Lightyear [Pixar]

Blu-ray Review

Walt Disney Studios/Pixar, 29.09.2022

OT: Lightyear

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Operation: Überraschungsparty

Endlich erfahren wir, welchen Film Andy damals im Kino gesehen hat …

Inhalt

Buzz probiert immer wieder, die Lichtgeschwindigkeit zu erreichen

Buzz Lightyear ist im Rahmen des Space-Ranger-Programms unterwegs zum fernen Planeten T’Kani Prime, um dort Anzeichen von intelligentem Leben zu untersuchen. Vor Ort trifft er gemeinsam mit seiner ersten Offizierin Alisha Hawthorne und dem Greenhorn Feather … ähm … Faverings … äh … Frischling aber nicht auf freundlich gesinnte Humanoide, sondern auf feindliche Käfer und Lianen. Mit Mühe und Not schaffen die drei es zum Raumschiff zurück, landen beim Fluchtversuch aber unsanft auf der Planetenoberfläche und bleiben in einem weitgehend zerstörten Raumschiff zurück. Ein Jahr später hat der Rest der zuvor kryonisierten Crew den Planeten bewohnbar gemacht und besiedelt. Das Raumschiff hat man wieder zusammengeflickt und Buzz ist Feuer und Flamme, endlich einen neuen Hyperantriebtreibstoff auszuprobieren, um die Menschen wieder nach Hause zu bringen. Der Jungfernflug damit geht allerdings gehörig schief und als Buzz mit Mühe und Not zum Planeten zurückkehrt sind dort nicht vier Minuten (wie im Raumschiff), sondern vier Jahre vergangen. Trotz der Warnungen Alishas versucht er sich in weiteren Versuchsflügen und mit neuen Mixturen des Treibstoffs. Allerdings scheitern die Versuche immer wieder und die Menschen auf dem Planeten werden älter und älter. Mit Hilfe eines kleinen Roboters gelingt es Buzz dann endlich. Allerdings ist Alisha über die zahlreichen Versuche mittlerweile verstorben und es stellt sich die Frage, ob es noch Sinn macht, nach der Lichtgeschwindigkeit zu streben …

Des Astronauten bester Freund: Eine Roboterkatze

Es ist mal wieder Zeit für eine kleine persönliche Geschichte. Wir schreiben das Jahr 1995. Alles, was bis zu diesem Zeitpunkt an animierten Filmen in Kinos zu sehen war, war gezeichnet. Mit Stiften und colorierten Hintergründen. Ganz klassisch – eben so, wie es Disney schon immer gemacht hatte. Dann jedoch kam der prophezeite Untergang des Kinos wie wir es kennen. Dann kam das, wovor alle Traditionalisten Angst hatten. Es kam Toy Story. Nicht wenige fürchteten damals (und das ist keine Übertreibung, um die Rezension unterhaltsamer zu machen), dass bald menschliche Schauspieler durch Computeranimationen ersetzt würden. Denn wenn man nun schon Kinderspielzeug fotorealistisch im Computer entstehen lassen konnte, wie weit wäre der Schritt, auch echte Menschen per Mausklick durch Geschichten zu steuern. 27 Jahre später sind wir schlauer: Schauspieler aus Fleisch und Blut bestimmen nach wie vor das Geschehen und jeder Versuch, reale Menschen am PC zu animieren und mit echten Menschen interagieren zu lassen, ist selbst dann gescheitert, wenn sämtliche technologischen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden. Denn, machen wir uns nichts vor: Auch der junge Will Smith in Gemini Man sah nicht überzeugend und schon gar nicht lebensecht aus. Tatsächlich war auch ich skeptisch und konnte mir vor dem Besuch von Toy Story damals nicht wirklich vorstellen, was mich da erwartet und wie ich drauf reagieren würde. 90 Minuten später war klar: Die Kinowelt würde sich in der Tat verändern. Und zwar zum Positiven. Denn was Pixar da mit ihrem Spielfilmdebüt erschaffen hatten, veränderte in der Tat die Art und Weise, wie man in Zukunft auf Animationsfilme schauen würde. Ich hatte lange nicht mehr mit derart staunender Miene im Kino gesessen und sämtliche Skepsis war augenblicklich verflogen. Und es lag nicht einmal nur daran, dass man es mit einer völlig neuen Art der Animation zu tun hatte, sondern weil Pixar in der Lage war, Geschichten zu erzählen.

