Hell Fest

Blu-ray Review

Universum Film, 13.09.2019

OT: Hell Fest

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Thema: Mord

Teenie-Horror mit Halloween-Hintergrund.

Inhalt

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Das wird spaßig – so hoffen Natalie und Gavin

Natalie kommt zu Halloween an ihre alte Wirkungsstätte zurück und besucht ihre Freundin Brooke. Die offenbart der etwas pragmatischen Natalie, dass ihr heimlicher Schwarm Gavin VIP-Karten für das „Hell Fest“ besorgt hat. Eben jenen Themenpark, der sich an Halloween in ein Grusel-Event par Excellence verwandelt. Eine Herschar an Schaustellern bevölkert in Masken die Wege und Pfade durch Wälder und erschreckt die anwesenden Jugendlichen. Auch bestimmte Themenhäuser laden zum Gruseln ein. Grusel wird hoch geschrieben, an diesem Abend. Und Natalie freut sich gemeinsam mit Brooke und noch vier anderen Freunden auf eine schrecklich-schöne Nacht. Dumm nur, dass sich ein Maskierter einfindet, der mehr als nur ein simples „Booh“ drauf hat und dessen Messerattacken alles andere als gespielt sind …

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Der Grusel wird bald zur tödlichen Wahrheit

Hell Fest ist Gregory Plotkins zweiter Langfilm nach Paranormal Activity: Ghost Dimension. Und wer die Halloween-Veranstaltung auf Burg Frankenstein im hessischen Mühltal kennt, der weiß im Grund, was ihn hier erwartet.
Eine mit Schaustellern wahr gewordenes Gruselszenario, das auch vor Anfassen und markerschütternden Schockmomenten nicht zurückschreckt. In Hochglanzoptik verpackt und mit allerlei netten visuellen Ideen versehen strickt Plotkins einen flotten Teenie-Horrorfilm drumherum, der zwar von vorne bis hinten nach bekannten Genre-Konventionen abläuft, dafür aber durchaus ein paar Jumpscares bietet. Der Reiz geht größtenteils von den unterschiedlichen Themenräumen sowie den fantasievollen Masken der Darsteller aus. Das allerdings zeigt nach spätestens einer Dreiviertelstunde spürbare Abnutzungserscheinungen, weil am Ende doch etwas die erzählerische Finesse fehlt, um abseits von Schaueroptik für Unterhaltung zu sorgen. Die Darsteller wirken indes sympathisch genug, um ein wenig mit ihnen mitzufiebern, wobei die emotionale Bindung dann doch nicht groß genug ist, um wirklich schockiert zu sein, wenn dann einer abtreten muss.

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Ab in die Fotobox

Denn natürlich geht’s auch hier nach dem bekannten Muster von gängigen Vorbild-Filmen wie Final Destination oder Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast zu. Immerhin jedoch erstaunlich blutig. Denn anhand von zwar sehr kurzen, aber durchaus drastischen Splatter-/Blutmomenten ist die 16er Freigabe (ungeschnitten) durchaus erstaunlich. Schade allerdings, dass Hell Fest seine Spannungskurve in diesem Punkt bisweilen etwas verschenkt, wie es nach 65 Minuten der Fall ist, wenn zwei Kills direkt aufeinander folgen, ohne für echte Überraschung zu sorgen. Hier hätte man die sechs potenziellen Opfer ein bisschen gleichmäßiger verteilen und jedem von ihnen eine eigene „Story“ verpassen können. Immerhin geht’s im Finale dann schön rasant zu, was über die zahlreichen Logikbrüche und ärgerlichen Kleinigkeiten etwas hinwegsehen lässt. Schade ist auch, dass die eigentliche Boshaftigkeit des Killers im Gegensatz zum teils vorhandenen albernen Teenie-Humor nicht so ganz zum Tragen kommt. Denn in der Figur des maskierten Mörders hätte Hell Fest echtes Potenzial – zumal die finale Szene den Killer rückblickend noch ruchloser und psychopathischer erscheinen lässt.

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Die Axt ist echt

Bild- und Tonqualität

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Der Candyman schaut auch vorbei

Die Blu-ray von Hell Fest kommt mit einem farblich extrem satten Bild, das in den dunklen Spukhaus-Szenen mit Schwarz- und Neonlicht schon mal deutlich überstrahlt – pinkfarbene Lippen inklusive. Aber auch während der besser ausgeleuchteten Szenen zu Beginn ist der Kontrast etwas zu dynamisch und bei Dunkelheit setzt es Farbrauschen sowie in Schein von Licht auch schon mal Banding Artefakte. Die Bildruhe ist im Hellen recht gut, allerdings lässt die Schärfe schon bei Halbtotalen sichtbar nach und sobald’s dunkler wird, nimmt auch das Rauschen etwas zu.
Beim Sound bietet Hell Fest  immer wieder Anlass für reichhaltige Surroundeffekte. Wenn im Themenpark praktisch überall etwas los ist und Fahrgeschäfte oder Monstergrunzen von überall zu hören ist, wird man akustisch schön in die Mitte gesetzt und fühlt sich dabei, wenn die Freunde in der Geisterbahn von Schockeffekten terrorisiert werden. Insgesamt dürfte das zwar noch dynamischer sein, aber Räumlichkeit wird hier ganz groß geschrieben. Demgegenüber sind die deutschen Dialoge etwas dumpf geraten und klingen nicht so harmonisch wie ihre englischen Originale.

Bonusmaterial

Im Bonusmaterial von Hell Fest gibt’s neben dem Trailer ein Making-of, das (typisch für Anbieter Universum) nicht untertitelt ist, in gut 15 Minuten aber durchaus interessante Einblicke in die Produktion gibt. Produzentin Gale Anne Hurd kommt ausgiebig zu Wort und die sechs Haupt-Charaktere werden etwas näher vorgestellt.

Fazit

Hell Fest ist kaum innovativ und auch nicht wirklich überraschend. Aber er ist gut gemacht, optisch ziemlich ansprechend und erstaunlich hart geraten. Kann man als Genrefan durchaus anschauen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 60%
Tonqualität (dt. Fassung): 75%
Tonqualität (Originalversion): 80%
Bonusmaterial: 30%
Film: 60%

Anbieter: Universum Film
Land/Jahr: USA 2018
Regie: Gregory Plotkin
Darsteller: Amy Forsyth, Reign Edwards, Bex Taylor-Klaus
Tonformate: dts HD-Master 5.1: de, en
Bildformat: 1,85:1
Laufzeit: 90
Codec: AVC
FSK: 16

(Copyright der Cover und Szenenbilder liegt bei Anbieter Universum Film)

Trailer zu Hell Fest

Hell Fest (2018 Movie) Official Trailer

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