Pacific Rim: Uprising 4K UHD

Blu-ray Review

Pacific Rim Uprising 4K UHD Blu-ray Review Cover
Universal Pictures, 26.07.2018
Pacific Rim Uprising Blu-ray Review Cover
Universal Pictures, 26.07.2018

OT: Pacific Rim: Uprising

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„Ich bin nicht mein Vater!“

Spektakulöses Sequel des Del-Toro-Hits.

Inhalt

Pacific Rim Uprising Blu-ray Review Szene 2
Jake bewegt sich seit seinem Rückzug vom Ranger-Posten vornehmlich im Untergrund

Wir schreiben das Jahr 2035. Zehn Jahre ist es her, dass die Menschheit als Union auftrat und die Kaiju mit einem Tritt in den Monster-Hintern besiegte. Weite Teil der Welt wurden zwar wieder aufgebaut, doch es gibt Randbereiche, in denen es die Menschen verschlagen hat, die von der Zivilisation vergessen wurden oder als Rebellen bewusst im Untergrund leben wollen. Jake Pentecost, der Sohn von Stacker Pentecost, dem Helden des Kampfes gegen die Kaiju, kennt sich in diesen Randgebieten aus. Zwar war er einst ein vielversprechender Aspirant für einen Jaeger-Piloten, entwickelte dann jedoch seinen eigenen Kopf und sah es nicht ein, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Nun verdient er sich mit dem Schwarzhandel von Jaeger-Teilen sein Brot. Bei seinen Erkundungen nahe Los Angeles begegnet er der 15-jährigen Hackerin Amara, die sich ihren eigenen Jaeger aus Ersatzteilen gebaut hat. Doch weil das alles wenig legal ist, werden beide vom Pan Pacific Defense Corpse gefangen genommen. Jakes Adoptivschwester, PPDC General Mako Mori, lässt ihm allerdings die Wahl: Gefängnis oder Rückkehr ins Jaeger-Programm mit Amara als Rekrut. Doch der Friede währt nicht lange, denn es gibt unterschiedliche Auffassung, wie das Jaeger-Programm fortgeführt werden soll. Mitten hinein in diese Diskussion taucht ein offenbar fremdgesteuerter Jaeger namens „Obsidian Fury“ auf. Er tötet gezielt und kann nur mit Mühe von Jake und seinem Co-Piloten Nate besiegt werden. Als sie ihn analysieren, stellen sie fest, dass die Kaiju noch aktiv sind und sich des Gehirns eines alten Bekannten bedient haben …

Pacific Rim Uprising Blu-ray Review Szene 5
Jakes Ex-Kollege Nate ist nicht so gut auf seinen ehemaligen Co-Piloten zu sprechen

Fünf Jahre hatte sich der mexikanische Kinomagier Guillermo del Toro (aktuell: Shape of Water) nach Hellboy: The Golden Army Zeit gelassen, um mit dem Monster-Spektakel Pacific Rim auf die Leinwand zurückzukehren. Seine Hommage an die Monsterfilme war zwar inhaltlich nicht sonderlich gehaltvoll, wollte das aber auch gar nicht sein. Vielmehr funktionierte er innerhalb der Filmhistorie als (wortwörtlich) riesengroßer Spaß mit immensen Schauwerten.
Eine Fortsetzung wurde zwar früh diskutiert, benötigte dann aber doch weitere fünf Jahre. Nun ist Pacific Rim: Uprising da und versetzt uns in eine Zeit, die zehn Jahre nach den Ereignissen von Teil I spielt. Del Toro zog es vor, sich auf Produktion und Drehbuch zu beschränken und überließ Langfilm-Debütant Steven S. DeKnight (Produzent bspw. bei der Spartacus-Serie) das Zepter. Der verjüngte erst einmal die Darstellerriege und freute sich vor allem deshalb auf das Projekt, weil er es spannend fand, das Setting von Grund auf zu erneuern. Immerhin waren die Jaeger im ersten Teil allesamt zerstört worden und die Erde musste erst einmal wieder aufgebaut werden. Dabei kümmert sich Pacific Rim: Uprising mehr um seine Figuren – hier vor allem um Jake – und nimmt sich hier auch mehr Zeit. John Boyega (Star Wars VII & Star Wars VIII) ist neben Clints Sohn Scott Eastwood als Hauptdarsteller Dreh- und Angelpunkt. Eine Rolle, die er hervorragend meistert, wenngleich die Geschichte vom Sohn, der post mortem gegen den so berühmten und verehrten Vater aufbegehrt, nicht gerade neu ist.

