Tage des Donners – Days of Thunder 4K UHD

Blu-ray Review

Paramount Home Entertainment Germany, 03.07.2020

OT: Days of Thunder

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„Paviane, die Football spielen wollen“

Der Dritte im Bunde der Paramount-4K-UHDs mit Tom Cruise in der Hauptrolle.

Inhalt

Fährt schnell und ist auch sonst kaum zu bremsen: Cole Trickle

Cole Trickle ist ein Draufgänger. Aber einer, der ziemlich gut Autofahren kann. Und das bekommt auch Tim Daland mit, der ein Renn-Team im Nascar-Rennzirkus betreibt. Also holt er den alten Haudegen Hogge als Teamchef zurück an Bord. Hogge soll aus dem Formel-Fahrer Trickle einen echten Nascar-Profi machen und ihm dafür ein entsprechendes Auto bauen. Trickle interessiert sich allerdings eher dafür, den bisherigen Topfahrer Rowdy Burns zum Rivalen zu ernennen und ihn immer wieder zum Infight auf dem Oval heraus zu fordern. Während einer dieser Attacken, verunfallen beide und landen im Krankenhaus. Als Trickle dort die Ärztin Claire kennen lernt, scheint sich einiges zu ändern. Wird ihn das auf der Rennstrecke erfolgreicher machen …?

Teamchef Hogge soll Cole ein schnelles Auto bauen

Warum nicht einfach ein Quasi-Remake von Top Gun inszenieren, bei dem man die Action auf den Boden der Tatsachen und damit auf die Rennstrecke holt?
Es mag ein wenig böse klingen, ist aber gar nicht so gemeint. Denn warum ein bewährtes Konzept großartig ändern, wenn’s auf anderer Ebene genauso gut funktioniert? Tom Cruise war offenbar ebenfalls noch von seinem Fliegerfilm beeindruckt, als er gemeinsam mit Robert Towne die Buchvorlage schrieb. Herausgekommen ist in der Tat so etwas wie ein Top Gun im Renn-Oval der Stock-Car-Liga. Auch hier geht es um einen jungen Draufgänger, der gerne mal etwas rebellisch unterwegs ist. Auch hier taucht eine Frau auf, die ihn irgendwie etwas ruhiger und vernünftiger agieren lässt. Und auch hier gibt’s ein Finale, bei dem der Filmheld einen Triumph einfährt.
Das ist aus heutiger Sicht inhaltlich hauchdünn, schauspielerisch fast noch alberner als Top Gun und filmisch teils stümperhaft zusammengeschnitten. Dazu kommen teils deutliche Film- und Logikfehler. Was sagt man zu einem Film normalerweise?
Richtig: Guilty Pleasure!

„Junge, ich erkläre dir jetzt mal etwas über Reifenverschleiß“

Denn obwohl man den Hahnenkampf zwischen den beiden Rennfahrern mit sämtlichen 80er-Jahre-Klischees angefüllt hat und das Macho-Männerbild kaum besser ist als in dem Film, der Cruise‘ Star-Charakter vier Jahre zuvor begründete, macht Days of Thunder halt eben auch eine Menge Spaß.
Sieht man davon ab, dass für die Vogelperspektiven der Rennszenen keine „live“ gedrehten, sondern Archivaufnahmen zum Einsatz kamen (immerhin mit jenen Autos, die Cole, Rowdy und Wheeler dann im Film fuhren), entsteht durchaus Thrill, wenn die Blechboliden sich packende Fights um die Pole-Position liefern.
Und nach solchen Szenen schien sich das deutsche Publikum zu verzehren, hatte es doch über zehn Jahre keinen echten Rennfahrerfilm mehr gegeben. Während Days of Thunder hierzulande zum respektablen Erfolg wurde, spielte er sich in den USA nur gerade so eben in die schwarzen Zahlen (82 Mio. Dollar gegenüber 60 Mio. Dollar Budget). Vielleicht war es insgesamt dann aber doch so, dass sich die Zeit der 80er-Jahre-Männerfilme ein wenig dem Ende zuneigte. Denn Cruise sah man fortan vor allem in Dramen und episch angelegten Rollen. Erst sechs Jahre später ging er mit Mission: Impossible dann wieder in die Vollen – und der transportierte dann schon ein ganz anderes Bild des Actionfilms.
Sei’s drum: Days of Thunder hat seine Fans. Und die bekommen den Film nun in seiner visuell bestmöglichen Form – trotz ein paar kleinerer Einschränkungen (siehe Beschreibung zur Bildqualität der UHD).
Witzige Randnotiz: Tom Cruise wird hier noch von seinem „alten“ Synchronsprecher Stephan Schwartz gesprochen, während sein heutiger Synchronsprecher, Patrick Winczewski (der ihm seit 1999 die Stimme leiht) hier Cary Elwes eingesprochen hat. Man hört als deutscher Zuschauer also zwei Tom Cruise in einem Film.

