Highlights und Lowlights – der Jahresrückblick 2023

Jahresrückblick 2023

Tops und Flops 2023

Puh, was soll man sagen, zu diesem Jahr 2023. Zu einem Jahr, das ich (im Falle der Filmwelt) mal als Jahr der Mittelmäßigkeit titulieren würde; als Jahr, das über weite Stellen einer Zäsur gleich kam. Während sich 2022 die Lage nach den zwei extrem angespannten Covid-Jahren in den Kinos entspannte und man glücklicherweise sagen darf, dass Kino immer noch lebt, gab’s 2023 einen Dämpfer nach dem anderen. Und das vor allem für etablierte Filmanbieter und Franchises. Jahrelang konnte man bei Marvel machen, was man wollte. Jahrelang rannten die Fans in Strömen in die nächste Vorstellung eines MCU-Titels. Selbst die meisten Titel der Phase IV wurden noch gut besucht. Und dann kam 2023 und stellte alles auf den Kopf. Bereits mit Ant-Man & the Wasp: Quantumania zeichnete sich ein Trend ab, der den Marvel-/Disney-Verantwortlichen kaum gefallen durfte. Bei einem Budget von rund 200 Mio. Dollar spielte der Film weltweit 476 Mio. Dollar ein, was gerade so eben ausgereicht haben dürfte, ein paar Mio. Dollar Gewinn zu schreiben. Dass Guardians of the Galaxy Vol. 3 als Abschied der Heldentruppe und des Regisseurs aus dem MCU erfolgreicher würde, war abzusehen. Doch dann kam The Marvels. Dessen Einspielergebnis beläuft sich bisher auf etwas über 200 Mio. Dollar weltweit. Bei 220 Mio. Dollar Budget und circa 50 % Abgabe an die Kinos, steht ein Verlust von über 100 Mio. Dollar in den Büchern. Nicht der einzige Superheldenflop, wenn man Black Adam, Shazam! Fury of the Gods, Blue Beetle, The Flash und jüngst Aquaman 2 hinzuzählt. Während Dwayne Johnsons schwarzer Adam unter dem Strich gerade mal noch eine Nullsumme abliefern konnte, schrieb der Rest teils desaströse Zahlen. Wenn ein Filmstudio wie Warner für Aquaman: Lost Kingdom nicht mal mehr Pressevorführungen anbietet, weiß man auch, wie viel Vertrauen die Filmstudios mittlerweile in ihre Blockbuster haben. Disney traf es dabei besonders hart, weil nicht einmal mehr die ansonsten hitgarantierten Filme sonderlich gut abschnitten. Der große Weihnachtsfilm Wish schmiert an den Kinokassen derzeit völlig ab, Indiana Jones 5 war ein Debakel und selbst die erfolgsverwöhnten Pixar-Studios wären mit Elemental beinahe zwischen den Elementen aufgerieben worden, wenn man im Kino nicht Stehvermögen bewiesen und ihn dort länger als gewöhnlich gezeigt hätte.

Tops und Flops 2023

Ursachenforschung hat man bereits reichhaltig betrieben. Die Müdigkeit gegenüber dem Superheldenkino mag tatsächlich ein Grund sein. Aber sicherlich auch, dass Marvel das eigene Universum mit kaum mehr zählbaren Serien und Nebenschauplätzen derart zersplittert hat, dass man als „gewöhnlicher“ Filmfan schon lange nicht mehr mitgekommen war, welche Zusammenhänge wo zu suchen sind. Doch das ist nicht der einzige Grund. Das in den ersten drei Phasen so konsequent auf ein Ziel hinarbeitende MCU verlor sich zunehmend in völlig uninspirierten Drehbüchern, uninteressanten Figuren und dem Verlust eines roten Fadens. Mit den Disney-Titeln geht’s ähnlich. Wish wird von vielen Kritikern als einer der schlechtesten Animationstitel aller Zeiten aus dem Maus-Konzern beschrieben und die Innovation in den Realverfilmungen berühmter Zeichentrickklassiker sucht man ebenfalls mit der Lupe. Dass es Gerüchte gibt, Bob Iger wäre wieder zu Disney zurückgekommen, um einen etwaigen Verkauf an (pssst) Apple zu organisieren, hilft sicherlich auch nicht unbedingt. Doch auch andere Anbieter neben Warner und Disney überbieten sich derzeit mit kreativer Einfallslosigkeit. Fast X gehört (abseits aller Übertreibungen der Action) zum Schlechtesten, was die zehnteilige Reihe bisher hervorgebracht hat (und war gerade mal so eben ein Kassenerfolg), Paramount bewies zwar mit Mission: Impossible 7 – Dead Reckoning Teil 1, dass man versteht, wie man Actionfilme produziert, doch bei Produktionskosten von knapp 300 Mio. Dollar fallen die Einspielergebnisse von 570 Mio. Dollar doch zu mickrig aus. Sicherlich darf man hier von einem unglücklichen Starttermin sprechen, da er parallel mit Barbie und nur sieben Tage vor Oppenheimer in die Kinos kam. Womit wir bei den beiden herausragenden Filmen des Jahres wären. Und damit bei zwei Filmen, die eine originäre Story liefern, keine Fortsetzung, kein Sequel, kein Prequel, kein irgendwasquel. Liebe Studios: Merkt ihr was? Der Mut, Neues zu entwickeln, wird belohnt. Natürlich gibt’s da auch mehr Risiko. Aber wenn schon ein MCU-Film zum Risiko wird, kann man auch gleich ganz neuen Stoffen das Vertrauen schenken. Herausgekommen sind zwei Filme, die von Kritik UND Publikum gleichermaßen geliebt wurden. Und das sollte Signal genug sein.

Tops und Flops 2023

Wer die Jahresrückblicke der letzten Jahre gelesen hat, der weiß: Jetzt kommt die Statistik … nein, kommt sie nicht. Noch nicht.
Die Retrospektive bietet auch die Möglichkeit, persönlich zurückzuschauen. Und auch für mich und diesen Blog war es das bisher härteste, schmerzhafteste und schwierigste Jahr. Es begann mit der Urheberrechtsklage ein Szenenfoto betreffend, das aufgrund der Zahlungsforderung beinahe das Ende und Einstellen des Blogs bedeutet hätte. Finanziell war das nur zu stemmen, weil IHR ALLE einen unglaublichen Beitrag dazu geleistet und durch eure Spenden dafür gesorgt habt, dass es weitergehen konnte. Die Entscheidung, hier weiterzumachen, konnte ich dementsprechend auch deshalb treffen, weil ich erneut gemerkt habe, wie wichtig die Arbeit offenbar ist, die hier hineingesteckt wird. Aber: Es war knapper, als man denken würde. Hinzu kamen leider ein paar sehr schwierige persönliche Monate. Es liegt mir fern, in einen Jammer-Kanon einzustimmen, aber 2023 darf mir persönlich aus der Erinnerungsliste geblitzdingst werden. Wer hier häufiger mitliest, der weiß, dass ich den Blog als Alleinbestreiter unterhalte und eigentlich einen regulären 40-Stunden-Job in einem völlig themenfremden Gebiet ausübe. Dieser Job forderte 2023 allerdings im Schnitt eher 50-60 Stunden, als die eigentlichen 40. Nicht, dass ich damit alleine wäre, knabbert aber jede Stunde des regulären Jobs an der Zeit, die in den Blog fließen kann. Meine Freizeit wandert zu 80 Prozent in blu-ray-rezensionen.net und der Aufwand für Rezensionen wird nebenbei immer größer. Gerade 2023 war ein Jahr der 4K-Re-Releases älterer Filme – gleichbedeutend, dass nicht nur ein Vergleich der Blu-ray mit der UHD Blu-ray stattfand (wie bei üblichen aktuellen Filmen), sondern auch ein Abgleich zwischen der neuen und der bisherigen Blu-ray. Ist dann noch eine Atmos-Spur mit an Bord, nimmt sich so ein Review rund 12-14 Stunden Zeit. Ähnliches gilt für Filme neueren Datums mit drei Stunden Laufzeit inkl. Atmos-Tonspur. Im Vergleich zur regulären Rezension einer Full-HD-„only“-Scheibe ohne 4K-Version und ohne Atmos, die in der Regel nach 5-6 Stunden erledigt ist, führt das dazu, dass nicht wenige Titel dieses Jahr hinten rüber fielen, die ich wirklich gerne gemacht hätte. In meiner „To-do“-Schublade tummeln sich derzeit weit über 30 Filme, die ich nur zu gerne rezensiert hätte. Angesprochene private, berufliche und weitere Aspekte führten bereits Mitte des Jahres zu einem gesundheitlichen Warnschuss und kurz vor Weihnachten zu einem kleineren Burn-out, der mich ebenso überraschend wie unmittelbar traf.

Ein Teil der 2023 aus Zeitgründen nicht berücksichtigten Titel

Um es noch mal zu sagen: Mir liegt es ganz und gar nicht, in einen Jammer-Kanon einzustimmen, doch 2023 war ein katastrophales Jahr in jeder Hinsicht. Dass ich hier ein relativ deutliches persönliches Statement hinterlasse, liegt vor allem daran, dass ich nach wie vor unfassbar schätze, wie viel Zuspruch ich von Euch allen erhalte und wie sehr die Arbeit hier am Blog geschätzt wird. Außerdem steht mir manchmal das Pipi in den Augen, wenn ich wirklich angerührt lese, wie respektvoll auch in den Kommentaren untereinander umgegangen wird – und zwar vor allem, wenn man mal nicht einer Meinung ist. Das sind mehr als Gründe genug, weiterzumachen. Auch dann noch, wenn, wie ebenfalls dieses Jahr geschehen, durch die Zusammenlegung zahlreicher Vertriebe in Deutschland kaum mehr Rezensionsmuster verschickt werden und ich so viele Filme wie bisher noch nie selbst käuflich erwerben musste, um sie zu rezensieren. Das ist dann auch der Grund, warum leider viele Rezensionen entgegen bisheriger Gewohnheit erst (teils deutlich) nach dem offiziellen VÖ-Termin erschienen. Das fuchst mich genauso wie Euch, ist aber leider nicht anders zu bewerkstelligen. Wenn dann noch (wie in den letzten beiden Monaten des Jahres geschehen) zahlreiche wichtige Titel gefühlt innerhalb von 2-3 Tagen veröffentlicht werden, ist der Stau so groß, dass zwangsläufig Titel nicht berücksichtigt werden können. Dennoch bemühe ich mich nach Kräften, die Rezensionen rechtzeitig rund um den VÖ-Termin online zu stellen. Wer mich dabei unterstützen möchte, kann dies weiterhin per Spende tun, da die Kosten für den Blog dieses Jahr leider entsprechend höher geworden sind. Ich freue mich über jeden Euro, der mir hilft, die Titel zu erwerben und entsprechende Reviews zu veröffentlichen. Natürlich könnt Ihr auch nach wie vor zum Monatsmodell greifen und ein Patron werden. Zur PayPal-Spende geht’s hier lang.
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Tops und Flops 2023

Und jetzt, wie jedes Jahr, ein bisschen Statistik – auch wenn der Wechsel vom alten Google Analytics auf die neue Version 4 für zahlreiche Blogbetreiber eine verlässliche Statistik in vielen Teilbereichen unmöglich gemacht hat (im Übrigen eine absolute Katastrophe und ein Beispiel dafür, wie man eine hervorragend funktionierende Benutzeroberfläche mit einem Streich nahezu wertlos werden lassen kann).
Insgesamt 2600 Rezensionen (davon 631 UHD-BDs) sind mittlerweile veröffentlicht worden. Ihr findet sie alle in einer alphabetischen Übersicht hier: Filmarchiv A-Z, bzw. die UHD-Blu-ray-Rezensionen hier: Klick. 107 neue Rezensionen (knapp 30 weniger als letztes Jahr) kamen in diesem Jahr hinzu – davon 78 UHD-Blu-ray-Reviews. Von all diesen lieferte Chase – Nichts hält ihn auf mit knapp 12.500 Zeichen den geringsten Umfang. Die längste Rezension bietet mit 31.500 Zeichen einen deutlich höheren Umfang – der besonderen Umstände der 4K-Veröffentlichung von Titanic geschuldet. 2022 war die am häufigsten aufgerufene Rezension noch Der Pate. In diesem Jahr ist es Camerons Avatar – Aufbruch nach Pandora. Dessen unrühmliche 4K-Disk-Veröffentlichung war hier auf dem Blog so interessant, dass sie noch rund 1000 Mal häufiger abgerufen wurde als Der Pate im letzten Jahr. Die am seltensten aufgerufene Rezension war 2023 Liebe und andere Kleinigkeiten – Avatar wurde um den Faktor 4222 öfter angewählt. Die am häufigsten aufgerufene Seite (nicht Rezension) ist nach der Main-Landingpage erneut und wie jedes Jahr seit ihrem Bestehen jene mit der Übersicht über die UHD Blu-ray Reviews, auf der alle bisherigen Rezensionen zu 4K BDs zu finden sind. Sie wurde 1,8 Mal so oft aufgerufen wie die zweithäufigste Seite, „Die besten Filme mit Dolby Atmos„. Letztere hat in diesem Jahr die „Krone“ von der Seite „Referenzfilme Bildqualität„. Übernommen. War’s letztes Jahr ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das „Bildqualität“ mit gerade einmal 26 Aufrufen Vorsprung gewinnen konnte, schlug „Dolby Atmos“ in diesem Jahr mit 15.000! Aufrufen mehr „Bildqualität“ deutlich. Und das, obwohl „Bildqualität“ in der Seitenaufrufzahl fast den gleichen Wert wie 2022 aufwies. Das Interesse an Dolby Atmos und entsprechenden Referenztiteln ist also 2023 maßgeblich gestiegen. Die Besucherzahlen generell hielten sich relativ konstant und es addierten sich weitere 956.000 hinzu. Und das ist nicht nur eine Zahl, sondern das seid IHR. Die Leser dieses Blogs sind nach wie vor das, was die Arbeit an den Rezensionen für mich so wertvoll werden lässt. Als ich 2013 damit begann, hätte ich mir das niemals träumen lassen. Und deshalb noch einmal: Danke!

