Psycho 4K UHD

Blu-ray Review

Universal Pictures, 10.09.2020
Universal Pictures, 08.10.2020

OT: Psycho

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Ödipuskomplex

Einer der bekanntesten Filme aller Zeiten erscheint als UHD.

Inhalt

Marion hätte gerne mehr von Sam

Marion Crane hat einen guten Job und eine leidenschaftliche Beziehung zu ihrem Freund Sam. Der jedoch weigert sich, eine engere Bindung einzugehen, da er sich finanziell nicht unabhängig genug fühlt. Als Marion für ihren Chef eine hohe Summe Bargeld in der Bank einzahlen soll, sieht sie ihre Chance kommen. Sie unterschlägt das Geld und meldet sich krank. Mit 40.000 Dollar sollte sich Sam doch umstimmen lassen und endlich einer Heirat zustimmen. Doch es kommt ganz anders. Als Marion auf ihrer Fahrt aus der Stadt vom Regen überrascht wird, landet sie in einem Hotel, das von einem gewissen Norman Bates und seiner Mutter geführt wird. Norman offenbart sich zwar zunächst als schüchtern-charmanter Gastgeber, doch die Tatsache, dass er sich mit seiner Mutter laut hörbar streitet, sollte Marion Zweifel an der Freundlichkeit der Bates bekommen lassen …

Was man mit so viel Geld nicht alles tun könnte

Folgt man der Studie der beiden Analysten Livio Bioglio und Ruggero G. Pensa, die diese über Applied Network Science publizierten (Quelle) ist Alfred Hitchcock der einflussreichste Regisseur aller Zeiten. Sein 1960er Psycho landet unter den einflussreichsten Filmen immerhin noch auf Platz 3 (nach Der Zauberer von Oz und Star Wars). Beide Punkte kann man mit Sicherheit vertreten. Umso erstaunlicher, dass Psycho eigentlich ein betont „kleiner“ Film des Regisseurs gewesen ist. Gut ein Jahr nach Der unsichtbare Dritte kehrte Hitchcock ganz bewusst den großen und hoch budgetierten Hollywoodproduktionen den Rücken, um etwas „ganz anderes“ zu machen. Es war die Zeit, in der kleinere B-Movies Erfolge an den Kassen hatten und als er über die Buchvorlage von Robert Bloch stolperte, sicherte er sich für den recht geringen Betrag von 9.000 Dollar die Rechte an dem Schauerroman. Hitch blieb beim Kauf der Rechte im Hintergrund. Ebenso „heimlich“ ließ er danach einen großen Teil der Auflage kaufen, damit die Öffentlichkeit das Ende der Vorlage nicht schon kennen würde, wenn er seine Filmadaption ins Kino brächte.
Tatsächlich hatte es dem Regisseur vor allem die für die damalige Zeit sehr überraschende Wendung in der Mitte des Films angetan. So etwas gab es seinerzeit nicht – und schon gar nicht in der Deutlichkeit. So deutlich im Buch, dass Hitchcock die Szene für den Film entschärfen ließ. Denn was im Kino „nur“ mehr ein Messermord ist, ging in Blochs Roman bis zur Enthauptung. Dies wollte Hitchcock seinem Publikum offenbar nicht zumuten. Auch die Entscheidung, in Schwarzweiß zu drehen, lässt Rückschlüsse darauf zu, dass der Kultregisseur die optischen Eindrücke etwas reduzieren wollte.

