Terminator 2 – Tag der Abrechnung 4K UHD 3D

Blu-ray Review

Terminator 2 Tag der Entscheidung 4K UHD Blu-ray Review Cover
Studiocanal, 23.11.2017
Terminator 2 Tag der Entscheidung 3D Blu-ray Review Cover
Studiocanal, 23.11.2017

OT: Terminator 2: Judgment Day

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Zurück mit einem Knall

Terminator-Kult in 4K und/oder 3D.

Inhalt

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He is back!

L.A. 1994: Aus dem Nichts heraus tauchen zwei Roboter-Killermaschinen aus dem Jahr 2029 in der Gegenwart auf. Die eine, ein hochmodernes T-1000 Modell aus Flüssigmetall, kommt im Auftrag der Maschinen und soll den zehnjährigen John Connor beseitigen. Dessen älteres Ich wird 35 Jahre später nicht nur zum Revolutionsführer werden, sondern ist dafür verantwortlich, dass ein altmodischer T-800 umprogrammiert und zum Schutze seines jungen Selbst in die Vergangenheit entsendet wird. Während der T-800 den jungen John Connor schnell von seinen guten Absichten überzeugen kann, sieht dessen Mutter Sarah in dem äußerlich unveränderten Roboter immer noch den Killer, der sie zehn Jahre zuvor beseitigen sollte. Doch Sarah und ihr Sohn haben gar keine andere Wahl, als dem Muskelberg mit Roboter-Skelett zu vertrauen, denn der T-1000 ist in allen Belangen überlegen und tötet ohne jede Gnade. Während sie als Trio vor ihm fliehen, versuchen sie gleichzeitig, den nuklearen Holocaust zu verhindern, der 1997 (fast) alles Leben auslöschen wird. Dazu sind sie auf die Hilfe des IT-Spezialisten Dyson angewiesen, der nicht ahnen kann, was seine Forschungen an der Robotertechnik der Überbleibsel des alten T-800 für Auswirkungen haben könnte …

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Der T-800 tut sein Werk: Beschützen des jungen John Connor

Frühling 1992 in Tettnang am Bodensee: Ein angehender Radio- und Fernsehtechniker hat sich zwangsläufig wochentags in dem kleinen beschaulichen Städtchen einkaserniert und schlägt sich die Abende wahlweise vor einem Röhrenfernseher mit hundsmiserablem TV-Empfang über eine Zimmerantenne um die Ohren, oder mit kurzen Ausflügen in die Altstadt. Dort findet er Plakate über eine Art Frühlingskino, in dem jeden Abend andere Film im Untergeschoss einer Bücherei? stattfinden. Platz nehmend auf herkömmlichen Bürostühlen flimmert das Logo der Carolco Pictures über die Leinwand in einem viel zu hellen Raum, der das Restlicht nur schwach ausblenden konnte. Doch trotz dieser widrigen Umstände, trotz eines Mangels an Surround-Sound – das Filmerlebnis, das sich mit Terminator 2: Tag der Abrechnung seinerzeit anschloss, beeindruckte den 17-jährigen nachhaltig. Heute ist der Kerl fast 30 Jahre älter, schreibt diese Zeilen und erinnert sich an eine Zeit, in der das große Blockbusterkino des James Cameron sich anschickte, praktisch jeden von ihm inszenierten Film mit einer technischen Revolution zu begleiten. Dass der zweite Teil des mit Arnold Schwarzenegger ikonisch besetzten Sci-Fi-Hits ebenso spektakulär wie witzig und unterhaltsam war, soll hier zwar erwähnt werden, muss es aber eigentlich nicht. Obwohl Cameron sich vom Erzählton her meilenweit von seinem Erstling entfernte (und sich dafür schon ein paar Kritiken anhören musste), ist es heute eher Terminator 2 und nicht das Original, das die meisten im Kopf haben, wenn es um die Figur des Roboters aus der Zukunft geht.

Terminator 2 Tag der Entscheidung 4K UHD Blu-ray Review Szene 5
Die Zukunft: Maschinen kontrollieren die Menschen

Das liegt zwar sicherlich auch an den unglaublichen visuellen Effekten, die Industrial Light & Magic (ILM) damals eigens entwickelte und ebenso am Actionanteil, der bei einem Budget von 94 Mio. Dollar massiv hochgefahren wurde. Natürlich nicht zu vergessen die Arbeit von Stan Winstons Team, der die Animatronix und praktischen Modelle beisteuerte. Doch es liegt vornehmlich an der Art und Weise, wie Arnold Schwarzenegger die Figur des Terminator neu interpretierte und dabei erste Züge seiner heutigen Selbstironie offenbarte. Dazu gesellen sich Sprüche wie „I’ll be Back“ oder „Hasta la vista, Baby“, die heute zum Sprachjargon eines jeden Filmfan und sicher zu den berühmtesten Filmzitaten aller Zeiten gehören. Über die Jahre ist Terminator 2: Tag der Abrechnung immer noch aktuell geblieben und lässt sich auch heute noch anschauen, ohne dass man die Augen vor Peinlichkeit ob der Trickeffekte schließen muss. Gut, eine Atombomben-Walze kann man heute sicher eindrucksvoller gestalten, aber die fluiden Effekte der „Wunden“ des T-1000 sind auch heute noch spektakulär anzuschauen. Und weil das so ist, hat man sich auf Seiten des Regisseurs dazu entschlossen, den Film noch einmal für eine kurze Zeit und mit einer 3D-Portierung ins Kino zu bringen. Cameron, der auch 3D-Pionier ist, hatte schon bei Titanic bewiesen, dass nachträglich konvertierte Filme durchaus gutes stereoskopisches Erlebnis ohne Kopfschmerz liefern können. Und weil man gerade dabei war, hat man für die Digitalisierung vom 35mm-Material einen 4K-Scan gemacht. Das führt nun zu einer ziemlich umfassenden Heimkino-Veröffentlichung mit unterschiedlichen Disks.

Terminator 2 Tag der Entscheidung 4K UHD Blu-ray Review Szene 6
Sarah Connor ist zwar stark, aber alles schafft sie dann auch nicht alleine

Zu den unterschiedlichen Versionen und Filmfassungen:
Die remasterte Fassung von Terminator 2: Tag der Abrechnung erscheint in insgesamt drei Versionen auf Blu-ray. Zunächst einmal ist da die 4K UHD, die gleichzeitig natürlich auch die reguläre Blu-ray enthält. Des Weiteren gibt es die 3D-Fassung inklusive der regulären 2D-Blu-ray und für die ganz besonders sammelaffinen Käufer gab es die limitierte Endo-Arm-Special Edition. Diese enthält neben einer Original-Replik des Terminator-Arms die 4K-UHD, die reguläre Full-HD-Blu-ray, die 3D-Blu-ray und den Soundtrack des Films auf CD. Diese gab es exklusiv nur bei Studiocanal selbst zu kaufen. Der Endo-Arm ist es auch, der die Veröffentlichung verzögerte. Denn ursprünglich war der Output auf den 05. Oktober gesetzt. Produktionsprobleme bei der Replik verzögerten die Veröffentlichung, die nun auf dem 23. November liegt. Selbst zu diesem Zeitpunkt werden aber zunächst „nur“ die Disks ausgeliefert. Käufer der Endo-Arm-Edition müssen sich vermutlich noch bis ins nächste Jahr gedulden, bis sie zu ihren Blu-rays auch das begehrte Sammelobjekt in die Vitrine stellen können.

