The Adam Project [Netflix]

Netflix Review

Netflix, 11.03.2022

OT: The Adam Project

 


Die Zukunft holt dich ein

Ryan Reynolds macht’s noch mal für Netflix.

Inhalt

Bin das wirklich ich?   Netflix © 2021

Das Jahr 2022: Adam Reed ist gerade 12 Jahre alt und hat vor einem Jahr seinen Vater verloren. Während ihn das noch immer mitnimmt, bekommt er Schwierigkeiten in der Schule, verheddert sich dort öfter mal in Prügeleien und bereitet seiner Mutter deshalb die eine oder andere Sorge.
Das Jahr 2050: Adam Reed ist 40 Jahre alt. Zeitreisen stecken zwar noch in den Kinderschuhen, sind aber möglich und er versucht gerade, ins Jahr 2018 zurückzukehren. Sein Raumschiff ist beschädigt und er selbst verletzt. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass das Wurmloch ihn nicht nach 2018, sondern ins Jahr 2022 wirft. Und dort ausgerechnet in den Vorgarten seiner Mutter und seines jüngeren Ichs. Dem begegnet er selbstredend augenblicklich und ohne große Umschweife erkennt der junge Adam, dass er sich selbst gegenüber steht. Die beiden Adams tun sich von dem Moment an zusammen, um gemeinsam ins Jahr 2018 zu reisen. Dort treffen sie nicht nur auf den in drei Jahren verstebenden Vater, sondern wollen verhindern, dass Adams spätere Frau in der Zukunft aufhört zu existieren. Was auf ihrem Zeit-Trip etwas hinderlich ist: Die Adams können sich erst einmal nicht wirklich ausstehen und sehen sich mit ihrem gemeinsamen Verlust konfrontiert …

Einer der beiden Adams staunt nicht schlecht    Netflix © 2022

Was kann schon schief gehen, wenn erneut der Regisseur mit dem Hauptdarsteller und Produzenten des letztjährigen Feel-Good-SciFi-Movies zusammen kommt? Was Shawn Levy und Ryan Reynolds mit Free Guy 2021 erreicht hatten, konnte man in Zeiten von Covid-19 und einem eklatanten Mangel an neuen Ideen im Kino kaum mehr loben. Auch wenn die SciFi-Komödie, die dem Weg eines (zunächst) ahnungslosen NPC-Charakters folgt, an sich ein paar bekannte Motive verarbeitete, war sie doch eine der wenigen Filme, die nicht auf einem Sequel oder einem ansonsten bekannten Franchise beruhte. Für The Adam Project taten Levy (Nachts im Museum) und Reynolds sich u.a. mit dem ursprünglichen Autor T.S. Nowlin und Mark Levin (Wimbledon) zusammen und realisierten exklusiv für Netflix, was im Prinzip schon seit 2012 in den Schubladen lag. Eigentlich sollte Tom Cruise seinerzeit die Hauptrolle übernehmen, was dann allerdings in zahlreichen Produktionsschwierigkeiten gipfelte, bevor der Streaming-Anbieter die Veröffentlichungsrechte von Paramount erwarb.

