Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith 4K UHD & Disney+

Blu-ray Review

The Walt Disney Company (Germany), 30.04.2020

OT: Star Wars: Episode III -- Revenge of the Sith

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Düsterer Abgang

In Episode drei läuft Lucas endlich zu Hochform auf.

Inhalt

General Grivous gehört zu den Gewinnern von Episode III

Kanzler Palpatine wurde vom mächtigen Cyborg-General Grivous entführt. Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker eilen zur Hilfe und können Grivous in seinem Raumschiff stellen. Dort treffen die Jedi außerdem auf Count Dooku, den Anakin auf Geheiß von Palpatine enthauptet. Grivous allerdings gelingt die Flucht. Während Anakin daraufhin unter Palpatines Gnaden in den Jedi-Rat aufgenommen wird, allerdings nicht den Titel eines Jedi-Meisters erhält, verlangt der Rat von Anakin, Palpatine auszuspionieren. Da der Kanzler aber schon eine tiefe Verbindung zu Skywalker aufgebaut hat, stellt Anakin die Jedi in Frage. Palpatine hingegen verführt den jungen Jedi mit der dunklen Seite der Macht und beschreibt ihm die Kraft, mit der man Menschen sogar vor dem Tod bewahren kann. Für Anakin ein mehr als verführerischer Gedanke, da er seit einiger Zeit Alpträume über den Tod der schwangeren Padmé hat, während diese das gemeinsam Kind zur Welt bringt. Bald wird sich entscheiden, ob Anakin sich der guten oder der bösen Seite der Macht verschreiben wird …

Obi-Wan kämpft an vorderster Front

Wer „A“ sagt, muss auch „B“ und „C“ sagen …
Übersetzt: Nachdem George Lucas vier Jahre zuvor mit Star Wars: Episode I – Eine dunkle Bedrohung eine neue Welle der Star-Wars-Hysterie ausgelöst hatte und entsprechend feststand, dass die Prequels ebenfalls zu einer Trilogie würden, war es am Schöpfer der Serie, diese nun auch zu einem Ende zu bringen.
Allerdings nicht nur zu irgendeinem Ende, sondern zu dem Ende, das inhaltlich, erzählerisch und von seinen Figuren her stringent auf die klassische Trilogie überleiten würde.
Das Problem dabei: Spätestens nach dem zweiten Teil, Angriff der Klonkrieger, glaubten viele Fans des Star-Wars-Universums nicht mehr so richtig daran, dass Lucas das auch gelingen würde. Könnte er die von albernen Figuren, schmalzigen Romantikszenen und schwachen Hauptdarstellern geprägten Episode I und II wirklich noch einmal relevant übertrumpfen und einen dritten Teil inszenieren, der gerade auch die Fans der klassischen Reihe wieder etwas versöhnen würde?
Die Antwort darf dieses Mal fast uneingeschränkt positiv ausfallen. Von den drei Teilen der Prequels ist Die Rache der Sith der mit Abstand beste.
Kein kindisches Blabla wie in Die dunkle Bedrohung keine Blumenwiesen-Romantik wie in Klonkrieger. Das, was der zweite Teil der klassischen Trilogie war (düster, kämpferisch, spannend) war nun die abschließende Episode III der Prequels.

