Shazam! 4K UHD

Blu-ray Review

Warner Home Video, 05.09.2019
Warner Home Video, 05.09.2019

OT: Shazam!

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I Believe I Can Fly

Der nächste DC-Kinohit landet im Heimkino.

Inhalt

Billy sucht seit zehn Jahren seine Mutter

Billy Batson ist ein Teenager wie jeder andere. Nur, dass er seine Mutter vor zehn Jahren auf einem Jahrmarkt verloren hat und seitdem von Pflegefamilie zu Pflegefamilie zieht. Aktuell ist er bei den Vasquez untergebracht, die noch diverse weitere Kids beherbergt haben. Unter ihnen auch Freddy, der immer wieder von den älteren Jungs der Schule gemobbt wird. Als Billy ihn eines Tages verteidigt und dann vor den Aggressoren davon läuft, landet er in einer U-Bahn. Die führt ihn geradewegs zum Fels der Ewigkeit, einer Höhle, in der der alte Zauberer Shazam auf seine Ablösung wartet. In Billy scheint er diese gefunden zu haben und übertragt ihm nicht nur Superkräfte, sondern lässt ihn schlagartig auch noch erwachsen werden. Ausgestattet mit den neuen Kräften, weiß Billy zunächst gar nicht, wohin mit all der Super-Power und zieht Freddy ins Vertrauen. Was die beiden Teens noch nicht wissen: Vor einigen Jahrzehnten hatte ein gewisser Dr. Thaddeus Sivana bereits Kontakt zu Shazam, war aber als unwürdig abgelehnt worden. Bei einem weiteren Besuch beim Fels der Ewigkeit konnte er zwar nicht die Kräfte Shazams absorbieren, sehr wohl aber jene der Sieben Todsünden, die Shazam unter Kontrolle hatte. Vereint in Sivanas Körper richtet Thaddeus mit ihnen stattliches Unheil an. Kann Shazam den Kampf mit ihm aufnehmen …?

Ob Billy sich mit Freddy anfreunden kann

Nachdem Marvel jahrelang den Kollegen von DC den Rang abgelaufen hatte, was die Verfilmungen der Comic-Vorlagen angeht, schnuppert man derzeit Höhenluft. Denn während bei Marvel der dritte Teil des MCU beendet ist und man erst neue Luft holen muss, hat Warner Bros. mit seinem DC Extended Universe spätestens sein Wonder Woman Oberwasser. Der hatte (bis Captain Marvel kam) mal eben die Marke für den erfolgreichsten Superhelden-Film mit einer weiblichen Titelfigur gesetzt und mit Aquaman spülte der erste Film des DCU über eine Mrd. Dollar in die Kassen (Nolans Dark-Knight-Filme nicht eingerechnet).
Dennoch darf man es für mutig halten, dass man sich nach ein paar eher gefloppten Verfilmungen ausgerechnet einer weniger bekannten Figur des DC-Universums für eine Adaption zuwandte: Shazam.
Wobei man hier erst einmal Ordnung schaffen muss. Denn die Figur heißt eigentlich nicht Shazam, sondern Captain Marvel. Ähm, wie jetzt. Das war doch eben jene von Brie Larson gespielte Dame vom Volke der Kree?
Stimmt. Also auch. Denn beides ist wahr. Ursprünglich geht der Name „Captain Marvel“ auf einen Comic von Zeichner CC Beck und Autor Bill Parker aus dem Jahre 1939 zurück. Publiziert wurden die Strips damals von Fawcett Comics.

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Fans von „The Walking Dead“ werden ihn kennen

Da DC allerdings die (deutliche) Nähe zu Superman sah, strengte man einen Prozess an und gewann. Captain Marvel in der Form verschwand. Bis sich 1967 Marvel selbst die Rechte an dem Namen sicherte und ihn für den komplett anderen Charakter Mar-Vell nutzte. Das wiederum löste bei DC ein Umdenken aus und so erwarb man seinerseits 1972 die Rechte an der ursprünglichen Captain-Marvel-Figur von Fawcett Comics. Natürlich durfte man ihn jetzt nicht mehr so nennen und beschränkte sich auf das, was der Held stets sagen muss, bevor er sich verwandelt: Shazam!
Soweit, so unübersichtlich. Dass aber ausgerechnet ein „zweiter Supermann“ für die nächste Leinwand-Adaption ausgewählt wurde, ist (oben steht es) durchaus mutig. Die Verwechslungsgefahr hätte groß sein können. Und weil man das wusste, hat man den Tenor einfach komplett unterschiedlich gestaltet. Waren (Aquaman ausgenommen) die bisherigen DC-Filme düster, dunkel und (bisweilen) depressiv, geht Shazam! einen komplett anderen Weg. Als Mix aus Body-Switch-Komödie, Coming-of-Age-Film und Superhelden-Spektakel präsentiert sich der durchweg höchst amüsante Film von David F. Sandberg.

