Sympathy for Mr. Vengeance 4K UHD

Blu-ray Review

Capelight Pictures, 13.08.2021

OT: 복수는 나의 것

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Schicksalhafte Rache

Rache wird am besten von Park Chan-wook serviert.

Inhalt

Ryu gibt seine Niere für das Leben seiner Schwester

Ryu ist vom Leben gebeutelt worden. Nicht nur, dass er nie ein Hörvermögen hatte oder sprechen konnte, ist nun auch noch seine geliebte Schwester schwer krank. Um sie zu retten, braucht er eine neue Niere – und Geld für die Operation. Da seine eigene und die seiner Freundin Yeong-mi nicht in Frage kommen, geht Ryu ein Wagnis ein und sucht Kontakt zu einer Organhändlerin. Diese bietet ihm eine passende Niere für 10.000.000 Won an. Außerdem soll Ryu seinerseits eine seiner beiden Nieren abgeben. Der verzweifelte Bruder der Todkranken lässt sich auf den Deal ein – und wird hintergangen. Als er aufwacht, sind Geld und Niere futsch und ein passendes Spenderorgan für seine Blutsverwandte bleibt aus. Zwar findet sich kurz darauf ein passender Spender, doch nun fehlt das Geld. Ryu und seine Freundin beschließen, eine Frau zu kidnappen, um von deren Vater die nötigen Mittel zu erpressen. Doch die Tat löst eine Kette unvorhersehbarer Geschehnisse aus …

Ryus Freundin hat die rettende Idee: Eine Entführung

2002 konnte noch niemand wirklich ahnen, dass Park Chan-wook mit drei aufeinanderfolgenden (Lang)Filmen weltweit kultische Verehrung und Berühmtheit erlangen würde. Und so verwundert es auch nicht, dass der erste seiner (später) als Trilogie stilisierten Rachefilme zunächst wenig Anklang bei Publikum und Kritik fand. Mit vier Mio. Dollar Budget bei etwas über zwei Mio. Dollar Kinoeinnahmen kann man Sympathy for Mr. Vengeance kaum als Erfolg bezeichnen. Und trotz einiger (koreanischer) Filmpreise gaben die internationalen Kritiken und Kritiker nur wenig freundliches Feedback. Die allermeisten stießen sich an den – wie sie meinten – selbstzweckhaften und grausamen Gewalttaten. Man warf dem Regisseur ein zu großes Ego vor und bedauerte, dass der Film nie das Niveau erreiche, dass Park Chan-wook eigentlich als Regisseur habe.
Manchmal, so zeigt es die Geschichte, liegen Kritiker aber auch einfach falsch.

Ein schwerer Gang

Denn Sympathy for Mr. Vengeance mag von den drei Rache-Filmen des Regisseurs vielleicht derjenige mit der frontalsten Gewalt sein, er ist aber auch derjenige, der die Marschroute vorgab für bittere Schicksalswendungen in allen drei Filmen. Denn was in Oldboy mit einem furchtbaren Twist für die Hauptfigur gipfelt und in Lady Vengeance zumindest noch für eine sehr schmerzhafte Schuldproblematik der Protagonistin sorgt, wird in Sympathy bereits angelegt. Gleich mehrfach führen Verkettungen von Unglücken und Schicksalsschlägen zu tödlichen Ereignissen und beschreiben, dass man das Leben nicht so einfach austricksen kann. Die Protagonisten in Sympathy for Mr. Vengeance sind Spielfiguren des Kreislaufs Leben. Ihr Verhalten besteht aus Reaktionen und die Kamera schaut ihnen dabei nüchtern zu.
Gerade diese nüchterne, fast dokumentarische Art der Kameraaufnahmen, die sich durch einen oftmals sehr kurz gefassten Schnitt ergänzt, lässt Parks Film zu etwas ganz Besonderem werden. Oftmals sind die Szenen so kurz, als setzte man nach jedem dritten Wort einen Punkt. Nicht selten werden dabei Details ausgelassen, die der Zuschauer sich aber mühelos zusammen reimen kann. Und das macht die Struktur absolut faszinierend. Man wird nicht mit ständigen Erklärungen gelangweilt, sondern kann sich die Geschichte mit ein wenig Interpretationsspielraum selbst erpuzzlen.