Erste Erfolge werden eingefahren

Bild- und Tonqualität BD

Fürs Rennen bereit

Finales Update: Nachdem hier einiges an Verwirrung herrschte, was die Blu-ray angeht, die der UHD beiliegt, folgt nun abschließend die finale Korrektur.
Es ist in der Tat eine neu gemasterte BD in der UHD enthalten, die allerdings (warum auch immer) den Copyright-Aufdruck 2012 enthält.
Da seitens Universal Deutschland mitgeteilt wurde, dass die alte BD enthalten wäre, muss hier also eine Korrektur/Ergänzung erfolgen.
Diese neue BD ist aber (derzeit) ausschließlich in der UHD enthalten, NICHT einzeln als Re-Release. Ist also nur für jene interessant, die die UHD kaufen, obwohl sie derzeit noch keine UHDs abspielen können.
Zunächst aber weiterhin die Beschreibung der Bildqualität der 2009er Blu-ray:

Die Blu-ray von Days of Thunder datiert wie jene von Top Gun aus dem Jahre 2009 und ist ebenso kein Vergnügen. Teilweise übersät mit Schmutzpartikeln (Anfang von Kapitel 3), Blitzern, Wasserflecken oder Haaren sieht man ihr an, dass sich niemand auch nur einen Hauch Arbeit gemacht hat, als man sie fürs Full-HD-Zeitalter gemastert hat. Dazu bleibt die Schärfe und Detailtiefe durchweg auf schwachem Niveau. In den Totalen kann man Tribünen nur als glattflächige Betonblöcke ausmachen und Zuschauer wuseln undefiniert durcheinander. Die Farben wirken oftmals neonartig übertrieben, was bei einigen Fahrzeugen zwar noch authentisch wirkt, bei den grünen Wiesen aber absolut „too much“ ist. Hautfarben sind überbetont rotbraun und auf dunklen Bereichen versumpfen Details immer wieder. Letzteres ist nicht ganz so schlimm wie bei Top Gun, wofür es theoretisch einen kleinen Punktebonus geben könnte. Allerdings ist die alte BD des Flieger-Abenteuers nicht so verschmutzt und voller Blitzer, weshalb am Ende dann doch wieder beide gleichauf ins Ziel kommen.

Harry erklärt Claire das unangemessene Verhalten Coles

Die neue Blu-ray, die nun der UHD beiliegt, basiert ganz offensichtlich auf dem gleichen 4K-Master und wurde in den USA bereits im Rahmen der „Paramount Presents“-Reihe veröffentlicht.
Sie merzt (ebenso wie die UHD) praktisch alle echten Bildfehler aus. Sie ist nicht mehr durchzogen von Störpartikeln, Schmutz oder Wasserflecken und präsentiert sich heller, farblich wesentlich ausgewogener und nicht so quietschbunt. Ihre Detailschärfe ist bereits um Längen besser, hat aber während der ganz fein aufgelösten Bilder (Zuschauerränge weit im Hintergrund) etwas mehr Schwierigkeiten, diese komplett ruhig darzustellen. Auch die leichten Probleme in der Farbauflösung selbst sind über die BD bereits sichtbar (siehe Kritik an der UHD). Hautfarben kommen aber bereits viel natürlicher rüber und insgesamt ist die Nähe zur UHD natürlich bereits auffällig.