Terminator 2 Tag der Entscheidung 4K UHD Blu-ray Review Szene 8
Der T-1000 überlebt jede Art von konventionellem Schusswaffengebrauch

Bei den integrierten Fassungen ging man den Weg des sogenannten Seamless Branching, bei dem alle drei Versionen (Kinofassung, Special Edition und Extended Special Edition) auf einer Disk integriert sind und sich die Silberscheibe genau den Film und die etwaigen zusätzlichen Szenen rauspickt, die zur übers Menü ausgewählten Fassung gehören. Allerdings gibt es sowohl die 3D-Portierung als auch die 4K-Restaurierung ausschließlich für die Kinofassung. Wählt man auf der regulären 2D-Blu-ray (die 3D-Blu-ray enthält nur die Kinoauswertung) also eine der beiden längeren Versionen an, muss man in den entsprechenden Szenen, die der Kinoversion fehlen, mit einer geringeren Bildqualität rechnen. Das wirkt sich dann in den altbekannten eher wenig scharfen und von der Kolorierung her deutlich anders geprägten Bildern aus. Auch die 4K UHD von Terminator 2 hält nur die ursprüngliche Lichtspielhaus-Fassung parat.

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Format: Blu-ray
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Erscheinungstermin: Thu, 23 Nov 2017
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Bild- und Tonqualität BD

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Der Kampf mit dem T-1000 hinterlässt Spuren

Bevor wir zur neuen BD kommen, zunächst aber zur älteren BD, die als Vergleich herangezogen wurde – und zwar die der Skynet Special Edition.
Diese bot ein VC-1 kodiertes Bild, das die Szenen in der Zukunft zu Beginn mit leicht bläulicher Filterung liefert. Ebenso jene Momente, in denen Schwarzenegger und Patrick in der Gegenwart erscheinen. Geht es in die Bar, werden Farben wärmer und natürlicher. Allerdings wirkt schon die alte Blu-ray gefiltert und für einen analog gedrehten Film arg körnungsarm. Close-ups haben dennoch bisweilen eine angenehme Auflösung und zeigen in den Gesichtern ansprechende Details. Während der ersten Szenen in der Heilanstalt wirken Farben nicht mehr ganz so natürlich. Dezentes Magenta mischt sich hier auf den Hauttönen hinzu. Ähnliche Farbverfälschungen gibt’s auch auf den Einschüssen am T-1000 nach 28’16. Dazu ist der Kontrastumfang nicht wirklich herausragend. Das Bild wirkt durch die Bank etwas zu hell und grau-verschleiert. Schwarz ist nie richtig knackig. Dazu kommen auf hellen Hintergründen und Oberflächen immer wieder deutliche Überstrahlungen (Fenster bei 15’04).

Wenn eine Maschine das Lachen probiert, wirkt das wie ein Österreicher, der englisch zu sprechen versucht: Etwas unbeholfen

Die 2017 in der 4K-UHD-Blu-ray enthaltene BD basiert (wie die UHD-BD natürlich auch) auf dem neuen Master, das für die 3D-Fassung erstellt wurde. Wie genau das vonstatten ging, welche Einschränkungen mittlerweile bekannt sind, lest ihr im nächsten Kapitel unter Bildqualität UHD.
Für sich genommen zeigt die neuere Blu-ray zunächst einmal ein komplett anderes Grading. Und sie zeigt sich noch wesentlich stärker rauschgemindert als die alte Blu-ray. Das kann subjektiv erst einmal beeindruckend erscheinen, weil man noch die alte, helle und kontrastarme BD im Kopf hat. Doch bei näherem Hinschauen und entsprechender Reflexion sammeln sich nach und nach die zahlreichen Unzulänglichkeiten der neuen BD. Wenn man ihr Gutes möchte, dann (wie gesagt) kann man ihr satteres Schwarz, intensivere Kontraste und (bisweilen) differenziertere  Farben attestieren (Tätowierung bei 7’35).
Auf der Negativ-Seite stehen aber der viel zu weiche Look, der schon in den Explosionen und Actionszenen zu Beginn auffällt und noch schlimmer wird, sobald Helligkeit im Spiel ist und Gesichter zu sehen sind. Schon Arnolds Antlitz in der Bar wirkt, als hätte man eine dünne Schicht Wachs über das Gesicht gezogen (8’23), was auch für die anderen Darsteller gilt (Silberman bei 21’01). Zum sichtbar heftigen DNR gesellt sich dann noch eine ebenso sichtbare Nachschärfung, die das Geschehen noch mal etwas überkontrastiert(er) wirken lässt. Dass man hier einen neuen Scan vorgenommen hat, ist durchaus sichtbar. Es IST mehr Auflösung da – nicht nur sichtbar am teils erstaunlich groben Make-up. Auch Einzelheiten wie Reißverschlüsse oder Oberflächentexturen haben mehr Detailinformation – umso ärgerlicher, dass man den kompletten Filmlook getilgt hat und eine durchgängig drastische Rauschfilterung drübergelegt hat. Das mag noch nicht ganz die Ausmaße einer Predator – Hunter Edition annehmen, ist aber auch nicht allzu weit davon entfernt. Und wieder trifft es einen Arnold-Schwarzenegger-Film. Besonders schade ist das deshalb, weil einfach noch viel mehr Detailinformation möglich gewesen wäre. Das zweite große Problem der remasterten BD von 2017 sind neben dem DNR die heftig überstrahlenden hellen Flächen in zahlreichen Einstellungen. Sobald im Hintergrund helles Licht scheint, überreißen die Flächen massiv. Sarahs Haare bei 15’26 oder 70’40 bleichen beispielsweise völlig aus und punktuelle künstliche Lichtquellen verursachen ähnliche Überstrahlungen. Der geschmolzene Stahl im Finale ist fast nur noch weiß mit etwas hellgelb, wo zuvor noch Orangeanteile vorhanden waren. Während der nächtlichen Einstellungen gehen Details auf Schattenbereichen zudem verloren. Hier hat man beim Erstellen des SDR-Masters (ob Down-Convert vom UHD-BD-HDR-Master oder individuelles Master ließ sich nicht klären) die Dynamik offenbar zu sehr gespreizt, was weder den hellen, noch den dunklen Bereichen gut tut. Leben muss man überdies mit einer deutlichen Tendenz ins Orangefarbene bei den Wüstenszenen nach etwas über 70 Minuten, was die Hauttöne angeht. Hinzu kommen die zu krass orangefarben saturierten Rückverwandlungen des T-1000 im flüssigen Metall während des Finales sowie ein genereller Cyanstich, was die Himmelsfärbung betrifft. Grundsätzlich sind neutralweiße Oberflächen stets mehr im Grün/Cyan, was man so hinnehmen muss. Außerdem wirkt der Beginn des Intros so, als hätte man das komplette Geschehen in Blau getüncht. Nicht nur ist der T-800 nun blau anstatt silbrig-grau, werden auch die Lasergeschosse im Hintergrund nun blau dargestellt und nicht mehr pink (2’16). Und das ist in der Tat ein besonders seltsame Phänomen, denn in einem frühen Trailer zur 3D-Fassung sind die Laserstrahlen noch pink (Quelle).
Ärgerlicher Nebeneffekt: Die Szenen der Extended Fassungen, die per seemless branching eingefügt sind, basieren noch auf dem alten Master. Man hat also (immerhin durch eine Texttafel angekündigt) einen deutlichen Unterschied in der Optik zwischen Kinofassung und Special Edition, was schon in der ersten Szene in Pescadero sichtbar ist, in der es vom eher cyan-grünbetonten Look ins Pink-Magentafarbene wechselt (ab 16’04).