*(den jeweiligen Covern der Filme unterliegen die Links zur Affiliate-Kooperation mit Anbieter Amazon. Wer auf den Link klickt und im Anschluss dort den Film kauft, unterstützt damit die Arbeit an diesem Blog und ermöglicht weiterhin eine große Auswahl an Filmrezensionen.)


Die Top-5-Filme 2023

  • Platz 5: The Flash
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    Wie „mittelmäßig“ das Heimkinojahr tatsächlich gewesen ist, zeigt der fünfte Platz meiner Top 5. Wir reden über einen Film, der es bei mir mit Ach und Krach auf 80 % geschafft hat. Es gibt also weniger als fünf Filme mit einer Bewertung von mehr als 80 %. Beim ersten Soloabenteuer des blitzschnellen DC-Helden trennten sich die Meinungen ohnehin sehr deutlich. Für mich passte vor allem der emotionale Anteil der Geschichte. Trotzdem ich Ezra Miller in der Hauptrolle nicht für die beste Besetzung halte und man seine privaten Eskapaden ohnehin schon ausblenden muss, gelang es mir sehr gut, den Schmerz seiner Filmrolle nachzuempfinden. Wenn’s jetzt noch bessere CGI-Effekte gegeben hätte, wäre das vielleicht noch besser geworden.
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  • Platz 4: Sisu
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    Eine der großen Überraschungen des letzten Kinojahres. Warum nicht einfach mal eine vollkommen respektlose, anarchische Anti-Superhelden-Kriegsfilm-Horror-Action-Komödie machen, in welcher der Hauptdarsteller auch noch die übelsten Verletzungen überlebt und sich zünftig rächen kann. Sisu macht einfach durchweg Spaß, hat einen mehr als spielfreudigen Hauptdarsteller und richtig, richtig fiese Bösewichte. Ein Film, der wie eine Reinigung wirkt und einen kathartischen Effekt hat.
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  • Platz 3: Spider-Man: Across the Spider-Verse
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    Im letzten Jahr stand an genau dieser Stelle der letzte Ausflug von Tom Holland als Spider-Man. Dieses Jahr ist erneut ein Spinnen-Heldenfilm auf dem dritten Platz. Der zweite Animations-Kinofilm aus dem Spider-Man-Universum schaffte es, mich völlig in seinen Bann zu ziehen. Der Ausflug von Miles und Spider-Gwen ins Multiversum hat all das, was die Marvel-/DC-Titel des letzten Jahres nicht hatten: spannende Actionszenen, liebenswerte Figuren und emotionale Falltiefe. Ach ja: Und einen ziemlich fiesen Cliffhanger.
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  • Platz 2: Mission: Impossible 7 – Dead Reckoning
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    Ja, M:I 7 ist nicht perfekt: Bei den Gegenspielern mitunter unübersichtlich und die ganz große superkrasse Mega-Actionszene fehlt auch. Aber M:I 7 ist als siebter Teil eines (fast) durchweg großartigen Franchises immer noch besser als die letzten vier Fast-&-Furious-Filme zusammengenommen. Dass Cruise sich regelmäßig in die waghalsigsten Manöver stürzt, darf man unabhängig davon, wie man zu seiner Person steht, auch anerkennen. Und die zugrundeliegende Story ist immerhin brandaktuell und furchteinflößend.
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  • Platz 1: Oppenheimer
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    Die Wahl von Platz eins fiel leicht. Kein anderer Film staubte bei mir im letzten die vollen 100 Prozent ab. Kein anderer hat mich von der ersten bis zur letzten Minute so sehr gefesselt. Gerade, weil Nolan sich für eine zeitlich verschachtelte Inszenierung entschloss, holte er mich konstant ab. Die drei Stunden waren mir persönlich keine Minute zu lang. Dass es anderen anders ging, zeigt aber auch, wie sehr Kino immer noch polarisieren kann – selbst dann, wenn Inszenierung, Kameraarbeit, Schauspiel und technisches Department Bestjobs abliefern. Im Heimkino feuert Nolan mit seinem aggressiven Sounddesign zudem aus allen Rohren. Oppenheimer definiert Dynamik nahezu neu.
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Die Flop-5-Filme 2023

  • Platz 5: Black Adam
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    Ich gebe es unumwunden zu: Ich mag Dwayne Johnson (immer noch). Vielen geht er mittlerweile ebenso auf die Nerven wie Ryan Reynolds, den ich auch (immer noch) mag. Und so starten die Filme des Herrn Rock stets mit gewissen Vorschusslorbeeren. Wenn dann ein absolutes Herzenswerk von Johnson in die Kinos kommt, sollte man meinen, er wäre mit entsprechendem Herzblut bei der Sache gewesen. Und wird enttäuscht. Ob Dwayne jemals schon derart miesepetrig, teilnahmslos und ausdruckslos gespielt hat? Ich fürchte nicht. Und so ist der Grund, warum es diesen Film überhaupt gibt, auch gleichzeitig sein größtes Problem: Dwayne Johnson und sein Ego. Was hätte man hier machen können, wenn man das Ding mit dem Super-Anti-Helden mal konsequenter zu Ende gedacht und nicht so vollkommen vorhersehbar inszeniert hätte. Dafür gibt’s nur fünfeinhalb von zehn Adamsäpfeln.
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  • Platz 4: Chase
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    Seit Liam Neeson in 96 Hours das neue Jahrtausend zur kalten Rache geführt hatte, wollen sie gefühlt alle mal so richtig Vergeltung üben. Nun also auch Gerard Butler, der in Chase über die mangelnde Initiative der Polizei (Drehbuch-Gähn) nach der Entführung seiner Frau (Drehbuch-Doppel-Gähn) das Gesetz in die eigene Hand nimmt. Das ist weder originell (siehe die beiden Klammern), noch überzeugend emotional gespielt (wer hält Butler für einen großartigen Schauspieler?) und am Ende sogar erstaunlich actionarm. Dafür sind maximal fünf von zehn geklauten Bieren an der Tanke drin.
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  • Platz 3: Mindcage
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    Ach, John Malkovich. Was ist nur aus dir geworden. Du süffisant manipulierender Vicomte de Valmont aus Gefährliche Liebschaften, du sensibler Lennie Small aus Von Mäusen und Menschen, du manischer Psychopath aus In the Line of Fire? Wie weit musste es kommen, dass du Rollen annimmst, die sich nicht einmal bemühen, individuell zu sein? Ist dir beim Lesen des Drehbuchs zu Mindcage wirklich nicht in den Sinn gekommen, dass man Hannibal Lecter (und Anthony Hopkins‘ Performance) weder kopieren sollte, noch übertreffen kann?
    Es sind Filme wie Mindcage, bei denen man sich fragt, warum man sie nicht einfach als das verkauft, was sie sind: Ein Remake eines viel berühmteren, viel erfolgreicheren und vor allem viel besseren Originals. Jonathan Demme würde sich angesichts dieser zusammengeklauten Grütze im Grabe herumdrehen. Mehr als vier von zehn Lebern mit Favabohnen und Chianti ist das nicht wert.
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  • Platz 2: Hot Seat
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    Die gute Nachricht vorweg: Mel Gibson ist in Hot Seat wesentlich besser zu ertragen als zuletzt in den meisten seiner Filme. Die schlechte Nachricht: Das war’s mit den guten Nachrichten zu diesem Film. Kevin Dillon bewies zuvor bereits in A Day to Die (letztes Jahr auf Platz zwei unter den Flops), dass er mit schauspielern nur so viel zu tun hat, als dass er das Niveau seines Brudes Matt niemals erreichen wird. Da er meist in Actionfilmen oder Thrillern auftritt, man aber gemerkt hat, dass sein Körper vor der Kamera ungefähr so dynamisch-sportlich zu inszenieren ist wie ein Elefant auf einem Hochseil, hat man ihn in Hot Seat einfach dazu verdonnert, das zu tun, was Tag für Tag Millionen Arbeitnehmer tun: still auf einem Stuhl sitzen. Der einzige Unterschied: Über die Bürohelden macht man keine Filme. Und das wäre auch bei diesem vorhersehbaren, völlig unspannenden Thriller besser gewesen, bei dem man sich nach 20 Minuten wünscht, dass die Bombe doch besser explodieren sollten. Für diesen Stinker gibt’s nicht mehr als vier von zehn Sesselfurzern.
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  • Platz 1: Rebel Moon Teil 1: Kind des Feuers
    Netflix, 22.12.2023

    Ich hatte im Vorfeld gar nicht allzu viel mitbekommen, von dem, was Zack Snyder hier kurz vor Weihnachten für Netflix fabriziert hatte. Als ich den ersten Trailer zu Rebel Moon dann sah und etwas von „erwachsenes Star Wars“ läuten hörte, war ich prinzipiell angefixt. Ich mag Snyder. Nicht alle seine Filme (ich gehöre zum Beispiel zu denen, die Watchmen für tonal sehr unausgewogen und teils reaktionär-gewalttätig halten), aber doch einige. Und ich glaube, dass er ein guter Kerl ist, dem zudem das Schicksal schon übel mitgespielt hat. Doch Mitleid (oder besser Mitempfinden) ist kein guter Berater bei Filmrezensionen. Und weil Rebel Moon in seiner Zweistunden-Fassung einfach der uninspirierteste und schamlos zusammengeklauteste Murks ist, dessen Actionszenen durch Superzeitlupen das Wort „Action“ ad absurdum führen und der sich nicht mal die vier Sesselfurze von Hot Seat um seine Figuren schert, reicht es einfach nicht für mehr als fünf von zehn Sternenzerstörern … ähm …  King’s Gazes.
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Top 5 Beste Bildqualität 2023

