Pulp Fiction 4K UHD

Blu-ray Review

Paramount, 08.12.2022
Paramount, 09.03.2023

OT: Pulp Fiction

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Viertelpfünder mit Käse

Quentin Tarantinos Meisterwerk im neuen Glanz.

Inhalt

„Du hältst die Leute in Schach!“

Quentin Tarantino hatte bewiesen, dass er es kann. Mit der Produktionshilfe von Harvey Keitel und Richard N. Gladstein brachte er 1,5 Mio. Dollar auf und realisierte sein Kinodebüt Reservoir Dogs weitestgehend im Alleingang. Die Reduktion auf das Wesentliche, nämlich die Charaktere seines Films, sowie das gleichzeitige Weglassen dessen, was jeder andere Regisseur ausgeschlachtet hätte, macht den Film aus. Und das erkannten die Kritiker weltweit. Und nicht nur die. Trotzdem man sich keine große Marketingkampagne für Reservoir Dogs leistete, spielte er knapp das Doppelte seiner Produktionskosten wieder ein. Das Publikum musste sich zwar mit der offensiven Gewaltdarstellung erst einmal anfreunden, weil das im Kino – und speziell in diesem Genre – schon lange nicht mehr so drastisch war, doch auch das machte Tarantinos Arbeit aus. Der Regisseur, der von Kindheit an zu einem der größten Filmfans des Planeten heran reifte, ließ bewusst grafische Bilder auf sarkastischen Humor treffen und unterlegte das Ganze mit der coolsten Musik, die der historische Plattenschrank hergibt. In der Folge klopften die Major-Studios bei ihm an und boten ihm bspw. die Regie für Speed oder Men in Black an – gut, dass er diese Angebote ausschlug.

„… und ich will große Rache an ihnen üben …“

Denn Quentin Tarantino hatte bereits eine neue Geschichte im Kopf. Und die sollte zementieren, was er mit seinem Erstling andeutete. Oder, von der anderen Seite aus gesehen: Alle Kritiker Lügen strafen, die Reservoir Dogs für eine Eintagsfliege hielten. Im „Exil“ in Amsterdam verfasste er große Teile des Skripts zu Pulp Fiction. Dabei nutzte er auch Elemente, die Roger Avary (der schon beim Vorgänger mit Tarantino zusammenarbeitete) für True Romance geschrieben hatte. Dass er bei der Preisverleihung für die Golden Globes seinen Buddy und Schreiberkollegen nicht mal erwähnte, nahm Avary ihm übel – zumal Tarantino seinen Kollaborateur zuvor bereits als Ko-Autor aus den Credits für das Drehbuch herausgekauft hatte. Pulp Fiction kam in die Kinos und Avarys Name tauchte als „Story by“ auf, während sich Tarantino groß mit „Written and Directed by“ präsentieren konnte. Immerhin: Den Oscar für das beste Drehbuch bekamen sie dann beide – überreicht von Anthony Hopkins. Wie auch immer die Aufteilung genau war, wer welchen Teil geschrieben hat und wer ihn wieder angepasst hat – egal. Denn das, was dabei rausgekommen ist, ist schlicht ein Meisterwerk. Da braucht ein junger Skriptschreiber gerade mal einen Film, um sich die Finger etwas zu lockern, bevor er mit seinem Folgewerk etwas abliefert, das als Instant-Kultfilm in die Geschichte einging.

„War nicht mit Absicht, war ein Unfall!“

Und das vollkommen zu Recht. Mit seiner (erneut) nicht linearen Erzählweise schafft Pulp Fiction etwas, das sonst nur gute Buchautoren hinbekommen: Einzelne Situationen auf einen bestimmten Punkt hinsteuern und (teils) kurz vor der Klimax die Kurve zu einem anderen Handlungsteil vollziehen, nur um dort die Spannung ebenfalls zu steigern und die Stränge dann unglaublich elegant zusammen zu führen. Pulp Fiction ist an jeder Stelle, zu jeder Zeit und in jedem Winkel absolut perfektes Erzählkino. Dass sich Tarantino mit seinem zweiten Film zweieinhalb Stunden Zeit lässt, werden einige Unverbesserliche ihm als Arroganz vorgeworfen haben. Umso erstaunlicher, dass Miramax, das Studio der beiden Weinstein-Brüder, die Produktion übernahm. Denn kurz zuvor war der Independent von Disney erworben worden. Die Weinsteins ließen sich auch nicht davon beeindrucken, dass die Bosse von TriStar das Drehbuch zuvor als „zu geistesgestört“ abgelehnt hatten. Mit 8,5 Mio. Dollar Budget ging man ins Rennen und erwirtschaftete weltweit rund 200 Mio. Dollar – ein riesiger Erfolg, der durch die frühzeitige Auszeichnung mit der Goldenen Palme von Cannes sowie das fast einhellige Kritikerlob noch befeuert wurde. Ein Grund, warum man die Ausgaben so kostengünstig halten konnte, war übrigens die gleichmäßige Bezahlung der Hauptdarsteller – sie bekamen 20.000 Dollar/Woche. Geradezu lächerliche Gagen, wenn man bedenkt, dass selbst Hauptakteur Travolta „nur“ sieben Wochen Drehzeit hatte.

