High Tension 4k UHD [Mediabook]

Blu-ray Review

Plaion Pictures, 24.08.2023

OT: Haute Tension

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Kopflos

Einer der spannendsten Vertreter des französischen Horrorkinos

Inhalt

Marie schaut sich im Haus von Alex‘ Eltern um …

Marie und Alex sind beste Freundinnen und studieren gemeinsam. Um sich in aller Ruhe auf ihre Prüfungen vorzubereiten, ziehen sie sich für ein Wochenende in das abgeschieden liegende Landhaus von Alex‘ Eltern zurück. Als sie nach dem ersten gemeinsamen Abendessen mit Alex‘ Familie ins Bett gehen, kann Marie nicht gleich schlafen. Sie hört ein Klingeln an der Tür, denkt sich aber zunächst nichts dabei. Währenddessen öffnet Alex‘ Vater Daniel die Türe und sieht sich einem sadistischen Serienkiller gegenüber. Er tötet Daniel und kurz darauf auch die Mutter und den kleinen Bruder. Marie, die den Lärm gehört hat, gelingt es, sich zu verstecken, doch sie muss mit ansehen, wie Alex‘ Familie abgeschlachtet wird. Ihre Freundin findet sie kurz darauf gefesselt in ihrem Schlafzimmer. Doch der Killer ist immer noch in der Nähe und wird keine Ruhe geben, bevor nicht alle tot sind …

… das tut der Killer auch

Alexandre Ajas High Tension gehört zweifelsohne zu den maßgeblichen Beiträgen, die man der „Neuen Französischen Härte“ zuordnet. Neben Martyrs, Inside oder Frontier(s) gehört er zu den härteren und bis heute bekannteren Vertretern. Außerdem öffnete er Regisseur Aja die Tür in die weite Welt der Hollywoodfilme, die er kurz darauf mit dem Remake von Cravens The Hills Have Eyes durchschritt. Dass sich Aja hier sehr frei am Roman Intensity von Dean Koontz orientierte, wurde im Nachgang kontrovers diskutiert. Der Autor sah aber von einer Klage ab, da er den Film so kindisch, ekelhaft und intellektuell bankrott fand, dass er nicht mit ihm in Verbindung gebracht werden wollte, was unweigerlich passieren würde, wenn er gegen den Filmemacher vorgehen würde (Quelle). Trotzdem High Tension nie offiziell in den deutschen Kinos lief und lediglich auf dem Fantasy Filmfest gezeigt wurde, mauserte sich Ajas Killer-Thriller zum kleinen Kultfilm innerhalb des Genres. Sicherlich auch bedingt durch die im Dezember 2004 veröffentlichte DVD, die allerdings trotz SPIO-Siegel noch leicht gekürzt war. Die Tatsache, dass man ihn 2005 auch noch auf Liste B der indizierten Filme setzte, dürfte zur Verstärkung des Kultstatus geführt haben. Allerdings kam das deutsche Publikum abseits des Fantasy Filmfests eben auch nie in den Genuss einer offiziellen ungeschnittenen Fassung (Umwege über Österreich nicht eingerechnet). Entsprechend war es für viele sicherlich ein Fest, als bekannt wurde, dass im März dieses Jahres die De-Indizierung den Weg für eine Neuprüfung freimachte. Die FSK gab der Uncut-Fassung nun ihren 18er Segen und Plaion nutzte die Chance, das Ganze mit einer Neuabtastung und einem HDR-Grading auf einer 4K UHD Blu-ray zu veröffentlichen.

Ein kurzer Moment der Intimität …

Bis heute wurde High Tension  vor allem eins vorgeworfen: Sein Plottwist. Wenngleich dieser damals für einige sicherlich überraschend kam und wie ein kleiner Faustschlag in die Magengrube gewirkt haben dürfte, offenbart er im Nachhinein für viele Zuschauer Logiklöcher, die nur wenig größer sein könnten. Allerdings kann man diese durchaus weg analysieren. Dazu aber später mehr. Wer mit diesem „Manko“ leben kann (und das konnten offensichtlich die meisten Horrorfans), dem serviert Aja einen bisweilen ultraharten und vor allem mörderisch spannenden Genrefilm. Die Konzentration auf praktische Masken anstelle der Verwendung von (damals wie heute meist wenig überzeugenden CGI-Bluteffekten) sorgt nicht nur bei bei der Enthauptungsszene auch heute noch für ein schmerzhaftes „durch die Zähne einatmen“. Alleine die Idee der Kopffixierung ist so perfide und boshaft erdacht, dass es einem beim Gedanken daran schon Gänsehaut beschert. Wenn sich Marie gleich mehrfach vor dem Killer versteckt halten muss, hat man im harten Horrorfilm außerdem selten spannendere Szenen durchstehen müssen und die atmosphärische Kameraarbeit trägt ihr Übriges zum Gelingen des Films bei.