Blu-ray 2009 (3’40): (Slider ganz nach rechts): Die Schmutzpartikel oben im Himmel (siehe auch Vergleichsbild bei der UHD unten mit Pfeilen)….

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): … weist die neue Blu-ray nicht mehr auf.

Blu-ray 2009 (87’29): (Slider ganz nach rechts): Sehr deutlich fällt in dieser Szene das korrigierte Color Grading auf. Die alte BD krass bunt im Gras und wesentlich dramatischer im Himmel.

Blu-ray 2020 (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist harmonischer und weit weniger bunt.

Blu-ray (71’32): (Slider ganz nach rechts): Das hohe Gebäude und seine Geländerstruktur ist bei der alten BD brutal matschig.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die neue BD kann das bereits wesentlich besser, wird aber von der UHD noch übertroffen (siehe unten).

Hat einen berühmten Vorfahren im Rennzirkus: Buck Bretherton

Die BD kam damals mit typischem Dolby Digital fürs Deutsche, die hier auch unverändert auf der UHD zum Einsatz kommt – worüber man sich ärgern kann, aber nicht muss. Denn Tage des Donners gehörte seinerzeit zu den absolut besten deutschen Tonspuren überhaupt. Und selbst heute muss man seinen Hut ziehen. Was die gerade mal 0.6 Mbps hier an Dynamik zaubern, ist aller Ehren wert. Und damit ist wirklich Dynamik gemeint. Denn während der Rennszenen werden die Motoren der Nascar-Fahrzeuge derart aggressiv in Szenen gesetzt, dass man jedes mal wieder aufs Neue förmlich erschrickt. Ausgehend von gut verständlichen Dialogen und einer Filmmusik, die auf einem „normalen“ Level spielt, stechen die Motorgeräusche wirklich außergewöhnlich stark hervor. Und sie wurden sensationell räumlich vertont. Immer wieder donnern und kreischen die Autos über alle fünf Speaker und verteilen sich derart im Heimkino, dass man sich selbst inmitten des Ovals wähnt, während die Kisten um einen herum düsen (35’37). Beim Unfall von Rowdy und Cole klingt das sich kaltverformende Blech zwar etwas krachig und lässt es etwas an Unterstützung aus dem Tiefbassbereich vermissen, aber LFE-Gewalt ist ohnehin nicht das Ding der Tonspur. Auch nicht jener des Originals, die in unkomprimiertem Dolby True HD vorliegt. Diese war dann auf der alten Blu-ray noch mal etwas dynamischer und offener, wenn die Fahrzeuge am Zuschauer vorbeifegen. Auch im Original damals eine der besten Tonspuren überhaupt.

