M:I-4 – Mission: Impossible – Phantom Protokoll 4K UHD

Blu-ray Review

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Paramount Home, 15.07.2018

OT: Mission: Impossible – Ghost Protocol

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Restart

Mit dem vierten Teil des Franchise stehen die Zeichen auf Wandel.

Inhalt

Kennt man aus LOST: Josh Holloway hat einen kurzen Auftritt

Ethan Hunt ist kaum von Benji und der neuen Kollegin Jane aus einem russischen Knast befreit wurden, da macht er sich auf in den Kreml, um dort Daten sicherzustellen, die zur Festsetzung des gesuchten Terroristen „Cobalt“ führen könnten. Dem war auch schon ein anderer Kollege kurz zuvor auf der Spur, wurde aber von der Profikillerin Sabine Moreau getötet. Der Einsatz im Kreml geht jedoch gründlich schief und eine Bombe zerstört weite Teile des russischen Regierungssitzes. Natürlich machen die Russen Hunt dafür verantwortlich, was zu internationalen Verwicklungen und der Tatsache führt, dass die US-Regierung das „Phantom Protokoll“ ausruft, nachdem die Existenz des IMF geleugnet wird. Hund und sein Team sind also mal wieder auf sich alleine gestellt. Die ersten Hinweise führen sie nach Dubai, wo sie verhindern wollen, dass Cobalt an Abschusscodes für nukleare Raketen herankommt. Mit denen würde er nur zu gerne einen neuen atomaren Krieg heraufbeschwören, um mit seinem eigenen Know-How über Atomwaffen eine neue Entwicklungsstufe in der atomaren Aufrüstung zu erreichen …

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Neue Figuren, neues Team …

Tom Cruise ist mittlerweile dafür bekannt, dass er gerne die Regisseure wechselt, mit denen er bei Filmen zusammenarbeitet, die er selbst co-finanziert. Deshalb gibt’s im vierten Abenteuer des Mission: Impossible-Franchise auch den vierten Regisseur. War es schon bei M:I 3 ein Wagnis, den bisher nur als Serienproduzenten aufgefallenen J. J. Abrams zu verpflichten, setzt Cruise in Mission: Impossible – Phantom Protokoll dem Ganzen aber die Krone auf. Sein (neuer) Wunschregisseur war zwar kein unbeschriebenes Blatt, hatte aber noch keinen einzigen Realfilm gedreht. Brad Bird, einer der kreativen Köpfe bei Pixar, war zuvor ausschließlich im Animationsgenre unterwegs. Dort hatte er unter anderem aber auch den ersten Teil von Die Unglaublichen verantwortet, der ja thematisch mehr als nur eine geringe Verwandtschaft zum M:I-Franchise aufweist. Gute Voraussetzungen also für ein Realfilm-Agentenabenteuer?
Die Antwort gaben die Zuschauer selbst. Hatte man sich seitens Paramount doch für eine kurze Zeit nach dem finanziell eher wenig erfolgreichen Vorgänger schon mit dem Gedanken beschäftigt, sich von Tom Cruise zu trennen, gab man der Actionreihe doch noch mal eine Chance. M:I 4 – Phantom Protokoll ist also auch so etwas wie ein Reboot der Serie. Und zwar ein extrem erfolgreiches. Nach weltweitem Einspiel zog der vierte Teil an den Vorgängern locker vorbei und war sogar einige Zeit der erfolgreichste Agentenfilm überhaupt (bis Daniel Craig ein Jahr später mit Skyfall kam).