Adam weiß, warum er Laura geheiratet hat   Netflix © 2021

Jetzt habe ich schon des Öfteren betont, dass ich ein Reynolds-Fan bin, gleichzeitig aber gut verstehen kann, wenn vielen Filmliebhabern dessen Omnipräsenz in den letzten Jahren etwas auf den Keks gegangen ist. Dass er vor Kurzem verkündete, sich mal für eine Weile aus dem Hollywood-Business zurückzuziehen (und sich um seine Familie zu kümmern), mag deshalb für einige eine Erleichterung sein. Fürs Filmgeschäft ist es dennoch schade, wenn man bedenkt, dass die letzten Filme mit ihm fast durchweg sehr unterhaltsam und qualitativ hochwertig waren. Und das trifft auch auf Adam Project zu. Vielleicht ist es sogar der beste seiner Filme seit Deadpool. Denn Shawn Levys SciFi-Coming-of-Age-Komödie liefert sowohl in seinem Buddy-Movie-Motiv ab als auch auf der emotionalen Ebene. Dabei erinnert er an die guten 80er-Jahre-Amblin-Film wie Die Goonies oder Zurück in die Zukunft – und das stets im besten Nostalgie versprühenden Sinne. Levy und seine beiden Hauptdarsteller schaffen es immer wieder, den Zuschauer zu berühren und gleichzeitig für unglaublich viel Humor zu sorgen. Das fängt bei Reynolds und dessen erstem Spruch im Raumschiff an und geht bisweilen köstlich über die Frotzeleien zwischen den beiden unterschiedlichen Adams weiter. Wenn das ältere Ich zu seinem jüngeren Abbild sagt, er habe ein ziemliches „Backpfeifengesicht“, ist das dieser typische reynold’sche Humor, den man entweder liebt oder hasst. Dass die Beziehung zwischen beiden erst einmal alles andere als harmonisch verläuft, ist dabei nicht mal weit hergeholt. Wer sich mal ernsthaft selbst reflektiert, wird vermutlich schnell zum Schluss kommen, dass es gar nicht so „ohne“ ist, seinem 30 Jahre jüngeren Ich zu begegnen – und anders herum. Zweifelhaft, ob man die jeweilige andersaltrige Version von sich mögen würde. Wenn beide dann auf ihren verstorbenen Vater (Mark Ruffalo) treffen, sorgt das für echte Rührung und nicht nur eine Träne im Knopfloch.

Nein, das ist kein Lichtschwert – oder doch?   Netflix © 2021

Dass das hervorragend funktioniert und emotional bewegt, liegt nicht nur an Reynolds, der genau das macht, was er am besten kann, sondern vor allem auch am Schauspieldebütant Walker Scobell. Nicht nur, dass es unglaublich ist, wie der junge Darsteller die Bewegungen, Gestik und Mimik von Reynolds adaptiert (Essens-Szene bei 33’20), sondern wie sehr sein Schauspiel tatsächlich bewegt und amüsiert. Schon seine coole Reaktion auf den Schulschläger ist sensationell und wenn er dem älteren Adam ein ums andere Mal schlagfertige Sprüche zurück drückt, ist das ebenso witzig (bspw. wenn er Reynolds auf mangelndes Beintraining hinweist – die Hobby-Pumper unter uns werden es verstehen), wie es in den wahrhaftig persönlichen Momenten bewegt. Klar, dass hier der Pathos bisweilen bemüht wird. Aber was soll’s, wenn’s funktioniert und berührt. Und Apropos berühren: Wenn in dieser einen Szene Ellie auf den älteren Adam trifft und sich beide über Verluste unterhalten, sollte man die Taschentücher nicht allzu weit weg liegen haben.  So sehr wie die Themen Verlust, Vergebung und fehlende Nähe des Vaters thematisiert werden, so werden sie von unterhaltsamen Actionszenen unterbrochen, die klasse inszeniert sind und lustvoll aus der Filmhistorie zitieren – Star Wars, Mr. und Mrs. Smith und Terminator sind da nur ein paar der Vorlagen, derer man sich bedient. Und wenn sich Mark Ruffalo und Ryan Reynolds – also quasi Deadpool und Hulk – prügeln wie die Anfänger, ist das ein echter Brüller.
Leider erneut eine visuelle Katastrophe: Die digitale Verjüngung eines Schauspielers. In diesem Fall trifft’s Catherine Keener. Bitte, liebe Filmemacher: Besetzt andere Darsteller, wenn es um jüngere Ausgaben desselben Charakters geht und lasst diese VFX-Mätzchen, die aussehen wie eine Computerspielfigur vor zehn Jahren.