Alish warnt Buzz vor weiteren Versuchen

Teil der Geschichte von Toy Story war der zweite Hauptdarsteller neben Cowboy Woody: Buzz Lightyear. Damals stand er für neumodernes Spielzeug; dafür, dass alte und einstmals liebgewonnene Spielzeuge gegen modernere und verspieltere Alternativen ausgetauscht werden. Und Andy, der Besitzer von Woody und Buzz hatte deshalb einen Narren an dem Space Ranger gefressen, weil er zuvor einen Film im Kino gesehen hatte: Lightyear.
Nachdem es insgesamt drei Sequels vonToy Story gab, blieb eine Frage unbeantwortet: Wer ist dieser Buzz Lightyear eigentlich, der immer bis zur Unendlichkeit und viel weiter fliegen will? Tatsächlich war es Regisseur Angus MacLane, der die Idee zu einem Lightyear-Spin-off/-Prequel hatte. Und das eigentlich schon sehr früh, seitdem er bei Pixar zu arbeiten begonnen hatte. Nachdem er 2016 bei Findet Dorie als Co-Regisseur fungierte, trat er mit seiner Idee zu einem Lightyear-Film dann an die Verantwortlichen bei Pixar heran. MacLane ist selbst ein großer SciFi-Anhänger und großer Fan der Star-Wars-Filme. Was ihn an der Figur des Buzz immer reizte, war dessen Ignoranz gegenüber dem Lauf der Dinge und der Natur. Buzz, der auch in der Toy-Story-Quadrilogie gerne über scheinbare Tatsachen hinwegsah, sie ignorierte oder im Übereifer zu überwältigen versuchte, schien perfekt als Hauptfigur eines eigenen Films.

Buzz muss mit einem wenig ausgebildeten Team klarkommen

Und selbst wenn es eine Variation von bekannten Themen ist und kein zwingend ganz neuer Stoff, ist es ein bisschen auch die Rückkehr zum typischen Pixar-Erzählstil. Nicht, dass die letzten Filme des Studios schlecht gewesen wären, fehlte ihnen zum einen der große Kinostart (wofür die Filme nichts können) und zum anderen ein wenig der Wiedererkennungswert. Lightyear atmet Pixar aus jeder Pore und die Tatsache, dass Buzz nun kein Spielzeug mehr ist, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut (okay, Bits und Bytes) funktioniert ganz prima. In seiner Renitenz gegenüber Ratschlägen und vor allem gegenüber geliebten Personen ist dieser Spaceranger sogar noch rigoroser und stellt seine Mission ohne mit der Wimper zu zucken über die Freundschaft zu Alisha – was der Film im Übrigen etwas zu emotionslos abhakt. Allerdings macht das Überspringen der Generationen Platz für eine vergnügliche Truppe, auf die Buzz trifft, nachdem er die Lichtgeschwindigkeit endlich erreicht hat. Während die nassforsche Alisha-Enkelin Izzy als aufgewecktes Mädchen mit Tatendrang charakterisiert wird, sind es Mo und Darby, die für den vergnüglichen Witz sorgen. Wenn Mo als wahrlich nicht zum Kampf ausgebildeter Drückeberger Zufallstreffer per Harpune landet, legt man ihm wirklich witzige Sprüche in den Mund – im Übrigen grandios synchronisiert von Marius Clarén, der deutschen Stimme von Jake Gyllenhaal. Darby, die im Laufe der Geschichte immer wieder gegen ihre Bewährungsauflagen verstößt, ist zudem ein herrlich verschrobener Charakter. Hier lebt das gute alte Sidekick-Feeling der Disney-Filme auf unterhaltsame Weise wieder auf. Klasse, wenn das Quartett nach knapp einer Stunde über die ideale Beschaffenheit von Sandwiches diskutiert und Erinnerungen an Pulp Fiction wach werden. Roboter-Katze Sox lässt in einigen Momenten zudem die großartigsten Klugpuper-Kommentare fallen. Und wenn er mit großen und niedlichen Augen in die Kamera schaut, fühlt man sich schon mal an den gestiefelten Kater aus dem Shrek-Universum erinnert. Abgesehen von den liebenswerten Figuren liefert Lightyear aber auch unterhaltsame und technisch brillant animierte Actionszenen – und davon nicht zu wenig. Seien es Buzz Versuchsflüge, die Auseinandersetzungen mit Zurgs Roboter-Armee oder der finale Kampf selbst – Pixar fährt hier alles auf, was man mit 200 Mio. Dollar Budget bei einem Animationsfilm erreichen kann. Inklusive überraschendem Plot-Twist nach 70 Minuten.

