber dort kreisen. Seismische Aktivität gibt’s dann bei 39’28, wenn ein Flugzeug in die Luft fliegt. Was hier an Druck erzeugt wird, ist wirklich eindrucksvoll. Doch es sind nicht nur die brutalen Akustiksequenzen, die beeindrucken. Auch vereinzelt abgefeuerte Schüsse in der Apotheke nach 44’30 schinden Eindruck und lassen förmlich alle Glieder zusammen schrecken. Hier zeigt der Sound, wie gut er Dynamik beherrscht und aus der Stille heraus für heftige Peaks sorgt. Einzig der Score hätte hier und da noch etwas satter sein dürfen – hin und wieder klingt er etwas dünn (71’48). Ist aber auch egal, wenn’s nach knapp 92 Minuten kleinere Kometensplitter im Sekundentakt hagelt und man im Heimkino unwillkürlich in Deckung geht. Und noch einmal wünscht man sich eine Atmos-Spur. Die gibt’s aber selbst im Original nicht, sodass der Wunsch fromm bleibt. Wer in dieser Szene aber mal einen der möglicherweise vorhandenen Upmixer am Receiver zündet, bekommt akustische Opulenz inklusive cooler 3D-Sounds.

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Studio:
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Bild- und Tonqualität UHD

Allison tut alles für ihren Sohn Nathan

Oben schrieb ich bei “wurde digital gedreht”, dass hier mehr Infos dazu geben würde. Und gerne würde ich sie geben. Aber selbst nach intensiver Recherche, Anfrage an Kameramann Gonzalez über Twitter und dem Anschauen eines 90-minütigem YouTube-Interviews (indem es dann leider doch nur um die Serien Fargo und Legion geht), war es nicht möglich, echte Details zu filtern. Anhand eines Instagram-Fotos von Dana Gonzalez lässt sich sagen, dass ARRI-Kameras eingesetzt wurden. Welche genau und ob hier mit 2K DI oder 4K Di gearbeitet wurde, bleibt aktuell leider im Verborgenen.
Nicht im Verborgenen bleibt die Tatsache, dass HDR10 als Kontrastdynamik eingesetzt wurde und der Film auch im Rahmen von Rec.2020 gemastert ist. Was die reine Auflösung angeht, so sieht man direkt im Eröffnungs-Shot bei der Skyline von Atlanta nahezu keinen Unterschied. In den ganz feinen vertikalen Linien des Hochhauses im mittleren Bereich vorne lassen sich die Strukturen etwas besser ausmachen, aber da muss man schon mit der Lupe schauen. Und das bleibt in allen relevanten Einstellungen so. Wo man annimmt, es könnte mehr Schärfe in der Tiefe, mehr Details geben, gibt es sie nicht. Lediglich die typischen Artefaktkränze der Blu-ray fallen weg, was die UHD-BD etwas ruhiger und gleichmäßiger erscheinen lässt. Vorteile spielt die Ultra-HD-Blu-ray in ihrer Spitzenhelligkeit aus, was den Explosionen sowie deren orangerotem Schein zugute kommt. Außerdem ist die Kontrastgebung in den hell ausgeleuchteten Szenen besser und dynamischer. Ohne dass helle Oberflächen überstrahlen ist der Hell-Dunkel-Kontrast sichtbar besser. Hautfarben gelingen etwas wärmer und kräftiger, was dem Film gut steht. Die dunklen Szenen allerdings sind nach wie vor zu dunkel. Allerdings wirkt dort die nachträgliche Körnung harmonischer und weniger auffällig. Außerdem sieht man hier nicht (wie bei 103’06) so deutlich das durch den Sensor bei hoher ISO verursachte Farbrauschen. Leider ist der Schwarzwert in dieser Szene noch schwächer und wirkt flauer. Insgesamt ist die UHD-Blu-ray zwar stimmiger, etwas kontrastdynamischer und in den Feuerszenen auch farblich kräftiger, allerdings sind die Differenzen nicht weltbewegend und das Ausgangsmaterial ist nach der deutlichen Stilisierung in der Postproduktion einfach nicht das Beste. Das Digital Intermediate sieht zudem nach 2K aus, da sich ein echter Detailvorsprung nicht ausmachen lässt.