„Sie können meinen Strohhalm benutzen“

Womit wir bei den Darstellern sind. Schon in Reservoir Dogs bewies Tarantino ein absolut glückliches Händchen, doch in Pulp Fiction steigerte er das noch einmal. Ja, Bruce Willis mag damals der bekannteste Name gewesen sein, doch witzigerweise ist es nicht Willis, der hier für die besonders denkwürdigen Momente sorgt. Das sind dann doch eher Uma Thurman und John Travolta. Und just dieser Travolta war vor Pulp Fiction mehr oder weniger in die Untiefen der B-Movies versunken, nachdem er in den 70ern und 80ern durch sein Mitwirken in Tanzfilmen so berühmt geworden war. Viele hatten ihn nach dem zweiten Kuck mal, wer da spricht Sequel bereits abgeschrieben. Tarantino erkannte das nach wie vor vorhandene Potenzial in dem Akteur, wollte ihn aber eigentlich für From Dusk Till Dawn, während Michael Madsen für den Part des Vincent vorgesehen war. Doch nach einem langen Gespräch zwischen den beiden besetzte Tarantino Travolta konsequent gegen den Strich. Heraus kam die coolste Filmrolle der 90er. Punkt. Ihm zur Seite stellte er Uma Thurman, deren Karriere seinerzeit noch in den Kinderschuhen steckte und die nach dieser Kultrolle vollends durchstartete. In den gemeinsamen Szenen der beiden brennt die Leinwand – und das, weil beide Figuren einfach unfassbar cool sind. Nicht, weil sie unnötig romantisiert werden. Dass ein Samuel L. Jackson als Killer-Partner von John Travoltas Figur dazu die großartigsten Sätze in den Mund gelegt bekommt, zeigt, wie grandios das Drehbuch geschrieben ist. Selbstredend integrierte Tarantino erneut sensationelle Filmmusik, ließ erst gar keinen Score komponieren, da er alle relevanten Szenen mit Songs unterlegte. Alleine diese Musikstücke reichen aus, um sich durch die Popkultur zu zitieren. Doch die Songs sind nur ein Aspekt. Praktisch der ganze Film ist eine Hommage an Hollywood und damit ist nicht nur Travoltas Tanz gemeint (den Tarantino übrigens an Godards Filme angelegt haben möchte, nicht an Travoltas Saturday Night Live). Travoltas Rolle ist so etwas wie eine Selbstreferenz an seine Karriere und man könnte ewig so weitermachen. Kein Wunder, dass US-Kritiker/-Herausgeber Gary Groth Tarantino mal als „filmischen Kleptomanen“ beschrieben hat.

„Stehen Sie auch so drauf, wenn Sie vom Klo zurück kommen und ihr Essen wartet bereits auf Sie?“

Einer also, der sich munter durch die Filmhistorie „klaut“. Natürlich ist das zu kurz gegriffen und komprimiert nur zugespitzt, was Tarantino kann wie kein anderer: Aus bekannten Versatzstücken etwas Höchsteigenes und extrem Kreatives zu kreieren. Pulp Fiction ist trotz aller Verweise auf berühmte Vorbilder (alleine der Gang durch das Jack Rabbit Slim’s ist eine Retrospektive der Kino- und Popkultur der 50er) kein bloßes Sammelsurium an zusammengeklauten Motiven. Abseits der Zitate erschafft Tarantino selbst ikonische Bilder, die sich unlöschbar ins Gedächtnis des Filmfans gebrannt haben. Beispielsweise das Close-up auf Uma Thurmans Mund und das Mikro, während sie über das Intercom mit John Travolta kommuniziert. Nicht weiter benennen muss man das Ausleben seines Fuß-Fetischs, dem er schon in Pulp Fiction ausgiebig frönt. Uma Thurmans Gang zum Plattenspieler gehört deshalb ebenso zu den Szenen, an denen man den Film sofort erkennt. Auch hier könnte man ewig weitermachen und käme irgendwann sicherlich auch zu Samuel L. Jacksons berühmtester Szene, in der er Hesekiel 25:17 zitiert oder zu der Szene, in der sich im Auto während der Fahrt ungewollt ein Schuss löst oder oder oder …

