Robin Hood 4K UHD

Blu-ray Review

robin hood 4k uhd blu-ray review cover
STUDIOCANAL Home Entertainment Sales, 23.05.2019
robin hood blu-ray review
STUDIOCANAL Home Entertainment Sales, 23.05.2019

OT: Robin Hood

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Jeder von uns

Acht Jahre nach Ridley Scotts Diebes-Adaption kommt der Sherwood-Forest-Held als Actionheld ins Heimkino.

Inhalt

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Robin liebt Marian

Lord Robin von Locksley besitzt Land und einigen Reichtum. Als er die junge Marian dabei erwischt, wie sie ihm ein Pferd stehlen möchte, beeindrucken ihn ihre hehren Motive. Er verliebt sich in sie, was sie erwidert. Dann jedoch wird er vom korrupten Sheriff von Nottingham zum Krieg eingezogen. Im dritten Kreuzzug kämpft er vier Jahre lang gegen die Sarazenen und ist bald angewidert von der Gewalt – vor allem jener, die von seinen eigenen Kommandeuren ausgeübt wird. Als er mitbekommt, wie sein Befehlshaber Guy von Gisborn einen Jungen und seinen Vater exekutieren will, geht er dazwischen. Das Leben des Sohnes kann er nicht retten, wohl aber jenes des Vaters. Aufgrund seines Verrats wird Robin nach England zurück geschickt. Dort muss er feststellen, dass der Sheriff ihn zwei Jahre zuvor für tot erklärt hatte, um an den Besitz Robins zu kommen und damit den Krieg weiter zu finanzieren. Marian findet er in den Minen arbeitend und außerdem trifft er auf jenen Mann, dem er in Arabien das Leben rettete. Der Sarazener will Rache für den Tod seines Sohnes und überredet Robin zur Zusammenarbeit. Doch um dem Sheriff das Handwerk zu legen, muss Robin ein Doppelleben führen – er wird zu Robin Hood. Nachts beklaut er die Oberen und tags erschleicht er sich ihr Vertrauen…

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Doch der Kreuzzug trennt die Liebenden

Ein Einspiel von 84 Mio. Dollar bei Kosten von Gut 100 Mio. Dollar – nicht gerade das, was man einen finanziellen Erfolg nennen würde. Dazu gleich drei Nominierungen für die goldene Himbeere, den gefürchteten Anti-Oscar.

Was war da passiert? Hatten Robin-Hood-Verfilmungen beim Kinopublikum doch bisher einen guten Stand beim Publikum. Man warf Regisseur Otto Bathursts Version des Rächers einen unübersichtliche Story vor, sowie tiefe Logiklöcher und ein weites Entfernen vom Kosmos der legendären Figur.
Letzteres ist durchaus zu bemerken – wobei es historisch gesehen auch nicht die EINE Version von Robin Hood gibt, über die sich alle Balladen- und Gedichtschreiber einig wären. Es besteht für einen Filmemacher also eine große Freiheit in der Neuinterpretation des Inhalts. Und wenn Bathurst seine Version der Story mit einem Kriegsszenario beginnen lässt, das aussieht wie aus The Hurt Locker und dabei durchaus heutige Vorurteile und Religionskriege reflektiert, dann ist das durchaus legitim. Worauf man sich aber einstellen muss, ist die Abkehr vom romantischen Sherwood-Forest-Dieb, der immer mal wieder eine Postkutsche des Sheriffs ausraubt.
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Robin und seine Mitstreiter geraten in einen Hinterhalt

Im 2018er Robin Hood bekommen wir es vielmehr mit einem atemlosen Action-Abenteuer zu tun, das wesentlich mehr Geist und Atmosphäre von Assassin’s Creed atmet als von den alten Strumpfhosen-Filmen mit Erroll Flynn. Heutige Sehgewohnheiten scheinen danach zu verlangen, dass eine Armbrust zum Maschinengewehr mutiert und die Sarazenen zu wahren MMA-Fightern werden. Und nachdem schon Legolas in Herr der Ringe ein hohes Tempo mit seinem Elben-Bogen vorlegte, muss Egerton unter der Anleitung eines einhändigen Jamie Foxx eben zum Superhelden des mittelalterlichen Kampfgeräts werden.
Macht man sich als Zuschauer also frei von den Erwartungen, eine nur dezent modernisierte Fassung des Altbekannten zu bekommen, kann man mit dem Tempo und der Rasanz der Bilder durchaus seine Freude haben. Die erste Dreiviertelstunde vergeht deshalb praktisch wie im Flug. Was aber auch nicht unbedingt nur positiv ist. Denn um die bis dato drei/vier Hauptfiguren einzuführen, hätte man sich durchweg etwas mehr Zeit nehmen können. Gerade und ausgerechnet Robin kommt zu Beginn alles andere als sympathisch rüber. Sein Übereifer und die Ungeduld nerven mehr als dass sie nachvollziehbar wären und irgendwie fehlt es Egerton in der Rolle trotz entsprechendem Sex-Appeal etwas an Charisma. Was zudem für Kopfkratzen sorgt, ist die Tatsache, dass Robin und vor allem Marian stets aussehen wie aus dem Ei gepellt – egal, wie tief sie gerade in den Minen unterwegs sind, wo Not, Elend und Tod herrschen.