… wird jäh unterbrochen

Erzählerisch beginnt Aja den Film geschickt, indem er mehrere Lesarten zulässt, wenn er das Ganze aus der Sicht von Marie schildern lässt. Während dieser ersten Minuten gibt’s außerdem relativ direkte Hinweise auf Plotentwicklungen, die einem dann bei einem zweiten Anschauen sehr deutlich auffallen. Womit wir bei den unterstellten Logiklöchern wären. Es gibt durchaus eine Möglichkeit der Interpretation, die in Kombination mit dem Schlusstwist eine schlüssige Erklärung zulässt.

Logikloch oder doch nicht?
Wenn man davon ausgeht, dass Marie die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, dann ist/wäre absolut verständlich, wenn sie die Dinge eben so schildert, wie sie es imaginiert. Im Prinzip „darf“ High Tension dann alles – und vor allem ein- und dieselbe Person an zwei Orten gleichzeitig wirken lassen.
Letztlich kann man sich darüber natürlich streiten. Nicht jedoch darüber, dass Aja mit High Tension einen der am stärksten diskutierten und beliebtesten Beiträge zur „New French Extremity“ beigesteuert hat. Was im Übrigen nicht nur an der Kameraarbeit, dem kongenialen Score und den praktischen Maskeneffekten liegt, sondern auch an der Leistung von Hauptdarstellerin Cécille de France. Da ihr im Film die Erzählerrolle zuteil wird, ist sie für den Zuschauer Bezugs- und Identifikationsfigur. Und je länger der Film andauert, desto mehr verlangt die Geschichte der Darstellerin ab, ambivalentes Verhalten an den Tag zu legen. Dass sie trotz allem Identifikationsfigur bleibt, ist der Tatsache geschuldet, dass die Schauspielerin uns mit auf diese Tour de Force nimmt und dabei immer überzeugend und emotional herausragend agiert. Im Übrigen ein spannendes Subthema des Films: Weit bevor man selbst dem Genrefilm eine gewisse (und nicht selten an den Haaren herbeigezogene) Wokeness zu unterstellen begann (der jüngste Hellraiser-Ausflug kann davon ein trauriges Lied singen), thematisiert High Tension doch sehr spezifisch und direkt die Queer- und Genderdebatte. Denn:
Spoiler zum Schlusstwist enthalten
Die Pervertierung traditioneller Rollenmuster im Horrorfilm, die hier durch die Tatsache manifestiert wird, dass Marie in Wahrheit der Killer ist, arbeitet sich zuallererst an der Wut gegenüber einer tradiert-heteronormativen Gesellschaft ab, indem als erstes die klassische Familie zum Opfer wird. Die Tatsache, dass der Killer außerdem zum ersten Mal aktiv wird, wenn Marie auf ihrem Zimmer mit lesbischen Fantasien im Kopf masturbiert, ist ein ganz plakatives Statement.
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Bild- und Tonqualität BD