Bild- und Tonqualität

Bewegende Momente gibt’s auch  Netflix © 2022

The Adam Project wurde als offizieller Netflix-Film in 4K gemastert und wird über den Streaminganbieter auch in 4K Dolby Vision ausgestrahlt. Welche Kameras zum Einsatz kamen, war zunächst leider auch mit intensiver Recherche nicht herauszufinden. Leichter hingegen ist die Beurteilung. Denn das Bild ist klasse. Absolut ruhig und rauscharm (von Himmelsaufnahmen mal abgesehen) zeigen sich die Einstellungen – unabhängig davon, ob in hellem Tageslicht oder in etwas düsteren Szenen gedreht wurde. Die VFX setzen sich zwar teilweise etwas ab, was aber nicht der Bild-, sondern eher der Rendering-Qualität anzulasten ist. Farben sind durchweg etwas wärmer gehalten, was den Innenräumen einen angenehm bräunlichen Look gibt, während es bei Außenszenen schon mal eine leichte Herbststimmung aufkommt. Die eher technischen Szenen, in denen Action dominiert, sind etwas kühler, was gut zu funkensprühenden Explosionen und Energiekernen passt. Eine ganz leichte Tendenz zum Grün ist auf dunkleren Oberflächen erkennbar, was man bspw. an Reynolds Bart bisweilen erkennen kann. Die Bilddynamik ist stets sehr angenehm und lässt gute Schwarzwerte ebenso zu wie eine hervorragende Durchzeichnung und tolle Farbkontraste – beispielsweise, wenn die beiden Adams in der Dunkelheit des Waldes vom blau strahlenden Licht des Shuttles angeleuchtet werden. Auflösung und Schärfe gelingen gut, wissen vor allem in den Close-ups zu überzeugen, lassen aber auch nicht nach, wenn es um Halbtotale geht. Selbst die Bildränder bleiben knackig.

Wiedervereinigung  Netflix © 2022

Wie bei fast allen Titeln jüngeren Datums, die exklusiv über Netflix erscheinen, gibt es auch für The Adam Project Dolby Digital Plus fürs Deutsche und Dolby Atmos für die Original-Tonspur. Entgegen meiner Annahme liefert Adam Project tatsächlich Atmos für beide Sprachen (danke an die Leser Roman und Andy). Während der Actionszenen gibt’s aber zunächst durchaus kräftigen, aber nicht überbetonten Bass, der allerdings etwas definierter sein dürfte. Hier und da klingt er etwas brummelig. Das ändert allerdings nichts daran, dass die Intro-Sequenz schön effektvoll gerät – effektvoll, aber nicht sonderlich ausgewogen. Lasersounds, Filmmusik, Dialoge – das wirkt in dieser Sequenz leider alles nicht sehr harmonisch und irgendwie etwas breiig. Die deutschen Dialoge sind aber auch in der kommende Szene in der Schule zu wenig präsent und dürften aus dem Sound-Einerlei besser hervortreten. Sehr schön gelingt hingegen die Szene im Wald nach sieben Minuten, wenn die zwei Adams aufeinandertreffen und zuvor die sphärischen Klänge des Scores auf Feuer- und Knistersounds treffen. Während der Dialogszenen sind die Stimmen besser eingebettet und im O-Ton sind sie das ohnehin. Die Atmos-Fassung legt in Sachen 3D-Sounds während der anfänglichen Actionszene im All durchaus ansprechend los. Die Feuergefechte und Shuttle-Geräusche werden beständig von den Heights mitbestimmt, so dass man sich selbst in Adams Gleiter wähnt. Allerdings macht es einen deutlichen Unterschied, ob man die dt. oder englische Atmos-Fassung wählt. Denn während der O-Ton viel mehr Effekte nach oben packt, bleibt’s über die hiesige Fassung weniger effektlastig. Bei beiden Spuren wird aber auch die Filmmusik immer mal auf die Höhenspeaker gelegt. Wenn der junge Adam dann in seiner Virtual Reality unterwegs ist, gibt’s erneut 3D-Sounds. Ebenso wie bei der Enttarnung des Shuttles nach 15 Minuten. Schön auch, dass man sich nicht auf die Actioneinlagen alleine konzentriert und in vielen Szenen zwitschernde Vögel auf die Heights legt. Nach 33 Minuten hört man dann die Sounds des anderen Shuttles sehr erhaben von oben. Nach 36’50 wird das dann auch kräftig vom Tiefbass begleitet, wenn das Shuttle auftaucht. Was sich in dieser Actionsequenz allerdings deutlich unterscheidet: Hört man sehr genau hin, nimmt man im Grundrauschen der englischen Fassung über die Höhenspeaker leichtes Übersprechen wahr. Und das klingt leider wie eine Art Kompressionsartefakt 38’50. Die deutsche Version vermeidet das, ist beim Auftachen des Shuttles nach 36’50 allerdings viel zaghafter und insgesamt mit deutlich weniger 3D-Sounds versehen. Hier gibt es also wirklich hörbare Differenzen.

