Shadow in the Cloud 4K UHD

Blu-ray Review

Capelight Pictures, 30.04.2021
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OT: Shadow in the Cloud

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Sie wollte doch nur nett sein

Vorhang auf für den vielleicht ungewöhnlichsten Genremix des Jahres.

Inhalt

Maude hat einen Spezialauftrag

August 1943: Der Zweite Weltkrieg, Auckland in Neuseeland. Die Flugoffizierin Maude Garrett kommt mit einem geheimen Auftrag zur Airbase. Eine ganz bestimmte Tasche mit einem ganz bestimmten Inhalt soll sie überführen – und zwar von Auckland nach Samoa. Als Transport dient ihr ein B-17-Bomber, dessen Crew selbstredend komplett männlicher Natur ist. Und was so harte Kerle im Zweiten Weltkrieg sind, spötteln diese erst einmal reichhaltig über ihre weibliche Passagierin. Weil an Bord selbst angeblich kein Platz mehr ist, verbannt man sie in die Geschützkabine unterhalb des Rumpfes des Bombers. Dort ist natürlich nur Platz für sie und nicht mehr für die Tasche, die sie bei sich trägt. Also überlässt sie diese zähneknirschend dem einzigen Crewmitglied, dass ihr nicht mit frauenfeindlichen Sprüchen gekommen ist: Walter Quaid. Mit ihrer Situation hadernd sieht sie plötzlich eine Kreatur an den Tragflächen der Maschine rumkrabbeln. Ihr Bericht über Funk an Pilot und Crew erntet aber natürlich nur Ungläubigkeit und weiteren Spott. Erst als kurz darauf ein japanisches Flugzeug auftaucht, das Maude geistesgegenwärtig mit dem Bordgeschütz bekämpfen und abschießen kann, erlaubt man ihr, die enge Kapsel zu verlassen. Doch die Luke klemmt und Maude ist gefangen. Dann erhält die Crew einen Funkspruch, der die Situation plötzlich unter einem völlig anderen Licht erscheinen lässt. Und die Kreatur taucht ebenfalls wieder auf …

Von der Crew wird Maude nicht gerade freundlich empfangen

Wenn das Drumherum um eine Filmproduktion zunächst spannender oder aufregender ist als der mögliche Film selbst, kann das entweder für einen gewissen Push sorgen oder aber dafür, dass sich kaum einer mehr interessiert. Im Falle von Shadow in the Cloud kamen dann auch noch die Pandemie-Bedingungen hinzu, sodass der Fantasy-/Abenteuer-/Horror-/Actionfilm zwar einen Publikumspreis beim 2020er TIFF ergattern konnte, daraufhin aber an den Kinokassen mit weltweit ~ 1 Mio. Dollar Einspiel eher den Sturzflug gab. Viele machten dafür die Querelen ums Drehbuch verantwortlich. Denn dort fand besagte Aufregung statt. Ursprünglich hatte sich die Geschichte Max Landis, der Sohn von John Landis (American Werewolf in London) ausgedacht und zu Papier (oder digitalen Buchstaben) gebracht. Max Landis hatte zuvor bereits die Skrips zu American Ultra oder Bright geschrieben und Shadow in the Cloud sollte sein nächstes Highlight werden. Dann jedoch wurden erneut Vorwürfe des sexuellen sowie physischen und psychischen Missbrauchs gegen ihn vorgebracht, die er bereits 2013 in anderer Form schon mal ausgelöst hatte. Als Reaktion warf man Landis aus der Produktion und schrieb das Drehbuch neu. Regisseurin Roseanne Liang übernahm dies persönlich und mixte unterschiedlichste Genres zu einem – zumindest – sehr ungewöhnlichen Ganzen. So finden sich hier nicht nur die Motive des klassischen Weltkriegs-Luftkampf-Films, sondern eben auch solche aus Creature-Horrorfilmen, die man gemeinsam in eine Schüssel gab und mit einer ordentlichen Portion Feminismus würzte.

