Red Heat 4K UHD

Blu-ray Review

Studiocanal, 03.09.2020

OT: Red Heat

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Wer ist Dirty Harry?

Die UHD-BD von Red Heat erscheint nun auch in der Amaray-Fassung.

Inhalt

Merke: Die Russen in den 80ern hatten alle einen Kant-Haarschnitt, Amerikaner standen hingegen auf Vokuhila

Ivan Danko ist ein prinzipientreuer russischer Polizist. Als solcher hat er den Auftrag, den georgischen Drogendealer Viktor Rosta zu verhaften. Das jedoch geht schief. Rosta kann fliehen und bringt auch noch Dankos Partner um. Nachdem Ivan erfährt, dass der Flüchtige sich in die USA abgesetzt hat und dort festgenommen wurde, reist er über den Großen Teich und will Rosta übernehmen, um ihn wieder nach Russland zu überführen. Doch erneut kann Rosta fliehen. Für Danko vor allem deshalb ärgerlich, weil er nun mit dem US-Polizisten Arthur Ridzik zusammen arbeiten muss. Und der ist alles andere als prinzipientreu und regelfolgend …

Wenn Rosta eins kann, dann böse gucken

Die 80er waren zweifelsohne das Jahrzehnt von Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger. Die beiden kraftstrotzenden Darsteller dominierten mit ihrer Art das Power-Actionkino fast nach Belieben, was nur hin und wieder mal von einem Bruce Willis in Stirb Langsam durchbrochen werden konnte. Schwarzenegger hatte zweifelsohne seine erfolgreichste Zeit zwischen 1982 und 1991. In diese Phase von knapp neun Jahren fallen nicht nur die Conan- und Terminator-Filme, sondern auch Hits wie City Hai, Predator und eben auch Red Heat. Gegenüber den vorherigen wurde es auch erstmals (seicht) politisch. Denn im Jahre 1988 befand man sich durchaus noch in der Endphase des Kalten Kriegs. Und eine Kooperation zwischen Russland und Amerika erschien für den Moment nur im Film wirklich möglich. Regisseur und Drehbuchautor Walter Hill nahm sich den realen Hintergrund, um einen etwas anderen Buddy-Cop-Movie zu inszenieren. Dieses Mal muss sich nicht ein Weißer mit einem Afroamerikaner zusammen raufen (wie bspw. in Hills Nur 48 Stunden), sondern direkt zwei völlig konträr eingestellte Menschen, deren Herkunftsländer kaum weiter auseinander liegen könnten.

Was weiß Cat?

Hill nutzt das in Red Heat, um erneut ein kleines Feuerwerk an gewitzten Dialogen auf den Zuschauer los zu lassen. Nur, dass dieses Mal James Belushi die Quasselstrippe ist (nicht Eddie Murphy) und Schwarzenegger das stoische Gegenüber gibt. Selbst der Porno im abgerockten Hotel bringt ihn nicht aus der Fassung. Mit einem geringschätzigen „Kapitalismus“ kommentiert er das Gestöhne auf der Mattscheibe. Red Heat macht erstaunlicherweise viele Dinge richtig. Natürlich nutzt Hill einen ganzen Haufen an Klischees, um die Gags zwischen Ivan und Arthur in Gang zu bringen. Allerdings bricht er sie am laufenden Band und macht sich genüsslich über sie lustig. Beispielsweise, wenn die zwei Streithähne ihre jeweils eigenen Verhörmethoden anwenden und Ivan dem US-Kollegen beibringt, was russische Ökonomie ist.
In Sachen Action wird ebenfalls eine Menge geboten. Von der anfänglichen Nackedei-Schlägerei über kleinere Shootouts zwischendurch bis zur famosen Omnibus-Sequenz. Allerdings muss man in der Choreografie durchaus Abstriche machen. Derart ungelenk prügelt man in Filmen heute nicht mehr aufeinander ein. Und wenn man Jim Belushi mit der Knarre rumfuchteln und rennen sieht, weiß man auch, warum Filmproduktionen ihre Darsteller heutzutage in Trainingscamps schicken. Belushi jedenfalls hätte mit seiner Art, die Waffe zu führen vermutlich jeden umherstehenden Passanten getroffen, aber sicher keinen der Gegner.
Weit ärgerlicher als dieses „technische“ Detail ist allerdings, dass Red Heat keinen passablen Bösewicht hat. Die Figur des Rosta bleibt blass und ohne jeden Background. Und so fokussiert sich das Geschehen ganz auf die beiden unterschiedlichen Cops, die von Schwarzenegger (erstmals mit leisem Hang zur Selbstironie) und Belushi (ein bisschen überdreht) mit hohem Unterhaltungswert gegeben werden. Nette Anekdote am Rande: ein köstlich ernster Laurence Fishburne als Kollege von Arthur, der sich hier noch so schlank zeigt, dass man ihn kaum erkennt.

