Ruf der Wildnis 4K UHD – fr. Import

Blu-ray Review

Twentieth Century Studios, 26.06.2020

OT: Call of the Wild

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Der alte Mann und der Hund

Die Neuverfilmung des legendären Romans von Jack London kombiniert CGI- mit Realfilm-Elementen.

Inhalt

Im fernen Alaska wird Buck zum Schlittenhund

Buck ist ein guter Hund. Ein ehrenhafter Hund, dessen Herrchen immerhin der Richter in dem kleinen Städtchen in Kalifornien ist, das zur Mitte des 19. Jahrhunderts mehr oder weniger verträumt vor sich hin lebt. Ein bisschen verwöhnt ist er allerdings. Und er nimmt sich einiges raus, weil er als des Richters Hund nun mal nichts zu befürchten hat. Allerdings stellt sich das dann doch als Trugschluss heraus. Denn das Goldfieber im hohen Norden erfordert starke Hunde, die tatkräftig mitarbeiten. Und so wird Buck entführt und nach Alaska verfrachtet. Dort wird er vom Franzosen Perrault aufgelesen, der ihn in sein Rudel aus Schlittenhunden integriert, um die Post zu den Goldgräber-Dörfern zu bringen. Ist Buck die ganze Kälte zu Beginn noch fremd, ordnet er sich bald gut ein und erweist sich als Teamplayer. So sehr, dass er irgendwann die Führungsposition einnimmt. Doch dann wird die Postroute gestrichen und Buck braucht einen neuen Lebensinhalt. Nach einem wenig erquicklichen Erlebnis mit einem arroganten und brutalen Kerl und seinem Gefolge, landet Buck beim einsamen Trapper John Thornton – eine schicksalhafte Begegnung …

Perrault traut Buck ja vieles zu, aber den Führungshund zu geben?

Ruf der Wildnis ist nicht nur ein Film, sondern gewissermaßen der Anfang einer neuen Ära (oder das Ende einer alten – je nachdem). Da der Kinostart um drei Monate verschoben wurde, ist der ursprünglich noch von 20 Century Fox produzierte Film, der erste Output, der nach der Übernahme durch Disney unter dem neuen (verkürzten) Namen 20th Century Studios in die Kinos kam. Mit ihm schließt sich also nun ab, was im März 2019 durch einen schier unglaublichen 71 Mrd-Dollar-Deal in die Wege geleitet wurde. Und es hat fast schon Symbolcharakter, dass der erste 20th-Century-Studios-Titel ein Familienfilm ist. Bleibt abzuwarten, ob eher erwachsene, ehemalige Fox-Franchises (bspw. Predator, Alien oder Deadpool) durch die Disney-Übernahme schleichende Auslaufmodelle oder aber (schlimmer) weichgespült werden.
Aber das hat natürlich nichts mit Ruf der Wildnis zu tun.
Der basiert auf der gleichnamigen Vorlage von Abenteuer-Autor Jack London, die nun bereits fast 120 Jahre auf dem Buckel hat. Und die ein gutes Dutzend Kino- und Film-Adaptionen nach sich zog. In der Rolle des späteren Buck-Freundes John Thornton durfte man schon Clark Gable, Charlton Heston oder Rutger Hauer sehen. Stets wurde die Hauptfigur dabei von einem echten Hund „gespielt“.