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Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 08 Dec 2022
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Bild- und Tonqualität BD

Uma Thurman ist perfekt besetzt

Die bisherige Blu-ray erschien erstmals 2012 und ist seitdem technisch unverändert. Diese Blu-ray ist nun erneut Bestandteil des Doppelpacks mit der 4K-Disk. Es gibt also keine neu gemasterte Full-HD-Scheibe. Gegenüber der BD von Reservoir Dogs sah jene von Pulp Fiction seinerzeit sichtbar besser aus. Nicht perfekt, aber besser. So ist die Schärfe recht gut und auch in der Tiefe wirkt sie verhältnismäßig gut aufgelöst. Die Laufruhe ist okay und Schmutzpartikel sind kein Problem. Was insgesamt besser sein könnte, ist die Kontrastierung. Schwarzwerte dürften noch etwas satter sein, während helle Bereiche (gerade beim seitlich einfallenden Licht im Diner zu Beginn) oft überstrahlen. Plummers und Roth‘ Gesicht verlieren deshalb oft die Zeichnung auf der angeleuchteten Seite. Auf hellen Bereichen flackert das Bild außerdem immer mal wieder und eine dezente Rauschfilterung kann die Blu-ray auch nicht verheimlichen. Zwar fällt das lange nicht so drastisch auf wie bei der BD von Reservoir Dogs, doch wenn man sich die Stromleitungen und -Masten bei 93’51 anschaut, dann ist da weder Filmkorn im Himmel, noch sieht man die Leitungen deutlich. Dazu kommen die angesprochenen Überstrahlungen und schon denkt man, der Strom wird hier teilweise magisch über die Luft transportiert. Den Maschendraht zentral im Bild erkennt man nicht mal mehr. Ebenfalls etwas unschön ist der leicht gelbliche Schleier, der sich in vielen Einstellungen über das Bild legt.

Inspiriert von Godards „Bande à parte“

Akustisch wartete die Blu-ray mit DTS-HD-Master-Tonspuren auf, die weder im O-Ton, noch auf der deutschen Synchro Bäume ausreißen oder herausragend klingen. die deutsche Fassung fügt etwas mehr Bass hinzu (gut hörbar im Opening Song „Misirlou“ von Dick Dale & The Del Tones), lässt ihn allerdings etwas unmotiviert vor sich hin brummeln. Die Surrounds bekommen in der Synchro etwas mehr als nur reinen Hall, was bei „Misirlou“ allerdings tonal nicht ausgewogen klingt. Der O-Ton allerdings tönt auf den hinteren Speakern dauerhaft, als stünde man in einer riesigen Kathedrale – unnatürlich verhallt. Außerdem legt die englische Spur nicht mal die Schüsse von Vince und Jules mit auf die Rears, was in der deutschen Version durchaus gut klingt. Allerdings wiederum mit weniger Dynamik. Der O-Ton bleibt hier zwar frontal, aber während der Schüsse mit hörbar mehr Punch. Die beiden Fassungen klingen insgesamt sehr unterschiedlich und behandeln auch die einzelnen Speaker maximal anders. So kommt die Filmmusik im Original mehr aus den Mainspeakern, während der deutsche Ton sich auf den Center fokussiert. Stimmen werden über beide Sprachen verständlich reproduziert, könnten aber noch etwas mehr Volumen haben.