Blu-ray (2009) (9’25): (Slider ganz nach rechts): Schön erkennbar sind die unterschiedlichen Color Gradings. Das der alten Blu-ray war eher tendenziell Magenta …

Blu-ray (2017) (Slider ganz nach links): … das neue fügt eine deutliche Menge Grün/Cyan hinzu. Außerdem werden Kontrastflanken wesentlich steiler.

Blu-ray (2009) (20’59): (Slider ganz nach rechts): Was das Grading angeht, muss jeder für sich entscheiden, ob er lieber mit Schweinchenrosa-Gesichtern …

Blu-ray (2017) (Slider ganz nach links): … oder mit solchen, die einen Grüntouch haben, leben kann. Hier ist schon sichtbar, wie deutlich die Rauschminderung das durch den 4K-Scan eigentlich detailreichere Bild deutlich glattgebügelt hat. Hinzu kommen Überschärfungen, die man im laufenden Bild gut an den silbernen Haaren an den Schläfen und in den Brauen erkennen kann.

Blu-ray (2009) (66’58): (Slider ganz nach rechts): Keine Frage: Das Bild der alten BD war kontrastschwach und trüb.

Blu-ray (2017) (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist deutlich dynamischer. Aber eben auch mit einem eher cyanfarbenen Himmel.

Blu-ray (2009) (75’48): (Slider ganz nach rechts): Sarahs Antlitz in der Wüste war ebenfalls eher pinkbetont..

Blu-ray (2017) (Slider ganz nach links): Die BD von 2017 kommt hier an der Stelle dann sehr orangefarben rüber.

Blu-ray (2009) (79’53): (Slider ganz nach rechts): Die Abendrotstimmung auf dem Wohnwagen über die alte BD. Zwar kontrastarm, aber stimmungsvoll authentisch.

Blu-ray (2017) (Slider ganz nach links): Die neue Blu-ray ist zweifelsohne kontrastreicher, in den Farben variantenreicher und weniger verschleiert. Die Abendrotstimmung ist aber fast nicht mehr vorhanden.

Blu-ray (2009) (115’04): (Slider ganz nach rechts): Die bläulichen Szenen vor der Fabrikhalle wiesen über die alte BD einen deutlichen Schleier auf.

Blu-ray (2017) (Slider ganz nach links): Hier intensiviert die neue BD das Geschehen drastisch – allerdings auf Kosten der Durchzeichnung im Schwarz.

Blu-ray (2009) (116’52): (Slider ganz nach rechts): Findet sich der T-1000 durch die Hitzeeinwirkung wieder zusammen, tauchte die alte BD das in einen durchweg kupferfarbenen Look – inklusive der Hintergrundoberflächen.

Blu-ray (2017) (Slider ganz nach links): Die neue BD hält im Hintergrund nun fast nur noch blaue Farben parat und lässt das Kupfer auf dem T-1000 ins Schwarzbraun driften. Kontrastflanken sind erneut zu steil.

Blu-ray (2009) (132’16): (Slider ganz nach rechts): Die Flammen und das flüssige Hitze-Vollbad wiesen über die alte Blu-ray mehr Orangeanteile auf.

Blu-ray (2017) (Slider ganz nach links): Die neue BD lässt das Geschehen heißer wirken, reduziert die Farben aber aufs überstrahlende Gelbe.

Blu-ray (2009) (25’10): (Slider ganz nach rechts): Dass die alte Blu-ray in puncto Durchzeichnung auch nicht das Gelbe vom Ei ist, zeigt diese Szene. Auf der Wand rechts verschwinden die Farbnuancen.

Blu-ray (2017) (Slider ganz nach links): Die neue BD (obschon sie oft in den Highlights überkontrastiert) kann hier deutlich mehr Nuancen rausholen.

Blu-ray (2009) (9’55): (Slider ganz nach rechts): Dass man das Material ursprünglich in 4K neu gescannt hat, zeigt der alten, nicht gut aufgelösten BD deutlich die Grenzen auf. Weder Reißverschluss noch Lederoberfläche der Jacke sind zu erkennen.

Blu-ray (2017) (Slider ganz nach links): Trotz all ihrer cleanen Wachsoptik: Die neue Blu-ray hat deutlich mehr Detailinformation. Man ahnt, was hier möglich gewesen wäre, wenn man nicht so massiv gefiltert hätte.

Nur als kurzer Anhaltspunkt kommt hier das Bild in voller Dimension
Blu-ray (2009) (13’02): (Slider ganz nach rechts): Das Gleiche gilt für dieses Bild. Über die alte BD zeigt die Palme praktisch keine Einzelheiten. Das Holzschild wirkt nur verwaschen.

Blu-ray (2017) (Slider ganz nach links): Die neue BD lässt auf dem Schild Schrift erkennen und die Palme hat nun einzelne Palmwedel. Dass die Pflanze unterhalt vom Schild Blüten trägt, lässt überhaupt erst die neue BD erkennen (ganz unten rechts am Rand).

Auch hier das Bild noch einmal in voller Größe zum Vergleich
Alles nur Show. Unter der Haut steckt die Technologie der Zukunft

Was für das in puncto DNR vermurkste Bild gilt, gilt leider auch schon lange für den deutschen Ton. Dieser ist über die Blu-ray und UHD-BD sowie mit den älteren Blu-rays identisch – leider. Denn die bewegte Geschichte der deutschen Tonfassung für T2 ist gepflastert mit Problemen und Fehlern. Ausgehend vom deutschen Kinomix gab es nach aktuellem Kenntnisstand nie eine diskrete deutsche 5.1-Mischung, wohl aber einen sehr sauberen 2.0-Surround-Mix, der auch auf der alten DVD von Mawa/VCL zu finden ist. Eben jene DVD enthielt auch bereits einen 5.1-Upmix. Die späteren Veröffentlichungen von Kinowelt wurden dann von DD 5.1 EX und DTS 6.1 ES Matrix (beide auf der German Ultimate Edition) bis zur 7.1-DTS-HD-Master-Spur von Studiocanal immer wieder angefasst, hochgemixt und prozessiert. Welche Basis letztlich hier noch vorhanden ist, bzw. genutzt wurde, ist kaum mehr zu ergründen. Was allerdings klar ist: Über diese ganzen Verfahren hat der deutsche Ton von Terminator 2 mehr und mehr gelitten. Gerade die erste Überarbeitung für die German Ultimate Edition hat vor allem in der Lautstärke zu extrem schwankenden und teils schlecht verständlichen Dialogen geführt. Dazu gibt’s mitunter fehlende Dialoge (von Personen aus dem Off). Übrig geblieben ist bis heute eine Tonspur, die keine saubere Basis mehr hat und extrem inhomogen klingt.

