Rot

Blu-ray Review

Walt Disney Studios, 12.05.2022

OT: Turning Red

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Umarme den Panda

Pixars jüngster Film ist perfektes Kino für pubertierende Teenager, das gerne intensiv diskutiert werden darf.

Inhalt

Meilin ist 13 und somit richtig erwachsen, wie sie denkt …

Toronto im Jahr 2002: Meilin ist 13 und ein typisches, etwas tollpatschiges Teenagermädchen. Sie handelt nach der Familienregel #1 „Ehre deine Eltern“. Sie versucht also alles, um ihre überprotektive Mutter Ming zufrieden zu stellen, verschweigt ihr deshalb aber auch einiges. Beispielsweise ihre Schwärmerei für die Boyband 4*Town. Mit dieser Leidenschaft ist sie nicht alleine, denn ihre Clique aus drei weiteren Freundinnen schmachtet die singenden Jungs ebenfalls an. Da 4*Town in Kürze in Toronto auftreten werden, wünscht Meilin sich nichts sehnlicher, als zu diesem Konzert gehen zu können. Nach einem lebhaften Traum, in dem rote Pandabären auftauchen, wacht sie am nächsten Morgen auf und hat sich in einen großen Roten Panda verwandelt. Es dauert nicht lange und das Mädchen findet heraus, dass ihr das immer dann passiert, wenn sie in einem Zustand aufgeregter Emotionen ist – was wiederum ziemlich hinderlich sein könnte, wenn man davon träumt, auf das Konzert der Jungs zu gehen, die man anhimmelt. Doch das ist nicht das einzige Problem, denn auch Meilins Mutter Ming findet heraus, was mit der Tochter passiert ist. Ming verkündet, dass es nur eine Möglichkeit gibt, diese Verwandlungen zu vermeiden. Und die wird Meilin wirklich nicht schmecken …

Meilin und ihre Clique sind ein unschlagbares Team

Onward – Keine halben Sachen, Soul, Luca – bereits drei Pixarfilme hatten darunter zu leiden, dass die Welt von einer Pandemie in Atem gehalten wurde. Und wirklich glücklich kann man darüber in Emeryville nicht sein. Spielte Onward seine Produktionskosten kaum ein, publizierte man die beiden Nachfolger direkt auf dem (quasi) hauseigenen Streamingportal Disney+ und gönnte ihnen nur limitierte Kino-Veröffentlichungen in Ländern, in denen der Streamingdienst nicht verfügbar ist. Im Falle von Rot ist es identisch gelaufen. Auch den ersten, alleine von einer Frau inszenierten Pixarfilm bekam man hierzulande nicht im Kino zu sehen, da er auf Disney+ veröffentlicht wurde und erst jetzt, zwei Monate später, noch als physische Disk für die Heimkinofans erscheint.
Die gebürtige Chinesin Domee Shi ist seit 2011 bei Pixar und arbeitete zunächst lange als Storyboard-Zeichnerin. Mit Bao inszenierte sie den Kurzfilm, der mit Die Unglaublichen 2 veröffentlicht wurde und später einen Oscar für den besten animierten Shortfilm einheimsen konnte. Auch in diesem verwendete sie chinesische Motive, was sich dort jedoch „nur“ auf das landestypische Gebäck bezog. In Rot verarbeitet Shi nun ihre eigene Jugend in Toronto, wo auch sie selbst aufwuchs. Und dabei geht Pixar gemeinsam mit der Regisseurin durchaus neue Wege – was sich nicht nur darauf bezieht, dass hier (wie erwähnt) erstmalig eine Frau alleine (und nicht im Team mit einem Mann) einen Film des Studios inszenierte. Am außergewöhnlichsten ist sicher die Tatsache, dass in einem Animationsfilm das Thema der Menstruation behandelt wird, wenn Ming den Ausspruch Meilins, sie sei ein „rotes Monster“ etwas missdeutet, mit einer Familienpackung Binden anrückt und unbeholfen vom „Erwachsenwerden“ ihrer Tochter erzählt.

Wie erkläre ich DAS der Mama?