Marion brennt mit der Kohle durch

Dass es dennoch dazu reichte, dass Kinozuschauer schreiend den Saal verließen und die legendäre Szene unter der Dusche (vor allem) in den USA eine wahre Duschphobie auslöste, wird dem Regiemeister durchaus ein zufriedenes innerliches Lächeln abgerungen haben. Die mit 78 Einstellungen und 52 Schnitten umgesetzte, dreiminütige Sequenz ist sicherlich auch heute noch eine der berühmtesten, wenn nicht DIE berühmteste Filmszene aller Zeiten. Nachhaltig beeinflusste Hitchcock damit die Filmwelt und stürzte den Zuschauer gleichzeitig in einen Strudel aus Emotionen. Immerhin geschieht dieser Mord völlig unvorbereitet, unerwartet und lenkt Psycho in eine komplett andere Richtung. Faszinierend ist, dass nicht nur diese Sequenz, sondern auch die grundsätzliche Suspense des Films auch 60 Jahre nach seiner Uraufführung noch packen. Unabhängig von heutigen Sehgewohnheiten und fiesen Soundeffekten des jungen Horrorkinos zeigt sich, dass Hitchcock nicht umsonst ein Meister seines Fachs war. Beleuchtung, Kameraeinstellungen und -fahrten (schon die Eingangssequenz ist herausragend gefilmt), Blickwinkel und visuelle Ideen sind in Psycho meisterlich miteinander verknüpft. Und nicht nur das. Ergänzt um die heute legendäre und damals den Schauer perfekt untermalende Filmmusik von Bernard Herrmann entwickelt der Schocker selbst sechs Jahrzehnte später noch eine unbequeme Gänsehaut. Sobald die bekannten Streichertöne erklingen, sind alle Sinne angespitzt – selbst wenn man den Film schon zigmal gesehen hat.

Der Polizist wird misstrauisch

Die Entscheidung (auch aus Budgetgründen), auf die ganz großen Hollywood-Schauspieler zu verzichten und Darsteller aus der zweiten Reihe zu nehmen, erwies sich gleichzeitig als glücklich. Ein James Stewart als Norman Bates? Eine Grace Kelly als Marion? Aus heutiger Sicht undenkbar.
Anthony Perkins hingegen war den meisten aus TV-Rollen bekannt, selbst wenn er 1957 bereits mal für den Nebenrollen-Oscar nominiert gewesen war (für seine Rolle in Lockende Versuchung). Gerade seine zurückgenommene Darstellung, seine introvertierte Art, den Norman Bates zu spielen, machte die Dynamik des Films erst möglich. Wie konnte ein so höflich und freundlich auftretender Mensch derartige Abgründe beherbergen – sicherlich das, was die Zuschauer am Ende am meisten geängstigt hat. Perkins wurde die Rolle des Norman Bates zwar nie mehr so richtig los (schon alleine aufgrund der Fortsetzungen), aber vielleicht war er auch nie besser als hier. Janet Leigh auf der anderen Seite war das bekannteste Gesicht des Casts. Ein besonders genialer Kniff von Hitchcock, sie in der Rolle der Marion zu besetzen. Denn das machte den Schock in der Mitte des Films noch wirkungsvoller.
Psycho, das dürfte selbst dem jüngeren Filmfan nach der Sichtung klar sein, ist in der Summe seiner Einzelteile (vom Drehbuch über die Regie, Kameraarbeit, Musik und die Darsteller) ein nahezu perfekter Thriller – und einer, der seinen Einfluss aufs Horror-/Thriller-Kino noch heute ausübt.

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Bild- und Tonqualität BD

Bekommt Marion kalte Füße?

Die alte Universal Blu-ray, die aus dem Jahr 2013 datiert, war so richtig schlecht gar nicht. Mit einem ganz guten Kompromiss aus Filterung und möglichst authentischer Körnung bei allerdings durchaus vorhandener Nachschärfung setzte man den damals 53 Jahre alten Film in HD-Qualität um. Man säuberte nicht alle Fehler aus dem Material, weshalb Schmutzpartikel und ähnliche typische Hinterlassenschaften durchaus noch auftauchen. Nicht auftauchen sollten aber Probleme bei den feinen Mustern und Auflösungsbereichen. So sind die Rollo-Vorhänge vor dem Hotelfenster bei 3’05 im mittleren Bereich sichtbar „Matsch“, während sie am äußeren Rand noch erkennbar aufgelöst erscheinen. Ähnliche Probleme hat die BD auch auf der Anzugjacke des Texaners nach 8’30. Davon ab präsentierte sich der Transfer seinerzeit mit sehr guten Kontrastwerten, sattem Schwarz und wirklich gelungenen Grauabstufungen. Obendrauf gibt’s (auch aufgrund der Nachschärfung) schön scharfe Close-ups – und Naheinstellung gibt’s häufig.
Für die 60th Anniversary Edition gab’s nun einen frischen Transfer, der nach allen verfügbaren Informationen auf einem 4K-Scan basiert. Das Bild wurde noch einmal gesäubert und präsentiert sich nun nahezu frei von entsprechenden Schmutzpartikeln oder Störstreifen. Außerdem wirken die hellen Oberflächen sichtbar strahlender, die Körnung kommt authentischer rüber und ist feiner. Geblieben sind die bereits aufnahmeseitig schwächeren/unschärferen Shots. Das Haus der Bates wirkt von den Motelzimmern aus stets verwaschen und unscharf. Auch das eine oder andere Close-up hätte besser getroffen sein dürfen. Allerdings hat Hitchcock Psycho eben auch mit sehr wenig Geld und entsprechend „dünnem“ Equipment gedreht. Insgesamt erscheint die remasterte BD aber die bisher bestmögliche Qualität zu liefern, die dem Film je zuteil wurde. Im nächsten Kapitel lest ihr, ob die UHD das nochmals toppen kann.