Fazit

The Adam Project gehört zweifelsohne zu den besten Netflix-Produktionen im Actionbereich. Endlich mal keine Resteverwertung irgendwelcher Drehbücher, die keiner wollte, auch wenn das Skript hier ebenfalls seit acht Jahren in den Schubladen lag. Shawn Levy beweist mit einer Traumbesetzung allerdings, dass es auch möglich ist, vermeintlich vergiftete Drehbücher zu einem unterhaltsamen, rasanten und tatsächlich oftmals berührenden Film über Verlust und das Erwachsenwerden zu verdichten. Ist das sonderlich originell? Nein. Bietet es seit Zurück in die Zukunft oder Terminator neue Ideen die Zeitreise betreffend? Nein. Aber das ändert nichts daran, dass das Zusammentreffen des gefühlt halben Marvel-Casts durchweg wunderbar unterhält.
Während das Bild bis auf die dezente Grüntendenz auf Schattenbereichen grundlegend sehr gut ist, leidet der deutsche Ton trotz dynamischer Attacken und toller Surroundeffekte etwas unter den nicht immer glücklich integrierten Dialogen. Die Atmos-Fassungen unterscheiden sich in der Nutzung von 3D-Sounds sehr deutlich.
Timo Wolters


Bewertung

Bildqualität: 85%

Tonqualität 2D-Soundebene (dt. Fassung): 80%
Tonqualität 3D-Soundebene Quantität (dt. Fassung): 65%
Tonqualität 3D-Soundebene Qualität (dt. Fassung): 75%

Tonqualität 2D-Soundebene (Originalversion): 85%
Tonqualität 3D-Soundebene Quantität (Originalversion): 75%
Tonqualität 3D-Soundebene Qualität (Originalversion): 65%

Film: 85%

Anbieter: Netflix
Land/Jahr: USA 2021
Regie: Shawn Levy
Darsteller: Ryan Reynolds, Walker Scobell, Zoe Saldana, Mark Ruffalo, Jennifer Garner, Catherine Keener
Tonformate: Dolby Atmos (DD+-Kern): en // Dolby Digital Plus: de, en
Bildformat: 2,39:1
Laufzeit: 106
Real 4K: Ja
HDR: HDR10, Dolby Vision
Datenrate: 15.25 Mbps
Altersfreigabe: 12

(Copyright der Cover und Szenenbilder liegt bei Anbieter Netflix)

Trailer zu Adam Project

THE ADAM PROJECT Trailer Deutsch German (2022)


So testet Blu-ray-rezensionen.net

Die Grundlage für die Bild- und Tonbewertung von Streams, BDs und UHD-BDs bildet sich aus der jahrelangen Expertise im Bereich von Rezensionen zu DVDs, Blu-rays und Ultra-HD-Blu-rays sowie Tests im Bereich der Hardware von Unterhaltungselektronik-Komponenten. Gut zehn Jahre lang beschäftigte ich mich professionell mit den technischen Aspekten von Heimkino-Projektoren, Blu-ray-Playern und TVs als Redakteur für die Magazine HEIMKINO, HIFI TEST TV VIDEO, PLAYER oder BLU-RAY-WELT. Während dieser Zeit partizipierte ich an Lehrgängen zum Thema professioneller Bildkalibrierung mit Color Facts und erlangte ein Zertifikat in ISF-Kalibrierung. Wer mehr über meinen Werdegang lesen möchte, kann dies hier tun —> Klick.
Die technische Expertise ist aber lediglich eine Seite der Medaille. Um stets auf der Basis von aktuellem technischen Wiedergabegerät zu bleiben, wird das Testequipment regelmäßig auf dem aktuellen Stand gehalten – sowohl in puncto Hardware (also der Neuanschaffung von TV-Displays, Playern oder ähnlichem, wenn es der technische Fortschritt verlangt) als auch in puncto Firmware-Updates. Dazu werden die Tests stets im komplett verdunkelbaren, dedizierten Heimkino angefertigt. Den Aufbau des Heimkinos könnt ihr hier nachlesen —> Klick.