Pacific Rim Uprising Blu-ray Review Szene 4
Amara in ihrer neuen Rolle als Rekrut

Das allerdings dürfte nicht der Grund dafür gewesen sein, warum Pacific Rim: Uprising während seiner Kino-Auswertung nicht in die schwarzen Zahlen gelangt ist. Vielleicht war es die deutlich hellere Stimmung, die sich schon rein optisch massiv vom grau-verregneten Setting des Erstlings unterscheidet. Oft hat man zudem mehr den Eindruck in einem Transformers-meets-Power-Rangers-Film gelandet zu sein, weil alles so schön bunt ist und die Jaeger bisweilen ähnliche Moves vollziehen wie Bays transformierende Roboter. Die echte Scifi-/Fantasy-Attitüde jedenfalls fehlt der Fortsetzung etwas. Ebenso übrigens wie die Kaiju. Natürlich nicht komplett. Aber man muss doch recht lange warten, bis die Monster auftauchen und sich den neu formierten Jaegern gegenüberstellen.
Was Del Toro an Verehrung den japanischen Giganten gegenüber brachte, wirkt im Sequel daher eher wie ein etwas liebloses B-Movie mit viel Krachbumm.
Auf Letzteres muss man natürlich nicht verzichten – selbst wenn zunächst mal Jaeger gegen Jaeger in den Ring (oder auf die Straßen von Sydney) treten und sich bekämpfen.
Was Pacific Rim: Uprising hier aber abliefert, ist schlicht großes Spektakel und macht tierischen Spaß. Und das, obwohl von Kaijus noch keine Spur zu sehen ist. Getoppt wird die Sydney-Sequenz allerdings noch durch den zweiten Kampf der beiden in der eisigen Wüste Sibiriens. Das ist klasse choreografiert und gewinnt durch die vereiste Szenerie nochmals an Schauwert. Auch weil’s bis auf wenige ärgerlich schwache Tricks (Greenscreen-Szenen in Japan nach 78 Minuten) wirklich tolle CGI liefert.

Pacific Rim Uprising Blu-ray Review Szene 9
Der größte Jaeger wird von drei Personen bedient

Dass es am Ende gut 78 Minuten braucht, bis echte Kaiju für Chaos sorgen, ist sicherlich schade. Dafür setzt es dann aber wirklich Gigantismus pur und ganz Tokio wird mal eben in Schutt und Asche gelegt – Wahnsinn. Selbst wenn dem Ganzen die Seele des Vorgängers abgeht, darf man sich dennoch von solcherart Bilder unterhalten lassen.
Was leider ernsthaft auf den Senkel geht (und das noch mehr als im Vorgänger), ist Newton Geiszler. Der Kerl hyperagiert und nervt einfach nur. Und das führt dann leider dazu, dass die ihm zugesprochen Rolle einfach nicht funktioniert. Herrman Gottlieb, der ebenfalls wieder mit von der Partie ist, dosiert seinen Wahnsinn besser. Das ist manchmal auch etwas grenzwertig, passt aber besser in den Film.
Ebenfalls ärgerlich: Während die Compurterstimme, die innerhalb der Jaeger zu hören ist, im englischen Original SEHR an die von Selbstzweifeln zerfressene Selbstschusswaffe „Turret“ aus dem Game Portal erinnert, hat man diese Gag im Deutschen völlig vermasselt. Hier spricht einfach eine ganz normale Frauenstimme diese Monologe ein. Da darf man ruhig mal die Frage stellen: Warum?
Wo wir gerade bei den Mankos sind: Die Figur der Amara kommt deutlich zu kurz – gerade was ihre Vergangenheit angeht. Und der so prominent vorgestellte Jaeger, der von drei Personen bedient werden muss, wird am Ende ziemlich sang- und klanglos aus den Socken gehauen.