Wenn Blicke töten könnten …

Doch nach dem Remake von König der Löwen ist alles anders. Während die Menschen in Ruf der Wildnis sich noch aus echten Schauspielern rekrutieren, sind sämtliche Hunde per CGI realisiert worden. Das macht den Film zwar teurer (immerhin gut 135 Mio. Dollar soll er gekostet haben), aber eben auch unkomplizierter. Ein ungeschriebenes Hollywood-Gesetz lautet: Drehe nie mit Kindern oder Hunden!
Und seitdem der Tierschutz prominenter und dessen Lobby größer geworden ist, sind die Anforderungen, die an den Dreh mit echten Tieren gestellt werden, immens gewachsen. Ein Film wie Ruf der Wildnis, der versucht, sich an die (erstaunlich brutale) Vorlage zu halten, hätte hier schnell riskiert, Szenen entweder nicht realisieren zu können oder aber von den Tierschutz-Überwachern auf die Finger zu bekommen. Es war also schlicht eine Entscheidung, die aus diesen zwei Argumenten (Tierschutz und einfachere Interaktion zwischen Tier und Mensch) heraus gefällt wurde.
Nur leider trägt dem Film das eher zum Negativen bei. Denn obwohl mit Harrison Ford ein gestandener und immer gerne gesehener Darsteller für den John Thornton gewonnen werden konnte, wirkt das Zusammenspiel aus CGI-Hund(en) und echten Menschen immer wieder befremdlich. Es ist eine Sache, einen Film zu drehen, der komplett aus CGI-Tieren besteht. Eine andere Sache ist es, realistische Figuren (egal, ob Mensch oder Tier) per CGI zu erwecken und sie mit echten Menschen agieren zu lassen. Das ist so bei Will Smith‘ jüngerem Ich in Gemini Man und das ist vor allem so bei Cats. Wobei Letzterer noch das Problem birgt, dass CGI mit realen Gesichtern kombiniert wird, was ganz besonders ablenkend wirkt.

Der Beginn einer tiefen Freundschaft

Solange es sich um Fantasiefiguren handelt (bspw. in Pokémon oder Sonic), die mit echten Menschen agieren, spielt der sogenannte Uncanny-Valley-Effekt keine Rolle. Kommen aber reale Figuren ins Spiel, die möglichst realistisch animiert werden, wird es immer schwieriger mit der Akzeptanz. Besonders auffällig wird das, wenn viele Hunde im Rudel auftreten und mit echtem Schnee agieren. Dort funktionieren die CGIs meist gar nicht. Wobei gerade jene Hunde, die nahe am animalischen Verhalten agieren, glaubwürdig sind, während vor allem die übertrieben menschlichen Mimiken von Buck meist gar nicht funktionieren wollen.
Sieht man von diesem Faktor ab, bekommt man mit Ruf der Wildnis einen von Janusz Kamiński (Schindler’s Liste) wunderschön fotografierten Abenteuerfilm, dessen Inhalt durchaus bewegend ist. Vor allem die Kids werden immer mal wieder Rotz und Wasser heulen, wenn Buck in Gefahr ist oder sich (mal wieder) als Retter in der Not zeigt. Es ist schon ein echter Superhund, dieser Buck. Und im Zusammenspiel mit Omar Sy, der die erste Hälfte des Films den menschlichen Hauptdarsteller mimt, gibt’s ebenso rasante wie witzige Szenen. Wechselt Buck dann sein Herrchen und landet bei John Thornton, wird es ruhiger und beschaulicher. Zwei Sturköpfe treffen aufeinander und lernen, was es heißt, die Einsamkeit zu überwinden und füreinander da zu sein. Ein bisschen kitschig ist das schon. Aber eben auch erlesen fotografiert und Harrison Ford kann ja eigentlich auch aus dem Telefonbuch vorlesen und man sieht ihm gerne dabei zu.

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(Stand von: 2020/08/18 12:25 pm - Details
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Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Sun, 20 Sep 2020
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Bild- und Tonqualität