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Was man mit Superkräften so alles anfangen kann

Moment mal, David F. Sandberg? Jener Regisseur, der bisher zwei Langfilme (Lights Out und Annabelle 2) auf seiner Vita hat, die eindeutig (und ausgerechnet) dem Horror-Genre entspringen? Offenbar ein weiterer mutiger Schritt der Warner-Bros.-Verantwortlichen. Denn mit Horror hat Shazam! maximal in der Visualisierung der Sieben-Todsünden-Monster zu tun. Ansonsten ist der Ton derart locker und witzig, dass man befürchten könnte, der Film wird zur billigen Lachnummer – was nicht passiert.
Dank eines hervorragend getimten Drehbuchs und gnadenlos gut aufgelegten Hauptdarstellers. Zachary Levi gibt den Superhelden-Billy mit einer Leidenschaft und Lust, dass es eine wahre Freude ist. Glaubt man seinen Aussagen, dann lehnte er die Rolle zunächst sogar ab, da er vermutete, ein größerer Star würde die Rolle bekommen (immerhin hatte er schon das Vorsprechen für Star-Lord in Guardians of the Galaxy nicht für sich entscheiden können). Doch als man ein zweites Mal nachfrage, war er Feuer und Flamme. Und weil er sich über das Engagement so freute, transformierte er mit einer 3500-4000-Kalorien/Tag-Diät und schwerem Gewichtestemmen „mal eben“ seinen Körper von untrainierten knapp 100 Kilo (Levi ist immerhin 1,93m groß) mit 12kg reiner Muskelmasse mehr und nachfolgender Diät auf gestrippte 108kg.

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Du bist also der Bösewicht!?

Und dass er das Kind im Manne mit Spaß gibt, merkt man ihm in jeder Sekunde an. Alleine die gut zehn Minuten, in denen er gemeinsam mit Freddy seine Kräfte entdeckt, sind so amüsant und rasant, dass sie den Film alleine schon lohnen.
Aber Shazam! lebt nicht alleine von den witzigen Actionszenen. Vielmehr erzählt er eine bewegende Geschichte von Freundschaft, Enttäuschung und der Suche nach Identität und Familie. Innerhalb dieser Storyline ist es an den Jungdarstellern, authentisch zu wirken und eine emotionale Bindung zu erzeugen. Und so sehr Zachary Levi auch Spaß an seiner Erwachsenen-Rolle hat – Asher Angel als Billy und Jack Dylan Grazer als Freddy sind die eigentlich Stars des Films. Die beiden ungleichen Jungs ergänzen sich dermaßen perfekt, dass man ihnen ihre Außenseiterrollen augenblicklich abnimmt. Ganz nebenbei verhandeln sie auch noch treffsicher Themen wie Mobbing und Vertrauen unter Freunden.
Jetzt heißt es natürlich, dass Superhelden-Filme immer nur so gut sind wie ihre Bösewichte. Und ausgerechnet hier patzt Shazam!. Zwar konnte man mit Mark Strong einen starken Schauspieler engagieren, der durchaus Charisma in seine Rolle legt. Aber sie ist zu schwach unterfüttert. Man wünschte sich, dass man noch etwas mehr aus seiner Vergangenheit und Beziehung zum Vater nach dem Unfall erfahren hätte. Und man wünschte sich vor allem, dass der Film erzählt, was Thaddeus nun mit seinen Superkräften überhaupt anrichten will. Ewig und drei Tage ist er auf der Suche nach ihnen und weiß dann eigentlich nichts damit anzufangen. Das ist vor allem deshalb schade, weil es (von ein paar komischen Story-Zufällen abgesehen) der einzige echte Kritikpunkt des Films ist.
Das wiederum zeigt, dass es manchmal eben Mut braucht, um eine tolle Geschichte zu erzählen und damit durchweg zu unterhalten.

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Shazaaaaam!

