Running Man 4K UHD

Blu-ray Review

Capelight Pictures, 14.10.2021

OT: Running Man

Unterstützt Capelight, indem ihr den Film über den exklusiv in deren Shop erhältlichen Weg bestellt.

Gebt dem Volk, was es will!

Der kultige 80er-Jahre-Actioner erhält sein 4K-Upgrade. Wie gut ist es geworden?

Inhalt

Das Publikum verehrt Moderator Damon Killian

Das Jahr 2017: Die Weltwirtschaft ist praktisch zusammen gebrochen und die wichtigsten Rohstoffe sind knapp. Es hat sich ein Polizeistaat entwickelt, der in verschiedene Militärzonen aufgeteilt ist. Um das Volk bei Laune zu halten, hat der Staat eine sadistische Reality-TV-Show namens „The Running Man“ eingesetzt. In dieser wird zur Freude der fanatischen Zuschauer Jagd auf menschliche Kandidaten gemacht. Top ausgebildete und mit Waffen ausgerüstete Kämpfer treffen dabei auf unbewaffnete und chancenlose Delinquenten. Auch Ben Richards ist unter den Kandidaten. Der Ex-Polizist hatte einen tödlichen Befehl nicht ausgeführt und war hiernach für eben jenen Mord an Hunderten Zivilisten für schuldig befunden worden, den er eigentlich verweigerte. Dank einer Widerstandsgruppe kann er 18 Monate später aus der Haft fliehen, nur um kurze Zeit später von den Verantwortlichen der Gameshow gefangen und in den Ring geworfen zu werden. Dort muss er nun zeigen, was er drauf hat, um die Gladiatoren der Show zu besiegen und den Moderator als das zu entlarven, was er ist: ein zynischer Menschenfeind, der im Auftrag der Regierung über Leichen geht …

Richards hat erkannt, was die Welt wirklich braucht

Wie so vielen anderen Schwarzenegger-Filmen der 80er, so erging es auch The Running Man seinerzeit: Kaum raus, schon auf dem Index. Dass diese Entscheidung nicht aller Tage Abend ist, weiß, wer bereits die vom Index befreiten PredatorTerminator oder Total Recall in ungeschnittenen Fassungen daheim stehen hat. 2014 bereits hatte man den Menschenjagd-Thriller von der Indizierung befreit und den Weg für eine Neuveröffentlichung frei gemacht, die Anbieter Capelight Pictures Ende 2018 dann in mehreren Fassungen, teils streng limitiert, veröffentlicht hatte. Nun, drei Jahre später, folgt eine 4K-Fassung, da vor Kurzem von Paramount und Lionsgate ein neuer 4K-Scan angefertigt wurde.
Der Film selbst basiert nach wie vor auf dem Roman Menschenjagd (Original: The Running Man) , den Stephen King unter seinem Pseudonym Richard Bachman veröffentlicht hatte. Die Story diente Drehbuchautor Steven E. de Souza als Vorlage für The Running Man. In der Tat aber „nur“ als Vorlage. Denn Souzas Skript weicht in weiten Teilen doch sehr weit vom Roman ab und wurde stärker auf Schwarzenegger und dessen Status als kämpfender Muskelprotz zugeschnitten. Den in armen Verhältnissen lebenden und liebenden Vater einer kranken Tochter hätte man ihm 1987 vielleicht (noch) nicht so ganz abgenommen, weshalb der familiäre Background komplett fehlt. Außerdem verlegte man den Schauplatz innerhalb der Grenzen einer Arena, während Richards in der Vorlage praktisch seinen Alltag weiterlebt.