Pacific Rim Uprising Blu-ray Review Szene 13
Die bunten Jaeger erinnern leider noch mehr an Transformers als das im Original schon der Fall war

Bild- und Tonqualität BD

Pacific Rim Uprising Blu-ray Review Szene 7
Hermann Gottlieb hat noch ein paar Tricks auf Lager

Na das ist doch mal ein gutes Bild! Die Blu-ray von Pacific Rim punktet durchweg mit hoher Laufruhe. Das ist deshalb noch prägnanter, da nur wenige Szenen in dunkler Umgebung spielen. Oft ist das Wetter hervorragend und das Fehlen von Korn ist dann exemplarisch gut. Auch die Farben kommen prächtig rüber, was vor allem für den roten Lippenstift von Liwen Shao gilt, wenn sie in ihrem weißen Anzug die Drohnen vorstellt. Beim Gegenschnitt auf Jake sieht man allerdings auch etwas, das man immer mal wieder beobachten kann: Leichte Unruhen bei kurzen Bewegungen auf Gesichtern. In vielen Innenraumszenen zeigt sich dieses kurze Wuseln auf den Gesichtern. Davon abgesehen überzeugt die Auflösung, die in Nahaufnahmen immer wieder Referenzniveau erreicht.
Während der wenigen dunklen Szenen (vor allem zu Beginn) bleibt die Durchzeichnung dennoch gut, lediglich auf Schattenbereichen von Gesichtern ist die Kontrastflanke schon mal etwas zu steil. Schön aber: In Close-ups ist auch hier die Schärfe phänomenal (7’42).
Erstaunliches beim Ton: Universal, die meist auf dts:X als verlustfreie 3D-Sound-Variante setzen, nutzen für Pacific Rim: Uprising das Konkurrenzformat Dolby Atmos. Glücklicherweise für die hiesigen Käufer gelangte sowohl die englische als auch die deutsche Fassung in Atmos auf die Scheibe. Und, noch besser: Beide in verlustfreiem True-HD kodiert.
Und was die beiden Spuren können, zeigt die Disk von Beginn an. Während der Zusammenfassung der Geschehnisse durch Jake werden die Lautsprecher der regulären Ebene bereits dermaßen aktiv befeuert, dass einem zwar nicht das Sehen, aber zumindest das Hören vergeht. Da lässt es sich auch verschmerzen, dass die Synchronstimme von Jake eine Spur zu laut ist und bei entsprechendem Pegel etwas übersteuert.

Pacific Rim Uprising Blu-ray Review Szene 11
Liwen Shao will ihre Drohnen auf den Markt bringen

Apropos Pegel: Was hier an Bassgpegel und LFE-Gewalt auf den Zuschauer losgelassen wird, suchte zuletzt seinesgleichen. Schon alleine das Vorbeilaufen von Valor Omega lässt den Boden erzittern (16’29). Der Kampf von Gipsy Avenger und Obsidian Fury gerät dann vollends zum Referenzfall für die kompletten Lautsprecher. Schon die Raketen sensen einem die Haare vom Schädel und wenn die wabernden Chain Swords ein Hochhaus in zwei Teile spalten, muss man wirklich um die gute Nachbarschaft fürchten. Die setzt sich dann im Finale der Kämpfe zwischen Kaiju und den Jaegern am besten mit auf die Couch, denn dann sind die Grundmauern des Mietshauses ohnehin schon aufgeweicht. Alles andere als die Höchstwertung wäre hier eigentlich ein Hohn. Und zumindest für die Originalfassung gilt das. Die deutsche Version bekommt einen kleinen Punktabzug aufgrund ihrer leichten Übersteuerungen der Stimmen in lauten Szenen.
Was die 3D-Sounds angeht, so nimmt sich Pacific Rim leider etwas vornehm zurück. Denn viele der über der Kamera stattfindenden Geschehnisse (bspw. ) bleiben ohne Unterstützung aus den Heights. Auch die Filmmusik wird nicht mit auf die Höhen-Speaker gelegt. Das allerdings muss kein Manko sein.
Was vornehmlich von oben kommt, sind die Computerstimmen, die die Protagonisten innerhalb der Jaeger hören sowie auch die Stimme des Jaeger, der nach gut zehn Minuten Jake und Amara aufspürt (10’10). Stampft der große Kerl aber von oben auf die Kamera herunter, bleibt’s still. Auch wenn sie sich danach einen rasanten Fight liefern und es immer mal wieder Trümmerstücke von oben herab regnet oder wenn die vier Energie-Fangstrahlen Amaras Jaeger festsetzen – nichts wird aus den Heights geliefert. Was vor allem schade ist, wenn man sieht, wie Jake und Amara in ihrem kleinen Kerlchen umherpurzeln. Umso absurder wird das Ganze, wenn dann nach gut 20 Minuten in der Simulation genau DORT dann Geräusche von oben kommen – bei fast der gleichen visuellen Szenerie. Immerhin darf der Heli-Transporter seine Düsen-Sounds hörbar von oben präsentieren (24’50).