Bild- und Tonqualität BD

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Erst einmal lernen die beiden, welche Kräfte Billy jetzt hat

Der vollständig digital gefilmte Shazam! liefert visuell bisweilen eine absolut beeindruckende Vorstellung ab. Sieht man von ein paar wenigen Szenen an, in denen Rauschen etwas intensiver wird (Fels der Ewigkeit zu Beginn), ist die Körnung sehr gering und fein gehalten. Sie wird meist nur auf Hintergründen oder bei den Totalen von Philadelphia und dann bei sehr nahem Hinschauen sichtbar. Vorzüglich hingegen ist die Bilddynamik. Gerade in den kühler gestalteten Szenen innerhalb der Labore von Thaddeus sind die Farbkontraste sensationell gut. Gleichermaßen toll sind die Farben selbst. Da gerade Rot eine große Rolle spielt, sieht man entsprechend farbige Objekte immer wieder. Und jedes Mal stechen diese kontrastreich heraus. Wenn die Farbgebung wärmer und etwas dunkler ist (Wohnräume der Familie Vasquez), gelingt auch das ziemlich gut. Details versumpfen nicht in der Dunkelheit und bleiben stets gut erkennbar. Ebenfalls gelingt die Schärfe in Close-ups bisweilen herausragend. Das Cape von Shazam kommt so detailreich rüber, dass man jede Wabe darin erkennen kann. Und auch im Gesicht offenbaren sich Fältchen und Make-up.

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Thaddeus hat Billys schwachen Punkt gefunden

Bei Anbieter Warner liegen Lob und Tadel oft eng beieinander. Während die technischen Highlights in der Regel schon bei der Blu-ray mit einem Dolby-Atmos-Ton aufwarten, ergeht es den kleineren Filmen und Dramen oft nicht so gut. So mussten zuletzt The Mule und Creed 2 mit Dolby-Digital-Spuren auskommen. Bei Shazam! darf aber wieder Entwarnung gegeben werden, denn der wartet mit einer Dolby-Atmos-Spur auf. Allerdings nur fürs Deutsche mit unkomprimiertem True HD als Kern, während die US-Fassung auf der BD mit Dolby-Digital-Plus auskommen muss. Und für Originalton-Fans heißt es stark sein, denn sie klingt auch weniger dynamisch und vor allem deutlich leiser als die Synchro.
Die deutsche Version hat es hingegen durchweg in sich. Fernab von disney’scher Komprimierung liefert Shazam! eine exemplarisch hohe Dynamik. Während der Dialogszenen fährt die Lautstärke ein Stück weit zurück, gibt aber Gas, sobald sich auch nur die Spur von Action ankündigt.
Direktionale Effekte während Shazams Superhelden-Übungen oder bei den zahlreichen Kämpfen mit den Sieben-Sünden-Monstern füllen die Surrounds mit vorzüglicher Ortbarkeit.
Dazu gibt es einen derart vehementen LFE-Kanal, dass es einem schon mal Angst und Bange werden kann. Satten Bass gibt es schon in der Eröffnungssequenz, der aber noch gar nichts ist gegen die Aktivierung des Subs während der Ansprache der in den Statuen gefangenen Sünden. Hier braucht es schon potente und leistungsfähige Subwoofer, damit die Membrane nicht anschlagen (4’40) – wenngleich die Organe über die englische Tonspur noch etwas tieffrequenter+ erklingen. Die regulären Dialoge kommen dafür präzise und sauber rüber.

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Ist er wirklich kugelsicher?