Harrison Ford: Immer wieder gerne gesehen

Ruf der Wildnis hat ein durchweg ganz vorzügliches Bild, dem man eigentlich keine Mängel unterstellen kann. In den Szenen in Kalifornien überzeugen die Kontraste mit einer hervorragenden Dynamik und die erdigen Farben kommen satt zum Betrachter. Schwarzwerte sind wirklich klasse und selbst feinste Nuancen in nebligen Lichtschwaden werden präzise abgebildet. Wechselt die Szenerie nach Alaska, ändern sich die Farben von warm nach kalt (eh klar). Von nun an dominieren Grau- und Blautöne, die ebenso kontrastintensiv und dreidimensional erscheinen. Schnee ist wunderbar hell und weiß, dabei aber durch die Bank gut durchzeichnet. Dazu ist die Auflösung sensationell gut. Das Close-up des Hundefängers (2’17) ist wirklich ein Musterbeispiel an Schärfe und ebenso jenes des Schlägers nach 9’30. Und wenn Harrison Fords bärtiges und (sorry) furchiges Gesicht das erste Mal von der Kamera eingefangen wird, weiß man gar nicht, ob ein Bild noch besser aufgelöst sein könnte. Wahnsinn, was die „alte“ Full-HD-Technik hier an Details Tiefe bietet. Es mag schade sein, dass hierzulande die UHD nicht (wie in den USA oder Frankreich) erscheint. Doch wenn man sich dieses Bild ansieht, sei berechtigterweise gefragt, wer die 4K-Scheibe überhaupt braucht? Es ist aber auch kein Wunder, dass das Bild so gut aussieht. Immerhin nutzte man das Topmodell von ARRI, die Alexa 65 und masterte über ein 4K DI.
Ob die in Frankreich erschienene UHD der hervorragenden BD noch die Krone aufsetzen kann, klärt dieses Zusatz-Review.

John erkennt, dass Buck seine Natur (wieder)entdeckt

Ruf der Wildnis ist nicht nur der erste Titel von Fox, der unter dem neuen Firmennamen veröffentlicht wird. Es ist auch der erste Titel, der hierzulande nicht mit den typischen Tonformaten von Fox, sondern mit jenen von Disney erscheint. Ergo: Nicht dts, sondern Dolby Digital Plus fürs Deutsche. Das warf im Vorhinein die berechtigte Frage auf, ob nun die (oftmals exzellent klingenden) dts-Spuren von Fox gegen die üblicherweise undynamischen DD+-Versionen von Disney eingetauscht werden.
Im Falle von Ruf der Wildnis darf erfreulicherweise Entwarnung gegeben werden. Von wenig Dynamik kann hier keine Rede sein. Schon das Herumspringen Bucks im Haus des Richters sorgt für einen Tiefbass-Einsatz, den man solchen Szenen gar nicht zugetraut hätte. Geht dann in der Nacht ein Gewitter vom Himmel, werden die Rears massiv mit einbezogen und der Donner geht richtig tief in den Keller (6’06). Die Räumlichkeit während der Zerstörung des Holzkäfigs nach 8’45 ist so gut, dass man sich selbst in dem Verschlag wähnt. Richtig effekt- und druckvoll wird’s, wenn nach etwas über einer halben Stunde eine Lawine den Berg runterrauscht und das Heimkino so richtig in Beben und Räumlichkeit verwandelt. Ebenso übrigens bei der wilden Fahrt über reißende Flüsse nach 64 Minuten – wer hier noch vermutet (oder zu erkennen glaubt), dass es sich „nur“ um eine Dolby-Digital-Spur handelt, der flunkert sich was in die Tasche (36’30).