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Bild- und Tonqualität UHD

„Ich muss dreimal auf sie einstechen?“

Pulp Fiction wurde 1994 mit analogen Kameras auf 35-mm-Film gedreht. Zum Einsatz kamen Kameras vom Typ Arriflex 35-III, Panavision Panaflex Gold II, Panavision Lightweight und Panavision Platinum. Erwähnenswert ist, dass er auf 50er ASA-Filmmaterial gedreht, dem langsamsten Material, das es gibt – vor allem aus dem Grund, dass es ein nahezu kornfreies und glänzendes Ergebnis erzeugt. Dennoch filterte die Blu-ray davon noch einiges weg. Die UHD BD zeigt das Korn nun in seiner feinen filmischen Ursprungsform. Es wird nie auffällig oder gar störend, sondern zeigt einfach ein sehr authentisch-analoges Bild. Dazu bot es die Möglichkeit für ein extrem scharfes Bild, solange der Fokus entsprechend saß. Manche Einstellungen sind wirklich sensationell knackig (Ving Rhames bei 95’02). Ein Indiz, dass hier tatsächlich ein komplett neuer Scan vom Original-Filmmaterial vorgenommen wurde. „Indiz“ deshalb, weil der Bildausschnitt schon sehr ähnlich zu jenem der bisherigen Blu-ray ist und es keine ausmachbaren Differenzen gibt. Nimmt man sich aber erneut die Strommasten und -leitungen bei 93’52, so wird in der Tiefe dann doch sehr deutlich, welche Scheibe hier besser auflöst. Wo die Blu-ray Leitungen irgendwann in mangelnder Auflösung und Filterung auflöst, kommen sie hier zum Vorschein. Laufen zwei Leitungen nahe beieinander, kann man sie differenzieren, während die BD sie zu einem einzigen Strang verklumpt. Hier und da hat die BD zudem Probleme bei Aufblendungen nach einer schwarzen Kapitelansage, womit die UHD Blu-ray souveräner umgeht. Farben kommen durchweg kräftiger zum Betrachter, der Grauschleier der Blu-ray ist beseitigt und Kontraste sind nun viel knackiger. Klasse sind auch die Spitzlichter bei 54’48. Die Straßenlaternen bleiben bis in die Tiefe definiert(er), wo die Blu-ray die jeweils drei Leuchtmittel frühzeitig zu einem Ganzen verwischt. Außerdem sind sie sichtbar heller als über die Blu-ray. Geblieben sind leider der ab und an wacklige Bildstand und das leichte Helligkeitsflackern (82’45).

Blu-ray (2’44): (Slider ganz nach rechts): Die alte Blu-ray wirkte in den hellen Szenen etwas milchig. Die Farben waren nicht ganz natürlich. Außerdem überstrahlen die hellen Bildbereiche.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray wirkt dynamischer, kontrastreicher, überreißt nicht und präsentiert insgesamt natürlichere Farben. Nur selten haben sie (wie hier) einen leichten Grün-Einschlag.

Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Schauen wir uns das gleiche Bild im Ausschnitt an, wird der Unterschied in der Auflösung deutlich. Amanda Plummers Haare wirken unscharf, die Menü-Karte ganz hinten lässt sich nicht entziffern.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Scheibe bildet deutlich schärfer und detailreicher ab.

Blu-ray (5’12): (Slider ganz nach rechts): Ein schöner Vergleich zwischen der Farbkraft von BD und UHD-BD.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch wenn der erweiterte Farbraum im Screenshot grundsätzlich nicht abbildbar ist, bekommt man eine Idee, dass die HDR-Scheibe kräftiger abbildet.

Blu-ray (8’57): (Slider ganz nach rechts): In der Gegenlichtszene ist die Blu-ray im Kontrast nicht ganz souverän.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray zeichnet besser durch.

Blu-ray (9’20): (Slider ganz nach rechts): Bei Mischlicht könnte die alte Blu-ray etwas satteres Schwarz haben. Die beiden Gesichter haben eine leichte Gelbtendenz.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray wirkt farblich und vom Kontrast her stimmiger. Im laufenden Bild wird das noch deutlicher.

Blu-ray (15’54): (Slider ganz nach rechts): Über die BD könnte man im Vergleich meinen, der Burger läge schon einen Tag länger.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Saftiger und frischer wirkt er über die UHD Blu-ray.

Blu-ray (27’05): (Slider ganz nach rechts): Die alte Blu-ray ist in puncto Farbdifferenzierung maximal durchschnittlich.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray lüftet den Schleier und ist deutlich differenzierter in den Schattierungen.