Durch das Hinzufügen der Atmos-Ebene wird Shazam! aber noch spektakulärer. Den ersten 3D-Soundeffekt gibt’s nach zwei Minuten, wenn die Lichtblitze am Auto vorbeizischen und die Fensterscheiben bedrohlich zu knacken beginnen. Das allerdings ist noch nichts gegen die Stimmen der Sünden, die sich auch über die Heights nach 4’20 melden und über dem Kopf des Zuschauers kreisen. Das tun sie nach 26 Minuten nochmals und lassen dabei noch einiges an Gesteinsbrocken herabfallen. In Kombination mit dem heftigen Subwoofer einer der krassesten 3D-Soundeffekte der letzten Zeit.
Auch die U-Bahn liefert nach gut einer halben Stunde richtig ab und ließ kurz zuvor schon die Ansage aus den Heights kommen (ab 31’10). Fünf Minuten später blitzt dann der Stab von Shazam hörbar aus der Höhe. Unheimlich wird’s, wenn die Sieben Todsünden in Sivanas Büro aufräumen und auch mal ein Genick hörbar aus den Heights knackt. Super witzig ist dann die Nummer mit dem Auto nach knapp 56 Minuten. Es hat schon was zu bedeuten, wenn man das Piepsen einer Alarmanlage von weit oben hört …
Was im Übrigen sehr zielgerichtet eingesetzt wird, sind Musikstücke. Den Score hört man in der Regel nicht aus den Höhen-Lautsprecher, dafür aber (wenn’s Sinn macht) mal einen der Soundtrack-Songs. Richtig großartig ist dann Queens Don’t Stop Me Now, das man akustisch „auseinander genommen“ hat. So ertönt nach 58 Minuten aus den Heights nur Freddy Mercurys Stimme, nicht aber die Musik selbst – klasse!
Ebenso wie die flirrenden Drähte, die den Bus nach etwa 70 Minuten am letzten Käbelchen festhalten und während der kompletten Sequenz effektvoll knarzen (ab 70’20).
Kämpfen Shazam und Thaddeus miteinander gibt es auch immer wieder dedizierte Effekte und auch der Rauch, aus dem die Sieben Todsünden entstehen, verweht wunderbar über die Heights. Das alles führt letztlich zu einem hervorragend immersiven Erlebnis, das im Falle von  Shazam! die Sounds durchweg korrekt platziert einsetzt.
Übrigens: Trotz durchweg toller Einbindung der Heights – der coolste 3D-Soundeffekt kommt in der Mid-Credit-Scene.

Bild- und Tonqualität UHD

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Wo Superkräfte walten, gibt’s schon mal Bruchwerk

Shazam! wurde mit ARRI Alexa Minis und SXTs aufgenommen, die am Ausgang eine Auflösung von 3.4K lieferten. Leider war jedoch nicht final und gesichert heraus zu bekommen, ob es sich beim Digital Intermediate um eins mit 4K oder mit 2K handelt. Während einige aufgrund der hohen Detailfreude des Bildes von einem 4K-DI ausgehen (das aufgrund der 3.4K-Auflösung der RAW-Daten) nur ein geringfügiges Upscale wäre, spricht auf der anderen Seite dagegen, dass Kinos nur mit einer 2K-Kopie ausgestattet wurden (Quelle).
Gesichert ist hingegen, dass High Dynamic Range in Form von HDR10 und Dolby Vision auf der Disk landete – nebst einem im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum, versteht sich.
Und die höhere Dynamik ist über die UHD durchaus erfahrbar. Trotzdem, dass das Color Grading selbst sehr ähnlich ist, sind Farben noch satter, Schwarzwerte kräftiger und der grundsätzliche Kontrastumfang ist höher. Während neutrale Oberflächen fast identisch erscheinen, sind es gerade die roten Elemente – von Mantel der Mutter bis hin zu Shazams Anzug – die noch eindrucksvoller und mit weniger orangem Rot wiedergegeben werden. Zudem leidet die UHD per HDR10 nicht – wie zuletzt einige Scheiben – unter einem eher trüben Schwarzwert.
Und wer mal ein prächtig schwarzes Bild mit unglaublichen Highlights sehen möchte, der hält die UHD bei 15’20 an und staunt über die farbigen Kugeln am Baum, die sich vor nachtschwarzem Himmel abzeichnen – klasse. Hier kommt die BD weder in Sachen Strahlkraft, noch in der Farbgenauigkeit hinterher und für solche Bilder wurde HDR erfunden. Ähnlich geniale Spitzlichter liefert auch das Finale noch mal, wenn der Jahrmarkt in der Dunkelheit mit einer unglaublichen Vielzahl an Leuchtquellen glitzert und glänzt.
In puncto Auflösung fällt auf, dass die Körnung feiner und gleichmäßiger ist. Das wiederum ermöglicht bei den Totalen von Philadelphia mehr Genauigkeit in den Details und Strukturen im hinteren Bereich. Allerdings muss man hier schon sehr genau hinsehen, um Differenzen zu erkennen.
Das Gleiche gilt auch für Dolby Vision. Denn die dynamische HDR-Variante lässt zwar Kontrastflanken noch etwas steiler erscheinen und liefert noch ein etwas satteres Rot, aber die Unterschiede in sehr hellen oder sehr dunklen Szenen fallen gegenüber HDR10 relativ gering aus.

Blu-ray (8’18): (Slider ganz nach rechts): Der Unterschied im Color Grading zwischen BD und UHD fällt gering aus.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD ist etwas kontraststärker, differenziert in den Wolken besser und hat mehr Strahlkraft auf der Wasserfläche.