Die Tragödie nimmt ihren Lauf

Und ja, es gibt Gewalt. Vor allem das letzte Viertel ist angereichert mit aufgerissenen Arterien, zerschnittenen Achillessehnen oder unzähligen Schlägen eines Baseballschlägers auf den Schädel eines Opfers.
Wer hier aber Selbstzweckhaftigkeit unterstellt, ist auf dem Holzweg. Denn nicht nur lässt Park Chan-wook mitunter zunächst offen, WELCHE Art der Gewalt gerade passiert (bspw. in der genial inszenierten Achilles-Sehnen-Szene), geht der Regisseur ebenso den Weg, die brutalen Geschehnisse nicht glorifizierend zu inszenieren. Ganz im Gegenteil. Jede gewaltvolle oder blutige Szene schmerzt beim Zusehen. Nichts davon provoziert ein „Ja, Mann!“ oder gar Jubel beim Zuschauer. Zumal, und hier wird’s dann auch inhaltlich wieder gehaltvoll: Man hegt, dem Filmtitel folgend, Sympathien für die Täter. Für beide, wohlgemerkt. Beide Rächer sind Opfer der Umstände und für sich genommen liebenswerte Menschen. Beiden wünscht man nicht den Tod. Doch für beide könnte gerade das die Erlösung sein.

Preis: 24,00 €
(Stand von: 2021/09/23 8:43 am - Details
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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
Erscheinungstermin: Fri, 13 Aug 2021
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Bild- und Tonqualität BD

Ryu ist machtlos

Die bisher erhältliche Blu-ray stammt – ebenso wie jene von Lady Vengeance – von 3L und ist aus dem Jahr 2012. Sie hatte ein Format von 2,31:1, wenn man den SICHTBAREN Bildbereich nimmt. Denn sie wies links und rechts ein paar Millimeter kleine schwarze Balken auf – gegenüber einem vollen Seitenformat bei einem 16:9-Display.
Davon ab ist ihr Bild meist miserabel. Es beginnt bei einer durchweg sichtbaren und teils heftigen Rauschminderung, die zu stetigen Artefakten führt (Uhr an der Wand 0’59). Auch der Himmel leidet darunter und bewegt sich meist unnatürlich en bloc. Natürliche Körnung (des analogen Materials) ist hier Fehlanzeige. Gesichter werden dadurch dann auch immer wieder wachsartig weich (7’50) und insgesamt wirkt das Bild zudem zu dunkel und wenig kontrastreich. Die Filterung bewirkt dann auch eine drastische Reduktion der Auflösung. Die Ziegel seitlich der Mauer bei 8’40 kann man als Ziegel nur erahnen. Ohnehin wirkt die fetzenartige Oberfläche der Wand wie ein Aquarell. Dreidimensionalität ist hier Fehlanzeige.
Die neue Blu-ray, die dem Set mit der 4K UHD-BD beiliegt, wurde vom HDR-Grading downconverted und liegt gegenüber der alten BD im Bildformat von 2,39:1 vor. Sie zeigt damit oben und unten etwas weniger, ist zudem ganz dezent kleiner im gesamten Bildausschnitt.
Gegenüber der alten BD von 3L zeigt sich direkt ein massiver Unterschied im Grading und der Kontrastgebung. Das sind tatsächlich zwei verschiedene Welten, die hier aufeinander treffen. Von kontrastarm, relativ farblos und wachsweich gefiltert zu (im Vergleich) grellen Farben, heftiger Kontrastdynamik und authentisch-analoger Wiedergabe der ursprünglichen Körnung. Die neue Blu-ray wischt mit der alten zunächst einmal den Boden auf, was die Dynamik und Auflösung der Bilder angeht. Da die Freigabe des Gradings durch CJ  Entertainment selbst geschah und man mit einem Master vom Filmmaterial arbeitete, ist prinzipiell gesichert, dass die neue Farbgebung jener der Kinofassung nun deutlich näher kommt. Gewöhnunsbedürftig mag das zwar zunächst sein, wenn Ryus Haare wirklich neongrün aus dem TV strahlen, aber gerade die Farbgebung in der Fabrik oder auch der staubigen Halle, in der Ryu nach der Nierenentnahme aufwacht, passt wesentlich besser zum artifiziellen Aspekt des Films selbst. Hier und da sind die Kontraste schon mal etwas harsch, was in der Fabrikhalle oder auch später schon mal für ein leichtes Absaufen im Schwarz sorgt (Hügel 46’02). Dass der Himmel oft ins cyanartige driftet und graue Oberflächen nicht mehr neutral, sondern oft sehr warm und rötlich sind, gehört ebenfalls zum Grading, das jenem des angelieferten Masters entspricht. Allerdings wird und muss das nicht jedem gefallen.