Der Raum in der Kapsel – mehr gesteht man der Flugoffizierin nicht zu

Als Hauptdarstellerin konnte man frühzeitig in der Produktion die großartige Chloë Grace Moretz gewinnen, die hier als Bomberpilotin mit Geheimmission unterwegs ist und dem Film ihren ganz eigenen Stempel aufdrückt. Shadow in the Cloud entwickelt sich dabei mehr und mehr zum Guilty Pleasure – also einem Film, dessen Zutaten nie so ganz zusammenpassen wollen, den man als etwas missglücktes Projekt, das unter keinem guten Stern stand, aber trotzdem irgendwie mag.
Und das schon direkt zu Beginn – alleine durch den sehr ungewöhnlichen Score. Die elektronische Musik von Mahuia Bridgman-Cooper wirkt zunächst wie ein Fremdkörper im Angesicht eines Films, der im Zweiten Weltkrieg spielt. Doch das stimmt dann bereits ein auf durchaus sehr ungewöhnliche 85 Minuten Film. Der Score ist übrigens eine Empfehlung für alle Fans melodischen elektronischen Pops der 80er Jahre und geht ein bisschen in Richtung dessen, was M83 in Oblivion ablieferten. Die Filmmusik weist also schon mal auf ein interessantes Erlebnis hin, was auch noch mal intensiviert wird, wenn sich die chauvinistische Männer-Crew per Funk ihrem weiblichen Passagier vorstellt. Hier wird dann auch schon deutlich, wie souverän und stark die Rolle von Maude angelegt ist. Mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und ganz viel Rückgrat begegnet sie den sexistischen Sprüchen der Männer und zeigt ganz deutlich, dass die Herren der Schöpfung ihr im Zweifel heillos unterlegen wären – und zwar in jedweder Situation.

Maude beobachtet feindliche Flieger und ein feindliches Irgendwas

Die Konzentration auf die kleine Gefechtskapsel tut ihr Übriges dazu, dass auch das Setting sehr ungewöhnlich gerät. Denn nachdem Maude dort hinunter geschubst wird, bleibt die Kamera bei ihr. Stets in nächster Nähe zu ihrem Gesicht oder auch mal von außen durch eine Sichtluke hineinschauend. Die männlichen Kollegen hört Maude mit dem Zuschauer gemeinsam lediglich über Funk. Und auch als Maude erstmalig Kontakt mit der Kreatur hat, ist die Kamera ganz nahe dabei. Ohne allzu hektisches Rumgefuchtel erzeugt Kameramann Kit Fraser dabei dennoch eine Menge Dynamik, was aus dem begrenzten und beengten Szenario eine Menge rausholt. Und auch hier ist es Grace Moretz, die den Shadow in the Cloud locker schultert. Mimik und Differenzierung in ihrem Spiel sind klasse.
Jetzt sollte man nicht den Fehler machen und hier einen vor Action strotzenden Weltkriegs-Fliegerfilm erwarten. Der Unterhaltungswert speist sich rein aus dem außergewöhnlichen Szenario mit ungebetenem Kobold-Passagier, emanzipierter Flieger-Offizierin und den überheblichen Sprüchen der (augenscheinlich) ziemlich unfähigen männlichen Crew. Dabei porträtiert Shadow in the Cloud seine Kreatur im wahrsten Schöpfersinne. Denn entgegen der gleichnamigen Filme von Joe Dante hatte Roald Dahl die Gremlins tatsächlich als Unfugtreiber im Bereich der Royal-Air-Force-Luftfahrt skizziert. Im Zweiten Weltkrieg wurden oftmals Gremlins als Ursache angegeben, wenn ein Flugzeug abstürzte oder es anderweitige Probleme in der Mechanik gab. Der bösartige Kobold fällt hier auch um ein Vielfaches weniger niedlich aus als in Dantes Kuschel-Kultfilmen und ist ziemlich gut getrickst. Das hilft dann auch über eine kurze Phase dezenter Langatmigkeit zur Mitte des Films hinweg, was jedoch nach gut 50 Minuten mit einer immer intensiver werdenden Dramatik aus feindlichem Beschuss und Kampf gegen die Kreatur kompensiert wird.
Hat das Ganze inhaltlich irgendeinen Sinn, mag man sich fragen. Die Antwort muss wohl eher ein entschlossenes “Jein” sein. Natürlich wird hier eine Portion Feminismus über eine starke Frauenrolle transportiert. Doch ansonsten ist es, wie oben beschrieben, vor allem ein “Guilty Pleasure”. Das wird und kann nicht jedem gefallen. Freunde von mutigen Genre-Grenzgängern kommen allerdings auf ihre Kosten.