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Bild- und Tonqualität UHD

Treu gucken kann er ja, der Buck

Man darf sicherlich zu Recht angesäuert sein, wenn Disney/Fox in Deutschland keine UHD eines Films veröffentlicht, der im nahen europäischen Ausland sehr wohl zu bekommen ist – und zwar mit deutscher Tonspur. Normalerweise bleiben Reviews von Importen auf diesem Blog aus.
Da Leser Klaus jedoch das Angebot machte, mir seine eigens gekaufte UHD-BD als Leihgabe zu schicken (vielen Dank dafür!), gibt es an dieser Stelle eine mal ungewohnte Vorgehensweise.
Es macht hier aber auch absolut Sinn. Denn über den großen Online-Versandhandel in Frankreich zu bestellen, ist kein Problem und die Disk hat nun mal deutschen Ton.
Es macht aber auch deshalb Sinn, weil (wie oben bei der Bildqualität der BD bereits angemerkt) der Film mit der Top-Kamera ARRI Alexa 65 aufgenommen wurde. Dem nicht genug, masterte man über ein 4K DI, was die UHD zu einer nativen 4K-Scheibe werden lässt. Obendrauf gibt’s das statische HDR10 als höhere Kontrastdynamik sowie ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum. Spannend ist es nun, was die UHD aus dem bereits auf der Blu-ray nahezu perfekten Material macht. Die Antwort: Alles einen Hauch besser. Die Betonung liegt hier aber nicht auf „besser“, sondern auf „Hauch“.
Farben gelingen etwas angenehmer und natürlicher. Brauntöne sind eine Spur weniger gelblich, was einen wärmeren und angenehmere Touch bringt. Der Schnee verändert sich im Look allerdings nicht. Muss er auch nicht, denn die BD war dort schon sehr schön neutral. Durchzeichnung im Schwarz und Weiß kann die UHD nicht besser. Hier war die BD ebenfalls schon gut. Spitzlichter wie jene beim Lagerfeuer nach 27’28 haben ein klein wenig mehr Kraft, können sich aber ebenfalls nicht entscheiden absetzen. Etwas kontraststärker wirken spiegelnde Oberflächen vom Wasser auf Flüssen. Wo die UHD-BD hätte auftrumpfen können, tut sie es aufgrund der 2K-Herkunft der CGIs leider nicht. So zum Beispiel bei der Bildruhe an den Eiszapfen der animierten Klondike nach 21’04. Hier wuselt es ganz dezent und identisch mit dem Bild der BD. Allerdings fallen die CGIs auch nicht unangenehmer auf als schon über die Blu-ray. Was bleibt, ist die native 4K-Auflösung, die bei genauem Hinsehen und ab bestimmten Bildbreiten den Bart von Harrison Ford ebenso feiner auflöst wie die Hautporen anderer Darsteller in Close-ups. Hier wirkt das Bild einfach noch etwas plastischer. In Summe jedoch muss man gerade nach Sichtung der UHD der Blu-ray ein weiteres Kompliment ausstellen, denn sie ist wirklich kaum schwächer. Selbst im DIREKTEN Vergleich. Deshalb schneidet sie INNERHALB ihres eigenen Noten-Bezugssystems mit 100% auch praktisch perfekt ab. Die UHD ist in Summe BESSER und gehört zu den besten UHD-Scheiben überhaupt. Innerhalb ihres eigenen Bezugssystems gibt’s dafür dennoch „nur“ 95%, da man sich gewünscht hätte, dass sie die klitzekleinen Probleme der BD noch besser hinbekommt und sich vielleicht noch etwas deutlicher absetzen kann.

Blu-ray (1’52): (Slider ganz nach rechts): Die farblichen Unterschiede zwischen BD und UHD sind marginal.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD ist etwas natürlicher braun, nimmt eine leichte Gelbtönung der BD raus.

Blu-ray (34’32): (Slider ganz nach rechts): Auch hier im Prinzip das gleiche Bild.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): UHD-BD und Blu-ray liegen sehr eng beeinander.

Blu-ray (32’27): (Slider ganz nach rechts): Während der Schnee sehr ähnlich aussieht …

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … kommen die Kontraste auf der Kleidung von Omar Sy einen Hauch plastischer rüber.

Blu-ray (83’06): (Slider ganz nach rechts): Bei Wiesengrün gibt es noch die deutlichsten Unterschiede.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD ist etwas satter und die Spiegelung auf dem Bachlauf wirkt in etwa so wie ein Foto, das mit Polfilter entstand.

Blu-ray (81’11): (Slider ganz nach rechts): Harrison Ford wird von BD und UHD-BD gleichermaßen hochwertig aufgelöst.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD kann sich in der Totalen erst einmal nicht sichtbar absetzen.