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Bild- und Tonqualität UHD

Erst im Film, später in echt ein Paar: Tom und Nicole

Tage des Donners wurde 1990 mit Panavision Kameras aufgezeichnet und auf 35mm-Filmmaterial belichtet. Um für das 4K-Zeitalter fit zu werden, nahm man einen brandneuen 4K-Scan vor, säuberte das Bild von den massiven Schmutzpartikeln und integrierte neben HDR10 auch das dynamische Dolby Vision. Das Ganze kommt zudem im Container von Rec.2020, wobei „erweiterter“ Farbraum hier relativ gesehen werden sollte.
Gegenüber der alten Blu-ray ist (wie schon bei der neuen BD, die nun doch im Paket enthalten ist) ein Hauptmerkmal der UHD die Reduktion der Farben. Das hat natürlich erst einmal nichts mit einem erweiterten Farbraum zu tun. Denn auch innerhalb dessen lassen sich Farben natürlich mehr oder weniger intensiv dargestellt oder gemastert werden.
Gegenüber der teils neon-poppig-bunten 2009er Blu-ray ist die UHD also deutlich weniger offensiv farbig, sondern natürlicher. Wem das Bunte der alten BD gefiel, der wird hier erst einmal schlucken. Da wir aber gerade bei Farben sind, kommen wir direkt zum größten Manko der UHD, dem Farbprocessing. Im laufenden Bild fällt hin und wieder auf, dass Farben auf Gesichtern oder Oberflächen etwas seltsam wirken – gerade in Hintergründen oder bei diesigen/nebligen Szenen. Hin und wieder scheint die Farbauflösung nicht jedes Detail zu liefern, das vorhanden ist oder vorhanden sein sollte. Gesichter haben deshalb schon mal Bereiche, die zu abrupt und ungleichmäßig aus unterschiedlich farbigen Pixeln zu bestehen scheinen (bspw. Tom Cruise‘ Stirn bei 7’40)
Was die Körnung angeht, so wird diese nun deutlich feiner und filmischer wiedergegeben – ebenso wie über die neue Blu-ray, nur noch etwas besser aufgelöst. Dezenter als bei Krieg der Welten ist es allemal, aber dennoch sichtbar. Manchmal wirkt die Körnung jedoch auf Himmelshintergründen schon mal schwarmartig und um Objekte herum eingefroren, was etwas vom Geschehen ablenkt (Baumwipfel 12’53).
Diese beiden Einschränkungen täuschen aber nicht darüber hinweg, dass die generelle Auflösung um Welten besser ist. Details wie die Tribünen oder die Vogelperspektiven von den Zuschauern; Schriften auf Verkehrsschildern oder die Sponsoren-Aufdrucke auf den Trucks – es gibt keinen Bereich, in dem die 2009er Blu-ray hier nicht deutlich unterlegen wäre. Gegenüber der enthaltenen neuen Blu-ray fallen die Unterschiede geringer aus. Allerdings ist die UHD noch sicherer bei sehr weit im Hintergrund liegenden Details und vermeidet auch leichte Kompressionsartefakte um Objekte herum.
Auch wenn das Korn hin und wieder noch deutlichere Details verhindert und das Ganze ein bisschen nach Überschärfung aussieht (was man kritisieren dürfte), macht das schon Eindruck. Ebenso übrigens, wie die wesentlich bessere Durchzeichnung auf dunklen Bildanteilen. Wo die 2009er BD regelmäßig etwas absoff, werden hier wieder Einzelheiten und Oberflächen erkennbar.
Das Format änderte sich übrigens (ausgehend von der alten BD) von 2,35:1 auf 2,39:1.

Die folgenden Screenshotvergleiche sind zunächst noch mit der alten Blu-ray von 2009 und der UHD entstanden.
Blu-ray 2009 (14’36): (Slider ganz nach rechts): Matschige Texturen, zu intensive Farben, die Zuschauer ein Brei aus Pixeln.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Natürlich lässt die UHD mit ihrer Körnung hier nicht zu, dass man jeden Zuschauer einzeln erkennt, aber alleine die Reduktion der Farben und die viel besser gezeichneten Details sind den Kauf wert.

UHD HDR10 (14’36): (Slider ganz nach rechts): Die gleiche Szene zwischen HDR10 und Dolby Vision.

UHD Dolby Vision (Slider ganz nach links): Dolby Vision erscheint strahlender und etwas heller in den dunkleren Bereichen.

Blu-ray 2009 (41’13): (Slider ganz nach rechts): Auch bei diesem Bild wirkt die Blu-ray regelrecht weich und offenbart zudem chromatische Aberrationen an den Umrissen von Ästen oder der Laterne.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD ist im Vergleich viel klarer und durchweg detailreicher. Außerdem vermeidet sie die chromatischen Aberrationen an Ästen und Laterne.

Blu-ray 2009 (87’29): (Slider ganz nach rechts): Ein schönes Beispiel für Scotts Vorliebe für Verlaufsfilter sowie für die arg neonbunten Farben der alten Blu-ray.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD gibt das Grün vom Gras wesentlich natürlicher wieder. Im Bildhintergrund saufen Details nicht im Schwarz ab.

UHD HDR10 (87’29): (Slider ganz nach rechts): Auch hier noch mal der Vergleich zwischen HDR10 und Dolby Vision.

UHD Dolby Vision (Slider ganz nach links): Dolby Vision hellt sichtbar auf. Was einem hier besser gefällt, ist auch ein bisschen Geschmackssache.