Blu-ray 2013 (38’34): (Slider ganz nach rechts): Gut erkennbar auf Wand und Gesicht: Die alte Blu-ray filterte die Körnung teils deutlich weg.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Die neu remasterte Blu-ray holt das Filmkorn realistisch zurück.

Blu-ray 2013 (58’40): (Slider ganz nach rechts): Gut erkennbar an den dreidimensionalen Konturen im Kennzeichen: Die Überschärfung der alten Blu-ray führte zu leicht überstrahlenden Kontrasten.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist hier harmonischer abgestimmt und kommt ohne Nachschärfung aus.

Blu-ray 2013 (92’05): (Slider ganz nach rechts): Noch deutlicher wird die Nachschärfung auf diesem Screenshot, der subjektiv knackiger aussieht als bei der neuen Blu-ray. Dazu gibt’s einen deutlich erkennbaren Partikel auf dem alten Master.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Die remasterte BD eliminiert den hellen Partikel, wirkt insgesamt aber softer – bis man genauer hinschaut (nächster Screenshot).

Blu-ray 2013 (92’05): (Slider ganz nach rechts): Die Ausschnittsvergrößerung zeigt: Nicht mehr Schärfe oder gar Details, sondern deutliche Überkonturierungen durch die Nachschärfung. Das sieht im ersten Moment beeindruckend aus, ist auf den zweiten Blick aber alles andere als natürlich.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Die Natürlichkeit kommt durch den neuen Transfer zurück. Hier zeigen sich Kontrastierung und Schärfe in harmonischem Einklang.

Ein freundlicher Hotelbetreiber, oder?

Die bisherige Blu-ray von Universal lieferte den deutschen Ton in 2.0 Mono, kodiert in Dolby Digital. Von der darf man natürlich keine Wunder erwarten. Sie klingt etwas dünn und statisch. Dialoge allerdings kommen sauber und klar zum Gehör. Speziell Perkins‘ Synchronstimme ist sehr präsent, was für eine 60 Jahre alte Synchro wirklich lobenswert ist. Die legendäre Filmmusik wirkt manchmal allerdings nicht wirklich angenehm im Ohr.
Der ebenfalls enthaltene englische Mono-Track ist dts-HD-Master kodiert und klingt (obwohl ebenfalls nicht mit tollem Fundament versehen) authentischer und unmittelbarer. Die Instrumentierung wirkt klarer, Höhen sind sauberer und Instrumente viel feiner heraus gearbeitet. Dagegen tönt die deutsche Synchro fast dumpf. Der ebenfalls enthaltene dts-HD-Master-Mix in 5.1 addiert erstaunlich räumliche Effekte während der Schlüsselszenen. Gerade der Regen während der nächtlichen Fahrt oder das Prasseln während der Duschszene versetzen den Zuschauer in die Mitte des Geschehens. Ob man das aus Gründen der Authentizität mag oder nicht, ist natürlich Geschmackssache.
Die 2020er BD bietet erneut nur einen Mono-Ton, dieses Mal jedoch in DTS-Kodierung und einer ganz hörbar anderen Abmischung. Er klingt wesentlich offener, klarer und integriert mehr Höhen, wo die bisherige Fassung dumpf und krachig tönte.
Ärgerlich für Fans des historischen O-Tons: Die als „original theatrical audio“ auf BD und UHD gekennzeichnete Mono-Spur ist NICHT die originale Monospur. Gut erkennbar bei Minute 25’55: Wo die originale Monospur von dominanter Musik (und etwas Regen) zeugt, rauschen bei der neuen BD und der UHD hörbar Autos an der Kamera vorbei. Da dies ein „neuer“ Soundeffekte der 2013er 5.1-Spur ist, liegt die Vermutung nahe, dass man diesen als Grundlage nahm und einen Mono-Downmix erzeugte.