  • Platz 5: Naked Lunch (UHD-BD)
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    Turbine Medien landete auch im letzten Jahr auf dem fünften Platz der besten Bildqualität, nachdem sie Jacksons Frighteners aufwendig und ohne den gefürchteten Einsatz von DNR auf den Weg gebracht hatten. Dieses Jahr eröffnet die Top-5 ebenfalls mit einem Release des Münsteraner Labels. Für Naked Lunch scannte man das 35-mm-Filmmaterial im Auftrag von Turbine und gradete mit HDR10 und Dolby Vision. Herausgekommen ist ein von Kameramann Suschitzky und Regisseur Cronenberg abgenommener Transer, der durch die Bank filmisch, kontrastreich und farbkräftig erscheint. Das Korn wird gleichmäßig und filmisch wiedergegeben und eine Filterung wurde hier nicht vorgenommen – erneut eine herausragend gute Arbeit von Turbine.
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  • Platz 4: Shazam: Fury of the Gods  (UHD-BD)
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    Filmisch darf man über den zweiten Teil des Kind-im-Mann-Superhelden sicherlich diskutieren. Visuell liefert die UHD Blu-ray eine grandiose Vorstellung ab. Hier und da vielleicht einen Tick zu dunkel geraten, blendet sie dafür mit tollen Spitzlichtern, präsentiert wunderbar kräftige Farben und bietet einen sehr hohen Detailgrad des nativen 4K-Transfers. Die Rauscharmut des digitalen Materials ist ebenso klasse und ansonsten gibt’s hier nicht viel zu meckern.
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  • Platz 3: Fast & Furious 10 (UHD-BD)
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    Was für Shazam! Fury of the Gods gilt, gilt auch für Fast X: Der Film mag inhaltlich eine Gurke sein, überzeugt aber visuell. Natürlich im gewohnt gelb-braun-warmen Look bietet die UHD Blu-ray eine hohe Detailtreue, absolut bestechende Kontraste (gerade in den Schneeszenen zum Ende hin) und eine Schärfe, die offenbart, dass Vin Diesel nun auch nicht mehr der Jüngste ist. Das Encoding ist zudem hervorragend gelungen. 
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  • Platz 2: Fear and Loathing in Las Vegas (UHD-BD)
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    Turbine #2. Auch beim Terry-Gilliam-Klassiker Fear and Loathing in Las Vegas mit Johnny Depp lieferte man bestechende Arbeit ab. Erneut basierend auf einem in Kooperation mit Arrow Video in Auftrag gegebenen 4K-Scan rekonstruierte man den filmischen Look so gut es möglich war. Das finale Ergebnis hat Gilliam dann höchstpersönlich abgesegnet. Und was ist das für ein toller, farbenprächtiger und strahlender Transfer geworden? Selten sah Filmmaterial so kräftig, kontrastreich und dynamisch aus. Pflichtkauf für Fans des Films und Fans von referenzhaftem Analogmaterial auf 4K-Blu-ray.
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  • Platz 1: Barbie (UHD-BD)
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    Trotz wirklich toller Analog-4K-Restaurierungen im Jahr 2023 (Titanic mal ausgenommen) gebührt die Krone einem digital gedrehten Film. Das aber auch nur, weil man hier einfach keinerlei Fehler findet. Die UHD Blu-ray von Barbie tut genau das, was sie bei diesem kunterbunten Film tun soll: perfekt flankieren. Basierend auf Material von einer der höchstwertigen Digitalkameras (ARRI Alexa 65) brilliert die UHD Blu-ray mit einem polierten Look und unfassbar quietschbunten Farben, dass man sich gar nicht sattsehen mag. Ja, das Bild ist künstlich und arg digital. Aber alles andere wäre bei den Szenen aus dem plastikhaft-glänzenden Barbieland auch nicht logisch gewesen. Definitives Referenzmaterial. Einziger Wehrmutstropfen: Dolby Vision fehlt.
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Top 5 Beste Tonqualität 2023

  • Platz 5: Evil Dead Rise
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    Ähm, was? Wie jetzt? Ein Film mit einer Dolby-Digital-Spur in der Top-5 der besten Tonqualität des Jahres auf physischen Datenträgern? Was hat der Herr Wolters denn da geschnupft? Ich kann nur sagen: Gutes Zeux.
    Spaß beiseite: Stellvertretend für die Tatsache, dass die Tonkodierung / Datenkompression KEINEN zwangsläufigen Einfluss auf die Tondynamik hat, bzw. aus der anderen Richtung: Gegen die Annahme, eine Dolby-Digital-Tonspur „könne nur dynamikreduziert sein“, steht hier der jüngste Titel aus dem Evil-Dead-Franchise. Dessen DD-Tonspur klingt unglaublich präsent, druckvoll und bassstark. Bis auf Nuancen ist sie vergleichbar mit der englischen Fassung. Und die liegt in verlustfrei komprimiertem Atmos vor.
    Merke: Entscheidend ist, wie abgemischt wird, nicht der Codec an sich. Disney-Titel leiden unter Restriktionen beim Abmischen, nicht unter der Dolby-Digital-Plus-Kodierung.
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  • Platz 4: Im Westen nichts Neues
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    Jaja, die deutschen Dialoge sind genuschelt und oft kaum verständlich. Das müsste eigentlich Abzug in der B-Note geben. Da es aber kein Problem der technischen Umsetzung ist, sondern schlicht eins der Darsteller (was nicht besser wird, wenn man den Center im Pegel anhebt oder eingangs mehr Volumen auf die Stimmen gepackt hätte), bleibt dem Remake von Im Westen nichts Neues der vierte Platz. Und das vornehmlich, weil man im deutschsprachigen Produktionssektor nach Veröffentlichungen mit der Lupe suchen muss, die dermaßen dynamisch und gleichzeitig fein in den leiseren Geräuschen sind. Wenn das Kriegsgeschehen rund um die jungen Rekruten hereinbricht, fühlt man sich akustisch wirklich mittendrin.
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  • Platz 3: Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben
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    Analog zu Evil Dead Rise oben hat bereits die Dolby-Digital-Spur von Dungeons & Dragons, die auf der Blu-ray werkelt, einen ganz fantastisch klingenden Charakter. Da Paramount die UHD Blu-ray aber mit Dolby Atmos ins Rennen schickt, geht’s dort noch mal rabiater und dynamischer zu Werke. Und sie deklassiert gar die englische Atmos-Spur, die dagegen richtig abstinkt. Beim deutschen Atmos-Sound gibt’s dagegen Bassgewalt nebst Feinzeichnung, toll klingende Dialoge, permanent bespielte Surroundkanäle und teils großartige 3D-Sounds. Zurecht auf Platz drei der Jahrescharts.
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  • Platz 2: Transformers: Aufstieg der Bestien
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    Was für D&D gilt (siehe oben), gilt auch für Transfomers: Aufstieg der Bestien: Die deutsche Dolby-Digital-Spur der Blu-ray ist bereits satter und dynamischer als die englische Atmos-Version. Und sie ist im Bereich der Dolby-Digital-Spuren wirklich Referenz. Jetzt hat die UHD Blu-ray aber auch noch eine Dolby-Atmos-Version, die im Hochtonbereich noch etwas feiner klingt, ansonsten aber ebenso viel Druck und Dynamik erzeugt. Ergänzt um teils tolle 3D-Sounds wäre dieser Transformers eigentlich Spitzenreiter beim Ton geworden, wenn …
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  • Platz 1: Oppenheimer
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    … da nicht Nolans Oppenheimer gewesen wäre. Zwar haben Nolan-Filme prinzipiell keine Atmos-Spur, doch was die Sounddesigner hier auf die reguläre Ebene gepackt haben, ist eigentlich nicht mehr zu übertreffen. Für einige könnte es gar ein bisschen zu viel der Dynamik sein. Doch wer über eine potente Anlage verfügt, bekommt Tiefbass aus der Hölle und dynamische Soundeffekte sowie Musik, die das Potenzial der Speaker vollkommen ausschöpft.
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Die Überraschungen 2023

  • Platz 5: Nicolas Cage in Renfield
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    2021 „gewann“ Nicolas Cage mit Pig die Kategorie der Überraschungen. 2022 stand er auf Platz 5 mit seinem selbstironischen Auftritt in Massive Talent. Und 2023 steht er dort nun wieder. Für seinen lustvollen und extrovertierten Auftritt als Dracula in Renfield. Eigentlich ist es ja jetzt keine Überraschung mehr, dass der jahrelang in miesen B-Movies abgetauchte Akteur wieder in hochwertigen Filmen oder einfach coolen Rollen auftritt. Die eigentliche Überraschung war es wohl eher für Cage selbst, der wusste, dass er die Rolle eines unbedingt spielen würde. Dass es jetzt, mit knapp 60 Jahren, endlich dazu kam, belohnt Cage mit einer wirklich extravaganten Performance – und tritt damit den Beweis an, dass er nach wie vor ein ganz Großer ist.
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  • Platz 4: Limbo
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    Im letzten Jahr stand an dieser Stelle Painted Bird. Ein über die Maßen bedrückender und deprimierender Film über einen Jungen, der als Flüchtling von einer Gewaltsituation in die nächste schliddert und dabei seine eigene Menschlichkeit verliert. In diesem Jahr steht ein über die Maßen bedrückender und deprimierender Film auf dem vierten Platz der Überraschungen. Der allerdings heißt Limbo und begleitet einen vom Schicksal gebeutelten Polizisten, der selbst gewalttätig wird, als er die Verantwortliche für das Wachkoma seiner Frau ausfindig macht. Der in kontraststarken Schwarzweiß-Bildern gedrehte Film schlägt oftmals mit der Faust direkt in den Magen und entlässt mit einem famosen Ende, das noch lange nachhallt.
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  • Platz 3: Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben
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    Weder habe ich seinerzeit das Brett-Rollenspiel noch die späteren Computer-Adaptionen gespielt. Und dennoch gehörte die Verfilmung von Dungeons & Dragons 2023 zu meinen Überraschungs-Highlights. Ich gebe zu, dass es auch an meiner Sympathie für John Francis Daley liegt, der den Film als Fan inszeniert hat und den ich seit Bones einfach ganz tief ins Herz geschlossen habe. Er liefert hier eine liebevolle Hommage an den D&D-Kosmos ab, verneigt sich vor den Figuren und lässt bei aller Fantasy das Ganze nie übertrieben drüber erscheinen. Zum ersten Mal war mir sogar Michelle Rodriguez sympathisch und Chris Pine gehört zu den unterschätztesten Akteuren der letzten Jahre. Durch und durch ein großer Spaß.
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  • Platz 2: Sonne und Beton
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    Filme können aber nicht nur überraschend sein, wenn man vorher kaum etwas drüber gehört hat und mit dem Universum bisher nichts anfangen konnte (wie im obigen Dungeons & Dragons der Fall). Sie können auch dann überraschend sein, wenn man aufgrund gewisser Details mit Vorbehalten rangeht und dann eines Besseren belehrt wird. Ich gehöre sicherlich nicht zu den größten Fans von Felix Lobrecht, was zur Folge hat, dass ich bis zum Start von Sonne und Beton nicht wusste, dass er 2017 die Buchvorlage dazu abgeliefert hatte. Was sich dann aber in zwei Stunden Film vor dem Betrachter auftut, ist das Authentischste und Beeindruckendste, das das deutsche Kino in Sachen Jugenddrama seit Bucks Knallhart zustande gebracht hat – auch wenn man gelegentlich gar nicht glauben kann, dass Menschen so viel Schei*e am Stück passieren kann.
    Hier geht’s zum kompletten Review

 

  • Platz 1: Englischer Atmos-Sound Paramount

    Keine Überraschung ist, dass Disney-Titel seit Jahren dynamikkomprimiert sind – und zwar im Deutschen UND Englischen. Keine Überraschung ist, dass diese Dynamikkompression nicht selten auch schon Leonine-Titel getroffen hat. Eine Überraschung ist aber, dass im Jahr 2023 gleich zwei hier rezensierte Filme von Paramount großartige deutsche Tonspuren lieferten, während das englische Pendant in seiner Dynamik dagegen wie ein laues Lüftchen wirkte. Sogar die beiden Dolby-Digital-Spuren der jeweiligen Blu-ray von D&D sowie von Transformers: Aufstieg der Bestien schlugen die englische Atmos-Ausgabe – ganz zu schweigen von der deutschen Atmos-Spur der UHD Blu-ray, welche die englische Fassung geradezu pulverisierte. Was mir mangels Importdisk nicht bekannt ist: Leidet die US-Disk unter dem gleich schlechten Ton im Original? Oder ist es ein Phänomen der deutschen Disk? Wie dem auch sei: Es ist eine Überraschung – und keine sonderlich schöne für O-Ton-Fans.