Große Kaliber für große Löcher

Es mag noch recht effektvoll beginnen, wenn wir die Szenen aus der Zukunft gezeigt bekommen und die Impulswaffen auch mal direkt auf den Zuschauer feuern, doch schon Sarahs Erzählstimme ist im Vergleich zur englischen Fassung viel dünner und wenig präsent. Bei den Intro-Titeln haben allerdings beide Tonspuren (deutsch und englisch) leichte Schwierigkeiten mit kurzen Schwankungen. Während der Blitzereien bei Schwarzeneggers Erscheinen klingen die gehauchten Windgeräusche auf den Rears über die dt. Fassung dann hörbar phasenverschoben. Blitzt es dann vor Patricks Ankunft, wirkt das erneut phasenverkehrt und alles andere als harmonisch. Ebenso das Durchfahren der Pfütze bei 30’42 und der Crash des LKW in den Kanal. Nein, hier passt einfach gar nichts zusammen. Ebensowenig bei den Schüssen aus der Pumpgun nach 28 Minuten, die nur bei der englischen Version satten Tiefbass bereit halten, wo die deutsche Synchro vergleichsweise dünn tönt. Richtig schlimm wird es dann aber bei den Dialogen. Schon Schwarzeneggers erster Satz „Ich will deine Kleidung …“ tönt ziemlich dünn. Noch exemplarischer schwach ist die Verhörszene durch den Polizisten bei 39’35. Der Cop klingt, als hätte man eine Decke über das Mikrofon gelegt. Ebenfalls gar nicht schön: Das äußerst dumpf aufspielende Bad to the Bone nach 9’00. Zugunsten von etwas mehr Tiefbass hat man hier die schöne räumliche Bühne der englischen Fassung eliminiert und das Ganze enger und viel rumpeliger vertont. Feine Nuancen gehen währenddessen fast durchweg unter. Das Gleiche gilt für den Schuss aus der Schrotflinte und das Aufröhren des Motorrad-Sounds – beides reproduziert die englische Fassung ausgewogen im Hoch- und Tiefton, während die Synchro in den Dialogen und auch sonst grundweg dumpf klingt. Auch hier gibt’s wieder eine Besonderheit bei der Synchro der Special Edition, die per Seamless Branching integriert ist: Da diese scheinbar mit 25 fps aufgenommen wurden, klingen sie in 24 fps auf der Blu-ray zu tief – abgesehen von einer deutlich hörbar anderen Sounddynamik in diesen Szenen.
Die einzig sinnvolle Option (jedenfalls für die Kinofassung) wäre, hier noch einmal zurück bis zur 2.0-Surroundfassung zu gehen, die bspw. die Laserdisk enthielt. Deren Dialoge sind seit dem Kino-Release die qualitativ Besten. Würde man diese extrahieren und mit dem qualitativ hochwertigen englischen originalen CDS-Kino-5.1-Mix (bspw. von der japanischen DVD) kombinieren, wäre endlich einmal ein Fortschritt zu verzeichnen und kein permanenter Rückschritt. Die Kombination aus sauberen deutschen Dialogen und den dynamischen Geräuscheffekten der englischen Multikanalmischung – ein Traum.

Preis: 18,99 €
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Format: Blu-ray
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Bild- und Tonqualität UHD

Als könne er kein Wässerchen trüben

Auch hier die gleiche Voraberklärung wie oben (wer sie oben noch nicht gelesen hat): Der Mensch macht Fehler. Täglich. Was auch gut so ist. Denn ohne Fehler kein Lerneffekt, keine Möglichkeit der Verbesserung. Fehler werden gemacht, gefunden und korrigiert. Und dann gibt es Irrtümer. Und ab und an irrt man sich, ohne es (zunächst) zu merken. Irrtümer sind noch ärgerlicher als Fehler. Denn Fehler passieren meist unbewusst. Irrtümer basieren aber oft auf Voreingenommenheit oder Verbortheit oder Sturköpfigkeit. Die Rezension zu Terminator 2 war so ein Irrtum. In Kombination von beeindruckenden Farbkontrasten (menschlich noch nachvollziehbar), heißer Nadel (ärgerlich) und mangelhafter Vorabrecherche (sehr ärgerlich) wurde die 4K-UHD-BD von T2 an dieser Stelle im November 2017 viel zu gut bewertet. Deshalb gibt es nun die lange geplante und immer wieder verschobene Korrektur der Bewertung der neuen Blu-ray und der UHD-BD.
Das grundsätzliche Problem der 4K-UHD-Blu-ray mit HDR10 und erweitertem Farbraum im Rahmen von Rec.2020 liegt in der 3D-Fassung begründet. Denn wenn man es ketzerisch formuliert, ist die Ultra-HD-Blu-ray nur ein „Abfallprodukt“ der 3D-Fassung. Für die 3Disierung von T2 scannte man das 35-mm-Filmmaterial tatsächlich in 4K – und zwar auf einem Wetgate-Scanner, um von vornherein bereits für eine Reduktion/Kaschierung von Kratzern zu sorgen. In der darauf folgenden digitalen Restaurierung wurden dann Schmutzpartikel entfernt und noch sichtbare Kratzer „repariert“ – ein langwieriger und aufwändiger Prozess. Im Anschluss daran bekam der Film von  Skip Kimball ein neues Grading, das bei Technicolor in Hollywood anhand von Original 35-mm-Kopien als Bezugsmaterial vorgenommen wurde. Dieser Prozess wurde von Geoff Burdick überwacht – einem der Mitarbeiter von Camerons Produktionsfirma Lightstorm Entertainment (Quelle). Im Anschluss an 4K-Scan, Schmutzentfernung und Grading kam ein für 3D vielfach als notwendig erachteter Schritt – und damit das Problem der UHD-Blu-ray: Digitale Rauschreduktion. Für 3D-Konvertierungen von alten, analog gedrehten Filmen, wird oft eine Rauschfilterung vorgenommen, damit die Körnung den 3D-Effekt nicht zu einer ablenkenden Schneefallangelegenheit werden lässt. Die 3D-Konvertierung erweist sich mit vorhandener Körnung zudem als schwieriger – oder andersherum: Ohne Korn im Bild ist’s einfacher. Im Falle von Terminator 2 kamen deshalb sehr aufwändige und ausgeklügelte Verfahren zum Einsatz, um das analoge Filmkorn loszuwerden. Cameron selbst nahm die fertige Version ab. zeigte sich als Fan dieser Umsetzung und sprach davon, dass sie nun „besser aussehe als die 70mm-Blow-up-Kopien“, mit denen vereinzelte Kinos damals Vorführungen anboten. Im selben Interview (bei 1’05) berichtet Cameron auch von der Rauschminderung und nachträglichen Schärfung für die 3D-Auswertung (Quelle).