Blu-ray 2009 (3’40): (Slider ganz nach rechts): Nein, das ist kein kleines Trio aus Vögeln, sondern Schmutz auf dem für die Blu-ray verwendeten Filmmaster. Auch am Pfeil links ist ein großer Schmutzpartikel, den man allerdings auf Tablet- oder gar Handygröße nicht sieht.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD zeigt sich durchweg fast komplett ohne Schmutzpartikel, Blitzer oder Drop-outs.

Blu-ray 2009 (11’59): (Slider ganz nach rechts): Hauttöne kamen über die alte Blu-ray etwas zu intensiv und mit einem erhöhten Gelbanteil.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD bleibt neutraler und nimmt den Gelbanteil raus.

Blu-ray 2009 (68’26): (Slider ganz nach rechts): Noch deutlicher wird das bei Nicole Kidman, deren Gesicht sichtbar zu viel Gelbanteile hat.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD ist auch hier neutraler und angenehmer.

Nun zwei Vergleiche zwischen der BD 2020 und der UHD

Blu-ray 2020 (87’29): (Slider ganz nach rechts): Die Blu-ray ist weniger dramatisch im Himmel, nutzt aber das gleiche Color Grading.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD kann’s etwas dynamischer und wirkt dadurch noch eindrucksvoller.

Blu-ray 2020 (41’13): (Slider ganz nach rechts): Auch beim Krankenwagen gibt’s noch Unterschiede.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist zwar bereits harmonischer als die alte, aber die UHD holt mehr Dynamik und kräftigere Farben gegenüber der neuen Blu-ray raus.

Blu-ray 2009 (56’15): (Slider ganz nach rechts): Weiter geht’s mit einigen Bildausschnitten zum Vergleich der Detailtiefe und Auflösung. Der Film bietet uns freundlicherweise einen Sehtest zum Vergleich an. Die Blu-ray erfordert eine deutliche Dioptrin-Korrektur

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD leidet zwar ein bisschen unter ihrem feinen Korn und sieht in gewissem Maße auch prozessiert aus, aber der Anteil erkennbarer Buchstaben und Zahlen ist deutlich größer.

(51’03): Ein ähnliches Bild ergibt sich bei dieser Hinweistafel …

(71’32): … sowie der Struktur im Geländer des Hochhauses, das die UHD viel detailreicher liefert. Hier noch gegenüber der alten BD.

(71’32): Aber auch gegenüber der neuen Blu-ray ist die UHD noch im Auflösungsvorteil.

Rowdy ist noch in Rekonvaleszenz

Während sich bei beiden Fassungen im Ton nichts ändert, was die Kodierung angeht, so tut sich durchaus etwas bei der Lautstärke. Die deutsche DD-Version bleibt zwar gleich, die englische True-HD-Spur jedoch legt noch  mal eine Lautstärke-Schippe obendrauf. Das gewitterartige Krachen nach dem „Gentlemen start your engines“ kommt dadurch noch vehementer zum Ohr (ca. 5 dB lauter) und auch die über die Rears fetzende Fahrzeuge wirken noch mal aggressiver. Da die Datenrate bei beiden Scheiben (BD und UHD) gleichbleibend ist (sie liegt in dieser Szene bei ~ 4,4 Mbps), darf man für sich selbst entscheiden, ob das Ganze jetzt „nur“ lauter abgemischt ist oder tatsächlich mehr Dynamik hat. Ich entscheide mich für Ersteres.

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Bonusmaterial

Coles Flirtversuche waren erfolgreich

Das Bonusmaterial von Tage des Donners enthält auf der Blu-ray lediglich einen Trailer. Die UHD bekam allerdings zusätzlich einen untertitelten Filmemacher-Fokus, der jüngeren Datums ist und in sechseinhalb Minuten Produzent Jerry Bruckheimer zu Wort kommen lässt. Dazu kommt die isolierte Musikspur von Hans Zimmer, die im Audiomenü anwählbar ist. Auch diesen findet man nicht auf der bisherigen BD.