Die Ärgernisse 2023

  • Platz 5: Titanic [Bildqualität UHD-BD]
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    Als einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten hat James Camerons Titanic auf ewig einen Platz in der Filmhistorie verdient. Was er auch verdient gehabt hätte, wäre eine möglichst perfekte und zum Original-Filmmaterial treue 4K-Umsetzung. Doch Cameron hatte schon einige Monate zuvor für Ärger bei Fans gesorgt (mehr dazu auf einem der vorderen Plätze) und einige seiner Aussagen ließen doch zumindest Zweifel daran aufkommen, ob Fans von natürlicher Wiedergabe analogen Filmmaterials ihre Freude an der UHD Blu-ray haben würden. Herausgekommen ist am Ende eine „mixed bag“, wie der Engländer sagen würde. Aufgrund einer starken Prozessierung (DNR, AI, Nachschärfung, Hinzufügen künstlicher Digitalkörnung) sieht das Bild zwar stellenweise subjektiv sehr knackig aus, zeigt aber immer wieder hässliche Artefakte und deutliche Spuren einer Überschärfung sowie der vorherigen Rauschminderung. Eine wirklich filmisch-analoge Umsetzung ist das nicht geworden.
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  • Platz 4: Atmos bei Black Adam, The Flash, Rebel Moon
    Dolby Atmos bei diversen Titeln

    Ich möchte nicht unken, aber Titel wie die oben genannten sind der Grund dafür, dass ein Tonformat in Verruf zu kommen beginnt. Zur Klärung: Dolby Atmos bietet erst einmal „nur“ die Möglichkeit einer objektbasierten Soundabmischung mit zusätzlichen Höhenkanälen für „Überkopf-Effekte“. Dolby Atmos ist NICHT schuld daran, wenn für ein gutes Sounddesign kein Geld da ist oder ein völlig unmotivierter Mensch am digitalen Mischpult sitzt. Ich werde an dieser Stelle explizit und auf keinen Fall! in den Kanon einstimmen, dass Dolby Atmos „Geldmacherei“ oder „Betrug“ ist, was in sozialen Netzwerken leider immer wieder zu lesen ist. Allerdings darf man jenen, die für die Mixe von Black Adam, The Flash und Rebel Moon zuständig waren, mal gehörig vors virtuelle Schienbein treten. Denn einen Dolby-Atmos-Mix kann man sich auch schenken, wenn man schlichtweg NICHTS auf die Höhenspeaker legt, obwohl es aus visueller Sicht zahlreiche Möglichkeiten dafür gegeben hätte. Ein „Dolby Atmos“ auf dem Cover suggeriert gerade bei Action-/Fantasyfilmen, dass „obenrum“ eben auch Signale kommen. Und wenn genau das nicht passiert, darf man sich auf seiten der Anbieter nicht wundern, wenn der Unmut immer größer wird.

 

  • Platz 3: Atmos bei Streaminganbietern
    Dolby Atmos bei Streaming-Anbietern

    Tja, und noch mal das Thema Dolby Atmos. Dass wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin ein großer Fan von nativen Dolby-Atmos-Tonspuren, wenn man sie entsprechend sinnvoll einsetzt. In den beschriebenen Fällen oben unter Platz 4 war das nicht so. Im Falle der Atmos-Titel von Streaminganbietern geht es allerdings auch nicht um Atmos selbst, sondern um die technische Umsetzung/Kodierung/Komprimierung der Streamingdienste. Gleich bei mehreren Titeln (Im Westen nichts Neues, Avatar: Way of Water, Rebel Moon) war 2023 deutlich hörbar, dass die Höhenkanäle qualitativ mies klangen, wenn dort Geräusche zu hören waren. Es klingt wie ein stark komprimiertes Säuseln; wie „schwimmende“ Sounds, die einem da von oben präsentiert werden. Dass es nicht die jeweiligen Signale der Tonspur selbst sind, wurde klar, nachdem die physischen Disks von Im Westen nichts Neues und Avatar 2 auf den Heights hervorragend geklungen hatten. Da dies bei mir über sämtliche Apps unterschiedlicher Geräte (LG TV, APPLE 4K TV, Nvidia Shield) der Fall ist, schließe ich ein Problem innerhalb meiner Kette aus. Deshalb, liebe Streaminganbieter: Was ist da los?

 

  • Platz 2: De-Aging Indiana Jones
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    Der eine reagiert sensibel auf Rauschminderung, der andere auf Überschärfungen, ein dritter auf falsche Tonhöhen bei deutschen Synchros. Ich reagiere extrem sensibel auf Künstlichkeit. Und digital verjüngte Menschen in Filmen sahen in all ihren bisherigen Versuchen sche… ähm … furchtbar aus. Das galt für Jeff Bridges in Thron: Legacy, Patrick Stewart in X-Men: The Last Stand, für Robert De Niro und Al Pacino in The Irishman, für Will Smith in Gemini Man und jetzt auch für Harrison Ford im fünften Indiana Jones. Dessen jüngeres Ich, das während der ersten 15 Minuten aktiv wird, sieht auch im Jahr 13 nach Thron: Legacy überhaupt nicht realistisch aus. Die Mundbewegungen, Mimik im Gesicht und um die Augen (ganz besonders bei starken Emotionsmomenten) wirken immer wieder derart artifiziell, dass man meint, einem Computerspiel beizuwohnen, das jemand anderes steuert. Manche mögen das beeindruckend finden, ich find’s furchtbar und gruselig. Und es macht mit mir das, was die Filmemacher sicher als Letztes wollen: Es verhindert mein Eintauchen in den Film. Es reißt mich raus. Und es ärgert mich. Hört auf damit! Sofort!
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  • Platz 1: Avatar [Bildqualität UHD-BD]
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    Bevor James Cameron Hand an Titanic legen ließ, kümmerte er sich um die 4K-Fassung von Avatar. Im Zuge der Veröffentlichung des zweiten Teils lag es ihm offenbar daran, den ersten Teil optisch soweit wie möglich an den Zweiten anzugleichen. Also ließ er eine AI über das lediglich in 1920 x 1080p aufgenommene Material laufen, rechnete es hoch und segnete ein Gruselkabinett sondergleichen ab. Verunstaltet durch Nachschärfungsartefakte, teils extremem Wachslook von Gesichtern der Schauspieler bis hin zu völlig artifiziellem Aussehen der Bekleidung ist hier so ziemlich alles falsch gegangen, was falsch gehen kann. Während die CGI-Elemente gerade noch akzeptabel sind, sieht alles, was mit Realschauspielern zu tun hat, mitunter unerträglich künstlich aus. Eine echte AI-Katastrophe, die Allerschlimmste für die kommenden 4K-Fassungen von Aliens, Abyss und True Lies befürchten lässt.
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  • Außer Konkurrenz: Clickbait
    Ärgernis: Clickbait

    Vorab: Die folgenden Zeilen spiegeln meine persönliche Meinung wider. Sie sind eher als persönlicher Kommentar zu lesen. Und natürlich könnte man mir (in Teilen des Kommentars) unvorsichtiges Steinewerfen im Glashaus vorwerfen. Aber ich denke, wer hier kritisch-distanziert liest, der versteht meine persönliche Emotionalität.

    Ja, wir leben in harten Zeiten. Ja, jeder möchte gerne ein Stück vom Kuchen. Und ja, Printmedien sind nahezu ausgestorben. Doch der Trend zum Clickbaiting ist mittlerweile kein Trend mehr, sondern Usus. Und das gilt im extrem ärgerlichen, weil – sorry – billig umgesetzten Bereich der Filmberichterstattung ganz besonders. Da ich mich für den Blog natürlich viel im Umfeld von Filmberichterstattungen herumtreibe, um Recherche zu betreiben, Informationen zu sammeln etc., nutze ich zahlreiche freie Minuten auch, um die News-Timeline meines Smartphones zu durchforsten. Und natürlich füttert mich der Algorithmus dort mit Meldungen, die zu dem passen, was ich innerhalb meines Heim-Netzwerks ohnehin häufig (be)suche. Und dann fängt der Ärger an. Ich möchte explizit keine Namen nennen, aber einige deutsche Webpages aus der Sparte Film und Gaming gehören zu den nervigsten Anwendern des billigsten und ärgerlichsten Clickbaits überhaupt. Es wird mit möglichst „sensationellen“ Überschriften angeteasert, aus denen nicht ersichtlich ist, um welchen Film/Titel es geht und mit einem möglichst unbekannten Szenenbild unterlegt, über das nur solche Fans den Film erkennen, die ihn 137 Mal gesehen haben. Der Grund ist klar: Man soll auf den Link klicken und nicht sofort anhand des Bildes und des dazugehörenden Textes erkennen, um welchen Film es geht. Damit man über die eigentliche Seite dann entsprechend mit integrierter Werbung und Affiliates konfrontiert werden kann. Nichts gegen den Wunsch, mit der Arbeit und Mühe, die man in den Blog / die Webpage steckt, Geld zu verdienen. Nichts gegen Affiliate-Marketing oder geschaltete Werbung. Jeder muss und darf seinen Kühlschrank mit Lebensmitteln füllen. Und ich nutze diese Möglichkeiten ebenfalls. Besucher aber auf die Seiten zu locken, indem man möglichst sensationelle Überschriften postet, die wenig bis kaum Wertgehalt haben (und nicht selten im Text auch nicht aufgelöst werden), dazu bewusst ein Bild zu verwenden, aus dem nahezu niemand den Film erraten könnte, um dann einen praktisch informationsfreien und inhaltsleeren Text unters Volk zu schmeißen, der einzig als Ziel hat, Besucher zu generieren, ist unterstes Niveau auf dem Level einer deutschen Boulevard-Zeitung. Und das betrifft, wie oben beschrieben, mittlerweile auch Gaming-Portale, die im Filmbereich wildern. Und es passiert täglich mehrfach – beispielsweise nur, um einen Film anzukündigen, der irgendwo im TV läuft. Beispiele gefällig?

    „Heute läuft einer der besten Superhelden-Filme im TV: Er ist überraschend hart und unfassbar traurig“. Darüber ein Bild von Stephen Merchant als Albino Caliban. Eine Rolle, die sicherlich nur wenige auf dem Schirm haben und/oder mit dem Film verbinden. Öffnet man den Artikel, findet sich das Bild nicht mehr, sondern das entsprechend eindeutige Foto von Hugh Jackman als Logan.

    „Heute im TV: Unfassbar unterhaltsamer Abenteuer-Film von Steven Spielberg, den er bis heute bereut“. Darüber ein Bild, das auch aus jedem x-beliebigen Action-/SciFi-/Katastrophenfilm stammen könnte und das nicht mehr zu sehen ist, wenn man den Artikel öffnet. Dort ist dann eins abgebildet, das sehr eindeutig mit Dinosauriern zu tun hat (es geht übrigens um Vergessene Welt). Da wird also mit „unfassbar“ und „bis heute bereut“ geködert, um einen kurzen Text über Jurassic Park 2 zu bekommen, an dessen Ende man kaum schlauer ist als zuvor.

    „Nachdem er im Kino völlig unterging: Einen der besten Blockbuster 2023 jetzt im Streaming-Abo nachholen“. Darüber ein Foto, das kleinere Explosionen im Hintergrund und eine schwarze Schattengestalt im Vordergrund zeigt (ja, wenn man den Film zigmal gesehen hat, könnte man erkennen, dass es sich um General Zod handelt – aber wer hat The Flash schon zigmal gesehen?). Im Artikel ist das Foto natürlich nicht mehr enthalten. Die Überschrift ist außerdem inhaltlich falsch, da ein „Blockbuster“ nun mal kein Film ist, der im Kino „untergeht“, sondern einer, für den die Menschen „um die Häuserblocks“ Schlange stehen – mithin per definitionem ein Film, der dem Studio Erfolg bringt und nicht Misserfolg.

    – Bei einem weiteren Beispiel, dessen Überschrift genauso reißerisch, aber gleichzeitig bewusst geheimnisvoll war, stößt man auf einen Artikel, der das drohende Finanz-Desaster des zweiten Aquaman-Films beschreibt und im Text fällt der Satz: „Wenn es richtig schlecht läuft, wird Aquaman 2 noch weniger Besucherinnen und Besucher als dieser brachiale Flop des Marvel Cinematic Universe anlocken.“ Natürlich wird „dieser brachiale Flop“ an der Stelle nicht genannt, sondern mit einem Link unterlegt, auf dass man diesen doch anklicke und eine weitere, mehr oder weniger inhaltsleere Seite aufruft. Das Wort „brachial“ reicht den meisten vermutlich aus, um neugierig zu sein, ist aber dermaßen bewusst übertrieben gewählt, um eben genau diesen Reiz zu setzen. Warum nicht den Filmtitel an der Stelle benennen und dem Leser SELBST die Entscheidung überlassen, ob er auf den Link klickt?

    Ärgerlich ist das nicht nur, weil man sich über die immer gleichen Formulierungen und die dahintersteckende Absicht aufregt, sondern natürlich auch über sich selbst. Denn trotz des Wissens um den „billigen Trick“ macht man’s halt immer wieder und bestätigt diese Art und Weise damit auch noch.
    Dabei bin ich mir sicher, dass eine seriöse Berichterstattung und eine Überschrift, die nicht primär auf Clickbait aus ist, dennoch für Besucher sorgen würde. In meinem Falle sogar für MEHR Klicks. Und es geht ja auch anders. Auch bei den Webpages, die unter anderem obige Beispiele lieferten. Wenn eine Überschrift lautet: „Gute Nachrichten für alles Jigsaw-Fans: Diese Idee schwebt den „Saw X“-Machern für „Saw 11″ vor“, mit einem Bild von Tobin Bell als Jigsaw oben drüber, dann ist es eindeutig, um was es geht, weckt mit „diese Idee schwebt den […] Machern vor“ dennoch Interesse und ich bin mehr als gewillt, freiwillig draufzuklicken, weil ich vielleicht genau wissen möchte, um welche Idee es sich handelt.
    Es mag ein frommer Wunsch sein, aber etwas weniger Holzhammer-Clickbait und dafür mehr relevante und interessante Inhalte würden zumindest für mich persönlich dazu führen, nicht in Versuchung zu geraten, die betreffenden Webpages aus meiner Timeline zu verbannen. Denn das ist letztlich die Konsequenz für kurzfristig generierte Views: Ärger bei Stammlesern und deren (meiner Meinung nach berechtigte) Flucht zu Alternativen.
    Und, trotz allem Ärger über diese Art und Weise: Ich mein’s wirklich gut, liebe Kollegen!