Yoda ahnt von Anakins dunkler Seite

Immerhin 5,6 Mio. deutsche Kinobesucher wollten das sehen, was trotz des enttäuschenden zweiten Teils immerhin die gleichen Besucherzahlen waren wie beim Vorgänger. In den USA kam der dritte Teil sogar um 70 Mio. Dollar reicher aus den Kinos.
Und die Gründe dürften wohl darin liegen, dass Lucas sich abermals die Kritik aneignete und darauf reagierte. Hatte er schon bei Episode II weitgehend auf den ungeliebten Jar-Jar Binks verzichtet, war es im dritten Teil nun auch mit Lagerfeuer-Liebelei zu Ende. Die Rache der Sith schlägt von Beginn an einen weitaus düsteren Ton an, was schon in der Anfangsszene während des Kampfes zwischen Anakin und Dooku deutlich wird. Wenn Palpatine vom jungen Jedi fordert, dass er den alten Sith-Lord umbringt, ist das fürs Star-Wars-Universum ziemlich ungewöhnlich. Denn wo der Tod stets im Kampf oder aus einer Selbstverteidigung heraus kam, handelt es sich hierbei schlicht um einen Exekution.
Ja, selbst Hayden Christensen passt sich darstellerisch dem Inhalt an. Seine lange Löwenmähne lässt ihn erwachsener und ernster wirken als das alberne Flechtzöpfchen aus dem Vorgänger und seine Mine passt zum innerlich zerrissenen Jedi deutlich besser als in Episode II.
Auch er scheint sich also die Kritik an seiner Leistung aufgenommen zu haben und präsentiert sich drei Jahre später reifer und schauspielerisch variantenreicher. Zwar macht ihn das noch nicht zu einem herausragenden Akteur, aber gegenüber dem direkten Vorgänger ist der Fortschritt erkennbar.

Ja, so guckt ein zukünftiger dunkler Jedi

Dass sich Lucas am Ende dafür entschloss, Anakins Wandel zur Dark Side vornehmlich aus persönlichen Gefühlen (dem Verlangen, Padmé vor dem Tod zu bewahren) zu erklären, weicht ein wenig vom ansonsten düsteren Inhalt des aufkeimenden Kriegs ab. Erste Überlegungen, seinen Wechsel zur dunklen Seite vornehmlich auf Basis seiner Vermutung, die Jedi könnten die Republik übernehmen wollen, zu installieren, wurden wieder verworfen.
Vielleicht passt es so aber tatsächlich auch besser mit der Story der klassischen Trilogie zusammen und erklärt schlüssiger, warum Darth Vader sich gegenüber Luke am Ende verhält wie er es tut.
Während man sich auch in Episode III vorzüglich über die Dialoge streiten kann (vornehmlich nach wie vor um all jene, in denen die Romantik zwischen Anakin und Padmé zum Ausdruck gebracht wird), waren die visuellen Effekte seinerzeit bahnbrechend.
Und sie wirkten in Die Rache der Sith organischer und nicht mehr wie ein Videogame. So hatten viele Hobby-Gamer während der Quasi-Jump’n’Run-Szene nach 100 Minuten im zweiten Teil ein virtuelles Gaming-Pad vor ihren Augen. Nein, Episode III glänzt mit stattlichen und überzeugenden VFX. Die digital animierten Kreaturen sind wesentlich flüssiger in ihren Bewegungen, haben realistischere Schatten und wirken viel echter als noch im Vorgänger. Mit über 2150 Shots, in denen visuelle Effekte zu sehen sind, stellte der Film damals einen neuen Rekord auf.
Es ist aber nicht alleine die schiere Anzahl, sondern das flüssige Ineinanderfügen der entsprechenden Sequenzen, das auch heute noch Spaß macht. Hinzu kommen gelungene Figuren wie General Grivous, dessen Vierfach-Arm-Lascherschwert-Kampftechnik nicht nur die anwesenden Jedi vor Herausforderungen stellte, sondern für absolute Kampfhighlights im Film sorgt. Mittlerweile hatte man sich dann auch an einen Yoda-Flummi gewöhnt und konnte dessen Auseinandersetzung mit Palpatine auf Coruscant entsprechend genießen.
Bis zum wahrlich feurigen Ende des Films darf man Die Rache der Sith mit Fug und Recht als den besten der drei Prequel-Filme bezeichnen, sodass für Lucas die Geschichte vor dem Verkauf an Disney noch zu einer runden Sache wurde.