Ab ins Spiel

Dennoch ist ein Thema im Film nach wie vor enthalten: Die Kritik an der Verrohung der Gesellschaft, die Offenlegung des Werteverfalls und der Gier nach Sensation des gleichgeschalteten Publikums. Formate wie Big Brother oder jene Sendungen, die an noch niedere Instinkte appellieren, gab es da noch nicht einmal. Insofern hatte Bachmanns Roman (der im Übrigen im deutschen TV-Film Das Millionenspiel einen frühen Ideengeber hatte) durchaus realistisch-visionäre Aspekte. Selbstredend überspitzt und gerade im ätzend-zynischen Humor des Moderators (genial: Richard Dawson) Damon Killian drastisch überhöht. Aber auf diese Weise funktionieren Medien- und Gesellschaftssatiren.
Gleichzeitig war 
The Running Man aber auch ein effektvoller Actionfilm mit drastischen Gewaltszenen – immerhin (wie oben beschrieben) so drastisch, dass die Freiwillige Selbstkontrolle das Geschehen so gar nicht spaßig fand. Menschen, die auf zynische Art gejagt werden und Köpfe, die durch Explosions-Manschetten zum Platzen gebracht werden – nicht gerade das, was man Ende der 80er dem hiesigen Publikum zumuten wollte. Umgesetzt wurde das letztlich von TV-Regisseur (und Starsky-Darsteller) Paul Michael Glaser. Der war der mittlerweile sechste Mann in der Rangfolge interessierter (und teils bereits involvierter) Filmemacher und musste das Zepter von Andrew Davis übernehmen, der kurz zuvor aus dem Projekt geflogen war, obwohl er schon einige Szenen abgeliefert hatte. Glaser musste sich nun in kürzester Zeit in die Dreharbeiten einfinden und trat einem Schwarzenegger gegenüber, der viel lieber weiter mit Davis gearbeitet hätte – nicht die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung. 

Killian macht die Regeln

Zwar merkt man dem Film das im Bezug auf den Look kaum an, wohl aber etwas im Tonfall und der etwas holprig umgesetzten Action. Wenn Schwarzenegger im güldenen Spandex-Anzug gegen seine Opponenten vorgeht, die nicht weniger alberne Klamotten tragen, ist das aus heutiger Sicht schon mal etwas albern.
Natürlich wird das durch den recht hohen Gewaltfaktor konterkariert, der keinen Zweifel daran lässt, dass man es damals ernst meinte. Unter den Fans des Films haben am Ende ohnehin die Gladiatoren den größten Stand. Ob das Paradiesvögel sind wie der dicke Sanges-Brocken „Dynamo“ oder “Buzzsaw”, der mit einer ebenso langen wie tödlichen Kettensäge umherfuchtelt – ihre Auftritte im Film bringen das fiktive Publikum ebenso zum Rasen wie das vor dem heimischen Bildschirm.

Bild- und Tonqualität BD

Nach Eis und Feuer kommt welches Element?

Capelight hatte 2018 aus dem alten HD-Master noch mal eine Menge rausgeholt und von TLE Films auch das Grading etwas anpassen lassen. Dieses war seinerzeit sehr kühl gegradet und trotz relativ guter Defektfreiheit nicht frei von Problemen. So waren Kontrastflanken oft etwas steil und es gab nicht selten Überstrahlungen auf hellen Bildbereichen. Außerdem war sie an vielen Stellen dann doch etwas dunkel geraten und verschluckte Details. Die dem 4K-Mediabook beiliegende Blu-ray basiert nun ebenfalls auf dem neuen 4K-Master und kommt, wie die UHD Blu-ray auch, mit einem neuen Grading. Dazu bewirkte der neue Scan, dass sich das Bildformat etwas in der Breite gestreckt hat. Das führt zwar an den seitlichen Rändern zu einem ganz leichten Verlust von Bildinhalt, dafür sind die Proportionen allerdings verbessert. Beispielsweise sind kreisförmige Objekte nun wirklich rund. Das Bildformat selbst wurde auf 1,78:1 geöffnet, was für etwas mehr Bildanteil oben und unten sorgt, der bei der bisherigen Fassung auf 1,85:1 gecroppt war. Visuell geht das Geschehen nun mehr ins Warme und weg vom bisher eher kühl-sterilen Look. Allerdings wird’s nicht unangenehm rötlich, sondern bietet eher angenehme Brauntöne und eine gewisse Reduktion der Farbigkeit, wo die bisherige Blu-ray etwas arg bunt rüberkam. Wirklich gut ist das Encoding, das jenes der bisherigen Blu-ray von Capelight ganz deutlich schlägt. Litt die alte BD noch unter Clusterbildung und unschönen Kornklumpen, ist das mit der neuen Disk Geschichte. Geschichte sind auch die teils wachsigen Gesichter sowie die wenig detailreiche Darstellung von Objekten im Vorder- und Hintergrund. Die 4K-basierte neue Blu-ray hat eine hervorragende Auflösung und lässt ihm Rahmen ihrer Möglichkeiten eigentlich keine Wünsche mehr offen.

Blu-ray 2018 (13’41): (Slider ganz nach rechts): Ziemlich dunkel, grünlicher/kühler und mit matschigem Encoding: Die alte Blu-ray.
Blu-ray 2021 (Slider ganz nach links): Heller, besser durchzeichnet und mit besserem Encoding: Die neue Blu-ray.