Die Top-5-Filme der Leser

Die Lesercharts sind nun zum sechsten Mal gewählt und ich freue mich erneut darüber, wie viele mitgemacht und mir auch „privat“ geschrieben haben. Dabei ist es immer wieder schön, wenn ich lese, wie sehr dieser Blog euer ständiger Begleiter in puncto Film-, bzw. Bild- und Tonbewertung geworden ist. Als das Ganze 2013 noch unter dem Namen filmrezensionen.net gestartet ist, hätte ich mir niemals erträumt, dass es mal diesen Status erlangen würde. Jeder einzelne, der hier (mitunter täglich) vorbeischaut, trägt dazu bei, dass mir die Arbeit hier weiterhin so viel Spaß macht. Ein ganz dickes und großes DANKE an euch alle!
Was eure Top-5 und Flop-5 angeht, so war es dieses Jahr bei den Tops noch eindeutiger als 2022. Hatte im letzten Jahr Top Gun: Maverick mit „nur“ gut dem 1,4 fachen Vorsprung vor The Batman die Nase vorn, fuhr Oppenheimer dieses Jahr nicht nur einen Start-Ziel-Sieg ein, sondern gewann mit doppelter Stimmenanzahl vor dem zweitplatzieren M:I 7 – Dead Reckoning. Dahinter ging es enger zu und vor allem Spider Man: Across the Spider-Verse erkämpfte sich seinen vierten Platz erst spät. Der neben Oppenheimer übrigens am häufigsten in eurer Top-5 zu findende „Film“ war die Serien-Adaption des Computerspiels The Last of us. Auf mehr als 60 % der abgegebenen „Stimmzettel“ tauchte die Umsetzung auf – allerdings meist mit einem 3-5 Platz, sodass es nicht zu mehr als dem Gesamtplatz 5 gereicht hat. Immerhin verdrängte man aber den dritten Guardians of the Galaxy. Im Übrigen war eure Filmauswahl dieses Mal (obwohl erneut die nahezu gleiche Teilnehmerzahl zu vermelden war) noch diversifizierter. 90 Filme landeten dieses Jahr auf der Liste der Top-Filme, gegenüber 76 im letzten Jahr. Bei den Flops wart ihr euch etwas einiger, dort schafften es „nur“ 82 Filme auf die Liste. Und die war stetig heiß umkämpft. Während am Ende der unrühmliche „Gewinner“ mit rund 15 Punkten Vorsprung ins Ziel ging, liegen die Plätze zwei bis sechs gerade einmal 18 Punkte auseinander. Vor allem zwischen Rang drei und fünf ging es eng zu (fünf Punkte Differenz zwischen diesen Titeln). Dass am Ende zweimal James Cameron in eurer Flops auftaucht (und mit der 4K-Umsetzung von Titanic noch ein dritter Titel an der Top Ten schnupperte (gemeinsamer Platz 11 mit Meg 2 und Shazam 2), ist keine gute Auszeichnung für den erfolgsverwöhnten Regisseur. Da hilft ihm auch nur bedingt, dass Avatar 2 immerhin noch auf dem achten Platz der Tops lag, wenn man bedenkt, dass die Disk immerhin ein tolles Bild und einen respektablen Sound hat. Für Cameron ist das eine Klatsche. Und ich fürchte, 2024 wird das nicht sehr viel besser aussehen, wenn wir bis dahin die 4K-Scheiben von Abyss, True Lies und Aliens auch hierzulande begutachten konnten. Denn das, was man da munkeln hört, lässt nicht viel Gutes erwarten.

Die von mir per Zufall ausgelosten Gewinner für die fünf Preise sind bereits informiert worden.
Folgende Leser wurden auserkoren:
Denis freut sich über den ersten Preis, die fünf Gewinnerfilme
David gewinnt den 2. Preis, die Indiana-Jones 4K-Disks
Jascha bekommt eines der 4K Mediabooks von Talk To Me, den 3. Preis
Klaus bekommt das andere 4K Mediabook von Talk To Me, den 4. Preis
und Dirk sahnt den letzten Preis ab, die UHD Blu-ray von Asterix & Obelix im Reich der Mitte


  • Platz 5: The Last of us
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    Es ist nicht häufig, dass in den Top-5 Lesercharts eine Serie zu finden ist. Vielleicht ist es sogar das erste Mal (ich habe jetzt nicht nachgeschaut). Aber die Adaption des apokalyptischen Zombie-Horror-Games hat euch ziemlich begeistert. Wie oben erwähnt, wurde The Last of us neben Oppenheimer auf den meisten Stimmzetteln erwähnt – nur nicht ganz so oft im oberen Bereich, sodass hier „nur“ der fünfte Platz rausgesprungen ist. Für viele von euch war es aber so, dass man es „nicht hätte besser umsetzen können“. Und es war der einzige Titel der Top-5, der nicht ein einziges Mal negativ erwähnt wurde.

 

 

  • Platz 4: Spider-Man: Across the Spider-Verse
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    Schon den ersten Teil mochten sehr viele Fans. Und das nicht nur solche aus dem Animations-Fanlager. Der Nachfolger überzeugte die meisten noch ein Stück mehr. Während ein Kommentar herausstellte, dass immerhin nicht alles, was Marvel zuletzt gemacht hat, Grütze war. Vom „umwerfenden kreativen Overkill“ über „kreativ, bunt, laut und mit Herz“ bis zu „bester Animationsfilm des Jahres“ gingen hier eure positiven Meinungen.
    Hier geht’s zum kompletten Review

 

 

  • Platz 3: John Wick 4
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    Der vierte JW-Teil bekam, ähnlich wie M:I 7 auf dem folgenden Platz, durchwachsenes Feedback von euch. Zumal er bei den Flops ebenfalls sehr häufig genannt wurde. Während die einen schrieben, dass er für sie immer noch „der beste Actionfilm des Jahres“ war, schalteten andere bei den kugelsicheren Sakkos innerlich auf den Ach-komm-schon-Modus.
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  • Platz 2: Mission: Impossible 7 – Dead Reckoning
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    Mit tatsächlich deutlichem Abstand auf Platz 2: Tom Cruise‘ siebter Ausflug als Ethan Hunt. An Mission: Impossible 7 – Dead Reckoning sieht man, wie diffizil das Kino-/Heimkinojahr gewesen ist. Denn bei vielen Kommentaren wurde deutlich, dass man M:I 7 nicht zu den besten Filmen der Reihe zähle, es aber immer noch besser sei als so manch anderes. Wenn ein Film es trotz (sagen wir) durchwachsener Kommentare eurerseits auf den zweiten Platz schafft, dann sagt das viel über die Qualität des Kinos an sich aus.
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  • Platz 1: Oppenheimer
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    Wie im letzten Jahr: Der erste Platz war ein Start-Ziel-Sieg. Nur dieses Mal noch eindeutiger als bei Top Gun: Maverick 2022. Von „Kino pur“ über „gewaltig“ und „grandios“ bis zu „Meisterwerk aus Bild und Ton“ gingen eure Kommentare. Wenn das die Academy bei den kommenden Oscars auch so sieht, gibt’s einen Goldregen für Nolan.
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  • Die weiteren Top-Platzierungen waren:
      • Platz 6: Guardians of the Galaxy Vol. 3 (nur eine Stimme hinter „Last of us“)
      • Platz 7: Barbie (nur eine Stimme vor Dungeons und das mit der letzten Zuschrift)
      • Platz 8: Dungeons & Dragons
      • Platz 9: Avatar: The Way of Water
      • Platz 10: Evil Dead Rise (nur eine Stimme hinter „Avatar 2“)

Die Flop-5-Filme der Leser

  • Platz 4: Fast & Furious 10
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    Nein, kein Fehler. FF10 ist punktgleich mit Indy auf dem vierten Platz gelandet.
    Nicht erst seit dem zehnten Teil gibt’s deutliche Ermüdungserscheinungen im Rahmen des Bleifuß-Franchise. Der zehnte Ausflug Vin Diesels in sein „Familiending“ war für viele auf jeden Fall ein Ärgernis. So hätte laut euch „die Serie schon vor ca. 7 Filmen enden müssen“, weil es diesen „einfach nicht gebraucht hätte“. Ganz besonders harsch ging es bei einigen zu, die Fast X als „in die Länge gezogene Zeitverschwendung“ betrachteten und beim drohenden 10.2 nur noch das „Würg“ bekommen.
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  • Platz 4: Indiana Jones und das Rad des Schicksals
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    Indiana Jones spaltete das Publikum in diesem Jahr. Von vielen wurde er auch in die Top-Liste gewählt. Allerdings doch von deutlich mehr Menschen in die Flops. Mit einer Stimme Vorsprung vor Fast X landete er auf dem vierten Platz. Und während einige „nur“ „enttäuscht“ waren oder „das Feeling einfach nicht mehr aufkam“, war’s für andere „einfach nur traurig“, „der enttäuschendste Indiana Film überhaupt“, bei dem zumal keine Figur „sympathisch oder glaubwürdig“ erschien.
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  • Platz 3: Avatar: Aufbruch nach Pandora 4K-Disk
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    Neben Platz eins belegt James Cameron auch gleich den dritten Platz. Denn während sich viele auf die 4K-Fassung von Avatar gefreut hatten, wurden fast genauso viele von ihr enttäuscht. Natürlich ging es hier um die durch eine AI verursachten Artefakte, die euch sauer aufgestoßen waren. Kommentare von „fürchterliche 4k Disk“ über „verhunzt“ bis hin zu „gruselig“ oder „AI-Katastrophe“ reichten die Kommentare.
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  • Platz 2: Ant-Man and the Wasp – Quantumania
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    Letztes Jahr stand hier noch Thor: Love and Thunder auf dem mittleren Siegertreppchen der Schande. Dieses Jahr trifft es erneut einen Marvel-Titel. Mit dem dritten Ant-Man konnten viele von euch gar nichts anfangen. Hauptkritikpunkt sicherlich die „ganz schlimmen CGI“. Aber auch die „grausigen Dialoge“ bekamen ihr Fett weg. Für andere war’s schlicht ein „Totalschaden“. Der beste Kommentar von euch war aber: „Pfff“
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  • Platz 1: Avatar: The Way of Water
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    Nachdem im letzten Jahr Roland Emmerich mit seinem SciFi-Desaster Moonfall die unrühmliche Krone des schlechtesten Films eurer Liste gewonnen hatte, ging es dieses Mal dem im Kino erfolgreichsten Film des Jahres an den Kragen. Auf der Top-Liste nur auf Platz acht eingefahren (und das gemeinsam mit der filmischen Antithese Barbie), war er am Ende doch relativ unangefochten euer Flop des Jahres.
    So manch einer „wusste gar nicht, wo er da anfangen soll“, während andere von „überschätzt“, „Story: Flop“, „inhaltlich arm“ oder „schlechtester Mainstream des Jahres“ sprachen. In jedem Fall habt ihr eine Menge Enttäuschung über Camerons Fortsetzung ausgeschüttet. 
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  • Die weiteren Flop-Platzierungen waren:
      • Platz 6: Manta Manta 2
      • Platz 7: John Wick 4 (zwei Punkte mehr als Black Adam)
      • Platz 8: Black Adam
      • Platz 9: Im Westen nichts Neues (schob sich mit der letzten Zuschrift noch in die Top Ten)
      • Platz 10: Rebel Moon (nur einen Punkt vor Meg 2, der auf Platz 11 lauerte)

 

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Markus_K

Hallo Timo,

habe dir auch gerade etwas überwiesen. Herzlichen Danke dir für dein Engagement!

Zum Thema Klagen: doch, ich finde, du kannst klagen, wenn dich der Schuh drückt. Auch gerne hier! Denn Burnout klingt schon ernst. Wir leben in einer „alles gut“ – Gesellschaft, wo es hauptsächlich um Leistung geht. Und das ist nicht gut. Bitte pass auf dich auf! Gönn dir gerne auch mal Freizeit oder aber mal nur 2 Reviews im Monat. Dein Blog wird auch das überleben. Ich und sicher einige andere sind weiterhin da.