Blu-ray (31’57): (Slider ganz nach rechts): Schon die BD hat kräftige Farben.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Dennoch kommen gelb und rot über die UHD kräftiger rüber.

Blu-ray (61’31): (Slider ganz nach rechts): Auch hier offenbart die Blu-ray schon recht gute Farben.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Dennoch kann die UHD hier im Rot und Blau noch stärkere Akzente setzen.

UHD HDR10 (61’31): (Slider ganz nach rechts): Das gleiche Bild im Vergleich zwischen HDR10 und Dolby Vision.

Dolby Vision (Slider ganz nach links): Dolby Vision macht Rot noch einmal etwas satter.

Blu-ray (23’15): (Slider ganz nach rechts): Die BD ist im direkten Vergleich etwas flacher.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD arbeitet den Bartschatten deutlicher heraus.

Blu-ray (23’15): (Slider ganz nach rechts): Gehen wir mal etwas näher ran ….

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … kann man auf der Glatze Strongs die Stoppeln besser erkennen.

Beim Ton ändert sich (fast) nichts. Die UHD liefert die identische Atmos-Spur wie die Blu-ray – jedenfalls im Falle der deutschen Fassung. Aufatmen bei den Fans des O-Tons. Auch hier gibt’s nun einen True-HD-Kern und sowohl Lautstärke als auch Dynamik zwischen den beiden Sprachfassungen sind nun größtenteils vergleichbar.

Bonusmaterial

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Thaddeus hat auch coole Moves drauf

Das Bonusmaterial von Shazam! ist recht reichhaltig angefüllt. In „Wenn Superhelden Schule schwänzen“ bekommen wir einen vierminütigen Comic-Strip – quasi einen erweiternden Kurzfilm aus dem Universum des Films selbst. „Die magische Welt von Shazam“ ist dann das eigentliche Making-of mit einer Laufzeit von etwa 30 Minuten. Hier blicken wir hinter die Kulissen der Dreharbeiten und Spezialeffekte. David F. Sandberg darf sich angemessen darüber wundern, dass man ausgerechnet ihn fragte – den Horrorfilm-Regisseur, der auch am Set mit Evil-Dead-T-Shirt rumläuft. Außerdem darf er erzählen, wie ungewohnt es war, einen so großen Film mit den ganzen Previsualisierungs-Planungen umzusetzen. „Super-Spaß mit Zac“ kümmert sich dann um die Albereien Levis am Set. Selbst seine Schauspiel-Kollegen bezeichnen ihn als großes Kind im Körper eines Erwachsenen.
Dazu gibt es 16 „entfernte und erweiterte Szenen“, wahlweise mit Einführung des Regisseurs. Ein kurzes Featurette („Wer ist Shazam?“) klärt über die Hintergründe der Titelfigur auf und in „Jahrmarkt-Szene im Detail“ kümmert man sich um die finale Actionszene und den entsprechenden Aufwand an ihr. „Shazam’sche Familienwerte“ letztlich stellt die jüngeren Darsteller ihren älteren Superhelden-Kollegen gegenüber.

Fazit

Shazam! ist für das DCU ungefähr das, was Ant-Man für Marvel war: Eine Frischzellenkur mit perfekt getimtem Humor, zahlreichen Querverweisen (übrigens auch auf BIG), tollen Actionszenen und einem hervorragend aufgelegtem Darsteller-Ensemble. Der (derzeit noch) geplante zweite Teil darf deshalb sehr gerne kommen.
Aus technischer Sicht überzeugen Atmos-Sound und Bild der Disks gleichermaßen. Akustisch reiht sich der Film gar ganz oben in die Referenzliga ein – zumindest in Sachen Tieftonwiedergabe und Dynamik. Die UHD liefert ein zwar nicht drastisch anderes Bild, ist aber auf den entscheidenden Parametern noch etwas kräftiger, schärfer und kontrastreicher. Beide Disks reizen ihre Möglichkeiten ziemlich perfekt aus.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 90%
Bildqualität UHD (DV und HDR10): 90%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 95%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 90%

Tonqualität BD 2D-Soundebene (Originalversion): 85%
Tonqualität BD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 80%
Tonqualität BD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 85%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 95%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 80%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 90%

Bonusmaterial: 70%
Film: 85%

Anbieter: Warner Home Video
Land/Jahr: USA 2018
Regie: David F. Sandberg
Darsteller: Zachary Levi, Asher Angel, Mark Strong, Jack Dylan Grazer, Adam Brody, Djimon Hounsou
Tonformate BD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de // Dolby Atmos (Dolby-Digital-Plus-Kern): en // Dolby Digital 5.1: de, en
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en // Dolby Digital 5.1: de, en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit:132
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: ?? (?? DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: 1351
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Warner Home Video)

Trailer zu Shazam!