Fazit

Tage des Donners ist nach wie vor das, was er 1990 gewesen ist: Ein Guilty Pleasure. Wer über das Machoverhalten und die Hahnenkämpfe hinwegsehen kann, bekommt immerhin packende Rennsequenzen geliefert, die von der BD und UHD mit einem überraschend dynamischen Dolby-Digital-Ton begleitet werden.
Die UHD zeigt sich visuell frischer denn je. Die arg bunten Farben der alten BD wurden reduziert, die Detailtiefe und -auflösung sind wesentlich besser und die Durchzeichnung in dunklen Bereichen ebenfalls. Dass man bei der Farbauflösung etwas geschlampt hat und das Korn bisweilen etwas schwarmartig ausfällt, sind Mankos, die mal mehr und mal weniger ins Gewicht fallen. Der UHD liegt nun definitiv eine neu gemasterte Blu-ray bei, was für Käufer interessant sein könnte, die (noch) kein 4K-/UHD-Equipment haben.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD (2009): 60%
Bildqualität BD (2020): 75%
Bildqualität UHD: 75%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 85%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 90% (UHD um ca. 5 dB lauter eingepegelt)

Bonusmaterial: 30%
Film: 60%

Anbieter: Paramount Home Entertainment Germany
Land/Jahr: USA 1990
Regie: Tony Scott
Darsteller: Tom Cruise, Robert Duvall, Randy Quaid, Cary Elwes, Nicole Kidman, Michael Rooker, John C. Reilly, J.C. Quinn, Don Simpson
Tonformate BD/UHD: Dolby True HD: en // Dolby Digital 5.1: de
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit:107
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Disk-Kapazität: BD-66
Real 4K: Ja (4K DI)
High Dynamic Range: HDR10, Dolby Vision
Maximale Lichtstärke: Keine Angabe
FSK: 12

(Copyright der Cover, Szenenbilder und vergleichenden Screenshots liegt bei Anbieter: Paramount Home Entertainment Germany)

Trailer zu Tage des Donners

Days of Thunder 1990 Trailer HD | Tom Cruise | Nicole Kidman

 

13 thoughts on “Tage des Donners – Days of Thunder 4K UHD

  1. Avatar Hubert

    Hallo Timo,
    jetzt bin ich doch etwas verwirrt, denn von anderer Stelle wird geschrieben, die Blu-ray basiert ebenso auf dem neuen 4K-Scan. Diese wurde z.B in den USA im Mai auch schon einzeln veröffentlicht inkl. deutscher Tonspur. Also muss es sich hierbei doch bei beiden Medien um einen frischen Transfer handeln? Vielen Dank für die Info!
    Gruß Hubert

    • Hi Hubert.
      Und ich bin jetzt genau so verwirrt wie du.
      Aussage von Universal Deutschland war, dass nur die UHD auf dem neuen Transfer basiert. Deshalb schickte man mir zum Review nur die UHD. Ebenso wie bei Kriege der Welten.
      In den USA kommt die UHD, meine ich, ohne BD und die BD erschien einzeln vorab.
      Wenn jemand die dt UHD Besitz, bitte mal Feedback geben, ob sie auf dem neuen Transfer basiert, ich muss dann tätig werden und die UHD noch mal nachkaufen, um die evtl neue BD zu testen.

  2. Avatar Hubert Stöger

    Hi Timo,
    ja danke für die rasche Rückmeldung, es sollte sich übrigens um Paramount handeln, hier der Link zur neuen Bluray welche sogar einzeln veröffentlicht wurde: https://www.blu-ray.com/movies/Days-of-Thunder-Blu-ray/266709/

    • Es ist natürlich Paramount. Wird aber in D. von Universal vertrieben. Als Presse hat man nur noch Ansprechpartner bei Universal. Deswegen hatte ich das so geschrieben.

    • Hallo Hubert.
      Es hat sich mittlerweile rausgestellt, dass hierzulande die alte BD enthalten ist. Also keine neue BD, die auf dem 4K-Master beruht. Hatte von einem Leser ein Foto der enthaltenden BD mit 2012er Stempel bekommen. Bleibt also offenbar exklusiv für den US-Markt.

  3. Avatar Hubert

    Top Review übrigens wie sooft, obwohl ich beim Film gut und gerne 20% drauflegen würde, ist für mich ein absoluter Rennsport Klassiker!