Preis: 27,99 €
(Stand von: 2021/10/24 3:37 pm - Details
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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Fri, 30 Apr 2021
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Bild- und Tonqualität BD

Die Tasche muss um alles in der Welt geschützt werden

Die Blu-ray von Shadow in the Cloud zeigt zu Beginn noch it einer guten Laufruhe, die allerdings in dunklen Szenen etwas ihre Contenance verliert. Dort ist Schwarz zum einen nicht sehr satt, zum anderen offenbart sich leicht gefärbtes Pixelrauschen (3’06). Auch im Nebel eine Minute später sieht man derartiges Farbrauschen noch mal. Die vorherigen Close-ups von Schriften sind allerdings richtig scharf und super aufgelöst. Sehr gut und für die Zeit, in der der Film spielt, authentisch erscheinen die Farben. Das Innere des Fliegers wird von Grautönen dominiert, während Hauttöne und vor allem die braunen Lederjacken sehr erdig erscheinen. Während der dunklen Szenen in der Gefechtskuppel erscheint das Rauschen dann wieder, was zwar technisch nicht ganz sauber ist, aber zum Film und der Epoche ganz gut passt. Die anfängliche Schwierigkeit des wenig satten Schwarz’ ist im späteren Verlauf indes nicht mehr so augenfällig. Hier wirken die Kontraste dann sehr dynamisch. Und wenn es im Finale noch mal richtig hell wird, gelingen ein paar sehr knackige Aufnahmen der blutverschmierten Darsteller.

Walter ist der einzige, der Maude freundlich begegnet

Der Ton für Shadow in the Cloud kommt für Blu-ray und UHD-Blu-ray in verlustfreiem DTS HD-Master.
Die elektronischen Beats des für die Zeit, in der der Film spielt, sehr ungewöhnlichen Scores kommen von Beginn an extrem satt rüber. Wenn die Fool’s Errand dann kurz darauf über die Köpfe hinwegfliegt, kommt der Tiefbass noch einmal richtig fetzig zur Geltung. Das steigert sich aber noch einmal, wenn das Ding nach neun Minuten abhebt und es irgendwo zwischen Donnergrollen und klappernden Metallteilen wandert. Richtig effektvoll wird’s dann nach 16 Minuten, wenn Maude am Rumpf hängend von überall her Geräusche hört und eine Art klackerndes Geräusch der fremden Kreatur. Das hat aus akustischer Sicht schon ein bisschen Gänsehautcharakter. Und davon gibt’s in der Folge dann noch einiges mehr. Jedes Mal, wenn das Wesen für Maude hörbar ist, bekommt auch der Zuschauer eine Rumdum-Akustik der schnatternden Sounds, während der Bomber an sich ohnehin für eine räumliche Atmosphäre sorgt, weil’s ständig irgendwo kracht und klackert. Krachen tut’s auch, wenn Maude nach etwas über einer halben Stunde das erste Mal aus den Rohren des Gefechtsstands feuert und den japanischen Flieger aus der Luft holt. Trotzdem auch nach gut 50 Minuten noch mal intensive Fliegeraction mit vorbeidonnernden oder gar explodierenden japanischen Kampfflugzeugen angestimmt wird und der Score dann ein weiteres Mal ziemlich dominant wird, sind es aber auch später immer wieder die coolen und gruseligen Geräusche des Gremlins, die mit direktionalen Sounds für Abwechslung sorgen. Im Finale sorgt die haarige Kreatur dann noch mal für die größte Dynamikattacke des Films. In Summe ist das nicht ganz so effektvoll wie bspw. Love and Monsters, aber immer noch ein ziemlich lohnenswerter Tonsektor.