SHAZAM! – Offizieller Trailer #2 Deutsch HD German (2019)

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8 thoughts on “Shazam! 4K UHD

  1. Avatar Tim

    Besten Dank.
    War anfangs nicht so angetan von shazam.
    Werde ihn mir jetzt aber zulegen.
    Technisch top, dann ist es schon die halbe miete 🙂
    Freue mich auf den 5.9. ….dann kommt auch noch Endgame.

  2. Avatar René

    Moin!

    Vielen lieben Dank mal wieder für das ausführliche Review. Sehr schön zu sehen das die Disks hier nicht soweit auseinander liegen und auch die Tonformate identisch sind. Ich würde in meinem Falle dann zur BD plus 3D tendieren 😉

    Große Kompliment an deine sehr detailierte & zeitintensive Arbeit, die Du mit den Vergleichen immer wieder für uns User/Freaks erstellst und uns damit die Entscheidung erleichterst!

  3. Avatar Stefan

    Schön das sich HDR 10 und DV nicht wirklich von einander unterscheiden. Scheint so das die Label Fortschritte beim HDR Mastering machen und nur HDR 10 Seher keinen Nachteil mehr haben.

  4. Avatar Durchblicker

    Leiten Sie das jetzt von einem Film ab, dass die HDR10 Version ebenbürtig ist ? Das würde ich so nicht unterschreiben.

  5. Hey Timo!

    Mir hat der Film im REALEN Atmos Kino schon sehr gut gefallen.

    Im HEIMKINO kann ich nur sagen…der Film ROCKT und EIGENTLICH sollten ALLE
    UHD Blurays in Punkto Bild & Ton diesen DURCHGEHENDEN Qualitätsstandard haben.

    Danke für den Hinweis mit der MEGA BLACK Scene incl. HDR bei 15:20 Minuten!

    Da konnte mein Laser Beamer mal wieder RICHTIG beweisen, warum Lampenbeamer Null Chance
    haben gegen diesen Schwarzwert plus perfekter farblicher Darstellung incl. HDR.

    Genau wegen solchen Szenen gibt es nur in DOLBY CINEMAS Laser Beamer von Christie
    bzw. Laser Beamer für zu Hause! (Auch wenn ich selber keinen Christie Beamer habe,
    werde ich nun vor dem SHAZAM! Hauptfilm in meinem Heimkino den DOLBY CINEMA Trailer spielen, denn
    nur DOLBY CINEMA Kinos spielen dürfen – welcher übrigens auch im Atmos Ton
    überragend abgemischt wurde)

    Alles in allem ist SHAZAM! als UHD Bluray in der REFERENZ Liga!
    Hab die 4k UHD gestern schon bei MM bekommen für 24,99 € bekommen.
    Da nimmt man den Film zu diesem Preis noch lieber mit…

    Flieg morgen zur IFA…freu mich drauf….
    Mal sehen, ob es was gibt, was mich „flashen“ kann…
    Hab ja eigentlich schon alles, was ein anspruchsvolles Heimkino braucht…

    In diesem Sinne….

    Mach weiter so!
    Finde Deine Rezis immer sehr inspirierend….
    Meiner Meinung nach beste UHD Rezi Seite im Netz…

  6. Avatar Roman

    Der Film gefällt mir sehr gut. Die UHD ist wirklich toll. Nur leider habe ich immer ein Bildrauschen aber es kann sein, dass es an meinem Epson Tw 9300 liegt. Ich muss es mal mit einer andern UHD vergleichen. Ansonsten ist die UHD das Geld wert und der Film sowieso.

    • Avatar Roman

      Gerade Alita Battle Angel getestet und kein Bildrauschen festgestellt. Merkwürdig, dass hier und in andern Reviews kaum bis kein Rauschen festgestellt worden ist, bei mir aber durchgehend deutlich sichtbar ist. Vielleicht liegt es am Unterschied zwischen (OLED)TV und Projektoren. Trotzdem tolles Bild und Ton bei Shazam!

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