Skyscraper 4K UHD

Blu-ray Review

skyscraper 4k uhd blu-ray review cover
Universal Pictures, 15.11.2018
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Universal Pictures, 15.11.2018

OT: Skyscraper

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Über den Wolken

In Skyscraper muss Dwayne Johnson hoch hinaus, um seine Familie vor einem Feuer zu retten.

Inhalt

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Will begegnet dem Erbauer des Wolkenkratzers

Der chinesische Investor Zhao Long Ji hat sein Ziel, den höchsten Wolkenkratzer der Welt zu errichten erreicht. Das gigantische Gebäude misst bis zur Spitze 1100m und ist damit rund 270m höher als der Burj Khalifa. Von allen nur „The Pearl“ genannt muss das Hochhaus allerdings noch eröffnet werden. Und bevor das geschehen kann, muss sich das Gebäude einem kompletten Sicherheitscheck unterziehen. Ausgeführt wird dieser vom Marine-Veteran und Ex-FBI-Agent Will Sawyer. Sawyer, der seit einem der vorherigen Einsätze mit einer Vollprothese für sein linkes Bein lebt, zieht mit seiner Familie für einige Zeit in eins der obersten Stockwerke, um die umfangreichen Tests durchführen zu können. Nach seinen Inspektionen des Baus selbst sowie dessen Feuer-Notfallmaßnahmen fehlt nur noch ein Bereich, um dem Wolkenkratzer das „Go“ zu geben: Die Computer-Sicherheitssysteme. Zhao ist überzeugt, dass auch dieser Test erfolgreich verläuft – immerhin haben nur jene Zugang zum Hauptrechner, die für das Gesichtserkennungs-System eines Tablets freigeschaltet sind. Doch während Will mit dem Tablet sich auf den Weg zum außerhalb gelegenen Sicherheits-Center begibt, wird er von einem Dieb attackiert, der das Handheld stehlen will. Zwar gelingt es Sawyer zunächst, den Angriff abzuwehren, doch der Kerl war nicht alleine. Zur gleichen Zeit schaffen es Komplizen, die für den internationalen Terroristen Kores Botha arbeiten, ein Feuer im 96. Stock zu legen. Und als man Will doch noch das Tablet entwenden kann, beschafft sich ein Hacker Zugang und verhindert, dass das Feuerlösch-System den Brand beseitigen kann. Das wiegt umso schwerer, da Wills Familie oberhalb des Feuers ist und jede Rettung unmöglich scheint, oder …?

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Sarah ist stolz auf ihren Mann und seinen neuen Job

Die Story kommt euch bekannt vor? Hmm, lasst uns mal überlegen: Hochhaus, einsamer Kämpfer, Familien(angehörige) retten, Terroristen im Gebäude – ein Schelm, wer da an Stirb Langsam denkt. Naja, immerhin haben wir es hier mit dem höchsten je gebauten Wolkenkratzer zu tun und ein Feuer war in Bruce Willis‘ Film ja auch nicht zwingend Hauptfigur. Und weil man Dwayne Johnson irgendwie so richtig auch nichts übel nehmen kann, freut man sich auch hier über einen zünftigen Actionfilm mit hohen Schauwerten.
Und hohem Budget. Denn 125 Mio. Dollar wollen auch erst einmal eingespielt werden. Von den drei im vergangenen Jahr mit „The Rock“ gestarteten Filmen blieb Skyscraper zwar der am wenigsten einträchtige, doch gut 310 Mio. Dollar sind ja auch okay. Von vornherein hatte man auf das Potenzial in Fernost geschielt, weshalb die ganze Story auch in Hong Kong angesiedelt ist und der Entwurf von „The Pearl“ auf einer chinesischen Fabel basiert. Ganz zu schweigen von den zahlreichen Darstellern aus Fernost, die den Film bevölkern.