Blu-ray (1’07): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der etwas trüberen Blu-ray …

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist die UHD-Blu-ray etwas dynamischer und heller.

Blu-ray (7’31): (Slider ganz nach rechts): Die Blu-ray zeigt Hautfarben recht natürlich.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD intensiviert die Kontraste und hat wärmere Hauttöne.

Blu-ray (71’48): (Slider ganz nach rechts): Der Tag danach: Die Blu-ray ist im direkten Vergleich nicht so kräftig.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD zeigt sich kräftiger im Orange und dynamischer in der Darstellung der Kometenrückstände im Himmel.

Blu-ray (105’15): (Slider ganz nach rechts): Auch in den weniger farbigen Szenen ist die Blu-ray etwas weniger dynamisch.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die Ultra HD-Blu-ray holt hier mehr Kontrast raus. Die Durchzeichnung im Schwarz ist im laufenden Film etwas besser als auf diesem Screenshot.

Blu-ray (103’13): (Slider ganz nach rechts): Ein Bildausschnitt, der die Leuchtkraft der beiden Disks gegenüberstellt. Während die Blu-ray weniger definiert in der Explosion ist …

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist die UHD-BD differenzierter, kräftiger und dynamischer. Die Belichtung dieses Bildausschnitts wurde auf die Explosion gesetzt.

Hier das Bild in voller Größe – fotografiert von der Blu-ray
Beim Ton der UHD-Blu-ray gibt’s keine Änderung: Es bleibt bei DTS HD-Master für beide Sprachfassungen.
Preis: 21,99 €
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Bonusmaterial

Der Morgen nach der ersten Kometennacht

Das Bonusmaterial von Greenland beginnt mit dem Audiokommentar von Roman Waugh und Produzent Basil Iwanyk. Im eigentlichen Extra-Bereich warten drei Interviews mit Butler, Baccarin und Regisseur Waugh. Dazu finden sich ein Mini-Making-of, eine B’Roll und acht Minuten deleted Scenes (inkl. alternativem Ende). Oben drauf gibt’s noch vier Trailer und eine Bildergalerie. Wie bei Leonine-Outputs leider üblich, werden auch hier keinerlei Untertitel angeboten, wobei das Mini-Making-of ohnehin deutsch produziert ist.

Fazit

Greenland macht vielleicht nicht so viel kaputt wie ein 2012; hat vielleicht nicht das ganz große Budget für die ganz großen Zerstörungen. Dafür gibt’s aber eine bewegende Familiengeschichte mit authentisch agierenden Darstellern, echt wirkenden Dialogen und (meist) nachvollziehbarem Verhalten. Es ist eine spannende Geschichte garniert mit Katastrophenfilmbildern und nicht ein Katastrophenfilm garniert mit einem zarten Hauch von Story. Und wem das noch nicht reicht, der bekommt ja noch Morena Baccarin.
UHD Blu-ray und Blu-ray liefern gleichermaßen vorzüglich dynamischen Sound, wenngleich der deutsche Dialog hier und da etwas leise ist. Die Bildqualität der Ultra-HD Blu-ray ist etwas besser als jene der Blu-ray, liegt aber nicht auf Top-Niveau.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 75%
Bildqualität UHD: 75%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 90%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 95%

Bonusmaterial: 50%
Film: 75%

Anbieter: Tobis/Leonine Distribution
Land/Jahr: USA/GB 2020
Regie: Ric Roman Waugh
Darsteller: Gerard Butler, Morena Baccarin, Scott Glenn, Roger Dale Floyd, Randal Gonzalez, Scott Poythress
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 5.1: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 120
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66/BD-100
Real 4K: Ja/Nein (?? DI)
High Dynamic Range: HDR10
Maximale Lichtstärke: 828
Maximale durchschnittliche Lichtstärke: 826
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Leonine Distribution)
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Trailer zu Greenland

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So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.