Gut vertuscht: Zwei Stuntleute ersetzen die Hauptakteure

Jetzt sollte man denken: Kein Problem, nimmt man dieses entrauschte Master halt nur für die 3D-Fassung des Films und geht für die 4K-UHD-BD sowie die neu gemasterte 2D-BD zurück zum Punkt VOR dem DNR. Einzig, man tat es ganz offensichtlich nicht. Und, schlimmer noch: Bis heute gibt es gute Argumente, dass man für die Auswertung der neuen BD und der UHD-BD nur das Master für ein Auge der 3D-Version nahm – also lediglich eine 2K-Auflösung, die für die UHD-BD hochskaliert wurde. Ein Argument für diesen Faux-pas: Die Einblendung „This 3D Version has been produced by Studiocanal“ zu Beginn des Films.
Durch den neuen Transfer an sich gibt es durchaus mehr Details, was die Rauschfilterung umso ärgerlicher werden lässt. Denn wie filmisch und noch besser aufgelöst hätte das Material aussehen können, wenn man VOR dem DNR angesetzt hätte. Gerade was die Möglichkeiten des 4K Scans und die größtenteils sehr gute Defektentfernung angeht. Denn man bekommt ja immer wieder durchaus einen Eindruck davon, wie gut das Material im Vergleich zu den alten 2K-Mastern aufgelöst ist. Zwar kann sich die UHD-BD hier nicht entscheiden von der BD absetzen, immerhin sind aber Artefaktränder seltener. Natürlich gilt aber auch für die UHD-BD, dass sie unter all dem Rauschfiltern bedeutend mehr Details liefert. Ob das Palmengewächse im Hintergrund sind, Gesichtsdetails oder der bereits oben erwähnte Reißverschluss an Arnolds Lederjacke – das Potenzial für eine famose 4K-Scheibe wäre da. Wenn man dann aber nur ein 2K-Downscale (eben das vermutete „eine Auge“ der 3D-Fassung) einsetzt, ist das ärgerlich und unverständlich, ja fast schlampig. Was das DNR angeht, so liefert die UHD-BD das gleiche Bild wie die Blu-ray. Auch hier geht es wachsig-soft zu und die ursprüngliche Analogkörnung wurde komplett getilgt. In Bewegungen schmiert das dann ebenfalls schon mal nach und manche Gesichter erstarren zu Wachsfiguren.
Immerhin liefert die Ultra-HD-Blu-ray aber das deutlich bessere, bzw. ausgewogenere Kontrastverhältnis. Gegenüber der zu steil kontrastierten (neuen) Blu-ray werden ausreißende Details vor hellen Hintergründen wieder eingefangen. Sarahs Haare bei 15’26 oder 70’40 überstrahlen nicht mehr und auch punktuelle Lichtquellen verursachen keine ausreißenden Details mehr. Dazu ist die Durchzeichnung im Schwarz besser. Allerdings sind dunkle Szenen/Bereiche wieder etwas aufgehellt, was nicht das absolut knackige Schwarz liefert. Interessanterweise ist das Grading noch mal etwas anders. So sind die über die neue BD relativ blau gefilterten Szenen bei Dunkelheit oder im Haus von Miles Dyson nun weniger blau, sondern etwas grünlicher. Während heller Tageslichtszenen erscheinen Hautfarben zudem natürlicher und weniger übersatturiert. Leider ist der reine HDR-Effekt der UHD-BD nur schwach ausgeprägt. Weder Scheinwerferlichter, noch die Blitze zu Beginn oder punktuelle Lichtquellen bieten echte HDR-Wow-Effekte. Lediglich ganz kleine Lichtreflexionen in den Augen der Protagonisten wirken schon mal etwas strahlender. Insgesamt ist die UHD-BD gegenüber der neuen BD die deutlich bessere Wahl, da sie harmonischer mit den Kontrasten umgeht und kaum zum Überkontrastieren neigt. Eine gute UHD-Blu-ray ist sie dadurch noch lange nicht. Dafür wiegt die Tatsache, dass man in Sachen nativem 4K geschlampt hat sowie das exzessive DNR zu schwer.
Kleine Ergänzung: Für die Wiederveröffentlichung 2017 hat man auch ein paar „Makel“ korrigiert. So wurden die Gesichter einiger Stuntleute noch mal verbessert (oder überhaupt) durch jene der Darsteller ersetzt und dem nackten Robert Patrick fehlt zu Beginn des Films ein kleines (vormals sichtbares) Stück seines besten Stücks.

Blu-ray (9’25): (Slider ganz nach rechts): Arnold über die neue BD: Glatt gewachst, ins Cyan tendierend und mit zu steilen Kontrasten.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD ist nach wie vor drastisch rausgefiltert, zeigt die Kontraste aber angenehmer und weniger steil.

Blu-ray (75’48): (Slider ganz nach rechts): Auch bei den Hauttönen in der Wüste ist die neue BD zu dramatisch und arg Orange.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD wirkt in den Wüstenszenen deutlich harmonischer kontrastiert und hat den natürlicheren Teint.

Blu-ray (115’04): (Slider ganz nach rechts): Die alte BD war hier zu hell, die neue BD zu steil kontrastiert und mit kaum vorhandener Durchzeichnung im Dunklen links.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD liefert in puncto Kontrastdynamik sichtbar den besten Kompromiss.

Blu-ray (115’14): (Slider ganz nach rechts): Ein weiteres Bild, knapp zehn Sekunden später.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier holt die UHD-BD den harmonischeren, nicht ganz so steilen Kontrast heraus. Gleichzeitig mit der leichten Tendenz ins Grün.

Blu-ray (116’52): (Slider ganz nach rechts): Der sich wieder zusammenfügende T-1000 noch einmal im Vergleich BD neu vs UHD-BD.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD holt (abseits vom anderen Bildausschnitt) ein wenig mehr Goldgelb zurück und wirkt in den Kontrastübergängen nicht so harsch.

Blu-ray (25’10): (Slider ganz nach rechts): Das gleiche Bild vom vorherigen Kapitel noch einmal zwischen neuer BD und der UHD-BD.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD holt mit der etwas dunkleren Abstimmungen noch mal etwas mehr Durchzeichnung auf der Wand heraus.

Blu-ray (81’51): (Slider ganz nach rechts): Während der nächtlichen Szenen in Miles‘ Haus ist gut zu erkennen, dass die BD sehr bläulich erscheint.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Auch hier zeigt sich die UHD-BD eher ins Grün tendierend und überstrahlt erneut auf den hellen Flächen weniger.

Blu-ray (79’53): (Slider ganz nach rechts): Noch einmal ein Detail (siehe Wohnwagen im Kapitel Bildqualität BD) zum Vergleich der Auflösung zwischen BD und UHD-BD.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-BD kann aufgrund des gleichen 2K-Upscales nicht besser auflösen, wirkt aber an den Kanten stimmiger belichtet und nicht so überkontrastiert.

Blu-ray (15’27): (Slider ganz nach rechts): INFO: Hier wurde die Belichtung des Screenshots AUSSCHLIESSLICH auf den hellen Hintergrund mit den Haaren davor gelegt. Das Gesicht selbst ist nicht korrekt belichtet und sieht im laufenden Film nicht so abgesoffen aus!
Die neue BD lässt Haare und Details im Fenster völlig überstrahlen. Erkennbar ist da praktisch kein Detail mehr.

UHD HDR10 (Slider ganz nach links): Die UHD-Blu-ray holt die Durchzeichnung wieder zurück und ist in solchen und ähnlichen Szenen um Längen besser als die neue Blu-ray

Beim Sound gibt’s kein Update gegenüber der Blu-ray. Sowohl die englische als auch die deutsche Tonspur kommen mit den identischen Kodierungen, die auch auf der Blu-ray zu finden sind.

3D-Effekt

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Da war er noch jung und knackig – heute ist er nur noch knackig: Arnold Schwarzenegger