Wird er das Geld bezahlen?

Was man bemängeln muss, sind sichtbare Artefakte, die hier und da auftreten und die von einem früheren Entfernen von Schmutz zeugen könnten. „Früher“ deshalb, da auch die BD von Arrow Films die gleichen Artefakte an den gleichen Stellen erkennen lässt. Man kann also vermuten, dass bereits das angelieferte Master seine Schwächen aufwies und man damit etwas gekämpft hat. Aufgrund der sehr charakteristischen Artefakteigenschaften wird man den Eindruck nicht ganz los, dass diese digitalen Artefakte schon lange existieren und mit den verschieden Mastern mitgeschleppt wurden. Möglicherweise ist das sogar etwas, das schon bei Abzügen für die Kinoauswertung enthalten gewesen ist. In der Praxis zeigen sich diese Probleme bspw. bei Einzelbildfortschaltung der Szene, in der Ryu nach der Entnahme seiner Niere aufwacht. Rechts von ihm sieht man Kieselsteinchen, die immer wieder da sind, aber auch wieder verschwinden. Das wirkt dann wie eine etwas verunglückte Schmutzentfernungsautomatik. Und diese ist ganz offenbar schon vor einiger Zeit vorgenommen worden. Auch Artefakte auf dem buntem Hemd und nach oben ausblutender roter Stoff an der Schulter bei 37’55 zeugen von dieser Problematik. Es darf angenommen werden, dass diese Artefakte nicht vom neuen Grading, bzw. der Bearbeitung in Deutschland stammen, sondern schon lange Bestandteil des Masters waren. Unschön sind sie dennoch.
Um aber mit etwas Positivem zu schließen: Auflösung und Bewegungsdarstellung sind klasse. Wo der Ventilator der alten Blu-ray bei 14’28 ein gruseliges Eigenleben zu führen schien, schwenkt er nun seelenruhig in Richtung Kamera und zeigt keinerlei Artefakte durch eine Filterung.

Blu-ray (2012) (4’01): (Slider ganz nach rechts): Sehr schnell wird deutlich, wie anders das Grading der alten Blu-ray war.
Blu-ray (neu) (Slider ganz nach links): Die neue BD ist wesentlich satter und dynamischer.

Blu-ray (2012) (8’40): (Slider ganz nach rechts): Die alte Blu-ray war deutlich kühler gemastert.
Blu-ray (neu) (Slider ganz nach links): Die neue BD sieht wärmer aus. Der Himmel rutscht etwas ins Cyan.

Blu-ray (2012) (13’44): (Slider ganz nach rechts): Mal abgesehen vom sehr weichgefilterten Bild der alten Blu-ray sehen auch Ryus Haare aus als hätten sie schon drei Tage mehr Zeit zum ausfärben gehabt.
Blu-ray (neu) (Slider ganz nach links): Heller, dynamischer, kräftiger, schärfer – die neue BD ist komplett anders gestaltet.

Blu-ray (2012) (47’12): (Slider ganz nach rechts): Sehr neutralgraue Stimmung mit noch weniger Kontrast
Blu-ray (neu) (Slider ganz nach links): Man muss das neue Grading mögen, aber es trifft rein vom Stil her den Ton des Films besser.

Blu-ray (2012) (19’38): (Slider ganz nach rechts): Wie krass die alte BD gefiltert war, zeigt dieses Bild im Vergleich. Auf dem staubigen Betonboden sieht man kaum Details und Steinchen
Blu-ray (neu) (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray holt alle diese Details wieder hervor.

Zum Größenvergleich des obigen Bildausschnitts hier die Szene in voller Größe
Farben sind ein wichtiges Stilmittel des Films

Beim Ton von Sympathy for Mr. Vengeance hat man offenbar noch mal Hand angelegt oder auf eine andere, vorhandene Abmischung zurückgegriffen. Obwohl die alte Blu-ray bereits DTS HD-Master bot, hört man ihr in dynamischen Momenten eine Kompression oder eine Art Limiter an. Während die Arbeitssirene bei 7’13 zweimal ertönt, geht der restliche Atmosphärensound im Hintergrund in die Knie. Das passiert der neuen DTS-HD-Master-Fassung der neuen Blu-ray (identisch mit der Spur der UHD-Blu-ray) NICHT mehr. Hier bleibt die Sirene dominant im Vordergrund, ohne die Hintergrundgeräusche runter zu muten. Dafür gibt’s schon mal ein ausdrückliches Lob. Zumal hier auch wesentlich mehr Tiefbass im Spiel ist, wenn die Arbeit in der Fabrik zu krachenden Ereignissen führt (13’40). Ebenso gut sind die Dialoge, die durchweg verständlich sind und gleichzeitig harmonisch eingebettet wirken. Herausragend sind auch die Szenen, in denen dem Zuschauer durch dumpfen Sound die taubstumme Welt von Ryu klargemacht wird.

