Massive Talent 4K UHD

Blu-ray Review

Leonine Studios, 30.09.2022
Leonine Studios, 30.09.2022

OT: The Unbearable Weight of Massive Talent

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Die Rolle seines Lebens

In Massive Talent spielt Nicolas Cage denjenigen, den er am besten kennt: Sich selbst.

Inhalt

Nicolas Cage wollte den Löffel eigentlich noch nicht abgeben

Hollywood-Schauspieler Nicolas Cage scheint seine besten Zeiten hinter sich zu haben. Für einige größere Filmrollen hat man ihn nun bereits übergangen. Und das hält ihm sein junges Alter Ego, das ihm immer wieder begegnet, auch andauernd vor. Zum beruflichen Misserfolg kommt auch noch ein strapaziertes Verhältnis zur Ex Frau und zu Tochter Addy hinzu. Eine wichtige Filmrolle könnte die Wende bringen, doch auch die verliert er. Als Reaktion darauf beschließt Cage, sich von der Schauspielerei zurückzuziehen. Als ihm sein Agent Fink ein 1-Mio.-Dollar-Angebot macht, das ihn nach Mallorca führen soll, um dort als Ehrengast auf der Party des Milliardärs Javi Gutierrez aufzutreten, zögert er. Doch das Geld wirkt leicht verdient und Cage sagt zu. Was er nicht weiß: Gutierrez hat ein Drehbuch geschrieben, das er mit Cage verfilmen will. Und was er auch nicht weiß: Die CIA hat ein offenbar berechtigtes Interesse an dem Milliardär …

Vater-Tochter-Momente

Nicolas Cage ist ein Phänomen. Lange vor Bruce Willis oder Mel Gibson begab sich der Neffe von Francis Ford Coppola in die Niederungen des B-, C- und Z-Movies, um (so sagt man) seine vermeintlichen Schulden zu bezahlen. So war er dann zwar inflationär häufig in Filmen zu sehen, meist aber in solchen, die man im günstigen Fall schnell vergessen oder über die man sich im schlechtesten Fall sehr geärgert hat. Kleinere Highlights wie Joe, die Rache ist sein, Mandy oder Pig zeigten aber stets, dass Cage sein Talent nicht verloren hatte. Und wie auch immer er es geschafft hat, sich durch die dümmsten Filme und furchtbarsten Frisuren zu schlängeln – es hat seinem Ruf nicht geschadet. Im Gegenteil: Irgendwie kann man es Cage nicht übel nehmen. Und damit unterscheidet er sich von seinen Mitstreitern John Travolta, Bruce Willis und (seit kürzerer Zeit) auch Mel Gibson. Denn Cage hat sein Gesicht nicht einfach hergegeben, um dem Film zu einem prominenten Cover zu verhelfen, sondern war allermeist der Mittelpunkt des Ganzen. Und als solches kann man ihm eigentlich nicht unterstellen, dass er sich keine Mühe gegeben hat. Selbst in den schwächsten Filmen war er deshalb in der Regel das Highlight – wenngleich schlecht frisiert. Cage hat gearbeitet, hat sich aus seinen Schulden am eigenen Schopf herausgezogen, indem er seinen Job als „Arbeit“ und nicht als „Karriere“ angesehen hat. Selbst diesen Satz kommentiert der Film direkt und im Dialog mit dem imaginären jungen Nic Cage. Die Herren Willis, Travolta und Gibson indes wirken in ihren letzten Filmen mal weniger, oft aber mehr gelangweilt, von dem, was sie da tun oder taten.

Ankunft auf Mallorca

Und weil dem guten Nicolas sicherlich bewusst ist, dass er nicht unbedingt stets in filmischen Meisterwerken mitgewirkt hat, ist es umso charmanter, dass er mit Massive Talent sein Tun und Wirken selbstironisch kommentiert – allerdings nicht ohne Zögern. Denn als er das Drehbuch zum ersten Mal gelesen hatte, reagierte er ein wenig beleidigt. Erst nach einem persönlichen Gespräch mit Regisseur Tom Gormican konnte er sich einen Ruck geben, da er verstand, dass sich Gormican nicht einfach über diese Filmversion von Nick Cage (und damit über den Schauspieler selbst) lustig machen wollte. Der Regisseur, der hier erst seinen zweiten Langfilm inszeniert hat, schrieb tatsächlich auch das Drehbuch. Seit Raising Arizona war er ein leidenschaftlicher Fan von Cage und gemeinsam mit Ko-Autor Kevin Etten wollte er schlicht und ergreifend den Film realisieren, den er selbst gerne sehen würde. Und so ist Massive Talent dann auch keine Verballhornung von Nicolas Cage, sondern – ganz im Gegenteil – eine Liebeserklärung an den Schauspieler. Dabei wäre Gormican am Anfang der ganzen Geschichte auch zufrieden gewesen, wenn er mit seinem Lieblings-Schauspieler einfach nur gemeinsam einen Salat hätte essen können. Dass der Regisseur seinen Star und dessen Filme liebt, sieht man Massive Talent immer wieder ganz deutlich an. Die Zitate an Filme wie Leaving Las Vegas, Arizona Junior, Con Air oder Face/Off sind unübersehbar und wurden unglaublich charmant in den Film integriert.