Preis: 16,99 €
(Stand von: 2022/09/30 10:15 am - Details
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Studio:
Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 29 Sep 2022
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Bild- und Tonqualität

Kampf mit Zurg

Der letzte Pixar-Film hatte nicht komplett überzeugen können, als es um die Bildqualität ging. Unübliche und überraschende digitale Artefakte zeigten sich in ein paar Szenen und es war durchweg auch ein leichtes Rauschen zu erkennen. Möglicherweise auch ein Stilelement, um die animierten Filme nicht allzu digital und damit eher etwas filmisch wirken zu lassen. Lightyear hat dieses ganz dezente Rauschen ebenfalls. Allerdings weniger auffällig und aus einem regulären Betrachtungsabstand praktisch nicht mehr sichtbar. Dafür kommt der jüngste Pixar mit satten Kontrasten und einem hervorragenden Schwarzwert. Dunkle Szenen im Raumschiff, nächtlicher Himmel über der Space-Station, Schattenbereiche auf Gesichtern oder das sternbesetzte All – das ist alles schon sehr knackig. Helle Bereiche werden in den allermeisten Situationen sehr gut durchzeichnet und überstrahlen nur ganz selten einmal. Der Anblick der Sonne dürfte bspw. mehr Zeichnung haben. Farben sind dafür schön kräftig, ohne es aber allzu sehr zu übertreiben. Lightyear ist kein Encanto, dessen kolumbianisches Flair mit überbordenden Farben lockte. Das Sci-Fi-Szenario hat schon rein inhaltlich eine etwas größere Tendenz zu neutraleren (Grau)Tönen – egal, wo sich Lightyear aber gerade befindet. Sei es eine ockerfarbene Planetenoberfläche oder die eher grünliche Färbung beim Anflug auf den verlassenen Planeten. Das Encoding dürfte hier und da noch etwas besser sein, was man anhand von ganz leichten Rauschmuster-Ansammlungen sieht, wenn während der schwierigeren Farbverläufe ganz genau hinschaut.
Wie gehabt, so gibt es auch für die Blu-ray von Lightyear Dolby Digital Plus 7.1 fürs Deutsche und DTS HD-Master fürs Englische. Die Frage ist, ob auch der SciFi-Animationsstreifen unter einem Mangel an Dynamik leiden würde – gerade so wie die allermeisten Disney-Titel. Zu Beginn ist man zunächst überrascht. Denn wenn Lightyear in seiner Raumkapsel von hinten ins Bild donnert und dann frontal zu sehen ist, hat man den Subwoofer bei einem Disney-Titel schon lange nicht mehr so deutlich auslenken sehen. Was man entsprechend auch zu spüren bekommt. Hier reicht die Frequenz erstaunlich weit runter und rumpelt nicht nur undifferenziert vor sich hin. Da die Disk etwas leiser abgemischt ist als Vergleichstitel, darf man um etwa 3-4 dB anheben und hat hier immerhin eine sehr brauchbare LFE-Unterstützung. Klasse ist zudem die Räumlichkeit, die fremde Lebewesen auf den Planeten sehr effektvoll und greifbar positioniert. Was allerdings abseits vom erstaunlich potenten Tiefbass erneut fehlt, ist die generelle Dynamik. Gut zu hören im Score, der praktisch dauerhaft auf einem Lautstärkeniveau spielt und ebenso gut zu hören beim Start von Lightyear nach zwölf Minuten. Das bleibt einfach zu sehr auf einem Lautstärke-Level und ohne große Varianz. Man kann sich freuen, dass im Tiefbass etwas geboten wird, nicht aber darüber, dass die Dynamik erneut nicht geöffnet wurde. Immerhin, wie gesagt: Aus räumlicher Sicht macht das Ganze wirklich Spaß, weil die Surrounds während der zahlreichen Actionszenen immer wieder mit tollen Geräuschen versorgt werden. Auch das Finale nach gut 85 Minuten ist aufgrund der Räumlichkeit und den generellen Sounds sehr spaßig. Wenn’s doch nur auch dynamisch wäre.