James Cameron war es, der mit Avatar das „neue“ 3D salonfähig machte und – zumindest in den Kinos – für einen nachhaltigen Trend sorgte. Nicht jeder 3D-Film ist sein Geld wert, nicht jede Story funktioniert in dreidimensionaler Optik, aber Cameron weiß als einer der wenigen Filmregisseure, wie er die Technik auch bei einer Konvertierung einsetzen muss. So ist sein Titanic bis heute einer der am besten nachträglich ins 3D konvertierte Filme überhaupt. Für Terminator 2 arbeitete er erneut mit der Firma Stereo D zusammen, die schon Titanic in 3D realisierte und auch für hervorragende Umsetzungen wie Jurassic Park 3D verantwortlich zeichnete. Dass sie ihr Handwerk verstehen, zeigen sie auch hier. Klar, der zweite Terminator mag noch nicht auf 3D ausgelegt und konzipiert worden sein, weshalb echte Pop-Out-Effekte eher Mangelware sind, aber die 3D-Tiefenstaffelung gelang wirklich hervorragend. Schon das Autofriedhof/Schrottplatz/Schlachtfeld-Szenario profitiert durch eine sehr greifbare Räumlichkeit. Kaputte Fahrzeuge bekommen eine erstaunliche Tiefe und die zahlreichen feinen Linien von Spielgerüsten werden selbst in den Schwenks so klar wiedergegeben, dass keine Details verloren gehen. Und wenn Connor dann neben dem MG steht und die Kamera langsam auf ihn zufährt, darf das Geschütz sogar mal kurz komplett aus der Bildfläche herausschauen 3’50. Das ist ungefähr der Pop-Out-Effekt, den man hier bekommt. Ebenfalls hübsch anzuschauen sind die Anzeigen, die der T-800 durch seine elektronischen Augen bekommt und die wie ein „frühzeitliches“ HUD im Vordergrund abgebildet werden, während die Köpfe der Rocker in der Bar sehr plastisch herausgeschält werden. Das ist alles in allem besser als man hätte erwarten dürfen. Natürlich geht während der schnellen Actionszenen schon mal etwas die Bildruhe verloren, was aber ein generelles 3D-Problem ist und auch der bekannte Verkleinerungseffekt tritt ein, wenn Objekte eher aus Halbtotalen fotografiert werden oder zwischen mittlerer und hinterer Bildtiefe sitzen. So wirkt Arnolds Sprung in den Kanal mit seiner Harley schon ein bisschen so, als handele es sich um ein Miniatur-Motorrad. Doch das kann man der Konvertierung nicht ankreiden, weil’s eben einfach ein Phänomen bei 3D-Wiedergabe ist. Umso cooler hält der T-800 kurz darauf die Schrotflinte in Richtung des Zuschauers. Hier möchte man sie fast am Lauf fassen und ihm aus den Händen ziehen (34’32). Ebenfalls nett schaut’s aus, wenn der T-1000 durch die Gitterstäbe der Psychiatrie hindurchwabert. Gerade die diagonale Position der Gitter lässt einen schönen Tiefeneffekt zu (57’20). Und wenn im Finale bei gefühlt 10.000° C das Antlitz des Flüssigmetal-Roboters noch etwas zuckt und seine Form verändert, hat man dies ebenfalls plastisch gestaltet (127’40). Ganz grundsätzlich gesprochen hat man aus dem vorhandenen Material auch in der 3D-Fassung das Bestmögliche rausgeholt – hätte man dieses Master doch nur ALLEINE für die 3D-Auswertung genutzt.

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Bonusmaterial

Terminator 2 Tag der Entscheidung 4K UHD Blu-ray Review Szene 7
Selbst Sarah wird lernen müssen, dem Terminator zu vertrauen

Das Bonusmaterial von Terminator 2: Tag der Abrechnung liegt jeweils stets auf den ebenfalls enthaltenen Blu-rays vor – egal, ob es die 4K UHD (inkl. Blu-ray) oder die 3D BD (inkl. 2D BD) ist. Enthalten sind neben den drei Schnittfassungen zwei Audiokommentare. Einer davon wurde mit gleich 23! Mitgliedern von Cast und Crew eingesprochen, der zweite wird von Cameron und seinem Drehbuchautor William Wisher bestritten. Dazu gesellen sich bekannte Featurettes wie das Making-of der 2003er Edition, zwei entfernte Szenen, die in keiner der Schnittfassungen enthalten sind und wahlweise mit einem Audiokommentar anwählbar sind. Das extra für diese Edition realisierte „Reprogramming the Terminator“ läuft gut 54 Minuten und lässt Cameron und seine Crew retrospektiv auf den Film blicken. Exklusive Interviews mit Arnold Schwarzenegger oder Edward Furlong werden integriert und sorgen für ein fast schon melancholisches Gefühl. Warum gerade dieses neu produzierte Feature nur in 720p vorliegt, bleibt wohl ein Rätsel. Sollte man sich den Film selbst noch mal vornehmen, um ihm eine „echte“ 4K-Fassung ohne DNR zu spendieren, könnte man hier direkt ebenfalls nachbessern und sie (falls vorhanden) in 1080p abliefern – idealerweise inklusive des oben verlinkten Trailers in 1080p.

Fazit

Terminator 2: Tag der Abrechnung liefert in der 3D-Fassung erstaunlich ab. Zur Hilfe kommt ihm hier die neue 4K-Abtastung (selbst wenn diese nicht nativ in die 3D-Fassung einfließt) sowie die Rauschfilterung, die das Bild ablenkungsfrei in 3D ermöglicht.
Dass man dieses rauschbefreite 2K-Master allerdings auch für die neue BD und vor allem die UHD-BD genutzt hat, ist unverständlich und ein dicker Lapsus – vor allem, weil die 3D-Fassung von Titanic NICHT über die Maßen rauschgefiltert wurde (die 2D-BD sogar nahezu perfekt aussieht) und damit die Frage im Raum steht, warum man das bei T2 gemacht hat. Was man hier an Potenzial verschenkt hat, wenn man die beiden 2D-Fassungen VOR dem DNR abgegriffen und ausgehend vom 4K-Scan gemastert hätte (Filmkorn inklusive), ist eklatant. Darüber täuschen auch die auf der UHD-BD harmonischen und intensivierten Kontraste, sowie die teils! besseren Farben nicht hinweg. Die Blu-ray fällt qualitativ sogar noch weiter ab, weil sie auf den hellen Bereichen massiv ausreißt und dunkle Bildinhalte/Oberflächen absaufen lässt. Hinzu kommt der deutsche Ton, der in Dialogen furchtbar dünn, teils fehlerhaft und in den Surroundeffekten mitunter massiv phasenverschoben ist. Hier ist es schon lange an der Zeit, eine neue Abmischung zu liefern.
Dass ich die BD/UHD-BD damals gut bewertet habe, ist aber fast genauso peinlich wie die eigentlich Veröffentlichung der Scheibe an sich – hiermit jedoch korrigiert. Man kann nur hoffen, dass Studiocanal sich auch eines Tages besinnt, den Fehler einsieht und das Ganze noch mal neu angeht – am besten inklusive einem frischen Remaster der Special Edition. Hoffentlich spielt ein Herr Cameron dann jedoch ebenfalls mit, dem dieser Look ja offenbar zu gefallen scheint.
Ein guter Anlass dafür wäre das 30. Jubiläum des Films in diesem Jahr – vielleicht mit den Special-Edition-Szenen, die man bis dahin evtl. auch noch mal frisch in 4K gescannt haben könnte, als Basis einer wunderschönen 4-Disk-Edition mit 2D-BD, 4K UHD-BD (natürlich ohne DNR und Farbfehler) sowie der 3D-BD und einer Extra-Bonus-BD mit den neuen Featurettes und Trailern in 1080p – man wird ja noch träumen dürfen.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität BD 2009: 65%
Bildqualität BD 2017: 50%

Bildqualität UHD 2017: 60%

Tonqualität BD/UHD (dt. Fassung): 55%
Tonqualität BD/UHD (Originalversion): 80%

Bonusmaterial: 70%
Film: 80%
3D-Effekt: 80%

Anbieter: Studiocanal
Land/Jahr: USA 1991
Regie: James Cameron
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Edward Furlong, Robert Patrick, Joe Morton, Xander Berkeley, Earl Boen
Tonformate BD/UHD: dts-HD-Master 7.1: de // dts-HD-Master 5.1: en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 137/154/156
Codec BD: AVC
Codec UHD: HEVC
Real 4K: Nein (mutmaßlich 2K-Master der 3D-Auswertung)
High Dynamic Range: HDR10′
Maximale Lichtstärke: keine Angabe
FSK: 12