Dort findet ihr auch das aktuelle Referenz-Gerät für die Bewertung der Tonqualität, das aus folgenden Geräten besteht:

Das Referenz-Equipment fürs Bild findet ihr wiederum hier aufgelistet. Dort steht auch, wie die Bildgeräte auf Norm kalibriert wurden. Denn selbstverständlich finden die Bildbewertungen ausschließlich mit möglichst perfekt kalibriertem Gerät statt, um den Eindruck nicht durch falsche Farbtemperaturen, -intensitäten oder irrigerweise aktivierten Bild“verbesserern“ zu verfälschen. Streaming-Filme werden zudem über mehrere unterschiedliche Apps Kontrolle geschaut, um etwaige deutliche Differenzen auszumachen.

9 thoughts on “The Adam Project [Netflix]

  1. Andy Krohmann

    Moin… also wir haben den Film gestern auf Deutsch in Dolby Atmos gesehen. Ansonsten gehe ich völlig konform mit deiner Beurteilung, der Streifen bietet einfach nur kurzweilige, beste Unterhaltung.

    Und an dieser Stelle möchte ich mich mal für deine Arbeit, die mir bei der Auswahl meiner Filme immer sehr hilfreich ist, herzlich bedanken!

  2. Alexander

    ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Geschichten mit Zeitreisen leiden ja oft an Logiklöchern, die – mir zumindest – den Film tatsächlich vermiesen können. Daher genieße ich dieses Genre mit Vorsicht. Aber bei „The Adam Project“ war das nicht so. Diese Klippen der Unlogik hat der Film elegant umschifft.
    Sogar Ryan Reynolds, von dem ich kein großer Fan bin, hat mich diesmal nicht „genervt“.
    Im Grunde wäre es dem Film angemessen gewesen, eine Kino-Premiere zu erhalten.

  3. Roman

    Moin, habe eben auf surround-sound.info gelesen, dass Atmos auch in Deutsch verfügbar ist. Bin etwas irritiert.

    Gruß Roman

    • Die Irritation ist fehl am Platze. War mein Problem. Offenbar hatte mein Vorab-Screener kein dt. Atmos.
      Korrigiere es gleich im Review. Und hört mal genau hin: Die Differenzen zwischen der dt. und englischen Atmos-Fassungen sind teils sehr groß, was die 3D-Sounds angeht.

  4. Benjamin

    Irgendwie bin ich hier skeptisch da Ryan Reynolds für mich kurz vor nervig steht – gefühl kann er nur Deadpool und Deadpool light…

  5. Björn

    Eigentlich ein schöner warmherziger Familienfilm und im besten Sinne altmodisch, der in seinen guten Momenten an Zurück in die Zukunft oder Last Starfighter erinnert. Ein Meisterregisseur der alten Schule wie Steven Spielberg hätte daraus einen unvergesslichen Klassiker machen können, leider war es hier der Regisseur von Mumpitzfilmen wie „Free Guy“. Außerdem spielt Ryan Reynolds leider in vielen Szenen wieder Ryan Reynolds, der Ryan Reynolds Sprüche klopft. Ohne ihn wäre hier deutlich mehr drin gewesen.
    Das CGI ist leider auch nicht sehr gut – wenn schon altmodisch, dann lieber auch mit praktischen Effekten.
    Ich hab mich gut unterhalten gefühlt, aber es ist leider kein Film zum „immer wiedergucken“ – obwohl es möglich gewesen wäre. Aber das kriegen aktuelle Drehbuchautoren und Regisseure wohl nicht mehr hin.
    Die Musik ist dafür super – der Score dagegen nicht. Stellt Euch vor: Steven Spielberg statt Shawn Levy, John Williams statt Rob Simonson (der in seiner Vita nichts Erinnerungwürdiges stehen hat) und Johnny Galecky statt Ryan Reynolds. Das hätte was werden können. So ist es – OK. Nicht mehr. 60%

  6. Rob Roi

    Dialoge in beiden Atmos Tonspuren kamen mir ungewöhnlich leise gegenüber der Actionsequenzen vor. Empfinde nur ich das so oder gehts da anderen genauso?. Rätsel eh schon länger ob das an meinem Setup liegt…

  7. Bernd

    Zu der Laut-Leise-Thematik: Bei mir war vor allem der Subwoofer-Kanal extrem überrepräsentiert. Ich musste die Subs um 5dB reduzieren, um das Dröhnen erträglich zu gestalten und selbst dann klang eine sich schließende Tür teilweise wie ein Kampf aus Godzilla vs. Kong . Und ich bin sonst kein Gegner von viel Tiefton…hatte das noch jemand in dieser Art?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.