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Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität BD

Besuch im Knast

Die bisherige Blu-ray von Red Heat datierte vom Mai 2010. Und sie ist gar nicht mal so gut. Zum einen hat man das analog gefilmte Material nur mittelmäßig zufriedenstellend aufbereitet. Die vorhandene Körnung (die einigen Filmschauern sicher noch zu drastisch ist), wurde teils deutlich gefiltert und verursacht gerade in Innenraumszenen immer mal wieder stehende Rauschmuster. Hinzu kommt, dass selbst Close-ups nur selten wirklich scharf sind. Auch hier schlägt eine Filterung zu Buche. Zwar führt das nicht zu den wachsweichen Gesichtern, die man aus der alten BD von Predator kennt, aber authentisch und filmisch sieht anders aus. Zumal es inkonsistent wiedergegeben wird. Denn in den Szenen im Hotel nach gut 80 Minuten ist die Körnung derart drastisch, dass einem der Spaß am Bild schnell vergeht. In Sachen Kontrastgebung wirken die Einstellungen in Russland und auch nach dem Wechsel in die USA ziemlich flau. Hellen Szenen fehlt’s an knackigem Schwarz und in dunklen Bereichen saufen Details im Schatten gerne mal ab. Auch beim Grading hat man nicht gerade ein Muster an Realismus erschaffen. Während die Szenen in Russland noch in Ordnung gehen, haben die Gesichter in den USA ein oftmals ziemlich gebliches Äußeres.
Die neue BD, die erstmals 2019 dem UHD-Steelbook beilag, basiert (wie die UHD-BD auch) auf dem 4K-Remaster. Und sie wurde komplett neu bearbeitet. Die Körnung wirkt nun feiner und neigt deutlich weniger zu stehenden Rauschmustern. Das ist immer noch nicht ganz perfekt, aber gegenüber der neun Jahre älteren FHD-Scheibe sichtbar besser. Der Vorteil: Es kommen nun auch endlich in Close-ups Details zum Vorschein, die von der bisherigen BD weitgehend verschwiegen wurden (Schwarzenegger bei 13’22). Selbst der über die alte BD ganz wachssofte Typ bei 14’35 zeigt nun Einzelheiten auf Stirn und Wangen. Sämtlich Schriften auf Papieren, Leuchtreklamen oder Münzfernsprechern sind viel klarer lesbar. Geblieben ist allerdings der filmbedingt eher trübe Look mit nicht beständig sehr dynamischer Kontrastierung. Vor allem die Szenen im Gefängnis nach knapp einer halben Stunde sind arg milchig. Farben wie das Rot in den russischen Mützen kommen allerdings kräftiger rüber. Hauttöne sind kräftiger und rötlicher gehalten, was im direkten Vergleich aber nicht immer natürlicher erscheint. Während die alte BD ins hell-gründliche tendiert, ist es nun sehr rot-gebräunt. Das kann schon mal zuviel des Guten sein. Und die blasse Gina Gershon sieht nach 84 Minuten auch nicht wirklich so leichenblass aus, wie’s (authentischer) über die alte Blu-ray der Fall ist. Das neue Color Grading wird den einen deshalb freuen, den anderen stören. Unzweifelhaft besser sind Auflösung und Natürlichkeit der Körnung. Das Filmkorn ist viel feiner und dadurch weniger störend als über die alte BD.