Der Beginn einer Männerfreundschaft?

Ebenso charmant sind die liebevoll überzeichneten Stereotypen über das Hollywood-Business. Schon die erste Sequenz des Films kommentiert augenzwinkernd das Anbiedern an einen Filmemacher, um die Titelrolle zu bekommen. Man spürt die Unsicherheiten ebenso heraus wie die im Hintergrund latent vorhandene Arroganz. Allerdings nutzt Massive Talent das nicht, um das Business zu entblößen oder für möglichst billige Gags. Ohnehin integriert sich Gormican ebenfalls in den Film. Nicht persönlich, aber eben doch durch Javi Gutierrez vertreten. Dessen Liebe zu Nicolas Cage macht selbst dann nicht halt, wenn der berühmte Schauspieler ihn anfangs nicht erkennt und höchst krude Vermutungen äußert, was Javi von ihm wohl für die Millionen-Gage verlangen wird. Gutierrez ist ohne Zweifel die Personifizierung des Regisseurs dafür hat er mit Pedro Pascal einen Schauspieler besetzt, der in jeder Szene brilliert. Das Understatement, mit dem er, der Milliardär, zu Beginn Cage begegnet, seine schauspielerischen Improvisationen, der unbeirrbare Glaube an das Schauspieltalent seines Gasts – Pascal ist fantastisch. Und er harmoniert perfekt mit Cage. Wenn die beiden bei Paddington 2 Rotz und Wasser heulen, dann ist das schon ein bewegender Moment. Und wenn sie gemeinsam auf LSD vor imaginären Häschern fliehen, wird kaum ein Auge trocken bleiben.

Ein echter Freundschafts-Moment

Trotz aller Komik und selbstironischer Geschichte, funktioniert auch das Thrillerelement ziemlich gut. Wenn Cage sich irrtümlicherweise selbst narkotisiert, kommt sogar richtig Spannung auf. Die Kurve zum späteren Actionthriller wirkt zwar etwas gewollt, aber wenn man das Ganze immer noch mit einem Augenzwinkern betrachtet, funktionieren auch die paar etwas cringe-artigen Momente, die Cage und Pascal dort teilen. Allerdings ist der dritte Teil des Films auch der vorhersehbarste und vielleicht am wenigsten originelle. Was aber auch dort super funktioniert, sind die Reminiszenzen an die Karriere des Hauptdarstellers. Denn auch Cage selbst sprang von Genre zu Genre und das durchaus bisweilen mutig. Nachdem er in Komödien überzeugte und für das Drama Leaving Las Vegas den Oskar bekam, hätte er vermutlich einfach da weiter machen können. Stattdessen drehte er mit The RockCon Air und Face/Off drei der besten Actionfilme der 90er Jahre in einer Reihe. Und auch dieser Tatsache zollt Massive Talent seinen Respekt. Insgesamt einer der erfrischendsten und unterhaltsamsten Filme seit langer Zeit.

Preis: 28,99 €
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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Fri, 30 Sep 2022
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Bild- und Tonqualität BD