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Bild- und Tonqualität UHD

Der feindliche Beschuss bringt die Crew an die Grenzen

Wie zuletzt leider öfter, so war auch für Shadow in the Cloud nicht in Erfahrung zu bringen, mit welchen Kameras genau gearbeitet wurde und in welcher Auflösung gefilmt und das DI gezogen wurde. Anhand der Detailauflösungsunterschiede zwischen BD und UHD-BD ist aber von einem 2K-DI auszugehen, da sich die Detaildarstellung nur marginal unterscheidet. Unabhängig von der Auflösung des Digital Intermediate kommt die Scheibe aber mit allen drei HDR-Formaten (HDR10, HDR10+ und Dolby Vision) sowie mit einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum.
Die extrem lichtarm ausgeleuchteten Szenen nach 3’15 sind auch über die UHD-BD die schwächsten Einstellungen, da diese hier auch hier ein bisschen Farbrauschen zeigen. Das bleibt dann allerdings die einzige Schwachstelle der UHD-Blu-ray, wenn sie per HDR10 und HDR10+ wiedergegeben wird. Wunderbar sind die Spitzlichter, die bei Reflexionen in den Augen oder auch den Positionslichtern am Boden während des Starts der Fool’s Errand richtig knallen, wo die Blu-ray lange nicht diese Helligkeitsdynamik bieten kann. Da ein Großteil der Filmdauer in der engen und dunklen Kapsel unter dem Bug des Bombers passiert, gibt es natürlich nicht sonderlich viel Möglichkeit für wahnsinnige Farbdifferenzen oder ähnliche Spielereien. Allerdings zeichnet die UHD-BD hier schön durch und lässt auch dort die Spitzlichter sehr dynamisch erscheinen, wenn bspw. ein Blitz das Dunkel aufhellt. Rein von den Farben her ist die 4K-Scheibe sichtbar kräftiger. Hauttöne sind gebräunter und gesünder – hier wirkt die Blu-ray im Vergleich geradezu kühl. Auch rote Farben, die später bspw. als Blut auf dem Shirt zutage treten, sind eindrucksvoller. Hinzu kommt, dass die UHD-BD die insgesamt hohe Dynamik der Kapselszenen vs. jene, die vor Explosionen spielen, wirklich sehr gut hinbekommt. Und überhaupt: Explosionen. Was über die Blu-ray eher matt gelblich mit überzeichneter Helligkeit erscheint, bekommt über die UHD-BD tiefgelbe bis orangefarbene Töne – sehr eindrucksvoll. Dolby Vision ist gegenüber HDR10 etwas dunkler geraten, hält in den Spitzlichtern aber sehr gut mit.

Blu-ray (68’11): (Slider ganz nach rechts): Die Blu-ray ist für sich genommen eigentlich in Ordnung. Farblich aber im Vergleich erstaunlich blass.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD arbeitet sämtliche Farben intensiver und dynamischer heraus.

 

Blu-ray (69’46): (Slider ganz nach rechts): Die Hauttöne kommen über die BD kühler.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD liefert wärmeren Teint. Die Durchzeichnung in den Haaren ist im laufenden Bild noch besser als im Screenshot.

 

Blu-ray (4’42): (Slider ganz nach rechts): Noch ein schöner Vergleich zwischen der farblich und kontrastdynamisch guten BD …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … und der farblich und kontrastdynamisch noch besseren UHD-BD

 

Blu-ray (56’15): (Slider ganz nach rechts): Bei Feuer und Explosionen schlägt die Gunst der UHD-BD noch sichtbarer. Die BD zeigt hier kaum Farbe und fast nur überstrahlte Bereiche. Auch hier beachten: Die Belichtung liegt auf dem Feuer, nicht auf den Bereichen drumherum. Diese versumpfen im laufenden Bild nicht wie hier auf dem Screenshot.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die Dynamik der UHD-BD ist deutlich sichtbar größer, die Farben finden wieder statt und die Durchzeichnung in den Flammen bleibt erhalten.

 

UHD HDR10 (68’11): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber HDR10 …
UHD Dolby Vision (Slider ganz nach links): … hat Dolby Vision das dunklere, aber teils farblich noch intensivere Bild.

Preis: 27,99 €
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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Fri, 30 Apr 2021
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Bonusmaterial

Maude und ihre Tasche

Das Bonusmaterial von Shadow in the Cloud rekrutiert sich aus dem Trailer, ein paar Programmtipps und dem Featurette “An Bord der Fool’s Errand”. In diesem gibt’s für 18 Minuten noch mal Einblicke in die Produktion. Allerdings rekrutieren sich die Infos nahezu ausschließlich aus Interviews mit der Hauptdarstellerin, der Regisseurin eines der Produzenten und dem Stunt Koordinator. Das optisch sehr gelungene 4K-UHD-BD-Mediabook enthält dazu noch ein 24-seitiges Booklet, das ein sehr lesenswertes Interview vom Deadline-Magazin mit Regisseurin Roseanne Liang enthält.