Blu-ray (4’16): (Slider ganz nach rechts): Die alte Blu-ray wirkt in den hellen Außenszenen matt und ziemlich farblos.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist heller und zeigt mehr Farbdifferenzierung in den Steinmauern.

Blu-ray (4’12): (Slider ganz nach rechts): Die Kampfszene im Schnee über die alte BD: Die Haut ist gelb, die Haare grün und alles durch die Bank etwas hell.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray verändert das Color Grading deutlich. Die Haut wird von gelb zu rot, die Haare bleiben braun, sind allerdings nicht mehr komplett durchgezeichnet.

Blu-ray (84’42): (Slider ganz nach rechts): Über die bisherige Blu-ray ist Cat scheinbar schon etwas länger tot.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Bei der neuen Blu-ray ist es deutlich kürzer her, dass sie das Zeitliche gesegnet hat. Die Gesichtsfarbe wirkt noch recht frisch.

Blu-ray (83’43): (Slider ganz nach rechts): Die alte Blu-ray ist grundsätzlich sehr grobkörnig – besonders auffällig ist das in den letzten zwanzig Minuten. Wie in diesem Screenshot sehr deutlich zu sehen.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray zeigt das wesentlich feiner aufgelöste Korn – in aller Regel wirkt es nicht gefiltert. Dazu kommt auch hier das deutlich andere Color Grading.

Blu-ray (15’00): (Slider ganz nach rechts): Gehen wir etwas näher ran, wird der Auflösungsunterschied durchaus deutlich.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist sichtbar besser aufgelöst.

Hier das Münztelefon in voller Größe
Es gibt einen Grund für die Glatzen der Cleanheads

Puh … Akustisch muss man das schon mögen, was die Sound-Designer Ende der 80er so für Geräusche verwendet haben, um Schläge und Action zu vertonen. Das klingt (unabhängig von der englischen oder deutschen Fassung) schon noch ganz schön nach Bud Spencer und Terence Hill. Die bisherige Blu-ray nutzte dabei eine unkomprimierte DTS-HD-Master-Tonspur in 2.0 Stereo fürs Deutsche, während der O-Ton in 5.1 (ebenfalls DTS-HD-Master) vorliegt. Fallen Schüsse, sind diese nicht wesentlich ansprechender oder gar moderner vertont. Wirklich toll klingt das nicht. Aber Hey, das waren halt die 80er und modernes, fülliges und voluminöses Sounddesign sollte man hier einfach nicht erwarten.
Die neue Blu-ray, die der 4K UHD beiliegt, bekam fürs Deutsche nun einen 5.1-Mix spendiert, der über weite Strecken allerdings wie ein simpler Upmix klingt. Eine wirklich breite Bühne wird nicht aufgebaut und die Rears werden auch nur begrenzt mit einbezogen. Nach wie vor spielt sich das Geschehen weitgehend auf der Front ab, dort allerdings mit zentrierten Dialogen aus dem Center. Die Musik verirrt sich schon mal ein bisschen auf die Rears und durch den nun hinzugefügten LFE-Kanal wird’s schon mal etwas druckvoller. Beispielsweise, wenn wenn Schwarzenegger bei 80’50 mit der dicken Wumme abfeuert.

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Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität UHD