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Bonusmaterial

Diskussionen zwischen Space Ranger und Roboter-Katze

Das Bonusmaterial enthält neben dem Audiokommentar von Regisseur, Kameramann und Autor sowie sechs entfernten Szenen (wahlweise mit Einführung) noch drei Featurettes. In „Wie die Welt von Lightyear entstand“ wird für gut 15 Minuten anhand von Kommentaren der Macher geschildert, wie man die Welt gestaltete und welche Design-Ideen hier einflossen. Zahlreiche Animateure und Produktionsdesigner kommen hier zu Wort. „Junior Zap Patrol“ geht dann näher auf die drei Nebenfiguren ein und lässt deren Original-Synchronstimmen zu Wort kommen. „Spielzeughaft“ beschreibt die Arbeit der Spielzeugentwickler, welche die Actionfiguren zum Film entworfen haben. Alle Extras sind untertitelt.

Fazit

Lightyear lässt zugunsten einer erstaunlich ernsthaften SciFi-Story zwar ein wenig Witz auf der Strecke liegen, ist aber mit sympathischen Figuren angefüllt und liefert eine ganze Menge Action. Aus dem Kanon der vier anderen Filme aus dem Toy-Story-Universum ragt er schon rein inhaltlich heraus und bietet optisch einen echten SciFi-Leckerbissen. Während das Bild hier problemlos das Qualitätsniveau hält, kann der Ton zwar im Tiefbassbereich und auf den Surrounds Akzente setzen, bleibt aber weitgehend undynamisch.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 90%
Tonqualität (dt. Fassung): 80%
Tonqualität (Originalversion): 80%
Bonusmaterial: 60%
Film: 80%

Anbieter: The Walt Disney Company (Germany)
Land/Jahr: USA 2022
Regie: Domee Shi
Sprecher: Tom Wlaschiha, Giovanna Winterfeldt, Jeremias Koschorz, Jürgen Kluckert, Marius Clarén
Tonformate: dts HD-Master 7.1: en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 100
Codec: AVC
FSK: 6

(Copyright der Cover und Szenenbilder: © 2022 Disney/Pixar. All Rights Reserved.)
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Trailer zu Lightyear

LIGHTYEAR – Der offizielle Trailer - Jetzt im Kino | Disney•Pixar HD


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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Lex

Habe Lightyear nicht einmal bis zum Ende geschafft sondern die letzten 20 – 30 min. mit 10 Sekunden Skips „geschaut“.
Der Anfang war noch richtig verheißungsvoll und hat Bock auf mehr gemacht, trotz kurzem Einschlag mit der Woke-Keule.
Seinen Absturz vollzieht der Film m.M.n. als Buzz wieder auf dem Planeten ankommt und diese drei minderbemittelten Vollidioten trifft.
Ein einfaches Beispiel dafür das ich mit diesen drei Charakteren einfach nicht warm wurde war das ich tatsächlich kurz meine Contenace verloren habe und, recht laut, aus mir raus platzte „Jetzt halt doch endlich mal dein Maul du Trottel“.
Ich habe Mo einfach nicht ertragen.
Emotional also voll dabei aber eben nicht im positiven Sinne.
Habe mir gerade eben mal eine Liste der Filme von den Pixar Studios angeschaut und Lightyear ist tatsächlich der erste Film von denen der nicht gut bei mir ankam. Aber der dafür direkt fatal.
Na ja, ihnen sei es verziehen. Zum einen „liebe“ ich die Pixar Studios weil sie bisher eigentlich immer Top geliefert haben.
Und zum anderen nach solch fantastischen Filmen wie Oben, WALL-E, Alles steht Kopf oder Soul (Oh Mann… Soul fand ich so großartig) und auch allen andern mehr als tollen Filmen können Sie auch mal voll daneben hauen.
Technisch fand ich den Film einwandfrei, selbst dafür das er „nur“ als Stream bei D+ geschaut wurde war das Bild und der Ton gar nicht übel.
Schade für die Leute die den Film gut fanden das er wohl nicht auf UHD erscheint.
Was das anbelangt geht mir Disney inzwischen auch ganz schwer gegen den Strich.
Soul und Raya sind z.b. zwei Filme die ich gerne auf UHD hätte die aber auch Opfer dieser dämlichen Firmen Politik sind um m.M.n. ihren Stream Service zu pushen.