Raumschlachten kann Episode III in Perfektion

Bild- und Tonqualität BD 2011 vs. 2020

Kampf der Giganten

Star Wars: Episode III -- Die Rache der Sith ist, wie Episode II auch, komplett digital gefilmt und weiterverarbeitet worden. Von allen drei Filmen der 2000er Trilogie liefert er über die 2011er Blu-rays das mit Abstand beste Bild. Wo Episode I mitunter drastisch rauschgefiltert und wachsig erschien, litt auch der zweite Teil noch unter dem teilweise sichtbaren Einsatz eines DNR-Filters. Episode III hingegen trägt seine ganz leichte Körnung aufgrund von etwas geöffneteren Blenden oder höheren ISO-Werten bei dunklen Szenen mit Stolz. Bevor wir uns missverstehen: Unruhig und wuselig geht’s hier nicht zu, sondern schlicht authentisch. Die Schärfe ist durchweg viel besser als bei den ersten beiden Teilen, die Feinheiten auf Details sind exemplarisch gut aufgelöst und in Sachen Farbkraft, Brillanz und Kontrast kann Die Rache der Sith die schon nicht schwachen Vorgänger noch mal sichtbar toppen. Alleine die famosen Allszenen mit den vielen Farben zu Beginn des Films sind auch heute noch referenzwürdig gut. Lediglich einige hellere Bereiche neigen etwas zum Überstrahlen.
Wie schlägt sich hier die neue Blu-ray?
Nun, wie bei Episode II so sieht auch diese praktisch gleich aus. Man hat zwar etwas prozessiert, was man an der etwas geringeren Körnung und ein einer etwas besseren Ruhe rund um feinste Details herum sieht, doch dafür muss man schon die Bildschirmlupe ansetzen. Color Grading, Kontrast und Farben sind identisch mit der alten Blu-ray.

Blu-ray 2011 (23’40): (Slider ganz nach rechts): Wie beim direkten Vorgänger: Unterschiede zwischen BD alt und BD neu …

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): … gibt’s bis auf das etwas schmalere Bildseitenverhältnis nicht.

Blu-ray 2011 (33’19): (Slider ganz nach rechts): Auch hier gibt’s keine Unterschiede zu entdecken.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Kontrast, Farben, Color Grading: Alles identisch.

Einst Freunde

Ja, auch den dritten Teil der Prequels erwischt das gleiche Problem, für das die komplette Box im Vorfeld bereits scharf kritisiert wurde: Sein Ton verändert sich ebenfalls von dts-HD-Master zu Dolby Digital Plus (auch hier aber immerhin mit 7.1-Spuren).
Nimmt man sich zunächst den dts-HD-Master-Sound vor, so lieferte bereits der direkte Vorgänger, Angriff der Klonkrieger absolute Perfektion. Der dritte Teil beginnt mit einem Raumgefecht, das sich anschickt, die Dynamik wiederholen zu wollen. Mit tollen Surroundeffekten, aktivem Tiefbass und präsenten Mitten gelingt das sehr gut. Hier und da fehlt’s aber ein wenig an Druck – zumindest auf dem Niveau von Episode II betrachtet. Auch zischelt die Synchro in der Stimmwiedergabe hier ab und an etwas.
Glücklicherweise hört man das während der Actionszenen nur bedingt. Von diesen liefert der Kampf auf Kashyyyk eine sehr beeindruckende Performance ab. Aber auch die Fights rund um den Zweikampf zwischen Obi-Wan und Grievous auf Utapau setzen dem Heimkino ordentlich zu. Dennoch: Die Kraft und Wucht von Episode II erreicht Teil III nicht.