Liebe Grüße
und bis dann
Markus

Markus_K

Grene 🙂 Übrigens – der Platz 4 der Flop 5 gibt es 2 – mal. Ist mir gerade aufgefallen 🙂

Götz

Hallo Timo,
eigentlich ist schon alles mehrfach gesagt. Am Besten trifft es „Nachschlagewerk Nr.1“, gilt auch für mich. Die Berichte der einschlägigen Fachzeitschriften verdienen den Namen Rezension nicht. Ganz anders bei Dir. Meinen größten Respekt für Deine Arbeit.
Z.B. hatte ich mir Oppenheimer bisher nicht angeschaut, dachte das wäre nicht „mein“ Thema. Jetzt will ichs doch sehen …
Wenn es Dir nicht gut geht, dann mach´bitte langsam, lieber mal eine Zeitlang wenig von Dir, als irgendwann Ofen ganz aus. Wäre wirklich ein Verlust. Mehr als drei Monate Vollgas geben hinterlässt Spuren. Da hilft mal anhalten, durchschnaufen und nachdenken.
Mein Beitrag ist überwiesen.

VG

Helmut

Ich reihe mich jetzt auch nochmal in die „Lobhudelei“ ein. Du machst aus meiner Sicht die beste Reviewseite fürs Heimkino, die ich kenne, insbesondere auch international. Besonders hervorzuheben finde ich, dass du trotz deiner akribischen Detailarbeit, bei der du manchmal als einziger auch kleinere Schlampereien in den technischen Details aufdeckst, nie narzisstisch „von oben herab “ den besserwissenden Experten rauskehrst, der gezielt das Haar in der Suppe sucht, sondern immer auch klar zwischen sachlich notwendiger Kritik aus technischer Sicht einerseits und der Sicht des Konsumenten, der trotzdem Spaß am Film haben kann, trennst. Deine ehrliche Begeisterung für das Kino ist immer deutlich zu spüren. Ich glaube, dass genau diese Art von dir der Grund ist, dass hier im Blog die Diskussionskultur so angenehm bleibt.
Also eigentlich- mach weiter so, aber bitte nicht auf Kosten deiner Gesundheit!
Kleine persönliche Anekdote: Wir haben in den 90ern 9 Jahre in Wesel genau neben dem von dir in der Bio beschriebenen verrauchten Kino gewohnt, über der Apotheke. Vielleicht haben wir da ab und zu mal gemeinsam gehustet…

Helmut

Ja, als meine Frau mit mir 1994 hochschwanger „König der Löwen“ vom Balkon aus geschaut hat, haben uns die alternativen physikalischen Gesetze am Niederrhein sehr beruhigt…

Helmut

Bisher keine sichtbaren Schäden. Lustigerweise hab ich Jurassic Park auch im Essener Cinemaxx gesehen, direkt in der Mitternachtspremiere.

dc_coder_84

Hallo Timo, ich würde dir gerne den Film „The art of self-defense“ empfehlen. Unbedingt angucken!

propman

Hi Timo,
Einspruch zum Thema Atmos – besonders im Streaming.
Wenn ich so höre was so im Bekannten-/Kollegenkreis erzählt wird, ah…. Atmos …der klingt gut…als wäre Atmos ein Qualitäts-Siegel (wie auch 4K) !
Doch es grenzt an Betrug, und an Kunden, die nicht wissen das das ist.
im Stream hat man 640 kb/s 16 Bit verlustbehaftet komprimiert, plus 128 kb/s für Atmos (nur vordere LS),
was soll da aus den LS rauskommen?!
Nehmen wir im Stream den letzten Transformers, entweder hat man Bass oder Surround, für mehr reicht diese mickrige Datenrate nicht, und teilweise, besonders bei Paramount, sind diese noch niedriger.
Viel besser wäre, die machen mit 768 kb/s oder mehr eine gescheite 5.1 Mischung, und die Leute die Höhen-LS haben, schalten dann neural:X oder Auro3D an und fertig!

Bei Disk ist es natürlich absolut Kacke, wie auch Patrick Schappert in der Vergangenheit auf seinem Kanal mehrfach gezeigt hat. Hier kann man technisch aus dem vollen schöpfen, mehrere Mbit pro Tonspur plus lossless Kodierung plus 24 Bit sind möglich, und trotzdem klingt es zu oft Kacke, sowas ist echt mehr als ärgerlich.

Aber es geht ja um Logos, welche „Qualität“ repräsentieren, und da zuviele Kunden sich damit nicht beschäftigen, bzw nicht hinterfragen, sind die Leute, die sich damit auskennen und es auch hören (mehrere tausend Euro Surroundanlagen) deutlich in der Unterzahl – leider !

Die Unwissenheit ist so groß, dass normale Leute (Kunden von Stremingplattformen), der Meinung sind, das es zwischen Streaming und Disk keinen qualitiven Unterschied gibt…
selbst eine Soundbar ist bei vielen nicht vorhanden……
somit stellt sich bei den Studiobossen die Frage, warum nochmal viel Geld für eine gute Tonspur für Zuhause bereitstellen (da die Kinotonspur nicht so ohne weiteres überführt werden kann) ?

DC_Cinema

„Man muss, denke ich, etwas davon wegkommen, dass, wenn ATMOS draufsteht, auch gleichzeitig 3D-Sounds drin sind. Denn das ist eigentlich auch nicht die Definition von Atmos. Das kommt imo auch in der Heimkino-Gemeinde falsch an.“

Und gerade deswegen sind die Reviews für mich auch so wichtig. Bei vielen Filmen lohnt sich schlicht das Upgrade von Blu Ray auf 4k nicht, da zwar eine Atmos Spur vorhanden ist, aber die Heights nicht benutzt werden und die Tonspur ansonsten Identisch ist mit der Regulären 5.1 Spur. Oder wenn einfach schlecht nach oben gemixt wird tut wohl die Auromatic einen besseren Dienst. Es ist ja eh schon ein schwieriges Thema und von Film zu Film unterschiedlich ob sich das Upgrade auf 4k Lohnt, bei manchen Filmen sind die Tonspuren identisch, aber das Bild um einiges Besser, oder genau umgekehrt, oder nichts davon.
Ach, oder noch schlimmer, wenn einstmals eine DTS-HD Spur vorhanden war und nun nur noch Dolby Digital zu finden ist. Ja ich weiß, auch in diesem Fall leidet die Qualität nicht zwangsläufig unter dem Downgrade, unterstützen möchte ich sowas aber trotzdem nicht.

Einerseits kann ich es echt verstehen das Ultra HD Blu Rays nie wirklich beim „normalen“ Endverbraucher angekommen sind, wenn es für Enthusiasten schon oft so eine harte Kiste ist ob sich die UHD überhaupt lohnt.

propman

Hallo timo,
wie ich geschrieben hatte, bei Disk KANN man aus dem vollen schöpfen…
dies wird aber nicht immer (zu wenig) gemacht, das der Sound nur Szenen-bezogen oben sein soll ist schon klar 😉
Ja du sagst Du hörst weniger Kritik bei dts-HD, ja es gibt viele Filme die sind schlecht gemixt, da ist dann die Tonspur „egal“.
Aber ATMOS tut mMn mehr polarisieren u.a. deswegen, weil es überall draufklebt, und wie ich es schon gesagt hatte, (zu)viele Leute das mit Qualität assoziieren. Das „muss“ ja gut klingen…

Hä? „….etwas davon wegkommen, dass, wenn ATMOS draufsteht, auch gleichzeitig 3D-Sounds drin sind. Denn das ist eigentlich auch nicht die Definition von Atmos. Das kommt imo auch in der Heimkino-Gemeinde falsch an.“

Es gibt (besonders ältere) Filme, die haben eine TrueHD Tonspur, zB Super 8, das sind ganz normal 7.1.
Bei Disk ist es eine TrueHD Tonspur, typischerweise 7.1, mit (zusätzlich) aufgesetzten (Atmos-) Objekten.
Dieses Konstrukt wurde so gemacht, weil es bei den exitierenden Spezifikationen anders nicht gegangen wäre. Hätte man die Tonspur mit dem selben Design gemacht, wie das Kino Atmos, dann hätte man Spezifikationen, inkl HDMI ändern müssen, was dann natürlich zu kompatibilitätsproblemen bei Kunden geführt hätte.
Somit war das die einzige Möglichkeit.
Aber wieso soll dann autom. kein 3D Sound drin sein, => falsche Annahmen der HK-Gemeinde – sorry verstehe ich nicht.

gruß
propman

Alexander

Es gibt gottseidank auch Positivbeispiele, deren Ton für einen Stream ziemlich gut sind. Um zwei zu nennen: Rings of Power & House of Usher.
Der Vergleich zu einer Disc ist hier ja leider nicht möglich. Aber auf dem Niveau würde ich mein Geld auch einem Streaminganbieter geben.
Dass ein Ton auf Disc nicht zwingend besser werden muss, hatte mir „Last of us“ gezeigt (so gut ich mich daran erinnern kann).
Eine Bitrate allein macht für noch kein schlechten Ton; mir zeigt es an, dass vielleicht Potenzial verschenkt worden sein kann, aber nicht muss (siehe Last of us). Da stimme ich voll zu.

Und eine gute Soundanlage den lieben Kollegen einflüstern, hilft ja auch wenig, wenn der passende Raum nicht vorhanden ist, von akustischen Begleitarbeiten ganz zu schweigen. Und das Gehör benötigt ja auch eine gewisse Zeit an Training. Ich habe die THX-Norm seinerzeit erst nach über einem Jahr Hören zu schätzen gewusst.
Daher, nehme ich an, werden wir auch weiterhin in der Minderheit bleiben ^^

Dirk

Ich kaufe neuerdings aus Bequemlichkeit und wegen der günstigeren preise nur noch bei Apple iTunes. Ja, an die Qualität einer UHD kommt der Stream nicht ganz heran, aber für eine UHD bezahlt man in der Regel auch gerne mal 25 bis 35 €. Bei iTunes bekomme ich 4K, Dolby Atmos und Dolby Vision, und das für 14 bis 20 €, kurze Zeit später auch schon mal für 10 €. Ich habe einige Filme dort erworben, die ich auch schon auf normaler Blu-Ray besitze und habe diese mal miteinander verglichen.

Oblivion hat im Stream eine wesentlich bessere Bildqualität und dank Dolby Vision sieht das alles nochmal eine ganze Ecke besser aus. Der Ton kommt leider nicht ganz an den der Blu-Ray heran.

Blade Runner: 2049 wiederum bietet im Stream ebenfalls eine weitaus bessere Bildqualität dank 4K und Dolby Vision. Der Ton ist erstaunlicherweise exakt identisch gut wie der von der Blu-Ray. Ich höre keinen Unterschied heraus.

Le Mans 66 klingt im Stream ebenfalls beinahe genauso gut wie auf der Blu-Ray.

Dolby Atmos kann ich allerdings nicht nutzen, da ich „nur“ ein 5.1-System habe, dafür aber ein ziemlich gutes von Dali in der 2.000 €-Klasse in Verbindung mit einem Marantz SR6010. Bei gutem Ausgangsmaterial ist der Ton weit besser als in jedem Kinosaal im Umkreis von 40 Kilometern.

Ich habe schon diverse Dolby Digital 5.1-Tonspuren erlebt, die deutlich besser und räumlicher klingen als so manche Dolby Atmos- oder DTS-Tonspur. Die Tonspur sagt am Ende aus meiner Sicht nur wenig aus, es hängt alles davon ab, wie die Tonabmischung durch die Tontechniker gemacht wird.

Vorteile von Apple iTunes für mich:

– günstigere Preise für 4K-Filme
– Dolby Vision
– schnellerer Zugriff auf Filme
– keine nervigen Einblendungen wie Trailer, Hinweise oder Menüs vor dem Film.
– ich brauche ein Gerät weniger im Wohnzimmer (Blu-Ray-Player)
– das Teilen der Videothek mit anderen Familienmitgliedern ist einfacher und man kann gleichzeitig denselben Film schauen.

Ich würde Apple iTunes nie mehr gegen eine Blu-Ray tauschen wollen, auch wenn hier und da die UHD-Blu-Ray sicher eine bessere Ton und Bildqualität hat. Aber Dolby Vision haben die UHD’s eben nicht, und das ist mir auch sehr wichtig geworden.

Dirk

Ach ja, als TV nutze ich einen Panasonic TX-55JZW1004.