Müssen lernen, sich zu vertrauen

Massive Talent beginnt von Anfang an mit sehr warmen und angenehmen Farben. Die Hauttöne bekommen einen gesunden hellbraunen, manchmal etwas gelbbetonten Look, der schon mal ein typische US-Soap-Operas erinnert. Schön anzuschauen ist das aber durchaus. Die Schärfe ist durchweg auf hohem Niveau und lässt auch in Halbtotalen nicht nach. Hier und da zeigt sich das Bild der Blu-ray zu hell gemastert, was man bspw. bei Sonnenreflexionen über dem Meerwasser sieht. Generell sind aber die Farbkontraste toll. Insbesondere der weinrote Morgenmantel von Cage kommt richtig kräftig zum Auge. Während die Bildruhe die allermeiste Zeit sehr gut ist, gibt’s in dunklen Szenen schon mal etwas unsauberes Encoding mit leicht clusterartigem Farbrauschen auf uniformen Hintergründen. Leider außerdem noch eine kurze Stelle, in der es satte Artefakte setzt. Die Kamerafahrt über das Meer zu Beginn von Kapitel drei lässt nicht nur die Antenne am Leuchtturm fast komplett verschwinden, sondern offenbart auf der rechten Seite des Bildes krasse Blockartefakte (16’57). Leonine ist bei Massive Talent spendabel und lizensierte die englische Atmos-Fassung bereits für die Blu-ray. Dazu gibt’s auch eine deutsche Atmos-Fassung – und  auch das schon bei der Blu-ray. Beiden gleich ist die relativ unterrepräsentierte Tiefbass-Spur. Während der Leonine-Trailer vor dem Film noch richtig reinhaut, fehlt es beiden Sprachen beim Intro-Überfall komplett an Tiefton. Ungewöhnlich genug, dafür dass es eine Actionszene ist. So richtig vernehmbar wird der Tiefton erst bei 26’36 und dem Sprung ins Wasser. Aber auch dort grummelt es eher unmotiviert vor sich hin. Bei den Schüssen nach knapp 80 Minuten gibt’s dazu mal ein paar kurze Punches. Dafür ist der Sound in den entsprechenden Szenen recht räumlich: Meeresrauschen, kreischende Möwen, der passend ausgewählte Score oder die Autoverfolgungsjagden – das kommt schon effektvoll rüber. Der Dynamik fehlt’s allerdings an Kraft. Was die Höhen-Signale angeht, beginnt die deutsche Atmos-Fassung früher mit Signalen auf den Heights – und zwar während der Autofahrt von Nick und Nicolas. Die deutschen Dialoge widerhallen etwas in dem engen Raum des Fahrzeugs, was sie auf der Original-Tonspur nicht tun. Gleiches passiert auch (leise) in weiteren Räumen (bspw. der Sauna nach etwas über neun Minuten). Der O-Ton legt Dialoge als Hall zu keiner Zeit nach oben. Beide Sprachfassungen bekommen dann aber den ersten echte 3D-Sound auf die Höhenspeaker, das Flugzeug bei Minute 17’04. Ebenso das dumpfe Grollen bei der Unterwasser-Szene nach 23’30. Danach bleibt es bis auf wenige Möwen-Geräusche eine lange Zeit lang still auf den Heights – was kein Wunder ist, in Anbetracht des vornehmlich dialogzentrierten Films. Bei 70’30 gibt’s noch mal ein grollendes Gewitter und in der Folge mal etwas Score über die Höhenspeaker.

Preis: 16,99 €
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Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität UHD

Das Kabinett des Dr. Caligari oder Paddington 2?

Massive Talent wurde digital gefilmt. Zum Einsatz kamen Kameras vom Typ ARRI Alexa LF und Mini LF. Deren Ausgangsauflösung von 4.5K wurde über ein 4K-DI gezogen, was die UHD Blu-ray zur nativen 4K-Scheibe macht. Leonine übernahm die Parameter der US-Disk und masterte mit HDR10 und Dolby Vision. Spannend würde sein, wie sich die Disk in den dunkleren Szenen (bspw. bei 43’50, 84’45,97’27) schlägt und ob sie die Fehler von Everything Everywhere All at Once vermeiden kann. Beginnen wir mit den hellen Szenen, wie jener nach 56 Minuten. Das Gespräch zwischen Cage und der CIA-Agentin liefert tolle Kontraste und eine hervorragende Auflösung. Wenn Filme in solchem, natürlichem Tageslicht immer so aussehen würde, gäbe es kaum etwas zu verbessern. Zu verbessern wären die Blockartefakte bei 16’56 gewesen. Doch was über die Blu-ray bereits für Punktabzug sorgte, muss sich die UHD Blu-ray exakt genauso ankreiden lassen. Auch über die 4K Disk gibt’s heftige Blockartefakte und der Antennenmast wird ebenfalls verschluckt. Und wo wir bei „verschlucken“ sind, ein paar Worte zur Helligkeit. Auch Massive Talent ist wieder deutlich dunkler als der Blu-ray-Gegenspieler gemastert. Allerdings nimmt es nicht die krassen Ausmaße eines Everything Everywhere All at Once an. Hier und da droht das Geschehen etwas zu versumpfen (Cage und Olivia im Tunnel bei 82’36) und in dunklen Szenen ist mit Kontrastdynamik nicht mehr so wahnsinnig viel geboten (97’27). Allerdings gibt es keine völlig schwarzen Gesichter und auch keine überrissenen Farbkontraste wie in Everything … Natürlich wäre hier spannend zu erfahren, ob die US UHD Blu-ray mehr Zeichnung in Dunkelheit liefert und Leonine erneut zu dunkel hat mastern lassen. Sehr gut hingegen gelingt die native 4K-Auflösung, die schon auf Gesichtern mehr Details offenbart und auch die hübschen Muster auf Cages Hemd plastischer abbildet (55’39).