Kein Wunder, dass die Kiste so aussieht …

1988 wurden noch keine digitalen Filmkameras eingesetzt. Ergo ist Red Heat komplett analog gefilmt. Arriflex 35 und Ultracam 35 waren die beiden verwendeten Kameras. Letztere ist ein äußerst seltener Vertreter bei Filmproduktionen gewesen, von dem es ohnehin nur 15 Exemplare gegeben hat. Leider war nicht herauszubekommen, welche Szenen mit der Arriflex und welche mit der Ultracam 35 gedreht wurden. Ausgehend vom analogen Material ließ Studiocanal einen neuen 4K-Scan vornehmen, der als Grundlage für die neue BD und die UHD-BD zum Einsatz kommt. Der Anbieter spendierte obendrauf noch das statische HDR10 sowie das dynamische Dolby Vision für erhöhte Kontrastdynamik. Ebenfalls an Bord: Ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum.
Im laufenden Bild fällt auf, dass das Color Grading gegenüber der bereits auf der neuen Abmischung basierenden BD nur bedingt anders ist. Es nimmt allerdings einen leichten Gelbanteile raus und wirkt auf Hauttönen etwas rötlicher. Auch die Kontrastdynamik ist nicht weltbewegend unterschiedlich. In der Auflösung kommen noch einmal die paar letztmöglichen Pünktchen hinzu, um Schriften und Details auf Gesichtern noch etwas besser zu erkennen. Auffällig allerdings: Das Korn wirkt gefilterter als über die neue Blu-ray. Es ist noch weniger zu sehen, was speziell in den Szenen ab der 80. Minute verwunderlich ist, da diese über die alte BD kaum genießbar waren und von der neuen BD bereits sehr viel feiner wiedergegeben wurden. Die UHD wirkt hier aber geradezu soft, was auf eine Filterung deutet. Offenbar eine, die der neuen Blu-ray nicht im gleichen Maße zuteil wurde. Denn aus Authentizitäts-Gründen liefert die BD hier das „echtere“ und filmischere Bild. Oben drauf hat die UHD-BD so ihre Probleme in der Auflösung der (nicht seltenen) Szenen mit Nebel. Trotz hoher Bitrate zeigen sich hier immer wieder Ansammlungen von Pixelblöcken in der wabernden Luftfeuchtigkeit, die von mangelhafter Enkodierung/Komprimierung zeugen – die BD sieht hier besser aus, weshalb es für die UHD-BD eine leichte Abwertung gibt.

Blu-ray (4’12): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der ebenfalls neuen BD …

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … zeigt die UHD die noch etwas rötlicheren Hauttöne.

Blu-ray (27’28): (Slider ganz nach rechts): In den USA neutralisiert sich die Farbgebung etwas.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Hier reduziert die UHD das Gelb ein wenig und wirkt dadurch etwas authentischer.

Blu-ray (77’06): (Slider ganz nach rechts): Auch bei diesem Shot ist die BD etwas gelber.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD wirkt durch den wärmeren Look noch etwas „runder“. Allerdings kann man beim genauen Hinsehen hier schon erkennen, dass die Körnung geringer ausfällt. Sie wirkt über die UHD etwas gefiltert.

Blu-ray (83’43): (Slider ganz nach rechts): Bei diesem Screenshot war die neue BD wesentlich weniger körnig und feiner aufgelöst als die alte BD.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD ist noch mal etwas ruhiger, was aber auch an dem etwas höheren Kontrastumfang und dem dunkleren Allgemeinlook liegt. Dennoch wirken in den finalen Szenen viele Einstellungen etwas gefiltert.

UHD HDR10 (84’42): (Slider ganz nach rechts): Ein Vergleich zwischen HDR10 und Dolby Vision.

UHD Dolby Vision (Slider ganz nach links): Dolby Vision hebt die Highlights auf der Haut besser/prägnanter hervor.

Blu-ray (15’00): (Slider ganz nach rechts): Das obige Close-up des Münzfernsprechers noch mal im Vergleich zwischen neuer BD und UHD.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Gerade das rote „SOS Dial 9-1-1“ ist noch mal deutlicher und klarer.