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Sawyer soll die Sicherheitssystem des Wokenkratzers checken

Einen Film, dessen Logik man erst gar nicht hinterfragen sollte. Angefangen vom absurd hohen Gebäude über das ach so leichte Eindringen der Bösewichte (entgegen Sawyers vergebener Sicherheits-Höchstnote) bis hin zu den (mehrfach) irrwitzigen Momenten, in denen der Familienvater sich aus abstrusester Gefahr retten kann – ganz abgesehen vom vernachlässigenswerten Grund für dieses Inferno. Nein, Logik oder Schlüssigkeit sind nicht die Sache von Skyscraper. Aber das gibt Marshall Rawson Thurber (Central Intelligence) auch gar nicht vor. Wer also sein Gehirn vor dem Drücken der Play-Taste einfach auf Sparflamme oder Standby schaltet, den erwartet Spektakel um des Spektakels Willen. Dwayne Johnson, so könnte man meinen, kann nur noch gigantisch. Von den größten Tiermutanten in Rampage hinüber zum größten Wolkenkratzer aller Zeiten, der auch noch vom bedrohlichsten Feuer aller Zeiten heimgesucht wird. Selbst eine Beinprothese kann seiner Figur aber nichts anhaben, wenn er von einem Kran geschätzte 40 Meter Distanz überwindet, um in einem der tiefer gelegenen Stockwerke zu landen – Captain America, hier kannst du noch was lernen.
Was den Film also ausmacht, sind seine Schauwerte. Die (meist) überzeugenden visuellen Effekte gefallen vor allem im Design und der Innengestaltung von „The Pearl“. Hier hat man sich durchaus Mühe gegeben, ein paar Wow-Momente zu erzeugen.

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Zhao gibt ein bisschen mit seinem „Holodeck“ an

Das Gleiche gilt auch für die Stunt-Choreographie. Dass Johnson ein taffer Kerl ist, weiß man. Dass er gut kämpfen und zulangen kann, während er gleichzeitig beweglich ist, dürfte jeder wissen, der ihn schon mal im Ring gesehen hat. Und dass ihm das zugute kommt, wenn er vor der Kamera den Fighter mimen muss, das hat man schon in einigen Filmen mit ihm bewundern dürfen.
Dennoch schafft er es in Skyscraper noch mal, sich zu steigern. So ist schon der erste Fight mit Ben toll choreographiert – gerade weil man die Körpermasse des Hünen voll einsetzt, um sein fehlendes Bein zu kaschieren. Eine wirklich wuchtige Kampfsequenz.
Schön, dass man Dwayne Johnson nicht nur irgendwelche Knalltüten an die Seite gestellt hat. Denn mit Neve Campbel (Scream) ist eine exzellente Darstellerin mit an Bord, die man (leider) viel zu selten sieht. Sie spielt die Sarah fernab von einer hysterischen Heulsuse, sondern als taffe Kämpferin. Gleichzeitig ist Chin Han als Zhao Long Ji ein hervorragender und zugleich gelassener Ruhepol für den Film, der von einer absolut coolen Hannah Quinlivan (The Shanghai Job) als Profikillerin gekontert wird.
Tja, und spannend ist der Film zudem halt auch. Leuten mit Höhenangst sei an dieser Stelle eine Warnung ausgesprochen. Denn wenn The Rock in gefühlt 600 Meter Höhe an einem Kran rumkraxelt, ist das nichts für schwache Phobiker-Nerven. Wie überhaupt ein guter Teil des Films mit diesem Szenario eines an einem gigantischen Wolkenkratzer baumelnden Protagonisten spielt. Das ist zwar in der Tat durchweg atemberaubend, aber aus logischer Sicht und in puncto Nachvollziehbarkeit dermaßen drüber, dass es kracht.

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Beeindruckend designt: „The Pearl“

Bild- und Tonqualität BD

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Killerin im Dienste von Terrorist Botha