Pacific Rim Uprising Blu-ray Review Szene 10
Auf geht’s, ihr Jaeger

Um es deutlich zu machen: Die Tatsache, dass die Computerstimmen praktisch ausnahmslos von oben ertönen, isoliert sie aus dem Gesamtgeschehen wunderbar raus. Das erzeugt ein extrem immersives Gefühl – zumindest in diesen Szenen.
Dennoch wäre es sinnvoll gewesen, ein bisschen Information auf die zweite Ebene zu legen, wenn Jake und Nate in ihrem Jaeger „gedropt“ werden. Hier hört man das Entkoppeln der Seile sowie den Energiekern des Roboters – nur leider nicht aus den Höhen-Lautsprechern, wo’s zumindest visuell hingehört hätte (31’52).
Dann, nach etwas über 40 Minuten ist es doch soweit: Wenn Amara ihre Erinnerungen nicht in den Griff bekommt, hört man die donnernden Sounds des Kaiju korrekt gesetzt aus allen Speakern, auch den oberen (41’35).  Gleiches gilt für die Hubschrauber (53’45) und die Drohnen, die ausgeliefert werden (59’29). Vor allem in der darauf folgenden Szene zwischen den Drohnen und den Jaegern gibt’s dann zahlreiche dedizierte Höhen-Effekte. Nur in den echten Kämpfen zwischen Jaegern und Kaiju bleibt es immer wieder zu still, obwohl unglaublich viele Dinge oberhalb der Kameras kaputtgehen, runterfallen, umherspritzen oder explodieren.
Möglicherweise hat man bewusst versucht, nicht zu brachial auf die Heights zu gehen, denn wenn der Mega-Kaiju Newt anraunzt, ist das schon ein ziemlich genialer 3D-Soundeffekt. Solche gezielt gesetzten Effekte gibt’s glücklicherweise oft, sodass auch die dreidimensionale Akustik am Ende trotz teils fehlender Informationen Spaß macht.

Bild- und Tonqualität UHD

Pacific Rim Uprising Blu-ray Review Szene 14
Drei kamen durch

Pacific Rim: Uprising wurde zwar komplett digital gefilmt, wofür Arri-Alexa-XT-Plus- und Arri-Alexa-Mini-Kameras zum Einsatz kamen, doch die 2.8K und 3.4K, die am Ausgang anlagen, wurden für das Digital Intermediate auf 2K heruntergerechnet. Die UHD basiert auf diesem DI und ist damit „nur“ hochskaliert. Ebenfalls mit an Bord sind natürlich ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie die höhere Bilddynamik. Universal entschloss sich aber tatsächlich, dies in HDR10 UND Dolby Vision auf die Scheibe zu pressen. Gute Voraussetzungen also für ein farbkontraststarkes Bild?
In der Praxis zeigt sich ein relativ typisches Verhalten von UHDs mit erweiterter Dynamik. Zunächst sind HDR10 und Dolby Vision wesentlich dunkler abgestimmt. Allerdings passt das hier ganz gut, denn die Blu-ray ist durchweg arg hell geraten.
Ebenfalls ein schöner „Neben“effekt des Abdunkelns: In vielen Szenen fällt das Korn nicht mehr so stark auf.
Farben werden zwar sichtbar intensiviert, ohne es jedoch zu übertreiben. Der orangefarbene Saber Athena hat dennoch mehr Punch und die roten Lippen Liwens strahlen aus dem hellhäutigen Gesicht noch mehr hervor.
Apropos „strahlen“: Dolby Vision zieht die Spitzhelligkeit noch einmal etwas höher, was bisweilen an die Grenze des Clippings von Weiß (manchmal auch darüber hinaus) geht. In eher mischdynamischen Szenen ohne große Hell-Dunkel-Kontraste liegen HDR10 und DV beinahe gleichauf, wobei Dolby Vision hier die Farben etwas kräftiger hervorhebt. Trotz des „nur“ 2K DI ist die Auflösung in Nahaufnahmen sichtbar besser. Das kommt zum einen durch die höhere Bilddynamik, zum anderen aber durchaus auch durch das sehr gut gelungene Upscaling. Gerade in Close-ups von Gesichtern lässt sich das prima ablesen.
Dennoch: Wie auch die BD bleibt der UHD eine bessere Wertung verwehrt, weil einige Unruhen in kurzen Bewegungen zu sehen sind und Gesichter ab und an etwas weich wirken.

Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 1
(08’00): In den dunklen Szenen hat die BD ein wenig deutlicher sichtbares Korn und Gesichtstöne wirken gerade beim dunkelhäutigen John Boyega etwas überkontrastiert
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 2
Die UHD harmonisiert die überkontrastierten Bereiche auf den Gesichtern wieder etwas und ist weniger unruhig – allerdings auf Kosten der Helligkeit
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 6
(25’03): Blu-ray: Die Blu-ray ist zwar insgesamt sehr hell in den Außenaufnahmen, liefert dafür allerdings schon ein schönes Kontrastverhältnis. Der eigentlich weiße Anzug von Liwan ist allerdings etwas grünlich gefärbt
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 7
HDR10: HDR10 intensiviert Kontrast und Farben, lässt den Teint brauner/wärmer erscheinen. Dafür sind Spitzhelligkeiten auch stärker und Weiß ist hier wieder neutralisiert. Die Durchzeichnung generell ist gut – hier täuscht der Screenshot etwas aufgrund der nicht ganz optimalen Dynamik der genutzten Kamera
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 8
Dolby Vision: Per Dolby Vision clippt Weiß an Liwans rechter Schulter etwas. Ansonsten liefert DV die etwas bessere Durchzeichnung in Gesichtern
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 12
(43’37): In dunklen Nachtaufnahmen sieht man das Korn der BD recht deutlich. Auch die Farben dürften kräftiger sein
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 13
Aufgrund der dunkleren Stimmung reduziert sich die sichtbare Körnung über die UHD. Die Farben kommen prägnanter und satter rüber
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 18
(85’16): Blu-ray: Unsere vier Jaeger hätten noch etwas mehr Kontrast verdient. Im direkten Vergleich zur UHD ist das Bild etwas trüber. auch hier wirken neutralgraue Flächen etwas zu grün
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 19
HDR10: Die UHD liefert sattere Farben (orange links), den kräftigeren Himmel, viel mehr Kontrasttiefe und dreidimensionalere Formen
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 20
Dolby Vision: Im Gegensatz zum Bild oben mit Liwan sind DV und HDR10 hier sehr viel näher aneinander. Weiß clippt in diesem Bild nicht
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 21
(92’39): Schön zu sehen, dass selbst bei einem Vollbild die Auflösungsunterschiede trotz eines „nur“ hochskalierten Bild auffallen. Selbst wenn ein guter Teil durch HDR kommt, ist die BD im direkten Vergleich flacher und weniger detailliert
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 22
Die UHD hat eine viel bessere Durchzeichnung, zeigt hier schon mehr Details und sattere Hell-Dunkel-Schattierungen – obwohl wir noch keinen Bildausschnitt gewählt haben
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 24
Im Ausschnitt wird’s dann richtig deutlich, dass die BD zwar gut ist und auch einen schönen Glanz im Auge erzeugt, aber in den Falten und Fältchen, in den Poren und Härchen das letzte Quäntchen an Details vermissen lässt
Pacific Rim Uprising Bildvergleich BD vs UHD 25
Trotz eines 2K-Digital-Intermediate ist die UHD sichtbar schärfer, klarer und plastischer. Auch aufgrund von HDR, aber eben durchaus auch wegen der höheren Auflösung einer sehr gut gelungenen Skalierung
Beim Sound der UHD bleibt alles wie gehabt: Sie liefert dieselben Atmos-Spuren mit True-HD-Kern wie die Blu-ray.

Bonusmaterial

Pacific Rim Uprising Blu-ray Review Szene 1
Nate lässt den Jaeger rennen

Das Bonusmaterial, das komplett auf der Blu-ray vorliegt, hält zunächst einen Audiokommentar von Regisseur Steven S. DeKnight bereit. Dazu gibt es acht entfallene Szenen sowie insgesamt zehn Featurettes kurzer Länge. Zum einen werden uns die neuen Jaeger vorgestellt. Außerdem erklärt man die Entwicklung des Films, der die Story quasi von Grund auf neu gestalten konnte. In „Die Unterwelt von Uprising“ charakterisiert man die Gegend der Erde, in der der Wiederaufbau nicht hingekommen ist. „Neue Kadetten“ stellt uns die neue Crew vor und in „Unerwarteter Bösewicht“ geht es um den Widersacher aus den eigenen Reihen.“Ich bin Scrapper“ stellt uns den von Amara selbst gebauten „kleinen“ Jaeger vor. „Auf großer Tour“ kümmert sich dann endlich um die Kaiju des Films und „Mako kehrt zurück“ lässt Rinko Kikuchi zu Wort kommen, die schon im ersten Teil eine starke Rolle hatte.