… die nicht immer einer Meinung sind

Und das ist sogar aus inhaltlicher und visueller Sicht begründet. Denn Teil IV  macht einfach durchweg Spaß. Schon die Eröffnungs-Sequenz im russischen Knast zeigt die Spielfreude von Cruise und Pegg. Und weil sich darauf folgend eine rasante Story entwickelt, die nahezu perfekt getimt ist, darf man sogar über ein paar Logiklöcher hinwegsehen. Was Mission: Impossible – Phantom Protokoll vom direkten Vorgänger unterscheidet, ist seine bisweilen tolle Kombination aus Humor, Action und Spannung. Gerade den spannenden Teil ließ die dritte Mission doch etwas vermissen. Wenn aber Benji mit Ethan in den Kreml einbricht und die beiden bei völliger Stille und fast totalem Fehlen von Filmscore den Wachmann mit einer Projektion überlisten, hält man schon mal den Atem an. Dass Simon Pegg hier als Entspannungsfaktor fungiert, der sich auch mal einen kleinen Fehler leistet und dabei für Witz sorgt, führt nahtlos weiter, was im Vorgänger schon angedeutet wurde.
Natürlich ist es unlogisch, dass ein erfahrener Agent diese nervige Quasselstrippe mit auf eine Außenmission nimmt. Aber wenn das so charmant-witzige gekontert wird, wie hier, dann darf’s dem Zuschauer auch mal egal sein.
Und selbst die  schon zuvor in den Filmen genutzte Tatsache, dass Hunt und sein Team auf sich allein gestellt sind, kann am Unterhaltungswert nicht viel ändern. Denn es wurde bisher nicht so konsequent vollzogen wie hier, wo er sich permanent außerhalb des Gesetzes und der Regeln seiner Vorgesetzten bewegt.

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Mumbai – einer der exotischen Schauplätze

Dazu kommt natürlich der erneute  Einsatz an den unterschiedlichsten Schauplätzen. Von Budapest über Moskau, Dubai, Mumbai, Vancouver oder Banalore reichen die Drehorte, die zwischen Exotik und Moderne mühelos hin- und herwechseln.
Tja, und dann ist da ja noch diese eine Szene. Jene Szene, die bei den einen für ungläubiges und genervtes Kopfschütteln sorgt, weil’s ach so übertrieben ist und die bei den anderen den höchsten Respekt erzeugt.
Gemeint ist natürlich der Stunt am höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Khalifa. Natürlich ist das Over-the-top-Action und völlig hanebüchen. Aber es ist halt auch unfassbar spannend. Leuten mit akuter Akrophobie wird das vermutlich wirklich die Schweißperlen auf die Stirn zaubern – vor allem, wenn man sich vor Augen führt, dass Cruise diesen Stunt höchstpersönlich unternommen hat.
Man darf über ihn denken, was man will – Respekt für diese Nummer hat er definitiv verdient. In die Filmgeschichte geht diese Aktion ohnehin ein und macht auch heute, sieben Jahre später, noch richtig Spaß.
Den hatten sicherlich auch Jeremy Renner und Paula Patton, die zum Team dazu stießen. Während Renner als Agent Brandt auch noch in den kommenden Teilen dabei sein wird, war es für Patton ein einmaliger Auftritt. Den nutzt sie allerdings für eine leidenschaftliche Performance mit Ecken und Kanten.
Wirklich schade und ein echtes Manko des Films: Michael Nyqvist hätte einen großartigen Bösewicht abgegeben. Wenn man ihm ein bisschen mehr Screentime und etwas Geschichte gegeben hätte.

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Nope – kein CGI und keine Greenscreen waren im Spiel

Bild- und Tonqualität BD

Welcher Schauspieler kann schon von sich behaupten, senkrecht am Burj Khalifa entlang gelaufen zu sein?