8 thoughts on “Greenland 4K UHD

  1. ondy

    Der film hat gut unterhalten. Es gibt situationen die unter die haut gehen und man am liebsten rum schrein würde weil ein manches so unter die haut geht. Einer der guten filme 2020. Wunderlich das nicht mal eine englische atmos tonsur erstellt wurde. Aber egal deutscher dtsma sound ist alle mal besser als ac3 und eac3 von sony und das maus label.

  2. Hans-Ingo Trompeter

    Ich bin ja eher dauerverliebt in Jennifer Lawrence, aber Frau Baccara ist auch nicht zu verachten….:-). Freue mich auf die UHD in dieser filmarm-trostlosen Zeit!

    • Die Leidenschaft für Jennifer Lawrence teilst du mit meiner eigenen Partnerin 😉

  3. faust

    Was für ein Bildmaster hat denn die UHD Disc? Deutsch oder Englisch?

    • Schwer zu sagen, da ich mich jetzt nicht an eingeblendete Titelschriften erinnern kann.

  4. ondy

    Weis jemand auf welcher uhd die englische atmos tonspur zu finden ist?

  5. Markus

    Gerade drei Wochen vorher habe ich noch 2012 gesehen und nun Greenland. Ersterer ist natürlich ganz klar Popcorn-Action-Kino und Greenland die ernstere Variante. Gerade deswegen fand ich es etwas schade, dass man die wesentlichen Storyelemente von 2012 im Prinzip 1:1 kopiert hat ohne sich etwas eigenes auszudenken:
    -die Welt wird zum größten Teil zerstört werden
    -zerstrittenes/getrenntes Ehepaar mit Kind, das über die Katastrophe wieder zueinander findet als „Liebesgeschichte“
    -Wettlauf gegen die Zeit um die rettende Station zu erreichen (Panzerschiffe vs. Bunker)
    -am Ende gibt es den letzten Flug zur Rettung den man gerade so erwischt – und in beiden Filmen stürzt das Flugzeug kurz vor dem Ziel ab, trotzdem schafft man noch die letzten Meter
    -nach Monaten auf dem Schiff/im Bunker öffnen sich die Tore, man sieht die Sonne und nun kann alles wieder aufgebaut werden

    Natürlich hatte jeder Film seine eigenen Szenen und Elemente, trotzdem hatte ich bei Greenland eben die ganze Zeit das Gefühl eine Kopie der Handlung von 2012 zu sehen. Das nahm dem ganzen nach hinten raus leider deutlich die Spannung.

    Die Bildqualität der UHD fand ich eher mäßig, die Effekte wirkten oft arg draufkopiert und das Color-Grading gegen Ende wirkte mir auch zu billig.
    Insgesamt kein Film, den man wirklich schauen muss.

  6. TylerDurden_BS

    Moin, gestern nur bei Amazon gegönnt.
    Was mich ein wenig aufregte: Das Chaos bricht aus und gerade in den USA fährt man Schwupps die Wupps auf
    den Highway um nach n paar Meilen fest zu stecken. Dann bricht man aus und düst über irgendwelche Landstraßen.
    Warum, wenn denn schon das Auto (ja ist klar die Entfernungen) auf die Highways ?
    Und wären nicht auch alle kleinen Straßen restlos überfüllt ? Tanken ?
    Alles ganz friedlich, der kleine Store kurz ehe sie beim Opa ankommen, so friedlich als ob nix wäre, wo sie vorher
    in der Stadt alles plündern ? Ich wette wenn es denn mal zu einer Katastrophe käme die Realität würde die meisten
    überraschen..

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