Die Blu-ray von Skyscraper beginnt mit sehr kontraststarken Szenen bei den Tageslichtaufnahmen in HongKong und innerhalb des Hochhauses. Hier stellt sich auch eine kleine Besonderheit heraus. Denn während die Schärfe mit dem Untergang der Sonne eigentlich etwas nachlässt, impliziert das „Eigentlich“, dass es auch anders geht. Und das ist zu Beginn der Fall. Hier sind Close-ups fast hyperreal krisp und man kann praktisch alle Unebenheiten in Gesichtern ausmachen (ab 11’55). Selbst Halbtotale sind noch toll aufgelöst. Wenn es dunkler wird, sind Close-ups immer noch sehr gut, allerdings rauben die intensiven Rot-Orange-Momente des Feuers einiges an Detailzeichnung.
Farben wirken natürlich und eher entlang einer Braunpalette realisiert. So liefern Hautfarben oder der braune Anzug von Will eine sehr warme Stimmung. Durchweg sichtbar, gerade auf uniformen Flächen und in den späteren dunklen Szenen, ist ein gewisses Korn. Das könnte vielleicht den einen oder anderen Freund von glatten Hochglanz-Produktionen stören. Auf der anderen Seite sind ein paar der offensichtlichen CGIs ziemlich soft geraten, aber das kennt man von entsprechenden Computer-Effekten ja schon.

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Will schafft, was kaum jemand anderer freiwillig tun würde

Akustisch fährt Skyscraper schon über die Blu-ray auf. Denn Universal spendierte dem Film sowohl für die deutsche als auch für die englische Fassung einen Dolby-Atmos-Ton mit True-HD-Kern. Doch bevor wir die 3D-Soundeffekte näher beleuchten, bleiben wir erst einmal auf der regulären Ebene:
Die präsentiert zunächst einmal gut verständliche Dialoge, ist aber von Beginn an bereits sehr räumlich. Das gilt schon für die Eröffnungsszene, deren militiärisches Brimbamborium effektvoll in Szene gesetzt wird. Wunderbar sind auch schon die Wusch-Geräusche der Doppel-Helix-Turbinen, wenn der Aufzug an ihnen vorbeifährt (10’35). Beim Betreten der „Real Pearl“ gibt es anständig Subwoofer-Unterstützung und die Hall-Geräusche kommen rundherum aus den Speakern. Extrem dynamisch wird es, wenn die Faust aus dem Loch nach dem Hals des Technikers greift und der Score vehement einsetzt (20’00). Das einzige, das man bis zu diesem Zeitpunkt schon etwas bemängeln kann, ist eine leicht dumpfe Darstellung der tieffrequenteren Geräusche. Während die ganz hohen Frequenzen durchaus stimmen, was man beispielsweise beim Einsetzen der Sprinkler-Anlage gut wahrnehmen kann, fehlt es etwas im Mitten-Hochton-Bereich. Das ist auch gut hörbar bei der ersten Schuss-Sequenz in Bens Appartement. Während Räumlichkeit und Druck stimmen, klingt es schlicht etwas muffig (28’10). Anspruchsvolle Ohren werden das hören und nicht wirklich gut finden.
Trost für die Nutzer der deutschen Fassung: Zwar ist der Score etwas leiser im Hintergrund, dafür sind die soeben angesprochenen Stellen über die Synchro eine Spur feiner und weniger belegt. Allerdings ist der leisere Score an anderen Stellen ein Manko. Wenn The Rock am Kran hochklettert (40’16), bekommt man über die Original-Spur trotz identischer Kodierung in True-HD mehr Wucht und Subwoofer-Unterstützung während der Paukenschläge als bei der deutschen Fassung, die in Sachen Druck beim Score den Kürzeren zieht.
Dennoch macht der Sound Spaß. Wenn das Feuer durch den Sauerstoff angefacht so richtig Gas gibt und die 96. Etage ihre Fenster fast komplett verliert, drücken die genutzten Effekte mächtig in den Sitz (35’55). Ebenso wie der Score es immer wieder tut (40’20) und die Helikopter durchpflügen dazu dynamisch den Himmel. Wenn dann später immer mehr von „The Pearl“ in sich zusammenbricht, wird es immer wieder richtig heftig. Schade eben nur diese Sache mit dem etwas muffigen Mittenbereich.