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Der Sheriff von Nottingham hat die Stadt mit den Zwangsabgaben in die Armut getrieben.

Dass man dem Sheriff von Nottingham (Ben Mendelsohn wiederholt seine Rolle als Direktor der Advanced Weapons Research des Imperiums aus Rogue One – A Star Wars Story) einen Mantel in Gestapo-Manier angezogen hat, wirkt natürlich plakativ. Hat aber in der damaligen Zeit auch nicht wirklich was verloren. Immerhin gibt er den Sheriff mit diabolischer Inbrunst, wenn er Robin voller Schmerz und Wut davon erzählt, wie er als Junge bei den Lords aufwuchs.
Robin Hood hat aber nicht viele von diesen packenden Charakterszenen – und verliert sich lieber in zunehmend repetitiven Actionszenen. Wie eine Nummernrevue klappert Bathurst  Überfall nach Überfall ab und lässt seinen Film mehr und mehr comichafte Züge annehmen. Wenn er mehr und mehr auf Zeitlupenszenen im Matrix-Stil setzt, mag das ganz nett aussehen, hat aber mit einem eleganten Pfeil-und-Bogen-Dieb nicht mal mehr einen Hauch Ähnlichkeit. Ja, das ist wirklich prächtig inszeniert und es mangelt auch nicht an production value (wobei man über das Steampunk-Design Nottinghams auch streiten kann), aber am Ende fehlt vor allem eins: Seele. Die Emotionalisierung der Geschichte geht Robin Hood fast vollkommen ab und irgendwann verliert man sogar den Überblick darüber, was Robin und John eigentlich wollten – denn zielstrebig gehen sie irgendwann wirklich nicht mehr vor. Und gegen einen überagierenden Jamie Foxx und einen durchweg eher unsympathisch agierenden Egerton hat auch Bono-Tochter Eve Hewson kaum Handhabe. Zumal ihre Rolle bis auf wenige, kurze Ausnahmen auf das Erfüllen von Klischees reduziert ist.

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Robin lernt von John, wie er wirklich richtig mit dem Bogen umgeht

Bild- und Tonqualität BD

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Gisbourne ist ein willfähriger Söldner des Sheriffs

Die Blu-ray kommt mit unterschiedlichen Stilmitteln zum Betrachter. Je nach Schauplatz hat man mal einen sehr braunen-erdigen Look gewählt wie bei den Szenen in Arabien, mal wird es sehr kühl wie in den Innenräumen des Sheriffs. Auch Nottingham setzt eher auf kältere, grau-blaue Farben. Zum Film passt das jeweils hervorragend – zumal die Kontrastdarstellung exemplarisch gut ist. Die Dynamik zwischen dunklen und hellen Szenen ist wirklich hervorragend und wird von sattem Schwarz auf der einen und hellem Teint der Gesichter auf der anderen Seite eingerahmt. Die Farben des Klerus (gelbe und grüne Gewänder) stechen ebenso hervor wie das samtene Rot von Marians Kleid. Die Schärfe in Close-ups ist teils bestechend und offenbart fast jede Pore. Dazu ist die Bildruhe bis auf wenige Hintergründe in der Tiefe und ein paar sehr dunkle Szenen, die etwas Körnung zeigen, hervorragend. Wirklich viel zu kritisieren gibt’s hier nicht, wenn man mal davon absieht, dass ein paar hellere Bereiche etwas überstrahlen.