Die UHD liefert die identischen Tonspuren fürs Deutsche und Englische wie die UHD.
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Bonusmaterial

… wenn die Zwei sich am Steuer nicht einig sind

„Arnold Schwarzenegger – Der Mann, der Hollywood auf den Arm nahm“ ist ein nostalgisch anmutendes Featurette, das einige der Regisseure und Produzenten zu Wort kommen lässt, die mit Schwarzenegger zusammen gearbeitet haben. Allen gemein ist, dass sie voll des Lobes über den Bodybuilder aus Österreich sind, der zum Hollywoodstar wurde. „Der politische Hintergrund von Red Heat“ kümmert sich ein wenig um den Hintergrund der Story. Dave Saunders, Autor eines Buches über Schwarzenegger, ordnet die Story in den historischen, aber auch filmischen Kontext ein. „East meets West“ lässt Andrew Vajna und Mario Kassar, die beiden Masterminds hinter der in den 80ern und 90ern erfolgreichen Produktionsschmiede Carolco zu Wort kommen. Sie erzählen ein wenig über das, was für sie das Kino ihrer Zeit ausmachte, aber auch über die Hintergründe zu Red Heat. „Ein Stuntman für alle Fälle“ ist eine Hommage an Stuntman und -koordinator Bennie Dobbins. Obendrauf gibt es noch ein Interview mit Ed O‘ Ross, dem Bösewicht des Films sowie ein Making-of von damals – erkennbar an der SD-Auflösung und dem 4:3-Bildformat. Alle Extras sind deutsch untertitelt.

Fazit

Red Heat gehört zu jenen Buddy-Action-Movies, die auch heute noch Spaß machen, weil die Gags zünden. Die Action wirkt im Jahre 2020 zwar etwas angestaubt, aber Schwarzenegger überspielt das souverän und – hier erstmals – mit einem gewissen Hang zur Selbstironie.
Die neue Abtastung ist in vielen Bereichen besser als die alte der BD von 2010. Allerdings muss man das neue Color Grading mögen und umarmen. Viele werden vielleicht den kälteren Look der alten BD besser finden. Nicht so schön sind die teils deutlichen Blockartefakte, die vor allem die UHD-BD in den schwierigen Nebel-/Rauchszenen offenbart. Außerdem wirkt sie etwas gefiltert. Authentischer und in Summe stimmiger ist da die neue BD.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD (2010): 60%
Bildqualität BD (2019): 80%
Bildqualität UHD: 70%

Tonqualität BD (2010): 60%
Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 65%

Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 70%

Bonusmaterial: 70%
Film: 70%

Anbieter: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales
Land/Jahr: USA 1988
Regie: Walter Hill
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, James „Jim“ Belushi, Peter Boyle, Laurence Fishburne, Ed O’Ross, Gina Gershon
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 5.1: de, en
Bildformat: 1,85:1
Laufzeit: 104
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke:  keine Angabe
FSK: 18

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales)

Trailer zu Red Heat

RED HEAT 4K REMASTERED Trailer Deutsch | Ab 24.10. als DVD, Blu-Ray & UHD!

3 thoughts on “Red Heat 4K UHD

  1. Avatar Michael

    Hach ja, die Scheibe brauche ich unbedingt. Wobei ich unschlüssig bin, was das Color Grading angeht … vielleicht genügt doch nur die alte BD, wegen Retro-Charme. Keine Ahnung. Wie sieht deine/eure Meinung dazu aus? Vielleicht hilft mir das weiter …
    Und die Action wirkt angestaubt? Echt? Ich habe den Film als ziemlich ruppig und teilweise recht fies (bspw. bei dem Kampf, wo er dem Typen das Holzbein abreißt) in Erinnerung.
    Aber ich steuere ja auch schon mit Volldampf auf die Rente zu, vielleicht bin ich auch einfach nur schon zu antiquiert 😉

    • Hi Michael.
      Das ist wirklich Geschmackssache, mit dem Color Grading. Mir gefällt das Neue besser. Ist aber wirklich sehr subjektiv, da es ja doch sehr deutlich verändert wurde.
      Ruppig ist er in der Tat, der Red Heat. Und durch den Humorfaktor passt das ja auch heute noch ganz gut. Sehgewohnheiten haben sich natürlich ein bisschen verändert.

  2. Avatar Michael

    Ja, das stimmt. Aber ich merke immer mehr, dass ich mich in den alten Filmen wohler fühle. Wurde halt so konditioniert. Tja, was mache ich nun… alte BluRay billig abstauben oder teure UHD Version zulegen… Hmmmm

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