Parallel warten sowohl die neue BD als auch die UHD mit einer englischen DTS:X-Spur auf. Die klingt insgesamt noch etwas luftiger als die alte 5.1-Fassung und pumpt sogar bisweilen ordentlich Bass ins Heimkino. Ob das filmisch-authentisch ist, soll dann jeder Filmfan für sich beurteilen. Räumlich ist es in jedem Fall. Und nun auch noch um die Höhen-Ebene erweitert, die (und das ist dann doch erstaunlich) nicht nur die grandiose Filmmusik mit auf die Heights legt, sondern sehr realistisch auch den Regen, der ab Minute 26 aufs Autodach prasselt. Das passt hervorragend zur Atmosphäre, selbst wenn man ihn kurz darauf eigentlich nicht hören können dürfte, wenn Marion ihr Auto verlässt. Aber noch mal zurück zur Filmmusik. Gerade während der treibenden Streicherpassagen brandet der Score sehr deutlich auch aus den Höhenspeakern mit auf, was für ein sehr immersives Erlebnis sorgt. Ähnlich offensiv ist dann auch die Duschszene vertont – insbesondere während der Momente, in denen die Kamera von unten in die Duschbrause schaut. Aber auch der aufregende Score mit den quietschenden Streichern wird in der Szene sehr präsent über alle neun Speaker verteilt. Besonders schaurig ist der 3D-Soundeffekt der nackten Glühbirne in der finalen Schockszene.
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Bild- und Tonqualität UHD

Der Meister – immer für einen kleinen Scherz zu haben

Psycho wurde damals wahrlich nicht mit dem modernsten Equipment auf 35mm Film aufgezeichnet. Dem Thriller haftet bis heute ein schmuddeliger und bewusst grober Look an. Diesen mit größtmöglicher Authentizität herzustellen, sollte der Fokus von Universal gewesen sein. Und das ist weitgehend gelungen. Mit einem 4K-Scan wurde das Bild neu abgetastet und im Anschluss sichtbar von Blitzern, Schmutz oder Störstreifen befreit. Dann bekam der Film seine HDR10-Bilddynamik. Auch wurde er im Rahmen von Rec.2020 gemastert, wobei dies auf einen Schwarz-Weiß-Film natürlich keine direkten Auswirkungen hat.
Schaut man sich die UHD intensiv an, sollten die Zweifel an ihrer nativen 4K-Herkunft bald ausgeräumt sein. Denn gerade in der Tiefe ist die Auflösung sichtbar besser. Diesen Vorsprung an Feinzeichnung auf Objekten in der Ferne hätte ein 2K-Upscale nicht hinbekommen. Exemplarisch gut zu sehen ist das im unten aufgeführten Screenshot des Kirchturms. Geblieben sind allerdings die Auflösungsprobleme in der Jalousie während der Kamerafahrt ins Hotelzimmer zu Beginn des Films. Das scheint also eher schon aufnahmeseitig nicht ganz gut gelaufen zu sein. Was die Kontrastierung angeht, ist die UHD von Psycho zwar nicht wesentlich heller und kräftiger, dafür aber etwas homogener im Look. Die dunklere Abstimmung bewirkt allerdings ein etwas mausgraueres Bild. Im Zusammenspiel mit der Körnung, die noch mal feiner und filmischer ist, wird die Abstimmung nicht jeden Geschmack treffen. Sie passt indes sehr gut zum Look des Films an sich. Gegenüber der neuen Blu-ray werden plastische Details sichtbarer hervorgehoben und wirken dreidimensionaler. Auch das ist vor allem bei Hintergründen erkennbar. Wenn man kein Hochglanz-Bild erwartet, komplimentiert die UHD Hitchcocks Kultfilm wirklich sehr gut.