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Robin raspelt Süßholz beim Sheriff

Beim Ton muss der deutsche Zuschauer leider sowohl für die BD als auch für die UHD mit dts-HD-Master vorlieb nehmen, während die englische Fassung auf beiden Disks in Dolby Atmos vorliegt.
Die deutsche dts-HD-Spur ist zunächst mal eins: Ziemlich leise. Eine Anhebung um rund 10dB! ist nötig, um auf das Level der meisten anderen Disks zu kommen. Das gilt allerdings für beide Sprachfassungen nahezu gleichermaßen. Hat man die Lautstärke erhöht, fetzen die Armbrustpfeile allerdings erstaunlich satt ins Gestein um die Kreuzritter (ab 7’00). Auch das säuselnde Windgeräusch kommt räumlich rüber und wenn die Katapulte ihre Arbeit verrichten, gibt’s auch kurz mal richtig Druck. Vornehmlich überzeugt aber die Räumlichkeit. Im Lager der Kreuzritter hört man das Gebrüll der Männer und die Ketten der Gefangenen aus allen Richtungen. Das Gleiche gilt für das Wasser, das in den Frachtraum des Transportschiffs tropft und eiskalt im Heimkino zu landen scheint.
Zurück in Nottingham setzt es coole Bass-Sweeps während des Bogen-Trainings mit John. Außerdem durchschlagen die Pfeile das Holz ordentlich und man hört die Splitter überall im Raum verteilt herab rieseln. Leider bewirkt das starke Anheben der Lautstärke bisweilen ein leichtes Zerren der Dialoge. Da diese aber ohnehin ziemlich zweitrangig sind, kann man auch drüber hinweg hören. Und dann freut man sich über den gewaltigen Druck des Pferdegetrampels nach 75 Minuten und die teils dynamischen Feuer-Explosionen, die auch im Finale ordentlich hinlangen.
Die Originalfassung funktioniert auf der regulären Ebene zunächst noch mal eine Spur dynamischer als die deutsche dts-HD-Master-Fassung. Der Score langt noch ein wenig stärker zu und auch die Pfeile nach 6’40 schlagen noch etwas fester in der Umgebung ein. Alleine diese Szene könnte für die nächsten Referenz-Demonstrationen in potenten Heimkinos sorgen.

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Will Scarlett hat Robin die schöne Marian weggeschnappt

Nehmen wir die Höhen-Ebene hinzu, so gibt’s nach den Pfeil-Attacken rund um die siebte Minute eine Menge authentisch splitterndes Holz und Gestein aus der Höhe und ein paar Rufe der Kämpfer kommen auch hinzu. Außerdem hat man den Score während der Actionszenen ebenfalls mit auf die Heights gelegt, was zu einer deutlichen Intensivierung der Atmosphäre führt. Wenn die Katapulte dann ihre Ladung ins Ziel bringen, wummert es gewaltig von oben und die Anbindung an die reguläre Ebene ist stets vorzüglich gelungen. Selbst wenn mal keine absolut direkt sichtbaren Sounds aus der oberen Etage kommen, gibt es zahlreiche „kleinere“ Signale: Ein kurzes Wuschen hier, eine einschlagenden Klinge dort und etwas Umgebungs-Atmosphäre während Robins Auftauchen in der Kirche nach 20 Minuten – das hat schon Hand und Fuß und klingt überdies sehr gut.
Klasse ist auch das Knarzen und Knorzen des Schiffs sowie das herabfallende Wasser von den Bohlen über den im Bug befindlichen Heimkehrern und selbst in Loxleys Ruinen hat man für einen Widerhall der Stimme und aufstiebende Tauben gesorgt. Widerhall gibt es auch während der Versammlung durch den Sheriff, die über den großen Platz reflektiert wird. Man hört Stimmen mit deutlichem Hall von oben, was wirklich gut umgesetzt wurde. In Robins kaputtem Haus während des Trainings mit John wirkt es allerdings etwas zu dialogvoll von oben. Nach etwas über 35 Minuten gibt’s dann einen beeindruckenden Gewitter-Groll aus der Höhe und Regen gesellt sich ebenso hinzu wie spezielle 3D-Sounds beim Auftauchen Robins. Über den Regen kann man hier sicher wieder streiten, beeindruckend klingen tut’s trotzdem.
Im Prinzip geht diese Art des Sounddesigns dann über den ganzen Film hinweg so weiter und reißt auch nicht ab. Die Actionszenen werden stets mit fliegenden Pfeilen, Wusch-Sounds und Filmscore von oben ergänzt und es gibt immer mal wieder dedizierte Geräusche wie das Rumpeln der Holzräder des Schatztruhen-Wagens oder auch das dynamische Schließen von großen Türen oder Toren. Ein bisschen arg laut wird’s beim Wagenrennen nach gut 75 Minuten. Hier kommt der Score fast zu vehement von oben mit ins Spiel, während dort zu Beginn gerade ein paar echte Sounds fehlen.