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Wills Sohn wird von Sarah getrennt

Betrachten wir die Atmos-Ebene, so gesellen sich ganz dezente atmosphärische Geräusche schon hinzu, wenn Sawyer ins Krankenhaus eingeliefert wird. Auch der Score zu Beginn von Kapitel zwei gesellt sich leise dazu. Wenn Sawyer mit Zhao in die große Hologramm-Halle eintritt, gibt es sehr stimmigen Hall von den herausfahrenden Monumenten und auch hier kommt der Score wieder von oben (14’40). Gleiches gilt für die Durchsage auf der Fähre kurze Zeit später, die ebenfalls vom Score begleitet wird. Letzterer wird also immer auch von oben aktiv, wenn das Geschehen dramatischer wird. Cool ist das aber vor allem, weil die Kompositionen in ihren Sounds oft bohrend sind oder Windgeräusche implementieren, um die Story an sich zu spiegeln.
Schade hingegen, dass man die Schüsse auf Sawyer nach knapp 30 Minuten nicht auch von oben hört. Immerhin kommen sie von schräg oberhalb der Kamera.
Was man aber hört, sind die automatischen Sprenkler-Anlagen, sowie einige Feuer-Geräusche nach 35 Minuten, die Durchsagen des Computers und die Sirene bei 38’14. Auch die Helikopter, die zwar nicht immer sichtbar, dafür aber sehr hörbar über der Stadt kreisen, werden hübsch von oben dargestellt (39’10, 40’30). Was dann ebenfalls richtig Laune macht, sind die vernehmbaren Winde, die Sawyer um die Nase blasen, wenn er in schwindelerregender Höhe am Kran unterwegs ist. Klasse auch die Querschläger der Projektile, die durchs Treppenhaus fetzen (50’33) oder das klackende Einschalten der Oberlichter (51’42). Richtiggehend erschreckend krass ist das Herabkrachen eines Baumes vertont (55’14). Ebenso sensationell ist das absolut vereinnahmende Geräusch der rotierenden Turbine – einer der genialsten Dolby-Atmos-Effekte überhaupt bisher (71’50). Nach knapp 80 Minuten gibt’s dann einen Showdown in dem riesigen Hologramm-Raum. Dort hallt praktisch jedes Geräusch wider, was wirklich toll von den Heights präsentiert wird. Zusammenfassend kann man sagen, dass Skysraper einen rundherum stimmigen Atmos-Soundtrack liefert, der zahlreiche innovative Sounds nutzt und das Erlebnis durchweg bereichert.

Bild- und Tonqualität UHD

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Was man(n) halt so macht, in 600 Meter Höhe