Fazit

Shadow in the Cloud ist ein absolut launiger, höchst kurzweiliger und Genregrenzen überschreitender Mix, der blendend unterhalten kann – vorausgesetzt, man fragt zu keiner Zeit nach Logik oder Sinn. Man muss definitiv in einer gewissen Stimmung für solch einen Trip sein. Und das wird nicht jedem gelingen. Man mag ihn hassen oder lieben – dazwischen wird’s nicht viel geben. Kate-Bush-Fans sollten bis zum Abspann sitzenbleiben, um noch mal in den Genuss eines ihrer größten Hits zu kommen. Genuss ist ein gutes Stichwort. Denn die UHD-BD ist in Sachen Ausgewogenheit und Farbdarstellung durchaus ein Genuss und der Blu-ray sichtbar überlegen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 75%
Bildqualität UHD: 80%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 80%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 80%

Bonusmaterial: 60%
Film: 70%

Anbieter: Capelight Pictures
Land/Jahr: NZ/USA 2020
Regie: Roseanne Liang
Darsteller:Chloë Grace Moretz, Nick Robinson, Beulah Koale, Taylor John Smith,
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 5.1: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 83
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja/Nein (?? DI)
High Dynamic Range: HDR10, HDR10+, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 2340 Nit
Maximale durchschn. Lichtstärke: 400 Nit
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Capelight Pictures)
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Trailer zu Shadow in the Cloud

SHADOW IN THE CLOUD Trailer (Deutsch)


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild”verbesserern” zu verfälschen.

11 thoughts on “Shadow in the Cloud 4K UHD

  1. Tim

    War erst etwas skeptisch, aber lch liebe einfach Chloë.
    Scheibe ist gekauft.

  2. Tim

    Da fällt mir ein, auf ein Mediabook hab ich eigentlich gar kein bock 🙁

  3. Oliver

    Ich werde mir den auch anschauen. Bin ja seit Dezember (Trailer) neugierig darauf und mag die Moretz auch. Da schreckt mich auch die schwache imdb Wertung von 4.8 nicht ab ( immerhin gesteigert, vor 1-2 Wochen waren es 4.5).
    Sind aber wahrscheinlich einige Hardcore Konservative Amis, die damit nicht klar kommen, dass Moretz als junge Dame die Typen dominiert.

  4. Rüdiger Petersen

    Hoffentlich ist es der Song…….Wuthering Hights. Kate Bush war in den 70 zigern eine Ikone. Ihre Stimme ist unverwechselbar.

  5. Oliver

    Ich tippe eher auf “Running Up That Hill”. Passt eher zum “melodisch, elektronischen Pop der 80er Jahre” 😉

    • “Cloudbusting” wäre auch ein logischer Titel. Es ist aber “Hounds of Love” 😉

  6. Tim

    Hab entschieden auf eine Amaray Version zu warten.
    Boss Level hat mich gestern recht enttäuscht, hoffe das wird hier anders.

  7. David

    Hi.

    Mal eine Frage: Du nutzt ja auch den LG Oled CX: Bei mir ist in Dolby Vision das Bild zu im bis zum Sonnenaufgang im Film so dermaßen dunkel, dass ich die Hälfte der Details verloren geht. Ich musste den Kontrast und und das “Oled-leuchten” auf 100 hochstellen und das Bild war immer noch gefühlt 50 Prozent dunkler als in HDR. Das wäre keine Nuancen, das waren Welten.

    Zuspieler ist bei mir der Sony X800m2. Ob es womöglich daran liegt?

    Den Panasonic habe ich auf Grund der Laufwerksgeräusche und auf Grund, dass er einige Discs nicht angenommen hat, zurück gegeben.

    • Hi David.
      Es ist schon deutlich dunkler als HDR10, in diesem Fall. Ich würde deshalb auf HDR10 bleiben. Das Bild ist dort dann wirklich ganz eindrucksvoll.

  8. Hans-Ingo Trompeter

    Nun, die 30€ die die UHD einst gekostet hat, wäre mir der Film nicht wert gewesen, aber der iTunes 4K DV File geht für die Hälfte in Ordnung. Ohne die Hauptdarstellerin wär’s ein Ausfall und dass die männliche Besatzung hier fast ausnahmslos aus Trotteln besteht, geht dem alten weis(s)en Mann schon auf den Zeiger. Genauso übrigens die schlechten Greenscreen-Aufnahmen, die sich ausnahmslos entlarven….

    P.S. Den Nachspann habe ich mir gespart. Wegen Kate Bush.

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