Bild- und Tonqualität UHD

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Robin von Locksley wird zu Robin Hood

Robin Hood wurde durchweg mit Kameras vom Typ Panavision Millennium DXL aufgezeichnet, die am Ausgang volle 8K lieferten. Von diesem Material wurde dann ein runterskaliertes 4K-Digital-Intermediate erstellt, sodass wir es mit einem Real-4K-Master zu tun haben. Ebenfalls auf die Disk gelangte natürlich ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie die höhere Bilddynamik HDR. Letzteres in HDR10 und Dolby Vision. Im Gegensatz zur US-Disk von Lionsgate ist HDR10+ hier NICHT enthalten. Studiocanal entschloss sich „nur“ die bisher bekannten HDR-Formate auf die Disk zu pressen.
Entsprechend ist Robin Hood nicht die erste deutsche UHD, die mit allen drei Kontraststeigerungs-Formaten ausgestattet ist.
In der Praxis stellt sich das Bild der Ultra-HD durchaus noch mal eindrucksvoller dar als per Blu-ray wiedergegeben – was in puncto Auflösung und Details auch an der extrem hohen Datenrate liegen kann. Die BD-66 UHD ist mit einer Datenrate von beständig zwischen 80 und 120 Mbps fast randvoll gefüllt, was bei 120 Minuten und nur zwei Tonspuren durchaus als „ausgereizt“ gelten darf. Trotz der dunkleren Abstimmung gefällt selbst HDR10 hier schon besser, weil es das ganz dezente Korn auf uniformen Oberflächen in einigen dunklen Einstellungen wesentlich feiner und damit unauffälliger wiedergibt. Dazu neigt die UHD überhaupt nicht mehr zum Überstrahlen auf helleren Gesichtsbereichen während der Szenen in Arabien (12’55). In dunklen Szenen flacht das Bild allerdings ein wenig ab und HDR10 wirkt hier ein kleines bisschen gräulich. Das kann Dolby Vision besser und stellt vor allem die Schwarzwerte in der Kleidung und gerade in den dunkleren Innenraumszenen noch knackiger und satter dar. Auch Farben haben noch etwas mehr Punch. Dazu sind Spitzlichter (bspw. das Blitzen in Augen) noch eindrucksvoller und auf Gesichtern kommt noch etwas mehr Strahlkraft hinzu.

Blu-ray (103’00): (Slider ganz nach rechts): Helle Bereiche neigen über die Blu-ray ein wenig zum Überstrahlen. Hautfarben haben einen etwas gelberen Teint.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD bietet natürlichere Hautfarben und zeichnet in gut ausgeleuchteten Szenen detaillierter durch.

Blu-ray (102’18): (Slider ganz nach rechts): Das Blätterwerk kommt über die Blu-ray etwas gelblicher daher und bietet nicht die gleiche differenzierte Tiefe.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD wirkt etwas kräftiger und dreidimensionaler.

Das gleiche Bild noch einmal zwischen HDR10 (Slider ganz rechts) und Dolby Vision (Slider ganz links). DV bringt etwas mehr Strahlkraft zurück und lüftet einen leichten Grauschleier.

Blu-ray (12’42): (Slider ganz nach rechts): Der Flug über diesen Hügel in Arabien könnte etwas differenzierte Farben und mehr Kontrast haben.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD liefert genau das.

Blu-ray (14’35): (Slider ganz nach rechts): Jamie Foxx wirkt etwas gelb getönt und überstrahlt erneut etwas.

UHD Dolby Vision (Slider ganz nach links): Dolby Vision bietet eine größere Kontrastdynamik bei intensiverer Hautfarbe.

Blu-ray (27’21): (Slider ganz nach rechts): Der Sheriff erscheint über die Blu-ray farbloser. Auch sein grauer Umhang ist etwas zu hellblau.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD hat deutlich mehr Kraft im Gesicht und auch der Mantel hat nun eine intensive graue Farbe.

Blu-ray (57’03): (Slider ganz nach rechts): Der Close-up-Ausschnitt zeigt: Die Blu-ray ist (basierend auf dem 8K-Quellmaterial) zwar gut, aber nicht so gut wie die UHD.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die native 4K Disk zeigt mehr Details im Gesicht. Die Schattierungen der Fältchen sind besser und es wirkt noch knackiger.