Aber von solchen bisher tabuisierten Themen, die endlich einmal filmisch angesprochen werden, abgesehen, beginnt Rot zunächst einmal sympathisch und charmant, wenn die Hauptfigur und ihre drei Freundinnen in den ersten Minuten des Intros vorgestellt werden – augenzwinkernde Pacman-Hommage inklusive. Es dauert zudem keine zehn Minuten und man kann sich in die Zeit der eigenen Teenager-Phase zurückerinnern, während der von den Eltern ein gewisser Leistungsdruck aufgebaut wurde oder sie einem das Gefühl vermittelt haben, man könne nicht selbst ausreichend auf sich aufpassen. Wer kennt es nicht, dass man noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, sich doch die Jacke anzuziehen, weil’s draußen vermeintlich kalt war. Und natürlich wollte man es den Eltern immer irgendwie recht machen (also meistens jedenfalls). Auf der anderen Seite flüchtete man sich dann auch gerne in Fantasiewelten oder schwärmte heimlich für diese süße Mädchen / den süßen Typen aus der Parallelklasse – wahlweise himmelte man die Poster seiner Lieblingsband an. Rot nimmt sich all dieser Themen auf nachvollziehbare und herzliche Weise an und liefert zudem eine schöne Hommage an die End-90er / Anfang 2000er – mithin die Endphase der berühmtesten Boybands.

So ein großer Roter Panda fällt schon auf

Dass Ming ihre Tochter in der ersten halben Stunde derart oft in hochnotpeinliche Situationen bringt, ist allerdings schon mal etwas anstrengend. An Ming ist es auch, die etwas konstruiert wirkende, sehr repressive „Botschaft“ zu integrieren, dass nur das Unterdrücken von Emotionen helfen könne, den inneren Panda beiseite zu schaffen und frei zu sein. Natürlich wird das durch den Film und die Geschehnisse entsprechend kontrastiert und steht eben nicht als Botschaft da, ist für einen Pixar-Film aber durchaus nicht ohne – was im Übrigen auch dafür gilt, dass ein Fluch auf den Frauen der Familie liegt, dem sie alle als Teenager anheim fallen. Das kann man auch als ziemlich chauvinistisch interpretieren, wenn Pixar nicht die Kurve kriegen würde, weil’s dann doch eher den Übergang vom unbeschwerten Mädchen-Dasein zur jungen Frau porträtiert. Auch das wurde in der Rezeption aber kritisiert und teils sehr kontrovers diskutiert. Dass Mädchen ihre Emotionen nicht mehr im Griff haben und dann „zum Tier“ werden, könnte als Botschaft missinterpretiert werden, hieß es. Doch im Grunde geht es ja darum, Verständnis für die Veränderung im und am Körper sowie an der emotionalen Verhaltensweise in der Pubertät zu generieren. Und nicht wenigen wird es so gehen, dass sie sich im eigenen Körper nicht mehr Zuhause fühlen. Klar, die Zielgruppe ist eingeschränkt, weil Jungs dieses Mal außen vor bleiben und Rot sich spezifisch an Mädchen in diesem Alter wendet. Aber wenn ihnen durch einen Film gezeigt wird, dass sie die Veränderungen, die der Übergang vom Mädchen zur erwachsenen Frau mit sich bringt, umarmen dürfen; wenn ihnen vermittelt wird, dass das alles normal ist und man es akzeptieren und gutheißen darf – was soll daran schlimm sein? Gleichzeitig dürfen sich Eltern beim Anschauen mal etwas reflektieren und fragen, inwiefern sie ihre Kinder vielleicht ähnlich bevormundend behandeln wie es Ming mit Meilin tut.

Den Freundinnen ist’s egal, dass Meilin nun noch ein zweites Ich hat

Rot liefert natürlich auch eine Erklärung dafür, warum Mama Ming so handelt wie sie es tut. Die kommt zwar vorhersehbar und klischeehaft daher, ist aber für Kids zumindest nachvollziehbar. Ebenso nachvollziehbar wie die kleinen Notlügen, die Teenager schon mal in Richtung ihrer Eltern senden, um vermeintlichen Schaden von beiden Parteien abzuwenden. An dieser Stelle menschelt es ganz besonders bei Rot. Und das tut es auch später noch einmal, wenn Meilin eine Unterredung mit ihrem (etwas arg devot charakterisierten) Vater hat und im Finale die große Aussöhnung ansteht. Abgesehen von diesen inhaltlichen Themen, die man gerne auch angeregt diskutieren darf, sind es, wie so oft, mal wieder die sympathisch gezeichneten Nebenfiguren, die berühren und für Spaß sorgen. Wirklich klasse ist hier beispielsweise Priya Mangal, deren furztrockener Humor und zur Schau getragene Coolness, auch die erwachsenen Zuschauer mitnimmt. 