Fazit

Pacific Rim: Uprising ist ein Spektakel, das im Finale das Heimkino regelrecht in Grund und Boden zertrümmert. Da passt es, dass der Sound in Sachen Brachialität neue Dimensionen erreicht. Gut, inhaltlich ist das noch leerer als das Original und die Seele fehlt auch ein bisschen. Aber unterhaltsam ist das schon.
Die UHD liefert die identisch guten Tonspuren und das kontraststärkere, gleichzeitig etwas neutralere und schärfere Bild. HDR10 und Dolby Vision liegen gleichauf, wenngleich DV in ein paar wenigen Szenen etwas zum Clipping neigt.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 90%
Bildqualität UHD (HDR10): 90%
Bildqualität UHD (Dolby Vision): 90%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 95%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 65%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 80%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 100%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 65%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 80%

Bonusmaterial: 50%
Film: 70%

Anbieter: Universal Pictures
Land/Jahr: USA 2018
Regie: Steven S. DeKnight
Darsteller: John Boyega, Scott Eastwood, Cailee Spaeny, Jing Tian, Adria Arjona, Charlie Day, Rinko Kikuchi,
Tonformate BD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 111
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Real 4K: Nein (2K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
FSK: 12

Trailer zu Pacific Rim: Uprising

Pacific Rim: Uprising | Trailer 2 | Deutsch (Universal Pictures) HD

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5 thoughts on “Pacific Rim: Uprising 4K UHD

  1. Smon

    Hi Timo,

    danke für die Rezi. Sehr fein! .-D
    Allerdings wundert mich deine Tonwertung. Bei mir (auf einer 7.2-Anlage) klang der englische Atmos-Ton leider ziemlich gezähmt. Gerade der LFE-Kanal hat mich enttäuscht. Schade – bei so einem Film muss eigentlich die Tapete von den Wänden kommen….
    Nicht ganz so schlimm wie bei Black Panther, aber ähnlich wie bei Thor: Ragnarok.
    Ich habe anschließend nochmal die UHD des ersten Teils reingelegt und die geht da ganz anders ab….

    • Moin.
      Hier sind wir dann offensichtlich anderer Meinung. Denn in Sachen Dynamik lassen sich BP und Pacific Rim: Uprising nicht vergleichen. Da liegen Welten dazwischen. Denn so komprimiert wie die Disney-Titel klingt PR:U nicht. Zudem ist er ein Muster an Direktionalität und Räumlichkeit. Für mich passte der LFE-Bereich sehr gut. Auch hier: Kein Vergleich mit BP. Meine Nachbarn meldeten sich zumindest über den Balkon und fragten, was ich heute so schaue – kam noch nie vor. Hier wackelte es doch sehr ordentlich.

      • Marius

        Toll Rezension.
        Allerdings muss ich sagen, im LFE Bereich kommt meistens gar nix. Das Stampfen der Roboter ist zwar zu hören, aber so richtig Spaß will da nicht aufkommen. Wenn eins der Kaijū einen der Roboter gegen ein Hochhaus wirft, kommt gar nix . Zum Vergleich ich hab vorher Ready Player One geschaut, da löst sich die Tapete von der Wand! P.S: Ich höre auf Referenzlevel!

  2. jörg

    fand die uhd teil 1 klanglich auch ansprechender. bild ist so lala. stellenweise groteskes cgi

    inhaltlich ist der zweite schon grenzwertig. wahllos ausgewählte autos mit zivilisten an bord als waffe zu benutzen (sydney), erscheint etwas unüberlegt. zieht sich durch den ganzen film. die schauspieler hinterlassen keinen bleibenden eindruck. schade. dritter teil wohl unvermeidlich.

  3. Ronny

    So, habe mir den Streifen gestern mal als normale BR gegeben. Auch ich muss sagen, der Ton ist nicht schlecht, aber auch nicht brachial. Ich konnte ihn, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, gestern Abend schauen. Die Dynamik ist nicht sonderlich beeindruckend. Ich bin, aufgrund der Rezension hier, mit vorsichtigem Pegel an die Sache gegangen. Leider war ich dann doch ein wenig enttäuscht und konnte den Pegel erhöhen.

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