Blu-ray 2018 (21’56): (Slider ganz nach rechts): Auch hier: Das Bild der alten BD ist schlicht zu dunkel. Die Farben wirken nicht korrekt gesetzt.
Blu-ray 2021 (Slider ganz nach links): Von Gelbgrün auf Bernsteinfarben. Die neue BD ist stimmiger und besser durchzeichnet

Blu-ray 2018 (50’01): (Slider ganz nach rechts): Noch deutlicher wird’s hier: Killian ist einfach zu dunkel. Außerdem erkennt man die Filterung im Gesicht, die es wachsig wirken lässt.
Blu-ray 2021 (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist viel besser kontrastiert, hat natürlichere Farben im Gesicht und ist fein aufgelöst.
Blu-ray 2018 (55’49): (Slider ganz nach rechts): Wie viel schwächer die alte BD durchzeichnet, sieht man hier. Die Kontrastflanken sind zu hart/steil.
Blu-ray 2021 (Slider ganz nach links): Viel besser die neue Blu-ray, die auch die farblichen Anteile auf dem Anzug besser herausarbeitet.

Blu-ray 2018 (32’37): (Slider ganz nach rechts): Teilweise war die alte Blu-ray auch etwas zu bunt, wie hier am Lippenstift und dem Make-up erkennbar.
Blu-ray 2021 (Slider ganz nach links): Die neue BD reduziert das auf ein natürliche(re)s Niveau.

Blu-ray 2018 (26’21): (Slider ganz nach rechts): Auch Arnold war recht stark sonnengebräunt.
Blu-ray 2021 (Slider ganz nach links): Die neue BD bleibt hier ebenfalls neutraler.

Blu-ray 2018 (76’41): (Slider ganz nach rechts): Die Unterschiede in der Auflösung sind ebenso deutlich. Während man hier die roten Striche in der Schrift vergeblich sucht und die rote Farbe des Emblems gematschfiltert ist …
Blu-ray 2021 (Slider ganz nach links): … holt die neue Blu-ray die Feinheiten wunderbar zurück.

Zum Vergleich des Verhältnisses hier noch einmal das Bild in voller Darstellung
Yaphet Kotto: Gerne gesehener Nebendarsteller der 80er und 90er

Bereits für die 2018er Veröffentlichung hatte Capelight wieder auf die originale Kino-Synchronisation gesetzt und damit die zwischenzeitliche Neusynchro aufs verdiente Altenteil geschickt. Prinzipiell sind die Tonspuren, die nun auf der neuen Blu-ray und der 4K UHD zum Einsatz kommen, identisch – allerdings mit einer Ausnahme. Denn die Veröffentlichung von vor drei Jahren wies zwei Fehler auf. Zum einen fehlte während des Gefängnisausbruchs ein Schrei eines Wärters, der von Richards über die Brüstung geworfen wird. Zum anderen gab’s eine Satzdoppelung bei 76’35-76’38. Während der Schrei zwar immer noch fehlt (an der Stelle aber sicherlich verschmerzbar), gibt’s die Satzdoppelung nun nicht mehr. Dies wurde also ganz bewusst behoben. Nicht behoben ist das nach wie vor leichte Flanging/Phasing beim Klatschen der Menge (beispielsweise bei 14’12), was allerdings auch über die englische Fassung zu hören ist. Der 5.1-Surround-Mix ist aber dennoch anders gemixt als jener des O-Tons. So hört man bei 15’14 im englischen Original ein rauschendes Gefährt auf den Rears von rechts nach links fahren. Im Deutschen gibt’s diesen “Stereo”-Effekt nicht. Man hört das Vehikel einfach aus beiden Surrounds. Leider ist Rauschen hin und wieder ein Thema und wird beispielsweise bei 16’17 sehr deutlich. Auch deutlicher als über die englische Fassung, die ebenfalls darunter leidet, es aber wesentlich stärker in den Hintergrund drängt. Ansonsten gibt’s durchaus sehr räumliche Effekte. So wird beispielsweise die achterbahnartige Fahrt in der Röhre von schönen Surroundsounds begleitet. Auch wenn das im englischen Original dynamischer und satter klingt, macht das über den deutschen 5.1-Mix bereits Spaß. Für Puristen ist aber der 2.0-PCM-Ton die beste Wahl, weil er auf Spielereien verzichtet und insgesamt am authentischsten klingt.