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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Thu, 12 May 2022
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Bild- und Tonqualität

Ming findet alles heraus

Red ist als computeranimierter Film von Pixar natürlich prädestiniert für ein lupenreines Bild. Und im Grunde ist es das auch: Klar, super konturiert, äußerst dynamisch in der Kontrastierung und famos in der Detailschärfe der Animationen. Dass hier in nativem 4K gerendert wurde, kann man durchaus erkennen. Selbst wenn für Pixar-Verhältnisse nicht das letzte Quäntchen an Detailreichtum rausgeholt wurde. Ein etwas irritierendes Element ist ein ganz leichtes, aber doch wahrnehmbares Rauschen, das sich vornehmlich auf helleren Hintergründen und schon mal bei Bewegungen zeigt. Noch irritierender und für Pixarfilme, die über Disney auf Blu-ray erscheinen nicht üblich, sind Kompressionsartefakte während der in dichtes Rot getauchten Traumszenen bei 15’50. Zwar bleiben das kurze Einzelfälle, ärgerlich ist’s aber trotzdem. Wenn man sich dann wiederum die berauschenden Farben anschaut, mit denen die orangeroten Haare von Meilin zur Geltung gebracht werden sowie die wunderbar pastellartigen Frühlingstöne vor der Schule bei (20’00) oder die tollen Hell-Dunkel-Kontraste in nächtlichen Szenen, dann ist man bereit, über diese kurzen Fehlerchen hinwegzusehen.
Disney typisch gibt’s Dolby Digital Plus für die deutsche Tonspur und DTS-HD Master fürs Englische – beides in 7.1-Kodierung. Das sorgte in den letzten Jahren immer wieder für sehr schwache und wenig dynamische Tonspuren, die nicht selten in der berechtigten Kritik standen. Doch so schlecht oder undynamisch klingt’s dieses Mal gar nicht. Zwar bietet Rot nur wenig Anlass, wirklich extrovertierten Nutzen der Surroundspeaker zu machen, weil dafür zu wenig Action im Drehbuch steht, doch wenn Meilin als Panda im Haus herumtrampelt, gibt’s spürbaren Bass, der im Filmsong bei 44’20 sogar noch druckvoller wird. Das könnte zwar differenzierter klingen, ist aber für einen Disney-Output gar nicht mal so übel.

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Bonusmaterial

Die Dance-Moves der 2000er

Auf der Filmdisk von Rot findet sich der Audiokommentar der Regisseurin, der Produzentin und des Kameramanns des Films sowie zwei Featurettes. Zum einen gibt’s ein viertelstündiges Behind the Scenes, das bspw. über das Storyboarding und die Entwicklung der Geschichte aufklärt. Sehr anschaulich, wie hier der komplette Ablauf von einzelnen Szenen gezeigt wird und wie viele Entscheidungen die Regisseurin in diesem Prozess treffen musste. In „Gründung einer eigenen Boyband“ geht es dann noch mal acht Minuten darum, welche Ideen und Abläufe hinter 4*Town steckten. Warum man ein neunminütiges Featurette über die Animation sowie sieben zusätzliche Szenen mit einer Laufzeit von 23 Minuten auf eine Bonusdisk ausgelagert hat, wenn der Hauptfilm nur mit 44 GB auf der Filmdisk liegt, bleibt ein Rätsel. Mit etwas stärker Komprimierung des Bonusmaterials hätte das auch auf eine Disk gepasst – und zwar ohne den Film selbst qualitativ anrühren zu müssen.

Fazit

Rot ist kein Gag-Feuerwerk, das permanent zum Lachen animiert. Vielmehr wird auf charmante und bisweilen kontroverse Art und Weise eine Coming-of-Age-Story erzählt, in deren Mittelpunkt Teenagermädchen stehen. Nicht jedem wird schmecken, wie Schwarzweiß hier bisweilen charakterisiert wird, aber alleine dem Mut, einige Themen anzusprechen, die bisher tabuisiert wurden, gebührt Respekt.
Visuell bietet die Blu-ray ein sehr gutes, kontrastreiches Bild, das allerdings ein paar Kompressionsartefakte aufweist. Der Ton ist besser als bei vielen anderen Disney-Outputs.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 85%
Tonqualität (dt. Fassung): 80%
Tonqualität (Originalversion): 80%
Bonusmaterial: 60%
Film: 70%

Anbieter: The Walt Disney Company (Germany)
Land/Jahr: USA 2022
Regie: Domee Shi
Sprecher: Lana Finn Marti, Christin Marquitan, Derya Flechtner, Marie Hinze, Franziska Trunte, Florian Clyde, Marianne Groß
Tonformate: dts HD-Master 7.1: en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 100
Codec: AVC
FSK: 6