Preis: 24,00 €
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Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität UHD

Jeder sinnt auf Rache

Die UHD-Blu-rays von Sympathy for Mr. Vengeance und Lady Vengeance wurden zweimal verschoben. Zunächst sollten sie Ende April und dann im Juni erscheinen. Dass es nun bis Ende August gedauert hat, lag tatsächlich an Sympathy for Mr. Vengeance. Während Anbieter Capelight mit dem Dolby-Vision-Downconvert für nicht HDR-fähige 4K-Geräte nicht glücklich war und sich deshalb entschloss, kein Dolby Vision zu integrieren (im Gegensatz zu Lady Vengeance), könnte der Grund auch in meiner obigen Annahme liegen (siehe Bildqualität Blu-ray).
Ursprünglich wurde Sympathy for Mr. Vengeance natürlich ebenfalls analog aufgenommen und auf 35-mm-Film belichtet. Von welcher Quelle genau das 4K-Master stammt, das Capelight fürs Grading zugeschickt wurde, lässt sich allerdings nicht sagen. Auszugehen ist davon, dass es sich nicht um das Original-Negativ handelt – zumindest, wenn man der Vermutung folgt, dass die auch hier vorhandenen Artefakte schon weit vor dem jetzigen Mastering-Prozess auf den Film gelangten. Wie oben schon angedeutet, kommt hier kein Dolby Vision zum Einsatz, sondern „nur“ HDR10 und HDR10+. Obendrauf gibt’s selbstverständlich einen im Rahmen von Rec.2020 erweiterten Farbraum.
Gegenüber der neuen Blu-ray, die ihrerseits im Vergleich zur alten BD schon immens viel heller war, brennt die UHD-BD dem Betrachter auf einem guten HDR-Display erst einmal die Augen weg. Mit einer Peak-Helligkeit von 4800 Nit geht’s hier an die Grenzen der HDR-Dynamik. Selbst wenn dieser Wert auch nur aufgrund eines einzelnen hellen Pixels zustande kommen kann, ist das Bild auch im Schnitt äußerst hell gemastert und man muss das in einem dunklen Raum erst einmal verarbeiten können. Hinzu kommt natürlich, dass die wesentlich grelleren Farben des neuen Gradings dadurch noch viel intensiver strahlen und knallen. Man muss das mögen, so viel ist klar. Aber es sieht schon ganz schön beeindruckend aus und macht richtig Spaß, sobald die Augen sich daran gewöhnt haben. Ryus grüne Haare sind äußerst intensiv und schon fast neonartig. Seine chaotische Wohnung ist voller unterschiedlicher und durchweg kräftiger Farben und die nächtliche Kunstbeleuchtung in der Stadt sorgt für irre helle Spitzlichter. Gegenüber der neuen Blu-ray sind graue und weiße Oberflächen etwas neutraler. Auch Hautfarben wirken stimmiger, während Schwarz genauso knackig ist und die Momente mit harscher Kontrastierung etwas weniger auffällig sind. Am Ende bleiben zwar die ärgerlichen Artefakte (beschrieben oben im Kapitel zur Blu-ray), aber eben auch die Gewissheit, dass der Film in seiner Farbigkeit zwar ungewohnt wirkt, dafür aber die Vision des Regisseurs am besten abbildet.

Blu-ray (4’01): (Slider ganz nach rechts): War die Blu-ray schon deutlich farbkräftiger als die alte BD von 2012 …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … legt die UHD-BD noch mal eine Schippe Pink drauf. Die Wand geht eher etwas ins Rötliche.

Blu-ray (8’40): (Slider ganz nach rechts): Auch hier ganz gut zu sehen: Die BD tendiert eher ins leichte Cyan …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … die 4K-Scheibe wirkt etwas wärmer.

Blu-ray (13’44): (Slider ganz nach rechts): Gegenüber der neuen BD …
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): … lässt die UHD-BD Hauttöne etwas fleischiger erscheinen. Auch die höhere Helligkeit lässt sich andeutungsweise erkennen.