Vielleicht der charismatischste Gegenspieler der ersten Trilogie

Beim Ton gibt’s natürlich auch hier das Kompressions-Downgrade von dts-HD-Master der alten Blu-rays auf Dolby Digital Plus für die neuen Disks.
Was sich dadurch schon mal nicht verändert, aber auch nicht (noch) schlechter wird, sind die dünn-zischelnden Dialoge. Schon der erste gesprochen Satz von Anakin („Zielerfassung, R2“) klingt einfach unangenehm grell in den Ohren. Für eine verhältnismäßig moderne Synchro muss man sie akustisch als nicht gelungen werten. Das ist aber 1:1 schon bei der dts-HD-Master-Fassung der Fall.
Schlechter wird’s hier aber in der Tat – und das bei allen bisher getesteten Episoden (I bis VI) erstmalig deulich(er). Es gibt einen exemplarischen Surround-Effekt während der anfänglichen Raumschlacht, in der Anakin und Obiwan in ihren kleinen Fightern durch eine Feuerwolke sausen. Das Rauschen dieser Feuersbrunst kommt bei der neuen Dolby-Digital-Plus-Spur leider trotz der ohnehin nötigen Lautstärke-Anhebung (hier ca. 4-5 dB) nicht so vehement und spektakulär wie bei der alten dts-HD-Master-Fassung zum Ohr (2’53). Zwar liefert die DD+-Fassung auch hier die feinen Geräusche innerhalb des Getöses, doch die Aggressivität und Vehemenz der dts-HD-Fassung fehlt.
Was lange nicht bedeutet, dass die DD+-Version schlecht ist – ganz im Gegenteil. Für sich genommen (und ohne den Vergleich zur dts-HD-Fassung) machen vor allem die Räumlichkeit und auch der Tiefbass richtig Spaß. Es ist auch keine Spur von stark eingeschränkter Dynamik. Denn während die Raumschlacht mit Gewalt ins Heimkino eindringt, bleiben die feineren Sounds von R2D2 gut definiert und das Woop-Woop der Lichtschwerter nach acht Minuten setzt erneut Akzente in Sachen Druck. Das Gleiche gilt für die kurze Kampfsequenz zwischen den beiden Jedi und Dooku nach 12’30. Ob man hier die dts-HD-Master-Spur oder die neue DD+-Version nimmt – beide lassen den Boden durchaus gleichwertig vibrieren.
Trotz vorhandenem Druck werden leisere Sounds nicht vernachlässigt. Wenn Anakin nach der Exekution seines Gegners seine Lichtschwerter wieder deaktiviert, zischt es glasklar und der Nachhall kommt sauber aus den Surrounds (14’38). Gut definiert bleibt auch der Score und wenn es mal rein um Naturkulisse geht oder leisere Nachhall-Momente in großen Räumen geht, bleibt der Ton ebenfalls souverän. Selbst wenn im direkten Vergleich in mancher Bombast-Szene der dts-HD-Master-Sound der alten Blu-ray die Nase vorne hat, ist auch der DD+-Ton von Episode III alles andere als die befürchtete und prophezeite Katastrophe.

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Bild- und Tonqualität BD 2020 vs UHD vs Disney+

Vier gegen einen

Wie schon den Vorgänger, so nahm Lucas auch Die Rache der Sith vollständig digital auf. Gegenüber Angriff der Klonkrieger wurde Die Rache der Sith allerdings mit einer Sony Cinealta HDC-F950 aufgenommen, die im jüngeren und technisch besseren HDCAM-SR-Format aufzeichnete, das mehr Farb- und Helligkeitsauflösung bot.
Für die damalige DVD und Blu-ray nutzte man das seinerzeit angefertigte 2K Digital Intermediate. Im Rahmen des Kaufs von Lucas Film durch Disney wurde aber auch hier nach neueren Recherchen unter Aufsicht von Reliance Media möglicherweise ein neues 4K DI angefertigt. Hier ist allerdings ebenso Vorsicht angeboten, da die Quelle nicht verifiziert ist.
Natürlich muss man hier etwas relativieren. Denn selbst wenn im Vorgang des neuen Color Gradings und der Überarbeitung ein 4K angefertigt wurde, handelt es sich natürlich immer noch um ein Upscale, da die Ursprungsauflösung des Films lediglich bei 1080p lag. Deshalb findet sich bei den technischen Angaben ganz unten auch ein „Nein“ unter „Real 4K“. Hinzu kam ein im Rahmen von Rec.2020 erweiterter Farbraum sowie die höhere Bilddynamik nach HDR10 für die UHD und Dolby Vision für den Disney+-Stream.