Das Blutvergießen beginnt

Die bisher vorhandenen Blu-rays von High Tension wiesen einen ausgeprägt orangelastigen Ton auf, der fast sämtliche Szenen rötlich erscheinen ließ. Blauer Himmel? Fehlanzeige. Lediglich Szenen, die in bewusst kaltes Licht getaucht wurden, waren nicht so rot gestimmt. Dort tendierte das Ganze dann etwas ins Grünliche. Auffällig war auch die mangelnde Schärfe in vielen Shots sowie das matschige Encoding. Das deutlich sichtbare Korn des Filmmaterials wurde nie auch nur annähernd authentisch eingefangen. Die Blu-ray, die dem Mediabook beiliegt, basiert auf dem neuen Master und zeigt deutliche Differenzen zur alten Scheibe. Das betrifft zunächst schon einmal das sichtbar andere Framing, davon zeugend, dass man tatsächlich eine neue Abtastung vom Material vorgenommen hat. Mitunter ist der Bildausschnitt wirklich gravierend verändert. Oft zeigt er mehr Bildinhalt, manchmal etwas weniger. Als zweites fällt die neue Farbgebung auf, die auffallend neutral(er) gestaltet wurde und den Film dadurch gerade zu Beginn kühler und härter erscheinen lässt. Die schon bei der alten Disk etwas kälteren Szenen sind nun tendenziell bläulicher, nicht mehr so grüntendiert. Dem Film tut das durchweg gut, da vor allem das Blut stärker herausgearbeitet wird und deutlich satter erscheint, wo es zuvor eine leichte Orangetendenz zeigte. Die Kontrastierung ist dynamischer, zeigt teils abgrundtiefes Schwarz, das aber hier und da (wie über die alte Disk auch schon) leicht versumpft. Sicherlich etwas, das von Grund auf so intendiert gewesen ist. Was den Film aber aber über die neue Disk richtig herausragend werden lässt, ist sein Umgang mit der Auflösung und der Körnung. Wo es zuvor matschig und verwaschen war, ist es jetzt bei gut fokussierten Shots richtig knackig scharf. Und die Filmkörnung wird selbst in dunklen Szenen sehr homogen und analog wiedergegeben. Lediglich einige von der Kamera nicht perfekt fokussierte Aufnahmen fallen etwas ab. Doch dafür kann die Blu-ray nichts. Für einen 20 Jahre alten Film, der beileibe nicht mit hohem Budget gedreht wurde, ist das ein beeindruckendes Bild.

Blu-ray (alt) (5’00): (Slider ganz nach rechts): Bisherige Blu-ray Fassungen waren sehr orangebetont.
Blu-ray (neu) (Slider ganz nach links): Dagegen wirkt die neue Blu-ray fast fahl, ist aber schlicht neutral und nur im direkten Vergleich wirkt’s farblos. Denn orangerote Haare hat Marie sicherlich nicht.

Blu-ray (alt) (6’00): (Slider ganz nach rechts): Auch hier ist das alles ganz schön rot.
Blu-ray (neu) (Slider ganz nach links): Deutlich angenehmer und neutraler ist die neue Blu-ray.

Blu-ray (alt) (7’36): (Slider ganz nach rechts): Noch drastischer wird’s bei der Abendrot-Stimmung.
Blu-ray (neu) (Slider ganz nach links): Die neue Bu-ray bietet ein komplett anderes Bild.

Blu-ray (alt) (58’44): (Slider ganz nach rechts): Bei den kühler gestalteten Sequenzen driftet die alte BD ins Grünliche.
Blu-ray (neu) (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist hier sichtbar blauer.

 

Der Killer kommt Marie auf die Spur …

Blu-ray und auch UHD Blu-ray kommen mit DTS-HD-Master-Tonspuren für Deutsch, Englisch und den französischen O-Ton. Letzteren allerdings in 7.1, während Deutsch und Englisch mit sechs Kanälen auskommen müssen. Trotzdem klingt auch die deutsche Fassung sehr gut. Die Dialogverständlichkeit ist jederzeit gegeben und stellt die hochwertige Synchro zentral in den Raum. Wird es durch den mitunter bohrenden und unangenehmen Score räumlicher, werden die Surroundspeaker deutlich mit einbezogen. Gegenüber dem französischen O-Ton kommt die Synchro ein wenig offener und mit breiterer Bühne daher. Bei Muse‘ New Born klingen Stimme und Gitarren, als wäre die Bühne breiter. Dort fällt aber auch auf, dass die Tonhöhe zwischen O-Ton und deutscher Synchro unterschiedlich ist. Nimmt man die Synchro als Maßstab, klingt die französische Spur etwas leiernd tiefer. Nimmt man den O-Ton, klingt die deutsche zu hoch. Da die US-Synchro eher auf dem Tonhöhe-Niveau der französischen Version liegt, vermute ich den Fehler aber eher bei der deutschen Synchro. Ich bin selbst nicht so extrem sensibel bei Tonhöhen-Unterschieden, sodass hier gerne mal jemand mit entsprechend geschultem Ohr reinhören und Hinweis  geben darf. Fakt ist: Die Musik / der Score klingen hörbar unterschiedlich, wenn man O-Ton und deutsche Synchro vergleicht. Dynamik und Druck gehen für einen 20 Jahre alten Film in Ordnung, was man bspw. beim Autocrash nach rund 68 Minuten hören kann.