Von allen fünf bisherigen Teilen liefert Mission: Impossible – Phantom Protokoll das beste, sauberste und ruhigste bild. Vielleicht liegt’s an Regisseur Bird, der ja aus der volldigitalen Animation kommt. Und das, obwohl Brad Birds erster Realfilm überhaupt war und er auch noch komplett analog arbeitete. Dennoch lässt er das nun mal vorhandene Filmkorn selbst in dunklen Szenen nicht drastisch zur Geltung kommen, was den Film äußerst homogen erscheinen lässt.
Und scharf ist er. Richtig scharf. Gerade in Szenen, in denen Teil 1 und 2 patzen, kommt hier fast jedes Detail zur Geltung. Schon der anfängliche Flug über Budapest ist ein Exemplar für mustergültiges Full HD. Die Totalen aus der Vogelperspektive wirken beinahe schon wie 4K-Material. Auch die Farben beim Anflug auf den Kreml wirken prächtig und der Aufstieg des roten Ballons ist ein tolles Beispiel für satte Farbkontraste. Lediglich ein paar wenige Randunschärfen im unteren Bereich trüben den Genuss. Das allerdings ist ein Problem der Aufzeichnung, nicht des Masterings der Blu-ray (21’06).
Akustisch gibt’s bei Mission: Impossible – Phantom Protokoll das erste Mal eine Änderung gegenüber den vorherigen drei Teilen. Und zwar, als bisher einzigem Film der Reihe, fürs Deutsche UND Englische. Paramount, bekannt dafür, den deutschen Zuhörern nur eine Dolby-Digital-Spur anzubieten, liefert hier in verlustfreiem True HD ab. Und das ist dann auch nur recht und billig für ein Action-Highlight aus dem Jahre 2011.
Schön, dass der aber nicht nur praktisch vorhanden ist, sondern auch seine Arbeit tut. Wenn die langsam abbrennende Zündschnur während des Titelthemas durch Front- und Rearspeaker zischelt, möchte man sie fast mit der Hand aus dem Lautsprecher greifen. Dazu kommen die Bläser differenziert und das Schlagzeug darf schon mal leichte Dynamik-Akzente setzen. Das haben kurz zuvor allerdings auch schon die Faustschläge Hunts getan, wenn er sich durch die Gänge des russischen Gefängnisses prügelt. Richtig druckvoll wird’s, wenn der Kreml in die Luft fliegt. Was hier an Tiefbass integriert wurde, reicht bei entsprechend potentem Equipment aus, um seismografische Ausschläge zu verursachen (31’20). Das Gleiche gilt für den Angriff auf den Wagen mit Hunt, Brandt und dem Sekretär. Zunächst trifft der große Sprengkörper tief in die Magengrube und dann erreichen die Geschosse im Wasser neue Maßstäbe für direktionale Surroundeffekte. Klasse auch das Zersplittern des Glases, wenn Cruise nach knapp 60 Minuten das zuvor angeschnittene Fenster des Burj Khalifa eintritt und im Inneren des Serverraums landet. Hier hört man jedes einzelne Splitter-Stückchen über die Surrounds hinabfallen. Das Gleiche gilt dann für das sensationelle Surround-Feeling innerhalb des Sandsturms. Man meint förmlich, dass das Silizium ins Heimkino zu rieseln beginnt.

Bild- und Tonqualität UHD

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Diese Nachricht zerstört sich in fünf Sekunden von selbst … NICHT!

Mission: Impossible – Phantom Protokoll wurde überwiegend auf 35mm Film und somit analog aufgenommen. Zum Einsatz kamen dabei Arriflex-435- und Panavision-Panaflex-Kameras. Zirka 30 Minuten an Material wurde allerdings auch im 65mm-IMAX-Format gefilmt. Gemeinsam gab’s einen 4K Scan, der zu einem 4K Digital Intermediate führte, was den vierten Teil somit zu einer nativen 4K-Scheibe macht.
Ebenfalls integriert wurde natürlich ein erweiterter Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie die größere Bilddynamik (hier – wie bei allen anderen auch – nach HDR10 und Dolby Vision).
Vorweg etwas über die Auflösung, die in weiten Teilen über die Blu-ray schon hervorragend war. In der Tat setzt die UHD dem noch einmal etwas drauf. Denn die Totale von Budapest zu Beginn oder der Blick durchs offene Fenster des Burj Khalifa über Dubai (56’10) sind einfach sensationell. Dazu kommt, dass sie trotz Schwenks und schneller Bewegungen keinerlei Unruhen offenbaren, was der Blu-ray nicht ganz zugeschrieben werden kann. Solche Szenen sind trotz analoger Grundlage des Ausgangsmaterials Demonstrations-Beispiele für hohe Auflösungen. Selbst dann noch, wenn die Stadt sich in den Fensterfronten spiegelt (57’01).
Farblich ist die UHD noch ein bisschen wärmer abgestimmt, was während der dunkleren Szenen schon mal einen Hauch zu viel des Guten ist, während der besser ausgeleuchteten Sequenzen aber für ein intensives Kontrastgefühl sorgt. Schwarzwerte sind jederzeit sauber, die Durchzeichnung ist meist hervorragend. Dazu neutralisiert die UHD eine auf der Blu-ray manchmal sichtbare Tendenz ins leichte Grün. Einzig das Korn wird ebenfalls deutlicher – analoge Filmquelle und höhere Auflösung sei Dank.