Blu-ray (38’34): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der neuen BD, die schon filmischer wirkte …

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … ist die UHD noch etwas feiner gekörnt. Ihr Look ist eine Spur wärmer.

Blu-ray (49’31): (Slider ganz nach rechts): Die neue BD macht schon einen sehr guten Eindruck.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD arbeitet mit ihrer HDR-Abstimmung Feinheiten und Schattierungen auf dem Gesicht besser heraus. Sie ist allerdings insgesamt etwas dunkler und grauer.

Blu-ray 2013 (86’53): (Slider ganz nach rechts): Bei diesem Ausschnitt wird deutlich, dass die neue BD/UHD ein hoch aufgelöstes Master in 4K erhalten hat. Die alte BD hat unterhalb der Uhr keinerlei Differenzierung in den Lamellen.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray bringt diese Details sichtbar zum Vorschein.

Blu-ray 2020 (86’53): (Slider ganz nach rechts): Der Vergleich zwischen neuer BD und UHD fällt geringer aus.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD arbeitet aufgrund ihrer HDR-Abstimmung aber Schatten, Kanten und Übergänger deutlicher und dreidimensionaler heraus.

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Bonusmaterial

Die Schwester stellt Nachforschungen an

Das Bonusmaterial von Psycho besteht größtenteils aus bereits bekannten Featurettes. Vorab allerdings liefern die neue BD und UHD den Film in der Kino- UND der Uncut-Fassung. Zwar läuft diese lediglich um knapp 18 Sekunden länger und enthält neben ein paar längeren voyeuristischen Blicken Normans durchs Loch in der Wand noch längere Einstellungen seiner blutigen Hände sowie ein paar Stiche mehr auf Arbogast. Dennoch ist es löblich, dass diese Fassung nun BD und UHD zieren.
Ansonsten gibt’s ein Making-of, diverse Bildergalerien von Werbeshots oder Hinter-den-Kulissen-Material. Dazu Featurettes wie „Im Schatten des Meisters“, in dem knapp eine halbe Stunde lang Kollegen wie Scorsese, Carpenter, Spielberg oder del Toro das Genie des Meisters zu umschreiben versuchen  oder das viertelstündige Interview zwischen Hitchcock und Truffaut. Alle Specials sind deutsch untertitelt.

Fazit

Psycho hat auch 60 Jahre später noch nichts von seiner schaurigen Faszination verloren. Die überraschenden Wendungen zur Mitte und am Ende des Films sind bis heute oft kopiert und nie wirklich erreicht worden. Ein Meisterwerk des Psycho-Thrillers, das nun mit absolut sauberem, sehr filmischem und hoch aufgelöstem Bild in bestmöglicher Qualität vorliegt.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 80%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD 2013 (dt. Fassung): 50%
Tonqualität BD/UHD 2020 (dt. Fassung): 70%

Tonqualität BD/UHD Mono-Fassung: 50% (Abwertung, da nicht die originale Kino-Monospur)
Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 70%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 50%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 60%

Bonusmaterial: 80%
Film: 100%

Anbieter: Universal Pictures Germany
Land/Jahr: USA 1960
Regie: Alfred Hitchcock
Darsteller: Anthony Perkins, Janet Leigh, Vera Miles, Martin Balsam, Patricia Hitchcock
Tonformate BD/UHD: DTS:X (dts-HD-Master-Kern): en //  dts 2.0 (Mono): de, en
Bildformat: 1,85:1
Laufzeit: 108’51/109’04
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10
Maximale Lichtstärke: 1000 Nit
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Universal Pictures)

Trailer zu Psycho

Alfred Hitchcock Psycho Trailer german - deutsch