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Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 24 Aug 2023
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Bild- und Tonqualität UHD

… und verrichtet in aller Seelenruhe sein Geschäft

High Tension wurde damals analog gefilmt. Zum Einsatz kam hauptsächlich eine Arriflex, die auf 35mm Film aufnahm. Zwar war nicht in Erfahrung zu bringen, wie Plaion hier vorging und ob eine Neuabtastung eigens oder in Kooperation vorgenommen wurde, aber es wurde eine Neuabtastung vorgenommen. Wie schon die neue Blu-ray, die im Set enthalten ist, hat auch die UHD Blu-ray ein komplett anderes Framing als die alte Blu-ray. Obendrauf spendierte man HDR10, Dolby Vision und einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum. Gegenüber der neuen Blu-ray hat die 4K-Disk dann die doch sichtbar bessere Auflösung. Gerade Aufnahmen, die im Hellen gefilmt wurden und zahlreiche Details offenbaren, profitieren von deutlicheren Details an Strommasten, -kabeln auf Häuserdächern oder der Struktur von Holzplanken (5’39). Hier kommt der Disk zusätzlich zur höheren Auflösung auch noch das bessere Encoding zupass, was für eine erkennbar bessere Darstellung des analogen Filmkorns sorgt. Von den Farben her profitieren grüne Wiesen durch kräftigere Töne und mehr Abstufungen. Mehr Differenzierung gibt’s außerdem im hellen Himmel. Nimmt man die Blu-ray bei 5’56, so ist es doch etwas schwieriger, die Wolken im rechten Bereich zu erkennen. Die HDR-Scheibe differenziert hier noch besser und arbeitet mehr Wolkenanteile heraus. Das Kunstblut im Gesicht der Darstellerinnen wirkt außerdem etwas satter und der Schwarzwert ist noch knackiger. Spitzlichter stechen zwar nicht exorbitant raus, leuchten aber etwas mehr als über die Blu-ray.

Blu-ray (5’48): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der neuen Blu-ray …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … zeigt sich die UHD Blu-ray sichtbar dynamischer und lebhafter.

Blu-ray (5’48): (Slider ganz nach rechts): Schaut man näher hin …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … bspw. bei den Stromkabeln und -masten, sieht man auch sehr deutlich mehr Auflösung.

Blu-ray (5’59): (Slider ganz nach rechts): Auch die Übersicht über das Haus ist im direkten Vergleich deutlich fader.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray bietet mehr Hell-Dunkel-Dynamik und kräftigere Farben.

Blu-ray (5’59): (Slider ganz nach rechts): Schaut man näher hin, wird auch hier deutlich, dass die BD in ihrer Auflösung beschränkt ist.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray löst die Leitungen und Einzelheiten sichtbar besser auf.

Blu-ray (6’33): (Slider ganz nach rechts): In Einstellungen, die weniger kontrastreich sind …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … fallen die Differenzen etwas geringer aus.

Blu-ray (14’19): (Slider ganz nach rechts): Auch hier zeigt sich, dass die BD insgesamt etwas weniger leuchtkräftig ist.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray wirkt knalliger.

Blu-ray (58’44): (Slider ganz nach rechts): Auch in den kühl-blauen Szenen wirkt die Blu-ray lichtschwächer.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Sichtbar, wie viel dynamischer die HDR-Disk rüberkommt.

Blu-ray (85’16): (Slider ganz nach rechts): Das Blut auf Alex‘ Gesicht kommt über die Blu-ray etwas schwächer.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray bringt hier mehr Tiefe in die Farbe.

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Die UHD Blu-ray liefert die gleichen Tonspuren wie die Blu-ray. Keine Änderung hier.
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Bonusmaterial

Terror

Das Bonusmaterial von High Tension beginnt mit zwei Audiokommentaren, die auf den beiden Filmdisks abgelegt sind. Zunächst jener von Regisseur Alexandre Aja und Drehbuch-Ko-Autor Grègory Levasseur sowie dem zweiten mit Film- und Literaturwissenschaftler Kai Naumann und Laurent Ohmansiek. Die beiden lassen sich nicht nur über den Filminhalt, sondern auch auf die Gründe für die De-Indizierung aus, die auch Ohmansiek zu verdanken ist. Auf der dritten Blu-ray, die dem MB beiliegt, gibt’s dann Bonusmaterial in Hülle und Fülle. Das beginnt zwar zunächst noch mit den altbekannten Interviews dreier Darsteller und dem Making-of, enthält aber mit der Dokumentation „Beyond Blood“ einen anderthalbstündigen Beitrag über die Filme der neuen französischen Härte. Ein paar Szenenkommentare und das Featurette Meister des Blutvergießens schließen sich an.