Bild- und Tonqualität UHD

Auch in seinen Film gerne mal einen zentimeterdicken Sargnagel im Mundwinkel: Arnold Schwarzenegger

Running Man wurde mit einer Panaflex-Kamera analog auf 35-mm-Film aufgezeichnet. Paramount und Lionsgate haben in Kooperation fürs Streaming-Angebot einen neuen 4K-Scan erstellen lassen, den Capelight nun lizensieren konnte. Gemastert wurde das Ganze dann mit HDR10 und Dolby Vision als Kontrastdynamik-Formate. Selbstredend inklusive eines im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraums. Und den sieht man im laufenden Bild tatsächlich immer mal wieder deutlich. Vor allem die Leuchtschriften oder auch die Dioden an Dynamos Anzug kommen knalliger zur Geltung. Natürlich auch, weil HDR hier entsprechend zuschlägt und die punktuellen Lichtquellen dynamischer präsentiert – bedingt dadurch, dass hier mit hoher Gesamthelligkeit gearbeitet wurde. Hinzu kommt, dass die hellen Lichtquellen besser definiert sind. So kann man die einzelnen Leuchtelemente innerhalb der Röhre bei 40’25 gegenüber der neuen Blu-ray noch besser und klarer erkennen. In den dunklen Szenen tun sich beide Disks hingegen nichts. Sie zeichnen gleichermaßen gut durch und geben sich keine Blöße. Was der Ultra HD Blu-ray allerdings noch sichtbar besser gelingt, sind Encoding und Feinheit der Körnung. Beides liegt auf sehr hohem Niveau und gerade das ursprüngliche Filmkorn wurde sehr authentisch umgesetzt. Und das funktioniert auch in den schwierigen Nebelszenen oder bei gleißend rotem Licht. Der einzige Punkt, gegen den auch die 4K-Scheibe nichts machen kann, sind teils vorhandene, etwas unscharfe Shots, die aber kamerabedingt bereits so gewesen sind.

Blu-ray (13’41): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der bereits guten Blu-ray …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … intensiviert die 4K UHD Blu-ray die Farbkontraste noch einmal.

Blu-ray (50’01): (Slider ganz nach rechts): Auch hier sieht die neue Blu-ray schon toll aus.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD Blu-ray ist aber strahlender und dynamischer. Und das, ohne dass im laufenden Bild das hellweiße Hemd überstrahlt.

Blu-ray (32’37): (Slider ganz nach rechts): Die Unterschiede sind relativ gering.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD ist etwas neutraler und feiner in der Körnung.

Blu-ray (26’21): (Slider ganz nach rechts): Im direkten Vergleich erscheint Arnold über die Blu-ray etwas matter.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD BD holt mehr Glanz und Strahlkraft raus. Im laufenden Bild noch besser zu sehen als im Screenshot.

Blu-ray (76’41): (Slider ganz nach rechts): Bereits die neue Blu-ray ist in der Auflösung klasse.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die wesentlichen Unterschiede liegen in der noch feineren Körnung und dem noch etwas besseren Encoding. Die roten Linien in den Buchstaben sind gerade beim “S” noch deutlicher

Keine Änderung beim Ton der UHD Blu-ray. Sie kommt mit den identischen Spuren wie sie auch die Blu-ray enthält.