Blu-ray (16’57): (Slider ganz nach rechts): Leider wird’s je nach Größe des Anzeigegeräts für den Screenshot nicht so deutlich wie im Film selbst. Aber die komplette rechte Seite leidet hier unter starken Artefakten auf der Meeresoberfläche und auf dem Leuchtturm. Die Antenne verschwindet teils komplett.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray kann das leider nicht besser.

Blu-ray (25’59): (Slider ganz nach rechts): Wenn das Encoding keine Probleme macht, ist das Bild kontrastreich.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray bietet die kräftigeren Farben. Warme Farben haben sie beide.

Blu-ray (74’20): (Slider ganz nach rechts): Ein ähnliches Bild wie oben.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray kann in den Farben mehr Kraft und Tiefe liefern, ist insgesamt aber auch etwas dunkler.

Blu-ray (8’31): (Slider ganz nach rechts): Während der dunkleren Szenen bleibt die Blu-ray erkennbarer
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray wird dann zunehmend dunkel. Auch wenn’s keine Versumpfungen gibt.

Blu-ray (82’36): (Slider ganz nach rechts): Bei den ganz dunklen Momenten differenziert die Blu-ray hier noch etwas besser zwischen Olivia und dem Hintergrund.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Bei der UHD Blu-ray wird’s schwieriger. Allerdings ist es auch hier nicht völlig versumpft, wie bspw. bei Everything Everywhere All at Once – immerhin ist das hier wirklich auch eine sehr dunkle Szene.

Keine Änderung beim Ton. Die UHD Blu-ray ist mit den identischen Tonspuren ausgestattet, die auch die Blu-ray liefert.
Preis: 28,81 €
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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Fri, 30 Sep 2022
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Bonusmaterial

Das Bonusmaterial bietet zunächst den Audiokommentar von Regisseur Gormican und Ko-Autor Etten (wie bei Leonine üblich ist er, wie der Rest vom Bonusmaterial auch, nicht untertitelt). Die Blu-ray enthält dann noch ein siebenteiliges Featurette, das mehrere Bereiche der Produktion beleuchtet. So werden die einzelnen Darsteller ein wenig vorgestellt und man geht auch auf das Ping-Pong zwischen der gegenwärtigen und jüngeren Version von Nicolas Cage ein. Den letzten Teil stellt dann ein Q/A nach der Vorführung bei einem Filmfestival dar. Zwei entfernte Szenen komplettieren das Angebot.

Fazit

Massive Talent ist eine rundum unterhaltsame Liebeserklärung an Nicolas Cage und seine Filme. Von allen Beteiligten charmant und bisweilen großartig gespielt ist es auch für den Zuschauer eine kleine Reise durch das Œuvre des Schauspielers. Die UHD Blu-ray ist in hellen Szenen kontraststark, farblich sehr kräftig und vor allem hervorragend aufgelöst. In dunklen Szenen fehlt es allerdings erneut an Durchzeichnung, sodass man möglichst ohne Restlicht schauen sollte. Der Ton bleibt relativ unspektakulär und auf der Höhenebene (thematisch bedingt) mehr oder weniger inaktiv.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 80%
Bildqualität UHD: 75%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 70%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 20%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 60%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 70%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 20%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 60%

Bonusmaterial: 60%
Film: 80%

Anbieter: Leonine Studios
Land/Jahr: USA 2022
Regie: Tom Gormican, Pedro Pascal, Tiffany Haddish, Sharon Horgan, Paco Léon, Neil Patrick Harris, Demi Moore, David Gordon Green
Darsteller: Nicolas Cage
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en
Untertitel: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 108
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 870 Nit
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Leonine Studios)
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Trailer zu Massive Talent

Massive Talent - Trailer 2 (deutsch/german; FSK 12)


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
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Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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15 Kommentare
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DEDE

Vielen Dank, deine frühzeitige Review hat mir mal wieder Kaufentscheidung erleichtert.

Habe nun zur Blu Ray gegriffen, bei so einer Arbeit von Leonie sehe ich die 25 Euro mehr einfach nicht ein.