Skyscraper wurde mit unterschiedlichen Kameras der Alexa-Serie komplett digital aufgezeichnet. Je nachdem, welche der drei verschiedenen Geräte (Alexa 65, Alexa Mini, Alexa XT Plus) zum Einsatz kam, variierte die Auflösung am Ausgang zwischen 2.8K und 6.5K. Ob davon ausgehend ein 2K oder 4K Digital Intermediate gezogen wurde, ist allerdings nicht in Erfahrung zu bringen. Aufgrund der Vielzahl an visuellen Effekten sowie der subjektiven Bildqualität ist aber von einem 2K DI auszugehen.
Was jedoch bekannt ist: Die UHD liefert auch einen erweiterten Farbraum im Rahmen von Rec.2020 sowie die höhere Bilddynamik nach den beiden Verfahren HDR10 und Dolby Vision.
In der Praxis zeigen sich die Gesichtsfarben kräftiger, brauner und in dunkleren (und verschwitzteren) Szenen vielleicht eine Spur zu sonnenbankgebräunt. Dennoch wirkt das beeindruckend – gerade weil viele Szenen mit Feuer zu tun haben und der Kontrastumfang hier ohnehin an seine Grenzen stößt. Durch die etwas dunklere Abstimmung des HDR-Bildes kommt Schwarz noch knackiger rüber. Allerdings hat auch die UHD ein paar Szenen, die erstaunlicherweise seltsam grau daherkommen – zumindest per HDR10. Denn Skyscraper zeigt hier mal demonstrativ, dass Dolby Vision in Sachen Kontrast- und Schwarzwerte HDR10 schlagen kann – teilweise um Längen. Wenn man sich die Nachtaufnahmen des in Flammen stehenden Hochhauses anschaut, ist die Blu-ray grau, die HDR10-Variante dunkelgrau und die DV-Umsetzung präsentiert fast perfektes Schwarz. Zwar ist Dolby Vision in den dunkleren Szenen bei Schlagschatten auf Gesichtern im Kontrast arg steil. Doch das geht glücklicherweise nicht so weit, dass Details komplett verloren gehen. In Sequenzen mit stärkerem Helligkeitsanteil ist DV dazu auch noch prägnanter hell, sodass die Dolby-Vision-Fassung hier die beste Wahl ist. Bei den Farben auf neutralen Flächen verändert die UHD den Look der Blu-ray kaum. Die höhere Intensität resultiert hauptsächlich aus dem größeren Dynamikumfang, nicht aus stark verändertem Color-Grading. Wie oben erwähnt, beschränkt sich der Unterschied in der Kolorierung auf die kräftigeren Hautfarben und eine geringfügige Anhebung von Braun-/Rottönen.
In Sachen Auflösung wird die UHD nicht schärfer, wo die BD ab Einbruch der Nacht nur mittelprächtig aussieht. Allerdings sind die angesprochen Close-ups per 4K-Disk selbst dann noch herausragend gut, wenn man in Betracht zieht, dass es sich vermutlich nur um ein 2K-Upscale handelt. Auch die Außenaufnahme bei 5’11 ist extrem gut aufgelöst – wirkt hier fast wie eine 4K-Dokumentar-Aufnahme. Das Korn übrigens nimmt über die UHD etwas ab – schlicht aufgrund des etwas dunkleren Masterings, das die Unruhen stärker in den Hintergrund drängt. Nicht ganz so schön bei beiden HDR-Varianten: In den intensiven Feuer-Szenen kommen Gesichter dann doch arg heftig kontrastiert daher.

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(4’27): Die Blu-ray hat in solchen intensiven Szenen in Sachen Dynamikumfang das Nachsehen und wirkt insgesamt flacher.
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Die UHD liefert mehr Zeichnung in den Wolken, mehr Farbdifferenzierung und den dynamischeren Eindruck.
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(4’39): Für sich genommen ist die BD hier okay.
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Schaut man sich im Vergleich aber die UHD an, wirkt es, als hätte man einen leichten Grauschleier vom Bild entfernt.
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(4’12): In gut ausgeleuchteten Szenen sind Hauttöne über die BD sehr angenehm und natürlich. Dass es trotzdem Raum für Verbesserungen gibt, zeigt sich beim Bild der UHD unten.
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Die 4K-Disk (hier HDR10) intensiviert den Kontrastumfang und liefert eine Spur wärmere Gesichtsfarben. Durch den höheren Dynamikumfang arbeiten sich Schatten in den Hautstrukturen auf der Stirn besser heraus. Das Bild wirkt schärfer.
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(77’18) Blu-ray: Dass die BD im Schwarz nicht perfekt ist, zeigt sich in den vielen Außenaufnahmen des in Flammen stehenden Gebäudes. Die Flächen auf dem Boden wirken allesamt gräulich.
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HDR10: Per HDR10 ist Schwarz bereits besser und der Kontrastumfang gewinnt.
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(Dolby Vision): Doch es ist am Ende Dolby Vision, das hier die Nase deutlich vorne hat. Nur hier wirkt Schwarz entsprechend knackig und nahezu im wünschenswerten Soll.
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(5’11) Blu-ray: Dass auch helle Szenen von HDR profitieren können, zeigt diese Computergrafig zu Beginn des Films. Die Blu-ray wirkt vor allem im Schwarz-Weiß-Kontrast etwas schwach.
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HDR10: Die UHD hinterlässt per HDR10 bereits den wesentlich intensiveren Kontrasteindruck – die Schwarz-Weiß-Differenz ist dynamischer.
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(Dolby Vision): Per DV im direkten Vergleich mit HDR10 werden die hellen Bildanteile noch mal heller und das Schwarz bleibt gleichzeitig genauso schwarz – ergo: Auch hier mehr Dynamik als bei der HDR10-Wiedergabe.
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Schaut man sich die Blu-ray in einem Bildausschnitt an, fällt auf, dass die eigentlich Auflösung vielleicht nicht schwächer ist, die geringe Bilddynamik aber für weniger gut abgegrenzte Buchstaben und Symbole sorgt.
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Schaut man sich bei der UHD das viel fettere und klarer abgegrenzte „E“ sowie die beiden Klammern drumherum an, wird im direkten Vergleich mit der BD deutlich, dass die 4K-Scheibe mehr Tiefe hat und dreidimensionaler erscheint.
Beim Sound ändert sich auf der UHD nichts. Auch die 4K-Scheibe liefert den Dolby-Atmos-Sound für beide Sprachen mit True-HD-Kern.