Die Wookiees greifen ein

Da hier aufgrund des HDCAM-SR-Formats mit 10-Bit-Farbtiefe aufgezeichnet wurde, wirken mehr Einstellungen dynamischer als noch beim direkten Vorgänger. So hat die UHD wirklich deutlich mehr Zeichnung in Wolken. Auch der Himmel beim „Nahezu“-Sonnenuntergang zu Beginn von Kapitel 14 zeigt links im Sonnenbereich noch Wolken und Schattierungen, die von der BD komplett überstrahlt werden (40’18). Ebenso sieht man auf dem Flügel des Raumgleiters (101’25) oder im Himmel noch wesentlich mehr Details (128’57). Das nächtliche Treiben bei 42’41 ist etwas satter schwarz, profitiert vom etwas ruhigeren und rauschärmeren Bild und hat etwas bessere Spitzlichter, ohne aber auch hier Grenzen auszuloten.
Was erneut wirklich sichtbar ist, ist ein dezentes DNR. Zwar musste man hier nicht so viel Rauschen/Körnung entfernen, da es ursprünglich nicht deutlich vorhanden war, dennoch sind Gesichter etwas softer, was dem Film leider etwas Plastizität raubt. Aufgrunddessen gehen bisweilen auch Details im Hintergrund verloten. So wirkt Palpatine hinter der roten Holo-Grafik zu weich. Seine Haare haben keine Struktur mehr. Die BD zeigt hier noch etwas mehr. Allerdings sieht man ihn dort wirklich nicht im Fokus, sondern schon etwas verschwommen hinter der Grafik. Eben solche Soft-Effekte treten auch im Feuer und der Lava ab 114’23 auf, das etwas weicher auf den Texturen ist. Die UHD ist demnach höchstens identisch gut aufgelöst und spielt hier ihre Vorzüge in puncto Artefaktbildung um Figuren (wie bei Ep. II) nicht aus, da die Blu-ray von Ep. III diese Probleme bereits nicht hatte.
Man muss als Fan hier also abwägen: Nimmt man das deutlich besser durchzeichnete Bild, das in hellen Szenen wesentlich mehr Kontrast liefert und Farben etwas intensiviert, dafür aber insgesamt etwas softer ist. Oder lehnt man die DNR/Rauschminderung ab.

Blu-ray 2020 (37’48): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der Blu-ray …

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … gibt die UHD Yoda etwas mehr Farbe und Kontrast mit.

UHD HDR10 (37’48): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der UHD …

Disney+ Stream (Slider ganz nach links): … ist der Disney+-Stream noch intensiver in der grünen Haut Yodas.

Blu-ray 2020 (51’33): (Slider ganz nach rechts): Wie viel besser die UHD in hellen Bereichen durchzeichnet, zeigt dieser Vergleich. Die Blu-ray reißt im Himmel aus.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD liefert wesentlich mehr Zeichnung und Dynamik.

UHD HDR10 (51’33): (Slider ganz nach rechts): Gegen die UHD kommt hier auch der Disney+-Stream nicht an.

Disney+ Stream (Slider ganz nach links): Denn der ist nur unwesentlich besser durchzeichnet als die Blu-ray. Die UHD ist hier aber deutlich voraus.

Blu-ray 2020 (80’83): (Slider ganz nach rechts): Noch ein letzter Vergleich zwischen BD 2020 und UHD.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD zeigt die Körperrüstung dreidimensionaler und das Orange ist etwas kräftiger.