Dirk

Haben UHD’s nicht „nur“ HDR? Dolby Vision doch nicht, oder? Vielleicht irre ich mich da aber auch, aber ich meinte, mal gelesen zu haben, dass es Dolby Vision einfach nie auf UHD gibt.

Dirk

Danke für die Aufklärung! Dann habe ich das wohl unbewusst von Disney auf alle anderen übertragen.

Christian

Hallo Dirk,

gehe im Prinzip mit dir soweit konform, dass wenn ich digital kaufe, der Einkauf bei Apple / iTunes erfolgt. Du hast einige Vorteile genannt.

Oft sind die Extras wie Making-Of usw. ja auch noch dabei.
Die Datenrate ist ja wohl auch etwas höher, als bei anderen Anbietern. Subjektiv kommt das auch so rüber – visuell zumindest. Habe leider keine Surround-Anlage wegen Mietwohnung, daher kann ich mir da keine fundierte Meinung bilden.

Jedoch fühle ich mit, wenn die Besitzer teurer Atmos-Anlagen auf der Disc Suboptimales zur Verfügung gestellt kriegen oder Atmos einfach wegen der Verkaufs-Strategie nicht auf die Disc kommt, während auf der Streaming-Seite mit dem Atmos-Siegel gelockt wird. Bei Dolby Vision ja ähnlich.

Ob DV jetzt generell sooo viel besser ist, weiß ich nicht. Ist wohl eher eine Einzelfallentscheidung. Gerade deswegen sind Timo‘s Reviews ja so wertvoll. Wenn HDR10 auf Disc zu dunkel gemastert ist und ich die DV hell / dunkel Option bei Apple kriege, dann wird es halt Apple.

Jedoch habe ich in letzter Zeit doch immer wieder den Kauf einer Disc bevorzugt, obwohl es teurer ist und man paar Tage warten muss, bis man das Paket im Briefkasten hat, aber dann gehört es einem auch wirklich. Beim Streaming und auch bei digitalen Käufen können sie einem immer etwas wegnehmen.

Habe z.B. vor langer Zeit bei iTunes Aliens gekauft. Dass Apple den im Laufe der Jahre kostenlos von SD auf HD upgegradet hat, ist ein Vorteil, aber das jetzt vor kurzer Zeit der Originalton gestrichen worden ist, das ist sch#%@e. Und ich schaue halt mit OT.

Ob das mit der eventuell anstehenden Veröffentlichung der 4K-Version zu tun hat, keine Ahnung (Aliens, True Lies und The Abyss haben immer noch kein Veröffentlichungsdatum hier in Deutschland!), aber gegen Downgrades bist du relativ machtlos.

Als OT-Hörer bist du was Serien betrifft bei Apple leider auch benachteiligt. Du kannst Serien entweder mit deutschem Ton oder mit Originalton kaufen – das sind separate Produkte. Und die Originale sind manchmal doppelt so teuer, wie die Synchro. Unverständlich. Deswegen auch da: Disc! Dann kann ich wenigstens auf Deutsch umschalten, wenn ich gemeinsam mit Freunden schaue.

Nun ja, perfekt gibt es halt nicht.

Timo! Dir vielen Dank für diese tolle Seite und den Haufen Arbeit, den du da reinsteckst (pass aber bitte auf deine Gesundheit auf)! Und kleine PayPal-Spende ist gesendet…

DC_Cinema

Oh ja, Black Adam hatte ich schon total vergessen. War zum einmaligen Ansehen bei einem Kino-Date ok, mehr aber auch nicht.

Zustimmen muss ich dir auch vor allem bei den originären titeln. Ich kann echt keine Fortsetzungen oder Vorgeschichten, Auskopplungen oder dergleichen mehr sehen. Sicher gibt es da gute, aber bitte… Neues muss her, und nein, am aller wenigsten möchte ich Neuverfilmungen sehen mal so nebenbei bemerkt.

Zu deiner Statistik – von den 15000 mehr Aufrufen der Atmos-Seite war bestimmt Ich allein schon 14000 mal 😀
Gerade deine Atmos Bewertungen haben mir 2023 nach dem Neuaufbau meines Kinos einiges an Entscheidungen geliefert die ohne deine Bewertungen nicht möglich gewesen wären. Gar hat sie mir auch einige Filme beschert die ich sonst wohl nie gekauft hätte (Godzilla).

Thema Clickbait: Auch hier möchte ich dir absolut Zustimmen, diese ganzen Clickbait Titel halten mich eher davon ab etwas anzuklicken, statt wie gewollt das Gegenteil zu erreichen.

Auch dein Ärgernis über die Qualität bei den Streaming-Diensten kann ich sehr gut Nachvollziehen. Mit dem Jahr 2024 und der Ankündigung seitens Amazon bei Prime bald Werbung zu schalten flog damit mein letzter verbliebener Streaming Anbieter auch noch raus. Mehr als eh schon werde ich in Zukunft auf physische Releases setzen. Prime war zwar manchmal doch noch ein brauchbarer Lückenfüller, aber nicht (mehr) so. Ich hoffe allerdings auch das durch dieses
ins-eigene-fleisch-schneiden der Streaming Anbieter der Rückgang der physischen Medien aufgehalten wird. Denn auch das habe 2023 sehr schmerzlich feststellen müssen. Ich hatte mangels eigenem Kino einige Jahre Pause, nur um dann Festzustellen dass das Filmangebot der üblichen verdächtigen nahezu gegen Null geht inzwischen. Ich komme mir gar teilweiße wie ein Rentner vor, wenn ich im Laden vor dem winzigen Regal stehe und nach Blu Rays und Schallplatten Ausschau halte.

G W

Hallo Timo,

dann will ich auch mal Dank im neuen Jahr sagen und hoffe, dass 2024, vor allem gesundheitlich, eine maximale Verbesserung zum grausigen Vorjahr darstellen wird.

PS: So furchtbar fand ich das Filmjahr 2023 gar nicht.
Abseits des Mainstreams fand man einiges Gutes: Außerdem gibt’s immer noch Klassiker und Geheimtipps aus über einem Jahrhundert Filmgeschichte, welche man endlich mal abarbeiten muss.

PPS: Das „The Killer“ von Fincher/Fassbender hier allerseits so deutlich mit Nichtbeachtung bestraft wurde, macht mich doch ziemlich traurig.
Bester Netflix-Film des Jahres (keine besondere Kunst) und mindestens eine der besseren Comic-Verfilmungen der letzten zwölf Monate (dito.).

Stefan B.

Lieber Timo,

auch von mir ein wirklich lautes, sehr lautes Dankeschön an Dich.

Wie Du dein Fachwissen, mit dem journalistischen Teil und Deiner Leidenschaft für den Film zusammenbringst ist wirklich großartig.
Das wird nur noch von Deiner masochistischen Ader übertroffen, mit der Du Dir so manches „Schaffenswerk“ zu Gemüte führst.
Auch ich – meine IP Adresse ist wohl dauerhaft bei Dir eingeloggt – schaue fast täglich vorbei und finde Inspiration und viel viel Fachwissen und am Ende auch eine Kaufentscheidungshilfe.
Ich mag auch die Kommentare hier sehr gerne, auch sie zeugen von einer reifen und gewogenen Leserschaft und „Mittäterschaft“.
Mein Oled und ich sind nicht alleine ;o)

Die Tops und Flops (wie immer herrlich subjektiv) und Dein Jahresrückblick sind wieder super geworden, mahnen aber auch in der Dir eigenen Dosis zum kurzen Innehalten.

Lass es Dir gutgehen und hör auf alle Signale die da kommen. Es gibt kein allgemeingültiges Maß für einen Stress-oder Belastungslevel.

Ich wünsche Dir einfach auch mal einen Film zu sehen ohne an Deine Leser zu denken. Wir danken Dir das auch :o)

Kleine Anmerkung: Ich habe als relativ technischer Laie, immer mal wieder Fragen zu Technik etc. Die Foren die ich finde, sind mir aber meist zu over-the-top und mir damit dann auch zu hoch. Meinst Du es gibt hier die Möglichkeit so etwas unterzubringen? ich möchte nicht die Film- und Technikkritiken hier dafür ausnutzen.

Alles Gute, bleib gesund und uns gewogen.

Allerbeste Grüße vom Nordmann in BW

Klaus

Moin allerseits,
da habe ich doch glatt fast übersehen, dass ich gewonnen habe (vielen Dank für das Nachhaken Timo). Ich habe zwar gesehen, dass ein “Klaus” gewonnen hat, habe mir jedoch noch nichts dabei gedacht. Yippiiiieh…da ist die Freude gleich noch größer ;o)
Zu Dir: Es ist einfach Wahnsinn zu viel Energie Du in Deinen Blog steckst!!! Vor jedem (!!!) Kauf eines 4K-Films wird erst einmal Deine Seite gecheckt! Dabei ist es super, dass Du nicht jedem Hype folgst und eine realistische Meinung zu Bild, Ton und Inhalt abgibst. Wir sind zwar beim Inhalt nicht immer einer Meinung, aber es wäre auch merkwürdig, wenn es nicht so wäre – die Geschmäcker sind halt verschieden. Schön, dass Du die Probleme in 2023 lösen konntest. Einfach kurz zusammengefasst: Mach bitte weiter so – D A N K E !!!
P.S. Dein Clickbait-Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf!

Klaus

Korrektur: Es ist einfach Wahnsinn wie viel Energie….nicht: zu viel

Stefan B.

„Ich bin Klaus! Und meine Frau ist auch Klaus!“ (aus: Das Leben des Klaus, von Monty Python oder so :o)

Glückwunsch, und danke für einen sehr treffenden Kommentar!

Oliver

Na ja, ich lese bei „Barbie“ und „Oppenheimer“ immer originäre Stories, nun Barbie ist ja an sich nicht mehr original/originär. Nicht nur, dass es die Figur seit 2018 gibt, es gibt ja auch zahllose Animationsfilme. Natürlich erzählt der Film eine andere Geschichte, aber das erzählt ein fünfter Indy oder ein siebten Mission: Impossible Film auch.
Und „Oppenheimer“ ist ganz einfach nur ein Biopic, welcher sich natürlich an einigen Dingen bedient, die man so als Historiker nicht wissen kann (Beziehungsgeflechte).

G W

Hehe, ich denke, dass wird den Kreativen und nicht ganz so Kreativen in Hollywood, bei über einer Milliarde $ Einspielergebnis, schon ein Hinweis sein.
Man darf sich schon auf Barbie 2-5 freuen, plus Ken Spinoffs.

Ganz zu schweigen von zukünftigen Play-Doh und Hungry-Hungry-Hippo Filmen et. al.

https://www.youtube.com/watch?v=YTMwOkhdgxs

G W

Mhm. also…,

Zu Barbie: Ist wirklich eine weltbekannte Marke, aber auch die erste Realverfilmung der Figur und somit vielleicht nicht ganz risikolos für die Verantwortlichen.
Das es zudem als eine pseudo-subversive, wie pseudo-feministische Mogelpackung im Indiefilm Gewand ist? Geschenkt.

Zu Oppenheimer: Basiert auf einer Biografie („American Prometheus“) einer historischen Persönlichkeit. Darf man jetzt alle Adaptionen nicht mehr originär nennen, weil sie auf eine, wie auch immer gestaltete, Vorlage beruhen?
Zu den Beziehungsgeflechten kann ich nichts sagen, wird aber durch Briefmaterial und Zeitzeugen-Bekundungen, schon nicht aller aus der Luft gegriffen sein.

Dirk

Danke für deine immer tolle Arbeit, Timo!

Zu den Ergebnissen: Ich werde nie verstehen, wie man Avatar 2 so hassen kann. Man muss ihn nicht mögen, aber ihn größtenteils einstimmig auf Platz 1 der Flops zu setzen, ist schon irgendwie traurig. Als ob der Film schlechter wäre als z. B. Black Adam, Manta Manta 2 oder Rebel Moon.

Für mich jedenfalls ist Avatar 2 einfach nur großartig. Zwei Mal habe ich ihn im Kino gesehen und bereits einmal im Heimkino, und ich liebe ihn. Ich finde ihn sogar noch besser als Teil 1, den ich ebenfalls schon großartig finde und bis heute sicher schon sieben oder acht Mal geschaut habe. Die Story von Avatar 2 mag nicht „kreativ“ oder „originell“ sein, aber die Art, WIE die Story erzählt wird, ist einfach großartig und mitreißend. Nicht jede Geschichte muss komplex, kreativ und originell sein, um gut zu sein. Mich jedenfalls hat Avatar 2 in jeder Hinsicht überzeugt: Emotionale und packende Story; großartige und perfekt inszenierte Actionszenen; eine sehr gute Kameraführung; großartige Effekte und Animationen; ein sehr guter Ton; wahnsinnig schöne Bilder; eine sehr gut durchdachte Welt (Pandora) wird hier noch weiter ausgebaut. Das Worldbuilding ist großartig.