(Copyright der Cover und Szenenbilder: © 2021 Disney/Pixar. All Rights Reserved.)
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Trailer zu Red

ROT – Offizieller Trailer (deutsch/german) | Disney•Pixar HD


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

10 thoughts on “Rot

  1. Hans Ingo Trompeter

    Northman in D zur Zeit (ab 7.7.) nur als überteuertes (44€) Steelbook in 4K, Standard Keep Case noch unbestimmter Termin. Die Blu Rays gibt es ganz normal am 7.7. . Eine Frechheit gegenüber den UHD Kunden. Maximale Abzocke ohne realen Gegenwert. Da lobe auch ich mir Labels wie Turbine.

    • GW

      Tja, verbuche das mal unter Inflation und gestiegene Produktionskosten.
      Aber Spass beiseite, 44 Euronen ist auch bei mir gute 10 über der Schmerzensgrenze. Die Amaray wird dann sicher nachgereicht. Oder Import…‍♂️

  2. GW

    Ja, das ist alles recht betrüblich … Moment, was für ein Schindluder wird mit „The Northman“ getrieben? Der war eigentlich fest auf meiner Einkaufsliste. Sieht’s bei dem Titel im Ausland besser aus?

    Wobei ich jetzt allgemein auch eine Lanze für die heimischen Nischenanbieter wie Koch, Turbine und Co brechen muss, welche oft wirklich schöne Editionen herausbringen. Also, es ist nicht alles schlecht!

  3. Hans Ingo Trompeter

    Der 4K HDR Stream bei D+ sieht übrigens ziemlich gut aus, da kannste nicht meckern. Die Zeiten hingegen, in denen ein Pixar Film mit innovativen, lustigen und berührenden Geschichten auch Menschen jenseits von 15 Jahren Alter angesprochen hat, sind seit der Disney Übernahme wohl vorbei. Der erzieherische Duktus im Sinne einer politisch „korrekten“ „wokeness“ schreckt nur noch ab.

    • Ich würde nicht die Flinte ins Korn werfen. Der Trailer zu LIGHTYEAR verspricht mir einiges – auch für die Erwachsenen 😉

      • Hans Ingo Trompeter

        Ich bin gespannt, den muss ich mal inspizieren.

      • Hans Ingo Trompeter

        Stimmt, Du hast recht. Da können sich ja glatt die STAR TREK Discovery- und Picard-Verhunzer (schrecklich schlecht gemachte Serien!) ein Beispiel nehmen…. Dumm nur, dass Disney die Pixars hierzulande nicht auf UHD veröffentlicht (Disney halt…). Aber vielleicht gibt es ja eine 3D BD, die würde mich reizen.

    • GW

      Wobei der Begriff der „wokeness“ hier fast schon unter dem Begriff der Verharmlosung fällt. Ich sehe es eher als Zelebration von OnlyFans-Konten und Prostitution. Genau die Themen, die jeder in einem Kinderfilm sehen will. Hervorragend für die Psyche der heranwachsenden Mädels vorm Schirm.

      Zur UHD-Problematik bei Disney: Ich würde es ja noch verstehen, falls sie gar keine Datenträger mit hoher Auflösung vertrieben, um ihren Streamingdienst zu unterstützen. Aber warum diese Ungleichbehandlung zwischen den Märkten? Haben die in Großbritannien schon genug Abonnenten?

      • Hans Ingo Trompeter

        Man kann sich des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass 4k UHD Disc von den Majors höchst stiefmütterlich behandelt werden und speziell deutsche Kunden entweder abgezockt (aktuelles Beispiel: die völlig idiotische, kundenfeindliche 4K UHD VÖ von „The Northman“) oder schlicht ignoriert werden. Nun ist es fraglich, ob für Kinderfilme wie den jüngeren PIXAR Output sich eine UHD VÖ in Deutschland rechnen würde (ich denke eher nicht), aber Disney veröffentlicht ansonsten ja doch vieles noch auf UHD (mit stets verhunztem deutschen Ton, im Gegensatz zu früheren BD VÖs). Ich befürchte dennoch, dass Streamingdienste auf Dauer allen Discformaten den Rang ablaufen werden, insbesondere in einem Land wie Deutschland, wo die Majorität immer noch DVDs kauft und Zwangsgebührenfernsehen in 720p guckt. Willkommen in der Vergangenheit!

        • Rüdiger Petersen

          Sehr gut geschrieben……Dein Kommentar und kann dem nur zustimmen.

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