Simon

Sehr unterhaltsam geschrieben, Lex. 😀
Danke.

@UHD: Gibt hierzulande halt leider gar keine UHDs zu Pixar-Filmen, soweit ich weiß.
Bekloppte VÖ-Strategie… 🙁
Wer doch will, muss sich halt im Ausland versorgen und DE-Ton-Hörer sind komplett angeschmiert.

Doktor Monroe

Es gibt eine UHD-Blu-ray Veröffentlichung, zumindest in den US. Das Bild soll dabei sogar hervorragend ausgefallen sein. Warum derzeit diverse Titel nicht in Deutschland angeboten werden ist mir auch ein bisschen schleierhaft.

Da ich auf eine deutsche Tonspur absolut verzichten kann und bei den US Veröffentlichungen auf jeden Fall auch englische Untertitel dabei sind (fehlende engl. Subs sind auch so eine Sache die mich bei mittlerweile einigen deutschen Anbietern nervt und deren Veröffentlichungen schließlich auch unkaufbar für mich macht) greife ich sehr gerne zu den Importen. Ärgerlich sind eben nur die teilweise nicht unerheblichen Mehrkosten. Das war deutlich bequemer und günstiger als das UK noch zur EU gehörte…

warumsoernst2000

Man hat nicht ganz zufällig Marius Clarén gewählt, er ist nicht nur die deutsche Stimme von Jake Gyllenhaal, sondern eben auch von Taika Waititi, der wie so häufig als lustige Nebenrolle auftritt, hier eben animiert.
Schade finde ich jedoch, dass man bei der Synchronisation des Hauptcharakters nicht wie üblich bei Chris Evans, auf Dennis Schmidt-Foß zurückgegriffen hat, der dieses heroische schon bei Captain America fantastisch rübergebracht hat.
Das hat mir tatsächlich die Synchro ein wenig kaputtgemacht, wodurch mir aber auch die Bestellung der UHD aus dem Ausland nicht so schwer fiel.
Verwundert hat mich das trotzdem, Tom Wlaschiha ist trotz seines internationalen Erfolges (Stranger Things, GoT, Jack Ryan, Das Boot) kein soo prominenter Name.
Wieso also muss das sein, wir haben so phantastische Sprecher, und für so ziemlich jeden großen Schauspieler eine Stammstimme.
Aber trotzdem werden Animationsfilme noch immer wie B-Ware behandelt und mit Promis zugemüllt, auch wenn sich große Hollywood-Schauspieler gerne in Animationsfilmen selbst persiflieren und die Rollen dafür auf den Leib geschrieben bekommen.
Man denke nur an Spies in Disguise, in welchem sich die Hauptfiguren nicht nur wie Tom Holland und Will Smith verhalten, sie sehen sogar genauso aus, in animierter Form.
Und wir bekommen statt Will & Tom einen deutschen Teenieschwarm & einen Fernsehmoderator.
Der ganze Witz des Films hinüber.
Das war doch schonmal besser, bei Cars 2 bekamen wir eine James Bond Persiflage exklusiv für die deutsche Fassung durch Dietmar Wunder, während die Originalfassung „nur“ Michael Caine hatte.
Sind die Besucherzahlen wirklich so stark gesunken, dass sie mit Promi-Stimmen ins Kino gelockt werden müssen?
Wenn ich einen Handwerker rufe, will ich auch dass ein Profi vorbeikommt.
Ist natürlich nett wenn ein deutscher Promi dann an meiner Tür klopft, aber der kann mir den Wasserrohrbruch nicht beheben.
So reicht mit meinem kleinen Rant, danke für die sehr informativen Reviews die ich gerne, und normalerweise eher still verfolge.