Ich bin der Ansicht, dass das Kritisieren des Films einfach „hipp“ ist und deshalb viele Negativ-Kritiker des Films sich ihre Meinung einfach bei anderen Negativ-Kritikern abgeschaut haben. Schaut man sich aber mal bei IMDB um, hat der Film einen Userscore von 7,6/10 bei über 478.000 Bewertungen. Die am häufigsten abgegebene Wertung ist eine 8/10, gefolgt von 7/10, dann 10/10 und 9/10. Sooo schlecht kann der Film also gar nicht sein.

Alexander

Ich fand die Story des Films auch Käse, aber technisch 1A, besonders in 3D. Da würde ich sogar von einer Referenz sprechen wollen.

DC_Cinema

Avatar 2 hat in meinen Augen viele Probleme die Ihm auch bei mir den Platz 1 verschafften. Klar sind die von dir genannten Filme als solche an sich noch schlechter, keine Frage. Aber (Achtung, meine Meinung): Cameron hat viele seiner wertvollen Lebensjahre damit verschwendet diese Fortsetzung zu drehen, und verschwendet sie als noch weiter. Der erste Teil war ein massiver Erfolg, was Allerdings mehr daran lag das 3D neu war, jeder davon du der Zeit begeistert war, und u.a auch mangels alternativen der Streifen oft mehrfach gesehen wurde. Dieser Erfolg hat ein völlig falsches Bild auf Avatar geworfen, und Cameron dazu bewegt die dünne Story weiter zu verfolgen. Wie schon vorher zu erwarten war wurde der zweite Teil Story-mäßig noch dünner. Diese Filme bleiben einfach eine einzige Effekthascherei. Dazu kommt noch das durch diese Filmreihe Cameron keine Zeit hat andere „gute“ Filme zu drehen, und auch seine Klassiker viel zu lang liegen geblieben sind, und auch jetzt wohl viel zu schnell digital überarbeitet wurden. Teil 3 – 83 von Alien-Pocahontas zu drehen ist Ihm wohl einfach wichtiger.
Das soll kein rant sein, aber das ist meine Ansicht und Problem mit den Avatar-Filmen.

Max B.

Danke!

Ich lese hier seit über zwei Jahren still mit und möchte die Gelegenheit nutzen, auch meine Wertschätzung für deine Arbeit auszudrücken. Man merkt, dass hier unglaublich viel Aufwand und Herzblut hier drinstecken. Besonders herausstellen möchte ich, dass du dir zusätzlich zur aufwendigen Bewertung von Bild und Ton auch noch die Mühe machst, gute Filmkritiken zu schreiben und Hintergrundinfos zu recherchieren. Und das, obwohl die Blu-Ray-Bewertung der USP deiner Seite ist, während man Kritiken überall lesen kann. Es kommt nicht selten vor, dass ich an den Blu-Rays gar nicht interessiert bin, und trotzdem hier vorbeischaue um deine Filmkritik zu lesen. Auch die Jahresrückblicke gefallen mir in dieser Form sehr gut.

Beim Thema Clickbait sprichst du mir aus dem Herzen. Schön dass auch solche Kommentare hier Platz finden! Auch dein ständiger Einsatz für höfliche Umgangsformen im Netz ist viel Wert und spiegelt sich in den Kommentaren auf deiner Seite wider. Insgesamt ist deine Seite ein recht seltener Beweis dafür, dass man im Internet hochwertige Inhalte finden kann.

Danke und alles Gute für die Zukunft, Timo!

Alexander Hommel

Einfach nur Danke…. und ich wünsche Ihnen einfach nur dass 2024 deutlich besser wird als 2023!

Mirko Klose

Hallo Timo,

dieser Blog, ist für mich Nachschlagewerk Nr.1.
Wenn ich wissen will, was eine ehrliche ungeschminkte Wahrheit über z.B. UHD-Veröffentlichungen ist, dann hier.
Auch finde ich die Vergleichsbilder zwischen HD und UHD sehr anschaulich. Diese beeinflussen mich auch im meiner Kaufentscheidung (Bluray oder 4K) diverser Titel.
Bzgl. der Tonformate überrascht mit das Thema Atmos in keinster Weise mehr. Das führt dazu, dass es mir mittlerweile egal ist, ob Atmos drauf ist oder nicht. Letztendlich nutze ich den Upmixer meines AVR. Der tut wenigstens seinen Job.

Ich kann nur Danke sagen, dafür was Du hier leistest und hoffen, dass es für die weiterhin zeitlich und gesundheitlich passt. In diesem Sinne wünsche ich Dir ein besseres neue Jahr 2024.

Es grüßt Dich Mirko

PS: Der Jahresrückblick 2023 hat mich sehr gut unterhalten und spiegelt im Grunde auch meine Meinung über Tops und Flops wieder.

Stefan

Noch einmal herzlichen Dank an dieser Stelle für die viele und vor allem umfassende Arbeit, die du in deine Rezensionen einfließen lässt. Und ja, deine Seite ist wichtig und relevant, weil sie fachlich-inhaltlich einfach quasi allen vergleichbaren anderen Seiten überlegen ist. Leider weichen die Top 5 hier dieses Jahr doch gewaltig von meinen persönlichen Top 5 ab, aber das macht ja nichts.

Ich würde mir ja wünschen, dass du auch mal UK- oder US-Veröffentlichungen von 4k Disks rezensierst, aber völlig klar, dass das nicht zu schaffen ist. Manchmal erscheinen da halt echte Perlen. „The Taking Of Pelham 123“ von Kino Lorber zum Beispiel. Oder 12 Monkeys von Arrow Video…

Dir und dieser Seite alles Gute für 2024!

Alexander

Hi Timo,
danke für Dein Engagement in schwierigen Zeiten, besonders in schwierigen Zeiten!

Ich habe dieses Mal nicht an der Umfrage teilgenommen, so gruselig fand ich die Filmauswahl in 2023.
Oppenheimer habe ich noch nicht gesehen, wäre aber vielleicht die einzige Nennung gewesen, die mir eingefallen wäre.
Ich habe angefangen ältere Filme ein zweites, ein drittes Mal zu schauen, so ging das Jahr auch rum. Streaming Abos werden nach und nach abbestellt; ich bin mit deren Qualität und Werbeunterbrechungen bzw. den Preiserhöhungen nicht (mehr) einverstanden.
Stattdessen geht das Geld jetzt in Hardware. Und da die durchschnittliche Tonqualität bei vielen Releases in den Jahren stetig zugenommen hat, erfreue ich mich da umso mehr.

Denis

Hi Timo.
Nochmals danke für die 5 Top-Filme, die ich durch das Gewinnspiel absahnen konnte. Freue mir wirklich einen Keks.
ich besuche deine Seite erst seit diesem Jahr regelmäßig, kenne sie aber schon länger. Gerade dieses Jahr war ich froh, ein Online-Kompendium zu haben, bei dem ich nachschlagen kann, welche Filme echtes 4K auffahren und welche eine Atmos-Spur mitbringen. Das hat mir so manche Kaufentscheidung abgenommen. Wenn es dich nicht gäbe, hätte ich die grottige 4K-Blu ray von Watchmen gekauft.
Die ein oder andere Scheibe fehlt natürlich (z.B. The Doors: the final cut, den ich mir schon vor Jahren als Steelbook gekauft hatte), aber das ist absolut verständlich angesichts fehlenden Personals. Ich hoffe jedenfalls, dass du das noch eine ganze Zeit lang weiter betreiben kannst. Weiter so! Es wird wertgeschätzt! Eine PayPal-Spende landet in den nächsten Minuten auf deinem Konto.
(PS: man schreibt meinen Namen mit einem N… nicht so wild, aber ich wollte es mal anmerken 😉 , ich stehe oben mit doppel N).

Doc Monroe
Volker

Ich möchte einfach nur mal ein dickes Dankeschön für deine Arbeit, die du in diesen Blog steckst sagen. Man merkt, dass du mit viel Herzblut dabei bist. Ich freue mich auf jede neue Rezension von dir, die mich schon häufig zum Kauf oder Nichtkauf animiert hat. Dir persönlich wünsche ich ein angenehmes Jahr 2024. Mach weiter so.

Stefan

Großes Lob für den Blog, Deine Arbeit daran und die wirklich tollen Rezensionen! Ist für mich immer die erste Anlaufstelle, wenn ich mir eine Bluray/UHD-Disk kaufen will.
Mach weiter so!!

Michael

Vielen, lieben Dank für die viele Arbeit, die du dir mit deinem Hobby für uns machst! 🙂

In deiner To Do-Kiste liegen noch einige Veröffentlichungen, auf deren Review ich sehr gespannt bin 🙂
Dein Rückblick ist sehr interessant zu lesen. Erstmal über die Stimmung im Kino allgemein, dann die einzelnen Filme und auch ein paar Zahlen für Statistikfans.

Clickbait nervt echt und solche Seiten besuche ich nicht. Da finde ich deine Teaser wirklich perfekt! Warum eine Blu-ray die bessere Wahl oder der deutsche Ton besser als die Originaltonspur ist usw. Da machst du alles richtig 🙂

Glückwunsch auch noch an die Gewinner!

Oliver

Lieber Timo,

vielen Dank für deinen unermüdlichen Einsatz in 2023! Es ist ja selten genug, dass man einen Blogger/Redakteur findet, der den gleichen Filmgeschmack teilt. Wenn dieser sich dann aber auch noch für Bild- und Tonqualität interessiert bzw. einsetzt, ist das ein einmaliger Glücksfall.

Ich wünsche dir, und egoistischerweise auch mir, dass du diesen Blog noch sehr sehr lange mit Leben füllst. Es wäre ansonsten ein herber Verlust!

Auf ein hochwertiges cineastisches Jahr 2024!

@Clickbait: So wahr!

Joe

Erst einmal „Danke!“ für die Arbeit, die Du Dir mit Deinem Blog machst – und die Freude, die Du Deinen Lesern machst! Dein Wüten gegen Clickbait hat mich getriggert, aber mir geht es genau andersherum:
Bei mir sind moviepilot und PC Games aus den Bookmarks verschwunden, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, meine Zeit mit diesem Schwachsinn (den Du oben zitierst) zu verplempern. Aus ähnlichem Grund ist letztes Jahr kino.de rausgeflogen – ständig Reposts von dem gleichen Mist, umschwärmt von Seifenopern und Bares für Rares. Es ist heutzutage wirklich verdammt schwer, noch eine Quelle für Kino(!)-News(!!) aufzutun. Falls hier ein Mitleser eine hat …
Davon ab: keep on going, hier und da wirst Du ja mittlerweile auch in amerikanischen Foren zitiert, Filmfreaks schätzen Deine Arbeit sehr 🙂 (und vielleicht wäre ein englischer Patreon Aufruf eine Idee?)

Marv

Moin Timo,

Danke für diesen tollen Jahresrückblick, macht immer wieder Spaß zu lesen. Wobei ich sowieso sehr gerne alles lese was du so in die Tastatur haust…
Gewinnt hier alles ein wenig an Bedeutung, wenn man liest, dass es nicht so einfach war. Trotzdem so viele Rezesionen abzuliefern, Respekt!

Thema Clickbait:
erschreckend, wie man sofort die ein oder andere Seite im Kopf hat. Wirklich eine unschöne Entwicklung. Hat bei mir dazu geführt, solche Seiten nur noch für geziehlte Film-Suche oder so zu nutzen, die „News“ aber komplett auszublenden…

Marv

Meinte natürlich Rezensionen, wollte nicht über Wirtschaft sprechen….

Amut

Ich bin mal auf deine Meinung gespannt über Die Frau im Nebel. Ich möchte dir ungern den Spaß verderben aber meiner Meinung nach der schlechteste Film den ich im Jahr 2023 gesehen habe. War so heiss auf den Film, mit einer meiner Lieblingsregisseuren und dann sowas!

PS. Ich verfolge deine sehr interessanten und amüsanten Beiträge schon seit paar Jahren und muss dir ein Riesen grosses Lob aussprechen, für die unermüdliche Arbeit die da drinn steckt!!! Weiter so Mein Bester!!!

Fil

Was du dir immer für eine Mühe machst, unglaublich!!!

Andreas St.

Hallo Timo,

immer wieder gerne zu lesen, genau wie die Reviews.

Weiter so.

Grüße

Andreas