Blu-ray: (Slider ganz nach rechts): Erst beim Detailausschnitt merkt man dann leichte Differenzen in der Darstellung der Hautporen und der feinen Bart-Verästelungen.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die 4K-Disk ist hier noch etwas souveräner, was sich vor allem bei großen Bildbreiten positiv auswirken wird.

Vom verwöhnten Hund des Richters zum König der Wildnis

Der englische Ton erfährt ein kleines Upgrade von dts-HD-Master auf Dolby Atmos. Beide klingen auf der regulären Ebene sehr vergleichbar. Vielleicht packt die dts-HD-MA-Spur ein ganz klein wenig kräftiger zu, wenn es um den Tiefbass geht. Dafür wirkt die Atmos-Version schon auf der regulären Ebene etwas luftiger. Addieren wir die Heights hinzu, kommt bereits nach kurzer Spieldauer das Pferdewiehern aus der Hundeperspektive hinzu (0’44). Ebenso das Bellen kurz darauf. Auch Bucks Rumrennen im Haus bietet Sounds von oben, während die Kamera unten in der Küche ist und nach 4’15 rieselt Erde von oben herab. Selbstverständlich hört man auch das Gewitterdonnern bei 6’09 und die Geräusche innerhalb der Kiste kurz darauf sind sehr räumlich. Im Eis- und Schnee-Szenario hört man dann immer mal wieder das Hauchen des Windes und Wusch-Sounds, wenn das Hundegespann im vollen Lauf ist. Wenn Buck mit Spitz in den Infight geht, heult er mal über die Heights. Allerdings sitzt nicht jeder 3D-Sound korrekt verortet. Das fängt beim fallenden Regen an, den man von oben nicht hören sollte und geht bei Sägearbeiten weiter, die sichtbar von oben gefilmt sind – also unterhalb der Kameraposition stattfinden. Da macht es nur wenig Sinn, diese auf die Höhen-Speaker zu legen. Mehr Sinn macht da schon die Lawine, die man bedrohlich aus der Höhe knacken und losbrechen hört. Wenn der Schnee-Nebel dann immer mal wieder über die Kamera wuscht, kommt auch das authentisch rüber. Ein bisschen ruppiger wird’s während der Peitschenhiebe bei 49’30, was durch nette Flugenten-Geräusche bei 63’18 aber wieder gegengesteuert wird. Während der Floßfahrt kurz darauf hört man das Wasser schön rauschen und die Querschläger nach 84’45 fetzen ebenfalls ganz nett über die Köpfe hinweg. Das war’s dann am Ende aber auch. Sonderlich viel ist nicht los und wirklich innovativ wird es auch nicht.

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Bonusmaterial

Ob sich Jack London das so vorgestellt hat?

Das Bonusmaterial von Ruf der Wildnis liegt ausschließlich auf der Blu-ray und ist ein bisschen übersichtlich ausgefallen. Lediglich zwei Featurettes stehen neben dem Trailer zur Verfügung. „Nichts als Buck“ kümmert sich dreiteilig und für ca. 24 Minuten um die Realisierung des Films an sich. „Wie alles begann“ kümmert sich dabei um London und seine Romanvorlage. Um hier mehr Einblick zu geben, hat man die Ur-Ur-Enkelin von London eingeladen, die von ihrem Ur-Ur-Großvater berichtet. „Erlebnisse am Set“ konzentriert sich zunächst darauf, wie man Buck per Motion Capturing zum Leben erweckte. Wie in so vielen Filmen zuvor (bspw. Kong: Skull Island, Planet der Affen: Survival oder The Square) kam auch hier Cirque-du-Soleil-Künstler und Schauspieler Terry Notary zum Einsatz, der per Motion Capturing den Buck spielte. „Visuelle Effekte“ schildert (dem Namen entsprechend), wie man die Hunde dann am Rechner umgesetzt hat.
Das zweite Featurette, „Die Wildnis entsteht“, beschreibt dann in acht Minuten, wie man an Originalschauplätzen arbeitete, aber eben auch große Sets im Studio aufbaute. Beide Featurettes sind untertitelt.