Trailer zu Terminator 2: Tag der Abrechnung

Terminator 2: Judgment Day 3D Trailers 1-2 | 4K Restoration

22 thoughts on “Terminator 2 – Tag der Abrechnung 4K UHD 3D

  1. Markus

    Ich bin etwas verwundert über die Tatsache, dass Sie die UHD als heller gegenüber der BR bezeichnen. Ich hatte die Discs heute in der Post und hab erst die neue BR angeschaut und war schlicht begeistert von der qualitativen Steigerung., Zum Vergleich kam dann die alte aus 2009 in den Player, welche dabei echt alt aussah. Jetzt dachte ich, die 4K-Disc würde dank HDR noch einen draufsetzen, aber weit gefehlt. Dem deutlich zu dunklen Bild (vermutlich ein Mastering-Fehler) fehlt es an Brillianz, sodass nur wenige Szenen wirklich knackig wirken. Die BR überstrahlt vielleicht im direkten Vergleich einen Tick, dafür wirkt der Film in Gänze plastischer und knackiger, was nicht zuletzt dem sehr guten Schwarzwert zu verdanken ist. Auffällig ist dabei, dass im Vorspann Untertitel richtig weiss wirken, Einblendungen von Namen dagegen eher hellgrau, was – wie nachzulesen ist – wohl auf ein Luminanz-Problem im Quell-Code zurück zu führen sein könnte… Vielleicht gibt es aber schon unterschiedliche Chargen, die den möglichen Fehler bereits behoben haben.

    • Hallo Markus.
      Die Verwunderung war gestern ganz auf meiner Seite.
      Der Fehler liegt bei mir. Und ich habe natürlich keine neue Charge ohne den vermeindlichen Fehler.
      Screenshots und Beschreibung sind nun korrekt gesetzt. Besten Dank für den Hinweis, der mich meine Screenshots und die Disks noch mal hat überprüfen lassen.
      Ergebnis ist definitiv genau anders herum: Die UHD ist dunkler, die BD heller.

  2. Maximilian Opelt

    Bei den Rezensionen bei Amazon herrscht einhellig die Meinung, dass der Ton (die deutsche Tonspur) im Gesamtbild dumpf und schlecht (wie die unremastered Version) sein soll, wovon ich in diesem Review aber kaum was mitbekomme. Stimmt dies?

    • Hi Maximilian.
      Also wenn du dir meine Zeilen oben durchliest, dann ist da schon relativ gut rauslesbar, dass die Tonspuren mit heutigen Abmischungen nicht mithalten können. Ich schreibe ja vom „Mangel an Dynamik“, „krachledernen Effekten“ und „dünnen Synchronstimmen“. Das sind schon alles relevante Kritikpunkte. „Schlecht“ ist der Sound deshalb für einen 25 Jahre alten Film noch nicht, aber eben nicht mit aktuellen Abmischungen vergleichbar. Im Internet herrscht allerdings stets eine sehr schnelle Verurteilung vor, weil es offenbar „cool“ ist, alles zu flamen, was einem nicht passt.
      Die 70% Tonbewertung, die ich am Ende gebe, sind für einen Actionfilm schon eine kleine Watsche, bleiben aber noch realistisch, ohne in den Kanon der Alles-Hasser einzustimmen.

  3. Klaus

    Mal ehrlich: Sieht das nach echtem 4K aus? https://caps-a-holic.com/c.php?go=1&a=0&d1=11905&d2=11116&s1=117382&s2=109106&i=5&l=0 😉
    Mittlerweile ist doch eigentlich bekannt, daß StudioCanal hier nur das 3D-Master in 2K für alle Disks (UHD-BD, BD, 3D-BD) verwendet hat.

    Für echtes 4K, das nicht so heftig mit DNR bearbeitet wurde, gibt es leider nur eine Möglichkeit: Den US-iTunes-Store.

    • Dass bei T2 nur wenig nach echtem 4K aussieht, steht außer Frage. Die Disk würde ich heute auch wesentlich strenger/anders bewerten als ich es damals tat.
      Es gibt die Vermutungen, dass man sich hier das 3D-Master und damit ein 2K-Master geschnappt hat, die kenne ich auch. Und die werden in den einschlägigen Foren ja auch oft genug geäußert.
      Es ist nur für mich etwas unseriös dies dann als Fakt darzustellen, wenn es sich eben „nur“ um (wenn auch nachvollziehbare) Mutmaßungen handelt. Zumal ich mich ungerne an teils sehr emotionalisierendem Bashing beteiligen möchte.
      Im Falle von T2 wird’s aber irgendwann mal ein Update des Reviews geben, in das dann einfach die Erfahrungswerte der letzten Jahre einfließen werden.

      • Klaus

        Immerhin hat die UHD-BD (!) ja den 3D-Hinweis zu Beginn. Das lässt mich schon aufhorchen.

      • Alex

        Timo, wenn du das Review erweiterst (updatest), ein Tipp zur Begutachtung: Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass für die 4K-Version das bereits für 3D konvertierte Bild für das linke Auge benutzt wurde. Ich sehe das bereits anhand der zweiten Anfangssequenz in der dystopischen Zukunft, wenn die Kamera erst in die entsättigte Einöde überblendet und dann entlang der Auto-Wracks und Gerippe fährt, wie hier die Kanten an Autos sehr unsauber, milchig, teils ausgefranzt sind, zu dem es nunmal bei nachträglich in 3D konvertiertem Material führt. Das sieht sehr deutlich nach demselben Master aus, wie der des 3D und sogar nach dem des nachträglich konvertierten Bildes.

        • Hi Alex.
          Danke für deinen Kommentar, der mir mal wieder deutlich macht, wie dringend ich das Review überarbeiten muss.
          Du hast durchaus Recht und die Vermutung, dass die 3D-Konvertierung als Basis der UHD herangezogen wurde, geistert schon lange durchs Netz.
          Ich werde versuchen, alsbald das Review zu überarbeiten.

  4. 66 Orcs

    Nicht nur das , selbst die Untertitel auf deutsch fehlen stellenweise – Schlussscene im Stahlwerk wo Arnie kurz vor der „versenkung“ steht , kann man nichts mitlesen – zumindest in meiner „Terminator 2“ UHD Blu-ray Version auf UP970.

  5. Alex

    Er hat es geschafft! 😉
    Danke für das Update, Timo!
    Nun, träumen darf man noch, gewiss. Ich habe jedoch wenig Hoffnung, dass eine als UHD bereits erschienenen VÖ nochmals veröffentlicht wird, bei welcher man sich als Begründung nunmal eingestehen und dafür werben müsste, einen Fehler gemacht zu haben. Anders als bei korrigierten Austausch-Aktionen.
    Dasselbe würde ich mir jedoch auch für zum Beispiel „Oblivion“ wünschen. Aber ist das schon jemals passiert? Dass eine UHD nochmals veröffentlicht wurde?

  6. dc_coder_84

    Ich wollte meinem Bruder mal meine tollen Videoprozessoren zeigen in Kombination mit meiner Playstation 2. Die Videoprozessoren wandeln das analoge Videosignal in ein digitales HDMI Signal. Das klingt vielleicht banal aber wenn man ein gutes Bild haben will ist das alles andere als trivial. Außerdem muss die Berechnung ja auch zackig gehen und darf nur wenige Millisekunden dauern. Die Videoprozessoren sind hintereinander geschaltet, ein OSSC und ein Extron DSC 301 HD. Vorgeführt habe das Spiel Tourist Trophy bei dem ich progressive scan über die Homebrew Software GSM Selector erzwungen habe. Wie sich ein paar Monate später herausstellte lief das Spiel somit leider nur in halber Auflösung und war also ein schlechtes Beispiel um meinem Bruder meine teuren Videoprozessoren vorzustellen. Obwohl ich mich bereits eine ganze Weile mit Videoprozessoren beschäftigte war ich halt immer noch etwas grün hinter den Ohren. Doch wie sie bereits geschrieben haben, aus Fehlern lernt man. Danke für das Terminator Review. Wir machen alle mal Fehler.