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Das Bild zum Ausschnitt oben noch mal komplett
Keine Änderung beim Ton. Die UHD liefert die identischen Audiospuren wie die Blu-ray.

Bonusmaterial

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Robin , Marian und John auf Raubzug

Das Bonusmaterial von Robin Hood enthält neben dem Trailer zunächst einmal sechs geschnittene Szenen sowie eine Gag Reel mit witzigen Szenen vom Dreh. Das Featurette „Robin Hood Reloaded“ ist Kern der Extras und läuft satte 64 Minuten. Von der Arbeit an den aufwändig erstellten Sets über die Neuinterpretation der Geschichte bis hin zur Besetzung und der Charakterisierung des bösen Sheriff Notthingham sowie der Filmmusik wird praktisch die komplette Produktion ausgiebig beleuchtet.

Fazit

Robin Hood im Jahre 2018/’19 ist ein atemloser und mit prächtig choreografierten Kampfszenen angereicherter Actionfilm – nicht mehr. Die Essenz der legendären Geschichte fehlt fast komplett. Wer sich den Film unter dem Aspekt eines Actioners mit der Videospiel-Ästhetik eines Assassin’s Creed anschaut, kann Spaß haben. Wer auf eine Erweiterung des Meisterdieb-Kosmos‘ gehofft hatte, kann allerdings nur enttäuscht werden.
Aufgefangen wird das allerdings durch die Technik. Denn auch ohne HDR10+ ist das Bild der UHD (und jenes der Blu-ray) vorzüglich geraten. Mit hoher Laufruhe und toller Schärfe gelangen die nativen 4K-Bilder ins Heimkino. Dazu gibt es einen Sound, der schon über die deutsche dts-HD-MA-Spur überzeugt und mit der englischen Atmos-Fassung teilweise neue Maßstäbe setzt.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 90%
Bildqualität UHD (HDR10): 90%
Bildqualität UHD (Dolby Vision): 95%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 85%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 90%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 75%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 85%

Bonusmaterial: 80%
Film: 60%

Anbieter: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales
Land/Jahr: USA 2018
Regie: Otto Bathurst
Darsteller: Taron Egerton, Jamie Dornan, Eve Hewson, Jamie Foxx, Ben Mendelsohn, F. Murray Abraham
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // dts-HD-Master 7.1: de
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 117
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 4965
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: STUDIOCANAL Home Entertainment Sales)

Trailer zu Robin Hood

ROBIN HOOD Trailer Deutsch | Ab 10. Januar 2019 im Kino!

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4 thoughts on “Robin Hood 4K UHD

  1. Avatar Tim

    Danke für diesen Bericht.
    Da bin ich mal auf das Wochenende gespannt, freu mich eigentlich auf den Film.
    Die Lautstärke macht mir sorgen. 10db lauter drehen?…dann steht mein Pio AVR bei -5…fast auf anschlag.

    • Also mein Pioneer geht auch in den Plus-Bereich. Eingepegelt war er für ROBIN HOOD auf etwa -8dB, was gut 10-15dB sogar lauter war als bei anderen Disks.

  2. Avatar Rüdiger Petersen

    Habe die Blu-ray gerade ausgepackt und wird am Wochenende gesichtet. Die Technik-Werte lesen sich auch ganz gut. Nun ja beim Ton nur etwas lauter stellen …….ist ja schnell bewerkstelligt. Habe bewusst auf die Heimkinoauswertung gewartet und mir den Streifen nicht im Kino angeschaut. Auch ist diese Rezension wieder mal Klasse geschrieben. Übrigens ……. lieber Timo ……..es ist immer deine Seite die ich als erstes Aufrufe. Es ist schon für mich immer sowas wie Weihnachten und zu schauen was du wieder geschrieben hast. Du Beleuchtest alle Aspekte eines Films und das sehr ausführlich. Woanders brauche ich jetzt gar nicht mehr zu schauen , weil es besser gar nicht mehr geht. Bitte mache weiter so. Habe auch schon einige Freunde von mir ausdrücklich deine Seite empfohlen.

    • Hallo Rüdiger. Lieben Dank für die netten Worte. Freut mich, dass du so regelmäßig bei mir vorbeischaust.
      Und klasse, dass du mich schon weiter empfohlen hast. Weiterhin viel Spaß mit dem Thema Heimkino. Und natürlich mache ich auch weiter 😉

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