Ein Import der UHD aus dem Ausland ist mir für den Film schlichtweg zu teuer, ich sollte auch mit der Blu ray meinen Spaß haben

k-ulf

Leonine ist mittlerweile wie zu Blu-ray Zeiten Universum Film, auf meiner Blacklist gelandet.
Die einzigen Blu-rays die sich nicht mehr abspielen lassen sind von Universum Film, die Texteinblendungen sind forced Deutsch, und Wendecover gab es auch nie.

ondy

Das Blurays oder CD’s usw nicht mrhr abgespielt wetden liegt nicht an Original der disk. Bei einer selbst gebrannten kann es durchaus msl vorkommen das dich die chemie der disk verändert. Aber original disk sind gepresst und nicht gebrannt. Ich denke mal das der Laser vom Player nicht mehr richtig den focus halten kann. Da hilft nur Laser reinigen oder neuen laser einbauen. Es ist auch bewiesen das, wenn du eine disk innenrand und außenrand mit ein grünen edding bemalst wird der Focus vom laser besser und die streuhung verkleinert und disks die vorher nicht liefen werden wieder erkannt.

Wolfgang

Wenn gepresste Disks nicht mehr lesbar sind, liegt das meist/oft am verwendeten Kleber, mit dem die Polycarbonatscheiben der Disks zusammengeklebt wurden.

k-ulf

Es sind aber ausschließlich Universum Film Scheiben, die auf allen 4 Playern, die ich zum Testen genutzt habe, nicht abspielbar waren.
2 Panasonic, ein Oppo und ein Sony.
Dazu waren es auch Blu-rays, bei denen das laut entsprechender Foren im Internet eher Normalität als Ausnahme zu sein scheint.

Jonas

Großteils d’accord, dass wie Du schreibst die Kurve zum späteren Actionthriller etwas – mMn etwas sehr & teilweise hanebüschen – gewollt, & der dritte Teil des Films auch der vorhersehbarste und vielleicht am wenigsten originell ist hat mir den Film ein bisschen verdorben , insgesamt aber Daumen hoch.

Johannes Persian

Habe die US-Version und konnte keine Probleme mit Absumpfen im Schwarz feststellen.
Der direkte Vergleich mit der deutschen Fassung würde mich definitiv mal interessieren.
Vielleicht ist mir das Problem nur nicht aufgefallen.

Ich werde aber absofort einen großen Bogen um Leonide-Releases machen. Das viele Filme zu dunkel gemastert worden sind, scheint ja kein Bug sondern Feature zu sein.

Simon

Ich überlege auch, mich im Ausland zu bedienen – die UK-Version gibt’s gerade für das gleiche Geld bei Zavvi. (US ist für mich oftmals deutlich teurer als UK)
Falls jemand weiß, wie die sich schlägt: Gerne her. 😉

G W

Highdefdigest und bluray.com sind mit der Bildqualität sehr, und mit dem Ton ziemlich zufrieden. Dafür wurde die US Version von Lionsgate rezensiert.

Mein Bauchgefühl würde mir jetzt ebenfalls sagen, dass die UK Scheibe der deutschen wahrscheinlich überlegen sein wird, habe aber darüber noch nichts gehört/gelesen.

Leonine halt mal wieder…

k-ulf

Auf Highdefdigest als Quelle würde ich nicht unbedingt bauen, die bewerten die Bild- und Tonqualität grundsätzlich zu hoch.
Dolby Atmos bekommt bis auf wenige Ausnahmen automatisch mindestens 4,5 Sterne.
Vielleicht liegt es aber auch am jeweiligen Rezensenten.
Von schwachem Bass oder einem zu dunklen Master hab ich bei meiner von einem Bekannten geliehenen US Disc jedoch nichts bemerken können.

G W

Haha, ja, das stimmt sicherlich. Dafür sind sie bei ihren Bewertungen vom Bonusmaterial häufig „über-kritisch“ und die Filmbewertungen sind oft gar nicht nachzuvollziehen.

Echten Murks, wie die letzte Veröffentlichung von „Platoon“, strafen die aber auch zurecht, sehr deutlich ab. Ich kann’s mittlerweile einordnen und der Rezensionstext ist in der Regel durchaus hilfreich.

Simon

Hmm, schon der zweite Film (nach Thor Love & Thunder), bei dem mein (initial großes) Kaufinteresse ein wenig abgekühlt wird….
… verstärkt durch die hohen Preise; für <= 24 Euro bin ich entspannter als bei 30/33 Euro, wenn Film oder Scheibe nicht so doll sind. Nope & Bullet Train sind da gute Beispiele.

Im Moment ist echt irgendwie "Flaute" und großes Abwarten auf Top Gun 2.

ondy

Ich wurde nicht warm bei den film, fand ihn extrem langweilig gemacht