Keine Änderung beim Ton. Auch die UHD Blu-ray von Pulp Fiction nutzt die gleichen Tonspuren wie die Blu-ray.
Preis: 23,99 €
(Stand von: 2023/06/06 11:16 pm - Details
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Sie sparen: 1,00 € (4%)
20 neu von 23,99 €3 gebraucht von 19,45 €
Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 09 Mar 2023
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Bonusmaterial

Der Hauptanteil vom Bonusmaterial liegt auf der Blu-ray und ist somit weitgehend bekannt. „Nicht das übliche Kennenlern-Gesülze“ läuft mit 45 Minuten angenehm lang und ist in seinen Interview-Schnipseln wirklich überraschend ehrlich. Weitere Featurettes schließen sich gemeinsam mit geschnittenen Szenen und Ausschnitten von unterschiedlichen Award-Verleihungen an. Drei der Featurettes finden sich parallel auch auf der UHD Blu-ray.

Fazit

Wie gesagt: Gut, dass Tarantino die Angebote der großen Studios, Filme wie Speed oder Men in Black zu inszenieren, ausschlug. Wer weiß, in welche Richtung er dann gegangen wäre und ob er uns die grandiosen Hommagen an das Gangster-, Blacksploitation-, Samurai-, Spaghetti-Western- und WW-II-Kino dann überhaupt beschert hätte. Pulp Fiction jedenfalls gehört zu den ganz großen Filmen der Geschichte und besteht neben Klassikern wie Citizen Kane, die das Kino ebenso nachhaltig beeinflussten. Schade, dass Tarantino nur noch einen Film drehen möchte – auch wenn das seinen Legenden-Status weiter zementieren wird, weil er sich nach wie vor nicht vor irgendeinen Karren spannen lässt. Schaut man sich seine bisherigen neun Filme an, muss man konstatieren, dass die Quote von Volltreffern bisher nur von einer Handvoll anderer Regisseure erreicht wurde. Dass der Kultfilm nun in der bestmöglichen Bildqualität vorliegt, ist das beste Argument ihn entweder erstmals oder einfach nochmals ins Regal zu stellen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 65%
Bildqualität UHD: 85%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 65%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 70%

Bonusmaterial: 80%
Film: 100%

Anbieter: Paramount Home Entertainment
Land/Jahr: USA 1994
Regie: Quentin Tarantino
Darsteller: Samuel L. Jackson, John Travolta, Uma Thurman, Bruce Willis, Harvey Keitel, Ving Rhames, Tim Roth, Amanda Plummer, Eric Stoltz, Christopher Walken,
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 5.1: de, en
Untertitel: de, en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 155
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1000 Nit
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: © 1994, 2022 Paramount Pictures)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

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9 Kommentare
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Wolfgang

Danke für das tolle Review! Ich freue mich ja schon tierisch drauf, den Film in 4K zu sehen! Leider hat Amazon da andere Vorstellungen, und mein Steelbook nach wie vor noch nicht mal versendet! Das ist die letzten Monate bei Amazon – trotz PRIME-Mitgliedschaft – scheinbar „normal“, dass Filme nicht mehr so versendet werden, dass sie am Erscheinungstag geliefert werden!

Bin ja gespannt, ob „Jackie Brown“ dann demnächst auch mal in 4K erscheint.

Florian Schäfer

Endlich, mein Kultfilm Nummer 1 nun auf UHD! Kommt direkt neben die VHS, DVD und BD 🙂

Sönke

Moin Timo, DANKE für deine Arbeit! Findet man dich eigentlich auf Letterboxd?

Alexander

Endlich, endlich, endlich! Merci, Timo (Travolta) für die Infos, das Bild scheint großartig zu sein!
P.S. Michael Madsen war, soweit ich weiß, für die Rolle des Vincent vorgesehen, nicht Jules …

Jonas

Cool, thx für die tolle Rezi, UHD offenbar gelungen, wird morgen abend zelebriert, das Schicksal hat hier durch den Black Friday einen nicht geplanten 83″ LG OLed seinen Platz finden lassen, sehe das alles als Zeichen (..für was auch immer ;-)…).
Schön das wir uns – wie bei Big Lebowski – über den Stellenwert von PF absolut einig sind.

Viet

Mit dem Film hat meine sammelleidenschaft begonnen (allererste DVD). Mein abs

Ollum

Dito. Im Juli 2002 an einer Tankstelle (!) spontan gekauft. Kam damals noch in einer dieser Super Jewelcases, die es in der Anfangszeit der DVD noch gab und die quasi das Gegenstück zu diesen super billig wirkenden Papphüllen darstellte.

Mein Steelbook ist gestern angekommen, sieht sehr nett und minimalistisch aus und passt gut zum Film. Hab ihn jetzt auch schon ein paar Jahre nicht mehr gesehen und bin sehr gespannt auf das Ergebnis. 🙂