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(51’37): In den Farben der Wüste vor Dubai ist die Blu-ray ein wenig gelblicher und hat nicht so deutliche Schattierungen
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Die UHD lässt den Sand goldbrauner erscheinen und arbeitet mit stärkeren Kontrasten
Mission Impossible 4 - Phantom Protokoll BD vs UHD Bildvergleich 3
(0’58): Blu-ray: Die BD wirkt im direkten Vergleich etwas flauer und färbt die neutralen Flächen grünlich ein
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HDR10: Die UHD differenziert stärker zwischen hell und dunkel und liefert ein dynamischeres Farbbild mit mehr unterschiedlichen Tönen. Der Grund dafür: Die neutralgrauen Flächen sind neutral und nicht leicht grünlich. So unterscheidet sich die grüne Oberfläche der Donau sichtbar vom Gebäude, was der BD (oben) nicht so gut gelingt 
Mission Impossible 4 - Phantom Protokoll BD vs UHD Bildvergleich 5
Dolby Vision: Dolby Vision liefert in diesem Bild fast exakt die gleiche Stimmung wie HDR10. Lediglich die helleren Spitzlicht-Anteile sind noch etwas ausgeprägter
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(56’57): Die Blu-ray hat bereits eine beeindruckende Tiefe und wirklich tolle Kontraste
Mission Impossible 4 - Phantom Protokoll BD vs UHD Bildvergleich 12
Und dennoch: Schaut man sich die Bilder im direkten Wechsel schnell hintereinander an, hat die UHD mehr Spiegelung, prächtigere Farben und das noch mal bessere Kontrastgefüge
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(40’28): In den dunkleren Szenen wird die BD auf Gesichtern ziemlich rosig-rot und schwächelt dann auch etwas in der Auflösung
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Die UHD ist hier deutlich dunkler und macht das Gesicht weniger rosig, denn etwas arg sonnengebräunt. Die Auflösung bleibt aber besser
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(31’13): Blu-ray: In den hellen und wenig farbgefilterten Szenen könnte die BD etwas kräftigere Farben haben. Außerdem ist die neutralgraue Fläche im Hintergrund auch hier etwas grünlich
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HDR10: Per HDR10 sieht das schon wesentlich knackiger aus. Schon im Komplettbild lässt sich außerdem die größere Detailvielfalt im Gesicht erkennen und das Grau im Hintergrund ist neutraler
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Dolby Vision: DV hebt die Spitzlichter gegenüber HDR10 noch etwas an, bleibt aber ansonsten sehr ähnlich. Das sind maximal Nuance im Unterschied
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(31’13): Die BD, wie gesagt, löst schon sehr gut auf. Dennoch dürfte die Detailrate in Cruise‘ Gesicht beim Bildausschnitt noch etwas besser sein
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Die native 4K-Scheibe zeigt, was machbar ist. Gegenüber der schon guten BD ist hier eben noch mal das Quäntchen mehr an Feinheiten im Gesicht. Man sieht die Poren besser, kann die Fältchen nuancierter ausmachen und aufgrund der dynamischeren Kontrastgebung sind Brille, Lippen und Schatten dreidimensionaler, plastischer
Gegenüber der Blu-ray bietet die UHD von Mission: Impossible – Phantom Protokoll leider die ärgerlichste Veränderung für das deutsche Publikum. Denn der auf der BD noch vorhandene True-HD-Sound für BEIDE Sprachen reduziert sich hier auf die Originalfassung. Die deutschen Zuschauer werden hingegen mit Dolby Digital 5.1 abgespeist. Das ist zwar nicht das erste Mal, dass die UHD für die hiesigen Käufer die gegenüber der BD schwächere Tonspur liefert, aber vor allem deshalb ärgerlich, weil Teil I bis III der Filmreihe bei der UHD einen Mehrwert lieferten und die 4K-Scheibe des fünften Teils immerhin die identischen Tonspuren hatte wie die BD.
Gegenüber der True-HD-Fassung verliert der Dolby-Digital-Sound dann doch an Gewalt, Dynamik und Feinzeichnung. Die Bombenexplosion beim Kreml kommt zwar für eine komprimierte DD-Version durchaus wuchtig daher, lässt die Pegel aber nicht so drastisch ausschlagen und die feinen Partikel fallen auch nicht ganz so detailliert über die Rears zum Boden. Insgesamt klingt sie etwas muffiger. Aber für eine Dolby-Digital-Spur ist das immer noch mehr als ordentlich. So fetzen bspw. die Einschläge ins Wasser unglaublich direktional und effektvoll um den Kopf des Zuschauers (43’15).