Fazit

Ruf der Wildnis ist vor allem ein Abenteuerfilm rund um Buck. Menschliche Darsteller nehmen eigentlich nur Nebenrollen ein, auch wenn Harrison Ford seine begrenzte Zeit nutzt, um erneut zu demonstrieren, welche Leinwandpräsenz er hat. Die Hauptzielgruppe dürften dennoch Familien mit ihren Kids sein, die von der warmherzigen und teils sehr emotionalen Geschichte mitgerissen werden. Die CGIs sollte man nicht zu kritisch betrachten, denn allzu oft wirken Bucks Gesichts-Expressionen und seine Bewegungsabläufe nicht sehr gelungen. Aufgefangen wird das von tollen Aufnahmen der Natur, die trotz einiger sichtbar auf Soundstages gedrehten Sequenzen eine tolle Atmosphäre verbreiten.
Die UHD aus Frankreich hat deutschen Ton (was toll ist) und das in Summe hauchzart bessere Bild. Der englische Atmos-Ton liefert zudem mehr Immersion, auch wenn er hier und da noch etwas dynamischer ins 3D-Soundgeschehen hätte eingreifen können. Dass die UHD-BD hier 5% „schlechter“ als die BD abschneidet, liegt trotz ihres in Summe besseren Bildeindrucks an den härteren Kriterien innerhalb ihres Bezugssystems. Eine ganz vorzügliche und referenzwürdige UHD-BD ist sie dennoch!
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 100%
Bildqualität UHD: 95%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 90%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 90%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 50%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 75%

Bonusmaterial: 40%
Film: 70%

Anbieter: The Walt Disney Company (Germany)(20th Century)
Land/Jahr: USA 2019
Regie: Chris Sanders
Darsteller: Harrison Ford, Omar Sy, Cara Gee, Dan Stevens, Karen Gillan, Bradley Whitford,
Tonformate: dts HD-Master 7.1: en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-Kern): en //Dolby Digital Plus 7.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 100
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10
Maximale Lichtstärke: keine Angabe
FSK: 6

(Copyright der Cover und Szenenbilder: © 2020 Twentieth Century Fox Home Entertainment LLC.)

Trailer zu Ruf der Wildnis

RUF DER WILDNIS - Offizieller Trailer (deutsch/german) | 20th Century Studios

6 thoughts on “Ruf der Wildnis 4K UHD – fr. Import

  1. Avatar blooob

    vielen dank für das import 4k review *daumenhoch*

  2. Avatar ondy

    Ich finde das ja die bildquallität der uhd so bewertet werden sollte wie das bild nun einmal ist. Unabhängig wie sie bestellt werden muss

    • Hallo Ondy.
      Was genau meinst du mit „wie sie bestellt werden muss“?

  3. Avatar ondy

    hi 🙂 du schreibst Dass die UHD-BD hier 5% „schlechter“ als die BD abschneidet, liegt trotz ihres in Summe besseren Bildeindrucks an den härteren Kriterien innerhalb ihres Bezugssystems. Eine ganz vorzügliche und referenzwürdige UHD-BD ist sie dennoch!

    Ich habe das so verstanden das du 5% abziehst da sie nur über Frankreich zu bekommen ist.

  4. Avatar ondy

    aaa jetzt klingelts bei mir, du meinst mit dem bezugssystem die bildmöglichkeiten einer UHD. ja so ist das wenn man 5 uhr morgens hier am stöbern ist 😀

    • Genau so 😉
      Der Frankreich-Import hat damit natürlich nichts zu tun, sondern „nur“ die härteren Kriterien/Anforderungen beim UHD-Blu-ray-Bewertungssystem gegenüber jenem der BD 😉
      Jetzt verstehe ich aber auch dein Missverständnis. Bezug im Sinne „von woher man sie bezieht“ – hehe, auch ein witziges Missverständnis.

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