Bonusmaterial

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Gemeinsam stark – selbst im Angesicht des Feuers: Will und Sarah

Im Bonusmaterial von Skyscraper finden sich einige Extras. Es beginnt mit knapp zwölf Minuten an unveröffentlichten sowie weiteren zehn Minuten an erweiterten Szenen. Diesen folgen insgesamt sechs Featurettes sowie der Audiokommentar des Regisseurs.
Bei den Hintergrundberichten geht es los mit „Einen Helden verkörpern“. Hier zeigt sich erneut, dass The Rock ein echter Spaßvogel ist. Wer seinem Instagram-Account folgt, weiß, was gemeint ist, wenn er am Set gerne mal rumblödelt. In „Inspiration“ darf Johnson außerdem ein bisschen erklären, was die Herausforderungen für diesen Film waren und wie es war, einen Beinamputierten zu spielen. „Entgegengesetzte Kräfte“ kümmert sich nicht (wie man vermuten könnte) um Sawyers Gegenspieler, sondern stellt Neve Campbell sowie ihren Charakter Sarah vor. „Keine Freunde mehr“ sowie „Kinder in Action“ kümmert sich dann um den von Pablo Schreiber gespielten Ben und die beiden Kids der Familie Sawyer. „Ananas-Pitch“ letztlich ist ein ganz kurzer Abriss von Johnson und Thurber, die noch mal die Filmidee vorstellen. Insgesamt laufen die Featurettes aber gerade einmal knapp 18 Minuten.

Fazit

Filmisch liefert Skyscraper absolut nichts, was man nicht in anderen Filmen schon gesehen hat. Obendrauf gibt’s teilweise übermenschlich-absurde Stunt-Szenen in luftiger Höhe, die man selbst einem Muskelpaket wie The Rock nur bedingt zutraut. Lässt man aber das Hinterfragen sein, liefert der Film durchweg spannende Unterhaltung ohne Längen. Und natürlich ist Dwayne Johnson auch hier eine Bank. Man wartet immer noch drauf, dass der Mann mal unmotiviert und gelangweilt agiert, denn das tat er bisher wirklich noch nie.
Technisch liefert die UHD das bessere Bild – vor allem bei Dolby-Vision-Nutzung. Der Atmos-Sound ist effektvoll, kräftig und tolle 3D-Geräusche. Allerdings mufft er etwas im Mitten-Hochtonbereich und lässt auch die letzte Prise Druck der Original-Tonspur vermissen. Als kleine Entschädigung gibt’s mit den sich drehenden Helix-Turbinen nach gut 72 Minuten eine der absolut stärksten Surround- und 3D-Sound-Szenen aller Zeiten.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD: 80%
Bildqualität UHD (HDR10): 80%
Bildqualität UHD (DV): 90%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (dt. Fassung): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 85%

Tonqualität BD/UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 80%
Tonqualität BD/UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 85%

Bonusmaterial: 40%
Film: 70%

Anbieter: Universal Pictures
Land/Jahr: USA 2018
Regie: Rawson Marshall Thurber
Darsteller: Dwayne Johnson, Neve Campbell, Chin Han, Roland Møller, Pablo Schreiber, Byron Mann, Noah Taylor
Tonformate BD/UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): de, en
Bildformat: 2,35:1
Laufzeit: 102
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Real 4K: unbekannt
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Universal Pictures)

Trailer zu Skyscraper

Skyscraper – Trailer deutsch/german HD

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