  4. Avatar DVD Schweizer

    Hallo Timo

    Du musst die Blu Ray des UHD Sets doch noch reviewen.
    Es ist nämlich entgegen aller Angaben eine BRANDNEUE 4K Remastered Blu Ray und eben NICHT die alte Disc.
    Schrägerweise wurde die aber tatsächlich mit dem 2012er Label bedruckt ABER es ist definitiv eine brandneu gemasterte Disc.
    Ich hab das selbst getestet und hier ist ein Bildvergleich zwischen alter und neuer Scheibe:
    https://slow.pics/c/v90oFq3O

    Ergo noch mal ran an den Speck Timo 😉

    • Danke für die Info @DVD Schweizer.
      Dann werde ich mir beizeiten die UHD noch mal kaufen, um das nachzuholen. Schon bescheuert, dass da die 2012er Prägung drauf ist – mal abgesehen davon, dass Universal Deutschland nicht drüber bescheid weiß :/
      Hast nicht zufällig auch die KRIEG DER WELTEN Blu-ray überprüft?

      • Avatar DVD Schweizer

        Hi Timo
        Ne Krieg der Welten habe ich mir noch gar nicht gekauft als UHD.
        Ergo kann ich dazu nichts sagen.
        Würde mich aber nach der Nummer bei „Tage des Donners“ nicht wundern wenns dort ähnlich ist.

        Das bei „Tage des Donners“ ist jedenfalls mysteriös. Das Universal Deutschland hingegen nichts wusste ist wieder nachvollziehbarer. Die Discs werden ja in den USA gefertigt oder in England meistens. Ergo hat da wohl einfach niemand mitgeteilt das es ein neues Blu Ray Mastering gab und aus irgendwelchen komischen Gründen hat man einfach das gleiche Disc Label wie 2012 für den Druck verwendet.
        Da ich 1080p Equipment (natürlich demenstprechend auch kein HDR etc.) habe bin ich froh um die remastered Blu Ray. Denn bei der UHD muss auf meinem Equipment viel rumskaliert werden. Da vertraue ich den Studiotechnikern welche das 4K Master professionell für die FullHD Wiedergabekette umgewandelt haben weit mehr 😉
        Und die Kompression als Vorteil der UHD kommt hier auch nicht zum Zuge.

        In den USA ist die Remastered Blu Ray übrigens separat im Rahmen der „Paramount Presents“ Reihe erschienen.
        Allerdings ohne deutschen Ton auch wenn das Review bei blu-ray.com was anderes angibt.

        Gruss

        • Von der US remastered Blu-ray weiß ich wohl, weshalb es aber in der Tat ein nicht unbedeutender Schritt gewesen ist, diese noch einmal als Weltdisk mit der entsprechenden Anzahl von Sprachen zu versehen. Gut, dass Universal Deutschland davon nichts weiß, muss nicht verwundern. Ärgert mich aber. Weil man natürlich auch auf Aussagen vertrauen möchte, wenn man dann selbst welche ins Internet posaunt, die von anderen gelesen werden. Zwar kann ich in diesem Fall nichts dafür, aber wurmen tut’s mich natürlich.
          UHD ist übrigens bestellt. Das Update kommt dann übers WoEnde.

  5. Avatar René

    Moin Timo!

    Wieder mal ein sehr schöner Vergleich der beiden Scheiben. Allerdings muss ich auch mal wieder sagen,dicker Respekt dafür das Du Dich für so eine olle Kamelle noch reinkniest und das Teil noch mal nachbestellst um ein 100iges Review abzuliefern.

    Ist nicht selbstverständlich.

    Gruß René

    • Nicht dafür 😉
      Ich will ja auch selbst wissen, wie es aussieht und nicht mit einer Falschannahme auch noch etwas Inkorrektes posten.

  6. Avatar Hubert

    Nachdem ich das „Set“ selbst habe, konnte ich mir das nun selbst bestätigen, definitiv neues Master, alles andere hätte aber auch verwundert… Deswegen auch meine frühe Anfrage. Ein „olles Kamel“ finde ich bei diesem Film aber etwas unpassend;) Also wie bei „Top Gun“ ist die Blu-ray sehr empfehlenswert!

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