Fazit

High Tension hat auch heute noch nichts von seiner Faszination und Spannung verloren. Ein Glück, dass man ihn vom Index geholt hat und nun in seiner bisher bestmöglichen Bildqualität präsentieren konnte. Ob nun der deutsche Ton etwas zu hoch gepitcht ist oder der O-Ton zu niedrig (ich vermute Ersteres), wird den dafür sensiblen Menschen auffallen. Eine leichte Abwertung dafür gibt’s aber dann doch. Wenn mir das jemand mit entsprechenden technischen Möglichkeiten bestätigen kann, kann man das an Plaion weiter kommunizieren.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 80%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 70%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 75%

Bonusmaterial: 90%
Film: 80%

Anbieter: Plaion Pictures
Land/Jahr: Frankreich 2003
Regie: Alexandre Aja
Darsteller: Cécile de France, Maïwenn, Philippe Nahon, Franck Khalfoun, Andrei Finti
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 5.1: de, en, fr
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 91
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 987 Nit
FSK: 18 (uncut)

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Plaion Pictures)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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7 Kommentare
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dirk

6 von 10 – Fängt ganz gut an, aber wie sich der Regisseur am Ende aus der Affäre ziehen möchte, lässt alles zuvor Geschehene extremst verblassen. Leider typisch für so einige Streifen dieser Zeit, in denen man den „Mindf*ck“ nutzt, anstatt die Dinge wirklich erzählerisch zu Ende zu bringen. Eine 8 von 10 war da eher „Frontier(s)“ für mich, der zwar auch teils heftig ist, aber dennoch selbstironisch auf einige seiner Figuren blickt und einen echten Unterhaltungs-/Spannungswert hat..ebenso „Inside“. „High Tension“ hingegen hyped sich bei Gewaltfans durch einige Szenen auf, aber bleibt für das etwas anspruchsvollere Horror-Publikum am Ende komplett blass und unbefriedigend.

Aguirre

Timo, machst du auch ein Review zur Sleepy Hollow UHD?

Danke für dieses tolle Review von High Tension!

Stefan

Ein genialer Horror-Film, den ich damals in Deutschland sogar im Kino gesehen habe (!) – da hatte ein Kleinstadt-Kinobesitzer sich wohl nicht an Recht und Gesetz gehalten und keiner hat es seinerzeit mitbekommen oder keinen hats gestört (denn laut Wikipedia durfte der wohl in D. gar nicht im Kino gezeigt werden). Ich weiß noch, dass ich (mit um die 20) damals nach dem Film sowas gedacht hatte wie „man, war der krass“ und „WTF, was ein irres Ende“. Und das Gleiche dachte ich in etwa auch nach der Sichtung der neuen UHD.
Beim Ton ist mir ehrlich gesagt nichts aufgefallen, habe aber auf Rücksicht auf die Nachbarn recht leise geschaut und auch nur die deutsche und die englische Tonspur verwendet.

amano

Vermutlich 25fps Synchro, die korrigiert worden ist. Sprich: die Stimmen passen jetzt, wie sie sollen, dafür ist die Musik und die Effekte um einen Halbton zu hoch.

amano

Die Stimmen der Damen fand ich insgesamt auch nicht piepslig, hab aber nicht die Synchronsprecher im Ohr um das zu 100% sagen zu können.

Stefan

Ich habe das jetzt nur mal auf den 10 Watt Stereo Lautsprechern auf meinem Panasonic TV verglichen. Insgesamt klingt die französische Spur für mich an einigen Stellen tatsächlich einen Tick räumlicher und ja bei dem Song ist die deutsche Spur hörbar höher, wenn man darauf achtet. Ist für mich aber eher kurios, als wirklich störend.
Insgesamt finde ich die französische Tonspur von den dreien schon am besten, leider ist mein Französisch extrem schlecht.