Bonusmaterial

Amber Mendez schwingt sich zur Revolutionärin auf

Das Bonusmaterial ist bis auf zwei Ausnahmen identisch mit jenem des Mediabooks von 2018: Es fehlt die zusätzliche DVD sowie die Audio CD des Soundtracks. Ansonsten gibt’s nahezu die volle Dröhnung. Auf den Filmdisks finden sich die beiden untertitelten Audiokommentare von Regisseur Paul. M. Glaser und Produzent Tim Zinnemann sowie jener von Executive Producer Rob Cohen. Beide sind sehr interessant. So gibt Cohen bspw. preis, dass man zunächst den deutschen Filmemacher Carl Schenkel für dessen ersten US-Werk vorgesehen hatte, sich dann aber in beiderseitigem Einverständnis trennte, weil Schenkel wohl etwas Respekt vor der schieren Größe des Projekts gehabt hatte. Es sollten außerdem noch weitere Regisseure folgen, die am Ende ebenfalls nicht genommen wurden. Auf der Bonus-Blu-ray finden sich dann mehrere Featurettes. „Lockdown on Main Street“ reflektiert die Bürgerrechts-Situation seit dem 11. September 2001 und „The Game Theory“ schlägt die Brücke von der 1988er Dystopie hin zum späteren Reality-TV. In „The Art of the Blockbuster“ bekommen wir ein 25-minütiges Gespräch mit Zeichner/Maler Renato Casaro, der eine Vielzahl an Filmplakaten anfertigte – unter anderem eben jene zu Running Man oder anderen Filmen Stallones und Schwarzeneggers. „Running on Empty“ ist wiederum ein Interview mit Visual-Effects-Spezialist Robert Grasmere, der für Running Man die Videoeffekte realisiert hat. Weitere Interviews mit Drehbuchautor Steven E. de Souza oder Komponist Harold Faltermeyer folgen. Außerdem kommt in „Muscular Memories“ Susan Jeffords zu Wort, die Autorin analysiert ein bisschen die Muskelfilme der 80er. Nicht zu vergessen: Das mit umfangreichen Hintergrundinfos (liebevoll geschrieben von Nando Rohner) angefüllte 48-seitige Booklet im hochwertigen Druck auf dickem Kartonpapier.

Fazit

The Running Man ist von all den Dystopien und zukunftsträchtigsten SciFi-Filmen der 60er/70er und 80er der, der unsere heutige Gegenwart erschreckend zutreffend beschrieben hat. Auch wenn er als Film nicht unbedingt heutigen Action-Ansprüchen genügt, macht er in feuchtfröhlicher Runde dennoch Laune. Dass er als frühe Vorlage für artverwandte Werke wie Battle Royale oder Die Tribute von Panem gelten darf, fügt noch ein paar verdiente Lorbeeren hinzu.
Mit der 4K-Fassung (und der ebenfalls 4k-basierten Blu-ray) hat man nun die bisher bestmögliche Form gefunden, den Film zu genießen. Dass man einen Tonfehler korrigiert hat, ist toll. Dass man den zweiten außer Acht gelassen hat, ist ärgerlich. Aber verschmerzbar, weil’s der deutlich weniger auffällige Fehler ist.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD (2018): 70%
Bildqualität BD (2021): 85%
Bildqualität UHD: 85%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung 2.0 PCM): 65%
Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung 5.1 DTS-HD-MA): 60%

Tonqualität BD/UHD (Originalton 2.0 PCM): 70%
Tonqualität BD/UHD (Originalton 5.1 DTS-HD-MA): 75%

Bonusmaterial: 90%
Film: 70%

Anbieter: Capelight Pictures
Land/Jahr: USA 1987
Regie: Paul Michael Glaser
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Maria Conchita Alonso, Yaphet Kotto, Richard Dawson, Jim Brown, Jesse Ventura,
Tonformate: dts HD-Master 5.1: de // dts-HD-Master 7.1: en // PCM 2.0: de, en
Bildformat: 1,78:1
Laufzeit: 101
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 3966 Nit
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Capelight Pictures)
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Trailer zu Running Man

RUNNING MAN Trailer (Deutsch)


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Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
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Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.

6 thoughts on “Running Man 4K UHD

  1. Andreas St.

    So ein Mist. Bei Schwarzenegger kann ich nicht anders.

    Habe sofort bestellt.

    Habe ich ihn halt zum dritten Mal gekauft.

    Danke für die schöne Rezension.

  2. Hans-Ingo Trompeter

    War ja ‘ne echte Überraschungsveröffentlichung. Und dazu gibt (gab?) es die UHD zusätzlich im Upgrade-Täschchen zum kleinen Preis. Vorbildlich, Capelight.

  3. Dirk

    tolles release – und die günstige möglichkeit des 4K upgrades im paperback für knapp 15€, falls man bereits das letzte 3- oder 4-disk-mediabook besitzt, ist auch super von capelight.

  4. Tim

    Sollte es mal eine guenstige Amaray geben, dann schlag ich zu.
    Danke für den Vergleich Timo

  5. Uli

    Ansich eine tolle Aktion, die UHD als Upgrade zum vergünstigten Preis anzubieten.
    Ist aber schon ausverkauft, nicht jeder klebt täglich an den News und Angeboten.
    Bei der deutlich verbesserten Bildqualität wäre es mir die 15 Euro wert gewesen.

    Vielleicht wird ja nachproduziert, ansonsten schwaches (weil künstlich verknapptes) Angebot.

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