Wookiees in voller Kampfmontur

Wie sämtliche neun Star-Wars-Teile, so erhält auch Episode II eine Dolby-Atmos-Abmischung für die englische Tonspur auf der UHD.
Und der beginnt nicht nur mit den Fanfaren, sondern setzt in der Weltraumschlacht zu Beginn bereits zahlreiche Akzente, wenn Fighter und Kriegsschiffe über die Kamera sausen, Energiegeschosse über den Kopf fetzen und Bomben sogar für richtig Druck aus den Heights sorgen. Keiner der neun Star Wars Filme beginnt derart effektvoll und rundum räumlich wie Episode III. Witzig sind dann bei 9’15 die „Au-„, „Oh-“ und „Autsch“-Geräusche der Droiden, wenn Anakin und Obiwan sie im Aufzug zersäbeln.
Nach wie vor etwas befremdlich ist allerdings, dass Dialoge teilweise zu deutlich von oben kommen, während die Räume, in denen sie stattfinden, nicht wirklich nach Nachhall aussehen.
Während das im Aufzugschacht noch Sinn macht (17’20), tut’s das zuvor beim Kampf mit Dooku nicht. Während der Flucht der beiden Jedi und Palpatine bricht dann noch mal die Hölle los, wenn deren Gleiter zerbricht und in einem Feuerball auf den Planeten zurauscht und unten dann spektakulär bruchlandet (22’40).
Klasse sind die Insekten bei 48’07, die gemeinsam mit dem ähnlich klingenden Fluggerät von oben über die Köpfe anbrausen. Wenn die Wookiees dann zum Krieg rufen, hört man ihre Laute überall und das Wasser bricht kurz darauf auch über die Heights ein.
Bei 51’40 gibt’s dann wohl einen der lautesten 3D-Sounds der gesamten neun Filme, wenn das große Shuttle über die Kamera rauscht.
Die vereinzelten Sounds nach 58 Minuten und vor dem Fight zwischen Obiwan und Grievous sind hingegen wunderbar differenziert. Das ist auch rein qualitativ dann sehr hochwertig, was da von oben kommt.
Zwar bleibt es bis zum Finale dann eher etwas ruhiger, was aber am Geschehen selbst liegt. Ein paar Lichtschwerter-Schwünge zwischen Anakin und Obiwan und das Gewittergrollen nach 110 Minuten sorgen dann wieder für Aktion und wird sechs Minuten später von quietschend-stürzenden Brücken und heißer Lava ergänzt.

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Bonusmaterial

Übergang zu Episode IV

Das Bonusmaterial enthält auch für Episode III zunächst zwei Audiokommentare auf der Film-Blu-ray. Die dritte Disk kommt dann mit zwei jüngeren Featurettes sowie dem „Making-of-Sammlung“-Bereich, den man schon bei Ep. I, II, IV, V und VI vorgefunden hat.
In „Verworfene Geschichten“ gibt es nette Anekdoten von Jonathan Rinzler und Pablo Hidalgo, die über Dinge reden, die noch aus den ursprünglichen Drehbuchentwürfen stammen. Teils sind das vollkommen andere Figuren und Charaktere, die da einst aus den kreativen Köpfen kamen. „Hinter den Kulissen“ läuft mit dreieinhalb Minuten relativ kurz, begleitet aber erstmalig mit Kameras in die Skywalker-Filmarchive und zeigt einige frühe Dailies – also Aufnahmen vom Tag, die kurzfristig geschnitten wurden, um sie sich einen Tag später anschauen zu können. Die Making-of-Sammlung hält dann wiederum bekanntes Bonusmaterial bereit. Diverse Featurettes über die Technik und die visuellen Effekte bis hin zu Interviews. Kernstück ist hier „innerhalb einer Minute“, das knapp 78-minütige Making-of, das anhand des Lichtschwert-Duells zwischen Obiwan und Anakin analysiert, wie viele Menschen alleine an dieser Sequenz beteiligt waren.