Blu-ray (xx’xx): (Slider ganz nach rechts): Zwar war die Blu-ray bereits viel besser aufgelöst als die alte BD von 2012, doch in der UHD-BD findet sie ihren Meister.
UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Deutlich erkennbar ist die Darstellung der senkrechten Balkonstreben, die über die Blu-ray kaum erkennbar sind.

Zum Größenvergleich die Szene in der Totalen
Der Ton ändert sich auf der 4K-Scheibe nicht. Er bleibt beim guten DTS HD-Master der neuen Blu-ray.
Preis: 24,00 €
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Studio:
Format: Blu-ray
Spieldauer:
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Bonusmaterial

Das Bonusmaterial hält zunächst einen Audiokommentar vom Regisseur bereit und liefert dann noch ein älteres Making-of, das rund 21 Minuten läuft. Unter „Die Darsteller“ verbirgt sich unter anderem ein Interview mit Kang-ho Song, dem Darsteller des Vaters des entführten Mädchens. Er schildert seine Berührungsängste mit dem Film und der Story selbst und wie er sie überwand. „Park Chan-wook und die Filmcrew“ lässt den Regisseur ebenso noch mal zu Wort kommen wie das 15-minütige Interview, das sich daran anschließt. Animierte Storyboards und ein unkommentiertes Hinter den Kulissen runden das Ganze ab. Sämtliche Extras – inklusive des Audiokommentars – sind untertitelt.

Fazit

Sympathy for Mr. Vengeance bildet auch heute noch einen packenden Einstieg in die Rache-Filme von Park Chan-wook. Grimmig, bitter, schwarzhumorig und blutig sind einige der treffendsten Beschreibungen für das Dargebotene.
Und dargeboten wird er nun auf einer Blu-ray und einer 4K-Scheibe, die nach Absegnung durch das koreanische Studio der Vision von Regisseur Park Chan-wook offenbar am nähesten kommt. Auf der Habenseite stehen kräftige Farben, die per HDR10 und HDR10+ mit äußerster Kontrastfreude zum Betrachter gelangen. Während das Grading selbst ein wenig Geschmacksache ist, sind die in einigen Szenen auftauchenden Artefakte nicht schön. Diese stammen allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach schon vom angelieferten Master. Wer über diese Problematik hinwegsehen kann, darf die Bewertung um jeweils 10% für BD und UHD-BD erhöhen. Hervorragend ist der Ton, der deutlich frischer und dynamischer klingt als über die alte Blu-ray.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD (2012): 50%
Bildqualität BD (2021): 65% (Abwertung aufgrund von De-Dusting-Artefakten im Ausgangsmaster)
Bildqualität UHD: 65% (Abwertung aufgrund von De-Dusting-Artefakten im Ausgangsmaster)

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 80%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 80%

Bonusmaterial: 70%
Film: 80%

Anbieter: Capelight Pictures
Land/Jahr: Südkorea 2002
Regie: Park Chan-Wook
Darsteller: Song Kang-ho (Park Dong-jin), Shin Ha-gyun (Ryu), Bae Du-na (Cha Yeong-mi), Im Ji-eun (Ryus Schwester), Han Bo-bae (Yu-sun), Kim Se-Dong (Personalleiter), Lee Dae-yeon
Tonformate BD: dts-HD-Master 5.1: de, kor/en/jp
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 121
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-100
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, HDR10+
Maximale Lichtstärke: 4797 Nit
FSK: 16

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Capelight Pictures)
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So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen.

5 thoughts on “Sympathy for Mr. Vengeance 4K UHD

  1. Der Lokator

    Danke für die beiden top Reviews und Insider-Infos!
    Da mir die Disks zu teuer sind, habe ich mir soeben Sympathy und Lady für je 9,99€ bei itunes vorbestellt!

    Bei Oldboy hab ich noch die 4k Blu-Ray, die ich damals bei ebay erworben habe.

  2. dirk

    Cropped – wieder was, das im Regal stehen bleibt 🙁

  3. Casey

    Super Review!
    Wie schlägt sich die neue Blu-Ray in Sachen Bild gegenüber der Arrow Disc?

  4. Andreas Pump

    Das Bild gefiel mir sehr für so ein knapp 20 Jahre alten Film. Toller Kontrast, ganz tolle Farben und meist recht scharf. Die Artefakte sind mir kaum aufgestoßen.

    Leider ist der Film etwas langatmig…

    MfG Pumpi

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