    • Schöne Geschichte zu dem Thema. Und man sieht, dass man manchmal vielleicht vorschnell von etwas überzeugt ist und sich dann selbst reflektieren muss. Danke fürs Teilen der Geschichte mit der PS2 und dem Videoprocessing 🙂

  7. Andreas St

    Hallo Timo,

    danke für die Korrektur oder sollte ich neudeutsch Update schreiben?

    Egal.

    Ich habe damals von DVD auf UHD gewechselt und war/bin begeistert. Ja, die Fehler habe ich damals teilweise schon gesehen aber was für eine Verbesserung zur DVD… OK, ist ja auch nicht schwer.

    Das es jemals eine korrigierte Neuauflage gibt, bezweifle ich. Wir (das wir unterstelle ich jetzt Mal) warten ja alle immer noch auf The Abyss und True Lies in HD. Von 4K will ich da gar nicht träumen. Ich bete auch, das der deutsche Ton von diesen Filmen einfach so genommen wird (Tonhöhe angepasst) und nicht verschlimmbessert wird.

    Mal eine Frage an dich, Timo. Kannst Du eigentlich Filme einfach so gucken, ohne durch die Bild- und Tondefizite abgelenkt zu werden? Kannst Du in den Film eintauchen?

    Grüße

    Andreas

    • Hi Andreas.
      Im Falle von ABYSS und TRUE LIES vermute ich, wenn sie kommen, direkt 4K- UND Full-HD-Scheiben. Im Falle von ABYSS weiß man ja zumindest, dass man an einem 4K-Remaster sitzt. Bei TRUE LIEST weiß ich es allerdings nicht.
      Eintauchen kann ich noch. Ich mache mir zwar Notizen während des Schauens, aber wenn der Film packt, dann packt er. Ist zuletzt allerdings nicht mehr sehr oft passiert. Da ist dann auch viel Durchschnitt dabei gewesen. Unterhaltsam ja, aber nicht herausragend.
      Wenn mir ein Film im Vorfeld sehr wichtig ist, nehme ich einen großen Teil der Bildbewertung auch schon im Vorfeld wahr. Ich lasse ihn dann ohne Ton laufen und versuche, mich rein auf die Technik, nicht auf den Inhalt zu konzentrieren. Das geht weitgehend, ohne dass ich mich unbeabsichtig spoilere. In groben Zügen sind dann die Eckpunkte der Bildbetrachtung schon mal gelegt, sodass ich dann während des eigentlichen Filmschauens nicht mehr ganz so angespannt bin und mich mehr auf den Film konzentrieren kann, ohne ständig aufs Bild zu achten. Im Nachgang erfolgt dann noch mal eine zweite Betrachtung, die sich dann komplett aufs Bild bezieht, wo mir der Inhalt dann nicht mehr gespoilert werden kann. Bisschen kompliziert, das Ganze. Aber es geht.

  8. Moin Timo,

    vielen Dank für das Review zum Review quasi 😉

    Das mit der deutschen Tonspur ist mir so noch gar nicht aufgefallen, weil ich immer alles im Original schaue.

    Zur 3D Umsetzung kann ich nur sagen, dass ich komplett deiner Meinung bin.
    Ich hatte zuerst die Möglichkeit mir die nachträgliche 3D Konvertierung mehrmals im Home Cinema anzugucken und dann Mitte Oktober 2019 nochmal bei uns im Cineplex auf der grossen Leinwand.
    Beides sah und sieht grossartig aus finde ich, vorallem die Tiefenwirkung.
    Gleiches gilt für die von dir erwähnte nachträgliche 3D Konvertierung bei Jurassic Park und Titanic (Guardians of the Galaxy z.B. hat auch Referenz Niveau).
    Es gibt ja auch richtig schlechte nachträgliche 3D Konvertierungen, zum Beispiel die von Running Scared oder Sleepless Night (Nuit Blanche). Falls du letzteren Film nicht kennen solltest, ein echter Geheimtipp in 2D aus Frankreich und so viel besser, als das absolut schlechte US Remake mit Jamie Foxx aus 2017.

    Ich bin gespannt, ob wirklich zum 30sten Jubiläum nochmal was Neues in Sachen T2 erscheint.

    Greetz,
    Basti

  9. ondy

    Das mit der Laserdisc 2.0 Stereo Fassung und der Japan DVD in DTS 5.1 1536 kbs hätte ich gerne früher gewusst 😀 damn hab so gut wie alle meine alten Laserdisc abgegeben. ich ärger mich schon über die Laserdics Box von Alien.

    kein Plan ob man das hier fragen darf, wer die Deutsche Laserdisc und die Japan DVD hat, könnte mir sie vielleicht mal ausleihen …?

    falls nicht erwünscht bitte löschen lieber Timo

    • Ich hab deine Anfrage mal angepasst. In der jetzigen Form habe ich keinen Schmerz damit 😉

  10. Fuhrmann, Hans-Ulrich

    Hallo Herr Wolters,
    da ich seit einiger Zeit auch einen 4K-TV habe (selbigen Panasonic 55FZW954 😉 gehe ich daran, nach und nach die für mich wichtigen Filme als UHD – so erhältlich und wenn es zumindest einen bildtechnischen Vorteil gibt – anzuschaffen. So wollte ich demnächst auch „Terminator 2“ die Ehre geben.
    Gottseidank habe ich vorgestern Ihre Rezension gelesen.
    Und mich gleichzeitig geärgert, daß ich die 2009er Bluray weggegeben und mir die 2017er Version gekauft habe.
    That’s Life…
    Trotzdem bleibe ich weiterhin auf Ihre Besprechungen neugierig.
    Viele Grüße aus Nordfriesland<<<

    • Hallo Herr Fuhrmann.
      Schön, von ihnen zu hören. Und Glückwunsch zum FZW954 – schönes Gerät 😉
      Es tut mir natürlich leid, dass ich die Vorfreude auf T2 jetzt etwas gedämpft habe. Aber es gibt ja noch eine Menge wirklich guter 4K-Scheiben 🙂
      Besten Gruß in den Norden.

  11. vodkamartini

    Das ist witzig, vor ein paar Monaten hatte ich eine Runde da, um wieder mal T2 zu schauen und habe natürlich zur Feier des Tages die UHD präsentiert. Keiner war so richtig angetan und mir kam es auch irgendwie so vor, als wäre meine letzte BluRay-Sichtung bildtechnisch besser gewesen. Hatte schon an mir gezweifelt, ob die Einstellungen des Players nicht passen. 🙂 Danke für die Überarbeitung des Reviews.

  12. Thorsten

    Die 5.1/7.1-Mixe sind keine Upmixe, sondern diskret.
    Auf die Dialoge bezogen ist der beste, mir bekannte, Ton auf den VHS-Kassetten enthalten, in Dolby Surround.
    Weil komplett ungefiltert, klar und deutlich.
    Auf der BD von 2010 ist auch ein Dolby Surround-Mix drauf, aber die Dialoge sind dumpf und viel zu leise.
    Warum lassen die den Ton nicht so, wie er ist?

    Ich besitze die VHS von 1992, die BD von 2010 und die BD/UHD von 2017.

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