Fazit

Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith ist nach Episode IV der beste, von George Lucas inszenierte Film des Franchise. Düster und teils überraschend grimmig schafft er den Übergang zur klassischen Trilogie.
Während die neue Blu-ray visuell praktisch identisch mit der bisherigen ist (abgesehen vom anderen Bildformat), trumpft auch hier die UHD mit satteren Kontrasten und viel besserer Zeichnung auf hellen Oberflächen und Hintergründen auf. Der dezent eingesetzte Rauschfilter lässt hier und da Details allerdings etwas softer erscheinen als über die Blu-ray, was in Summe eine höhere Wertung verhindert. Nichtsdestotrotz ist die UHD die bessere Wahl.
Beim Ton gilt von allen sechs ersten Star-Wars-Filmen noch am ehesten, dass er etwas unter der Dolby-Digital-Plus-Kodierung „leidet“. Die Betonung liegt auf „ETWAS“.
Denn für sich genommen ist auch diese DD+-Fassung viel besser als viele es prophezeit haben und vielleicht auch heute noch wahrhaben wollen.
Die englische Atmos-Fassung ist zudem sehr aktiv und bisweilen auch qualitativ mit tollen 3D-Sounds versehen.
Der Disney+-Stream liefert hier von den drei Prequels das beste und stimmigste Bild, kommt aber nicht an die UHD heran.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD 2011: 90%

Bildqualität BD 2020: 90%
Bildqualität UHD: 90%
Bildqualität Disney+: Bewertung folgt sobald die Datenreduktion aufgehoben ist

Tonqualität BD 2011 (dt. Fassung): 90%
Tonqualität BD/UHD 2020 (dt. Fassung): 85%

Tonqualität BD 2020 (Originalversion): 90%

Tonqualität UHD 2D-Soundebene (Originalversion): 90%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 80%
Tonqualität UHD 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 90%

Bonusmaterial: 90%
Film: 80%

Anbieter: Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany
Land/Jahr: USA 2005
Regie: George Lucas
Darsteller: Ewan McGregor, Natalie Portman, Hayden Christensen, Christopher Lee, Samuel L. Jackson, Frank Oz, Ian McDiarmid, Jimmy Smits, Anthony Daniels, Kenny Baker, Peter Mayhew, Ahmed Best, Joel Edgerton, Keisha Castle-Hughes
Tonformate BD: dts-HD-Master 7.1: en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Tonformate UHD: Dolby Atmos (True-HD-Kern): en // Dolby Digital Plus 7.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 140
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Nein (aber möglicherweise 4K DI)
High Dynamic Range: HDR10 (UHD), Dolby Vision (Disney+)
Maximale Lichtstärke: keine Angabe
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots: © Lucasfilm Ltd. & TM. All rights reserved. Used with permission.)

Trailer zu Star Wars: Episode III -- Die Rache der Sith 4K

Star Wars Episode III: Revenge of the Sith - Trailer
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5 thoughts on “Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith 4K UHD & Disney+

  1. Avatar Tim

    Auf caps a holic ist nun der screenshotvergleich online.
    Episode 1-3 ist mal reine verarsche, aber macht euch selbst ein Bild.

  2. Avatar Hans Georg

    Als jemand, der die alten DTS-HD Master Spuren noch nie zu hören bekam, bin ich wirklich überrascht von den DD+ Spuren der 6 Filme.
    Im Großen und Ganzen ist die Skywalker Saga Box auf Blu-ray ein deutliches Upgrade zu den alten DVDs, die ich jetzt endlich einmotten kann.
    Durch Das neue Colorgrading der OT konnte ich mich nun doch mal zu einem Kauf von Star Wars in High Definition durchringen.

    Die „Star Wars Götter“ haben mich erhört,
    es gibt mal wieder eine offizielle Veröffentlichung, die Star Wars von der Farbgebung annähernd so zeigt, wie seinerzeit im Kino.

    Die Prequels haben auf meiner Leinwand ebenfalls noch nie besser ausgesehen, auch wenn soundtechnisch der Unterschied zu den alten DD 5.1 EX Spuren nicht so groß wie bei denen der OT.

    Die Sequels hab ich bisher noch nicht gesehen, werde ich die Tage mal nachholen.

  3. Avatar Marcel

    Hast du nicht das Erwachen der Macht vergessen? Der Film war ja jetzt auch zum ersten Mal auf UHD rausgekommen.

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