Bonusmaterial

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Benji ist nun offiziell im Außendienst

Beim Bonusmaterial von Mission: Impossible – Phantom Protokoll zeigt sich mal wieder, dass die Käufer in Deutschland nicht das komplette Paket erhalten. Während die US-Fassung mit drei Disks daherkommt, muss man sich hier mit deren zwei begnügen. Es fehlt die Bonus-Scheibe, die in Amerika der damaligen exklusiven Veröffentlichung für die Best-Buy-Kette vorbehalten war und zahlreiche zusätzliche Featurettes beinhaltete.
Der hiesige Zuschauer bekommt lediglich die schon bekannte Blu-ray, die mit vier Featurettes und drei entfernten Szenen auskommen muss.
Die einzigen wertvollen Featurettes sind dabei unter dem Titel „Mission: Akzeptiert“ zu finden. In „Heiße Action in Dubai“ bekommen wir für etwas über 17 Minuten Einblick in die Dreharbeiten, die im Öl-Staat stattfanden und dürfen zusehen, wie Cruise am Burj Khalifa entlang kraxelte. „Faustschläge in Vancouver“ kümmert sich für 12 Minuten um die Szenen, die in der kanadischen Stadt gedreht wurden und die für Moskau doubelte. Die beiden dreiminütigen Kurzfeaturettes unter dem Kapitel „Unmögliche Missionen“ sind nicht allzu gehaltvoll, kümmern sich um die Sandsturm-Szene blicken dabei etwas hinter die Kulissen. Ein Audiokommentar fehlt leider.

Fazit

Das Reboot hat der Serie wirklich gut getan – Mission: Impossible 4 – Phantom Protokoll ist ein durchweg unterhaltsamer, teils rasanter, teils extrem spannender Agentenfilm geworden, der sich sogar in seinen Zitaten der Ur-Serie gegenüber erfrischend selbstironisch zeigt. Sämtliche Darsteller sind prima aufgelegt, Cruise macht unfassbare Stunts und die Story geht absolut in Ordnung. Schade, dass man dem Bösewicht kaum Zeit und Hintergrund zur Entfaltung gab.
Die UHD liefert das beste Bild aller fünf Filme, was zum einen am nativen 4K-Scan liegt, zum anderen aber auch daran, dass das Filmmaterial selbst sowie die anschließende Bearbeitung gegenüber den Teilen I-III und V deutlich hochwertiger ist.
Schade, dass man den auf der BD noch vorhandenen True-HD-Sound der deutschen Spur auf der UHD gestrichen hat – internationale Disk sei „Dank“.
Das ist ärgerlich, selbst wenn der Dolby-Digital-Sound sich achtbar schlägt.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 90%
Bildqualität UHD: 90%

Tonqualität BD (dt. Fassung): 95%
Tonqualität UHD (dt. Fassung): 90% (im Rahmen einer Dolby-Digital-Wertung)
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 95%

Bonusmaterial: 50%
Film: 80%

Anbieter: Paramount Home
Land/Jahr: USA 2011
Regie: Brad Bird
Darsteller: Tom Cruise, Paula Patton, Simon Pegg, Jeremy Renner, Michael Nyqvist, Wladimir Maschkow, Samuli Edelmann, Ivan Shvedoff, Josh Holloway
Tonformate BD: Dolby True HD 7.1: de, en
Tonformate UHD: Dolby True HD 7.1: en // Dolby Digital 5.1: de
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 133
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
FSK: 12

Trailer zu Mission: Impossible – Phantom Protokoll

MISSION IMPOSSIBLE IV: PHANTOM PROTOKOLL | Trailer deutsch german [HD]

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